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Montag, 22. Juni 2026

Frohes Mittsommerfest!

Kinder, wie die Zeit vergeht! Ich war tatsächlich etwas schockiert, als ich festgestellt habe, dass wir uns schon wieder den längsten Tagen des Jahres nähern. Das Leben fließt gerade nur so dahin, und gefühlt reicht die Zeit nie für all die Dinge, die man gerne tun möchte. Zu meiner großen Schande ist mein Blog noch immer nicht wieder auf dem neusten Stand - dafür hält mich mein Manga-Instagram ganz schön auf Trab. Gegründet mit dem Hintergedanken, mich mit Gleichgesinnten zu verbinden und endlich wieder ans Schreiben zu kommen, erfordert es doch ganz schön viel Aufmerksamkeit. Der Austausch ist dafür auch wirklich lohnend. Es macht Spaß, neue Mangas zu entdecken und mit anderen darüber zu reden.

Auch in Sachen Videospiele bin ich ganz schön beschäftigt. Gerne würde ich auch darüber ein bisschen mehr schreiben, doch ich habe noch kein geeignetes Format entdeckt. Kommt Zeit, kommt Rat würde ich da mal sagen.

Andere Hobbies stehen bei so viel Beschäftigung natürlich manchmal etwas hinten an. Ich liebe die Mittelalter- und Folkszene noch immer, und gerne möchte ich mich hier auch wieder mehr damit beschäftigen, aber es fällt gar nicht so leicht. Bei vielen ist das Interesse während der Corona-Zeit weggebrochen, und auch meine Freunde und ich haben uns zum größten Teil neue Schwerpunkte gesucht. Außerdem ist die Anzahl an Veranstaltungen schon massiv gesunken, ganz zu schweigen von den immer weiter steigenden Kosten für das, was noch übrig ist. Hinzu kommt mein ganz persönliches Problem, dass dieser Blog mittlerweile eine Ansammlung an Themen umfasst, die halt leider nur für mich zusammenpassen, während Blogger eine thematische Aufteilung aber quasi unmöglich macht. Vielleicht wird es doch einmal Zeit, über den großen Wechsel zu einem Anbieter mit mehr Möglichkeiten nachzudenken...

 

Aber zurück zum eigentlichen Thema des Beitrags: Mittsommer! Tatsächlich habe ich dieses Jahr nicht groß gefeiert, weil ich unterwegs war - mehr dazu in einem separaten Post.

Ein bisschen Mittsommer-Feeling gab es dann aber doch noch, denn ich habe das Wochenende mit meiner Mutter und unserem Kater im heimischen Garten ausklingen lassen. Durch die Hitze hatte man ohnehin kaum das Bedürfnis, sich zu bewegen - perfekt also für eine lange Lesesession! Meine Mutter hatte dafür die perfekte Lektüre aufgetan: "Die Magie der Sonnenwenden" von Wolf-Dieter Storl. Der Ethnobotaniker gibt darin einen spannenden Einblick in das Brauchtum verschiedener Kulturen rund um die Sonnenwenden und stellt zahlreiche Pflanzen vor, die mit diesen Festen in Verbindung gebracht werden. Ich habe dabei wirklich viel Neues gelernt und hatte besonders an den zahlreichen Mythen, die sich um bestimmte Pflanzen ranken, große Freude. Den zweiten Teil des Buchs, der sich mit der Wintersonnenwende beschäftigt, habe ich mir natürlich für die Zeit in einem halben Jahr aufgehoben.

Sonntag, 5. April 2026

Frohe Ostern!

Ich wünsche allen Besuchern dieses Blogs ein frohes Osterfest! Aktuell genieße ich ein ruhiges Osterwochenende mit meiner Familie. Heute war es Zeit für den traditionellen Osterbrunch, und ich finde, die Ostertafel ist wirklich sehr schön geworden. 


 


Selbst der Kater hätte sehr gerne direkt vom Teller mitgegessen, hat seine Festtags-Forelle dann aber natürlich doch ganz brav in der Küche verspeist. ;)


Die hasenförmigen Brötchen fand ich auch einfach nur süß! Und selbst gefärbte Eier duften natürlich auch auf keinen Fall fehlen. Später zum Kaffee gab es dann auch noch einen richtig frühlingshaften Blumenwiesen-Kuchen. An sich bin ich zwar nicht so der Backmischungs-Typ, in dem Fall hat aber die Optik gewonnen und er wurde ausprobiert. Geschmacklich ist er nicht schlecht mit der Pfirsich-Sahne-Füllung, aber den Teig haben wir dann doch als etwas trocken empfunden.


 Für Morgen steht dann noch ein schöner Ausflug auf dem Programm - dazu dann aber später mehr!

Freitag, 2. Januar 2026

Frohes neues Jahr!

2025 ist endgültig Geschichte, und 2026 startet voller Hoffnungen und Erwartungen. Ich wünsche alle Lesern ein frohes neues Jahr und hoffe, dass ihr gut reingekommen seid. Möge ein Jahr voller schöner Erlebnisse, Spaß und spannender Begegnungen vor uns liegen!

Ich habe das Jahr ganz entspannt mit einer Freundin ausklingen lassen. Abends waren wir erst lecker essen (Asiatisch, versteht sich), um Mitternacht haben wir dann kurz ein paar Wunderkerzen aus dem Fenster gehalten und uns ansonsten einen schönen Filmabend gemacht. Auf dem Programm standen unter anderem das letzte Hoyofair-Programm sowie der Spy Family Film - beide haben sehr viel Spaß gemacht!

Am nächsten Vormittag ging es dann auswärts frühstücken, und Morgen steht schon wieder ein Essen auf dem Plan. Ich will mich wahrlich nicht beschweren, aber die guten Vorsätze in Sachen Gesundheit geraten so schon auf den ersten Metern ganz schön ins Wanken. ^^

Gestern Abend stand dann aber erstmal noch ein Highlight ganz anderer Natur auf dem Plan: Das Serienfinale von Stranger Things! Obwohl ich wirklich nur sehr wenige nicht animierte Serien schaue, hat mich diese Serie so viele Jahre begleitet, und ich war unheimlich gespannt auf das Ende. Die Meinungen scheiden sich da ja ganz schön, aber mir hat das Finale wirklich gut gefallen (und jeder, der sich über Wills "Geständnis" beschwert, hat ja wohl in den vergangenen Jahren die Serie geschaut, ohne jemals eine Gehirnzelle zu aktivieren: weder kam dies überraschend, noch war es an dieser Stelle unwichtig!) 

Mir werden die Figuren alle ganz schön fehlen, und ich freue mich, dass wir zum Ende noch einen kleinen Einblick in ihre zukünftigen Leben bekommen haben. Auch finde ich es gut, dass sich dieses Finale wirklich abgeschlossen angefühlt hat. Und sogar, dass es mir frei steht, ob ich Mikes Geschichte glauben möchte oder nicht (ich möchte). Vielen Dank für die schönen Jahre, Stranger Things! ♥

Demogorgon, gesichtet in Düsseldorf bei Elbenwald

Und ansonsten so? Natürlich habe ich für das Jahr allerlei Wünsche und Hoffnungen, und auch ein paar gute Vorsätze. Ich möchte viel sehen und erleben. Viel lesen, spielen und Spaß haben. Mein neues Manga-Instgram weiter ausbauen. Und ja, ein wenig Sport und Fitness wären definitiv auch nicht verkehrt.

Die Corona-Zeit und die sich anschließenden schweren Jahre haben mir gezeigt, dass nichts selbstverständlich ist und sich Dinge sehr schnell ändern können. Darum möchte ich keine Zeit verschwenden und sich mir bietende Möglichkeiten nutzen. Auf dass 2026 ein gutes Jahr wird und wir es so gut genießen können, wie nur irgendwie möglich! 

