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Montag, 31. März 2025

10 krasse Jahre - Männi Jubiläumskonzert in Aachen

Ein bisschen schwerfällig kommt es dieses Jahr in Schwung, mein Konzertjahr. Ende März und erst das zweite Konzert des Jahres? Sowas hätte es früher nicht gegeben - umso schlimmer, dass ich mich beinahe dagegen entschieden hätte, das Männi-Jubiläumskonzert am 29. März im Musikbunker in Aachen zu besuchen. Die Freundin keine Zeit, das Geld nach Umzug knapp, wäre es nicht also vernünftiger, nicht...

Gut, dass ich Vernunft auch nach über 36 Lebensjahren noch wunderbar ignorieren kann. Als ich da also so friedlich am Bahnhof stand und auf meinen wie üblich verspäteten Zug nach Hause wartete, sah ich eine Story im guten, alten Facebook. Noch ein einzelnes Ticket übrig für den Abend. Wenn das kein Zeichen ist? Also, kurzentschlossen zugeschlagen - und meinem Solo-Konzertabend stand nichts mehr im Weg.

Eröffnet wurde der Abend von Trustgod Simon mit ganz klassischem Deutschpunk. Musikalisch geradeheraus und mit Texten, die mir das ein oder andere Grinsen entlocken konnten ergab das einen vielversprechenden Start in den Abend.

Weiter ging es dann mit Pastor Gerald, deren Musik auf der Seite des Labels mit dem interessanten Begriff "Filigranpunk" beschrieben wird. Da lag durchaus einiges an Energie in der Musik mit dem weiblichen Frontgesang, und die Texte regten zum Nachdenken an. Wer nach diesem Auftritt noch immer nicht in Stimmung für den Abend war, dem war wohl einfach nicht mehr zu helfen.

Und danach war es dann auch schon Zeit für den Hauptact des Abends. Männi feierte bei diesem Heimspiel im Aachener Musikbunker 10 abgefuckte krasse Jahre, und der ausverkaufte Bunker feierte begeistert mit. Dabei gab es einen wunderbaren Querschnitt durch das gesamte Schaffen des Künstlers - angefangen bei der ersten EP "Wille aus Beton" bis zum erst im vergangenen Jahr erschienenen neuen Tonträger "Das fröhliche Album".

Doch natürlich gehören zu so einem großen Geburtstag auch Gäste, und davon gab es an diesem Abend einige. Unterschiedlichste Wegbegleiter wurden da auf die Bühne gebeten, um ein Lied gemeinsam zu performen, und dazu gab es Anekdoten aus dem Leben und (Tour-)Alltag von Musiker & Band, was einfach unheimlich interessant und sympathisch war. Zum Abschluss durften dann sogar nochmal alle zusammen auf die Bühne - ein herrlich buntes Chaos und sicherlich auch eines der vielen Highlights dieses Abends, der mir generell lange in lebhafter und schöner Erinnerung bleiben wird.

Als ich schließlich nach dem Konzert verschwitzt und glücklich den Musikbunker verließ, war ich extrem froh, dass ich mich für den Besuch entschieden hatte, auch ohne Begleitung. Hat mich daran erinnert, dass es gut ist, manchmal einfach über den eigenen Schatten zu springen, so lang der auch sein mag.

In diesem Sinne: auf die nächsten 10 krassen Jahre!

Freitag, 28. Juni 2019

Konzertbericht: Männi "Mir tut alles weh" Releaseparty

Ein ganz besonderes Konzert stand am 15. März an. An diesem Tag erschien das neue, zweite Album von Männi, welches den klangvollen Namen "Mir tut alles weh" trägt. So ein Release muss natürlich gefeiert werden, und dafür hatte sich der Musiker etwas Besonderes einfallen lassen. So gab es kurz vor der Veröffentlichung des Albums einen Aufruf  auf facebook. Demnach solle die Releaseparty an einem geheimen Ort nahe Aachen stattfinden. Weitere Infos erhielt, wer per Mail sein Interesse bekundete. Das klang spannend, und klar wollten meine Freundin und ich mehr wissen.

