Samstag, 18. Juni 2022

Tadaima - oder so

Haiaiai, schon mehr als das halbe Jahr ist rum und ich habe noch nichts gepostet. Ich geb es offen und erhlich zu: hat mich bisher auch nicht gestört, der ganze Corona-Kram hat wirklich so einiges meiner Motivation gekillt. So langsam stellt sich aber eine leichte Besserung ein (auch wenn sie vermutlich nur temporär ist), und zeitgleich kommt auch einiges an Lust zum Schreiben zurück.

Wie ist es euch in der Corona-Zeit ergangen, wie habt ihr die ganze Situation wahrgenommen und empfunden? Für mich war es keine gute Zeit, und ich verstehe niemanden, der versucht, das Positive darin zu suchen. Ich verstehe auch all jene nicht, die sich in diesen zwei Jahren so daran gewöhnt haben, zu Hause zu hocken, dass sie jetzt anscheinend nichts anderes mehr tun wollen...

Ich für meinen Teile habe nur darauf gelauert, endlich wieder auf Tour gehen zu können, Dinge zu erleben, Orte kennenzulernen - und auch alle denkbaren Freiräume für solche Unternehmungen genutzt. Leider ist es aber nun, obwohl theoretisch gerade wieder alles möglich ist, noch immer deutlich ruhiger als vor der Pandemie.

Viele Veranstaltungen, die ich vorher gerne besucht habe, sind geschrumpft oder haben ganz aufgegeben, und bei neuen Veranstaltungen klagen die Verantwortlichen oft über schlechte Ticketverkäufe. Corona hat den Kultursektor hart getroffen und ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis dieser sich davon erholt - wobei ich die traurige Vermutung hege, dass sich vieles gar nicht erholen wird oder auch einfach nicht wieder wie zuvor werden wird.

Wer diesen Blog kennt oder betrachtet, sieht ja, dass ich viele Jahre lang viel in der Mittelalterszene unterwegs war. Wie sehr diese Szene von Events lebt, wurde in den vergangenen zwei Jahren sehr deutlich. Große Veranstaltungen wie das MPS haben sich massiv verkleinert und auch verändert, und obwohl ich die Notwendigkeit verstehe und einsehe, beudetet es für mich, dass ich dieses Jahr mit Glück einen Termin werde wahrnehmen können, vielleicht aber noch nicht einmal das. Viele Bands haben die Krise ebenfalls nicht überlebt. Es gab Streits, Jobwechsel, Veränderungen im Leben der Mitglieder - viele der Gesichter, die man jahrelang regelmäßig auf Mittelaltermärkten antreffen konnte, wird man wohl so schnell nicht wiedersehen. Da die Szene gefühlt immer wie eine Art kleine Familie war, ist das schon eine ziemlich traurige Entwicklung.

Aber auch meine Interessen haben sich in den letzten Jahren verschoben. Ohne die Veranstaltungen habe ich viel meiner Energie anderen Dingen zugewandt. Der Manga- und Animebereich war ja schon immer sowas wie mein zweites Standbein, nimmt aber seit einiger Zeit wieder deutlich mehr Raum ein als zuvor. Auch Videospiele haben plötzlich wieder eine Relevanz, wie sie es in meinem Leben wohl schon seit meiner Kindheit nicht mehr hatten, und ich bin mehr als froh, mit diesen Dingen mehr als nur eine Kompensation für die weggefallenen Erlebnisse in anderen Bereichen gefunden zu haben.

Langer Rede kurzer Sinn bedeutet das für diesen Blog aber, dass sich auch hier möglicherweise der Fokus etwas verschieben wird. Ich besuche dieses Jahr dem bisherigen Anschein nach deutlich mehr Conventions als Festivals und hätte auch mehr als Lust, den einen oder anderen Manga oder hier und da mal eine Light Novel zu rezensieren. 

Zunächst einmal steht mir aber noch eine Liste an Beiträgen vor der Tür mit den Dingen, die ich in den vergangenen Jahren erlebt, hier aber nicht vorgestellt habe. Ich habe überlegt, ob ich sie einfach wegfallen lassen soll, mich aber am Ende dagegen entschieden. Immerhin ist dieser Blog ja auch sowas wie mein eigenes öffentliches Tagebuch, wenn ich also selber einmal durchscrolle und einfach zwei Jahre fehlen, stört mich das schon. 

Das waren fürs Erste nun aber genug der Worte. Der bisher wohl heißeste Tag des Jahres steht bevor, und ich bin nicht gewillt, ihn komplett am PC zu verbringen. Auf in den Garten! Genießt das Wetter und bis bald!

Montag, 1. November 2021

CD-Vorstellung: Plantec - Hironaat

Nach einigen anstrengenden Wochen melde ich mich dann doch endlich mal wieder zu Wort, um darauf hinzuweisen, dass es eine neue Rezension von mir auf jarwinbenadar gibt. Dieses Mal hatte ich das Vergnügen, das neue Album der bretonischen Band Plantec unter die Lupe zu nehmen. Das Ganze hat mich leider Monate gekostet, weil in meinem Kopf so viel anderes war, dass diese Angelegenheit zwischenzeitlich einfach untergegangen ist, was mir furchtbar leidtut.

Wer Interesse hat, findet nun hier aber die fertige Rezension:


Plantec - Hironaat

 

Und einen kleinen Einblick gibt es wie üblich auch an dieser Stelle:

Es gibt mittlerweile eigentlich wieder so einiges zu berichten, und ich hoffe sehr, dass ich bald die Motivation dafür finde. Wie bereits erwähnt, ist die aktuelle Zeit etwas schwierig für mich, weswegen ich mich lieber nicht festlege und dann selbst enttäusche. Neue Inhalte kommen also, wenn sie eben kommen. :D

Freitag, 1. Oktober 2021

Auf Vogelschau - Ausflug in den Wildpark Gangelt

 Gegen Herbst 2021 merkte man, dass so langsam wieder mehr möglich wurde, doch kleine Ausflüge in der Region standen weiter hoch im Kurs. Dabei war auch mal wieder ein Besuch im Wildpark in Gangelt, an dem sich ganz besonders die Vögel sehr fotogen zeigten:

 

Doch natürlich hat der Park auch noch eine Vielzahl an anderen Tierarten zu bieten, darunter die beeindruckenden Bären:

Auch wenn ich schon relativ häufig da war, bleibt der Wildpark in Gangelt ein gern besuchtes Ausflugsziel.

 ***Dieser Beitrag wurde am 01.11.2025 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***  

Freitag, 24. September 2021

Was lange währt - Goethes Erben in Übach-Palenberg

Es gibt sie, diese Bands, die einen ein Leben lang begleiten und dabei stets einen besonderen Platz im Herzen einnehmen. Goethes Erben sind für mich eine solche Band. 

Meine erste Begegnung ist lange her, irgendwann um 2001. Im Musikfernsehen entdecke ich "Glasgarten", die Single mit Peter Heppner. Ich bin fasziniert, doch lange bleibt mir nur, aus der Ferne zu staunen. Ich bin damals um die dreizehn Jahre alt und lebe in Übach-Palenberg. Konzerte in Bochum, Köln oder Oberhausen? Bloße Fantasien. Irgendwann werde ich erwachsen, verlasse die verschlafene Kleinstadt, doch der musikalische Fokus verschiebt sich, die Freunde finden sich in ganz anderen Szenen. Alte Favoriten geraten zwar nicht in Vergessenheit, doch es tut sich auch nichts in diese Richtung. Und dann, ganz plötzlich, ist sie da, die Ankündigung: Goethes Erben in der Rockfabrik Übach-Palenberg. Meine Zeit scheint doch noch gekommen.

Doch dann sieht es zunächst so aus, als würde sich auch dieser Traum wieder zerschlagen. Das Konzert ist ursprünglich für 2000 angekündigt, Corona kommt dazwischen. Zum Glück machen gelockerte Maßnahmen ein Nachholen im Jahr darauf möglich. Reduzierte Besucheranzahl, feste Bestuhlung, wir alle erinnern uns an die Kompromisse. Aber immerhin: es passiert - und es wird ein Abend, der mir bis heute viel bedeutet.

Eröffnet wird der Abend von einem alten Bekannten: Matt Howden (Sieben), den ich bereits vor vielen Jahren auf einem Konzert von Faun lieben lernen durfte. Auch zu diesem Anlass überzeugte er - grundsympathisch wie immer - wieder durch seine faszinierenden Engagements und seine Energie.

Und dann natürlich Goethes Erben. Manchmal kann die Realität ja nicht mit den Erwartungen und Hoffnungen mithalten, doch manchmal werden diese sogar noch übertroffen - und dieser Auftritt war genau so ein Fall. Oswald Henkes Präsenz auf der Bühne ist unfassbar, und ich hatte rückblickend den Eindruck, an seinen Lippen geklebt zu haben, während das Konzert wie im Fluge verging. Auch die Auswahl der Lieder ließ für mich keine Wünsche übrig, wobei ich mich "Nichts bleibt wie es war" und "Kopfstimme" ganz besonders über zwei meiner Favoriten gefreut habe.

Eh ich mich versah, war dann jedoch auch schon alles vorbei - eben wie immer, wenn es gerade besonders schön ist. Trotzdem denke ich bis heute gerne zurück an diesen Abend, der für mich wirklich ein Lichtblick in einer ansonsten sehr trostlosen Zeit war, und auch irgendwie ein Beweis, dass manchmal - wenn auch spät - doch noch alles gut wird.

***Dieser Beitrag wurde am 01.11.2025 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.*** 

Samstag, 11. September 2021

Nerds aller Welten vereinigt euch - das Annotopia 2021 in Lüdinghausen

Eine weitere Veranstaltung, die in 2021 den Corona-Auflagen standhalten und stattfinden durfte, war das wunderbare Annotopia in Lüdinghausen. Und es war genau so eine Zuflucht, wie man sie zu jener Zeit brauchte - ein großes Nerd-Klassentreffen, wo einfach jeder auf seine Kosten kam. Sei es Fantasy, Sci-Fi, Steampunk, Cyberpunk oder Reenactment jeglicher Epoche oder Gegend der Welt, beim Annotopia sind einfach alle willkommen und haben zusammen Spaß. Und so war es auch im September 2021. 

Ein Highlight ist dabei immer die große Parade, bei der sich die verschiedenen Gruppen vorstellen. Leider sind mir an diesem Tag nur wenige schöne Bilder gelungen. Ob es daran liegt, dass ich etwas aus der Übung war oder ob ich da schon meine neue Kamera hatte, mit der ich leider so gar nicht zufrieden bin, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Ein paar kleine Impressionen habe ich trotzdem einmal ausgewählt.

 
 

Ich freue mich in jedem Fall sehr, dass es dem zu dieser Zeit noch sehr jungen Festival gelungen ist, diese schwere Zeit gut zu überstehen und dass es bis heute wächst und gedeiht. Wenn ihr die Gelegenheit habt, stattet der Veransatltung unbedingt einen Besuch ab! 

 ***Dieser Beitrag wurde am 27.12.2025 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***   

Freitag, 3. September 2021

Filigrane Schönheiten - Der Garten der Schmetterlinge in Schloss Sayn

Viel zu schnell war die Zeit für unsere Rückkehr nach Hause gekommen, doch am letzten Tag blieb dennoch ein wenig Raum für einen letzten Abstecher, und dieser führte uns in den Garten der Schmetterlinge nach Schloss Sayn in der Nähe von Koblenz.

 Und dort erwartete uns ein wirklich schöner Abschluss für unsere Reise. In dem schönen, verglasten Schmetterlingshaus gab es neben den prachtvollen, exotischen Schmetterlingen auch noch allerhand anderes zu sehen. Tropische Pflanzen, farbenfrohe Vögel sowie Schildkröten warteten darauf, entdeckt zu werden. Man fühlte sich glatt ein wenig wie auf einer kleinen Expedition in fremde Länder - gerade während der Corona-Zeit eine sehr willkommene Abwechslung!

Natürlich habe ich mein bestes getan, auch eine Foto-Safari zu machen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte (bis heute bedaure ich, dass ich keine professionelle Kamera habe - vielleicht ja eines Tages, seufz). Hier dennoch ein paar kleine Eindrücke:

 

Und so ging er dann tatsächlich zu Ende, unser Sommerurlaub im Corona-Jahr 2021. Für mich war er eine sehr willkommene Abwechslung zum grauen Alltag, und durch das durchweg hervorragende Wetter erwarteten mich nach der Heimkehr sogar einige misstrauische Fragen, ob ich nicht doch irgendwo in den Süden gereist sei, so braun, wie ich in dieser knappen Woche geworden war. 

Und eines Tages, so habe ich mir vorgenommen, möchte ich noch einmal in diese Gegend zurückkehren, die noch so unheimlich viel mehr zu bieten hat, als man in einer kurzen Woche sehen kann.

***Dieser Beitrag wurde am 01.11.2025 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***  

Donnerstag, 2. September 2021

Hoch hinaus - die Geierlay Hängeseilbrücke im Hunsrück

Unser nächster Abstecher führte uns ein gutes Stück weit weg von Koblenz, nämlich zur Geierlay Hängeseilbrücke in Sosberg im Hunsrück. Mit 360 Metern Länge zählt sie zu den längsten Brücken ihrer Art in Europa, bis 2017 war sie sogar die längste ihrer Art in Deutschland.

Und auch wenn sie diesen Rekord nun nicht mehr hält, ist sie definitiv einen Besuch wert! Mit einer Höhe von etwa 100 Metern bietet sie einen spektakulären Überblick über die Landschaft, welche ohnehin traumhaft ist. Generell eignet sich die ganze Gegend wunderbar für ausgedehnte Wanderungen. Wege gibt es dabei in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, insgesamt würde ich aber schon sagen, dass man schon halbwegs gut zu Fuß sein sollte, schon alleine wegen der zahlreichen Steigungen.

In jedem Fall wird die Mühe belohnt. Schwer vorstellbar, dass man sich schnell an der Natur satt sieht, die sich überall um einen herum ausbreitet.

Hier ein paar Impressionen von unserem Besuch:

  



 Beeindruckend, nicht wahr? Uns hat der Besuch in jedem Fall hervorragend gefallen!

 ***Dieser Beitrag wurde am 01.11.2025 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***