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Samstag, 3. August 2024

Reflexion

Wir schreiben das erste Augustwochenende, und ich sitze alleine vor meinem PC. Nun ja, immerhin ist es ein Laptop und ich halte mich im Garten auf, aber das ändert nichts daran, dass sich diese Tage wie ein erneuter Tiefpunkt in meinem Leben anfühlen. Einer von vielen in einer Zeit, in der ich nicht dachte, dass überhaupt noch viel Luft nach unten sei.

Die ungefähr drei Menschen, die mich wirklich gut kennen, wissen, dass das erste Wochenende im August seit mehr als 10 Jahren immer mein persönliches Jahreshighlight war. Lughnasadh. Castlefest. Mit Ausnahme der verfluchten Corona-Zeit war ich immer dabei. Und dieses Jahr bin ich es erstmalig nicht. Weil es finanziell mit Bürgergeld eine kaum zu stämmende Aufgabe gewesen wäre. Weil sich offensichtlich aller außer meiner Interessen geändert haben. Vielleicht sogar, weil ich beim letzen Wicker-Ritual einen Schwur gemacht habe, den ich bislang nicht einlösen konnte. Wer weiß. Es spielt nicht einmal eine wirkliche Rolle. Das einzige, was zählt ist, dass ich nicht da bin, und dass es mich sehr runterzieht. Meine Freundin, mit der ich immer dort war, hat sich eine andere Beschäftigung für das Wochenende gesucht, und ich bin mal wieder alleine zurückgeblieben. Ein Gefühl, das mir langsam nur zu vertraut geworden ist.

Vielleicht wäre ich weniger negativ, wenn irgendwas in meinem Leben glatt liefe. Aber offen gestanden: seit Corona geht alles nur bergab. Ich habe in der Vergangenheit bereits darüber geschrieben, wie sehr mich die Einschränkungen in dieser Zeit belastet haben, aber das war leider nicht alles. Der schlimmste Schlag war vermutlich, dass ich in dieser Zeit meinen Job verloren habe. Meinen ersten richtigen Job, um genau zu sein. Aber nicht einfach so, nein: was wäre eine Kündigung, ohne zuvor Monate lang von der Chefin der Firma gemobbt zu werden? Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich an diese Zeit zurückdenken muss, und obwohl mir innerlich vollkommen klar ist, dass ich machtlos war und man mich einfach nur loswerden wollte, hat diese Angelegenheit Spuren hinterlassen. Wie umgehen mit dem kompletten Verlust an Selbstbewusstsein? Was sagen, wenn man beim Vorstellungsgespräch auf das fehlende Arbeitszeugnis angesprochen wird? (Das, welches ich mir nach Jahren auf Wunsch der Arbeitsagentur habe ausstellen lassen, ist nichts als Karriereselbstmord. Falls jemand mal ein Beispiel für ein Arbeitszeugnis braucht, das haarscharf an der Grenze dessen liegt, für was man eine Firma als ehemaliger Arbeitnehmer verklagen kann - ich hätte da was). 

Jedenfalls ist es mir seitdem nicht mehr gelungen, irgendwo beruflich Fuß zu fassen. Mein Nischenstudium passt nirgendwo in die freie Wirtschaft, und mir fehlt praktische Erfahrung. Natürlich interessiert es niemanden, dass man ohne Arbeit nicht an Erfahrung kommt. Und die größte Ironie meiner Situation: suche ich dann nach Arbeiten für Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse, werde ich auch nicht genommen - weil überqualifiziert. Selbst die Mitarbeiter beim Jobcenter, die wirklich ihr bestes geben, sind ratlos, wohin man mich vermitteln könnte. 

Und weil zum Buckel natürlich auch ein Klumpfuß gehört, läuft es auch privat nicht wirklich besser. Nein, es ist keine Freude, mit Mitte 30 wieder in seinem Kinderzimmer zu wohnen, genauso wenig, wie jeden Cent viermal umzudrehen. Doch was am schlimmsten ist, ist der soziale Aspekt. Manchmal habe ich nicht das Geld, etwas mit Freunden zu unternehmen, manchmal habe ich aber auch einfach nicht die Energie. Meine engsten Freunde wohnen zudem am anderen Ende des Bundeslandes - mal eben treffen ist da also eh nicht. Umso härter hat es mich getroffen, dass meine beste Freundin aus Schulzeiten mich nach und nach aus ihrem Leben "aussortiert" hat. Sie hat jetzt Familie, ich bin kein Kindermensch, und meine Interessen kommen ihr meiner Meinung nach schon lange albern und unerheblich vor, während ich nicht viel zu den Problemen von Kindergartenkindern beizutragen habe. Man hat sich auseinandergelebt. Tut es deswegen weniger weh? Keineswegs.

Warum erzähle ich das alles? Nun, weil ich es einfach mal loswerden wollte. Und weil es vielleicht auch ein bisschen erklärt, warum dieser Blog schon so lange strauchelt. Weil er von meinem Leben erzählt, und weil auch ich strauchele. Das heißt jedoch nicht, dass ich diesen Blog aufgebe, ganz im Gegenteil. Schreiben ist für mich therapeutisch, es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und meine Gefühle zu verarbeiten. In den vergangenen drei Jahren habe ich dies jedoch hauptsächlich durch Fiktion getan (meinen ao3 Namen nehme ich jedoch mit ins Grab). Motivation für den Blog zu finden war oft nicht leicht, zumal der Backlog an Beiträgen wuchs und wuchs. Darum habe ich mich jetzt auch dazu entschlossen, eine Art Zäsur zu machen. In den ab jetzt folgenden Beiträgen werde ich Erlebnisse aus dem Hier und Jetzt abhandeln. Was die noch fehlenden Beiträge zu vergangenen Abenteuern betrifft, werde ich diese nach Lust und Laune nach und nach einpflegen und in die Zeit, in die sie gehören, zurückdatieren. Lange habe ich das herausgezögert, weil es sich ein bisschen wie Cheaten anfühlt, aber dann habe ich mir gedacht: was wäre das für ein bescheuerter Cheat? Einer, bei der man sich (bezüglich Klickzahlen) selbst ins Bein schießt? Und sind wir mal ehrlich: neben gelegentlicher Reviews war das hier immer vor allen Dingen ein persönlicher Blog, wie eine Art Online-Tagebuch. Und so soll es auch bleiben - was juckt es mich also folglich, ob diese Entscheidung für den 'Erfolg' Sinn macht?

Soll ich euch was sagen? Das zu schreiben hat tatsächlich schon geholfen, und darum werde ich nun den Laptop beiseite legen und versuchen, das Beste aus diesem traurigen Wochenende zu machen. Für morgen habe ich einen Ausflug geplant. Alleine. Nichts Großes im Grunde, aber für mich doch eine große Sache. Ich werde berichten.

Samstag, 18. Juni 2022

Tadaima - oder so

Haiaiai, schon mehr als das halbe Jahr ist rum und ich habe noch nichts gepostet. Ich geb es offen und erhlich zu: hat mich bisher auch nicht gestört, der ganze Corona-Kram hat wirklich so einiges meiner Motivation gekillt. So langsam stellt sich aber eine leichte Besserung ein (auch wenn sie vermutlich nur temporär ist), und zeitgleich kommt auch einiges an Lust zum Schreiben zurück.

Wie ist es euch in der Corona-Zeit ergangen, wie habt ihr die ganze Situation wahrgenommen und empfunden? Für mich war es keine gute Zeit, und ich verstehe niemanden, der versucht, das Positive darin zu suchen. Ich verstehe auch all jene nicht, die sich in diesen zwei Jahren so daran gewöhnt haben, zu Hause zu hocken, dass sie jetzt anscheinend nichts anderes mehr tun wollen...

Ich für meinen Teile habe nur darauf gelauert, endlich wieder auf Tour gehen zu können, Dinge zu erleben, Orte kennenzulernen - und auch alle denkbaren Freiräume für solche Unternehmungen genutzt. Leider ist es aber nun, obwohl theoretisch gerade wieder alles möglich ist, noch immer deutlich ruhiger als vor der Pandemie.

Viele Veranstaltungen, die ich vorher gerne besucht habe, sind geschrumpft oder haben ganz aufgegeben, und bei neuen Veranstaltungen klagen die Verantwortlichen oft über schlechte Ticketverkäufe. Corona hat den Kultursektor hart getroffen und ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis dieser sich davon erholt - wobei ich die traurige Vermutung hege, dass sich vieles gar nicht erholen wird oder auch einfach nicht wieder wie zuvor werden wird.

