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Donnerstag, 2. Januar 2025

Blick zurück und Blick nach vorne

 Frohes neues Jahr, alle zusammen! 

Wenn ein neues Jahr beginnt, wird es Zeit, auf das Alte zurückzublicken. Im Falle von 2024 tue ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lange herrschten Stagnation und Frustration vor, eh im Herbst die Dinge eine unerwartete Wendung nahmen und endlich Anlass zur Hoffnung gaben.

Seit Oktober arbeite ich nun wieder in Münster, der Stadt, in der ich einst studiert habe, und ich wünsche mir sehr, dort endlich mein berufliches Zuhause gefunden zu haben. Nach einem Monat auf den Sofas meiner Freunde hat sich dann auch die glückliche Gelegenheit ergeben, eine eigene Wohnung zu finden.

Diese letzten drei Monate des Jahres waren turbulent, aber sie waren auch anregend. Ich habe Menschen kennengelernt, meine erste Corona-Erkrankung hinter mich gebracht und viele neue Dinge gelernt. Es war mir endlich wieder möglich, ein paar schöne Dinge zu unternehmen, für die mir vorher lange das Geld, die terminliche Freiheit und die Motivation gefehlt haben. Außerdem ergab sich die Chance, nach langer Zeit einmal wieder ganz offiziell Rezensionen zu schreiben, für die Leserunde zu einer meiner liebsten Serien. 

All dies hat in mir den Wunsch geweckt, 2025 endlich wieder mehr Zeit in meinen Blog zu investieren. Da die Tage, in denen ein Blog rein für sich existieren kann, jedoch lange vorbei sind, habe ich mich auch dazu entschlossen, ihn nach und nach mehr in Social Media Kanäle einzubinden, angefangen bei meinem Instagram Account, der ohnehin schon länger eher nur vegetiert als floriert. 

Den Anfang machen dabei diese gesammelten Impressionen aus Münster in den vergangenen Monaten, allen voran der Prinzipalmarkt in der Silvesternacht.

In diesem Sinne: auf ein gutes Jahr 2025! 🎉💕

Montag, 16. November 2020

Stürmische Zeiten - die EpicCon in Münster

Ich war schon ein wenig skeptisch, als die EpicCon 2018 erstmals ihre Pforten in Münster eröffnete: hätte so eine groß angelegte Convention eine Chance in dieser doch recht biederen Studentenstadt? Schließlich hatte ich in meiner Zeit dort so viele coole Veranstaltungen scheitern sehen, die anderswo auf jeden Fall funktioniert hätten. Doch ob es nun an der Popularität des Themas japanische Popkultur liegt oder daran, dass Convention-Besucher auch längere Anfahrtswege nicht scheuen: die EpicCon scheint es geschafft zu haben und fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt.

Bei der ersten Auflage 2018 war ich dabei und habe meinen durchweg positiven Eindruck hier festgehalten. Im Vergangenen Jahr musste ich einmal aussetzen, doch in diesem Februar ließ ich mir die Chance nicht nehmen, noch einmal zu schauen, wie sich die Convention in der Halle Münsterland so entwickelt hat.

Das Wetter an jenem Sonntag, dem 9. Februar, hätte wahrlich besser sein können. Da es bereits am Tag zuvor massive Sturmwarnungen gegeben hatte, hatte ich spontan umgeplant und war bereits am Samstag nach Münster gereist - vielen Dank an dieser Stelle an meine Freundin für die superspontane Gastfreundschaft! So konnten wie uns an diesem Tag schon früh auf den Weg zur Halle machen. Drinnen nach der ausführlichen, aber doch flotten und vor allem sehr freundlichen Taschenkontrolle, bekamen wir dann natürlich erstmal nichts mehr vom Wetter mit. 

Oh, wie gerne hätte ich... ♥

Die Convention war in den vergangenen Jahren eindeutig gewachsen, und es gab jede Menge zu entdecken. Vom Programm bekamen wir mal wieder wenig mit, so lange waren wir damit beschäftigt, uns einfach alles anzuschauen. Es gab jede Menge Künstler zu entdecken, von denen uns einige noch nicht von anderen Conventions bekannt waren. Auch die kommerziellen Händler boten ein gutes Angebot. Außerdem gab es eine ganz ordentliche Anzahl der immer populärer werdenden Autos und Motorräder in Animeoptik zu bewundern.


Obwohl die EpicCon in erster Linie als Convention für japanische Popkultur beworben wird, kamen bei dieser Auflage auch Freunde anderer Fandoms auf ihre Kosten. So war beispielsweise Star Wars ziemlich gut vertreten.


Im allgemeinen ist Fanmerch ja immer echt teuer, aber gerade auf Conventions kann man schon einmal das eine oder andere Schnäppchen ergattern. So erwies sich für uns an diesem Tag der Stand von yvolve als Eldorado, denn dort gab es einen Sale. Nur so viel sei gesagt: ich besitze seitdem ganze fünf richtig coole, neue T-Shirts. :D 


Irgendwann am Nachmittag merkten wir dann doch so langsam den Hunger und machten uns auf Nahrungssuche. Wir hatten uns fest vorgenommen, etwas Japaniches zu essen, aber das Angebot auf der EpicCon erwies sich leider als noch ausbaufähig. Vor dem Ramen-Stand gab es eine riesige Schlange und nach japanischen Crêpes als Hauptmahlzeit war uns irgendwie nicht. Also erledigten wir unsere letzten Besorgungen und verabschiedeten uns von der Convention.

Wieder draußen mussten wir feststellen, dass die angekündigte Sturmwarnung keine der zu diesem Zeitpunkt fast wöchentlich vorkommenden Übertreibungen gewesen war. Zum Glück kam schnell ein Bus, der uns zum Hauptbahnhof brachte, wo wir dann beim Asia-Schnellimbiss einkehrten (man muss halt nehmen, was man kriegen kann - und es war echt lecker!).

Als wir fertig waren, erwartete mich eine Überraschung: der Bahnhof war voller ratloser Menschen, viele davon eindeutig auch Besucher der EpicCon. In der Eingangshalle konnten wir live verfolgen, wie der Bahnverkehr in NRW nach und nach eingestelllt wurde. Ich überlegte eine Weile, ob ich versuchen sollte, doch noch nach Hause durchzukommen. Bei 3 1/2 Stunden Fahrt schien mir das aber eher ein mäßig gute Idee, sodass ich letzten Endes die Freundin fragte, bei der ich schon in der Nacht zuvor geschlafen hatte, ob sie mich eine weitere Nacht beherbergen würde. Das tat sie zum Glück und ich schnappte mir den nächsten Bus zu ihr. Auch das war, wie sich im Nachhinein herausstellte, eine echt knappe Kiste, denn auch der Busverkehr wurde bald darauf eingestellt. Am nächsten Tag sah ich einige der Besucher der EpicCon im Lokalfernsehen des WDR wieder. Sie wurden interviewt, weil sie in von der Bahn bereitsgestellten Zügen auf dem Bahnhof hatten übernachten dürfen. Irgendwas sagt mir, dass diese EpicCon für viele ein Erlebnis sein wird, von dem sie noch lange erzählen werden. :D

Im Endeffekt lief es darauf hinaus, dass ich bis Dienstag Nachmittag bei meiner Freundin bleiben sollte, denn bis dahin fuhr in NRW quasi kein Zug. Am Montag war das Chaos sogar so perfekt, dass ich erst zum Bahnhof fahren musste und eine Weile auf die Gleise starren musste, um überhaupt herauszufinden, ob wieder Züge fuhren. Was sie nicht taten. Die Informationspolitik der deutschen Bahn ist ja eh nicht gerade für ihre hohe Qualität bekannt, aber in dieser Lage war sie komplett zusammengebrochen. Auch Dienstag Nachmittag war die Rückfahrt noch irgendwo zwischen Geduldsprobe und Glücksspiel, aber da ich Mittwoch arbeiten musste, hatte ich keine andere Wahl, als es zu probieren, und am Ende kam ich doch irgendwie an.

