Gibt es etwas Schöneres, als in der Zeit, in der die Natur auf ihrem Höhepunkt steht, draußen zu sein? Ich finde nicht. Entsprechend wurde das Wochenende auch für Spaziergänge genutzt. Hier ein paar Impressionen:
Sonntag, 7. Juni 2026
Montag, 9. März 2026
Konzertbericht: Leaves' Eyes in Übach-Palenberg
Wenn sich in dem Städtchen, in dem ich aufgewachsen bin, ein gutes Konzert ankündigt, dann bin ich natürlich dabei. Wenn es sich dabei auch noch um eine Band handelt, die ich ohnehin schon seit Jahren mag natürlich erst recht!
So geschehen am 07. März, als sich die großartigen Leaves' Eyes für die Rockfabrik ankündigten. Obwohl das Konzert zu meiner großen Überraschung nicht ausverkauft war, war es auch nicht schlecht besucht, sodass schon eine ansehnliche Zahl an Leuten den Auftritt der Supportband Catalyst Crime miterleben durfte. Die gaben auch gleich von der ersten Minute Vollgas und hatten das Publikum schnell auf ihrer Seite.
Für mich hätte der Abend noch ewig weitergehen können, aber wie alle schönen Dinge musste natürlich auch dieser Auftritt irgendwann vorbeigehen. Schönes Abschiedsgeschenk für mich: ich durfte am Ende trotz meiner mangelnden Fangfähigkeiten tatsächlich ein ins Publikum geworfenes Plektrum mit nach Hause nehmen. Eine schöne Erinnerung an einen feinen Abend!
Samstag, 6. Dezember 2025
Konzertbericht: Steve'n'Seagulls in der Rockfabrik Übach-Palenberg
So richtig voll war es, als am 5. Dezember die Finnen von Steve'n'Seagulls die Rockfabrik in Übach-Palenberg mit ihrem Besuch beehrten - wie wir wohl alle in den vergangenen Jahren festgestellt haben, leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso schöner war es darum, mit so vielen Leuten in freudiger Erwartung den Beginn des Konzerts abzuwarten.
Und dieses begann dann auch ohne Umschweife und ganz pünktlich. Steve'n'Seagulls hatten keinen Support dabei, brauchten jedoch auch gar nicht lange, um das Publikum in die richtige Stimmung zu versetzen. Wie könnten sie auch, bei dieser einmaligen Mischung aus bekannten Stücken in ganz eigenem Gewand, sympathischen Ansagen und offensichtlicher Energie und Spielfreude, welche sich schnell vor die Bühne übertrug.
So dauerte es nicht lang, bis aus allen Ecken lautstark mitgesungen wurde, zumal durch die musikalische Vielfalt wohl alle auf ihre Kosten kamen. Von "Danger Zone" aus dem 80er Jahre Erfolgsfilm Top Gun über den 90er Punkklassiker "Self Esteem" bis hin zu den finnischen Landsmännern von den Bomfunk MCs, mit deren "Freestyler" ich einst aufgewachsen bin, war keine Zeit und kein Genre vor der Band sicher, die sich schon seit vielen Jahren einen Namen durch ihre einzigartigen Bluegrass-Versionen bekannter Songs macht. Gute Laune war da einfach vorprogrammiert!
Im Gepäck hatten Steve'n'Seagulls an diesem Abend auch ein neues Album. "The Dark Side of the Moo" ist dabei bereits das fünfte Studioalbum der Musiker und war während des Konzerts mit einigen Songs vertreten, wobei es mir persönlich dabei ja besonders der Blue Öyster Cult Klassiker "Don't Fear The Reaper" angetan hat. Wer hätte schon gedacht, wie wunderbar sich dieses Lied mit dem Klang von leeren Bierflaschen intonieren lassen würde? Ich jedenfalls nicht, und entsprechend fasziniert war ich von der Umsetzung.
Wie immer an schönen Konzertabenden kam das Ende dann aber auch gefühlt viel zu früh, wobei die Band sich nicht lange bitten ließ, noch eine ordentliche Zugabe anzuhängen, bevor man sich schließlich nur wenige Minuten nach dem Auftritt am Merchstand wiedertreffen konnte. Und ich schwöre euch, wenn ich nur ein Hutmensch wäre, wäre an diesem Abend nicht nur das neue Album, sondern auch der absolut phänomenale Möwen-Hut mit mir nach Hause gewandert. Wer ihn gesehen hat, weiß, wovon ich spreche - ungelogen das kreativste und coolste Band-Merch seit langem.
Fazit des Abends: großartige Live-Band mit Stimmung von der ersten bis zur letzten Minute. Bitte beehren Sie uns bald wieder!
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Freitag, 24. September 2021
Was lange währt - Goethes Erben in Übach-Palenberg
Es gibt sie, diese Bands, die einen ein Leben lang begleiten und dabei stets einen besonderen Platz im Herzen einnehmen. Goethes Erben sind für mich eine solche Band.
Meine erste Begegnung ist lange her, irgendwann um 2001. Im Musikfernsehen entdecke ich "Glasgarten", die Single mit Peter Heppner. Ich bin fasziniert, doch lange bleibt mir nur, aus der Ferne zu staunen. Ich bin damals um die dreizehn Jahre alt und lebe in Übach-Palenberg. Konzerte in Bochum, Köln oder Oberhausen? Bloße Fantasien. Irgendwann werde ich erwachsen, verlasse die verschlafene Kleinstadt, doch der musikalische Fokus verschiebt sich, die Freunde finden sich in ganz anderen Szenen. Alte Favoriten geraten zwar nicht in Vergessenheit, doch es tut sich auch nichts in diese Richtung. Und dann, ganz plötzlich, ist sie da, die Ankündigung: Goethes Erben in der Rockfabrik Übach-Palenberg. Meine Zeit scheint doch noch gekommen.
Doch dann sieht es zunächst so aus, als würde sich auch dieser Traum wieder zerschlagen. Das Konzert ist ursprünglich für 2000 angekündigt, Corona kommt dazwischen. Zum Glück machen gelockerte Maßnahmen ein Nachholen im Jahr darauf möglich. Reduzierte Besucheranzahl, feste Bestuhlung, wir alle erinnern uns an die Kompromisse. Aber immerhin: es passiert - und es wird ein Abend, der mir bis heute viel bedeutet.
Eröffnet wird der Abend von einem alten Bekannten: Matt Howden (Sieben), den ich bereits vor vielen Jahren auf einem Konzert von Faun lieben lernen durfte. Auch zu diesem Anlass überzeugte er - grundsympathisch wie immer - wieder durch seine faszinierenden Engagements und seine Energie.
Und dann natürlich Goethes Erben. Manchmal kann die Realität ja nicht mit den Erwartungen und Hoffnungen mithalten, doch manchmal werden diese sogar noch übertroffen - und dieser Auftritt war genau so ein Fall. Oswald Henkes Präsenz auf der Bühne ist unfassbar, und ich hatte rückblickend den Eindruck, an seinen Lippen geklebt zu haben, während das Konzert wie im Fluge verging. Auch die Auswahl der Lieder ließ für mich keine Wünsche übrig, wobei ich mich "Nichts bleibt wie es war" und "Kopfstimme" ganz besonders über zwei meiner Favoriten gefreut habe.
Eh ich mich versah, war dann jedoch auch schon alles vorbei - eben wie immer, wenn es gerade besonders schön ist. Trotzdem denke ich bis heute gerne zurück an diesen Abend, der für mich wirklich ein Lichtblick in einer ansonsten sehr trostlosen Zeit war, und auch irgendwie ein Beweis, dass manchmal - wenn auch spät - doch noch alles gut wird.
***Dieser Beitrag wurde am 01.11.2025 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***
Samstag, 29. August 2020
Kleiner Spaziergang durch Rimburg
Hach ja, so viel zu meinem guten Vorsatz, wieder regelmäßig zu bloggen und dabei meinen Rückstau einzuholen, gefasst im vergangenen Jahr und sofort wieder ignoriert... 😆
Egal, neues Jahr, neuer Versuch. Wir befinden uns bericht-technisch noch immer im Jahr 2020, quasi mitten im Corona-Lockdown, und der Urlaub fiel entsprechend lokal und bescheiden aus.
Ein weiterer Ausflug führte darum in Form eines kleinen Spaziergangs in die direkte Nachbarschaft, wo es überraschenderweise noch so einiges zu entdecken gab.
Zu Fuß ging es an der Wurm entlang in Richtung Niederlande ins kleine Örtchen Rimburg, wobei auf dem Weg regelmäßig und weitgehend unbemerkt zwischen den beiden Ländern hin-und hergesprungen wurde.
Hier mal ein paar Impressionen:
Beginnen wir mit dem Friedensmonument, welches sich direkt an der deutsch-niederländischen Grenze befindet. Es handelt sich dabei um ein Denkmal, welches in mahnender Erinnerung an den 2. Weltkrieg errichtet wurde, dessen Zeichen in der Gegend bis heute ziemlich gegenwärtig sind. Das Monument umfasst Stelen, auf denen in zehn Sprachen (die hier gezeigten sind nur ein Teil des gesamten Werks), jeweils die Zeile "Wisset, die euch den Hass lehren, erlösen euch nicht", ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach, zu lesen ist.
Direkt daneben auf der Grenzbrücke über die Wurm findet sich das nächste deutsch-niederländische Kunstwerk in Form von zwei Schildkröten, die einander langsam entgegenkommen. Sie sollen Dauerhaftigkeit und das stete Aufeinanderzustreben symbolisieren. Umso schandhafter ist es, dass das Kunstwerk vor einigen Jahren bereits einmal gestohlen wurde...
Ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt fanden wir uns an Schloss Rimburg wieder, dessen dokumentierte Geschichte bis in das 12. Jahrhundert zurückreicht. Die Gegend war jedoch schon lange zuvor besiedelt - das Schloss liegt direkt an der römischen Heerstraße Via Belgica. Das Wasserbeschloss befindet sich heute in Privatbesitz und kann deswegen nur von außen betrachtet werden.
Der nächste Punkt auf unserem Spaziergang war ein echter Geheimtipp. Unweit von Schloss Rimburg, versteckt im Wald und nur durch einen kleinen Trampelpfad zu erreichen, finden sich die Überreste des Mausoleums, welches einst zum Schloss gehörte. Heute ein richtiger Lost Place, wurde das Mausoleum wohl noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt, und bis vor relativ wenigen Jahren befand sich sogar noch eine Kapelle darauf, die dann vorsichtig versetzt wurde. Dies alles war mir lange völlig unbekannt, obwohl ich in unmittelbarer Nähe wohne. Wer das Ganze genauso spannend findet wie ich, wird in diesem interessanten Beitrag der Urbex Crew Feel This Moment fündig, durch den auch ich erst auf diese Ruine aufmerksam wurde: Klick
Zum Abschluss noch ein Blick in das Innere des verwaisten Mausoleums. Wie man unschwer erkennen kann, wird das Gebäude wohl gerne von der lokalen Jugend für Treffen genutzt, und es gibt bedauerlicherweise immer wieder Schmierereien, die sich wirklich von selbst verbieten sollten. Trotzdem handelt es sich hier wirklich um einen interessanten Ort, dem ich seit meiner Entdeckung immer wieder gerne einen Besuch abstatte.
***Dieser Beitrag wurde am 25.03.2023 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***
Donnerstag, 6. Juni 2019
Konzertbericht: Oirfia in Übach-Palenberg
Mittwoch, 8. August 2018
Spaziergang im Dohmenpark
Donnerstag, 17. Mai 2018
Konzertbericht: Capella Aquisgrana in Übach-Palenberg
Freitag, 30. März 2018
Geschmackvoll - der zweite Wintermarkt in der Übach-Palenberger Waschkaue
Freitag, 9. Februar 2018
Konzertbericht: Uwaga auf Schloss Zweibrüggen
Freitag, 24. Februar 2017
Diverses: Basteltag und ein paar frustrierte Worte zur Schließung der Stadtbücherei Übach-Palenberg
Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen, Ostern kann nun also kommen und bunt und fröhlich werden.
Montag, 2. Januar 2017
Schnee!
Montag, 3. Oktober 2016
Konzertbericht: Tres con Barrena auf Schloss Zweibrüggen
Montag, 24. August 2015
Totgesagte leben länger - das Wurmstock Festival in Übach-Palenberg
Hier geht es zur vollständigen Galerie!
Montag, 9. Februar 2015
Unterwegs auf der Via Belgica: Das Römerbad in Übach-Palenberg
Das Römerbad:
Das Römerbad liegt mitten im Naherholungsgebiet der kleinen Stadt Übach-Palenberg in der Nähe von Aachen. Es handelt sich um die Rekonstruktion eines römischen Badegebäudes, welches erst 1988 wiederentdeckt wurde. Einst war das Geäude Teil eines römischen Gutshofes, einer so genannten villa rustica. Funden zu Folge wurde das Badehaus im 2. und vermutlich auch noch im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung benutzt. Die Rekonstruktion erfolgte bewusst so, dass man die antiken Teile des Gemäuers durch eine vertiefte Fuge von den neu aufgearbeiteten unterscheiden kann.
Dieses Bodendenkmal ist 13 Meter lang und 6 Meter breit. Man kann bei der Besichtigung die verschiedenen Räume erkennen und eine Hinweistafel gibt Auskunft über die Nutzung jener Räume. Zu sehen gibt es einen Umkleideraum, ein Kaltwasserbecken, einen beheizbaren Baderaum sowie einen Schwitzraum.
Das Badehaus stand vermutlich einst direkt an der Wurm, dem örtlichen Fluss. Dieser verläuft heute in einigen Metern Entfernung. Bei dem Gewässer, welches man im Hintergrund sieht, handelt es sich um einen künstliche angelegten Teich.
Das römische Badehaus ist heute Teil der Erlebnisroute Via Belgica. Dabei handelt es sich um eine touristsiche Route, die grob dem Verlauf einer alten römischen Heerstraße von Köln bis nach Herzogenrath nahe Aachen folgt.
Beaduerlicherweise wird das Gemäuer durch seine stets zugängliche Lage in einem Park immer mal wieder durch Graffitis verschandelt, was leider ein häufigeres Problem bei solchen Anlagen zu sein scheint.













