Worum es geht?
Eri kommt nicht wirklich mit der Tatsache klar, dass ihre beste Freundin Fuyuki nun in einer Beziehung ist. Zusammen mit Kurukawa ist diese ganz anders als mit ihr, und ihr geht auch das alte Versprechen, dass Fuyuki immer ihre Nummer Eins bleiben wolle, nicht aus dem Kopf. Dennoch bemüht sie sich, ihre Freundin zu unterstützen. Fuyuki auf der anderen Seite gibt alles, um Kyo zu helfen, Eri glücklich zu machen, obwohl auch sie unter der Beziehung ihrer besten Freundin leidet. Und Kurokawa? Steht zwischen den beiden und beobachtet die Tragödie in Echtzeit.
Meine Meinung:
Im zweiten Band von "There Is No Love Wishing Upon a Star" wiegen die Gefühle sämtlicher Protagonisten schwer. Eri ist verunsichert von den Veränderungen zwischen ihr und Fuyuki und kann sich emotional kaum auf ihre Beziehung mit Kyo einlassen während Fuyuki so hart kämpft, um ihre Gefühle für Eri zu unterdrücken, dass man fast fühlt, wie es ihr die Brust zuschnürt. Der Band enthüllt auch ein wenig über Fuyukis feste Freundin Kurokawa und was überhaupt zur Beziehung zwischen den beiden geführt hat. Ich möchte niemanden spoilern, aber eines kann man sagen: niemand hier ist glücklich damit, wie die Dinge stehen, und ein Ausweg scheint nicht in Sicht.
Während im ersten Band gefühlt eher Fuyukis Gefühle im Mittelpunkt standen, lernen wir im zweiten Band auch Eris Sichtweise aus ihrer eigenen Perspektive besser kennen. Auf mich hat sie dabei den Eindruck einer eher unsicheren Person gemacht, die sich ihrer eigenen Wünsche und auch der Gefühle der Menschen um sie herum gar nicht richtig bewusst ist. Gepaart mit ihrer Eigensinnigkeit macht sie es sich und allen anderen nicht immer leicht, und Fuyuki war in der Vergangenheit anscheinend die einzige, die mit diesen Charakterzügen erfolgreich umgehen konnte. So ist es auch kein Wunder, dass die Veränderungen um sie herum sie verunsichern.
Kurokawa ist ebenfalls ein sehr interessanter Charakter und ich hatte den Eindruck, dass ihre eigenen Motive ebenso wie ihre wirklichen Gefühle hier noch ziemlich stark im Dunkeln bleiben. In jedem Fall hat sie keine einfache Position in dem aufgewühlten Beziehungsgeflecht um Fuyuki und Eri herum.
Während man bei vielen Mangas, die sich um Beziehungen drehen, oft schon eine ziemlich konkrete Idee hat, worauf eine Geschichte hinausläuft, ist dies für mich bei "There Is No Love Wishing Upon a Star" auch nach dem zweiten Band noch gar nicht so klar. Ein Happy End sehe ich aktuell für keine der Figuren, doch vieles ist auch einfach noch extrem vage, sodass ich schon sehr gespannt bin, in welche Richtung sich die Story genau bewegen wird.
Der Zeichenstil hat es mir auch in diesem Band wieder von der ersten Seite an angetan. Sie sind durch und durch sanft und ansprechend, und besonders zarten Farben von Cover, Farbseite sowie Bonus-Miniprint (nur in der ersten Auflage) sind echte Hingucker.
Das alles zusammen macht diesen Titel für mich aktuell zu einem echten Genre-Highlight. Wer auch einmal eine traurige Geschichte um unerwiderte Liebe und unterdrückte Gefühle vertragen kann, sollte unbedingt mal einen Blick riskieren.
There Is No Love Wishing Upon a Star Band 2 | Shinoa | Egmont Manga | Neupreis 8,50€ | Empfohlen ab 14 Jahren | Genre: Girls Love | Link zum Buch

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