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Montag, 24. August 2026

Buchvorstellung: Sora & Hara von Asumiko Nakamura

 

Worum es geht:

Manabu Hara ist 37 Jahre alt und Musiklehrer an einer Jungenschule. Die Nächte verbringt er gerne in den Clubs seiner Stadt. In solch einem Club, genauer gesagt in einer Schwulenbar, ist es auch, dass er den erheblich jüngeren Sorano trifft, der genau sein Typ ist. Das Glück währt jedoch nicht lang, als Hara herausfindet, dass Sorano ausgerechnet Schüler an seiner Schule ist.

Meine Meinung:

Asumiko Nakamura-Wiederholungstäter wie ich werden die Hara, die Hauptfigur dieses Mangas, bereits aus „Dou Kyu Sei“ wiedererkennen, wo er ein Auge auf Musterschüler Sajo geworfen hatte. Dieses Mal steht er also im Zentrum des Geschehens, bleibt seiner Zuneigung für erheblich Jüngere jedoch treu.

Damit wären wir auch schon an dem Punkt, wo sich von selbst erklären sollte, dass „Sora & Hara“ kein Manga für Jedermann ist, denn es geht um eine Beziehung zwischen Lehrer und Schüler mit erheblichem Age Gap. Vielleicht bin ich bei dem Thema generell eher entspannt, auf jeden Fall mochte ich die Thematik und den Umgang damit in diesem Fall sehr gerne.

An seiner Anziehung zu Sorano kann Hara nichts ändern, doch sein Verständnis ändert sich stark, als er erfährt, dass dieser sein Schüler ist. Eine Beziehung ist für ihn damit tabu, gleichzeitig kommen aber auch die Erinnerungen an seinen schwierige Gefühle für Sajo hoch, die er offensichtlich noch nicht so richtig verarbeitet hat.

Natürlich hat er dabei aber die Rechnung aber auch ganz klar ohne Sorano gemacht. Dieser ist seinem Lehrer nämlich weiterhin sehr zugetan, auch als er erfährt, wer er ist. Und in seinem jugendlichen Übermut ist er ziemlich hartnäckig, bringt sich jedoch auch gerne mal unbewusst in gefährliche Situationen in der Welt der Erwachsenen, die ihm noch so fremd ist.

In meinen Augen stellt der Manga die nicht ganz unproblematische Beziehung der beiden sehr respektvoll und authentisch dar. Hara verleugnet seine Gefühle nicht, handelt jedoch stets verantwortungsvoll. Sorano erhält die Chance, emotional erwachsen zu werden und seine Gefühle besser einzuordnen. Ob die sich anbahnende Beziehung moralisch korrekt ist, steht nicht im Fokus. Weder wird damit als eine Form Fetisch gespielt, noch wird sie gewertet. Die Gefühle sind einfach da, und beide Protagonisten müssen lernen, damit umzugehen.

Mir hat die Story um Hara und Sora sehr gut gefallen, weil es ihr gelingt, schwierige Gefühle ruhig und nachvollziehbar darzustellen. Für Leser von „Dou Kyu Sei“ erweitert sie außerdem den Horizont der Serie, zumal Sajo hier auch noch einen für Hara bedeutsamen Auftritt bekommt. Der Manga ist somit sicher nicht für alle Leser geeignet, doch wenn man mit den behandelten Themen zurechtkommt, ist er eine echte Empfehlung.

Sora & Hara | Asumiko Nakamura | Manga Cult | Originalpreis: 14,00€ |  Genre: Boys Love | Empfohlen ab 15,00€ | Link zum Buch

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