So kam es dann, dass wir uns an jenem Freitagabend auf den Weg in ein nettes Wohnviertel einer unserer Nachbarstädte machten, wo in der Garage eines Freundes von Männi die Releaseparty stattfand. Bald hatte sich die Garage, die im übrigen eher ein ziemlich cool eingerichteter Freizeitraum war, ordentlich gefüllt. Für Getränke war gesorgt, man wechselte ein paar Worte mit Gastgeber und Musiker und freute sich auf den bevorstehenden Abend.

Highlight der Releaseparty war natürlich das Konzert, das Männi gab. Die Stimmung in dem kleinen Raum kochte von Anfang an. Die meisten Besucher hatten sicher die Chance genutzt, das Album vorzubestellen und es so ein paar Tage vor dem offiziellen Release erhalten, sodass nun auch bei den neuen Songs ordentlich mitgesungen werden konnte. Bei einem der Songs, "Alles hier", wurden auch Videoaufnahmen gemacht, die hoffentlich später einmal als Musikvideo das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden. Und natürlich hatte der Gastgeber das Exklusivrecht, sich am Ende die letzte Zugabe zu wünschen. Viel zu schnell war das Konzert dann aber auch wieder vorbei, schließlich konnte und wollte man die Nerven und die Gutmütigkeit der Nachbarn auch nicht strapazieren. Grund zum Trübsal Blasen gab es aber keinen, denn die Party war sicher noch lange nicht vorbei. 

Ich denke jedenfalls, dass dies für alle Anwesenden ein Abend war, den sie so schnell nicht vergessen werden. Das können wir gerne beim nächsten Album wiederholen! :P

Zum Abschluss noch eine kleine Hörprobe:


Donnerstag, 6. Juni 2019

Dies und das: mal ein kleines Lebenszeichen

So, da ist es mal wieder ziemlich lange viel zu ruhig gewesen auf meinem kleinen Blog. Die Berichterstattung hinkt noch immer irgendwo Ende des letzten Jahres hinterher (was zugegebenermaßen jetzt auch nicht so furchtbar motivierend ist xD) und die Liste an Dingen, die ich noch schreiben wollte, wird länger und länger. Doof nur, dass mir irgendwie auch noch immer was dazwischen kommt. Mein Hauptproblem: 30 Jahre schlechte Körperhaltung fordern so langsam ihren Tribut, weswegen ich in letzter Zeit längeres Sitzen am PC nach Möglichkeit vermieden habe. Der großartige Männi hat unlängst eine Single veröffentlicht, die meinen Zustand nach einiger Zeit am Schreibtisch ganz gut zusammenfasst... ;)


Doch Spaß bei Seite, es gab auch noch ein konkretes Ereignis, welches mich doch ziemlich mitgenommen hat. Im letzten Monat mussten wir Swiffer, mein geliebtes, kleines Kaninchen, einschläfern lassen. 2012 hatte ich den Kleinen mit meinem verstorbenen Vater beim Beerenpflücken im Wald gefunden. Jemand hatte ihn ausgesetzt - wie seine Chancen als schneeweißes Kaninchenbaby dort gestanden hätten, mag sich nun jeder selbst ausmalen. Einige Jahre später wurde Swiffer krank, eine Blasenentzündung machte eine Operation notwendig, der aufgrund von Komplikationen bei der Wundheilung eine weitere OP folgte. Die Neigung zu Blasenproblemen blieb, später kam noch eine Nierenschwäche hinzu. In der Folge wurden wir Beide Stammgäste bei unserer absolut großartigen Tierärztin. Mehrere Jahre lang waren wir wöchentlich dort, damit der Swiffer weiterhin ein möglichst langes, schönes Leben haben könnte. 

In all dieser Zeit habe ich immer gehofft, dass er eines Tages einfach friedlich würde einschlafen dürfen - obwohl natürlich immer die Angst bestand, dass ihn eines seiner gesundheitlichen Probleme irgendwann einholen würde. Doch am Ende kam es ganz anders: Am 2. Mai entdeckte ich nach meinem Feierabend, das etwas nicht in Ordnung ist. Meine Mutter und ich holten den Swiffer aus seinem Stall - er war gerade erst aus seinem Winterquartier wieder in seinen heißgeliebten Außenstall gekommen - und entdeckten die Maden. Sofort ging es wieder auf zu unserer Tierärztin, gerade mal zwei Tage nach dem letzten Routinebesuch, aber es war zu spät. Die Maden hatten sich schon ihren Weg in die inneren Organe gesucht. Es war ein schrecklicher Anblick, den ich wohl nie vergessen werde. Und es ging alles so furchtbar, furchtbar schnell. Das Einzige, was wir noch tun konnten, war dem Kleinen weiteres Leid zu ersparen und ihn zu erlösen.

