Donnerstag, 30. Juli 2026

Konzertbericht: Cara auf Burg Wilhelmstein

Wie gut das Sommerprogramm auf Burg Wilhelmstein in diesem Jahr ist, zeigt sich für mich sehr eindrücklich daran, dass ich nur drei Tage nach dem wunderbaren Faun-Konzert am Sonntag erneut den Weg dorthin gefunden habe. An diesem Tag hatte sich nämlich die Folkband Cara angekündigt.

Das Wetter konnte an diesem Abend als durchaus Irisch bezeichnet werden. Immer mal wieder gab es kurze Schauer, und der Wind pustete uns gut durch. Ein Glück, dass weite Teile der Bühne überdacht sind, sodass dies wohl niemanden weiter störte.

Als das Konzert dann begann, gab es eh besseres zu tun, als sich um Kleinigkeiten wie das Wetter zu kümmern.

Die Musikerinnen und Musiker von Cara, die mit ihrem Celtic Folk schon seit vielen Jahren die Welt bereisen, hatten an diesem Abend ihr neues Album "Our Ship Is Ready" dabei, welches dann auch im Zentrum des Sets stand. Thematisch ging es also um die unterschiedlichsten Dinge, die man gemeinhin so mit Schiffen verbinden kann: Reisen, Aufbrüche, aber auch Abschiede. Es gab fröhliche Tunes und nachdenkliche, eine Ballade über einen weit gereisten Mann und eine Frau, die sich ein Schiff schnappt und die halbe Welt umsegelt, um mit ihm das Glück zu finden ("Lord Bateman") oder aber auch eine Hommage an das Lieblingshotel der Band ("Tucholsky Reels").

Im zweiten Teil des Sets gab es für uns außerdem noch eine große Überraschung. Am Merchstand der Band konnte man an einem Gewinnspiel teilnehmen, bei dem man gegen Abgabe seiner E-Mailadresse einen Beutel der Band gewinnen konnte. Der Blick meiner Mutter, die mich an diesem Abend begleitete, war wirklich Gold wert, als ihr Name dann tatsächlich als Gewinnerin aufgerufen wurde! Ein richtig schöner Zufall, über den wir uns sehr gefreut haben. 

Insgesamt empfand ich die Stimmung während des Konzerts durchgehend als sehr gut. Man merkte der Band an, dass sie die Location mögen, und auch das gut durchmischte Publikum schien großen Spaß zu haben und klatschte gerne mit, sodass es wohl gar kein Wunder war, dass Cara am Ende nicht ohne Standing Ovations und Rufen nach mehreren Zugaben verabschiedet wurden.

Diesen Wünschen kamen die Musiker auch gerne nach, und mit "I Will Not Say Goodbye" fand das Konzert schließlich einen wirklich schönen und inhaltlich sehr passenden Ausklang. 

Für mich war es an diesem Abend das zweite Livekonzert, welches ich von Cara erleben durfte, und ich würde mich sehr freuen, wenn es nicht das letzte bleiben würde. 

Mittwoch, 29. Juli 2026

Buchvorstellung: Little Women von nev

Worum es geht:

Die Familie March hat es nicht leicht. Seit der Vater in den Krieg ziehen musste, müssen die Mutter und ihre vier Töchter sich ganz allein um alles kümmern – nicht immer ein leichtes Unterfangen im Amerika des 19. Jahrhunderts. Ein Glück für die vier ganz unterschiedlichen Mädchen, dass ihre Mutter mit ihrer sanften Art und großen Weitsicht immer für sie da ist. Und dann sind da ja auch noch der Nachbarsjunge Laurie und sein strenger, aber gerechter Großvater, welche die fröhliche Familie ebenfalls schnell in ihre Herzen schließen.

Meine Meinung:

Mit „Little Women“, oder auch „Eine fröhliche Familie“, unter welchem Namen der Titel hierzulande ebenfalls bekannt ist, bringt uns Tokyopop einen Klassiker der amerikanischen Literatur in Mangaform. Der Titel basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Louisa May Alcott und folgt den kleinen und großen Abenteuern der lebensfrohen Jo March und ihrer drei Schwestern zur Zeit des Sezessionskrieges.

Die Geschichte lebt dabei in meinen Augen von der liebevoll ausgearbeiteten Darstellung der March-Familie und ihres Umfeldes. Hauptfigur ist die burschikose Jo, die zweitälteste der Schwestern. Sie verfügt über jede Menge Energie und eine sehr lebhafte Vorstellungskraft und träumt davon, Schriftstellerin zu werden. Ihre große Schwester Meg tut dagegen alles, um eine feine Dame zu werden und in die höhere Gesellschaft aufgenommen zu werden, während sich die jüngere und sehr schüchterne Beth gerne um andere und den Haushalt kümmert und die Musik liebt. Nesthäkchen Amy hingegen macht es ihrer Familie nicht immer leicht mit ihrem Eigensinn, sodass die Mutter der vier Mädchen es nicht immer leicht hat, die Harmonie in der Familie zu wahren.

Die Abenteuer der Protagonistinnen spielen sich in ihrem Lebensalltag ab und bilden ein schönes Zeugnis der Zeit, in welcher die Geschichte spielt. Von unschuldigen Spielen auf dem Dachboden über seltene soziale Anlässe und Sorgen und Probleme des Krieges begleiten wir die Mädchen eine Zeit lang auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden. Auch Themen wie die schwierige erste Liebe, Krankheit oder Familienstreitigkeiten werden angesprochen, sodass der Titel eine schöne Balance aus leichten und ernsten Themen wahrt.

Wie bereits erwähnt, beruht der Manga auf einem Roman, den ich persönlich sehr liebe. Umso mehr freut es mich, dass der Manga die wichtigsten Elemente und Botschaften des Buches aus meiner Sicht sehr gut aufnimmt und umsetzt. 1868, als Louisa May Alcott mit "Little Women" den ersten Teil ihrer Serie über Jo und ihre Schwestern veröffentlichte, waren Bücher für junge Frauen mit starken Frauenfiguren noch lange keine Selbstverständlichkeit, und hier haben wir gleich fünf dieser Figuren. Denn obwohl sie sich insgesamt eher im Hintergrund hält, darf auch die Rolle der Mutter hier nicht unterschätzt werden, ist es doch ihr ausdrückliches Ziel, ihre Kinder zu guten, aber vor allem auch glücklichen Frauen zu erziehen - davon, die Mädchen eines Tages möglichst erfolgreich zu verheiraten, wie in dieser Zeit gesellschaftlich sehr üblich, will sie so gar nichts hören. 

An dieser Stelle ein kleiner Exkurs: Jo spricht sich in diesem ersten Teil ziemlich entschieden gegen eine Heirat aus, und wäre es nach der Autorin gegangen, wäre sie auch unverheiratet geblieben. Dass sie in der Fortsetzung doch noch einen Mann ehelicht, ist nur eine Folge öffentlichen Drucks und ein schönes Beispiel dafür, wie die damalige Lebenswirklichkeit für unabhängige Frauen aussah. Konsequenterweise betont der Roman jedoch immer wieder, dass sie nicht gerade in der Rolle als Hausfrau aufgeht.

Doch zurück zum Manga: in der neuen Ausgabe kommt dieser mit hübscher I Love Shojo Card und in Vollfarbe daher, was wirklich sehr ansprechend ist. Ergänzt wurde er außerdem um ein ausführliches Nachwort, welches den Lesern den Kontext der Geschichte noch einmal näher bringen soll sowie um einige Literaturempfehlungen zu Werken anderer Schriftstellerinnen sowie Büchern mit weiblichen Hauptfiguren, bei denen man sich noch etwas Leseinspiration holen kann. Wie es im Jahr 2026 J.K. Rowling in die Liste inspirierender Schriftstellerinnen schaffen konnte, erschließt sich mir jedoch leider nicht. Hier hätte es doch so viele andere Möglichkeiten gegeben - spontan kämen mir Lucy Maud Montgomery (Anne mit den roten Haaren) oder Selma Lagerlöf (Nils Holgersson) in den Sinn, die mit ihren Werken sowohl die Jugendliteratur als durch Umsetzungen auch den Manga- und Animebereich geprägt haben - und die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Falls dem einen oder anderen von euch der Titel nun aber übrigens ohnehin schon bekannt vorkommt: "Little Women" erschien bereits vor einigen Jahren im Rahmen der Manga-Bibliothek, damals unter dem alternativen Titel "Eine fröhliche Familie" als schickes Hardcover, dafür aber in schwarz-weiß.

In welcher Form auch immer, für mich ist und bleibt der Titel eine Herzensangelegenheit, und ich habe mich sehr über die Möglichkeit gefreut, ihn nun noch einmal in dieser schönen farbigen Version genießen zu dürfen. Fans klassischer Kinderbücher und sympathischer sowie starker Frauenfiguren sollten, sofern nicht längst geschehen, unbedingt einmal einen Blick riskieren!

Little Women | nev | Tokyopop | Originalpreis: 18,00€ | Empfohlen ab 13 Jahren | Genre: Drama | Link zum Buch 

Dienstag, 28. Juli 2026

Die Gacha-Woche 20.-26.Juli

Genhin Impact:

Die Motivation war diese Woche nicht sehr hoch. Das Schieß-Event war ganz kurzweilig, aber ansonsten habe ich nicht viel getan.

Honkai Star Rail:

Natürlich wurde der Erzählstrang um Blade erstmal abgebrochen, als es so richtig spannend wurde, und jetzt hänge ich wieder da und bin nicht sonderlich motiviert. Die Fate Collab winkt ebenfalls nur so mäßig enthusiastisch. Habe bisher noch nicht einmal den ersten Teil abgeschlossen, obwohl mit Aventurine meine Lieblingsfigur eine Rolle spielt, aber ich war einfach zu angepisst von der billigen Entscheidung, als Setting einen verdammten Stummfilm zu wählen, was ja sicher auch gaaaaar nichts mit den Schwierigkeiten rund um die Fate Voice Actor zu tun hatte. 