Mein Fazit zur EpicCon 2020: es war wieder eine tolle Convention, die sich in den vergangenen Jahren in die richtige Richtung weiterentwickelt hat. Die abenteuerlichen Umstände haben mich viele Nerven gekostet, werden mir aber wohl immer in Erinnerung bleiben.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die EpicCon auch 2021 hätte stattfinden sollen, aber aus gegebenem Anlass würde ich aktuell keinen Finger darauf verwetten, dass diese Pläne noch stehen. Wir werden es sehen. Sollte es dazu kommen, mit welchen wunderlichen Einschränkungen und Maßnahmen auch immer, wäre ich in jedem Fall dabei!

Samstag, 14. November 2020

Besuch der Sonderausstellung William Turner - Horror and delight in Münster

Wenn man sich diesen Blog hier so ansieht, könnte man manchmal meinen, ich interessiere mich nur für Popkultur jeglicher Art. Das stimmt so aber eigentlich gar nicht, eigentlich mag ich auch ganz andere Dinge. Kunst zum Beispiel. Und genau darum habe ich im Januar auch eine Freundin überredet, mit mir ins Museum zu gehen. Ich hätte es mir nämlich ernsthaft übel genommen, wenn ich die Chance auf einen Besuch der Turner-Ausstellung in Münster hätte verstreichen lassen.

Mit einer großen Werbeoffensive war sie angekündigt worden, die Ausstellung "Turner. Horror and Delight." im LWL Museum für Kunst und Kultur mitten in der Münsteraner Innenstadt. Vom 8. November 2019 bis zum 26. Januar diesen Jahres zog es Kunstbegeisterte nach Münster - und davon nicht zu wenige. Alle wollten die Ausstellung um den englischen Maler sehen, der auch über 150 Jahre nach seinem Tod noch international bekannt ist für seine einzigartigen Darstellungen von Licht.

So erwartete uns auch, obwohl wir uns schon früh auf den Weg gemacht hatten, eine recht ordentliche Schlange im Museum. Ein Schließfach zu finden war gar nicht so einfach, und nach dem Anstehen für die Tickets konnten wir uns gleich noch einmal anstellen, um später in die Ausstellung zu dürfen. Nach etwa einer halben Stunde Wartezeit auf der Treppe durften wir sie schließlich betreten, die heiligen Hallen der Turner-Sonderausstellung, in der wir beide trotz unserer mittlerweile 30+ Jahren den Altersdurchschnitte an diesem Tag doch noch deutlich senkten. Ich schiebe das mal darauf, dass es sich um einen Arbeitstag handelte.

Ich persönlich finde, dass sich das Warten an jenem Tag aber auch durchaus gelohnt hat. Highlights waren für mich ganz klar die Gemälde mit ihrer einzigartigen Darstellung von Licht und wie dieses die verschiedensten Landschaften und Szenarien zu beeinflussen weiß. Das in echt direkt vor sich zu sehen, war noch einmal etwas ganz anderes, als es nur in einem Bildband zu betrachten.

Doch die Ausstellung hatte noch einiges mehr zu bieten und gewährte auch Einblicke in weniger bekannte Seiten von William Turner. Biografische Infos, Hintergründe zu den Bildern, Skizzen - dies alles ließ die Besucher das Werk des Malers von anderen Seiten sehen und war auf ganzer Linie interessant.

Da wir an keiner Führung teilnahmen, konnten wir die Ausstellung ganz in unserem eigenen Tempo erkunden und waren so auch eine ganze Weile unterwegs. Danach waren wir schon ziemlich gesättigt an Eindrücken, ließen es uns aber doch nicht nehmen, wenigstens noch einen kleinen Abstecher in die Mittelalter-Abteilung des Museums zu machen. Wenn man so viele Mittelaltermärkte besucht wie wir, ist das doch irgendwie Ehrensache. ;) 

Das Museum selbst hätte danach auch noch einiges mehr zu entdecken gehabt und außerhalb der Sonderausstellung war auch nicht viel los, war es schließlich ein Tag unter der Woche, aber irgendwann waren wir einfach nicht mehr aufnahmefähig. Also machten wir uns auf den Weg nach draußen, wo wir zu unserer Überraschung feststellten, dass die Warteschlange mittlerweile draußen, über eine Straße und mehrere Gebäude weit fast bis zur Johannisstraße stand. Unglaublich, ein solcher Andrang im beschaulichen Münster!

Mir hat unser Besuch in der Ausstellung "Turner. Horror and delight." jedenfalls ausgesprochen gut gefallen und ich würde mich sehr freuen, wenn nach diesem riesigen Erfolg das LWL Museum für Kunst und Kultur in Zukunft öfter mal den großen Malern vergangener Zeiten Ausstellungen widmen würde und so ein bisschen Kunstgeschichte nach NRW holen würde. Offenbar bin ich ja nicht allein damit, vergangenen Stilepochen bei Weitem mehr abgewinnen zu können als der zeitgenössischen Malerei. Das mag mich vielleicht zum Banausen machen, aber damit kann ich eigentlich ganz gut leben. :P

PS: Die Chance zum Besuch der besagten Ausstellung ist nun natürlich verstrichen, aber wer jetzt doch ein bisschen Interesse an William Turner entwickelt hat, dem kann ich den Film "Mr. Turner - Meister des Lichts" ans Herz legen, der sich einfühlsam und in schönen Bildern dem Leben des Künstlers widmet und dabei auch den Widerwillen thematisiert, der ihm für seine angeblich "profane" Kunst schon zu Lebzeiten von den Kunstkritikern seiner Zeit entgegenschlug:



Dienstag, 10. November 2020

Lichterspektakel im Zoo - Christmas Garden in Münster

Direkt vom Freilichtmuseum Mühlenhof ging es für meine Freundin und mich weiter zur nächsten Veranstaltung in den nahen Allwetterzoo. Dort gastierte mit dem Christmas Garden eine weitere, neue Illuminations-Veranstaltung. Das wollten wir uns trotz des für Münster recht typischen, ziemlich hohen Eintrittspreises nicht entgehen lassen. Eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben!


Der Christmas Garden in Münster stellte sich als wirklich wunderschön gemachte Veranstaltung heraus. Durch den mit Zeitfenstern geregelten Einlass war es dabei auch nicht überfüllt und man konnte überall super schauen. Besonders gut gefallen hat mir, wie gut die Illuminationen an die im Zoo vorhandenen Landschaften angepasst wurden. Die Wasserflächen wurden als Spiegel genutzt, im Wald fand sich ein Lebkuchenhaus und im wuchernden Bambus-Dickicht tastete man sich vorsichtig durch ein unruhiges, grünes Lichtermeer voran. Es war ein spannendes Erlebnis für alle Sinne! Die Tier des Zoos wurden dabei übrigens natürlich auch nicht den ganzen Abend gestört, denn die abgegrenzten Wege für die Veranstaltung führten weitestgehend nicht entlang der Gehege oder gar durch die Tierhäuser, was ich auch für richtig und wichtig halte.

Natürlich haben wir auch hier wieder fleißig unsere Eindrücke in Bildern festgehalten, von denen ich meine Favoriten hier zusammengestellt habe:






Ich bin ja generell ein großer Freund der seit einigen Jahren boomenden Illuminations-Veranstaltungen, aber der Christmas Garden in Münster konnte da echt noch einmal positiv herausstechen. Sollte die Veranstaltung noch einmal in für mich erreichbarere Nähe stattfinden, wäre ich sicher sofort wieder mit dabei!

Montag, 9. November 2020

Museum im Lichterglanz - der Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum Mühlenhof in Münster

Was Weihnachtsmärkte angeht, bin ich eigentlich ziemlich wählerisch. Die großen, städtischen Märkte sind mir meist zu überlaufen, sodass - wenn überhaupt - nur ein Besuch um die Mittagszeit in Frage kommt. Von der weihnachtlichen Beleuchtung bekomme ich so natürlich nichts mit. Umso schöner, dass es auch zunehmend kleine, feine Alternativen zu diesen Massenveranstaltungen gibt. Eine davon ist der Weihnachtsmarkt im Münsteraner Freilichtmuseum Mühlenhof, dem ich 2019 einen Besuch abgestattet habe.

 

Es handelt sich um einen recht kleinen Markt, bei dem an einigen Ständen Kunsthandwerk und ähnliches angeboten wird. Auch Essen und Trinken gibt es in kleinem Rahmen, wir gönnten uns bei unserem Besuch beispielsweise einen leckeren, süßen Flammkuchen. 

Das wahre Highlight war für mich aber die Beleuchtung. Sobald die Sonne untergeht, werden die traditionellen, westfälischen Gebäude sowie die Landschaft angestrahlt und verwandelnd das Museum in ein traumhaftes Lichtermeer. Im Endeffekt haben wir dann auch die meiste Zeit unseres Besuchs damit zugebracht, zu versuchen mit unseren Kameras wenigstens einen Hauch dieses Zaubers einzufangen. Ob es mir gelungen ist, davon könnt ihr euch anhand der folgenden Impressionen selbst einen Eindruck verschaffen:




Ob nun mit der Kamera im Anschlag oder einfach nur mit staunend geöffneten Augen, ich kann den Weihnachtsmarkt im Münsteraner Freilichtmuseum nur wärmstens empfehlen. Dieses Jahr wird er vermutlich genauso wenig wie alles andere stattfinden, aber es kommen sicher auch wieder bessere Zeiten, in denen gerade solche kleineren Veranstaltungen unser aller Unterstützung werden brauchen können. Bis dahin muss man sich wohl mit den Erinnerungen an bessere Zeiten zufrieden geben und öfters mal zurückblicken.

Samstag, 10. Oktober 2020

Klein, aber fein: Die Comic und Mangaconvention in Münster Hiltrup


 Eigentlich wäre ich jetzt gerade mit einer Freundin im schönen Aachen shoppen - wer weiß schließlich, wie lange das überhaupt noch möglich ist, eh uns wieder die wildesten Restriktionen ereilen. Da diese Freundin nun aber krank geworden ist (nein, aller Voraussicht nach nix mit Corona), mussten wir es verschieben. Und nun sitze ich hier, habe schon einen Bananenkuchen gebacken und denke mir: du könntest ja auch mal was an deinem Blog machen, damit der Backlog nicht tatsächlich noch auf ein ganzes frustrierendes Jahr anwächst. Also geht es nun weiter mit meinem kleinen Bericht von der Comic-und Manga Convention in Münster-Hiltrup aus dem vergangenen November *hüstel*.

Am 23. November war es wieder so weit und ich machte mich mit einer Freundin auf den Weg zur Stadthalle in Hiltrup, einem Stadtteil, den ich während der mehreren Jahre, die ich in Münster gelebt habe, tatsächlich nie bewusst betreten habe. :D 

Und erwartete dort eine weitere Auflage der Comic-und Mangaconvention. Größentechnisch hat diese Con natürlich ganz andere Dimensionen als die riesigen Verwandten DoKomi oder German Comic Con. Doch links liegen lassen sollte man sie deswegen auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil, beide Münsteraner Auflagen der städteübergreifenden Con-Reihe haben mir ziemlich gut gefallen. Neben superfreundlichen Mitarbeitern gab es auch dieses Mal wieder ein soldies Angebot an professionellen Ständen sowie an Zeichnern. Das schöne an der Artist Alley ist dabei auch dieses Mal wieder gewesen, dass man dort auch mal ganz andere Gesichter sah und entsprechend viel Neues entdecken konnte. Während man bei den größeren Conventions zwangsläufig immer wieder die gleichen, schon etwas namhafteren Künstler antrifft, haben auf der kleinen Comic-und Manga Convention auch noch unbekanntere Aussteller mit einem vielleicht noch nicht so großen Angebot eine Chance, sich zu präsentieren. Eine sehr feine Sache, wie ich finde! Und wie der Name schon verrät, findet man dort auch nicht nur Künstler aus dem Mangabereich, sondern auch solche, die sich anderen Comicstilen verschrieben haben.

 Auch ein Programm fehlte bei der Convention nicht, während unseres Besuchs fand beispielsweise gerade der Cosplay-Wettbewerb stand. Leider war ich mal wieder zu faul, Fotos zu machen, aber es waren auf jeden Fall ein paar sehenswerte Kostüme dabei.

Mir ist aufgefallen, dass seitdem so viel Zeit ins Land gezogen ist, dass ich gar nicht mehr immer genau zuordnen kann, was ich eigentlich so von welcher Con mitgenommen habe - schließlich geht man ja eher selten mit leeren Händen von so einer Veranstaltung nach Hause. So musste ich auch ganz schön lange überlegen, bis ich zu dem Schluss gekommen bin, dass meine Ausbeute bei der Hiltruper Comic-und Mangaconvention wohl aus zwei Sachen bestand:

 

Mein kleiner Makoto aus Free!

Es handelt sich hierbei zunächst einmal um eine kleine Figur von Makoto aus Free! im Chibi Style, die ich einfach zu goldig fand. ♥ Dann ging noch eine Plüschgeldbörse in Form eines Shiba Inus in meinen Besitz über, die leider gerade nicht für ein Foto zur Verfügung steht. Wenn ich daran denke, hole ich das bei Gelegenheit noch nach. ;)

Lange Rede kurzer Sinn: die Comic-und Mangaconvention in Münster-Hiltrup ist für mich jederzeit einen Besuch wert. Gerade, wer mal ein paar neue Künstler entdecken möchte oder wem die großen Conventions einfach immer viel zu wuselig und überlaufen sind, sollte hier gerne mal einen Blick riskieren.


Montag, 4. Mai 2020

Weil's so schön war: der nächste Ausflug in den Allwetterzoo nach Münster

Ziemlich tiefenentspannt (und vielleicht auch ein klitzekleines bisschen übermüdet) machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg in den Allwetterzoo in Münster. Da ich schon mehrfach über diesen Zoo berichtet habe, möchte ich auch gar nicht so viele Worte verlieren. Obwohl unser Besuch an einem Sonntag stattfand, war es relativ ruhig und nicht zu voll im Allwetterzoo. Auch die Tiere zeigten sich sichtlich entspannt. Hier einfach mal noch ein paar Bilder von jenem Besuch:

Vergnügtes Zebra beim Sandbad
Familie Otter hält Mittagschlaf
Auch bei den Affen scheint man eher verschlafen zu sein
Nur der Gepard erweckte den Anschein, ein wenig wach(sam) zu sein.

Wenn das mal keine chilligen Impressionen sind? ;) Schon relativ früh am Nachmittag übermannte uns dann aber doch die Müdigkeit und wir machten uns auf den Weg nach Hause. Damit ging ein weiteres erlebnisreiches August-Wochenende zu Ende. Das folgende Wochenende war mein einziges Off-Wochenende in diesem Monat, aber am danach folgenden, letzten Wochenende stand noch ein weiteres, lang erwartetes Highlight auf dem Plan. Doch dazu mehr im nächsten Post.

Sonntag, 26. Januar 2020

Auf Vogelschau im Allwetterzoo Münster

Kaum hatten wir nach der Night Of The Pirates ausgeschlafen, stand auch schon der nächste Ausflug auf dem Programm. Es ging einmal wieder in den Allwetterzoo nach Münster. Das wunderbare Wetter eignete sich dabei ganz besonders, um ein paar der gefiederten Zoobewohner vor die Kamera zu locken.

 Balistar im Tropenhaus

Pelikane in ihrem idyllischen, nassen Zuhause

 Meister Adebar und seine Familie

Viel Zeit verbrachten wir aber auch im Streichelzoo. In Münster ist man dort den erfreulichen Schritt gegangen, die Tiere nicht mehr dauerhaft von den Besuchern füttern zu lassen. Stattdessen kann man sie nun bürsten - und die Ziegen finden das ganz offensichtlich große Klasse! 

Der Allwetterzoo in Münster bleibt für mich weiterhin immer mal wieder einen Besuch wert. ♥

Sonntag, 22. September 2019

Konzertbericht: Refused in Münster

Am Abend verlasse ich also frühzeitig das Festival auf dem Schlossplatz und mache mich auf den Weg zum Skaters Palace. Obwohl ich erst kurz nach Einlassbeginn da bin und mir in aller Ruhe das Merch anschaue, ergattere ich am Ende noch ein Plätzchen in der ersten Reihe. Voll wird es erst kurz vor Veranstaltungsbeginn, Ausverkauft ist das Konzert an diesem Abend jedoch nicht.

Als Support stehen an diesem Abend The Pearl Harts auf dem Programm. Die Band besteht nur aus zwei Mitgliedern - einer Schlagzeugerin sowie einer Sängerin und Gitarristin - rockt jedoch mehr als so manche vielköpfige Band, die ich bisher live gesehen habe. Beide Frauen strahlen eine coole Lässigkeit aus und füllen den Raum mit ihrer Präsenz und ihrem Sound voll aus. Die Aufmerksamkeit des Publikums ist ihnen während des gesamten Auftritts sicher. Ein wirklich imponierendes Konzert!


Die Wartezeit, bis die Headliner Refused die Bühne betreten, zieht sich dann leider ziemlich, dafür brechen die Schweden dann aber auch mit gewohnter Heftigkeit über die Leute herein. Sänger Dennis hält sich bis auf eine längere Rede zu Politik und Zeitgeist mit den Ansagen auffällig zurück, dafür gibt es den Sound von Refused quasi nonstop. Knapp eine Stunde geben Band und Publikum alles, Hits wie "Rather Be Dead" und natürlich "New Noise" dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie Stücke vom derzeit noch aktuellen Album "Freedom". Außerdem machen zwei neue Songs, "Blood Red" und "Economy Of Death" richtig Lust auf das neue Album, welches im Oktober erscheinen soll. Beide Lieder gehen richtig gut nach vorne, wie man es von Refused ja auch nicht anders erwartet hätte.

Und plötzlich, viel zu schnell, ist das Konzert dann auch schon vorbei. Refused verlassen die Bühne mit einem Knall, dem frenetisch gefeierten "New Noise" folgen weder Zugabe noch Abschiedsworte. Das ist heute so niemand mehr gewohnt, auf dem Weg aus der Halle höre ich viel geäußerten Unmut. So geht ein eigentlich großartiges Konzert leider mit gemischten Gefühlen zu Ende. Bereut habe ich den Besuch trotzdem nicht.


Freitag, 30. August 2019

Stippvisite beim Das Schloss Rockt Festival in Münster

Es ist so eine Sache mit Münster. An weitaus mehr Wochenenden, als einem lieb sein kann, ist in dieser Stadt musikalisch einfach mal nichts auch nur annährend relevantes los. Und dann gibt es diese seltenen Daten, an denen man sich mehrfach teilen können müsste, um alles zu sehen, was einen interessiert. Der 21. Juni war in diesem Jahr ein solches Datum. Auf dem Platz vor dem Schloss lockte das jährlich stattfindende, kostenlose Open Air "Das Schloss Rockt", während Abends die Sputnikhalle mit einem Refused-Konzert lockte und im Gleis 22 die lokalen Legenden Muff Potter spielten. Kompromisse mussten also gemacht werden. Gut, dass das Festival vor dem Schloss lange vor den abendlichen Konzerten begann und so zumindest Zeit für einen kurzen Besuch ließ.

Festival vor schöner Kulisse: Das Schloss Rockt in Münster

Bei bestem Sommerwetter hatten sich schon zu Beginn der Veranstaltung um 17 Uhr einige Interessierte eingefunden, um den Auftritt der ersten Band des Festivals zu sehen. Los ging es mit Prism aus Münster. Die Band bezeichnet ihre Musik als Alternative Metal und nennt unter anderem Papa Roach als Einfluss. Das Ganze ließ sich auf jeden Fall gut anhören, auch wenn der Band an diesem Tag ihr Bassist abhanden gekommen war. Die Stimmung vor und auf der Bühne trübte das jedenfalls nicht.


Als zweite Band standen Devil's Balls auf dem Programm. Ebenfalls aus Münster, ging es hier musikalisch aber in einer ganz andere Richtung. Diese Herren hatten sich offensichtlich mit Leib und Seele dem klassische Hard Rock verschrieben und brachten dies live auch sehr überzeugend rüber. Ein großes Vergnügen, diese Band live zu sehen.