Nicht das Neuste, aber wohl für immer mein Lieblingsfoto von Swiffer

Ich war fix und fertig, und erhlich gesagt treibt es mir auch jetzt, über einen Monat später, noch die Tränen in die Augen, das alles hier so zu schildern. Als wir nach Hause kamen an jenem Abend dämmerte es schon, wegen der Maden mussten wir Swiffer aber natürlich dennoch sofort beerdigen. Er ruht jetzt in unserem Garten unter dem Apfelbaum, gleich neben seiner ehemaligen Gefährtin Polly. Und er hinterlässt ein ganz schönes Loch. Noch immer ertappe ich mich dabei, wie ich im Supermarkt nach den Kohlrabi-Blättern schaue, die er so gerne gefressen hat oder mich Dienstags vor unserem fast schon rituellen, wöchentlichen Tierarzt-Termin frage, ob ich nicht eigentlich noch wo hin müsste, ob ich nicht irgendwas vergessen habe.

Tja, und nun ist dieser kleine Beitrag, in dem ich eigentlich nur ein kurzes Lebenszeichen von mir geben wollte, irgendwie zu einer Elegie ausgeartet. Naja, jetzt wisst ihr jedenfalls, was los war und dass dieser Blog keineswegs verwaist oder aufgegeben ist. Nur wie gewohnt ein wenig langsam. Aber wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben. In diesem Sinne, vielleicht schaffe ich die letzten Weihnachtsmarkt-Berichte ja noch vor dem nächsten Schneefall! :P

Samstag, 28. April 2018

Meine Musik des Jahres 2017

Wie zu jedem Jahreswechsel, möchte ich auch dieses Mal wieder (wenn auch leider verdammt spät) meinen kleinen musikalischen Rückblick in das vergangene Jahr machen. Auch 2017 sind wieder einige beachtenswerte Alben erschienen, die ich an dieser Stelle noch einmal kurz würdigen möchte. Rezensionen folgen wie immer, wenn und falls ich Lust und Muße habe und werden gegebenenfalls dann auch gleich verlinkt.


Meine Alben des Jahres 2017, wie immer alphabetisch und nicht irgendeinem Rang folgend:

Cesair - Omphalos

Cuélebre - Anaman

Faey - Honey & Cinnamon

Faun - Midgard (Tour Edition)

Fiona - Of Rivers And Tides

Kaunan - Forn

La Horde - Bonne Nouvelle*

The Moon And The Nightspirit - Metanoia

Seed -  Through The Veil

Shireen - Matriarch


Waldkauz - Mythos

Ye Banished Privateers - First Night Back In Port


* Ja, ich weiß, dass dieses Album streng genommen schon 2016 erschienen ist. Da sich mir aber erst letztes Jahr die Möglichkeit bot, es zu erwerben und anzuhören, musste ich es also mit in dieses Jahr tragen.

Kein Folk, aber trotzdem keinesfalls zu vergessen:

Fjørt - Couleur

Männi - Alkohol und Melancholie

Donnerstag, 29. Juni 2017

Konzertbericht: Männi in Aachen

Mit nur etwas mehr als 2 Monaten Verzögerung *räusper* folgt nun hier dann doch noch ein ganz kleiner Bericht zum Konzert von Männi im Musikbunker in Aachen am 23. April.

Viele Worte mag ich jetzt gar nicht mehr verlieren, weil das ganze schon so ewig zurückliegt, aber egal. Es war eigentlich eine ziemlich spontane Idee, an diesem Sonntagabend nach Aachen zu fahren. Aber das Konzert kurz vorher in Jülich hatte uns einfach so gut gefallen, und dann kam da auch noch diese für meine fleißig arbeitende Freundin verlockende Ankündigung, dass das Ende der Show gegen 22 Uhr zu erwarten sei - also ab, nichts wie hin. Eine hervorragende Entscheidung, wie sich zeigen sollte.