Reverse 1999:

Im Endeffekt musste ich mich echt ranhalten, um das Enigma-Event noch rechtzeitig abzuschließen, fand es aber wirklich sehr gut gemacht. Was mich dann aber enttäuscht hat, war, dass es keine richtige Story zu Enigma gab sondern nur ein Minispiel, was inhaltlich fast nichts zu erzählen hatte. Als nächstes steht dann auch schon die Atomic Hearts Collab an. Leider verbinde ich damit gar nichts, also werde ich mich wohl einfach überraschen lassen.  

Montag, 27. Juli 2026

Buchvorstellung: Redeem Band 1 von Scarlet Beriko

Worum es geht:

Als Chiakis Partner Kuon vor dessen Augen von einem Auto erfasst wird und in seinen Armen stirbt, wird dieser von Verzweiflung gepackt und wacht plötzlich zehn Jahre früher wieder in seinem Kinderzimmer auf. Körperlich wieder ein kleiner Junge, besitzt dieser Chiaki jedoch alle Erinnerungen an sein erwachsenes Ich. Ohne groß nachzudenken nimmt er Kontakt zu Kuon auf. Doch nicht nur glaubt ihm dieser kein Wort, er ist auch so ganz anders als der Kuon, den Chiaki vor seinem Zeitsprung kannte. Wie soll es ihm so nur gelingen, sein Vertrauen zu gewinnen und ihn in der Zukunft zu retten?

Meine Meinung:

Scarlet Beriko in Vollfarbe? Count me in! Aber ich muss auch zugeben: hätte ich nicht vollstes Vertrauen in das Können und den Stil dieser Mangaka, ich weiß nicht, ob diese Geschichte jemals in meinen Händen gelandet wäre. Die Ausgangssituation ist nämlich durchaus speziell, haben wir durch Chiakis Sprung in die Vergangenheit doch einen ziemlich fragwürdigen Age Gap. Obwohl geistig natürlich noch immer erwachsen, befindet er sich nun nämlich wieder im Körper seines Fünftklässler-Ichs, während sein Partner Kuon bereits erwachsen ist und als Tierarzt arbeitet.

Zum Glück begegnet besagter Kuon den Annäherungsversuchen durch Chiaki aber auch angemessen distanziert, sodass dieser sich bald mit der Frage beschäftigen muss, wie er seinem zukünftigen Partner begegnen möchte, wenn er ihm helfen will. Denn dazu ist er fest entschlossen: nicht nur möchte er seine Liebe zurückgewinnen, er möchte auch wissen, was genau es ist, das den Vergangenheits-Kuon so düster und bitter und ganz anders als den Partner, an den er sich aus ihrer Beziehung erinnert, hat werden lassen. Seine ersten Versuche bleiben dabei, vor allem durch seine unüberlegte und impulsive Art, nämlich ziemlich erfolglos.

Und dann sind da noch die anderen Probleme, denen sich Chiaki plötzlich stellen muss. Durch sein Alter muss er ganz schön kreativ werden, will er sich frei bewegen, und sein strenger und scheinbar ziemlich kontrollsüchtiger großer Bruder ist da auch keine große Hilfe.

Nach dem ersten Band habe ich tatsächlich noch keinen wirklichen Plan, welche Richtung diese Geschichte wohl einschlagen wird, aber mein Interesse ist geweckt. Wird es Chiaki gelingen, Kuon zu helfen, und wie? Gibt es einen Grund für die Zeitreise an genau diesen Punkt der Vergangenheit? Kann es für die beiden wirklich eine Zukunft geben? Hinzu kommt, dass der Webtoon in Vollfarbe im typischen Scarlet Beriko Stil natürlich eine echte Augenweide ist. Für eine klare Empfehlung ist es in meinen Augen noch ein wenig früh, aber ich werde den Titel auf jeden Fall neugierig im Auge behalten.

Redeem - Unsere Ewigkeit Band 1 | Scarlet Beriko | C. Lines Verlag | Originalpreis: 15,00€ | Genre: Boys Love | Empfohlen ab 14 Jahren | Link zum Buch

Sonntag, 26. Juli 2026

25 Jahre Faun - Jubiläumskonzert auf Burg Wilhelmstein

Jeder, der mich kennt oder diesem Blog schon länger folgt, weiß wohl, dass es keine Band gibt, die mich in den letzten mehr als fünfzehn Jahren so sehr geprägt hat wie Faun. Auf einem Faun-Konzert habe ich eine wichtige Freundin kennengelernt und durch die Musik der Band bin ich tiefer in die Mittelalter- und Pagan Folk Szene eingestiegen, habe unzählige Geschichten entdeckt und wurde auch sonst in vielerlei Hinsicht tief geprägt. Ich glaube nicht, dass ich ohne diese Band die Person wäre, die ich heute bin, und dafür bin ich ihnen wirklich dankbar.

Viel hat sich in dieser Zeit verändert, sowohl in der Szene als auch in meinem eigenen Leben, und so habe ich heute nicht einmal mehr annährend so oft die Gelegenheit, Faun live zu sehen, wie das noch vor einigen Jahren der Fall war. Umso kostbarer ist es dann, wenn sich doch noch einmal die Gelegenheit ergibt, so wie am vergangenen Donnerstag auf der Burg Wilhelmstein in Würselen, wo Faun im Zuge ihrer Tour zum 25. Bandjubiläum Halt machten.

Obwohl die Burg gar nicht so weit erntfernt liegt von dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin, war es für mich der erste Besuch der dortigen Freilichtbühne. Der erste Eindruck war dafür gleich ein sehr positiver: was für eine perfekte Kulisse für ein Faun-Konzert! Die Location hatte für mich genau die richtige Größe, und das Ambiente der Bühne direkt an der Burgruine war einfach hervorragend geeignet für die romantischen und mystischen Klänge der Band.

Das ausverkaufte Konzert begann pünktlich, eine Vorband gab es an diesem Abend nicht. Faun benötigten dennoch nicht lange, das auffällig bunt gemischte Publikum zum enthusiastischen Mitmachen zu bewegen. Die historische Kulisse hatte offensichtlich nicht nur das Interesse von Fans und Szenegängern geweckt. Auch Familien und ältere Paare hatten sich eingefunden, und nicht wenige von ihnen sah man im Laufe des Abends ihre Garderobe um ein neues Faun-Shirt erweitern, was wohl sehr für die Überzeugungskraft des Auftritts sprach.

Zu Ehren des feierlichen Anlasses boten Faun einen spannenden Querschnitt durch ihr mittlerweile ein Vierteljahrhundert gewachsenes Repertoire. "Diese kalte Nacht" begeisterte gleich zu Beginn viele Besucher. Durch den kommerziellen Erfolg war es wohl das Lied, was vor einigen Jahren eine ganze Reihe von neuen Menschen auf die Musik der Band aufmerksam gemacht hatte, und viele von ihnen waren offenbar gekommen um zu bleiben. Doch auch Fans der ersten Stunde kamen an diesem Abend voll auf ihre Kosten. So wurden auch lange nicht gehörte Stücke wie das "Tagelied" dargeboten, und mit dem "König von Thule" gab es sogar einen kleinen Ausflug zum allerersten Album der Band.

Auch zeigte die Band eindrücklich, wie facettenreich ihre Musik ist. Tanzbare Stücke wie "Wind und Geige" oder auch "Rhiannon" rissen die Zuschauer von ihren Plätzen in die Gänge, um dort zu tanzen, doch auch die ruhigen Momente durften durch Stücke wie "Tanz über die Brücke" oder auch eine sehr reduzierte Akkustik-Version von "Federkleid", welche dem Stück ein ganz neues Gewand gab, glänzen. Mit einem Text von Shakespeare wurde zudem auch ein Lied dargeboten, welches es bisher noch auf keinen Tonträger der Band geschafft hatte.

Wie immer bei Faun waren auch die Ansagen zwischen den Songs wieder überaus charmant. Kleine Anekdoten zu den Stücken brachten dem Publikum die Entstehungsgeschichte der Lieder näher, während zwischendurch auch munter mit den Leuten gescherzt wurde, was für viele Lacher sorgte.

Es ist wirklich faszinierend: obwohl ich Faun seit meinem ersten Live-Erlebnis im Jahre 2009 unzählige Male gesehen und zahlreiche Mitgliederwechsel miterlebt habe, haben ihre Konzerte für mich bis heute nichts von ihrem Zauber verloren. So war es auch an diesem Abend in Würselen wieder eine große Freude für mich, dabei sein zu dürfen. Vielen Dank für die vielen schönen gemeinsamen Jahre - auf dass es gerne noch einmal 25 weitere werden mögen!

Dienstag, 21. Juli 2026

Buchvorstellung: Paket für dich von Rinteku

Worum es geht:

Für Izumi gibt es nichts Schöneres, als sich nach getaner Arbeit seinen Hobbys zu widmen – Games und Sammelfiguren. Auf Karriere hat er nicht wirklich Bock, auf andere Menschen auch nicht, weswegen er seine Sachen auch immer online kauft. Es gibt da jedoch eine Ausnahme zu seinem Desinteresse anderen gegenüber: Tsuchiya, der Paketbote, der immer seine Lieferungen bringt. Diesen findet Izumi extrem cool – doch wie soll ein Nerd wie er es schaffen, dass sich ein sportlicher Typ wie Tsuchiya für ihn interessiert?

Meine Meinung:

Paket für dich“ hat ja schon direkt zur Ankündigung großes Interesse geweckt, weil es von Mangaka Rinteku stammt, die auch hinter der (absolut zurecht) hochgelobten Reihe „Sag’s mit den Händen“ steht. Anders als bei dieser handelt es sich bei „Paket für dich“ jedoch um einen abgeschlossenen Einzelband, bei dem auch eine viel leichtere Thematik im Fokus steht.

Ist das ein Nachteil? Absolut nicht, man sollte es jedoch vielleicht im Hinterkopf behalten, um diesen süßen Manga unvoreingenommen genießen zu können. Dann erwartet einen hier nämlich eine kurzweilige Geschichte über einen jungen Mann, der sich verliebt und dadurch zum ersten Mal den Drang verspürt, etwas an sich zu verändern, um seinem Crush näher kommen zu können. Da solche Veränderungen jedoch wie wir alle wissen selten über Nacht geschehen, Izumi aber eher ungeduldig veranlagt ist und auch noch zum Grübeln neigt, führt dies zu allerlei komischen Situationen. Und als wäre das alles nicht schon schwierig genug für ihn, findet er irgendwann auch noch heraus, dass Tsuchiya tatsächlich eigentlich ganz anders ist, als er ihn sich in seinem wilden Köpfchen ausgemalt hatte! Ein neuer Grund zum Grübeln, oder vielleicht doch vielmehr Anlass genug, sich endlich etwas zu entspannen?