Wer diesen Blog kennt oder betrachtet, sieht ja, dass ich viele Jahre lang viel in der Mittelalterszene unterwegs war. Wie sehr diese Szene von Events lebt, wurde in den vergangenen zwei Jahren sehr deutlich. Große Veranstaltungen wie das MPS haben sich massiv verkleinert und auch verändert, und obwohl ich die Notwendigkeit verstehe und einsehe, beudetet es für mich, dass ich dieses Jahr mit Glück einen Termin werde wahrnehmen können, vielleicht aber noch nicht einmal das. Viele Bands haben die Krise ebenfalls nicht überlebt. Es gab Streits, Jobwechsel, Veränderungen im Leben der Mitglieder - viele der Gesichter, die man jahrelang regelmäßig auf Mittelaltermärkten antreffen konnte, wird man wohl so schnell nicht wiedersehen. Da die Szene gefühlt immer wie eine Art kleine Familie war, ist das schon eine ziemlich traurige Entwicklung.

Aber auch meine Interessen haben sich in den letzten Jahren verschoben. Ohne die Veranstaltungen habe ich viel meiner Energie anderen Dingen zugewandt. Der Manga- und Animebereich war ja schon immer sowas wie mein zweites Standbein, nimmt aber seit einiger Zeit wieder deutlich mehr Raum ein als zuvor. Auch Videospiele haben plötzlich wieder eine Relevanz, wie sie es in meinem Leben wohl schon seit meiner Kindheit nicht mehr hatten, und ich bin mehr als froh, mit diesen Dingen mehr als nur eine Kompensation für die weggefallenen Erlebnisse in anderen Bereichen gefunden zu haben.

Langer Rede kurzer Sinn bedeutet das für diesen Blog aber, dass sich auch hier möglicherweise der Fokus etwas verschieben wird. Ich besuche dieses Jahr dem bisherigen Anschein nach deutlich mehr Conventions als Festivals und hätte auch mehr als Lust, den einen oder anderen Manga oder hier und da mal eine Light Novel zu rezensieren. 

Zunächst einmal steht mir aber noch eine Liste an Beiträgen vor der Tür mit den Dingen, die ich in den vergangenen Jahren erlebt, hier aber nicht vorgestellt habe. Ich habe überlegt, ob ich sie einfach wegfallen lassen soll, mich aber am Ende dagegen entschieden. Immerhin ist dieser Blog ja auch sowas wie mein eigenes öffentliches Tagebuch, wenn ich also selber einmal durchscrolle und einfach zwei Jahre fehlen, stört mich das schon. 

Das waren fürs Erste nun aber genug der Worte. Der bisher wohl heißeste Tag des Jahres steht bevor, und ich bin nicht gewillt, ihn komplett am PC zu verbringen. Auf in den Garten! Genießt das Wetter und bis bald!

Sonntag, 22. August 2021

Ein zaghaftes Lebenszeichen

 Der Sommer neigt sich bereits dem Ende zu, und ich melde mich erst mit meinem zweiten Blogpost in diesem Jahr - traurig, traurig. Ich verspreche auch lieber nicht, dass ich die Aktivität hier wieder regelmäßig aufnehmen werde, denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob meine Energie und Motivation dafür ausreichen werden. Zwar stehen noch ein paar wenige Erlebisberichte aus dem vergangenen Jahr aus und es sind auch in diesem Jahr ein paar wenige Dinge hinzugekommen, die einen Bericht wert wären, aber wir werden sehen.

Auch 2021 war bisher wieder ein schwieriges Jahr für mich. Das Aufsehenerregendste, was passiert ist, war wohl, dass ich zur Mitte des Jahres meinen Job verloren habe. Obwohl es mich natürlich in eine unsichere und schwierige Situation katapultiert hat, war es aber gleichzeitig vermutlich das Beste, was mir passieren konnte, denn die vorangegangenen Monate dort waren die Hölle. Am Ende hatte sich die Chefin in meinen Augen mit ihrem unprofesionellen und regelrecht menschenverachtenden Verhalten so selbst diskreditiert, dass es mir unmöglich war, ihr auch nur noch einen Funken an an Respekt entgegenzubringen. Ich hege ja den starken Verdacht, dass dieses Verhalten mich dazu bringen sollte, von mir aus zu kündigen oder mir einen derart groben Schnitzer zu leisten, dass man mir eine fristlose Kündigung hätte überreichen können, aber immerhin diesen Triumph habe ich jener Person nicht gegönnt, worauf ich durchaus stolz bin. Das einzige, was ich wirklich bedauere ist, dass mein erstes richtiges Arbeitsverhältnis so enden musste, aber daran ist ja nun nichts mehr zu ändern - ansonsten war der Tag meiner Kündigung eher ein Anlass zum Feiern. Seitdem hadere ich mit mir, ob ich dem ohnehin erbärmlich schlechten kununu-Score der Firma eine weitere negative Bewertung hinzufügen soll. Dafür spräche, dass ich so endlich mal meinen Standpunkt klar herausarbeiten könnte. Dagegen, dass die Person, gegen die sich im Grunde meine gesamte Kritik richtet, ein derartig übergroßes Ego hat, dass sie diese Bewertungen eh nicht ernst nimmt. Allzu oft dienten jene Beschwerden ehemaliger Mitarbeiter in den Mittagspausen nämlich der allgemeinen Belustigung...

Was das Jahr sonst noch so brachte, nun ja... Corona bestimmt noch immer unser aller Leben, und irgendwie ist keinerlei Besserung in Sicht. Obwohl ich mittlerweile voll geimpft bin, warte ich noch immer vergeblich auf die versprochenen, damit einhergehenden Lockerungen und fühle mich langsam dezent veräppelt. Während große Sportveranstaltungen quasi ungehindert stattfinden, sah ich auch in diesem Jahr wieder die meisten meiner herbeigesehnten Events aus dem kulturellen Bereich verboten, gerne auch kurzfristig wenige Tage vorher. Macht ja nichts, wenn man den ohnehin gebeutelten Veranstaltern erst Hoffnung macht, sie sich in Ausgaben stürzen lässt und dann eine Woche vorher alles absagt, nicht wahr? Natürlich habe ich auch in diesem Jahr wieder jeden noch so kleinen, sich bietenden Freiraum genutzt und so tatsächlich ein paar Veranstaltungen besuchen können, aber insgesamt war auch dieses Jahr bisher wieder erheblich viel ruhiger, als ich es mir gewünscht hätte.

Meinen Ausgleich habe ich nun aber tatsächlich in einem Videospiel gefunden. Seit dem Release im vergangenen September ist das chinesische Gacha-Game Genshin Impact zu einer schönen Konstante in meinem Leben geworden, und es tut einfach so gut, mal wieder so begeistert von einer Sache zu sein wie von diesem Spiel!

So viel nun erstmal zur aktuellen Lage. Ob es bei diesem winzigen Update bleibt oder ich tatsächlich  die Motivation aufbringe, endlich wieder etwas mehr an diesem Blog zu arbeiten, wird sich zeigen. Insofern wünsche ich erstmal allen einen schönen, verregneten Restsommer. Nutzt die Zeit und tut, was euch Spaß macht, es wird sicher bald wieder verboten. ;)

Samstag, 2. Januar 2021

Auf ein besseres Jahr 2021

So, zwar bin ich mit den Berichten aus dem vergangenen Jahr im Endeffekt nicht rechtzeitig zum Jahreswechsel fertig geworden, aber da man einen Neujahrsgruß nicht beliebig nach hinter verschieben kann, ohne dass er völlig überflüssig wird, pausiere ich mal kurz und wünsche an dieser Stelle allen Lesern ein frohes neues Jahr.

So ein Jahreswechsel ist auch immer der geeignete Zeitpunkt für einen Blick zurück, und zu 2020 gibt es nun ja wirklich so einiges zu sagen. Aus meiner Perspektive leider das wenigste gut. Ganz ehrlich: ich habe dieses Jahr gehasst. Anfang des Jahres war ich zuversichtlich wie schon lange nicht: Festanstellung, das Studium machte endlich gute Fortschritte Richtung Abschluss, der Kalender war gut gefüllt mit allerlei großartigen Plänen. Was dann passierte, wissen wir ja alle nur zu gut. 

In der ersten Zeit nach dem Ausbruch von Corona war ich wie gelähmt. Konzerte, Mittelaltermärkte, Conventions - das sind für mich die Gelegenheiten, einen Ausgleich zum Alltag zu finden, meine Freunde zu treffen, mich am rechten Platz zu fühlen. Nicht nur, dass dies alles plötzlich wegfiel, nein, ich musste auch noch zusehen, wie sträflich Politik und Gesellschaft den gesamten kulturellen Sektor behandelten. "Nicht systemrelevant" war und ist bis heute vielfach das Urteil. Ein erschreckend großer Teil der Bevölkerung dieses Landes scheint kein Problem zu haben mit einem Leben ohne Kultur. Ich empfinde das als einfach nur arm und die geringschätzigen, engstirnigen Ansichten solcher Subjekte haben mich in diesem Jahr mehr als nur einmal zur Weißglut gebracht.

 


Lange habe ich nach einem Ausgleich für mein verschwundenes Leben gesucht, gefunden habe ich ihn bis heute nicht wirklich. Während viele erfreut berichteten, wie viel Zeit sie nun zum Lesen hätten, hatte ich plötzlich kaum noch Lust dazu. Einen Haufen Mangas habe ich gelesen und irgendwann im Herbst Light Novels für mich entdeckt, aber ansonsten? Für meine Verhältnisse erschreckend wenig. Es war, als hätte mir dieses Jahr sämtliche Motivation ausgesaugt.

Was noch am ehsten als Kompensation taugt, sind Videospiele. Ganz ehrlich: so viel habe ich schon seit meiner Jugend nicht mehr gespielt. Und immerhin in dem Bereich war es auch ein wirklich gutes Jahr mit vielen, vielversprechenden Neuerscheinungen. Mein aktueller Favorit, mit dem ich in der freien Zeit zwischen den Jahren Stunden über Stunden am PC verbracht habe: Genshin Impact! Einfach wunderbar, endlich mal wieder ein derart fesselndes Spiel entdeckt zu haben, das mich wohl auch noch lange beschäftigen wird.

Und 2021? Im Gegensatz zum vergangenen Jahr habe ich dieses Jahr nur eine Hoffnung: dass es nicht so besch....eiden wird wie sein Vorgänger. Für meine Hobbies seh ich hingegen weiterhin schwarz, ganz besonders, wenn ich mir das aktuelle Impftempo in diesem Land anschaue. Also verharre ich weiter in Wartestellung und nutze jede sich mir bietende Lockerung. Convention mit durchgehender Maskenpflicht? Bin dabei! Bestuhltes Konzert mit Abstandsregelung? Immer her damit! In den Wintermonaten ist nun leider an nichts davon zu denken. Ich habe mir fest vorgenommen, die Zeit zu nutzen und mich einigen Aufgaben zu widmen, die in den ereignisreichen Zeiten vor Corona immer auf der Strecke geblieben sind, und aktuell fühle ich dafür immerhin auch ein einigermaßen ausreichendes Level an Energie. Hoffentlich bleibt das auch so, damit sich nicht noch ein Jahr wie eine komplette Zeitverschwendung anfühlt.

Montag, 30. März 2020

Dies und das: Kleiner Exkurs zur aktuellen Lage

Ich weiß, ich weiß - eigentlich stecke ich noch mitten in der Berichterstattung des letzten Jahres. Diese werde ich nun aber ganz entgegen meiner Gewohnheit einmal unterbrechen, um ein paar Worte zur aktuellen Situation zu verlieren. 

Eigentlich dachte ich, 2020 wäre auf dem besten Weg, ein ziemlich gutes Jahr zu werden. Ich hatte einen Haufen toller Sachen geplant, auf die ich mich so richtig gefreut hatte. Seit Anfang des Monats habe ich nun auch endlich einen neuen Computer, mit dem das Bloggen wieder spaßiger werden sollte als mit dem Alten, der am Ende nur noch widerwillig und im Schneckentempo gearbeitet hat. Doch da hat mir das Leben wohl mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Schon klar, das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau, aber dennoch: Was für eine unglaubliche Scheißsituation ist das denn bitte jetzt?! Mit dem Veranstaltungsverbot ist mein soziales Leben vom einen auf den anderen Tag komplett zusammengebrochen. Alles, worauf ich mich gefreut habe, ist hinfällig - und kein Ende ist in Sicht. Hinzu kommt die massive Unsicherheit in allen anderen Lebenslagen. Das Studium vorantreiben? Derzeit quasi unmöglich, zumal ich ja auch noch mehrere Stunden Zugfahrt von meiner Uni entfernt lebe. Und das zu allem Überfluss auch noch im Kreis Heinsberg, den ja nun mittlerweile jeder kennen sollte. Die Firma, in der ich Anfang des Jahres zu meinem großen Glück fest in Nebeneinstellung übernommen wurde? Ab übermorgen in Kurzarbeit. Mein anderer Job, Zeitungsbote, fällt ganz aus, mindestens drei Wochen wird es wegen fehlender Anzeigenkunden keine Ausgabe geben. Für mich bedeutet das dann natürlich auch keinerlei Einkünfte. Aber hauptsache, genau jetzt steht die erste deutlich (!) erhöhte Rückzahlungsrate beim Bafög an. Kurz gesagt: es ging mir schonmal besser.

Und dann ist da noch eine Sache, die mir Sorgen macht. Schaltet man den Fernseher, das Radio, den Computer an, gibt es überall nur ein Thema: Corona. Klar, das ist kein Wunder, schließlich betrifft es uns alle massiv. Woran ich mich eher stoße ist, dass in der Öffentlichkeit fast alle exakt die gleiche Meinung vertreten. Wagt es beispielsweise jemand, die sich ständig in teils kopfloser Panik wandelnden Maßnahmen anzuzweifeln oder zu kritisieren, wird er/sie gleich aufs Übelste beleidigt und niedergemacht. Ganz egal, was er oder sie für Argumente vorlegt. In Internetdebatten ist diese Null-Toleranz-Haltung anderen Standpunkten gegenüber ja schon länger Standard, aber im Rahmen der Corona-Berichterstattung sehe ich sie auch von den Medien zu großen Teilen als kritiklos angenommen. Es kommt mir vor, als wäre ich in einer landesweit agierenden Sekte gelandet, mit entzückenden, selbstgemalten Alles-wird-gut-Regenbogen-Fähnchen als Erkennungszeichen. Oder sehe nur ich es so, dass auch in einer Krisensituation hart erkämpfte demokratische Werte wie die Meinungsfreiheit nicht derart mit Füßen getreten werden dürfen? Die aktuelle Situation ist doch für uns alle neu und keiner hat die Universallösung, wie man am besten durch diese Krise kommt. Also sollte es auch selbstverständlich sein, dass man miteinander diskutiert, Argumente abwägt, gemeinsam nach Wegen sucht. Stattdessen wird nur diktiert, belehrt, verboten. Es wundert mich wirklich, dass dieses Vorgehen nicht bereits auf mehr Widerstand stößt.

Nun, mit dem letzten Absatz habe ich mir sicher nur wenige Freunde gemacht, aber ich musste mir und meinem Unbehagen und Unmut eben auch mal Luft machen. Ich stehe nicht zu hundert Prozent hinter den bisher getroffenen Maßnahmen und habe es satt, mich mit meiner Meinung in der Öffentlichkeit wie ein Verbrecher behandeln lassen zu müssen.

Somit ist dieser Exkurs nun irgendwie doch länger geworden, als ich gedacht hatte. Aber es tut ganz gut, das alles man ausgesprochen zu haben. Und so kann ich mich jetzt auch wieder mit mehr Ruhe den noch ausstehenden Berichten widmen. Ist ja vielleicht auch ganz schön, in diesen Zeiten in Erinnerungen an schöne Erlebnisse zu schwelgen. Schließlich sieht es ganz danach aus, dass wir davon in näherer Zukunft nicht mehr allzu viele haben werden...

Donnerstag, 6. Juni 2019

Dies und das: mal ein kleines Lebenszeichen

So, da ist es mal wieder ziemlich lange viel zu ruhig gewesen auf meinem kleinen Blog. Die Berichterstattung hinkt noch immer irgendwo Ende des letzten Jahres hinterher (was zugegebenermaßen jetzt auch nicht so furchtbar motivierend ist xD) und die Liste an Dingen, die ich noch schreiben wollte, wird länger und länger. Doof nur, dass mir irgendwie auch noch immer was dazwischen kommt. Mein Hauptproblem: 30 Jahre schlechte Körperhaltung fordern so langsam ihren Tribut, weswegen ich in letzter Zeit längeres Sitzen am PC nach Möglichkeit vermieden habe. Der großartige Männi hat unlängst eine Single veröffentlicht, die meinen Zustand nach einiger Zeit am Schreibtisch ganz gut zusammenfasst... ;)


Doch Spaß bei Seite, es gab auch noch ein konkretes Ereignis, welches mich doch ziemlich mitgenommen hat. Im letzten Monat mussten wir Swiffer, mein geliebtes, kleines Kaninchen, einschläfern lassen. 2012 hatte ich den Kleinen mit meinem verstorbenen Vater beim Beerenpflücken im Wald gefunden. Jemand hatte ihn ausgesetzt - wie seine Chancen als schneeweißes Kaninchenbaby dort gestanden hätten, mag sich nun jeder selbst ausmalen. Einige Jahre später wurde Swiffer krank, eine Blasenentzündung machte eine Operation notwendig, der aufgrund von Komplikationen bei der Wundheilung eine weitere OP folgte. Die Neigung zu Blasenproblemen blieb, später kam noch eine Nierenschwäche hinzu. In der Folge wurden wir Beide Stammgäste bei unserer absolut großartigen Tierärztin. Mehrere Jahre lang waren wir wöchentlich dort, damit der Swiffer weiterhin ein möglichst langes, schönes Leben haben könnte. 

In all dieser Zeit habe ich immer gehofft, dass er eines Tages einfach friedlich würde einschlafen dürfen - obwohl natürlich immer die Angst bestand, dass ihn eines seiner gesundheitlichen Probleme irgendwann einholen würde. Doch am Ende kam es ganz anders: Am 2. Mai entdeckte ich nach meinem Feierabend, das etwas nicht in Ordnung ist. Meine Mutter und ich holten den Swiffer aus seinem Stall - er war gerade erst aus seinem Winterquartier wieder in seinen heißgeliebten Außenstall gekommen - und entdeckten die Maden. Sofort ging es wieder auf zu unserer Tierärztin, gerade mal zwei Tage nach dem letzten Routinebesuch, aber es war zu spät. Die Maden hatten sich schon ihren Weg in die inneren Organe gesucht. Es war ein schrecklicher Anblick, den ich wohl nie vergessen werde. Und es ging alles so furchtbar, furchtbar schnell. Das Einzige, was wir noch tun konnten, war dem Kleinen weiteres Leid zu ersparen und ihn zu erlösen.

Nicht das Neuste, aber wohl für immer mein Lieblingsfoto von Swiffer

Ich war fix und fertig, und erhlich gesagt treibt es mir auch jetzt, über einen Monat später, noch die Tränen in die Augen, das alles hier so zu schildern. Als wir nach Hause kamen an jenem Abend dämmerte es schon, wegen der Maden mussten wir Swiffer aber natürlich dennoch sofort beerdigen. Er ruht jetzt in unserem Garten unter dem Apfelbaum, gleich neben seiner ehemaligen Gefährtin Polly. Und er hinterlässt ein ganz schönes Loch. Noch immer ertappe ich mich dabei, wie ich im Supermarkt nach den Kohlrabi-Blättern schaue, die er so gerne gefressen hat oder mich Dienstags vor unserem fast schon rituellen, wöchentlichen Tierarzt-Termin frage, ob ich nicht eigentlich noch wo hin müsste, ob ich nicht irgendwas vergessen habe.

Tja, und nun ist dieser kleine Beitrag, in dem ich eigentlich nur ein kurzes Lebenszeichen von mir geben wollte, irgendwie zu einer Elegie ausgeartet. Naja, jetzt wisst ihr jedenfalls, was los war und dass dieser Blog keineswegs verwaist oder aufgegeben ist. Nur wie gewohnt ein wenig langsam. Aber wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben. In diesem Sinne, vielleicht schaffe ich die letzten Weihnachtsmarkt-Berichte ja noch vor dem nächsten Schneefall! :P

Mittwoch, 23. Mai 2018

Dies und Das: Von Katzen, Spatzen und Eurovision-Parties

Nachdem ich ja nun so lange mit all meinen Berichten im Verzug war, bin ich natürlich auch nie dazu gekommen, mal was außer der Reihe zu schreiben. Das wollte ich nun endlich ändern, selbst wenn ich noch immer nicht ganz aufgeholt habe. Immerhin bin ich nun endlich bei der Freiluftsaison 2018 angekommen. Ich darf nur nicht daran denken, wie viel ich seitdem schon wieder unternommen habe... :P

Vermisst jemand den Winter? Ich bin ehrlich gesagt immer froh, wenn er endlich vorbei ist, so sehr ich mich auch gefreut habe, dass in diesem Jahr endlich mal wieder etwas Schnee gefallen ist. Jussi, unser kleiner Kater, kannte Schnee aus den vergangenen Jahren nur als Erscheinung, die sofort bei Bodenkontakt schmilzt oder maximal morgens einmal als hauchdünne Schicht den Boden bedeckt. Er war dann auch sichtlich erstaunt, als der Schnee eines Morgens dick genug lag, um seine weißen Söckchen darin versinken zu lassen. Ihn bei seinem ersten Schneespaziergang zu beobachten war wirklich eine Freude. ♥

 
Im Winter habe ich außerdem zu meiner großen Freude eine alte Freundschaft wiederaufleben lassen können. Nachdem wir in der Oberstufe unserer Schulzeit sehr eng befreundet gewesen waren, hatten sich unsere Wege aller guter Vorsätze zum Trotz ziemlich schnell für fast zehn Jahre getrennt. Ich denke, wir waren beide ziemlich nervös, ob uns wie es nach dieser langen Zeit funktionieren würde, aber es hat zum Glück sehr gut geklappt! Einer unserer ersten Ausflüge führte uns nach Aachen zum Shoppen. Es wurde ein richtig schöner Tag mit Besuchen im Aquis Plaza bei Xenos (Beutelchen), Veritas (Notizbuch) und Elbenwald (Tardis Minzpastillenbox) sowie im Comicladen Bäng Bäng


Seit Ostern erhalte ich außerdem jeden Morgen Besuch von einem gefiederten Freund. Oft werde ich von einem leisen pochen an meiner Fensterscheibe wach und freue mich dann, dass der kleine Spatz wieder vorbeischaut. Ich habe keine Ahnung, was der kleine Kerl an meinem Zimmer findet, aber er kommt jedenfalls immer wieder.
 

Und dann war es letztens ja auch wieder Zeit für den Eurovision Song Contest! Obwohl ich ja eigentlich komplett andere Musik höre, zelebriere ich dieses Event jedes Jahr mit Hingabe. Gerne auch zusammen mit Freunden, obwohl das dieses Jahr leider nicht ging, weil ich an dem Nachmittag zu einem Geburtstag eingeladen war - dann eben mit Fachsimpeleien im fb-Messanger. :P 
Dieses Jahr habe ich mein Herz an den ungarischen Beitrag von AWS verschenkt. Auch Tschechien (Mikolas Josef, der junge Mann mit dem Rucksack) sowie Dänemark (die Wikinger-Boyband rund um Sänger Rasmussen) konnten ziemlich bei mir punkten. Und der extrem coolen Netta aus Israel sei der Sieg sowieso sowas von gegönnt. Insgesamt war dieses Jahr musikalisch auch mal wieder recht spannend, nachdem das letzte Jahr doch ziemlich nach eingeschlafenen Füßen müffelte.


Soweit mal wieder zum Stand der Dinge. Es bereitet mir eben hin und wieder Freude, einfach auch über diese Kleinigkeiten zu schreiben. Und als nächstes widme ich mich dann wieder der schon längst begonnenen Mittelaltermarktsaison. :)


Sonntag, 7. Januar 2018

Frohes neues Jahr!

Hallo liebe Besucher!

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr! 

Zeitweise hat dieser Blog im vergangenen Jahr den Eindruck erweckt, dass er im Sterben liegt. Es gab lange Schreibpausen und die Berichte hängen noch irgendwo im vergangenen Sommer fest. Das hatte verschiedene Gründe. 2017 war ehrlich gesagt kein besonders gutes Jahr für mich. Es war überschattet von vielerlei Sorgen, Enttäuschungen und Zweifeln, sodass mir oftmals einfach die Kraft, die Motivation, aber auch die Zeit zum Bloggen gefehlt hat. 

Natürlich sind mit dem Beginn von 2018 nicht alle Probleme mit einem Mal weggefegt, aber ich konnte im letzten Teil des alten Jahres doch einiges an Energie zurückgewinnen, sodass ich dem neuen Jahr nun letzten Endes doch noch ganz positiv gegenübertreten konnte.

Natürlich habe ich, wie wohl die meisten Menschen, auch meine Vorsätze für dieses Jahr gesammelt. Dazu zählt auch, mir wieder mehr Zeit für diesen Blog zu nehmen. Ideen sind genügend vorhanden, nun gilt es nur noch, sie auch umzusetzen. 

In diesem Sinne: Ran an die Arbeit! Und möge 2018 für uns alle ein gutes Jahr werden!

Donnerstag, 6. Juli 2017

Gefiederter Besuch

Eines Tages im Mai wurde ich doch tatsächlich für einige Stunden zur Enten-Pflegemutter. Ich wollte eigentlich nur kurz den Müll rausbringen, als ich unseren jungen Kater ganz aufgeregt in einer Ecke unseres Gartens entdeckte. Neugierig, was ihn so aufgeschreckt haben könnte, ging ich hin und entdeckte ein Entenküken. Ich bekam einen riesigen Schreck, ist unser Kater doch ein passionierter Jäger. Also schnappte ich mir das protestierende Katzentier und sperrte es kurzerhand im Haus ein um mir das arme Entchen etwas genauer ansehen zu können. Es sah ziemlich mitgenommen aus, und außerdem war es mir schleierhaft, wo es hergekommen war. Seine Familie war auch nirgends aufzufinden.

Das Erstbeste, was mir in dieser Situation einfiel, war das Küken zu schnappen und zu unserer Tierärztin zu bringen. Draußen konnte ich es schlecht alleine sitzen lassen, schließlich war es nass und kalt dort und eine der zahlreichen Katzen hätte es in kürzester Zeit geschnappt. Die Tierärztin stellte zum Glück keine Verletzungen fest und nach einer Zeit Ruhe und Wärme unter der Rotlichtlampe erwachten auch seine Lebensgeister recht schnell wieder.


Die Frage, die sich dann stellte, war allerdings: was nun? Am besten natürlich die Mutter des Kükens finden, doch das war ja zunächst einmal leichter gesagt als getan. Also wurde das arme kleine Tier wieder mit nach Hause genommen und dort provisorisch mit einem Haufen Handtüchern in einen alten Meerschweinchenkäfig unter Rotlicht gesetzt. Zu meinem großen Glück trank es zumindest ein wenig Wasser, aber Essen wollte es nicht. Und es fiepte, sobald man es aus den Augen ließ - so ein kleines Entchen ist das Alleinsein natürlich nicht gewöhnt. 

Ein bisschen ratlos war ich dann aber schon, wie es nun weitergehen sollte. Doch wie durch ein Wunder löste sich dieses Problem nur etwa eine halbe Stunde später ganz von allein: Plötzlich fing das Küken wie verrückt an zu fiepen, und ich hörte draußen einen in unserer Straße ungewöhnlichen Laut: den Ruf einer erwachsenen Ente!

Schnell schnappte ich mir das Küken und lief mit ihm auf die Straße, wo ich dann tatsächlich die kleine Entenfamilie entdeckte. Die Mutter hatte die Suche nach ihrem verlorenen Küken offenbar nicht so schnell aufgegeben, und so konnte es an diesem Nachmittag dann doch noch eine glückliche Familienzusammenführung geben. Zu meiner Erleichterung nahm die Mutter das Kleine auch sofort wieder an (das ist ja nun immer eine heikle Angelegenheit, wenn man als Mensch seinen Gestank an ein junges Tier geheftet hat!). Die Familie machte sich daraufhin laut schnatternd auf den Heimweg in das nah gelegene Naherholungsgebiet. 

Obwohl es nur ein paar Meter waren, starb ich auf dem Weg doch ungefähr tausend Tode, führte die Mutter ihre Küken doch unbeschwert über Gullideckel und galt es auch eine vielbefahrene Straße zu queren (ich habe mich dann mal als Entenlotse betätigt). Am Ende konnte ich dann aber erleichtert zuschauen, wie sie alle ihrer Wege Richtung Fluss zogen. Danach hatte ich dann auch eindeutig genug Aufregung für einen Tag gehabt. :D

Ein Gespräch mit den Nachbarn brachte dann auch noch Klärung, was es mit dem Entenbesuch auf sich hatte. Dahinter steckte nämlich eine ziemlich dramatische Geschichte. Offenbar hatte am Rand des Naherholungsgebiets ein Hund die kleine Entenfamilie aufgemischt und dabei eines der Küken erwischt und mitgenommen. Der Rest der Familie folgte dem Hund in das nahgelegene Wohngebiet. So landete das Entchen dann wohl in unserem Garten, aus dem es selbstständig nicht mehr herauskam. Doch am Ende gab es ja zum Glück doch noch ein Happy End.

Sonntag, 15. November 2015

Der Winter naht

So fühlt es sich jedenfalls an, wenn man an diesem Wochenende das Haus verlässt. Es stürmt, regnet und ist einfach allgemein ungemütlich. Da merkt man erstmal so richtig schmerzlich, dass der Sommer nun endgültig vorüber ist.

Auch unternehmungstechnisch ist es ruhiger geworden, wobei das ja nur die Ruhe vor dem heranbrausenden Erlebnis-Sturm namens Mittelalterweihnachtsmarkt ist. Dieser findet nun ja leider nicht mehr in Telgte, sondern in Dortmund statt, was die Anzahl meiner Besuche wohl merkbar mindern wird.  Genügend Tage werden da im Endeffekt aber dennoch zusammenkommen.

Die letzten Wochen waren bei mir jedenfalls leider relativ ereignisarm. Unter der Woche bin ich vollauf mit Unikram beschäftigt. Bisher gelingt es mir ganz gut, meinen selbstgesetzten Vorsatz, dieses Semester voll zu nutzen, einzuhalten. Und das, obwohl ich die meisten interessanten Veranstaltungen nicht selbst besuchen kann, sondern mir die Inhalte aus der Ferne selbst erarbeite. Hoffentlich gelingt es mir, meine Motivation zu halten!

Als das Wetter noch etwas freundlicher war, bin ich bei uns Spazieren gegangen und habe versucht, den goldenen Herbst auf Bildern einzufangen. Besonders viel ist dabei schlussendlich nicht herumgekommen, aber es war ein schöner Spaziergang.

 Herbst im Wurmtal

Und dann war da natürlich noch Halloween. Das ist ja nun auch schon wieder zwei Wochen her. Ich habe den Tag zu Hause verbracht und mich gefreut, dass tatsächlich einige Kinder an der Tür nach Süßem oder Sauren verlangt haben. Außerdem haben wir natürlich dekoriert und meine Mutter hat zu diesem Anlass einen leckeren Kürbispie gebacken.

Halloween-Deko auf unserer Terasse

In den letzten Tagen habe ich viel gebacken. Meine Mutter hatte mich darum gebeten, Plätzchen zu backen, die sie morgen mit zur Arbeit nehmen will, weil sie gestern Geburtstag hatte. Also stand ich seit Mittwoch ungewöhnlich viel in der Küche und habe Shortbread, Schwarz-Weiß Gebäck, Haferflockenkekse und Finnische Stäbchen gemacht. Manche Plätzchen sind richtig lecker geworden, und immerhin wurde keine Sorte als vollkommen ungenießbar bewertet, obwohl ich alle Rezepte zum ersten Mal getestet habe.

Abschließend möchte ich noch kurz darauf hinweisen, dass auf diesem Blog derzeit gar nicht so wenig passiert, wie einen die wenigen Posts des bisherigen Monats glauben machen könnten. Vielmehr habe ich endlich die Funktionsweise von Seiten verstanden und arbeite darum gerade an der einen oder anderen Überkategorie. Die meisten meiner Bücherrezensionen kann man auf der entsprechenden Seite schon verlinkt finden, an anderen Themen wird noch hart gebastelt.

Montag, 5. Oktober 2015

I did it!

Endlich, ja endlich ist es so weit: Der Blog-Umzug von blog.de zu blogger ist erfolgreich abgeschlossen. Knapp drei Monate hat das Ganze gedauert und war unheimlich lästig. Obwohl ich immerhin zugeben muss, dass es ganz lustig war, dabei einige der ältesten Einträge noch einmal durchzulesen.

Insbesondere die Posts zum Thema Auslandssemester waren schon ein echtes Trauerspiel. Ich hatte mir blogtechnisch so viel vorgenommen für die Zeit, die ich 2013 in Schweden verbracht habe, aber dann habe ich doch nur ein paar vereinzelte "Ich hab Heimweh und will nach Hause"-Sachen am Anfang geschrieben und dann nie wieder was. Und keinerlei Bilder.

Was war mit mir los? :D Ich habe in der Zeit tolle Leute kennengelernt, spannende Ausflüge gemacht und Hunderte von Fotos geschossen und NICHTS davon an dieser Stelle berichtet. Nun überlege ich ja schon fieberhaft, wie ich das jetzt, zwei Jahre später, noch nachholen kann, ohne dass es total belanglos wird. Die Ausflüge sind ja kein Problem, über Ausflugsziele berichte ich schließlich regelmäßig und die vergehen ja auch nicht. Aber das Auslandssemester an sich? Vielleicht mach ich einfach einen "Meine Sicht der Dinge mit zwei Jahren Abstand"-Beitrag, so ne Art Throwback Thursday?

Ich werde einfach mal schauen. Dieser Tage komme ich da vermutlich ohnehin nicht zu, dafür passiert aktuell zu viel, worüber es sich noch zu berichten lohnt. Und dafür habe ich nun ja endlich ungehindert Zeit, wo ich nicht mehr mit dem Gedanken im Hinterkopf leben muss, dass alles, was ich bis Mitte Dezember nicht hierüber gerettet habe, mit blog.de im Nirwana verschwindet...

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Das neue Semester ist da!

Heute ist es also so weit und an den deutschen Universitäten beginnt das neue Semester. Für mich wird es voraussichtlich (und ehrlich gesagt auch hoffentlich) auch das letzte Semester sein, das ich erlebe. 