Los ging es erst einmal mit Eckpfeiler aus Jülich. Die hatten eigentlich auch schon bei dem vorherigen Auftritt zugegen sein sollen, waren dann aber kurzfristig verhindert und wurden durch die äußerst hörenswerten Miss Resis ersetzt. In Aachen kamen wir dann nun aber doch noch zu der Freude, Eckpfeiler kennenzulernen. Da gab es dann Punkrock mit wirklich guten, deutschen Texten auf die Ohren, was musikalisch wirklich total meinen Geschmack traf. Schöne Neuentdeckung für mich!


Weiter ging es dann recht bald mit Männi, dessen Auftritt mal wieder keine Wünsche offen ließ (na gut, einen vielleicht: mehr davon! :P). Die Stimmung war auch super, der Club trotz Sonntag Abend gut gefüllt. Zu hören gab es natürlich vor allem Songs des "damals" ziemlich frisch erschienenen ersten Albums "Alkohol & Melancholie". Trotzdem wurde an diesem Abend schon recht fleißig mitgesungen - eigentlich auch kein Wunder, haben die Lieder doch wirklich durch die Bank Ohrwurmcharakter. 


Ein bisschen traurig war es dann natürlich schon, dass das Ganze schon um 10 zu Ende war. Trotzdem war es ein superguter Abend und ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen. Hoffentlich ergibt sich die Chance dazu eher früher als später!

Mittwoch, 26. April 2017

Konzertbericht: Miss Resis, Männi und Suburbian Rex in Jülich

So, erst einen Monat und einen Tag (haha, ich bin hoffnungslos im Moment ^^) ist es her, dass es meine Freundin und mich erstmalig in den Kulturbahnhof (Kuba) nach Jülich verschlug. Grund war der großartige Aachener Musiker Männi, der dort sein erstes Album "Alkohol & Melancholie" vorstellte. Trotz eines gewissen (begründeten!) Misstrauens gegen unseren Orientierungssinn waren das Kuba und ein Parkplatz recht schnell gefunden und es blieb genug Zeit, sich vor Beginn der Veranstaltung über dies und das zu unterhalten, eine Cola zu trinken und zuzusehen, wie der Konzertraum sich allmählich füllte.

Los ging es dann an diesem Abend mit Miss Resis. Die Band war kurzfristig für die erkrankten Eckpfeiler eingesprungen. Musikalisch gab es hier deutschsprachigen, melodischen (Punk)rock zu hören. Das Ganze klang insgesamt ziemlich gut und war eine schöne Eröffnung für diesen Konzertabend. Außerdem muss ich hier mal loswerden, dass das Album der Band, "Nesthäkchen", wirklich über ein wunderschönes Artwork verfügt und mich schon neugierig auf die Band machte, bevor ich auch nur einen Ton gehört hatte. ♥


Im Anschluss ging es dann weiter mit Männi und seiner Band, meinem persönlichen Highlight des Abends. Auch hier erwartete die Zuschauer wieder Punkrock mit deutschsprachigen Texten, mal extrem witzig (Hotel Spk, Mentholzigarette), aber auch durchaus mal ernst (Alles Okay, Irgendwie seltsam), immer jedoch energiegeladen und zum abgehen geeignet, was sich das Publikum auch nicht zweimal sagen ließ. Die Stimmung war super und entsprechend ging das Konzert dem Gefühl nach auch viel zu schnell zu Ende. Zu meinem großen Glück gab es am Ende dann aber noch eine kleine Zugabe in Form von "Abgefuckt", meinem Lieblingslied vom gerade erst erschienenen ersten Album "Alkohol & Melancholie".


Die folgende Umbaupause wurde genutz, um besagtes Album auch endlich zu kaufen. Abschließend standen dann noch Suburbian Rex auf dem Programm. Diese spielten ziemlich klassisch Rockmusik und hatten offenbar einen ganzen Haufen Fans mitgebracht, gaben sie ja auch ein Heimspiel in Jülich. Vor der Bühne ging es jedenfalls von Anfang an ziemlich wild zu. Hier blieben wir aber nicht mehr bis ganz zum Ende, da uns doch noch ein gutes Stück Heimweg bevorstand und der Tag lang gewesen war. Ich glaube, wir werden alt. :P


In jedem Fall war dies alles in allem wieder mal ein sehr gelungener Konzertabend mit sympathischen Bands in einem sympathischen Venue. Das können wir so in der Form gerne einmal wiederholen. ;)

Mittwoch, 2. März 2016

Konzertbericht: Start A Revolution 10 Years Anniversary Show in Aachen

Schon das zweite Jahr in Folge führte mich mein Weg am 27. Februar in den Musikbunker nach Aachen. Dort feierten Start A Revolution ihr zehnjähriges Bandjubiläum und hatten sich zu diesem Anlass auch einige Gäste eingeladen.