Einen besonderen Charme hatte in dem Manga für mich vor allem der Kontrast zwischen Izumis und Tsuchiyas Perspektiven. Während ersterer alles zerdenkt, versteht letzterer die Welt nicht mehr, sieht er doch die Probleme, die Izumi überall zu finden meint, überhaupt nicht. Entgegen dem Bild, was sich Izumi von ihm gemacht hat, ist er nämlich eigentlich ein eher schlichtes Gemüt – die beiden haben also ziemlich kontrastierende Charaktere, ergänzen sich gerade dadurch jedoch ganz hervorragend.

Neben der namensgebenden Story enthält der Band noch eine weitere Kurzgeschichte namens „Der wahre Grund, warum wir nicht beliebt sind“, die ich trotz ihrer Kürze durch ihre spezielle ‚Moral‘ durchaus amüsant fand.

Insgesamt war „Paket für dich“ in meinen Augen ein unterhaltsamer und süßer Einzelband, mit dem man wunderbar einen entspannten Nachmittag verbringen konnte.

Paket für dich | Rinteku | Loewe Manga | Originalpreis: 8,50€ | Genre: Boys Love | Empfohlen ab 14 Jahren | Link zum Buch

Trinkt aus, wir müssen gehen - Die Toten Hosen live in Köln

Vor 26 Jahren hatte ich das große Glück, Die Toten Hosen live sehen zu dürfen. Damals war ich noch ein Kind, und meine Eltern nahmen mich mit zu Rock am Ring. Dafür – heute kann ich es ja sagen – nahmen sie mich sogar einen Tag heimlich aus der Schule. Eine richtig große Sache also, und eine, die mich musikalisch sehr geprägt hat. Seitdem hatte ich die Hosen immer wiedersehen wollen, doch irgendwie hat es damit nie geklappt. Vor ein paar Jahren ist es mir dann endlich gelungen, Tickets für ein Konzert in der Düsseldorfer Tonhalle zu ergattern – dann kam jedoch Corona und die Tour wurde ersatzlos gestrichen. Nur einer von vielen Gründen, warum man mich niemals auch nur das kleinste bisschen Gutes über diese Zeit wird sagen hören. So viele verlorene Erlebnisse, so viele Enttäuschungen.

Manchmal wird am Ende das, was lange währt, aber doch noch gut. In meinem Fall bedeutet das, dass ich im letzten Vorverkauf Tickets für das Tote Hosen Konzert am vergangenen Samstag in Köln ergattern konnte. Falsche Stadt, könnte man jetzt anmerken, aber in manchen Fällen muss man eben Kompromisse eingehen. Und so kam es dann, dass ich mich an diesem Tag 26 Jahre nach der ersten Konzerterfahrung erneut zu einem Konzert der Hosen begeben durfte. Auch dieses Mal war wieder meine Mutter dabei – mein Vater, der vor einigen Jahren verstorben ist, hatte diese Chance leider nicht mehr.

Unsere Plätze fanden sich ziemlich weit hinten und ziemlich weit oben, was uns positiv betrachtet einen hervorragenden Ausblick über das komplette, ausverkaufte Rheinenergie Stadion bot. Von dort waren wir schon mit dabei, als das Konzert der ersten Vorband, 24/7 Diva Heaven begann. Die Schweizer All-Girl Band präsentierte dem Publikum musikalisch ein recht großes Repertoire. Einige der Stücke kamen klassisch punkig daher, doch die Einflüsse aus anderen Genres wie Grunge und sogar Rock’n’Roll waren ebenfalls zu hören.

Weiter ging es im Anschluss mit einem totalen Kontrastprogramm, den Punk-Urgesteinen von The Undertones. Die Herrschaften lieferten für mich eine wirkliche sehens- und hörenswerte Show ab, wobei ich mich persönlich besonders über „Teenage Kicks“ freute. Ich gebe zu, dass dies wirklich eine Band war, bei denen ich nicht damit gerechnet hätte, sie eines Tages einmal live zu sehen. Umso schöner, dass es nun doch so gekommen ist.

Als letzter Support standen schließlich noch alte Bekannte an. Von den Bühnenqualitäten der Beatsteaks hatte ich mich bereits vor einigen Jahren im Rahmen des Vainstream-Festivals eindrücklich überzeugen können, und auch der Auftritt am Samstag stand dem wieder in nichts nach. Nicht nur reihte sich Hit an Hit der Berliner aneinander, sie überzeugten auch mit unheimlich großer Bühnenpräsenz und brachten das Publikum so im Handumdrehen dazu, lautstark mitzusingen und auch sonst jeden Scheiß mitzumachen. Von der Setlist her blieben in meinen Augen auch absolut keine Wünsche übrig. Mein persönliches Highlight war aber natürlich mein Lieblingssong „Frieda und die Bomben“.

Im Anschluss wurde es dann trotz fast vierzig Minuten Umbaupause tatsächlich etwas stressig, gibt es doch in solchen Locations IMMER viel zu wenige Damentoiletten. Als dieser leider essenzielle Punkt endlich abgehakt werden konnte, blieb kaum noch Zeit für neue Getränke, und wie auch beim Einkaufen hatte man natürlich intuitiv die Schlange gewählt, bei der es auch noch am allerlangsamsten ging. So wurde sich dann schon zu den ersten Tönen des Intros durch die engen Reihen zurück zum eigenen Platz gekämpft. Meine Entschuldigung an alle, durch deren Handyvideos wir dabei laufen mussten, aber es ging nun einmal leider nicht anders: wir haben es genauso gehasst wie ihr.

Der Stress war dann jedoch schnell vergessen, denn die Toten Hosen lieferten vom ersten Moment an eine großartige Show ab. Zu meiner Überraschung gab es dabei relativ wenige Songs vom neuen Album, dafür aber einen richtig schönen Querschnitt durch die umfassende musikalische Geschichte der Band. Bei Klassikern wie „Hier kommt Alex“ oder „Bonnie & Clyde“ wurde dabei natürlich stets aus tausenden Kehlen lautstark mitgesungen, doch auch die ruhigeren Momente wie bei „Draußen vor der Tür“ wurden vom Publikum mit einem Meer aus Taschenlampen angemessen gewürdigt.

Einige Überraschungen hielt das Konzert ebenfalls bereit. So hatte man sich mit Wolfgang Niedecken einen wirklich illustren Gast eingeladen und so eindrücklich bewiesen, dass die Kluft zwischen Köln und Düsseldorf durchaus überwindbar ist. Außerdem hatte man ein Cover im Gepäck, welches großen Anklang beim Publikum fand, hat es doch in all den Jahren seit seinem Erscheinen nichts an Bedeutung eingebüßt – und so gab es dann wohl auch kaum jemanden, der bei „Schrei nach Liebe“ nicht aus tiefstem Herzen mitgesungen hätte. Ein persönliches Highlight für mich war außerdem mein Lieblingslied „Pushed Again“, welches mich einfach immer wieder berührt und gerade live eine unfassbare Wucht entfalten kann.

Auch die Bühne und die Show konnten sich an diesem Abend wirklich sehen lassen. Auf der ohnehin schon bunten, riesigen Bühne wurden während des Konzerts auf mehreren großen Bildschirmen im Hintergrund und an den Rändern wechselnde Bilder und Videos gezeigt. Mal sah man die Bandmitglieder, mal waren es zu den Songs passende Szenen. So oder so war immer viel los, was insbesondere für uns Zuschauer weiter hinten toll war, wo man die Bandmitglieder ja nun doch eher nur noch als kleine über die Bühne huschende Punkte wahrnehmen konnte. Doch selbst so war deutlich, wie viel Bewegung da während des gesamten Auftritts herrschte. Campino war noch nie jemand, der lange an einer Stelle stehen bleibt, und an diesem Bewegungsdrang hat sich anscheinend auch heute nichts geändert.

Nach zweieinhalb Stunden inklusive mehreren Zugaben fand der Auftritt dann aber leider doch so langsam sein Ende. Doch nur weil die Band mit dem Singen aufhören musste, galt das noch lange nicht für das Publikum. Ich jedenfalls landete in einem Bus nach Messe/Deutz, in dem die Party einfach fortgesetzt wurde. Songs wie „Zehn kleine Jägermeister“ und „Bayern“ hatten es an diesem Abend nicht in das Set der Band geschafft, also sang man sie auf dem Weg zum Bahnhof einfach gemeinsam. Auch für den Busfahrer war dies sicher mal eine etwas ungewöhnliche Tour, und mir wird sie sicher noch lange als ganz besonderer Abschluss eines richtig tollen Konzertabends in Erinnerung bleiben.

Da bleibt mir nur noch zu sagen: vielen Dank an die toten Hosen für dieses wundervolle Konzert, und für all die wunderbaren Jahren! 

Montag, 20. Juli 2026

Buchvorstellung: Our Sunny Days Band 2 von Jeong Seokchan

Worum es geht:

Ho lebt sich mit seiner Tochter weiterhin im Dorf ein und erhält dabei Haebeoms Unterstützung. Jedoch geht beiden der Kuss zwischen ihnen nicht aus dem Kopf. Während Haebeom sich zunächst noch unsicher ist, wie er diesen wohl einordnen soll, muss Ho sich eingestehen, dass er ein wenig Romantik in seinem Leben schon etwas vermisst hat. Spätestens, als die beiden zusammen die Sterne betrachten, wird ihnen jedoch beiden klar, dass hier wohl von Anfang an kein einmaliges Versehen vorlag.

Meine Meinung:

Wie süß kann die Beziehung zwischen zwei gestandenen Männern eigentlich dargestellt werden, ohne dabei in irgendeiner Form kitschig und unglaubwürdig zu werden? "Our Sunny Days" setzt die Messlatte zur Beantwortung dieser Frage ganz schön hoch!