Freitag, 26. Dezember 2025

Dies und das: Willkommen in der Sammlung, Thorns

Na, habt ihr alle Weihnachten gut überstanden? Ich auf jeden Fall, schön gemütlich zu Hause mit ein paar alten Filmen und neuen Mangas und viel zu viel leckerem Essen. 

Kurz vor Weihnachten habe ich mich noch selbst mit einer neuen Figur beschenkt, mit der ich schon länger geliebäugelt hatte. Sie stellt Thorns auf Arknights dar, in den ich irgendwie vernarrt bin, obwohl ich für das Spiel selbst so gar kein Händchen habe. Herausgebracht wurde sie von Myethos, und sie trägt die Bezeichnung "Floating Gear Version". 

Natürlich musste ich das gute Wetter der vergangenen Tage gleich nutzen, um sie für ein kleines Fotoshooting mit nach draußen zu nehmen, und die Bilder, die dabei herausgekommen sind, haben es mir schon ein bisschen angetan, besonders das, was ihn von hinten zeigt. 💕

Immer, wenn ich eine neue Figur kaufe, erinnert mich das an meine Anfangszeit als Besucher von Conventions, wo ich es kategorisch ausgeschlossen habe, jemals Figuren zu sammeln. Und dann schaue ich auf meine volle Vitrine und auf meine Reservierungsliste und kichere über mich selbst, nun älter und weiser. 🤭

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Rest von Weihnachten, und wir lesen uns, wenn ich aus dem Koma erwacht bin, in das mich unser heutiges Raclette-Essen befördert hat. 😉

Montag, 22. Dezember 2025

Dies und das: Jahresrückblick

 

Es ist soweit: das Jahr 2025 neigt sich seinem Ende zu. Am Freitag hatte ich meinen letzten Arbeitstag für dieses Jahr, die Wohnung ist geputzt und die Geschenke sind eingepackt. Weihnachten kann kommen, und gleichzeitig auch ein wenig Zeit, um die vergangenen zwölf Monate Revue passieren zu lassen.

Es war eine ereignisreiche Zeit. Ich habe mich an meiner neuen Arbeitsstelle gut eingelebt und ein wenig schon endgültig verloren geglaubtes Selbstbewusstsein zurückgewonnen, ebenso wie finanzielle Freiheit. Ich konnte reisen und Dinge erleben und habe das Gefühl, dass ich wieder ein wenig besser aus mir selbst herauskomme. Die letzten Jahre haben Spuren hinterlassen, aber ich fühle mich langsam wieder im Einklang mit mir.

Zu meiner großen Freude ist auch endlich meine Motivation, diesen Blog zu unterhalten, wieder zurückgekehrt. Die Entscheidung, den Mangabereich zu expandieren, war dafür wohl die beste Idee seit langem und hat entscheidend dazu beigetragen. Daran, wieder regelmäßig Inhalte zu erstellen und diese gleichmäßig in Instagram und hier einzupflegen muss ich zugegebermaßen noch etwas feilen, aber ich habe das Gefühl, es wird besser. Auch gilt es noch immer, viele Lücken der vergangenen Jahre zu schließen, was ich mir ja fest vorgenommen habe, aber das eilt für mich nicht und macht mir insgesamt betrachtet Spaß, fühlt es sich doch wie das Schwelgen in Erinnerungen an. Einzig das Layout bereitet mir noch ziemlich Kopfzerbrechen. Der Blog hat nun eine thematische Trennung in drei Bereiche, und ich habe noch keine zufriedenstellende Lösung dafür gefunden, diese im Design wiederzugeben. Die technischen Möglichkeiten sind bei Blogger begrenzt und ich habe auch etwas Sorge, dass dieser doch ziemlich vernachlässigte Service eines Tages einfach eingestellt werden könnte, aber ein Umzug beispielweise zu Wordpress wäre eine Herkulesaufgabe, zumal ich auch keine großen Programmierkenntnisse habe. Mal sehen, ob ich hier bald eine Lösung finde.

Ansonsten sage ich jetzt mal etwas, was ich wohl schon seit Corona nicht mehr so gesagt habe: ich freue mich auf das kommende Jahr. Da gibt es einfach so viele Dinge, denen ich entgegenfiebere. Eine große Reise ist geplant, Konzert- und Conventionbesuche stehen an. Einige Bands, die mir lieb und teuer sind, haben neue Releases angekündigt, neue Spiele warten darauf, angespielt zu werden und die Liste an Dingen, die ich gerne lesen möchte, nimmt sowieso niemals ein Ende. Hoffen wir also, dass das neue Jahr viele Möglichkeiten bringt, neues zu erleben und zu genießen!

Doch erstmal ist es natürlich Zeit, die letzten Tage dieses Jahres angemessen zu genießen. Weihnachten steht vor der Tür, die Rauhnächte laden zur inneren Einkehr ein und ich habe sogar noch ein paar kleine Ausflüge und Unternehmungen vor. Auch euch, die ihr euch hierher verirrt habt, wünsche ich eine besinnliche Zeit und bald dann einen guten Start in das neue Jahr!

Donnerstag, 9. Januar 2025

Erster Schnee des Jahres

 Das Jahr ist noch keine zwei Wochen alt, und schon gab es heute den ersten Schneetag! ❄️

Beim Aufwachen war ich erst etwas enttäuscht - keine Flocke war zu sehen, und ich wusste, dass es in der Heimat gar nicht so viel weiter westlich schon am Vorabend begonnen hatte. Doch schon auf dem Weg zur Arbeit fing es dann doch an, und am Nachmittag erwarteten mich perfekte Bedingungen für einen kleinen Spaziergang. 




Wäre gerne noch weiter gegangen, aber meine Schuhe waren leider denkbar ungeeignet - hoffentlich gibt es bald eine zweite Chance!

Donnerstag, 2. Januar 2025

Blick zurück und Blick nach vorne

 Frohes neues Jahr, alle zusammen! 

Wenn ein neues Jahr beginnt, wird es Zeit, auf das Alte zurückzublicken. Im Falle von 2024 tue ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lange herrschten Stagnation und Frustration vor, eh im Herbst die Dinge eine unerwartete Wendung nahmen und endlich Anlass zur Hoffnung gaben.

Seit Oktober arbeite ich nun wieder in Münster, der Stadt, in der ich einst studiert habe, und ich wünsche mir sehr, dort endlich mein berufliches Zuhause gefunden zu haben. Nach einem Monat auf den Sofas meiner Freunde hat sich dann auch die glückliche Gelegenheit ergeben, eine eigene Wohnung zu finden.

Diese letzten drei Monate des Jahres waren turbulent, aber sie waren auch anregend. Ich habe Menschen kennengelernt, meine erste Corona-Erkrankung hinter mich gebracht und viele neue Dinge gelernt. Es war mir endlich wieder möglich, ein paar schöne Dinge zu unternehmen, für die mir vorher lange das Geld, die terminliche Freiheit und die Motivation gefehlt haben. Außerdem ergab sich die Chance, nach langer Zeit einmal wieder ganz offiziell Rezensionen zu schreiben, für die Leserunde zu einer meiner liebsten Serien. 

All dies hat in mir den Wunsch geweckt, 2025 endlich wieder mehr Zeit in meinen Blog zu investieren. Da die Tage, in denen ein Blog rein für sich existieren kann, jedoch lange vorbei sind, habe ich mich auch dazu entschlossen, ihn nach und nach mehr in Social Media Kanäle einzubinden, angefangen bei meinem Instagram Account, der ohnehin schon länger eher nur vegetiert als floriert. 

Den Anfang machen dabei diese gesammelten Impressionen aus Münster in den vergangenen Monaten, allen voran der Prinzipalmarkt in der Silvesternacht.

In diesem Sinne: auf ein gutes Jahr 2025! 🎉💕

Samstag, 3. August 2024

Reflexion

Wir schreiben das erste Augustwochenende, und ich sitze alleine vor meinem PC. Nun ja, immerhin ist es ein Laptop und ich halte mich im Garten auf, aber das ändert nichts daran, dass sich diese Tage wie ein erneuter Tiefpunkt in meinem Leben anfühlen. Einer von vielen in einer Zeit, in der ich nicht dachte, dass überhaupt noch viel Luft nach unten sei.