Eröffnet wurde der Abend von Männi, der es sich nicht nehmen ließ, an seinem Geburtstag ein kurzes Set zu spielen. Stand er im vergangenen Jahr noch ganz allein auf der Bühne, so wurde er diesmal am Schlagzeug unterstützt. Die Show war sehr kurz, dafür aber energiegeladen und viele der anwesenden Besucher konnten die Texte der Songs, die bis auf einen Neuen von der EP "Wille aus Beton" stammten mitsingen und taten dies auch gerne lautstark. Der neue Song wusste auch zu gefallen - Männi versteht es wirklich, Texte zu schreiben, mit denen man sich identifizieren kann.

Hörprobe:


Viel zu schnell war es dann auch schon vorbei und die nächste Band machte sich bereit für ihren Auftritt. Kochkraft durch KMA standen auf dem Programm - die einzige Band, die mir vor diesem Abend gänzlich unbekannt war. Der Soundcheck war ziemlich unterhaltsam und machte neugierig auf das, was da kommen sollte. Als dann auch noch die Sängerin durch die Reihen ging und die Zuschauer zur Begrüßung umarmte, war wohl endgültig klar, dass nun etwas ungewöhnliches passieren würde. Vom Sound und den Texten her fühlte ich mich von Kochkraft durch KMA in die frühen Achzigerjahre versetzt, in die experimentierfreudige Anfangsphase der neuen deutschen Welle, wo noch Punk und Inhalt mitschwangen. Spannend, ohne Zweifel und in der richtigen Stimmung live sicher auch wunderbar zu feiern, aber für meine Freundin und mich an diesem Abend auf Dauer zu anstrengend - wir überließen anderen unseren Platz und gingen etwas frische Luft schnappen.

Hörprobe:


Pünktlich zur dritten Band des Abends waren wir wieder zur Stelle, gut versorgt mit Sauerstoff und kalten Getränken. Phoenix'Ashes aus den Niederlanden hatten weniger Probleme, uns vor der Bühne zu halten. Ihre Post-Hardcore-Songs waren eingängig, die Stimme von Sänger Eelko hat mir sehr gut gefallen. Auch Phoenix'Ashes hatten an diesem Abend ein Jubiläum zu feiern: es war ihr hundertster Auftritt, da war feierliche Bühnendeko Pflicht. So zierte das Schlagzeug eine bunte Wimpelgirlande und das Banner wurde mit einer aufblasbaren 100 geschmückt, deren Einzelzahlen später durch das Publikum flogen. Fast jeder Besucher hat während dieses Abends wohl über einen kürzeren oder längeren Zeitraum eine dekorative Null auf seinem Kopf getragen.

Hörprobe:


Im Anschluss war es dann Zeit für die letzte Band des Abends, die Aachener von Start A Revolution. Diese hatten einen ganzen Haufen neuer Lieder dabei, arbeiten sie doch derzeit an einem neuen Album, welches später in diesem Jahr erscheinen soll. Ein Release, auf das ich mich nach diesem Abend so richtig freue. Doch auch ältere Lieder vom bislang einzigen Album der Band, "The Day We've Been Waiting For", kamen nicht zu kurz. Diese Lieder weckten bei mir, und sicher auch bei vielen anderen Besuchern, die die Band noch von "früher" kennen, coole Erinnerungen. Start A Revolution ist eine dieser Bands, die untrennbar mit meiner Teenagerzeit im Aachener Umland verbunden sind - und es ist so gut, dass sie zurück sind, mit so vielversprechenden neuen Songs und einer noch immer so großartigen Live Performance! 