Umso bedauerlicher fand ich es, dass es für mich danach schon Abschied nehmen hieß. Die zwei weiteren Bands des Abends, Angelwings und die großartigen Lacrimas Profundere, konnte ich mir nicht mehr ansehen, weil ich mich am Abend für den Besuch des Refused-Konzerts in der Sputnikhalle entschieden hatte - später mehr dazu.

Trotzdem war es schön, wenigstens einen Teil vom "Das Schloss Rockt" Festival mitbekommen zu haben. Wo sich in Münster endlich so ein attraktives, noch dazu kostenloses Open Air etabliert hat, möchte man das doch nicht ganz verpassen. Nächstes Jahr geht es hoffentlich mit unvermindert spannendem Line Up weiter!

Dienstag, 9. Juli 2019

Lichterglanz am Schloss - Münster leuchtet

Illuminationen aller Art im öffentlichen Raum sind momentan ganz ohne Zweifel im Trend. Auch das westfälische Münster lud Anfang April wieder zu einer solchen Veranstaltung ein. Direkt hinter dem Schloss im Botanischen Garten fand dort "Münster leuchtet" statt. Da ich zufällig für das Wochenende in der Stadt war, stattete ich dem Event am 05.04. mit einer Freundin einen Besuch ab.


Leider muss ich sagen, dass wir nicht so ganz glücklich wurden. Die Veranstaltung war durchaus schön gemacht, Kerzen waren auf dem Boden zu Bildern und Schriftzügen gelegt worden, Bäume erstrahlten mystisch angestrahlt. Der Mittelpunkt und das Highlight bildete aber natürlich das Schloss, welches in verschiedenen Farben angeleuchtet wurde und von dem auch immer wieder Details mit Licht in den Fokus gesetzt wurden. Ein kleines Rahmenprogramm gab es auch, am stimmungsvollsten und spannendsten hier eindeutig die Lesungen von Katja Angenent. Hier gab es gruselige und mysteriöse Begebenheiten aus dem Münsterland zu hören, stilvoll vorgetragen an einem geheimnisvoll beleuchteten toten Baum.


Soweit, so gut. Was war es also, was uns an diesem Abend irgendwie unzufrieden machte? Nun, im Wesentlichen das Preis-Leistungs-Verhältnis. Unseren ersten Rundgang hatten wir in unter zehn Minuten beendet, nach einem zweiten Rundgang beschlossen wir, uns noch eine Bubble Waffle zu gönnen, um das Gelände nicht gleich wieder zu verlassen. Das fanden wir, im Hinblick auf knapp 10 Euro Eintritt, offen gestanden beide ziemlich mager. Am Gelände lag es definitv nicht, dieses hätte von der Größe einiges mehr hergegeben. Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass wir von vergleichbaren Veranstaltungen wie den fantastischen Herbstlichtern in Jülich zu verwöhnt sind. Natürlich kann man nicht erwarten, dass für eine Veranstaltung, die nur an einem Wochenende stattfindet, ähnlich viel Aufwand betreiben wird wie für eine, die über mehrere Wochen hinweg offen ist, aber wie bereits gesagt: hier stimmte einfach das Verhältnis nicht.


Mein Fazit zu "Münster leuchtet" fällt also leider ziemlich durchwachsen aus. Eine durchaus schöne, kleine Veranstaltung, aber in meinen Augen leider deutlich überteuert. Zu diesen Konditionen würde ich persönlich den Ausflug bei einer kommenden Auflage nicht wiederholen.

Montag, 10. Juni 2019

Buntes Treiben in Münster - die Comic- und Manga Convention in Münster

Nach dem denkwürdigen Konzertabend mit Unzucht war ich ja nun zufällig gerade in der Stadt, als am 24. November die Comic- und Mangaconvention in Münster stattfand. Klar, dass ich mir diese Chance nicht entgehen ließ. Gemeinsam mit einer Freundin machte ich mich also mit dem Bus auf nach Hiltrup - einen Teil von Münster, den ich in den Jahren, in denen ich in der Stadt gelebt habe, noch nie betreten hatte.

Dank Handynavi war die Stadthalle, in der die Convention stattfand, auch recht schnell gefunden. Bei den sehr freundlichen Menschen am Einlass schnell das schmale Eintrittsgeld bezahlt, waren wir bereit, uns ins Getümmel zu stürzen.

Natürlich war die Con von der Größe her nicht mit ihren großen Verwandten wie der Dokomi oder der German Comic Con zu vergleichen, aber sie hatte eine durchaus angenehme Größe. Im Erdgeschoss stellten im Wesentlichen Händler aus, während eine Etage weiter oben die Zeichner und andere Kreative zu finden waren. Man konnte sich überall gut bewegen, aber es wirkte auch nicht zu leer oder schlecht besucht. Auch gab es einige interessante Produkte zu entdecken und die Preise waren fair. Insbesondere unter den anwesenden Künstlern gab es einige Neuentdeckungen, die ich noch nicht von anderen Conventions kannte.

Klassischerweise beende ich meinen Post mit meiner Ausbeute des Tages:

Meine entzückende dicke Katze <3


Und wieder einmal habe ich es geschafft, mir keine Visitenkarte geben zu lassen, und das Programm gibt zur Wiederauffindung einzelner Künstler leider auch wenig her, sodass ich nun nicht mehr zuordnen kann, bei wem ich den Block und das Lesezeichen gekauft hab. -.- Wer mich erhellen kann, immer gerne, denn natürlich würde ich den Künstler gerne verlinken.

Zusammenfassend kann ich jedenfalls sagen, dass mir die Comic- und Mangaconvention in Münster gut gefallen hat. Es war eine eher kleine Convention, bei der man die Möglichkeit hatte, neue Künstler zu entdecken, die aber auch genug für Freunde von Fanmerch jeglicher Art zu bieten hatte. Die Mitarbeiter waren überaus freundlich, die Stimmung entspannt und fröhlich. Wenn sich die Gelegenheit bietet, komme ich gerne wieder.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Konzertbericht: Unzucht in Münster

Es gibt Tage, da sollte man das Haus einfach nicht verlassen. Der 23. November schickte sich an, ein ebensolcher zu werden. Die Tickets für das Unzucht-Konzert waren schon lange gekauft, die Vorfreude war da, ich saß im Zug Richtung Münster - und dann ging alles schief. Zuerst war da die Nachricht auf meinem Handy, von meiner Begleitung für diesen Abend. Oder eben auch nicht mehr, denn in dieser Nachricht sagte sie mir für den Abend ab. Sie kränkelte etwas und in der nächsten Woche für den Unterricht fit zu sein war ich wichtiger. Ich weiß, sowas muss man respektieren, und irgendwann ändern sich bei den meisten Menschen die Prioritäten in Richtung Seriösität, aber... das hatte es noch nie gegeben und ich war doch ein wenig, nun, nennen wir es mal verstimmt. Und dann war da noch die Sache mit der Bahn, die anfing rum zu zicken, und zwar so richtig. Und das Finale der Geschichte: ich kam mit Kraft und Nerven am Ende und nur durch die freundliche Unterstützung ebenjener Begleitung, die mir zuvor abgesagt hatte auf die allerletzte Sekunde am Skaters Palace an. 

Allein machte ich mich auf den Weg nach drinnen, in den kleinen Raum des Skaters Palace, von dessen Existenz ich vorher ehrlich gesagt noch nicht einmal gewusst hatte. Die Vorband, Johnny Deathshadow, hatte gerade die Bühne betreten und begann, dem gut gefüllten Raum ordentlich einzuheizen. Ich war doch recht gespannt auf die Band, die ich zuvor nur von der großartigen Zusammenarbeit mit Start A Revolution ("Gangnam Style - Badass Version" - wer's noch nicht kennt, unbedingt anschauen!) kannte. Die Jungs kamen an diesem Abend sehr sympathisch rüber und schwupps, hatte sich meine Laune schon ein klitzekleines Bisschen gebessert.


In der Umbaupause hatte ich dann endlich Gelegenheit, mir einen vernünftigen Platz zu suchen. Ich landete links von der Bühne auf einer Art Empore, was sich als super Platz herausstellen sollte. Die Unzucht schaffte es dann recht bald, meinen Abend doch noch zu retten. Dem energiegeladenen Auftritt der Band konnte ich mich ebenso wenig entziehen wir den grundsympathischen und unterhaltsamen Ansagen oder der richtig gelungenen Songauswahl. Insgesamt herrschte an diesem Abend eine für Münsteraner Verhältnisse regelrecht ekstatische Stimmung, die ansteckend wirkte. 

Obwohl Unzucht an jenem Abend natürlich hauptsächlich ihr neues Album "Akephalos" vorstellten, erfreuten sie ihr Publikum auch mit beliebten Bandklassikern wie "Unzucht" oder "Kleine geile Nonne". Und da das Konzert so gut angenommen wurde, darf man ja vielleicht sogar darauf hoffen, dass die Band eines Tages als eine von wenigen sogar noch ein zweites Mal nach Münster kommt. Mehr derartig gute Konzerte würden dieser Stadt jedenfalls eindeutig guttun.


Dienstag, 15. Mai 2018

Japan zu Gast in Münster - Rundgang über die erste EpicCon

Im Februar gab es mal wieder eine neue Convention zu entdecken. Das für mich bisher immer eher veranstaltungsarme Münster wartet in 2018 nämlich gleich mit zwei neuen Conventions in der Halle Münsterland auf. Die erste davon, die EpicCon, fand am 03. und 04. Februar statt.

Tickets wurden wie gewohnt bereits im Vorfeld gesichert und waren dank eines Rabattflyers, der uns im Dezember bei der German Comic Con in Dortmund zugesteckt wurde, sogar noch günstiger als ohnehin schon. Da kommt natürlich Freude auf, denn so bleibt mehr Geld zum Vor-Ort-Ausgeben! ;)

Beim Einlass hatte es am Samstag wohl die eine oder andere Komplikation gegeben, am Sonntag schien man aber nachgebessert zu haben. Als wir (jedoch nicht gleich zur Eröffnung, man hat ja Erfahrung...) an der Halle eintrafen, mussten wir nicht lange warten, obwohl jeder Besucher eine Taschenkontrolle über sich ergehen lassen musste.

Drinnen bot sich uns das typische bunte Convention-Bild. Dass die EpicCon einen Schwerpunkt auf Japan und seiner Popkultur hat, wurde aus den Ständen der Händler und Zeichner und anderen Künstler deutlich. Es gab alles, was das Manga-Fanherz begehrt, aber auch einige Stände mit eher traditionellen japanischen Artikeln wie Geschirr. Auf einer Bühne in der Halle mit den Händlern gab es auch Darbietungen mit japanischer Musik und Tanz.

Doch auch Besucher, die sich nicht so für Japan erwärmen können, kamen auf ihre Kosten. Auch Zeichner aus anderen Genres hatten ihre Stände auf der Con aufgeschlagen und einige Stände bedienten diverse populäre Fandom-Bereiche. Und obwohl es insgesamt wirklich nicht wenige Stände gab, wäre bei einer Folgeveranstaltung tatsächlich noch Luft nach oben: Im Vergleich zu anderen Conventions hatte man zwischen den Reihen mit Ständen doch noch einiges an Platz!

Wir verbrachten an diesem Tag neben dem Einkaufsbummel bei den Ständen einige Zeit mit Spielen: Es gab Brett - und Geschicklichkeitsspiele auszuprobieren, ein riesengroßes Schaumgummi-Vier-Gewinnt sowie - riesige Begeisterung unsererseits - alte Videospiele. So zog bestimmt wieder eine Stunde ins Land, während wir uns bei Mario Kart Double Dash hitzige Duelle lieferten. Nur echt am Röhrenbildschirm, versteht sich. Gut waren wir zwar zu unserem Entsetzen nicht, aber wir hatten richtig Spaß!

Zufällig gerieten wir dann in einen lustigen Auftritt des lokalen Comic Planets. Die schmissen einfach mal großzügig Geschenke in die Menge. Hunderte Tütchen mit Yu Gi Oh!-Stickern, Sammelkarten-Booster, Gummibärchen, aber auch DVDs. Das war wie Karneval, nur deutlich cooler. :D

Am Ende des Tages waren wir dann mal wieder ziemlich platt. Zum Abschluss noch flott meine Ausbeute von diesem Tag:



Die Katzen-Handytasche stammt von Reflektierend, klein daneben ist ein Glöckchen-Anhänger in Hasenform. An meiner Tür neu hinzugekommen ist das coole Poster mit der Gasmasken-Ente von Kibori Art. Und sehr spontan und heftig verliebt habe ich mich in das Katzen-Toastbrot von Yppy.

Montag, 5. Februar 2018

Entdeckungstour zu den Skulptur Projekten 2017 in Münster

Endlich ist sie da, die vorlesungsfreie Zeit, und gibt mir die Möglichkeit, meinen Blog-Rückstand endgültig aufzuholen! So langsam wurmt es mich nämlich wirklich, dass ich noch immer im vergangenen Sommer feststecke, während sich doch dieses Jahr schon längst neue Abenteuer angebahnt haben... Doch wie dem auch sei:

Neben den zahlreichen anderen Aktivitäten gab es noch eine weitere Sache, der wir uns im August in Münster widmeten. 2017 fanden dort nämlich wieder die Skulptur Projekte statt. Dabei handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Kunstausstellung, die alle 10 Jahre stattfindet. Das letzte Mal - also 2007 - wohnte ich noch nicht in Münster, und dieses Mal wohnte ich dort schon nicht mehr. Schlechtes Timing also. Dennoch wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen, wenigstens ein paar der über die ganze Stadt verteilten Kunstwerke zu besichtigen. Also machten eine Freundin und ich uns an zwei Terminen auf den Weg um zu erkunden, was Münster 2017 unter moderner Kunst zu bieten hat.

Leider muss ich sagen: anscheinend sind wir waschechte Kunstbanausen, denn größtenteils hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen... xD Dennoch hier mal eine kurze Zusammenfassung dessen, was wir gesehen haben:

Menschen, die auf dem Kanal über das Wasser gehen - das war wohl für die meisten das absolute Highlight der Skulptur Projekte 2017. So auch für uns. Wir hatten unheimlich großen Spaß auf dieser Installation! Es fühlte sich einfach lustig an, barfuß auf einem Gitter knapp unter der Wasseroberfläche über den Kanal zu laufen. Und es machte Spaß, sich dabei zu fotografieren. Mit dummen Grimassen, springend, wie auch immer. Das ist es, woran ich mich erinnern werde, wenn ich mich in Zukunft an diese Skulptur Projekte erinnere! Auch wenn wir auf die Frage, ob das wirklich Kunst ist, im Grunde keine wirkliche Antwort fanden...

"On Water" von Ayşe Erkmen

Hochgelobt war auch Pierre Huyghes "After ALife Ahead" in der alten Eissporthalle, und ich hatte mir viel davon versprochen. Leider wurde es dann aber irgendwie eher eine große Enttäuschung... Keine Ahnung, ob die ganzen Bienen und Fruchtfliegen, die es dort geben sollte, schon zu Bett gegangen waren, als wir uns an einem späten Nachmittag auf den langen Weg zu diesem Kunstwerk am Rande der Stadt gemacht hatten, oder ob ihnen schlicht die Kälte und Dunkelheit in der Location nicht bekommen war. So oder so, wir fanden irgendwie nur eine ziemlich tote Mondlandschaft vor...

Da konnten die "Himmlischen Masken" von Hervé Youmbi bei uns schon mehr punkten. In den Bäumen am Überwasserfriedhof  zogen sie die Blicke auf sich und es machte Spaß, sie zu betrachten und zu fotografieren und dabei Stück für Stück die ganzen Details an ihnen zu entdecken. Erfreulicherweise machte der Künstler sie dem städtischen Kunstmuseum zum Geschenk, sodass sie auch in Zukunft in Münster verbleiben werden.

Himmlische Maske von Hervé Youmbi

Ganz in der Nähe besuchten wir dann noch die "Skizze für einen Brunnen" von Nicole Eisenman, welcher leider zu diesem Zeitpunkt schon Opfer von Vandalismus geworden war. Nur wenige Tage zuvor war eine der Figuren von einem unbekannten Dummkopf enthauptet worden... Dabei erfreute sich diese Skulptur eigentlich allgemeiner Beliebtheit, was wir bei unserem Besuch auch schnell merkten. So war es einfach unmöglich, Fotos zu machen ohne dabei Horden von anderen Touristen mit einzufangen, weswegen ich das Unterfangen irgendwann aufgab.

Gut in Erinnerung bleiben wird mir auch unser Besuch bei Oscar Tuazons "Kamin". Das liegt aber eher an den Umständen als am Kunstwerk, muss ich zugeben. Es war das erste der Skulptur Projekte, welches wir besucht haben. Voll motiviert, mit der App ausgestattet, machten wir uns auf den Weg. Und verliefen uns, irgendwo im nirgendwo im Industriegebiet am Hafen. Landeten in Ecken, die irgendwie gefährlich aussahen und schließlich in Gebüschen, die förmlich nach illegalen Aktivitäten schrien. Kunst war nirgends zu entdecken. Als uns das Gestrüpp schließlich wieder ausspuckte, standen wir am Kanal, das Kunstwerk direkt vor uns - und übersahen es erst einmal, weil wir es für ein altes Industrieteil hielten. So fühlt es sich an, das Leben als Kunstbanause! xD

"Kamin" von Oscar Tuazon

Das war es jedenfalls eigentlich schon, was ich bewusst von den Skulptur Projekten 2017 mitbekam. Eigentlich hatten wir vorgehabt, noch weitere Kunstwerke zu besichtigen, aber das ganze gestaltete sich mit dem Bus doch als ziemlich langwierig und hinzu kam, dass einige der Kunstwerke, die wir sahen, unsere Motivation nicht gerade anstachelten. So bin ich froh, dass wir ein bisschen was von den Skulptur Projekten mitbekommen habe, trauere aber eigentlich auch nicht gerade, dass es bei weitem nicht für alles gereicht hat. Moderne Kunst muss man wohl einfach mögen, und ich tue mich da zumindest zum jetzigen Zeitpunkt meines Lebens doch ziemlich schwer mit...

Freitag, 19. Januar 2018

Erster Frühmittelaltermarkt im Freilichtmuseum Mühlenhof

Auch eine Woche nach dem bereits besprochenen Fare Thee Well Festival zog es mich wieder nach Münster. Murren wir sonst eher, dass dort einfach nichts für uns los ist, war es in diesem August fast mehr, als man bewältigen konnte!

Das Freilichtmuseum Mühlenhof lud am 26. & 27. August zum ersten frühmittelalterlichen Markt ein und wir folgten der Einladung. Das Wetter war besser als angekündigt, sodass viele Menschen - besonders auch Familien mit Kindern sich wie wir in den Bus setzten und auf den Weg machten. Entsprechend war die Fahrt über Gruppenkuscheln angesagt. Natürlich erwischten wir den Bus mit dem durchgeknallten Pseudo-Anarchisten, der sein unfreiwilliges Publikum die ganze Fahrt über mit seinen bedauerlicherweise nicht vorhandenen Fähigkeiten an Ukulele und Gesang vereinnahmen wollte. Das Ganze endete fast in Handgreiflichkeiten zwischen ihm und einer resoluten Dame, der das Alles ganz zurecht über Gebühr auf die Nerven ging, sodass sich schließlich auch der Busfahrer einmischte... Kurz gesagt: wir waren froh, als wir endlich aussteigen durften und keiner blutete oder weinte ^^

Das Museum Mühlenhof war gut besucht, und neben den normalen Sehenswürdigkeiten des kleinen, aber feinen Museums hatten eben auch einige Mittelalterlager ihre Zelte aufgeschlagen, die alle durchaus authentisch wirkten und sich schön in das Ambiente des historischen Dorfes einfügten. Diese waren auch alle sehr offen und freuten sich sichtlich über Interaktion mit den Besuchern. Im Gegensatz zu vielen großen Mittelaltermärkten wirkten die Lager hier auch belebt und es wurde verschiedenen Handwerken nachgegangen.


Nachdem wir uns alles angesehen hatten, waren wir dann aber bald ein wenig ratlos, was wir tun sollten. Zwar gab es ein kleines Programm mit Schaukämpfen und einer mittelalterlichen Modenschau, doch dieses sollte erst über eine Stunde nach dem Ende unseres Rundgangs beginnen. Gerne hätten wir etwas im mittelalterlichen Ambiente gegessen oder getrunken, aber in der Beziehung sah es auf dem Markt leider ziemlich mau aus. Ein musikalisches Programm gab es zu unserem Leidwesen leider auch gar nicht. So entschieden wir uns schließlich dagegen zu warten und beendeten unseren Besuch auf dem Frühmittelaltermarkt weit früher als geplant.