Für dieses letzte Semester habe ich mir einiges vorgenommen. Nicht wie im letzten soll es werden, wo ich fast nichts auf die Reihe bekommen habe. Bis zu einem gewissen Grad schiebe ich das darauf, dass im vergangenen Jahr persönlich vieles nicht so lief, wie es hätte laufen sollen. Ich war frustriert, dass ich meine Studentenwohnung in Münster finanziell nicht mehr halten konnte und in das zugverbindungstechnisch 3 1/2 Stunden entfernte Aachener Umland zurück zu meinen Eltern ziehen musste. Außerdem wurden meine Eltern beide von Krankheiten getroffen, die dazu führten, dass ich seit vergangenem Herbst so viel Zeit mit Krankenhausbesuchen verbracht habe wie zuvor in meinem ganzen Leben nicht. 

Das alles hat dazu geführt, dass bei mir einiges an Arbeit liegengeblieben und aufgelaufen ist. Ich versuche seit Monaten eine Hausarbeit fertigzustellen, die ich schon vor 1 3/4 Jahren hätte schreiben wollen. Außerdem stehen noch zwei Berichte aus und das Studienbuch wurde schon ewig nicht mehr auf den neusten Stand gebracht. Ein Glück, dass die Menschen an meinem Institut alle so tolerant sind, anderswo hätte ich sicher schon längst Veranstaltungen wiederholen müssen!

Dieses Semester soll aber wie gesagt alles besser werden. Ich möchte das Semester voll nutzen und habe mir darum ungeachtet der elendig langen Anfahrt drei interessante Veranstaltungen aus dem Vorlesungsverzeichnis gepickt. Da wäre zum einen eine wöchentlich stattfindende Veranstaltung zum Thema finnlandschwedische Literatur - ein Thema, zu dem ich überlegt hatte, meine Masterarbeit zu schreiben - die ich trotz terminlicher Schwierigkeiten unbedingt besuchen möchte. 
Im November werde ich dann viel unterwegs sein, um eine Veranstaltung zum Thema skandinavische Kinderliteratur zu besuchen. 
Die dritte interessante Veranstaltung findet zum Thema Rezeption der altnordischen Kultur statt. Nach einigem Hin-und Herüberlegen habe ich mich gegen den Besuch entschieden, da sie als Block an vier Tagen stattfindet und ich an zwei dieser Tage Konzerte besuchen will. Dafür habe ich mir aber fest vorgenommen, die Literaturliste für mich selbst durchzuarbeiten.
Und dann ist da natürlich noch unabhängig von meinem Studiengang der Finnischkurs, den ich fast seit Beginn meines Studiums jedes Semester besuche. Auch da will ich mich nochmal ins Zeug legen, denn wäre ich nicht so lernfaul, würde ich die Sprache heute sicher schon viel besser beherrschen. 

Dann hoffe ich mal, dass ich meine guten Vorsätze aufrecht erhalten kann und setze mich nun endlich mal wieder brav an meine Hausarbeit. :)

Sonntag, 27. September 2015

Am Wochenende...

...war ich mal wieder ziemlich viel unterwegs und habe einiges erlebt, was hier in der kommenden Woche noch zu berichten sein wird.

Zeit werde ich dafür jedoch nicht vor Dienstag finden, denn morgen begebe ich mich schon wieder auf die Reise. Eine Freundin feiert ihren Geburtstag und hat sich dafür etwas besonderes einfallen lassen: eine Flöten-Session! :D

Ich übe darum schon seit einigen Wochen (mal mehr, mal weniger) fleißig diverse Mittelalter-Klassiker und einfache Irish Folk Traditionals auf meinen Flöten, damit ich angemessen vorbereitet bin.
Dafür habe ich sogar meine gute alte Moeck Sopran-Blockflöte aus der Zeit der musikalischen Früherziehung (welch schöner Begriff, gell?) wieder aus dem Schrank geholt. Und natürlich meine erheblich jüngere Clarke Celtic Tin Whistle in D Stimmung. Und möglicherweise wird die kleine 6-Loch-Ocarina vom Mittelaltermarkt auch noch eingepackt, man kann ja nie wissen... Entwickle ich da etwa einen Flöten-Tick? :D

Jedenfalls sollten sich die Nachbarn der feiernden Freundin auf einiges gefasst machen, denn Meisterinnen des Faches sind wir wohl alle (noch) nicht. Lustig wird es aber sicher in jedem Falle. :)

Dienstag, 22. September 2015

September

Da war ich mal wieder ein klitzekleines Bisschen blogfaul in der letzten Zeit, stelle ich gerade fest. Deswegen hier mal ein Update. :D

Veranstaltungstechnisch ist bei mir im September dieses Jahr einfach sehr wenig los, aber eine letzte Open Air Sache gab es noch am vergangenen Samstag und der Bericht folgt dann auch irgendwann die Tage.

Dafür ist dieser Monat sehr reich an Geburtstagen. Am 11. September war ich zum Geburtstag bei einer Freundin eingeladen und hatte dort einen sehr schönen Abend mit ihr, ihrem Freund und ihrer Familie mit leckerem Essen und vielen lustigen Gesprächen.

Nur sechs Tage später stand dann mein eigener Geburtstag an. Eigentlich war der Plan, an diesem Tag etwas mit besagter Freundin zu unternehmen, aber das Wetter war uns nicht hold, so dass das Ganze spontan einen Tag nach hinten verschoben wurde. Meinen Geburtstag verbrachte ich ganz schlicht mit meiner Familie. Viele Freunde gratulierten mir und ich wurde reichlich beschenkt. So übergaben meine Eltern mir mit den Worten "Willkommen in der Neuzeit" mein erstes Smartphone. Vorher hatte ich ein sicher zehn Jahre altes Handy benutzt, welches meinen bescheidenen Ansprüchen sicher auch noch ewig weiter genügt hätte, wenn nicht der Akku langsam aber allmählich immer schwächer geworden wäre. Als Wecker benutze ich es derzeit aber noch immer. :P

Am nächsten Tag war es dann aber soweit und meine Freundin und ich setzten unseren Plan in die Tat um und gingen Minigolf spielen. Dafür, dass wir beide das schon seit Jahren nicht gemacht hatten, schlugen wir uns gar nicht so schlecht, finde ich. Immerhin einmal gelang es uns sogar, den Ball mit nur einem Schlag einzulochen. :D
Da danach noch Zeit war, beschlossen wir auch noch ein wenig Kubb (aka Wikingerschach) zu spielen. Auch das hat großen Spaß gemacht und wir nahmen uns vor, das bald mal zu Wiederholen.

Ein weiterer Geburtstag steht diesen Monat noch aus, den wir am Tag selbst mit einer Flötensession feiern wollen, weswegen ich die Nachbarn momentan ständig mit zahlreichen Übungen auf meinen verschiedenen Flöten quäle. :D

Ansonsten wuselt bei uns zu Hause noch immer eine sechsköpfige Katzenkinderbande herum, die gestern ihren ersten Ausflug zum Tierarzt hinter sich bringen musste. Einem der Kätzchen ging es gestern plötzlich gar nicht mehr gut, es fraß nicht und zitterte. Die Tierärztin stellte als Ursache sehr schnell Wurmbefall fest, sodass die kleinen alle eine Wurmkur verpasst bekamen. Heute geht es der Kleinen zum Glück schon wieder etwas besser. Die Geschlechter ließen wir bei der Gelegenheit auch gleich bestimmen, waren wir uns nach der eigenene Bestimmung doch teilweise nicht ganz sicher: 4 Katerchen und 2 Katzendamen ergab die Untersuchung.
Und die Zeit der Trennung liegt leider auch nicht mehr fern, schließlich können wir sie nicht alle behalten. Eines oder zwei der Kleinen werden aber diesmal wohl bei uns bleiben und eines oder zwei wird/werden hoffentlich an eine Freundin vermittelt, sodass sie auch nicht ganz aus der Welt sind.

Die Mutter der Kleinen gehörte ja eigentlich gar nicht uns (sonst wäre sie auch schon längst kastriert gewesen ^^), sondern Nachbarn ein paar Häuser weiter. Diese sind nun gestern weggezogen, und zwar ohne ihre Katze. Wie wir heute erfahren haben, hätte ihnen sonst heute die Zwangsräumung bevorgestanden... Ich frage mich dennoch, wie man so einfach sein Tier zurücklassen kann und wie es nun mit ihr weitergehen soll.

Sonntag, 6. September 2015

Der Herbst ist da!

Noch Anfang dieser Woche wollte ich es kaum glauben, dass der Sommer nun tatsächlich schon vorbei sein soll. Bei über 30°C am vergangenen Montag fiel das aber auch wirklich schwer! Doch mittlerweile kann ich es einfach nicht mehr ignorieren: Es ist Herbst geworden.

Heute war ich mit meinem Vater das erste Mal in diesem Jahr Pilze sammeln. Jedes Jahr im Herbst zieht es uns zu diesem Zweck zusammen in den Wald. Und wir sind auch tatsächlich schon fündig geworden:


Es ist zwar noch nicht viel, aber wir hatten auch schon schlechtere Starts in die Pilzsaison.

Ich kann eigentlich jeder Jahreszeit etwas abgewinnen, so auch dem Herbst. Ich mag die Zugvögel, die Spaziergänge zwischen buntem Laub, das Pilze suchen und das Brombeerpflücken. Aber eine gewisse Wehmut bleibt: Wie konnte der Sommer, in dem es so viel zu erleben gab, nur wieder so schnell vorrüber ziehen?

Dieses Jahr kam mir der Sommer einmal wieder besonders kurz vor. Obwohl ich nicht in den Urlaub fahren konnte, bin ich viel unterwegs gewesen und habe viele schöne Dinge erlebt. 

Jetzt wird es wohl erstmal wieder etwas ruhiger werden. Ein Festivalwochenende steht mir wohl noch bevor, aber ansonsten bleibt viel Zeit für Anderes. Gut, dass ich noch so viel Lesestoff habe, der auf mich wartet! Und das ein oder andere Bastel/Handarbeitsprojekt schwebt mir auch noch vor...

Irgendwie werde ich die kommenden kühleren Tage schon herumkriegen! :)

Freitag, 14. August 2015

Dies und das

Eigentlich habe ich ja noch einen Festivalbericht ausstehen, aber ich hatte auch mal wieder Lust, etwas zu schreiben, das nichts mit irgendwelchen besuchten Veranstaltungen zu tun hat. Also mache ich das jetzt einfach. :)

Eigentlich herrscht in meinem Leben momentan das totale Chaos. Mein näherrückender 27. Geburtstag in Kombination mit einem noch immer nicht abgeschlossenen Masterstudium stellen mich vor ungeahnte Herausforderungen. Sämtliche Stellen machen mir klar, dass man in diesem Alter einfach nicht mehr studieren sollte. Und ich bin ja auch froh, wenn ich endlich fertig bin, aber ein paar letzte Monate dauert es halt leider noch. Und es war ja auch nicht so geplant. Meine Familie wurde innerhalb der letzten zwölf Monate von einer Katastrophe nach der anderen heimgesucht, da fiel es zeitweise echt schwer, sich auf das Studium zu konzentrieren. Ohne meine Freunde und das, was wir eben so in der Freizeit zu tun pflegen, wäre ich sicher durchgedreht.

Vor zwei Wochen gab es aber auch endlich mal wieder ein freudiges Ereignis: Unsere zugelaufene Katze hat wieder Junge bekommen, diesmal sechs putzmuntere kleine Gesellen.
Drei von sechs kleinen Kätzchen

Leider gab es aber auch hier bald Probleme. Ihren angestammten Platz auf der Terasse musste die Katzenfamilie nämlich wegen der großen Hitze verlassen. Als Alternative boten wir ihr einen Platz im Gerätehäuschen unter unserem großen Magnolienbaum. Doch auch das ging nicht lange gut. Unsere Nachbarn haben nämlich seit einiger Zeit einen großen Hund in Pflege, eine Bordeax Dogge. Der Hund ist eigentlich total lieb und unsere Katze (die übrigens Jammerjule heißt), hat sich auch nie an ihm gestört. Bis der Hund vorgestern den Fehler machte, beim Gassigehen seine Schnauze ein paar Zentimeter durch das Tor unserer Garageneinfahrt zu stecken. Jule ging zum Angriff über und seitdem herrscht zwischen den beiden Krieg. Unter der Magnolie kann die Katze den Hund sehen, und das konnte sie danach offenbar nicht mehr ertragen. Darum ist sie gestern mit den Kleinen nochmal umgezogen, unter einen Brombeerstrauch. 

Und wir sterben jetzt bei jedem Regenschauer tausend Tode. Denn da ist es natürlich nicht richtig trocken. Aber wir wissen auch nicht, was wir sonst machen sollen. Wieder Umsiedeln bringt leider nichts, bedeutet nur Stress für die Katzen und die Jule bringt die Kleinen dann gleich wieder zurück. Und unter der Terasse, was ansonsten eine gute Alternative wäre, ist es natürlich noch immer viel zu warm. :(

Ich persönlich freue mich ja trotzdem über die Wärme. Durch das gute Wetter war es mir auch erstmalig seit Jahren möglich, etwas von den Perseiden mitzubekommen. In der Nacht auf Donnerstag saß ich eine Weile draußen und konnte in der Zeit immerhin fünf Sternschnuppen beobachten. Und das, obwohl die Beobachtungsbedingungen hier nicht optimal sind. Leider sehe ich nämlich nur einen sehr eingeschränkten Teil des Himmels und muss zudem damit leben, dass zwei Straßenlaternen in unseren Garten scheinen.

Gestern Abend ist mir beim allnächtlichen In-den-Himmel-schauen jedoch etwas ganz besonderes aufgefallen: Wetterleuchten! Ich war wirklich fasziniert, denn so stark habe lange habe ich das noch nie beobachten können. Es war absolut still, kein Wind wehte und direkt über meinem Kopf leuchteten die Sterne, trotzdem wurde der Himmel in der einen Richtung immer wieder blitzartig hell erleuchtet. Das war schon wirklich ein Ereignis...

Mittwoch, 8. Juli 2015

Was die letzten zwei Wochen so brachten

Ich hatte ja ein Update versprochen, und Versprechen sollte man nun wirklich halten, darum hier nun meine Zusammenfassung der vergangenen zwei(einhalb) Wochen. 

Konzerttechnisch sah es in dieser Zeit auch wieder mau aus. Angedacht war einiges, umsetzen ließ sich leider nichts davon. Hoffentlich geht es damit in diesem Monat wieder bergauf. 

Dafür stand aber der Besuch des Kunsthandwerkermarktes in der Nachbarstadt Geilenkirchen an. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einer kleinen familiären Tradition entwickelt, sodass ich besagten Tag immer für jenen Ausflug mit meiner Mutter reserviere. Auch in diesem Jahr gab es im Wurmauenpark wieder viel Schönes zu bestaunen und wir nahmen auch das eine oder andere mit nach Hause. Was genau das so war, werde ich wohl später mal berichten, da ich mir einiges als Geburstagsgeschenk aussuchen durfte und darum erst im September wiedersehen werde. ;) 

Bei einer Verlosung von lovelybooks war mir tatsächlich das Glück hold und ich habe ein Buch gewonnen, nämlich "Das Fort" von Bernard Cornwell. Das hat mich sehr gefreut und ich bin schon sehr gespannt auf das Buch, zählt doch Bernard Cornwell zu meinen Lieblingsautoren. 

Insgesamt waren die vergangenen zwei Wochen ziemlich ruhig und ich habe viel Zeit im Garten verbracht. Dort gibt es derzeit einiges zu ernten. Täglich gibt es ein paar frische Erdbeeren und Sauerkirschen, außerdem waren in der letzten Woche die roten und die schwarzen Johannisbeeren erntefertig, genauso wie die Felsenbirnen. Wir kamen dabei auf jeweils knapp 1,5 kg. Es gab also auch einiges an Kuchen zu backen und an Marmelade einzukochen.


Die kleine Kollage hier zeigt neben der Beerenernte auch noch einiges tierische Besucher der letzten Tage. Bei der Libelle handelt es sich meiner Recherche nach um eine gebänderte Prachtlibelle, die offenbar von unserem wegen der Hitze aufgestellten Planschbecken angezogen wurde. Bei dem kleinen Schmetterling handelt es sich um einen Zwergbläuling, der sich brennend für unsere nassen Handtücher interessierte. 

Als es in den letzten Tagen zu heiß für jegliche Bewegung wurde, hatte ich an einem Tag das Glück, schwimmen fahren zu können. Dafür ging es zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder an den Kapbuschsee nach Brachelen. Das war ein richtig schöner Tag und ich bereue es im Nachhinein ein bisschen, keine Fotos gemacht zu haben. Allerdings ließe sich das ja auch prima als Vorwand interpretieren, möglichst bald wieder einmal an besagten See zu fahren, und das wäre ja auch nicht das Schlechteste. ;) 

Ansonsten habe ich die heiße Zeit genutzt, um mal wieder so richtig lange einfach nur zu Lesen, unter anderem Diana Gabaldons "Feuer und Stein", also die Buchvorlage der Vox-Serie "Outlander" oder auch "Die Analphabetin, die rechnen konnte" von Jonas Jonasson. Auch meinen alten Discman habe ich tatsächlich mal wieder hervorgekramt, um mir gemütlich im Garten sitzend die neue CD von Refused anhören zu können. Bei voller Lautstärke, versteht sich. Nein, diese Reunion war sicher alles andere als überflüssig!

Samstag, 13. Juni 2015

Best of Katzenkinder

Pünktlich zu Ostern hatte uns unsere Katze mit zwei niedlichen Katzenkindern beschenkt. Jetzt hieß es leider Abschied nehmen: Die beiden waren alt genug, in ihr neues Zuhause umzuziehen. Obwohl von Anfang an klar war, dass wir die Kleinen nicht behalten werden, fiel der Abschied ziemlich schwer. So quirlige, kleine Kerlchen hinterlassen eben eine Lücke, wenn sie gehen.
Zum Glück bleiben viele schöne Erinnerungen und auch ein riesiger Haufen Fotos von den beiden. Ein paar habe ich mal ausgewählt und möchte sie hier zeigen. Viel Spaß! :)

 Gleich nach der Geburt

Erste scheue, blauäugige Blicke in die Außenwelt

 Fast eine Handvoll Katze ;)


Kuckuck!

Erstes Üben im Anschleichen

Soooo müde. Und Blumentöpfe sind supergemütlich!
Beobachter aus sicherer Entfernung
Ich hoffe, den beiden geht es in ihrem neuen Zuhause gut und sie haben ein langes und glückliches Katzenleben! ♥

Freitag, 12. Juni 2015

Aufreger der Woche

Das war ja heute mal gar nicht mein Tag. Eigentlich hatte ich geplant nach Münster zum "Das Schloss rockt" Open Air zu gehen. Umsonst und draußen, mitten in der Stadt, klingt nett. Dafür hätte ich aber vier Stunden im Zug verbringen müssen, und darauf hatte ich bei der Hitze eher wenig Lust. Gewitter und Starkregen waren für den Abend auch noch angekündigt und eine Freundin, mich der ich hingehen wollte, hatte in den letzten Tagen auch eher wenig Motivation gezeigt. Also spontan dagegen entschieden, muss ja auch nicht täglich Action sein.

Stattdessen ergab sich die Möglichkeit, endlich mal die Filiale einer bekannten Optiker-Kette in der Nachbarstadt zu besuchen. Den Namen lassen wir aus Gründen der Diskretion mal weg. Jedenfalls gibt es dort derzeit eine Aktion, bei der man quasi drei Brillen zum Preis von einer bekommt. Da ich schon lange mal eine neue Brille gebrauchen könnte, klang das sehr verlockend.

Der Laden machte auch einen netten Eindruck, man konnte ungestört alle Modelle testweise aufsetzen. Lange umgesehen, zwei Brillen gewählt, zur Verkäuferin gegangen und Verkaufsgespräch eingeleitet.
Und dann, ja dann passierte es: Die Verkäuferin öffnete den Mund. Und was aus diesem Mund kam, verschlug mir für eine ganze Weile die Sprache.

Sie bat mich zunächst, die eine Brille aufzusetzen und legte dann los: "Also nein, die Brille geht ja mal gar nicht!" war nur der Beginn eines Monologs ihrerseits, der mehrere Minuten dauerte und in der wortwörtlichen (!!!) Aussage "Man würde Sie auslachen!" gipfelte.

Tja, mir hatte die Brille aber schon gefallen, und seltsamerweise hat meine Begleitung mich auch nicht ausgelacht, aber nun ja.
Sie meinte, sie als Optikerin müsse es ja wissen und wenn man sie nach ihrer Meinung frage, würde sie auch nur die Wahrheit sagen. Hatte sie nur leider keiner nach ihrer Meinung gefragt.

Was sie denn als Alternative vorschlage, fragte ich dann - schon mehr als nur leicht entgeistert. Sie schleppte daraufhin ein riesiges Großelterngestell aus der Herrenabteilung an und meinte, die sei eigentlich auch noch zu klein für mein Gesicht.
Dazu gibt es nun einiges zu sagen: Mit meinen 26 Jahren fühle ich mich eigentlich noch nicht ganz bereit für ein Brillengestell, das auch meinem Großvater stehen würde, außerdem bin ich eine Frau und - ach ja - trage seit jeher ein Modell, welches ziemlich schmal und klein ist. Wäre mir also neu, dass ich nur Modelle tragen kann, die das halbe Gesicht verdecken. Wahrscheinlich hat ihr mein Gesicht einfach nur nicht gefallen und sie wollte es darum gerne verstecken.

Da sie auf meine Erwiderung, dass mir das Modell nicht gefalle, keine Anstalten machte nach Alternativen zu suchen, drückte ich ihr die bisher ausgesuchten Brillen in die Hand und drehte mich um mit den Worten: "Ich schaue mich woanders um". Dann ging ich schnellstmöglich in Richtung Ausgang. In mir brodelte es und ich fühlte mich zutiefst beleidigt.

Sie flötete mir noch mehrfach hinterher, die Beratung sei gern geschehen. Bedankt habe mich dafür aber natürlich nicht. Es sei denn, sie möchte die Beschwerde, die ich vorhin gleich über die Homepage der Kette herausgeschickt habe, als Dankeschön ansehen. Und die kam wirklich von Herzen. Mit Verachtung. Eine so unverfroren-unverschämt-unhöfliche Person ist mir nämlich im Leben noch nicht untergekommen.

Eins ist sicher: Diese Filiale werde ich in meinem ganzen Leben nie wieder betreten!

Freitag, 17. April 2015

Ein paar sehr verspätete Worte zum Osterwochenende

Eigentlich hatte ich natürlich gleich nach Ostern etwas zum Osterwochenende schreiben wollen, aber durch den plötzlichen Tod meiner Kaninchendame war mir dazu erstmal gründlich die Lust vergangen...
Dabei wäre das alles ohne dieses unerfreuliche Ereignis eine ziemlich schöne Zeit gewesen. Am Karfreitag habe ich erstmal zusammen mit meiner Mutter einen Kuchen gebacken. Passend zum Osterfest konnte ich nicht widerstehen und musste endlich mal den Spiegeleikuchen, den sicher die meisten von euch aus der TV-Werbung kennen, ausprobieren:
Sieht (wie ich finde) klasse aus und ist auch wirklich super lecker und relativ leicht zu machen, wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein. :D


Gleich im Anschluss gab es dann mal wieder einen Versuch, meine wuselige Kaninchenband zu fotografieren. So sind tatsächlich nur zwei Tage vor ihrem Tod noch ein paar Fotos von der armen, kleinen Polly entstanden, darunter dieses hier:

An sich finde ich das Foto nicht unbedingt herausragend, aber ich freue mich, dass ich da nochmal beide Mümmler zusammen auf einem Bild habe... Das weiße Kaninchen auf der rechten Seite, welches (mehr oder weniger ;) ) auf den Namen Swiffer hört, ist nun momentan ganz alleine und wir sind ziemlich ratlos, was wir machen sollen... Haben uns schon in den Tierheimen in der Region umgesehen und es macht den Anschein, als wäre es nicht ganz so leicht, eine passende, neue Gesellschaft für ihn zu finden. =/

Aber es gab auch eine schöne Neuigkeit an diesem Wochenende, auf unserer Terasse wuseln seitdem nämlich zwei kleine Katzenkinder herum.

 Auf dem Bild sieht man sie kaum, weil sie ihrer Mutter so ähnlich sehen. :D Ein bisschen kompliziert ist die Situation trotzdem. Die Katzenmutter, die bei uns auf den Namen Jule (vollständiger Name: Jammerjule) hört, wohnt nämlich eigentlich ein paar Häuser weiter, wo sie Julia heißt. Aus irgendeinem Grund hat sie aber beschlossen, bei uns ins Exil zu gehen. Ich vermute als Grund ja, dass ihre eigentliche Familie sechs größtenteils noch ziemlich kleine Kinder hat - wenn sie da Angst um ihre Kinder hat, könnte ich das jedenfalls gut verstehen. Trotzdem sehe ich da noch ein Problem auf uns zukommen. Wäre sie unsere Katze, würden wir sie nämlich kastrieren lassen. Blöd nur, dass sie aber nicht unsere Katze ist, ihre Besitzer sie nicht kastrieren lassen wollen, sie aber ihre Jungen nun bei uns kriegt... ich fürchte, da besteht bald Klärungsbedarf. ^^

Um nochmal zurück auf Ostern zu kommen: Am Samstag wurden natürlich noch ganz der Tradition folgend Eier gefärbt und dann ging es zum bereits gestern geschilderten Osterkonzert nach Osnabrück und nach einer Nacht bei einer Freundin am Sonntag zurück nach Hause. Ab da war Ostern dann leider nur noch traurig und ich habe wirklich eine ganze Weile gebraucht, um mich wieder zu fangen - wenn ein Tier stirbt, ist das eben jedes Mal aufs Neue wieder verdammt schwer zu verarbeiten... :(