Wie zu erwarten auf einer Geburtstagsshow, wurde auch einiges erzählt über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band, es wurde Dank ausgesprochen und es wurden Gäste auf die Bühne gebeten. Darunter war auch wieder Samuel aka Männi, der bei Start A Revolution früher am Schlagzeug saß und der nun gemeinsam mit Sänger Patrick einen Song sang. Auch Gitarrist Malik übernahm bei einem Song die Hauptvocals und beim letzten Lied des Sets, "Unity Hymn", wurden gleich alle auf die Bühne gebeten, die meinten, den Text zu kennen. Einige folgten dem Aufruf, viele sangen aber auch aus dem Publikum mit. Die Stimmung war super, sodass zunächst gar keiner so richtig gehen wollte, nachdem die letzten Töne verklungen waren. Ein richtig gutes Ende für einen großartigen Konzertabend und wir waren uns einig: so ein Konzert an Samuels Geburtstag sollte man eindeutig als jährliche Tradition etablieren! ;)

Hörprobe:


Donnerstag, 5. März 2015

Konzertbericht: Männi in Aachen

Am vergangenen Freitag trieb es mich zum ersten Mal seit längerer Zeit mal wieder nach Aachen. Im Musikbunker sollte an diesem Tag Männi sein EP-Relase und seinen Geburtstag mit einem Konzert feiern.

Begleitet wurde ich von einer guten Freundin, die es sich trotz fetter Erkältung und stressigem Arbeitstag nicht nehmen ließ, diesen Termin mit mir zusammen wahrzunehmen. Am frühen Abend ging es darum mit dem Auto ins gar nicht so weit entfernte Aachen. Obwohl wir beide fast unser ganzes Leben in der Region verbracht haben, schafften wir es, uns irgendwie ein bisschen in Aachen zu verfahren. Es gab leichte Missverständnisse zwischen uns und dem Navi, dass irgendwie immer zum Abbiegen riet, wo es gar keine Abbiegemöglichkeiten gab. Nach ein paar Irrwegen kamen wir dann aber immer noch mehr als rechtzeitig am Musikbunker an und fanden sogar einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob man da offiziell parken durfte, aber es gab jedenfalls kein Knöllchen, also passt es wohl. :D

Kurz vor Beginn begaben wir uns dann auch mal in den Bunker, wo es dann auch pünktlich mit dem Opener Bonanska los ging. Die Aachener machen (wie man dem Namen wohl unschwer entnehmen kann) Ska, jedoch mit ordentlichen Punkeinschlag. Und das machen sie ziemlich gut und auch schon ziemlich lange. Der Musikbunker war auch schon gut gefüllt und bald sah man an vielen Stellen im Publikum zur Musik wippende und springende Menschen. 

Nach nur kurzer Pause ging es im Anschluss dann weiter mit Männi. Hinter Männi steckt Samuel Dickmeis, der im Aachener Raum schon seit vielen Jahren in verschiedensten Bands unterwegs war und ist - so hatte er sich als Drummer von Bonanska an diesem Abend in gewisser Weise selbst supported. Als Männi ist er derzeit aber ganz alleine unterwegs, und zwar auch auf der Bühne. Wirken Solokünstler meimer Erfahrung nach manchmal etwas verloren auf der Bühne, so war das bei Männi zum Glück überhaupt nicht der Fall. Das Set, in dem er größtenteils Songs seiner gleichzeitig veröffentlichten ersten EP "Wille aus Beton", vorstellte, war von der ersten Sekunde an energiegeladen und hat einfach Spaß gemacht. Dafür sorgte sicher auch, dass Männi sich keine ruhige Sekunde gönnte und sein Publikum während der gesamten Show von Anfang an mit einband. Und das Publikum war auch von Anfang an mit großem Eifer dabei - egal, ob es ums Buchstabieren zunächst kryptisch erscheinender Worte (Baum Ratatam? - Meine Freundin und ich hatten gewisse Probleme beim Zusammensetzen der Buchstaben zu ganzen Worten xD) oder das Halten eines Trinkschlauchs ging.

Viel zu schnell war das Ganze dann auch leider schon wieder vorbei, da der Raum für eine im Anschluss stattfindende Party geräumt werden musste. Die ganze Gesellschaft zog in einen anderen Bereich des Musikbunkers um, wo wir uns die EP besorgten und auf das Erscheinen Samuels warteten, um persönlich zum Geburtstag gratulieren zu können. Von der After Show Party, die sicher noch lange ging (nur so ein Verdacht), bekamen wir dann aber leider nichts mehr mit, weil wir uns auch bald auf den Heimweg machten. Natürlich nicht, ohne die neu erworbene EP im Auto gleich auf Dauerschleife laufen zu lassen. Ein durchaus würdiger Abschluss für einen großartigen Abend! :)

Hörprobe: