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Sonntag, 4. Januar 2015

Morgen...

... wird ein ziemlich ereignisreicher Tag und zumindest vor dem ersten Teil graut es mir jetzt schon.

Den Rest dieses eigentlich sehr schönen Tages werde ich wohl mit diesem netten Bücherstapel verbringen:


An sich sind das alles sehr spannende Bücher, aber trotzdem mag ich mich heute ungerne damit beschäftigen. Ich brauche sie nämlich, weil ich morgen und in den kommenden Montagen ein Tutorium an meinem Institut an der Uni leiten werde. Das Thema ist die Kulturgeschichte der Wikinger und morgen werde ich mich insbesondere mit der nordischen Mythologie beschäftigen.

Ich finde das Thema echt spannend und habe mich auch schon vorher ein wenig damit beschäftigt, aber das ganze vor anderen Leuten zu präsentieren ist ehrlich gesagt mein Albtraum. Ich spreche total ungerne vor anderen Menschen, auch wenn es nicht viele sind und vergesse dann immer die Hälfte von dem, was ich sagen wollte. Ich bin dafür eben einfach nicht gemacht und drücke mich viel lieber schriftlich aus.

Manchmal muss man aber eben leider über seinen Schatten springen, und mag er noch so lang sein. Ich brauche dringend die Note, die ich mit diesem Tutorium erwerben kann, damit ich endlich mein Studium zu Ende bringen kann. Denn dafür ist die Zeit langsam mehr als reif.
Dass ich jetzt schon tausend Tode sterbe und heute Nacht vermutlich kein Auge zumachen werde ändert aber leider auch das Wissen um die Wichtigkeit der Sache nichts.

Wenn ich diese Herausforderung morgen hinter mich gebracht habe, sollte es aber bergauf gehen mit dem Tag. Dann möchte ich nämlich in die Stadt und mir einen Tagesplaner holen. Ich habe dieses Jahr so lange gegrübelt, was ich mir für einen Wandkalender holen soll, dass ich total vergessen habe, dass ich ja auch noch eine Agenda für meine Termine und Aufgaben brauche. :D

Am späten Nachmittag steht dann noch ein besonderer Punkt auf meinem Tagesplan: Das Aktionsbündnis "Münster gegen PEGIDA/MüGIDA" demonstriert dann nämlich in der Innenstadt. Da mir jegliche rechte Tendenzen in der Gesellschaft schon immer zuwider waren, werde ich mich gemeinsam mit einer Freundin dieser Demo anschließen. Ich bin sehr gespannt, wie das ganze ablaufen wird und werde sicherlich darüber berichten.

Jetzt aber gönne ich mir erstmal noch einen kurzen Spaziergang, um ein bisschen runterzukommen und das schöne Wetter zu genießen, bevor ich mich wieder an die Vorbereitung meines Referats mache.
Ich wünsche euch einen schönen (Rest-)Sonntag!

Mittwoch, 7. Mai 2014

Angst am Ende des Studiums

An dieser Stelle mal ein ziemlich persönlicher Beitrag von mir. Ich befinde mich momentan im 4. Semester eines Masterstudiums. Es sollte das letzte Semester sein, aber mir kommen immer größere Zweifel, dass die noch ausstehenden Aufgaben überhaupt in der verbleibenden Zeit zu schaffen sind.

Streng genommen schwimme ich in einem rieisgen Berg zu erledigender Aufgaben. Das Problem ist aber folgendes: Nichts geht voran, ich bin wie gelähmt.

Viele der übrigen Aufgaben habe ich bis jetzt aufgeschoben, weil sie mir unbequem waren. Natürlich sind sie mir auch jetzt noch unbequem, was es nicht leichter macht. Wie es aussieht, werde ich z.B. mindestens ein Tutorium halten müssen. Mit etwas Pech hätte ich sogar noch ein anderes machen müssen und dies aus Unwissenheit nicht erledigt - und wie soll ich das bis zu Beginn der Semesterferien noch schaffen? Mal ganz davon abgesehen, dass ich ohnehin Angst davor habe, vor Menschen zu sprechen. Schon ein einzelnes Referat bedeutet puren Stress für mich.

Daneben stehen noch ein Essay und eine Hausarbeit aus, und natürlich die Masterarbeit, für die mir auch noch die Ideen fehlen.

Nun könnte man sagen: Wo ist denn das Problem, noch ein weiteres Semester dranzuhängen? Nun, das Problem besteht darin, dass es ein finanzielles Desaster für mich wäre. Dieses Semester wurde mein Bafög bereits erheblich gekürzt, weil meine Mutter einen anderen Job hat als vorher. Auf dem Papier verdient sie jetzt mehr und könnte mich faktisch finanziell besser unterstützen - die Realität sieht aber anders aus. Würde ich aber ein weiteres Semester dranhängen, fiele das Bafög komplett weg. Ich wäre gezwungen, meine Wohnung im Studentenwohnheim aufzugeben und zu meinen Eltern zu ziehen - mehr als 3 Stunden Zugfahrt von meiner Universität entfernt.

Manchmal bereue ich es, dass ich den Master überhaupt angefangen habe. Schon die Zeit vor Studienbeginn war ein Alptraum, da ich in einen heftigen Streit mit dem Prüfungsamt verwickelt war, bei dem es um eine angeblich fehlende Note ging. Am Ende war ich psychisch so am Ende, dass ich mir nur noch gewünscht habe, dass alles einfach aufhört. In letzter Minute rutschte ich schließlich in den Master - doch die Freude war getrübt.

In diesem letzten Semester fällt es mir nun unheimlich schwer, überhaupt wieder in den Unibetrieb reinzukommen. Ich frage mich, woran es liegt. Die Unbequeheit der letzten Aufgaben ist sicher ein Grund, aber ist es der einzige? Ich habe von vielen Leuten gelesen, die Probleme hatten, sich nach einem Auslandssemester wieder einzuleben. Da ich mich während des Auslandssemesters so oft nach Hause zurückgewünscht habe, glaubte ich nie daran, dass mir das auch so gehen würde, aber irgendwie scheint es zu stimmen, zumindest in Bezug auf das deutsche Uni-Leben.

Vielleicht wird es aber auch ganz generell einfach Zeit, dass ich hier rauskomme. Zwar habe ich Angst, was aus mir nach dem Studium wird - bei Geisteswissenschaftlern ist das ja oft so eine Sache - aber fast 6 Jahre Studium reichen einfach. Ich liebe es zu lernen und ich liebe mein Studienfach, aber die Uni-Bürokratie und die finanzielle Abhängigkeit sind mir schon lange lästig. Letztere führt auch noch zu der Angst, dass meine Eltern - berechtigt - sicher verdammt wütend werden, wenn ich nicht in der Regelstudienzeit bleibe. Auch wenn es nicht gerade förderlich ist, dass ich Angst davor haben muss, ihnen davon zu erzählen...

Das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben. :)