Die ungefähr drei Menschen, die mich wirklich gut kennen, wissen, dass das erste Wochenende im August seit mehr als 10 Jahren immer mein persönliches Jahreshighlight war. Lughnasadh. Castlefest. Mit Ausnahme der verfluchten Corona-Zeit war ich immer dabei. Und dieses Jahr bin ich es erstmalig nicht. Weil es finanziell mit Bürgergeld eine kaum zu stämmende Aufgabe gewesen wäre. Weil sich offensichtlich aller außer meiner Interessen geändert haben. Vielleicht sogar, weil ich beim letzen Wicker-Ritual einen Schwur gemacht habe, den ich bislang nicht einlösen konnte. Wer weiß. Es spielt nicht einmal eine wirkliche Rolle. Das einzige, was zählt ist, dass ich nicht da bin, und dass es mich sehr runterzieht. Meine Freundin, mit der ich immer dort war, hat sich eine andere Beschäftigung für das Wochenende gesucht, und ich bin mal wieder alleine zurückgeblieben. Ein Gefühl, das mir langsam nur zu vertraut geworden ist.

Vielleicht wäre ich weniger negativ, wenn irgendwas in meinem Leben glatt liefe. Aber offen gestanden: seit Corona geht alles nur bergab. Ich habe in der Vergangenheit bereits darüber geschrieben, wie sehr mich die Einschränkungen in dieser Zeit belastet haben, aber das war leider nicht alles. Der schlimmste Schlag war vermutlich, dass ich in dieser Zeit meinen Job verloren habe. Meinen ersten richtigen Job, um genau zu sein. Aber nicht einfach so, nein: was wäre eine Kündigung, ohne zuvor Monate lang von der Chefin der Firma gemobbt zu werden? Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich an diese Zeit zurückdenken muss, und obwohl mir innerlich vollkommen klar ist, dass ich machtlos war und man mich einfach nur loswerden wollte, hat diese Angelegenheit Spuren hinterlassen. Wie umgehen mit dem kompletten Verlust an Selbstbewusstsein? Was sagen, wenn man beim Vorstellungsgespräch auf das fehlende Arbeitszeugnis angesprochen wird? (Das, welches ich mir nach Jahren auf Wunsch der Arbeitsagentur habe ausstellen lassen, ist nichts als Karriereselbstmord. Falls jemand mal ein Beispiel für ein Arbeitszeugnis braucht, das haarscharf an der Grenze dessen liegt, für was man eine Firma als ehemaliger Arbeitnehmer verklagen kann - ich hätte da was). 

Jedenfalls ist es mir seitdem nicht mehr gelungen, irgendwo beruflich Fuß zu fassen. Mein Nischenstudium passt nirgendwo in die freie Wirtschaft, und mir fehlt praktische Erfahrung. Natürlich interessiert es niemanden, dass man ohne Arbeit nicht an Erfahrung kommt. Und die größte Ironie meiner Situation: suche ich dann nach Arbeiten für Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse, werde ich auch nicht genommen - weil überqualifiziert. Selbst die Mitarbeiter beim Jobcenter, die wirklich ihr bestes geben, sind ratlos, wohin man mich vermitteln könnte. 

Und weil zum Buckel natürlich auch ein Klumpfuß gehört, läuft es auch privat nicht wirklich besser. Nein, es ist keine Freude, mit Mitte 30 wieder in seinem Kinderzimmer zu wohnen, genauso wenig, wie jeden Cent viermal umzudrehen. Doch was am schlimmsten ist, ist der soziale Aspekt. Manchmal habe ich nicht das Geld, etwas mit Freunden zu unternehmen, manchmal habe ich aber auch einfach nicht die Energie. Meine engsten Freunde wohnen zudem am anderen Ende des Bundeslandes - mal eben treffen ist da also eh nicht. Umso härter hat es mich getroffen, dass meine beste Freundin aus Schulzeiten mich nach und nach aus ihrem Leben "aussortiert" hat. Sie hat jetzt Familie, ich bin kein Kindermensch, und meine Interessen kommen ihr meiner Meinung nach schon lange albern und unerheblich vor, während ich nicht viel zu den Problemen von Kindergartenkindern beizutragen habe. Man hat sich auseinandergelebt. Tut es deswegen weniger weh? Keineswegs.

Warum erzähle ich das alles? Nun, weil ich es einfach mal loswerden wollte. Und weil es vielleicht auch ein bisschen erklärt, warum dieser Blog schon so lange strauchelt. Weil er von meinem Leben erzählt, und weil auch ich strauchele. Das heißt jedoch nicht, dass ich diesen Blog aufgebe, ganz im Gegenteil. Schreiben ist für mich therapeutisch, es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und meine Gefühle zu verarbeiten. In den vergangenen drei Jahren habe ich dies jedoch hauptsächlich durch Fiktion getan (meinen ao3 Namen nehme ich jedoch mit ins Grab). Motivation für den Blog zu finden war oft nicht leicht, zumal der Backlog an Beiträgen wuchs und wuchs. Darum habe ich mich jetzt auch dazu entschlossen, eine Art Zäsur zu machen. In den ab jetzt folgenden Beiträgen werde ich Erlebnisse aus dem Hier und Jetzt abhandeln. Was die noch fehlenden Beiträge zu vergangenen Abenteuern betrifft, werde ich diese nach Lust und Laune nach und nach einpflegen und in die Zeit, in die sie gehören, zurückdatieren. Lange habe ich das herausgezögert, weil es sich ein bisschen wie Cheaten anfühlt, aber dann habe ich mir gedacht: was wäre das für ein bescheuerter Cheat? Einer, bei der man sich (bezüglich Klickzahlen) selbst ins Bein schießt? Und sind wir mal ehrlich: neben gelegentlicher Reviews war das hier immer vor allen Dingen ein persönlicher Blog, wie eine Art Online-Tagebuch. Und so soll es auch bleiben - was juckt es mich also folglich, ob diese Entscheidung für den 'Erfolg' Sinn macht?

Soll ich euch was sagen? Das zu schreiben hat tatsächlich schon geholfen, und darum werde ich nun den Laptop beiseite legen und versuchen, das Beste aus diesem traurigen Wochenende zu machen. Für morgen habe ich einen Ausflug geplant. Alleine. Nichts Großes im Grunde, aber für mich doch eine große Sache. Ich werde berichten.

Samstag, 18. Juni 2022

Tadaima - oder so

Haiaiai, schon mehr als das halbe Jahr ist rum und ich habe noch nichts gepostet. Ich geb es offen und erhlich zu: hat mich bisher auch nicht gestört, der ganze Corona-Kram hat wirklich so einiges meiner Motivation gekillt. So langsam stellt sich aber eine leichte Besserung ein (auch wenn sie vermutlich nur temporär ist), und zeitgleich kommt auch einiges an Lust zum Schreiben zurück.

Wie ist es euch in der Corona-Zeit ergangen, wie habt ihr die ganze Situation wahrgenommen und empfunden? Für mich war es keine gute Zeit, und ich verstehe niemanden, der versucht, das Positive darin zu suchen. Ich verstehe auch all jene nicht, die sich in diesen zwei Jahren so daran gewöhnt haben, zu Hause zu hocken, dass sie jetzt anscheinend nichts anderes mehr tun wollen...

Ich für meinen Teile habe nur darauf gelauert, endlich wieder auf Tour gehen zu können, Dinge zu erleben, Orte kennenzulernen - und auch alle denkbaren Freiräume für solche Unternehmungen genutzt. Leider ist es aber nun, obwohl theoretisch gerade wieder alles möglich ist, noch immer deutlich ruhiger als vor der Pandemie.

Viele Veranstaltungen, die ich vorher gerne besucht habe, sind geschrumpft oder haben ganz aufgegeben, und bei neuen Veranstaltungen klagen die Verantwortlichen oft über schlechte Ticketverkäufe. Corona hat den Kultursektor hart getroffen und ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis dieser sich davon erholt - wobei ich die traurige Vermutung hege, dass sich vieles gar nicht erholen wird oder auch einfach nicht wieder wie zuvor werden wird.

Wer diesen Blog kennt oder betrachtet, sieht ja, dass ich viele Jahre lang viel in der Mittelalterszene unterwegs war. Wie sehr diese Szene von Events lebt, wurde in den vergangenen zwei Jahren sehr deutlich. Große Veranstaltungen wie das MPS haben sich massiv verkleinert und auch verändert, und obwohl ich die Notwendigkeit verstehe und einsehe, beudetet es für mich, dass ich dieses Jahr mit Glück einen Termin werde wahrnehmen können, vielleicht aber noch nicht einmal das. Viele Bands haben die Krise ebenfalls nicht überlebt. Es gab Streits, Jobwechsel, Veränderungen im Leben der Mitglieder - viele der Gesichter, die man jahrelang regelmäßig auf Mittelaltermärkten antreffen konnte, wird man wohl so schnell nicht wiedersehen. Da die Szene gefühlt immer wie eine Art kleine Familie war, ist das schon eine ziemlich traurige Entwicklung.

Aber auch meine Interessen haben sich in den letzten Jahren verschoben. Ohne die Veranstaltungen habe ich viel meiner Energie anderen Dingen zugewandt. Der Manga- und Animebereich war ja schon immer sowas wie mein zweites Standbein, nimmt aber seit einiger Zeit wieder deutlich mehr Raum ein als zuvor. Auch Videospiele haben plötzlich wieder eine Relevanz, wie sie es in meinem Leben wohl schon seit meiner Kindheit nicht mehr hatten, und ich bin mehr als froh, mit diesen Dingen mehr als nur eine Kompensation für die weggefallenen Erlebnisse in anderen Bereichen gefunden zu haben.

Langer Rede kurzer Sinn bedeutet das für diesen Blog aber, dass sich auch hier möglicherweise der Fokus etwas verschieben wird. Ich besuche dieses Jahr dem bisherigen Anschein nach deutlich mehr Conventions als Festivals und hätte auch mehr als Lust, den einen oder anderen Manga oder hier und da mal eine Light Novel zu rezensieren. 

Zunächst einmal steht mir aber noch eine Liste an Beiträgen vor der Tür mit den Dingen, die ich in den vergangenen Jahren erlebt, hier aber nicht vorgestellt habe. Ich habe überlegt, ob ich sie einfach wegfallen lassen soll, mich aber am Ende dagegen entschieden. Immerhin ist dieser Blog ja auch sowas wie mein eigenes öffentliches Tagebuch, wenn ich also selber einmal durchscrolle und einfach zwei Jahre fehlen, stört mich das schon. 

Das waren fürs Erste nun aber genug der Worte. Der bisher wohl heißeste Tag des Jahres steht bevor, und ich bin nicht gewillt, ihn komplett am PC zu verbringen. Auf in den Garten! Genießt das Wetter und bis bald!

Sonntag, 22. August 2021

Ein zaghaftes Lebenszeichen

 Der Sommer neigt sich bereits dem Ende zu, und ich melde mich erst mit meinem zweiten Blogpost in diesem Jahr - traurig, traurig. Ich verspreche auch lieber nicht, dass ich die Aktivität hier wieder regelmäßig aufnehmen werde, denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob meine Energie und Motivation dafür ausreichen werden. Zwar stehen noch ein paar wenige Erlebisberichte aus dem vergangenen Jahr aus und es sind auch in diesem Jahr ein paar wenige Dinge hinzugekommen, die einen Bericht wert wären, aber wir werden sehen.

Auch 2021 war bisher wieder ein schwieriges Jahr für mich. Das Aufsehenerregendste, was passiert ist, war wohl, dass ich zur Mitte des Jahres meinen Job verloren habe. Obwohl es mich natürlich in eine unsichere und schwierige Situation katapultiert hat, war es aber gleichzeitig vermutlich das Beste, was mir passieren konnte, denn die vorangegangenen Monate dort waren die Hölle. Am Ende hatte sich die Chefin in meinen Augen mit ihrem unprofesionellen und regelrecht menschenverachtenden Verhalten so selbst diskreditiert, dass es mir unmöglich war, ihr auch nur noch einen Funken an an Respekt entgegenzubringen. Ich hege ja den starken Verdacht, dass dieses Verhalten mich dazu bringen sollte, von mir aus zu kündigen oder mir einen derart groben Schnitzer zu leisten, dass man mir eine fristlose Kündigung hätte überreichen können, aber immerhin diesen Triumph habe ich jener Person nicht gegönnt, worauf ich durchaus stolz bin. Das einzige, was ich wirklich bedauere ist, dass mein erstes richtiges Arbeitsverhältnis so enden musste, aber daran ist ja nun nichts mehr zu ändern - ansonsten war der Tag meiner Kündigung eher ein Anlass zum Feiern. Seitdem hadere ich mit mir, ob ich dem ohnehin erbärmlich schlechten kununu-Score der Firma eine weitere negative Bewertung hinzufügen soll. Dafür spräche, dass ich so endlich mal meinen Standpunkt klar herausarbeiten könnte. Dagegen, dass die Person, gegen die sich im Grunde meine gesamte Kritik richtet, ein derartig übergroßes Ego hat, dass sie diese Bewertungen eh nicht ernst nimmt. Allzu oft dienten jene Beschwerden ehemaliger Mitarbeiter in den Mittagspausen nämlich der allgemeinen Belustigung...

Was das Jahr sonst noch so brachte, nun ja... Corona bestimmt noch immer unser aller Leben, und irgendwie ist keinerlei Besserung in Sicht. Obwohl ich mittlerweile voll geimpft bin, warte ich noch immer vergeblich auf die versprochenen, damit einhergehenden Lockerungen und fühle mich langsam dezent veräppelt. Während große Sportveranstaltungen quasi ungehindert stattfinden, sah ich auch in diesem Jahr wieder die meisten meiner herbeigesehnten Events aus dem kulturellen Bereich verboten, gerne auch kurzfristig wenige Tage vorher. Macht ja nichts, wenn man den ohnehin gebeutelten Veranstaltern erst Hoffnung macht, sie sich in Ausgaben stürzen lässt und dann eine Woche vorher alles absagt, nicht wahr? Natürlich habe ich auch in diesem Jahr wieder jeden noch so kleinen, sich bietenden Freiraum genutzt und so tatsächlich ein paar Veranstaltungen besuchen können, aber insgesamt war auch dieses Jahr bisher wieder erheblich viel ruhiger, als ich es mir gewünscht hätte.

Meinen Ausgleich habe ich nun aber tatsächlich in einem Videospiel gefunden. Seit dem Release im vergangenen September ist das chinesische Gacha-Game Genshin Impact zu einer schönen Konstante in meinem Leben geworden, und es tut einfach so gut, mal wieder so begeistert von einer Sache zu sein wie von diesem Spiel!

So viel nun erstmal zur aktuellen Lage. Ob es bei diesem winzigen Update bleibt oder ich tatsächlich  die Motivation aufbringe, endlich wieder etwas mehr an diesem Blog zu arbeiten, wird sich zeigen. Insofern wünsche ich erstmal allen einen schönen, verregneten Restsommer. Nutzt die Zeit und tut, was euch Spaß macht, es wird sicher bald wieder verboten. ;)

Samstag, 2. Januar 2021

Auf ein besseres Jahr 2021

So, zwar bin ich mit den Berichten aus dem vergangenen Jahr im Endeffekt nicht rechtzeitig zum Jahreswechsel fertig geworden, aber da man einen Neujahrsgruß nicht beliebig nach hinter verschieben kann, ohne dass er völlig überflüssig wird, pausiere ich mal kurz und wünsche an dieser Stelle allen Lesern ein frohes neues Jahr.

So ein Jahreswechsel ist auch immer der geeignete Zeitpunkt für einen Blick zurück, und zu 2020 gibt es nun ja wirklich so einiges zu sagen. Aus meiner Perspektive leider das wenigste gut. Ganz ehrlich: ich habe dieses Jahr gehasst. Anfang des Jahres war ich zuversichtlich wie schon lange nicht: Festanstellung, das Studium machte endlich gute Fortschritte Richtung Abschluss, der Kalender war gut gefüllt mit allerlei großartigen Plänen. Was dann passierte, wissen wir ja alle nur zu gut. 

In der ersten Zeit nach dem Ausbruch von Corona war ich wie gelähmt. Konzerte, Mittelaltermärkte, Conventions - das sind für mich die Gelegenheiten, einen Ausgleich zum Alltag zu finden, meine Freunde zu treffen, mich am rechten Platz zu fühlen. Nicht nur, dass dies alles plötzlich wegfiel, nein, ich musste auch noch zusehen, wie sträflich Politik und Gesellschaft den gesamten kulturellen Sektor behandelten. "Nicht systemrelevant" war und ist bis heute vielfach das Urteil. Ein erschreckend großer Teil der Bevölkerung dieses Landes scheint kein Problem zu haben mit einem Leben ohne Kultur. Ich empfinde das als einfach nur arm und die geringschätzigen, engstirnigen Ansichten solcher Subjekte haben mich in diesem Jahr mehr als nur einmal zur Weißglut gebracht.

 


Lange habe ich nach einem Ausgleich für mein verschwundenes Leben gesucht, gefunden habe ich ihn bis heute nicht wirklich. Während viele erfreut berichteten, wie viel Zeit sie nun zum Lesen hätten, hatte ich plötzlich kaum noch Lust dazu. Einen Haufen Mangas habe ich gelesen und irgendwann im Herbst Light Novels für mich entdeckt, aber ansonsten? Für meine Verhältnisse erschreckend wenig. Es war, als hätte mir dieses Jahr sämtliche Motivation ausgesaugt.

Was noch am ehsten als Kompensation taugt, sind Videospiele. Ganz ehrlich: so viel habe ich schon seit meiner Jugend nicht mehr gespielt. Und immerhin in dem Bereich war es auch ein wirklich gutes Jahr mit vielen, vielversprechenden Neuerscheinungen. Mein aktueller Favorit, mit dem ich in der freien Zeit zwischen den Jahren Stunden über Stunden am PC verbracht habe: Genshin Impact! Einfach wunderbar, endlich mal wieder ein derart fesselndes Spiel entdeckt zu haben, das mich wohl auch noch lange beschäftigen wird.

Und 2021? Im Gegensatz zum vergangenen Jahr habe ich dieses Jahr nur eine Hoffnung: dass es nicht so besch....eiden wird wie sein Vorgänger. Für meine Hobbies seh ich hingegen weiterhin schwarz, ganz besonders, wenn ich mir das aktuelle Impftempo in diesem Land anschaue. Also verharre ich weiter in Wartestellung und nutze jede sich mir bietende Lockerung. Convention mit durchgehender Maskenpflicht? Bin dabei! Bestuhltes Konzert mit Abstandsregelung? Immer her damit! In den Wintermonaten ist nun leider an nichts davon zu denken. Ich habe mir fest vorgenommen, die Zeit zu nutzen und mich einigen Aufgaben zu widmen, die in den ereignisreichen Zeiten vor Corona immer auf der Strecke geblieben sind, und aktuell fühle ich dafür immerhin auch ein einigermaßen ausreichendes Level an Energie. Hoffentlich bleibt das auch so, damit sich nicht noch ein Jahr wie eine komplette Zeitverschwendung anfühlt.

Freitag, 1. Januar 2021

2020: Und sonst so

 Damit ist es dann endlich (ausgesprochen mit vor Verzweiflung bebender Stimme) Zeit, das Jahr 2020 in diesem Rückblick abzuschließen. Viel ist in dem Jahr insgesamt nicht passiert (war ja fast alles verboten, wir erinnern uns), aber das hat in diesem Jahr Zeit für neue Hobbies gegeben.

Auf mich hatte das Jahr einen etwas seltsamen Effekt. Andere berichteten, dass sie endlich wieder Zeit für Dinge wie das Lesen gefunden hätten, ich bin hingegen in ein ziemliches Loch gefallen, in dem plötzlich kein Interesse mehr für das Lesen war, was vorher immer zu meinen liebsten Hobbies gezählt hat. Es hat auch wirklich lange gedauert, bis ich mich da wieder einigermaßen gefangen hatte, dafür habe ich andere Dinge für mich entdeckt oder wiedergefunden.

Videospiele und alles, was mit asiatischer Popkultur zu tun hat, sind zum Beispiel plötzlich noch einmal erheblich wichtiger geworden (und es auch bis heute geblieben). 

 Ich habe meinen ersten Gundam zusammengebaut (es ist nicht bei diesem einen geblieben), 

 habe dank meiner heißgeliebten, aber leider definitiv nicht originalen Sinon-Figur die Spielzeugfotografie für mich entdeckt (mittlerweile habe ich einen Instagram-Account zu dem Thema) 

 und bin sehr, sehr viel Spazieren gegangen, wie hier zum Beispiel nach Burg Trips.

Rückblickend war also nicht alles schlecht, aber es ist doch eine Zeit, auf die ich gerne verzichtet hätte, denn ich war vorher eigentlich ganz zufrieden mit meinem kleinen, bescheidenen Leben. ;)

Und nun mache ich mich voller Elan (mehr oder weniger, haha) daran, das nächste längst vergangene Jahr aufzuarbeiten, damit ich endlich wieder guten Gewissens über die Dinge berichten kann, die aktuell so passieren. 

***Dieser Beitrag wurde am 14.12.2023 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Das erste Corona-Halloween

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu, und ich habe leider nicht viel auf diesem Blog gemacht. Langsam komme ich mir mit meinem 3-Jahre-Backlog wirklich albern vor, aber ich ziehe das jetzt durch. Und manchmal kann es ja auch ganz interessant sein, mit etwas Abstand auf die Dinge zu blicken. So wie heute auf das erste Halloween-Fest unter Corona-Bedingungen im Jahr 2020.

Ich denke, wir haben alle noch lebhaft in Erinnerung, wie deprimierend die Lage mit den ganzen Kontaktverboten war. Nun wollte aber wohl niemand seine Kinder mehr als notwendig enttäuschen, und darum hat man sich - zumindest bei uns in der Ecke - ein wenig was einfallen lassen, nämlich Süßes oder Saures, und das ganz kontaktlos. Da waren wir natürlich dabei und haben für die kleinen Besucher, die mit ihren Eltern durch die Straßen zogen, kleine Halloween-Sets mit Lolli-Gespenstern vorbereitet. 


 Für alle, die (wie ich, meistens) nicht grundsätzlich an das Gute im Menschen glauben: das Ganze wurde wunderbar angenommen, und niemand kam auf die Idee, alles mitzunehmen, was kaputt zu machen oder ähnlichen Blödsinn. Eine ganz schöne Erinnerung, wie ich finde!


 Für uns selbst gab es aber natürlich auch eine Kleinigkeit, nämlich Halloween-Ausstech-Plätzchen. Wie man sieht, bin ich nicht gerade ein Genie im Verzieren von Kleingebäck, aber Spaß gemacht hat es allemale - und lecker war es auch!


***Dieser Beitrag wurde am 13.12.2023 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***

Montag, 30. März 2020

Dies und das: Kleiner Exkurs zur aktuellen Lage

Ich weiß, ich weiß - eigentlich stecke ich noch mitten in der Berichterstattung des letzten Jahres. Diese werde ich nun aber ganz entgegen meiner Gewohnheit einmal unterbrechen, um ein paar Worte zur aktuellen Situation zu verlieren. 

Eigentlich dachte ich, 2020 wäre auf dem besten Weg, ein ziemlich gutes Jahr zu werden. Ich hatte einen Haufen toller Sachen geplant, auf die ich mich so richtig gefreut hatte. Seit Anfang des Monats habe ich nun auch endlich einen neuen Computer, mit dem das Bloggen wieder spaßiger werden sollte als mit dem Alten, der am Ende nur noch widerwillig und im Schneckentempo gearbeitet hat. Doch da hat mir das Leben wohl mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Schon klar, das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau, aber dennoch: Was für eine unglaubliche Scheißsituation ist das denn bitte jetzt?! Mit dem Veranstaltungsverbot ist mein soziales Leben vom einen auf den anderen Tag komplett zusammengebrochen. Alles, worauf ich mich gefreut habe, ist hinfällig - und kein Ende ist in Sicht. Hinzu kommt die massive Unsicherheit in allen anderen Lebenslagen. Das Studium vorantreiben? Derzeit quasi unmöglich, zumal ich ja auch noch mehrere Stunden Zugfahrt von meiner Uni entfernt lebe. Und das zu allem Überfluss auch noch im Kreis Heinsberg, den ja nun mittlerweile jeder kennen sollte. Die Firma, in der ich Anfang des Jahres zu meinem großen Glück fest in Nebeneinstellung übernommen wurde? Ab übermorgen in Kurzarbeit. Mein anderer Job, Zeitungsbote, fällt ganz aus, mindestens drei Wochen wird es wegen fehlender Anzeigenkunden keine Ausgabe geben. Für mich bedeutet das dann natürlich auch keinerlei Einkünfte. Aber hauptsache, genau jetzt steht die erste deutlich (!) erhöhte Rückzahlungsrate beim Bafög an. Kurz gesagt: es ging mir schonmal besser.

Und dann ist da noch eine Sache, die mir Sorgen macht. Schaltet man den Fernseher, das Radio, den Computer an, gibt es überall nur ein Thema: Corona. Klar, das ist kein Wunder, schließlich betrifft es uns alle massiv. Woran ich mich eher stoße ist, dass in der Öffentlichkeit fast alle exakt die gleiche Meinung vertreten. Wagt es beispielsweise jemand, die sich ständig in teils kopfloser Panik wandelnden Maßnahmen anzuzweifeln oder zu kritisieren, wird er/sie gleich aufs Übelste beleidigt und niedergemacht. Ganz egal, was er oder sie für Argumente vorlegt. In Internetdebatten ist diese Null-Toleranz-Haltung anderen Standpunkten gegenüber ja schon länger Standard, aber im Rahmen der Corona-Berichterstattung sehe ich sie auch von den Medien zu großen Teilen als kritiklos angenommen. Es kommt mir vor, als wäre ich in einer landesweit agierenden Sekte gelandet, mit entzückenden, selbstgemalten Alles-wird-gut-Regenbogen-Fähnchen als Erkennungszeichen. Oder sehe nur ich es so, dass auch in einer Krisensituation hart erkämpfte demokratische Werte wie die Meinungsfreiheit nicht derart mit Füßen getreten werden dürfen? Die aktuelle Situation ist doch für uns alle neu und keiner hat die Universallösung, wie man am besten durch diese Krise kommt. Also sollte es auch selbstverständlich sein, dass man miteinander diskutiert, Argumente abwägt, gemeinsam nach Wegen sucht. Stattdessen wird nur diktiert, belehrt, verboten. Es wundert mich wirklich, dass dieses Vorgehen nicht bereits auf mehr Widerstand stößt.

Nun, mit dem letzten Absatz habe ich mir sicher nur wenige Freunde gemacht, aber ich musste mir und meinem Unbehagen und Unmut eben auch mal Luft machen. Ich stehe nicht zu hundert Prozent hinter den bisher getroffenen Maßnahmen und habe es satt, mich mit meiner Meinung in der Öffentlichkeit wie ein Verbrecher behandeln lassen zu müssen.

Somit ist dieser Exkurs nun irgendwie doch länger geworden, als ich gedacht hatte. Aber es tut ganz gut, das alles man ausgesprochen zu haben. Und so kann ich mich jetzt auch wieder mit mehr Ruhe den noch ausstehenden Berichten widmen. Ist ja vielleicht auch ganz schön, in diesen Zeiten in Erinnerungen an schöne Erlebnisse zu schwelgen. Schließlich sieht es ganz danach aus, dass wir davon in näherer Zukunft nicht mehr allzu viele haben werden...

Donnerstag, 6. Juni 2019

Dies und das: mal ein kleines Lebenszeichen

So, da ist es mal wieder ziemlich lange viel zu ruhig gewesen auf meinem kleinen Blog. Die Berichterstattung hinkt noch immer irgendwo Ende des letzten Jahres hinterher (was zugegebenermaßen jetzt auch nicht so furchtbar motivierend ist xD) und die Liste an Dingen, die ich noch schreiben wollte, wird länger und länger. Doof nur, dass mir irgendwie auch noch immer was dazwischen kommt. Mein Hauptproblem: 30 Jahre schlechte Körperhaltung fordern so langsam ihren Tribut, weswegen ich in letzter Zeit längeres Sitzen am PC nach Möglichkeit vermieden habe. Der großartige Männi hat unlängst eine Single veröffentlicht, die meinen Zustand nach einiger Zeit am Schreibtisch ganz gut zusammenfasst... ;)


Doch Spaß bei Seite, es gab auch noch ein konkretes Ereignis, welches mich doch ziemlich mitgenommen hat. Im letzten Monat mussten wir Swiffer, mein geliebtes, kleines Kaninchen, einschläfern lassen. 2012 hatte ich den Kleinen mit meinem verstorbenen Vater beim Beerenpflücken im Wald gefunden. Jemand hatte ihn ausgesetzt - wie seine Chancen als schneeweißes Kaninchenbaby dort gestanden hätten, mag sich nun jeder selbst ausmalen. Einige Jahre später wurde Swiffer krank, eine Blasenentzündung machte eine Operation notwendig, der aufgrund von Komplikationen bei der Wundheilung eine weitere OP folgte. Die Neigung zu Blasenproblemen blieb, später kam noch eine Nierenschwäche hinzu. In der Folge wurden wir Beide Stammgäste bei unserer absolut großartigen Tierärztin. Mehrere Jahre lang waren wir wöchentlich dort, damit der Swiffer weiterhin ein möglichst langes, schönes Leben haben könnte. 

In all dieser Zeit habe ich immer gehofft, dass er eines Tages einfach friedlich würde einschlafen dürfen - obwohl natürlich immer die Angst bestand, dass ihn eines seiner gesundheitlichen Probleme irgendwann einholen würde. Doch am Ende kam es ganz anders: Am 2. Mai entdeckte ich nach meinem Feierabend, das etwas nicht in Ordnung ist. Meine Mutter und ich holten den Swiffer aus seinem Stall - er war gerade erst aus seinem Winterquartier wieder in seinen heißgeliebten Außenstall gekommen - und entdeckten die Maden. Sofort ging es wieder auf zu unserer Tierärztin, gerade mal zwei Tage nach dem letzten Routinebesuch, aber es war zu spät. Die Maden hatten sich schon ihren Weg in die inneren Organe gesucht. Es war ein schrecklicher Anblick, den ich wohl nie vergessen werde. Und es ging alles so furchtbar, furchtbar schnell. Das Einzige, was wir noch tun konnten, war dem Kleinen weiteres Leid zu ersparen und ihn zu erlösen.

Nicht das Neuste, aber wohl für immer mein Lieblingsfoto von Swiffer

Ich war fix und fertig, und erhlich gesagt treibt es mir auch jetzt, über einen Monat später, noch die Tränen in die Augen, das alles hier so zu schildern. Als wir nach Hause kamen an jenem Abend dämmerte es schon, wegen der Maden mussten wir Swiffer aber natürlich dennoch sofort beerdigen. Er ruht jetzt in unserem Garten unter dem Apfelbaum, gleich neben seiner ehemaligen Gefährtin Polly. Und er hinterlässt ein ganz schönes Loch. Noch immer ertappe ich mich dabei, wie ich im Supermarkt nach den Kohlrabi-Blättern schaue, die er so gerne gefressen hat oder mich Dienstags vor unserem fast schon rituellen, wöchentlichen Tierarzt-Termin frage, ob ich nicht eigentlich noch wo hin müsste, ob ich nicht irgendwas vergessen habe.

Tja, und nun ist dieser kleine Beitrag, in dem ich eigentlich nur ein kurzes Lebenszeichen von mir geben wollte, irgendwie zu einer Elegie ausgeartet. Naja, jetzt wisst ihr jedenfalls, was los war und dass dieser Blog keineswegs verwaist oder aufgegeben ist. Nur wie gewohnt ein wenig langsam. Aber wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben. In diesem Sinne, vielleicht schaffe ich die letzten Weihnachtsmarkt-Berichte ja noch vor dem nächsten Schneefall! :P

Mittwoch, 23. Mai 2018

Dies und Das: Von Katzen, Spatzen und Eurovision-Parties

Nachdem ich ja nun so lange mit all meinen Berichten im Verzug war, bin ich natürlich auch nie dazu gekommen, mal was außer der Reihe zu schreiben. Das wollte ich nun endlich ändern, selbst wenn ich noch immer nicht ganz aufgeholt habe. Immerhin bin ich nun endlich bei der Freiluftsaison 2018 angekommen. Ich darf nur nicht daran denken, wie viel ich seitdem schon wieder unternommen habe... :P

Vermisst jemand den Winter? Ich bin ehrlich gesagt immer froh, wenn er endlich vorbei ist, so sehr ich mich auch gefreut habe, dass in diesem Jahr endlich mal wieder etwas Schnee gefallen ist. Jussi, unser kleiner Kater, kannte Schnee aus den vergangenen Jahren nur als Erscheinung, die sofort bei Bodenkontakt schmilzt oder maximal morgens einmal als hauchdünne Schicht den Boden bedeckt. Er war dann auch sichtlich erstaunt, als der Schnee eines Morgens dick genug lag, um seine weißen Söckchen darin versinken zu lassen. Ihn bei seinem ersten Schneespaziergang zu beobachten war wirklich eine Freude. ♥

 
Im Winter habe ich außerdem zu meiner großen Freude eine alte Freundschaft wiederaufleben lassen können. Nachdem wir in der Oberstufe unserer Schulzeit sehr eng befreundet gewesen waren, hatten sich unsere Wege aller guter Vorsätze zum Trotz ziemlich schnell für fast zehn Jahre getrennt. Ich denke, wir waren beide ziemlich nervös, ob uns wie es nach dieser langen Zeit funktionieren würde, aber es hat zum Glück sehr gut geklappt! Einer unserer ersten Ausflüge führte uns nach Aachen zum Shoppen. Es wurde ein richtig schöner Tag mit Besuchen im Aquis Plaza bei Xenos (Beutelchen), Veritas (Notizbuch) und Elbenwald (Tardis Minzpastillenbox) sowie im Comicladen Bäng Bäng


Seit Ostern erhalte ich außerdem jeden Morgen Besuch von einem gefiederten Freund. Oft werde ich von einem leisen pochen an meiner Fensterscheibe wach und freue mich dann, dass der kleine Spatz wieder vorbeischaut. Ich habe keine Ahnung, was der kleine Kerl an meinem Zimmer findet, aber er kommt jedenfalls immer wieder.
 

Und dann war es letztens ja auch wieder Zeit für den Eurovision Song Contest! Obwohl ich ja eigentlich komplett andere Musik höre, zelebriere ich dieses Event jedes Jahr mit Hingabe. Gerne auch zusammen mit Freunden, obwohl das dieses Jahr leider nicht ging, weil ich an dem Nachmittag zu einem Geburtstag eingeladen war - dann eben mit Fachsimpeleien im fb-Messanger. :P 
Dieses Jahr habe ich mein Herz an den ungarischen Beitrag von AWS verschenkt. Auch Tschechien (Mikolas Josef, der junge Mann mit dem Rucksack) sowie Dänemark (die Wikinger-Boyband rund um Sänger Rasmussen) konnten ziemlich bei mir punkten. Und der extrem coolen Netta aus Israel sei der Sieg sowieso sowas von gegönnt. Insgesamt war dieses Jahr musikalisch auch mal wieder recht spannend, nachdem das letzte Jahr doch ziemlich nach eingeschlafenen Füßen müffelte.


Soweit mal wieder zum Stand der Dinge. Es bereitet mir eben hin und wieder Freude, einfach auch über diese Kleinigkeiten zu schreiben. Und als nächstes widme ich mich dann wieder der schon längst begonnenen Mittelaltermarktsaison. :)


Sonntag, 7. Januar 2018

Frohes neues Jahr!

Hallo liebe Besucher!

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr! 

Zeitweise hat dieser Blog im vergangenen Jahr den Eindruck erweckt, dass er im Sterben liegt. Es gab lange Schreibpausen und die Berichte hängen noch irgendwo im vergangenen Sommer fest. Das hatte verschiedene Gründe. 2017 war ehrlich gesagt kein besonders gutes Jahr für mich. Es war überschattet von vielerlei Sorgen, Enttäuschungen und Zweifeln, sodass mir oftmals einfach die Kraft, die Motivation, aber auch die Zeit zum Bloggen gefehlt hat. 

Natürlich sind mit dem Beginn von 2018 nicht alle Probleme mit einem Mal weggefegt, aber ich konnte im letzten Teil des alten Jahres doch einiges an Energie zurückgewinnen, sodass ich dem neuen Jahr nun letzten Endes doch noch ganz positiv gegenübertreten konnte.

Natürlich habe ich, wie wohl die meisten Menschen, auch meine Vorsätze für dieses Jahr gesammelt. Dazu zählt auch, mir wieder mehr Zeit für diesen Blog zu nehmen. Ideen sind genügend vorhanden, nun gilt es nur noch, sie auch umzusetzen. 

In diesem Sinne: Ran an die Arbeit! Und möge 2018 für uns alle ein gutes Jahr werden!

Donnerstag, 6. Juli 2017

Gefiederter Besuch

Eines Tages im Mai wurde ich doch tatsächlich für einige Stunden zur Enten-Pflegemutter. Ich wollte eigentlich nur kurz den Müll rausbringen, als ich unseren jungen Kater ganz aufgeregt in einer Ecke unseres Gartens entdeckte. Neugierig, was ihn so aufgeschreckt haben könnte, ging ich hin und entdeckte ein Entenküken. Ich bekam einen riesigen Schreck, ist unser Kater doch ein passionierter Jäger. Also schnappte ich mir das protestierende Katzentier und sperrte es kurzerhand im Haus ein um mir das arme Entchen etwas genauer ansehen zu können. Es sah ziemlich mitgenommen aus, und außerdem war es mir schleierhaft, wo es hergekommen war. Seine Familie war auch nirgends aufzufinden.

Das Erstbeste, was mir in dieser Situation einfiel, war das Küken zu schnappen und zu unserer Tierärztin zu bringen. Draußen konnte ich es schlecht alleine sitzen lassen, schließlich war es nass und kalt dort und eine der zahlreichen Katzen hätte es in kürzester Zeit geschnappt. Die Tierärztin stellte zum Glück keine Verletzungen fest und nach einer Zeit Ruhe und Wärme unter der Rotlichtlampe erwachten auch seine Lebensgeister recht schnell wieder.


Die Frage, die sich dann stellte, war allerdings: was nun? Am besten natürlich die Mutter des Kükens finden, doch das war ja zunächst einmal leichter gesagt als getan. Also wurde das arme kleine Tier wieder mit nach Hause genommen und dort provisorisch mit einem Haufen Handtüchern in einen alten Meerschweinchenkäfig unter Rotlicht gesetzt. Zu meinem großen Glück trank es zumindest ein wenig Wasser, aber Essen wollte es nicht. Und es fiepte, sobald man es aus den Augen ließ - so ein kleines Entchen ist das Alleinsein natürlich nicht gewöhnt. 

Ein bisschen ratlos war ich dann aber schon, wie es nun weitergehen sollte. Doch wie durch ein Wunder löste sich dieses Problem nur etwa eine halbe Stunde später ganz von allein: Plötzlich fing das Küken wie verrückt an zu fiepen, und ich hörte draußen einen in unserer Straße ungewöhnlichen Laut: den Ruf einer erwachsenen Ente!

Schnell schnappte ich mir das Küken und lief mit ihm auf die Straße, wo ich dann tatsächlich die kleine Entenfamilie entdeckte. Die Mutter hatte die Suche nach ihrem verlorenen Küken offenbar nicht so schnell aufgegeben, und so konnte es an diesem Nachmittag dann doch noch eine glückliche Familienzusammenführung geben. Zu meiner Erleichterung nahm die Mutter das Kleine auch sofort wieder an (das ist ja nun immer eine heikle Angelegenheit, wenn man als Mensch seinen Gestank an ein junges Tier geheftet hat!). Die Familie machte sich daraufhin laut schnatternd auf den Heimweg in das nah gelegene Naherholungsgebiet. 

Obwohl es nur ein paar Meter waren, starb ich auf dem Weg doch ungefähr tausend Tode, führte die Mutter ihre Küken doch unbeschwert über Gullideckel und galt es auch eine vielbefahrene Straße zu queren (ich habe mich dann mal als Entenlotse betätigt). Am Ende konnte ich dann aber erleichtert zuschauen, wie sie alle ihrer Wege Richtung Fluss zogen. Danach hatte ich dann auch eindeutig genug Aufregung für einen Tag gehabt. :D

Ein Gespräch mit den Nachbarn brachte dann auch noch Klärung, was es mit dem Entenbesuch auf sich hatte. Dahinter steckte nämlich eine ziemlich dramatische Geschichte. Offenbar hatte am Rand des Naherholungsgebiets ein Hund die kleine Entenfamilie aufgemischt und dabei eines der Küken erwischt und mitgenommen. Der Rest der Familie folgte dem Hund in das nahgelegene Wohngebiet. So landete das Entchen dann wohl in unserem Garten, aus dem es selbstständig nicht mehr herauskam. Doch am Ende gab es ja zum Glück doch noch ein Happy End.

Sonntag, 15. November 2015

Der Winter naht

So fühlt es sich jedenfalls an, wenn man an diesem Wochenende das Haus verlässt. Es stürmt, regnet und ist einfach allgemein ungemütlich. Da merkt man erstmal so richtig schmerzlich, dass der Sommer nun endgültig vorüber ist.

Auch unternehmungstechnisch ist es ruhiger geworden, wobei das ja nur die Ruhe vor dem heranbrausenden Erlebnis-Sturm namens Mittelalterweihnachtsmarkt ist. Dieser findet nun ja leider nicht mehr in Telgte, sondern in Dortmund statt, was die Anzahl meiner Besuche wohl merkbar mindern wird.  Genügend Tage werden da im Endeffekt aber dennoch zusammenkommen.

Die letzten Wochen waren bei mir jedenfalls leider relativ ereignisarm. Unter der Woche bin ich vollauf mit Unikram beschäftigt. Bisher gelingt es mir ganz gut, meinen selbstgesetzten Vorsatz, dieses Semester voll zu nutzen, einzuhalten. Und das, obwohl ich die meisten interessanten Veranstaltungen nicht selbst besuchen kann, sondern mir die Inhalte aus der Ferne selbst erarbeite. Hoffentlich gelingt es mir, meine Motivation zu halten!

Als das Wetter noch etwas freundlicher war, bin ich bei uns Spazieren gegangen und habe versucht, den goldenen Herbst auf Bildern einzufangen. Besonders viel ist dabei schlussendlich nicht herumgekommen, aber es war ein schöner Spaziergang.

 Herbst im Wurmtal

Und dann war da natürlich noch Halloween. Das ist ja nun auch schon wieder zwei Wochen her. Ich habe den Tag zu Hause verbracht und mich gefreut, dass tatsächlich einige Kinder an der Tür nach Süßem oder Sauren verlangt haben. Außerdem haben wir natürlich dekoriert und meine Mutter hat zu diesem Anlass einen leckeren Kürbispie gebacken.

Halloween-Deko auf unserer Terasse

In den letzten Tagen habe ich viel gebacken. Meine Mutter hatte mich darum gebeten, Plätzchen zu backen, die sie morgen mit zur Arbeit nehmen will, weil sie gestern Geburtstag hatte. Also stand ich seit Mittwoch ungewöhnlich viel in der Küche und habe Shortbread, Schwarz-Weiß Gebäck, Haferflockenkekse und Finnische Stäbchen gemacht. Manche Plätzchen sind richtig lecker geworden, und immerhin wurde keine Sorte als vollkommen ungenießbar bewertet, obwohl ich alle Rezepte zum ersten Mal getestet habe.

Abschließend möchte ich noch kurz darauf hinweisen, dass auf diesem Blog derzeit gar nicht so wenig passiert, wie einen die wenigen Posts des bisherigen Monats glauben machen könnten. Vielmehr habe ich endlich die Funktionsweise von Seiten verstanden und arbeite darum gerade an der einen oder anderen Überkategorie. Die meisten meiner Bücherrezensionen kann man auf der entsprechenden Seite schon verlinkt finden, an anderen Themen wird noch hart gebastelt.

Montag, 5. Oktober 2015

I did it!

Endlich, ja endlich ist es so weit: Der Blog-Umzug von blog.de zu blogger ist erfolgreich abgeschlossen. Knapp drei Monate hat das Ganze gedauert und war unheimlich lästig. Obwohl ich immerhin zugeben muss, dass es ganz lustig war, dabei einige der ältesten Einträge noch einmal durchzulesen.

Insbesondere die Posts zum Thema Auslandssemester waren schon ein echtes Trauerspiel. Ich hatte mir blogtechnisch so viel vorgenommen für die Zeit, die ich 2013 in Schweden verbracht habe, aber dann habe ich doch nur ein paar vereinzelte "Ich hab Heimweh und will nach Hause"-Sachen am Anfang geschrieben und dann nie wieder was. Und keinerlei Bilder.

Was war mit mir los? :D Ich habe in der Zeit tolle Leute kennengelernt, spannende Ausflüge gemacht und Hunderte von Fotos geschossen und NICHTS davon an dieser Stelle berichtet. Nun überlege ich ja schon fieberhaft, wie ich das jetzt, zwei Jahre später, noch nachholen kann, ohne dass es total belanglos wird. Die Ausflüge sind ja kein Problem, über Ausflugsziele berichte ich schließlich regelmäßig und die vergehen ja auch nicht. Aber das Auslandssemester an sich? Vielleicht mach ich einfach einen "Meine Sicht der Dinge mit zwei Jahren Abstand"-Beitrag, so ne Art Throwback Thursday?

Ich werde einfach mal schauen. Dieser Tage komme ich da vermutlich ohnehin nicht zu, dafür passiert aktuell zu viel, worüber es sich noch zu berichten lohnt. Und dafür habe ich nun ja endlich ungehindert Zeit, wo ich nicht mehr mit dem Gedanken im Hinterkopf leben muss, dass alles, was ich bis Mitte Dezember nicht hierüber gerettet habe, mit blog.de im Nirwana verschwindet...