Auch im zweiten Band ist es wieder eine Freude, Ho und Haebeom dabei zuzuschauen, wie sie einander näher kommen. Liebevoll und voller Witz erzählt der Webtoon davon, wie Ho sich mit Haebeoms Hilfe weiter in die Dorfgemeinschaft mit ihren Eigenheiten einfindet und wie Haebeom ihm und der kleinen Rotznase zunehmend ein Pfeiler in ihrem neuen Leben wird. 

Diesmal bekommt Ho jedoch auch einen tieferen Einblick in die Verantwortung, die auf den Schultern seines neuen Freundes lastet. Wie an so vielen Orten auf der Welt ist auch die Bevölkerung in seinem neuen Heimatdorf alt, und Haebeom nutzt sowohl seinen Einfluss als auch seine Körperkraft, um zu helfen, wo er kann. Da er mit dieser Aufgabe so lange alleine war, kommt er gar nicht auf die Idee, sich eine Pause zu gönnen oder Hilfe anzunehmen. So ist es dann sehr schön zu sehen, dass Ho ihm zeigt, dass er auf seine Unterstützung bauen kann und er auch bereit ist, dies anzunehmen.

Da ist es dann wohl auch kein Wunder mehr, dass sie sich näher kommen - und was hatte ich für eine riesige Freude daran, dies zu lesen! Obwohl beide sich eigentlich sicher sind, was sie wollen, sind sie sich gleichzeitig so unsicher, ob es dem jeweils anderen auch so geht, was zu einigen witzigen, aber auch zuckersüßen Interaktionen führt. Und als *es* dann zwischen ihnen passiert? Nun, da tritt der Webtoon eindrücklich den Beweis an, wie man eine solche Szene gleichzeitig respektvoll, verspielt und ästhetisch ansprechend umsetzen kann. Ganz ehrlich: bei diesem Thema bin ich pingelig und lese gerne nur quer, wenn es mich nicht anspricht, hier aber war ich vom Anfang bis zum Ende voll dabei.

Auch die Fortsetzung war für mich wieder ein absolutes Highlight. Das Setting, die Story und die Charaktere - hier stimmt einfach alles. Klare Empfehlung für alle, die gerne eine wirklich schöne Liebesgeschichte über zwei erwachsene Charaktere lesen möchten, die beide mitten im Leben stehen, Verantwortung tragen und deren Kosmos folglich nicht nur umeinander kreist.

Our Sunny Days Band 2 | Jeong Seokchan | Papertoons | Originalpreis: 18,00€ | Genre: Boys Love | Empfohlen ab 16 Jahren | Link zum Buch 

Die Gacha-Woche 13.-19. Juli

Diese Woche bin ich tatsächlich nur sehr wenig zum Spielen gekommen, darum fällt der Rückblick auch ziemlich knapp aus. 

Epic 7:

Nachdem ich seit Jahren erfolglos hinter Relikt Violet her war, konnte ich ihn mir nun dank der Shop-Währung durch ein Duplikat von Ruele des Lichts endlich aus dem entsprechenden Shop schnappen.

Genshin Impact:

Stagniere ein wenig in der neuen Sumeru Archon Quest - mein Hassgegner (die Wüste) schafft es jedes Mal wieder, meine Motivation zu dämpfen. War es wirklich nötig, mich durch einen Tempel zu hetzen, in dem hinter jeder Ecke die gleichen Monster lauerten? Minutenlang? Storytechnisch hab ich kaum Fortschritte gemacht, weil mich danach die Lust verlassen hatte. ^^

Honkai: Star Rail:

Endlich bei dem Part der Story angekommen, in dem der Fokus auf Blade liegt. Mein Interesse ist geweckt. Trotzdem bleibe ich dabei, dass das Storywriting bei dem Spiel seit der zweiten Hälfte von Amphoreus (seit dem Teil mit Hysilens und Cerydra) massiv schlechter geworden ist. Alles wird unnötig in die Länge gezogen und verliert sich immer wieder in absolut irrelevanten und vor allem auch uninteressanten Details.

Love & Deepspace:

Von Optimierung hat Infold auch einfach noch nichts gehört. Musste das Spiel deinstallieren und neu aufspielen, weil das blödsinnig große Update sowas um die Hälfte meines kompletten Handyspeichers haben wollte. Und wofür das ganze, wenn es doch nach dem Debakel nicht einmal neue Story gibt? 

Reverse 1999:

Wie üblich bin ich spät dran mit dem Event, aber mittlerweile auch fast durch. Grafisch total interessant umgesetzt, und ich mag Enigma als Charakter wirklich gerne! Außerdem total faszinierend, die eigene Sprache in einem ansonsten englisch synchroniserten Spiel zu hören. Ich liebe das Spiel ja für seine Voice Acting Entscheidungen. Höre auch sehr gerne Name Day auf meinem Home Screen zu, wenn er mir etwas auf Russisch erzählt, obwohl ich kein Wort verstehe. :D

Wuthering Waves:

Jingran ist nun offiziell als spielbare Figur vorgestellt. Zeit, sich reinzuhängen und Wünsche zu sammeln! 

Sonntag, 19. Juli 2026

Buchvorstellung: Bis wir uns fanden von Ryousuke Nanasaki & Yoshi Tsukizuki

 

So sehr wir uns immer mit unseren liebsten Paaren aus Boys Love Mangas, Manhuas oder Webtoons freuen, so sehr ist den meisten von uns doch bewusst, dass es im wahren Leben in den meisten asiatischen Ländern ganz anders mit den Rechten Homosexueller aussieht, als diese Geschichten suggerieren. Auch Japan bildet da keine Ausnahme, gibt es doch bis heute keine einheitliche Regelung, welche gleichgeschlechtlichen Paaren die selben Rechte wie heterosexuellen Ehepartnern einräumen würde. Wie überall auf der Welt gibt es aber natürlich auch Menschen, die gegen diese Diskriminierung kämpfen, imd Ryousuke Nanasaki ist einer von ihnen. In seinem autobiografischen Roman "Bis wir uns fanden - Japans erstes schwules Ehepaar", welches 2022 im Hayabusa Verlag erschien, erzählt er seine Geschichte.

Und obwohl diese mit einem persönlichen Happy End - einer Hochzeitsfeier im Tsukiji Hongan-Ji im Jahr 2016 - endet, wird ziemlich deutlich, dass der Weg dorthin kein leichter war.

Ryousuke Nanasaki nimmt uns in seinen Ausführungen mit bis in seine frühsten Erinnerungen. Schonungslos ehrlich berichtet er von Ausgrenzungen in der Schule, weil seine Art als zu feminin empfunden wurde und seiner jugendlichen Angst, sich und anderen gegenüber seine Homosexualität einzugestehen. Er erinnert sich an erste Dating-Erfahrungen, die schönen und weniger schönen Momente erster Beziehungen und an den Moment, in dem er beschloss, sein Glück in die eigene Hand zu nehmen.

Der Erzählton ist dabei manchmal humorvoll und manchmal ernst, ganz wie auch seine Erfahrungen. So schmerzt es, zu verfolgen, wie Beziehungen daran scheitern, dass sich die Partner ihre eigenen Sexualität nicht eingestehen können oder wie die Gesellschaft selbst das Zusammenleben quasi unmöglich machen. Auf der anderen Seite gibt es da aber auch die schönen Momente: langjährige Freundschaften, zunehmende Akzeptanz oder auch der lang gehegte Kindheitswunsch, der schließlich im Erwachsenenalter endlich erfüllt wird.

Und diese Ausgewogenheit ist es meiner Meinung nach auch, die "Bis wir uns fanden" so lesenswert macht. Es ist ein Buch, welches die gesellschaftlichen Probleme nicht beschönigt, welches Frust und Wut und negative Gefühle zulässt. Doch es ist auch ein Buch von jemandem, der nicht aufgibt, der für sich selbst und andere kämpft und erleben darf, wie seine Bemühungen Stück für Stück Wirkung zeigen.

Auch wenn der Weg zur Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Paare noch lange nicht zu Ende ist, stimmt es einen doch positiv zu sehen, dass es Fortschritte gibt, und dass es Menschen gibt, die Tag für Tag daran arbeiten, dass es immer weiter voran geht.

Bis wir uns fanden - Japans erstes schwules Ehepaar | Ryousuke Nanasaki & Yoshi Tsukizuki | Hayabusa | Originalpreis: 14,00€ | Link zum Buch

Freitag, 17. Juli 2026

Buchvorstellung: Touched by Twilight Band 1 von Yukiaki Uno

Worum es geht:

Shen Feng wächst als jüngster Sohn einer angesehenen Familie auf und blickt stets zu seinem Mentor Xiao Xing auf. Als sich eines Tages die beiden Familien gegeneinander wenden, verschont Shen Feng Xiao Xings Leben, doch ihre Wege trennen sich. Jahrzehnte später treffen sie einander wieder, und Shen Feng muss feststellen, dass seine Gefühle für Xiao Xing in all der Zeit nicht verschwunden sind.

Meine Meinung:

Als großer Danmei-Fan konnte ich "Touched by Twilight" nicht einfach ignorieren, spielt der Manga doch in einer an chinesische Xianxia-Stories erinnernden Welt der Kultivierung. Dabei habe ich jedoch schnell festgestellt, dass der Band trotz der ähnlichen Thematik einen ganz anderen Erzählton aufweist.

Die Story verfolgt zwei Zeitstränge. Im ersten ist Shen Feng noch ein Kind, welches seinem Mentor Xiao Xing nacheifert. Diese Zeit lernen wir ganz zu Beginn und später durch gelegentliche Rückblicke etwas näher kennen. Im Zentrum steht jedoch die Zeit etwa fünfzig Jahre später. Shen Feng ist nun ein junger Mann und Xiao Xing körperlich ebenbürtig. Sein ehemaliger Mentor ist ihm aber entfremdet, lebt er doch seit dem Streit ihrer beider Familien ein zurückgezogenes Leben als Apotheker.

Ich gestehe: Die Dynamik zwischen den beiden Männern habe ich ab diesem Zeitpunkt als etwas merkwürdig empfunden. Plötzlich war da keine Spur mehr von der Mentor/Schüler Beziehung von zuvor, und auch der Konflikt und die jahrzehntelange Trennung schien kaum eine Rolle zu spielen. Shen Fengs Gefühle Xiao Xing gegenüber wirkten rein körperlich, hin und wieder durchsetzt mit Erinnerungen an seine Kindheit, in der Xiao Xing sich um ihn gekümmert hatte. Der Manga hat da in meinen Augen bisher keinen besonders guten Job gemacht, eine tiefere Verbindung zwischen ihnen darzustellen.

Die Geschichte selbst weist zumindest etwas Potenzial für Spannung auf, scheint es doch um Macht und politische Intrigen innerhalb der Shen-Familie zu gehen. Hier muss aber noch die Zukunft zeigen, wie gut dieser Strang verfolgt wird und wohin sich der Inhalt bewegt.

Optisch ist der Band solide und kommt ziemlich seitenstark daher. In der ersten Auflage liegt außerdem eine der hübschen SNS Karten bei.

Inhaltlich bin ich bisher leider noch nicht so wirklich überzeugt, werde der Story jedoch mit dem zweiten Band auf jeden Fall noch eine Chance geben, sich zu entwickeln. Da die Serie aktuell als noch nicht abgeschlossen gilt, setze ich meine Hoffnung auf eine solide Fortsetzung, in der hoffentlich auch die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten für mich nachvollziehbarer wird als das momentan der Fall ist.

Touched by Twilight Band 1 | Yukiaki Uno | Hayabusa | Originalpreis: 9,00€ | Genre: Boys Love | Empfohlen ab 14 Jahren | Link zum Buch

Mittwoch, 15. Juli 2026

Buchvorstellung: Schnee & Tinte 3 von Miyuki Unohana

 

Worum es geht:

Freya ist entschlossen, ihre Angelegenheiten zu regeln und dafür ihre Familie zu besuchen, doch sie hat auch fürchterliche Angst davor. Neneo möchte ihr beistehen, kann dies als verurteilter Verbrecher aber nicht als ihr Freund. Mit Halberts Hilfe entwickeln sie einen Plan, der Neneo zu Freyas Bodyguard macht und begeben sich so in die Höhle des Löwen.

Meine Meinung:

Stand im letzten Band Neneo mit seiner tragischen Backstory im Fokus, so ist es diesmal Freya, die im Mittelpunkt steht. Wir erfahren mehr darüber, was zwischen ihr und ihrer Familie vorgefallen ist und lernen ihre Ängste dadurch erst richtig zu verstehen. Doch auch ihre Schwester Anna erhält Gelegenheit, sich vorzustellen und zeigt, dass die Familiengeschichte auch sie entscheidend geprägt hat.

Neneo gibt sein Bestes, Freya zu unterstützen und ihr ihre Unsicherheiten zu nehmen, stößt aufgrund seiner Position als verurteilter Mörder jedoch oft an seine Grenzen. Beide sind unglücklich mit der Situation, erhalten aber Hilfe von Halbert, der gewohnt clever einen Plan ersinnt, dank dem Freya, die bekanntlich keinerlei Talent für das Geschäftliche besitzt und deren Menschenkenntnis leider bisweilen etwas zu wünschen lässt, sich doch nicht alleine zu ihrer ihr so feindselig gesonnenen Familie begeben muss.

Überhaupt bleiben die drei auch in diesem Band wieder ein unschlagbares Trio und man hat das Gefühl, dass es hauptsächlich Halbert ist, der hier die Fäden in der Hand hält und sie zu Gunsten des Paares bewegt – und das alles stets gut gelaunt und souverän, gerade vor dem Hintergrund, dass er doch Freyas verschmähter Verlobter ist.

Auch der Einblick in die Perspektive von Freyas Schwester ist spannend, zeigt er uns doch die Geschichte der Familie aus einem ganz anderen Blickwinkel und macht deutlich, dass hier nichts nur schwarz oder weiß ist. Sowohl Freya als auch ihre Schwester sind in gewissen Maße Opfer ihrer Familie, finden jedoch sehr unterschiedliche Ansätze, mit dieser Situation umzugehen.

Für mich war der dritte Band von „Schnee & Tinte“ eine starke Fortsetzung, welche uns endlich mehr Einblick in die Geschichte der weiblichen Hauptfigur und ihre Hintergründe gewährt, welche zum Zerwürfnis mit ihrer Familie geführt haben. Ich bin schon gespannt, wie Freya sich in dieser Lage schlagen wird und hoffe, dass sie als Person und auch in ihrer Beziehung zu Neneo gestärkt aus dieser Situation hervorgehen wird.

Schnee & Tinte Band 3 | Miyuki Unohana | Altraverse | Originalpreis: 7,00€ | Genre: Romance | Empfohlen ab 15 Jahren | Link zum Buch

Dienstag, 14. Juli 2026

Buchvorstellung: I hear the sunspot von Y. Fumino

Aus Anlass des Erscheinens eines neuen Bandes habe ich mir vorgenommen, "I hear the sunspot" einen Reread zu geben, um nach der langen Pause wieder gut reinzukommen. Da bot es sich dann natürlich auch an, gleich ein paar Gedanken zum Manga festzuhalten.


Worum es geht:

Tachi braucht dringend einen Job. Durch einen Zufall lernt er Kohei kennen, einen schwerhörigen Kommilitonen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut - im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn, denn durch Tachis laute Stimme kann Kohei ihn trotz seiner Beeinträchtigung gut verstehen. Bald kommen sie überein, dass Tachi Kohei bei den Mitschriften seiner Vorlesungen hilft, jeweils gegen ein gemeinsames Essen. Trotzdem ist es nicht immer ganz einfach zwischen ihnen - besonders nicht, als Kohei tiefere Gefühle für Tachi entwickelt, sich aufgrund seiner Schwerhörigkeit jedoch nicht traut, sich diese auch einzugestehen.

Meine Meinung:

Diese Rezension bezieht sich auf die ersten zwei Bände, welche sich mit der Beziehung zwischen Kohei und Tachi beschäftigen und hierzulande unter dem Titel "I hear the sunspot", im zweiten Band noch ergänzt durch den Zusatz "Die Theorie des Glücks" vertrieben wurden.

Bei den beiden Protagonisten ist eindeutig das Motto 'Gegensätze ziehen sich an' angesagt. Tachi könnte man zu Beginn schon leicht vorwerfen, ein wenig einfältig zu sein, doch man könnte es auch aus Koheis Perspektive betrachten, der sich im Umgang mit seinen Menschen ziemlich schwer tut und in Tachi einen unvoreingenommenen und offenen Freund findet. Dennoch tut er sich lange schwer damit, Tachi in sein Leben zu lassen. Durch seine Schwerhörigkeit hat er sich nach und nach immer mehr aus der Welt der Hörenden zurückgezogen, kann sich jedoch gleichzeitig nicht so richtig mit anderen Menschen in seiner Situation identifizieren, weil er seine Beeinträchtigung erst seit der Mittelschulzeit hat und außerdem im Gegensatz zu vielen anderen noch über einen Rest an Hörvermögen verfügt. Gefühlt steht er so zwischen zwei Welten, ohne sich einer davon wirklich zugehörig zu fühlen.

Ganz anders geht es da Tachi, der sich durch seine Begegnung mit Kohei langsam zu verändern beginnt. Während er sich zuvor eher hat treiben lassen, gibt ihm der Einblick in Koheis Welt endlich ein Ziel für sein Leben: er möchte seinen Freund besser verstehen, und als das bedeutet, die Probleme zu verstehen, mit denen dieser im Alltag einer hörenden Welt konfrontiert ist, möchte er aktiv etwas daran ändern.

Den Umgang mit Koheis Schwerhörigkeit habe ich beim Lesen als Besonderheit und auch Stärke des Mangas empfunden. Man lernt viel über das Thema und über die Probleme von Menschen mit Beeinträchtigungen der Hörfähigkeit in Japan, und ich habe die Erzählweise dabei als ebenso informativ wie auch feinfühlig betrachtet.

Auf der Beziehungsebene ist der Manga an dieser Stelle dafür noch deutlich sperriger. Es gibt zahlreiche Missverständnisse, die sich durch richtige Kommunikation hätten verhindern lassen können und eine weibliche Antagonistin, die unsympathischer dargestellt wird, als es die Umstände meiner Meinung nach erfordert hätten. Doch der Manga hat auch seine schönen Momente, in denen die beiden Protagonisten sich näher kommen und besser verstehen lernen dürfen und die mich doch etwas über diese Schwächen hinweggetröstet haben.

Der Zeichenstil lässt für mich hingegen auch abseits der wunderschönen Farbillustrationen keine Wünsche offen und passt gut zum ruhigen Charakter des Mangas. Positiv empfunden habe ich auch, dass beide Bände, insbesondere aber der zweite, wirklich sehr dick sind und der Story damit viel Raum lassen, sich zu entfalten. Überstürzte Entwicklungen sucht man hier also glücklicherweise vergebens.

Alles in allem habe ich "I hear the sunpot" auch beim erneuten Lesen als soliden Auftakt empfunden, der mich trotz einiger unnötiger Mini-Dramen motiviert hat, der Geschichte von Tachi und Kohei weiter zu folgen, auch wenn ich die Stärken zu diesem Zeitpunkt eher in der Thematik rund um Koheis Schwerhörigkeit sowie in Tachis Suche nach seinem Ziel im Leben als in der Beziehungsdynamik der beiden sehen würde.

I hear the sunspot | Y. Fumino | Carlsen Manga | Originalpreis: 7,99€ & 9,99€ | Genre: Boys Love | Empfohlen ab  15 Jahren | Link zum Buch

Filmvorstellung: Perfect Days von Wim Wenders

Es kommt dieser Tage selten genug vor, dass ich mal mit vollem Interesse einen Film verfolge, und noch viel seltener, dass ich dann auch noch das Bedürfnis habe, diesen vorzustellen. „Perfect Days“ von Wim Wenders ist so ein Beispiel.

In dem Film von 2023 geht es um Hirayama, einen Mann schon etwas fortgeschrittenen Alters, der in Tokyo als Toilettenputzer arbeitet. Alleinstehend und recht wortkarg folgt sein Alltag einer immer wiederkehrenden Routine. In seiner schlichten Wohnung in einem recht altmodischen Teil Tokyos kümmert er sich um seine Bonsais und zieht sich vor der Tür eine Dose Kaffee aus einem Automaten, eh er zu seiner Arbeit in den modernen Teil der Stadt aufbricht. Nach getaner Arbeit besucht er manchmal eine Sportsbar, an den Wochenenden putzt er die Wohnung und kümmert sich um die Fotos, die er in seinen Pausen im Park mit einer analogen Kompaktkamera geschossen hat. Abends liest er gerne, oft japanische oder internationale Klassiker.

Was auf Außenstehende sehr bescheiden und vielleicht sogar ein bisschen traurig erscheinen mag, macht Hirayama jedoch ausgesprochen glücklich. Er ist zufrieden mit seinem Leben und erledigt seine Arbeit gewissenhaft, und es hätte ihn wohl nicht gestört, wenn sich an seiner Situation niemals irgendetwas geändert hätte.

Doch so läuft es natürlich nicht im Leben, und so kommt es auch für Hirayama immer mal wieder zu Situationen, die seinen Alltag stören. Manchmal handelt es sich dabei nur um Zufallsbegegnungen, die ein wenig Schwung in seinen Tagesablauf bringen und an denen er sich nicht stört, doch manchmal eben auch mehr. So steht eines Abends seine jugendliche Nichte vor der Tür, nachdem sie von Zuhause abgehauen ist und konfrontiert ihn so mit familiären Problemen, denen er sich wohl lieber nicht gestellt hätte. In einer anderen Situation kündigt sein unzuverlässiger junger Kollege plötzlich seine Arbeit und zwingt ihn so zu einem Haufen Überstunden oder ein fremder, kranker Mann zwingt ihn plötzlich dazu, sich mit seinen eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. All diese Szenen sind vollkommen ruhig umgesetzt, es passieren keine großen Dramen oder ähnliches – und gerade darum zeigen sie umso schöner, wie sehr solch vermeintliche Kleinigkeiten es vermögen, Hirayamas Leben aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Generell lebt dieser Film von seiner genauen Beobachtungsgabe und der Darstellung kleiner Details. Hirayama spricht kaum, dennoch werden seine Gedanken und Gefühle den Zuschauern ganz deutlich vermittelt. Auch die Mimik des Hauptdarstellers Koji Yakusho trägt dazu bei, denn sie ist sehr lebhaft und spiegelt so die unterschiedlichsten Gefühle wider. Darum ist es auch – anders als bei so vielen neuen Filmen – so spannend, den Film genau zu betrachten. Die Erklärungen ergeben sich hier aus den Handlungen selbst, aus kleinen Szenen, Gesten und Gesichtsausdrücken. Das ist erfrischen in einer Zeit, in der Filme oft übermäßig lang erscheinen und jeden Schritt erklären, weil sie bewusst so gedreht werden, dass man sie auch neben der Handynutzung ‚konsumieren‘ kann.

Ich jedenfalls hatte große Freude an „Perfect Days“. Gäbe es mehr Filme, die so einen großen Wert auf die kleinen Dinge legten, würde ich wohl auch häufiger mal wieder bewusst zuschauen.


 

Montag, 13. Juli 2026

Die Gacha-Woche 06.-12. Juli

Aether Gazer:

Da hab ich gerade angekündigt, dass ich wohl erstmal nicht zu dem Spiel zurückkehren werde, da verkündet China den Stopp neuer Updates. Das muss ich dann wohl doch mal im Auge behalten. Falls sich ein globaler eos aukündigt, muss ich wohl doch nochmal meine Lieblings-Charas besuchen und ein paar Bilder machen.

Fire Emblem Heroes:

Nach wochenlanger Pause wieder eingestiegen und gleich wieder vom Powercreep durch die neuen Figuren (insbesondere die OCs) genervt gewesen. Das Spiel ist für mich ein Character Collector und ich würde mich freuen, mit meinen Favoriten spielen zu dürfen. Wenn mein voll gelevelter Dimitri, der schon so lange in meinem Team ist weil ich ihn liebe von einem Level 5 OC geschlagen wird, nur weil dieser neuer ist, dann bringt mich das nicht dazu, die neue Figur haben zu wollen, sondern bockig zu werden. Das neue Sport-Banner spricht mich leider auch nicht an.

Genshin Impact:

Ich habe die Woche hauptsächlich damit verbracht, an der aktuellen Archon-Quest zu arbeiten. Der Beginn war echt verrückt - wenn ich Collei wäre, hätte mich ein reicher Kaveh auch schockiert. Trotzdem war es toll, endlich mal wieder die Sumeru-Crew zu treffen. Wie ich die Streits zwischen Alhaitham und Kaveh vermisst habe! Generell war das für mich wohl eine Kaveh-Woche, denn er hatte ja auch Geburtstag. Ein Fic zu schreiben habe ich leider nicht geschafft, aber zumindest einen netten Geburtstagspost auf meinem Merch-Instagram gab es. Zum Wochenende hin war dann auch endlich die Zeit, meine saisonale Konstellation abzuholen. Es ist C2 Tartaglia geworden.

Honkai: Star Rail:

Ich arbeite mich weiter Stück für Stück pflichtbewusst durch die Mainstory von Planarcadia. Die Interaktionen zwischen Blade und Silver Wolf haben mir tatsächlich mal etwas zurückgegeben für meine Mühe, Yao Guang bleibt für mich aber einfach langweilig und über. Dank der Ankündigung von Aventurine Waveflair hat mich das Spiel aber trotzdem wieder voll am Haken - die Wünsche sammeln sich ja nicht von allein. Immerhin hab ich zum ersten Mal seit dem Start von Planarcadia den Battle Pass voll gekriegt.

Love & Deepspace:

Gespielt hab ich gar nicht so viel (obwohl es da noch einiges zu tun gäbe), aber natürlich mit großem Interesse das Drama verfolgt. Kommen sie wirklich damit durch, Valko einfach aus dem Spiel zu löschen? Gab es da in China nicht auch irgendwelche Regelungen bezüglich falscher Versprechen an Kunden, die das verhindern könnten? Fun Fact: Rein optisch hatte ich nicht einmal Interesse an Valko, als er angekündigt wurde, aber nun tut er mir echt Leid - ganz zu schweigen von dem Team, welches so lange an ihm gearbeitet hat. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass dieser Vorfall weitreichende Folgen haben wird, aber ich finde es aktuell wirklich schwer einzuschätzen, in welcher Form und für wen eigentlich alles. 

Neverness to Everness:

Nanally durch die Quest mit ihrem Boss-Tiger besser kennengelernt. Die Art, wie dieses Spiel seine Mainquests in Szene setzt, spricht mich wirklich an. Grafisch und erzählerisch wirklich spannend umgesetzt. 

Wuthering Waves:

Anfang der Woche konnte ich Qiuyuans Quest abschließen. Wie erhofft ein sehr sympathischer Charakter, aber leider eine recht kurze Quest, insbesondere, wenn man weiß, dass man bei WuWa die meisten Figuren nach ihrem kurzen Fokus nie mehr wiedersieht. In der Mainsory dann endlich einen Fuß nach Lahai-Roi gesetzt. Noch nicht genug gesehen für einen tieferen Eindruck, aber Interesse ist auf jeden Fall da. Dank Twitter ein bisschen mehr von Jingran gesehen und gehört und damit ein Ziel zum Sparen gefunden.

Sonntag, 12. Juli 2026

HEMA-Liebe

 Gibt es Geschäfte, die ihr so richtig gerne mögt? Für mich sind das oft die Läden, in denen es eigentlich überflüssigen Kleinkram gibt (mit Mode und Schuhen und sowas kann man mich dafür jagen). Ein solcher Laden ist die niederländische Kette HEMA, die es mittlerweile zum Glück auch immer häufiger in Deutschland gibt. Neben dem konstanten und tollen Angebot an Miffy-Artikeln, landet bei mir am Ende doch immer noch das ein oder andere niedliche Design im Körbchen, seien es Motivsocken (meine große Schwäche) oder Schreibwaren.

Gestern habe ich mich sogar extra in die gnadenlos überfüllte Düsseldorfer Innenstadt begeben, weil ich auf Social Media die niederländischen Delikatessen als Plüschies gesehen hatte und da einfach was von haben musste. Begrüßen wir also alle in meiner Sammlung: Bitterballen und Ham Kaas Tosti! 😂 

Selbst mein Büro habe ich übrigens dank HEMA verschönert. Dort steht neben einem lächelnden Bubble Tea Stiftehalter nämlich auch dieser niedliche Miffy Photo-Holder, für den ich nun endlich auch das passende Bild gefunden habe. Ich liebe die Genshin und Star Rail Fanart von Deko, und dieses Mal hab ich es endlich getan und ein paar ihrer Bilder bestellt, als sie ihren Onlineshop geöffnet hat. Phainon in einem Meer aus Vergiss-mein-Nicht ist dann im Büro gelandet, wo ich mich immer an ihm erfreuen kann! 💕 

Freitag, 10. Juli 2026

Buchvorstellung: The Big Apple Band 3 von Harusari und Hodot


Worum es geht:

Nachdem Joachims Versuch, sich von Jürgen zu trennen, kein allzu großer Erfolg war, ist er noch immer gefesselt in dessen Wohnung eingesperrt. In dieser Zeit wird er nicht so recht schlau aus Jürgen, aber ebenso wenig aus sich selbst. Während Jürgen im einen Moment gnadenlos mit seinem Körper umgeht, kümmert er sich schon kurz darauf wieder liebevoll um ihn - und obwohl es im Rahmen seiner Möglichkeiten liegen sollte, versucht Joachim nicht einmal ernsthaft, zu entkommen...

Meine Meinung:

Nach der krassen Wendung im letzten Band war ich mehr als gespannt, wie es in "The Big Apple" zwischen Joachim und Jürgen weitergeht. Nach der Lektüre kann ich noch immer nicht viel mehr sagen als: es ist kompliziert.

Ein wenig Kommunikation würde den beiden wirklich gut tun, denn auch am Ende dieses Bandes wissen wir noch immer nichts darüber, wer Jürgen eigentlich wirklich ist, und Jürgen fragt sich wahrscheinlich noch immer sehr ratlos, was wohl in Joachims Kopf vorgeht.

Zumindest auf letztere Frage erhalten wir als Leser aber eine Antwort. Nicht nur kennen wir Joachims berufliches Dilemma, wir lernen auch mehr über seine Gefühle, als er sich in einer Rückblende an den Beginn seiner Beziehung zu Jürgen erinnert.

Joachim ist kein einfacher Charakter, und sein Leben hat nicht nur ein paar vereinzelte problematische Baustellen sondern gleicht eher dem Schienennetz der deutschen Bahn (sorry, es ist der verbitterte Pendler in mir). Bei Jürgen findet er vieles von dem, was er sucht - vermutlich ohne selbst so recht zu verstehen, was das eigentlich ist und warum er sich eigentlich danach sehnt. Jürgen selbst bleibt jedoch ein Buch mit sieben Siegeln. Seine Gefühle für den anderen sind nicht zu übersehen, doch seine besitzergreifende Art ist zumindest mal besorgniserregend.

Die Story abseits der Beziehung der beiden Männer macht leider auch im dritten Band kaum Fortschritte - dafür ist man hier noch immer viel zu sehr miteinander beschäftigt, und das ausschweifend auch im körperlichen Sinne. Da die Darstellung aber wirklich, wirklich gelungen ist, kann ich nicht einmal von mir behaupten, dass es mich sonderlich gestört hat, zumal der alles entscheidende Tag für Joachim nun wirklich unmittelbar bevorzustehen scheint.

Bei "The Big Apple" ist für mich damit also tatsächlich etwas der Fall, was mir heutzutage nur noch sehr selten passiert: ich habe auch nach drei Bänden keinen wirklichen Plan, wohin diese Story eigentlich will, aber es nervt mich nicht, sondern hält mich im Gegenteil so richtig bei der Stange. Dass mich insbesondere Joachim als Charakter (und auch optisch, ich will's nicht leugnen) so auf ganzer Linie anspricht (ich mag meine Jungs ein wenig traurig und leidend), trägt da sicherlich auch einen guten Teil zu bei.

Ich bleibe also vorerst bei meiner Leseempfehlung. Wer mit den genannten Themen fein ist und bei expliziten Szenen nicht zimperlich, sollte gerne mal einen Blick riskieren.

The Big Apple Band 3 | Harusari (Story) & Hodot (Zeichnungen) | Panini Toon | Originalpreis: 16,00€ | Genre: Boys Love | Empfohlen ab 18 Jahren | Link zum Buch

Donnerstag, 9. Juli 2026

Buchvorstellung: Bloom into You - Regarding Sakei Sayaka von Hitoma Iruma und Nakatani Nio


Worum es geht:

Saeki Sayaka ist in ihrem Umfeld seit jeher als ernsthaftes und fleißiges Mädchen bekannt. Erfolg in der Schule ist ihr wichtiger als das Pflegen von Freundschaften. Trotzdem macht sie immer wieder Bekanntschaften, die ihr Leben aufrütteln, sei es mit der aufgeweckten Mitschülerin, die ihr plötzlich im Schwimmunterricht die Liebe gesteht oder mit ihrer Senpai, die sie eines Tages um eine Beziehung bittet, das Ganze dann aber nicht ganz so ernst nimmt wie Saeki selbst.

Meine Meinung:

Im Rahmen eines Rereads von "Bloom into you" fiel mir neulich diese Light Novel in die Hände, die schon eine ganze Weile darauf gewartet hatte, endlich von mir gelesen zu werden. Im Zentrum der Handlung stand dabei ausgerechnet Saeki, ein Mädchen, mit dem ich während des Lesens des Mangas nie so recht warm geworden war. Ihre distanzierte Art hatte mich wohl unterschwellig ebenso von ihr ferngehalten wie einige ihrer Mitschülerinnen in der Geschichte. Umso mehr freue ich mich, dass die Light Novel mein Bild von ihr so massiv zu verändern vermochte!

In der Novel erleben wir zwei Szenen aus Saekis Leben, welche diese entscheidend geprägt haben. In der ersten ist sie noch ein Kind, später dann schon im jugendlichen Alter. Gemeinsam haben beide Episoden, dass sie mit der Liebe konfrontiert wird. Und so unterschiedlich die Umstände auch sein mögen, wird sie beide Male auf die eine oder andere Weise von diesem Gefühl überwältigt. Ist sie beim ersten Mal noch zu jung und überfordert, um angemessen zu reagieren, schwemmt die neue Emotion beim nächsten Mal alles mit sich hinfort, und beide Geschichten erzählen dabei so viel über ihren Charakter und formen so sehr, wie sie sich entwickelt, dass man nach der Lektüre das Gefühl hat, Saeki plötzlich auf einer ganz anderen Ebene zu verstehen.

"Bloom into You - Regarding Saeki Sayaka" war für mich mehr als eine nette Nebenstory zum Manga. Vielmehr hat die Light Novel die Handlung des Mangas sinnvoll erweitert und ganz nebenbei eine lupenreine Coming-of-Age Geschichte geliefert, in der es nicht nur um das erste Erwachen der eigenen Gefühle, sondern auch um das Entdecken und Akzeptieren der eigenen Sexualität sowie um die Frage, wer man für andere Menschen eigentlich sein kann und will, geht. Eine richtig runde Sache und ein Titel, an den ich sicher immer wieder gerne zurückdenken werde.

Bloom into You - Regarding Saeki Sayaka | Hitoma Iruma (Story) und Nakatani Nio (Art) | Seven Seas | Originalpreis: 13,99$ | Genre: Girls Love | Empfohlen ab 13 Jahren | Link zum Buch

Mittwoch, 8. Juli 2026

Mission Gacha

Wer mich kennt, weiß: ich habe viele Gacha-Accounts. Wirklich viele. Wenn wir mal ganz ehrlich sind: zu viele. Aber ich liebe diese Spiele, und ich habe große Freude daran, neue zu testen und mich Schritt für Schritt durch die Story zu bewegen. Da ich aber nicht bei allen von Anfang an dabei bin, nicht alle täglich spiele und manchmal auch Wochen oder monatelang eine Pause mache (aus welchen Gründen auch immer), ist es nicht immer leicht, den Anschluss nicht zu verlieren. Darum habe ich mich entschlossen, meinem Blog eine Art Gacha-Tagebuch hinzuzufügen, in dem ich in regelmäßigen Abständen (wir fangen mal ganz ambitioniert mich wöchentlich an) meine Ziele und den Fortschritt festhalten will. 

Dieser Post soll der Ausgangspunkt werden, darum wird er auch ziemlich technisch. Eine lange Liste mit Gacha Games, die ich spiele, gespielt habe oder noch spielen möchte. Aus Gründen (ich = Komplettist, das sind die Gründe) nehme ich dieses Mal auch einige mit auf, die schon ihr Lebensende erreicht haben. Vielleicht nur, um meine Gedanken zu teilen, vielleicht aber auch, weil ich auf die eine oder andere Art und Weise doch noch nicht mit ihnen abgeschlossen habe.

Also dann, ohne große Vorrede: auf gehts!

 

Aether Gazer:

Habe das Spiel aktuell nirgendwo installiert, meinen letzten Aufzeichnungen nach bin ich bei Level 29. Da das Spiel die englische Synchro entfernt hat und full-waifu gegangen ist, habe ich aktuell leider auch keine besonders großen Ambitionen, zurückzukehren, auch wenn es in keiner Hinsicht ein schlechtes Spiel ist.


 Alchemy Stars:

Hier habe ich damals den Einstieg verpasst, weiß aber, dass es einen Weg gibt, eine Offline-Version zu spielen. Würde mich eines Tages sehr reizen.

Another Eden:

Ausprobiert und als zu zeitraubend für ein Gacha Game befunden. Wenn die Konsolenversion, die im Gespräch ist, Wirklichkeit werden sollte, wäre ich dabei. 


 Arknights:

Meine große Hassliebe: Liebe die Story und die Charaktere, hasse Tower Defense Games. Ein Online-Reader wird meine Lösung sein. Cheating? Mir doch egal. 


Arknights Endfield:

Die Fabrik muss wachsen, und ich hab da leider so gar keinen Bock drauf. Trotzdem bin ich zurückgekommen. Mein aktuelles Ziel: Main Story Kapitel 1 - IV schaffen, damit ich Camilles Story machen kann. Langfristig dann gerne auch mit der Mainstory up-to-date werden und bleiben. 


 Ash Echoes:

Das Spiel ist tot und ich habe es nicht geschafft, vorher alle Inhalte durchzuspielen. Hier möchte ich mich noch auf die Suche nach Let's Plays oder einem Archiv machen, um das nachholen zu können.


 Black Beacon:

Ein großartiges Spiel, das singend in den Abgrund gelaufen ist. Auch hier fehlen mir noch ein paar Inhalte, die ich versuchen will aufzutreiben. 


Chaos Zero Nightmare:

Mag das Spiel sehr gerne, hab mich aber zurückgezogen, als es zu dem Drama um Owen kam. Koreanische Gamer sind ein Rätsel, das ich nicht entschlüsseln mag. Werde dem Spiel trotzdem nochmal eine Chance geben, Ziel wird dann wie üblich erstmal die Main Story.


Duet Night Abyss:

Kein schlechtes Spiel, aber irgendwie auch keines, was sich gegen seine Konkurrenz abhebt. Dass es kein Charakter-Gacha gibt finde ich persönlich der Motivation, mich regelmäßig einzuloggen, er abträglich. Und dann waren da noch die Dramen mit den Hacks. Pausiert gerade für mich bis auf weiteres. 


Ensemble Stars:

Noch so eine Hassliebe. Events sind quasi unspielbar, wenn man nebenher noch sowas wie ein Leben hat, mein Fokus liegt darum auf der Story. In letzter Zeit war ich da trotzdem etwas faul, es gibt also viel nachzuholen. Liebe die Charaktere und die Musik aber zu sehr, um das jemals aufzugeben.

Epic 7:

Eines der Spiele, die ich schon am längsten spiele. Leider gerate ich bei der Story immer wieder an meine Grenzen, weil das Gearing System ein endloser Grind ist und man manchmal wirklich nur mit den richtigen ausgestatteten Figuren was reißen kann. Mein Ziel ist und bleibt die Hauptstory. 


Etheria Restart:

Mein erster Eindruck war eigentlich ganz positiv, aber durch wiederholte KI-Auffälligkeiten und den starken PvP Fokus hat sich das Spiel für mich ins Abseits katapultiert. Kommt wohl nicht wieder auf die Festplatte. 


 Fate Grand Order:

Ein Klassiker, dessen Story sehr gut sein soll. Schade nur, dass er alterstypisch über keinerlei Quality of Life verfügt. Installiert aufgrund der Collab-Ankündigung mit Star Rail, die ich dann aber leider nicht so toll fand. Aktuell fraglich, ob ich die Motivation finden werde, mich näher damit zu beschäftigen. 

Fire Emblem Heroes:

Läuft bei mir schon seit Jahren schön nebenher. Low effort Figuren-Kollektor. War in letzter Zeit ein wenig faul mit der Story, aber das ist schnell aufgeholt. 


Fire Emblem Shadows:

Da steht Fire Emblem drauf, also musste ich es auch testen. Leider fand ich das Gameplay ziemlich nichtssagend. Aktuell kein Bedürfnis, zurückzukehren. 


Genshin Impact:

Mein Hauptspiel. Im Laufe der Zeit ist trotzdem einiges liegen geblieben, was ich gerne aufholen möchte - ist hier aber eher ein Luxusproblem. 


 Granblue Fantasy:

Noch so ein Urgestein. Liebe die lange, ausführliche Story und die textlastigen Events, bezweifle aber, dass ich jemals alles schaffen werde.

Guardian Tales:

Habe ich auf der Switch installiert. Die Story macht richtig Spaß, aber irgendwie passt es für mich nicht als Gacha Game. Pausiert aktuell. 


 GunsGirlZ:

Wie ich bereits sagte, bin ich Komplettist. Entsprechend habe ich auch eine App installiert, mit der ich die Story dieses längst toten Spiels noch erleben kann, um meinen Honkai-Horiziont zu erweitern.


 Heaven Burns Red:

Liebe die Story und die Charaktere genauso wie den Visual Novel Style, kämpfe aber konstant damit, die nötige Zeit für das Spiel aufzutreiben. Aktuell ist mein Ziel, endlich so richtig reinzukommen. 


 Honkai Impact 3rd:

Das Spiel habe ich installiert, um endlich einige Hintergründe in Honkai Star Rail besser zu verstehen. Zumindest am Anfang wirkt das Gameplay jedoch leicht in die Jahre gekommen, was mir den Einstieg nicht gerade erleichtert. Da werde ich mich ein bisschen festbeißen müssen. 


 Honkai Star Rail:

Eines der Spiele, bei denen ich lange auf dem neusten Stand war, bis der letzte Teil von Amphoreus und alles an Planarcadia meine Motivation getötet haben. Kämpfe mich gerade zurück auf den neusten Stand in der Main Story, danach will ich endlich die erste Fate Collab abschließen. 


 Infinity Nikki:

So ein hübsches Spiel und inhaltlich weitestgehen so leer. Verliere hier konstant immer wieder den Anschluss an die Main Story, weil viele der Stories so blutleer sind. Dennoch arbeite ich dran. 


 Limbus Company:

Bei diesem Spiel bin ich noch in der Einstiegsphase und das Gameplay verwirrt mich. Sehr. Aber die Story wirkt zu interessant um aufzugeben. 

Lovebrush Chronicles:

Rein optisch mein liebstes Otome Game, leider jedoch genretypisch sehr zeitintensiv. Nach der Ankündigung, dass die japanische Synchro eingespart wird, auf meiner Liste nach oben gerutscht. Man kennt ja so langsam die Anzeichen, die dafür sprechen, dass so ein Spiel vielleicht nicht mehr lange bei uns sein wird... 


 Love & Deepspace:

Nachdem aufgrund des aktuellen Dramas Inhalte angepasst und entfernt wurden, ärgere ich mich, dass ich hier mit der Mainstory nicht auf dem neusten Stand bin, aber mein Handy gerät hier grafisch so an seine Grenzen, dass das Spielen nicht immer eine Freude ist. Will die Story nun trotzdem mal wieder mehr in den Fokus nehmen.


 Love Nikki:

Hatte ich lange auf meinem alten Handy installiert, fand das Design jedoch sehr aus der Zeit gefallen, was die Navigation immer anstrengend gemacht hat. Nichts, was ich vermissen würde. Die angepriesene, gute Story hatte ich zum Zeitpunkt der Installation leider auch noch nicht entdeckt... 

Love & Producer:

Hier gilt leider das gleiche wie für Love Nikki, weswegen ich das Spiel bei seinem eos nicht wirklich vermisst habe. Ich weiß, dass es eine Genre-Ikone ist, aber meins war es leider nicht. 

Mongil Star Dive:

Mit diesem Spiel habe ich wirklich großen Spaß, weil sich die Story selbst nicht so ernst nimmt und Nyanners einfach das beste Masskottchen aller Zeiten ist. Da ich bei einem Waifu-Game wie diesem selten intensiv hinter Charakteren her bin, fällt mir das mit dem regelmäßigen Login aber leider etwas schwer. Ich bleib trotzdem dran. 


 Morimens:

Abgesehen von der ChatGPT Übersetzung ist dieses Spiel eine kleine Perle. Leider erfordert jede Session ziemlich viel Zeit, was für ein Gacha Game in meinen Augen eher unglücklich ist. Hier bleibe ich wohl Gelegenheitsspieler. 

Neo Artifacts:

Aufgrund der tollen Optik gleich zum englischen Release heruntergeladen, aufgrund der grottigen Lokalisierung jedoch ebenso schnell wieder deinstalliert. Sehe jedoch immer wieder Bilder, die mich reizen, dem Spiel nochmal eine Chance zu geben. Das wird wohl mit meinem Handyspeicher stehen oder fallen. 

Neverness to Everness:

Das Spiel ist neu und toll und hat aktuell keine Probleme, mich bei der Stange zu halten. Die aktuelle Story und der nächste Aufstieg sind meine nächsten Ziele.


 Noctilucent:

Tolles BL-Game mit technischen Schwächen. Die häufigen Abstürze halten mich leider immer von längeren Gaming-Sessions ab. Den Zug, das Spiel vor dem eos in eine kaufbare offline-Variante zu bringen, schätze ich sehr. Nimmt dann aber auch den Druck raus, sich regelmäßig einzuloggen. Außerdem große Kudos an die Entwickler, dass sie dem Spiel ein abgeschlossenes Ende trotz des frühzeitigen Aus gegönnt haben.


 Nu:Carnival:

Der BL Klassiker. Hier war ich in den letzten Monaten etwas faul mit den Events, es gibt also ein bisschen was nachzuholen. 


 Omyoji:

Die Story mag ja toll sein, aber irgendwie werde ich mit dem Gameplay nicht warm. Steht aktuell nicht auf meiner Liste mit Titeln, die ich wieder aufnehmen möchte. 


 Project Sekai:

Die Menge an Inhalten die sich durch meinen späten Start angesammelt hat, schreckt mich etwas ab, aber die Stories gefallen mir bisher richtig gut. Werde ich gelegentlich weiterspielen. 


 Punishing Gray Raven:

Das Gameplay ist bestimmt toll, liegt mir aber leider nicht. Die Story und die Charaktere interessieren mich aber trotzdem, also werde ich auch hier auf einen Story-Reader ausweichen. 


 Resonance Solstice:

Ich möchte das ungewöhnliche Gameplay mit dem Zug wirklich mögen, jedoch hat mich die Einführung leider fast zu Tode gelangweilt. Keine Ahnung, ob ich irgendwann einmal Kapazitäten für eine zweite Chance habe, aktuell jedenfalls definitiv nicht. 


 Reverse 1999:

Ich liebe dieses Spiel und spiele es seit dem Release regelmäßig, trotzdem habe ich aufgrund der umfangreichen Story und Events größere Lücken, an denen ich arbeiten möchte.


 Shining Nikki:

Dieses Spiel steht schon ewig auf meiner Liste mit Games, die ich anspielen möchte. Leider geben weder die Grafik meines Handys noch dessen interner Speicher das derzeit her. 


Silver & Blood:

Ich habe dieses Spiel nur angefangen, weil Chris Hackney die Hauptrolle spricht. Leider hat das nicht gereicht, mich bei der Stange zuhalten. Aktuell habe ich keine Pläne, das Spiel erneut zu installieren, zumal es aktuell eh nicht danach aussieht, dass ihm noch eine große Zukunft bevorsteht... 


 Sword of Convallaria:

Wäre dieses Spiel kein Gacha Game, wäre es perfekt. So aber ist es leider zu zeitintensiv. Ich schaue hin und wieder mal rein, kann aber nie genug Währung für neue Figuren sammeln. Aktuell habe ich das Spiel deinstalliert.


 Tale of Food:

Das Spiel an sich ist leider schon lange tot, doch ich gebe meine Suche nach dem Artbook noch nicht auf. Der Grind hier war nämlich tödlich, die Designs der Figuren haben mich jedoch immer wieder darüber hinweggetröstet, sodass ich gerne eine Erinnerung an sie hätte.


 Tears of Themis:

Spiele ich hin und wieder gerne, erfodert dann jedoch auch viel Zeit. Aktuell in Pause und da bleibt es auch vorerst. 


 Umamusume:

So gerne ich dieses Spiel spielen würde, fühlt es sich leider wie ein Fulltime-Job im Pferderenn-Bereich an. Ich geb mich dann vorerst wohl doch mit dem Anime zufrieden. Eines Tages, vielleicht... 


 Where Winds Meet:

Ausprobiert und überwältigt gewesen. Dieses Spiel mit seiner Welt ist so groß, dass mein Gehirn und meine Festplatte leider nicht die nötige Kapazität hatten. Wer seine Zeit und seinen Geist auf ein einziges Gacha Game fokussieren möchte, ist hier an der richtigen Stelle. Ansonsten kann man diesem Spiel leider nicht gerecht werden.  


 Wuthering Waves:

Ich habe Monate für die Story Rund um die Gladiatoren-Spiele gebraucht, weil mich dieser Teil leider einfach so gar nicht interessiert hat, aber so langsam hole ich auf. Mein Ziel ist es, bis zum Release von Jingran mit der Story up to date zu sein. 


 Zenless Zone Zero:

Das einzige neue Hoyo-Spiel, wo ich es noch nie geschafft habe, die Story aktuell zu halten. Hier zählen die kleinen Fortschritte. Meine einzigen Ziele sind es, Harumasa und Hugo kennenzulernen.