Zusammenfassend würde ich sagen, dass dieser erste Frühmittelaltermarkt im Freilichtmuseum Mühlenhof in Münster zwar durchaus Potenzial hat, dass dieses jedoch noch nicht optimal ausgeschöpft wurde. Das Ambiente ist für einen solchen Markt super, auch die zwangsläufig durch das eher kleine Museum limitierte Größe und die Ausrichtung auf eine authentische Darstellung durch engangierte Gruppen sind alles Punkte, die ich als sehr positiv empfunden habe. Verbesserungswürdig waren aus meiner Sicht die Verpflegung und das Programm. Ein Getränkeausschank in etwas rustikalerer Optik (und sei es so eine hölzerne Weihnachtsmarkt-Bude) sowie zwei, drei Stände mit Essen, wie man es auch im Mittelalter hätte finden können, hätten für mich beim Ersteindruck auf dem Vorplatz schon Wunder gewirkt und mich vermutlich dazu veranlasst, länger zu bleiben.

Dennoch hat es mich gefreut zu hören, dass der Markt am 23. Juni 2018 eine weitere Auflage erleben wird und ich bin gespannt zu sehen, wie sich die Veranstaltung entwickeln wird.

Dienstag, 16. Januar 2018

Konzertbericht: Das Fare Thee Well Festival in Münster

Der August ist veranstaltungstechnisch traditionell ein sehr vollgepackter Monat, da machte auch 2017 keine Ausnahme. Und so ging es schon wenige Tage nach dem MPS in Telgte mit der nächsten Veranstaltung weiter: dem Fare Thee Well Festival in Münster am 18. August. Der Anlass für dieses Festival im Jovel war ein ganz Besonderer: Shawn Hellmann verabschiedete sich an diesem Abend aus seinem Musikerleben, um sich seinem beruflichen Werdegang zu widmen.

Wer in den letzten Jahren in der Mittelalter- und Folkszene rund um Münster und Osnabrück herum unterwegs war, der dürfte um diesen Mann nicht herumgekommen sein, so aktiv war er mit den unterschiedlichsten Projekten. So kommt es auch, dass er an diesem seinen Abschlussabend selbst als Musiker in allen beteiligten Bands gespielt hat. Eine ganz schön anstrengende Abschiedparty also!

Los ging es mit den Punch Drunk Poets. Die Band mit den eingängigen Songs irgendwo zwischen Folk, Rock und Pop und den wirklich beachtenswerten Texten sind in Münster schon lange keine Unbekannten mehr. Ihr Konzert war ein wirklich gelungener Opener für diesen langen Konzertabend, und ihre Verabschiedungsworte an Shawn verliehen dem Abend einen Hauch von Melancholie, der sich - dem Anlass entsprechend, bis zum Ende durchziehen sollte.



Gleich im Anschluss wurde es dann folkiger mit The Scarlet Scallywags. Diese hatte ich vorher nur dem Namen nach gekannt, war live dann aber sehr schnell von ihnen angetan. Hier gab es viel traditionellen Irish Folk, meist gut gelaunt und sehr tanzbar. Da kam schnell richtig gute Stimmung auf!


In der Umbaupasue gab es dann noch eine ganz besondere Überraschung: zwei Freunde hatten eigens ein eigenes Shanty für Shawn geschrieben, das sie auf der Bühne zum Besten gaben und ihm dann sogar als selbstgemachte CD überreichten. Der im Stück Besungene war dann auch sichtlich gerührt von so viel Liebe und Mühe, wie ihm hier entgegengebracht wurde.

Weiter ging es dann mit der Kilkenny Band, der Band, in der ich Shawn vor mehreren Jahren im Bastard Club in Osnabrück das erste Mal habe spielen sehen und deren Aktivitäten ich seitdem gerne folge. Auch sie spielten ein großartiges Set, traditionelle Tunes wechselten sich mit eigenen Stücken ab, was eine sehr schöne Mischung ergab. Auch hier wurden natürlich einige Abschiedsworte an Shawn gerichtet, unter anderem auch, dass es für ihn immer einen Platz in der Band geben werde.


Schließlich wurde es dann auch schon Zeit für die letzte Band, in der Shawn einen aktiven Part hatte. Die Pagan Folk Gruppe Waldkauz hatte ihn in der Zeit davor sehr oft als Unterstützung dabeigehabt, sei es auf der Bühne oder am Merch. Auch sie hatten sich etwas ganz Besonderes als Abschiedgeschenk ausgedacht und schenkten Shawn einen Ausflug in den Zoo zu seinen geliebten Faultieren. Der junge Mann kam an diesem Abend so langsam aus der Rührung gar nicht mehr heraus!


Mit dem (im übrigen wundervollen) Konzert von Waldkauz endete dann tatsächlich Shawns Leben als aktiver Musiker - wobei wir wohl alle hoffen, dass es nur ein vorübergehender Abschied ist.

Viele machten sich nach den Konzerten auf den Heimweg, doch die Party war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorbei. Wer noch Lust hatte zu feiern, der konnte dies nach einer Pause mit der Osnabrücker Band Überfällig tun. Auch uns zog es jedoch nach Hause, da es doch ein langer Abend gewesen war. So kann ich über alles, was später in dieser Nacht noch geschehen sein mag, auch nichts mehr schreiben. So oder so, in jedem Fall dürfte dies ein Abend gewesen sein, den alle Beteiligten und auch die Besucher so schnell nicht vergessen werden!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Harte Töne vor malerischer Kulisse: Unterwegs auf dem Das Schloss Rockt Festival in Münster

Das beschauliche Münster bietet Freunden härterer Töne traditionell eher wenig interessante Veranstaltungen. Umso schöner ist es da, dass sich in den vergangenen Jahren mit dem Das Schloss Rockt Festival ein neues, kostenloses Open Air Event etablieren konnte.

Vor der Kulisse des Schlosses, das heute zur Uni gehört, rockten auch in diesem Jahr am 30. Juni wieder vier Bands. Leider hatten sie dabei wie schon im letzten Jahr wieder mit dem großen Feind aller Münsteraner Outdoorveranstaltungen zu kämpfen - der Regen ließ mal wieder nicht lange auf sich warten.

Das Münsteraner Ani Lo Projekt konnte seinen Auftritt noch ganz im Trockenen bestreiten, sodass der Platz vor der Bühne dort schon ganz gut gefüllt war. Die Band präsentierte vor Ort ihr Album "Miracle". Zu hören gab es hier eher klassischen Hardrock mit Metal-Einschlägen, getragen von der rockigen Stimme von Sängerin Ani Lozanova.

Ani Lo Projekt

Weiter ging es nach einer Umbaupause mit Voodoma aus Düsseldorf, die mit ihrem Styling und der Bühnengestaltung gleich alle Blicke auf sich zogen. Der Sound der Band ging in Richtung Gothic Rock, der Auftritt war interessant anzusehen und anzuhören. Auch das sich verschlechternde Wetter konnte das Publikum vor der Bühne nun nicht mehr dezimieren.

Voodoma

Als drittes gingen schließlich Soulbound aus Bielefeld auf die Bühne. Bei den Bielefeldern ging es musikalisch dann noch einmal in eine ganz andere Richtung. Selber ordnet die Band ihre Musik als Alternative Metal ein und zeigt sich klanglich von all jenen amerikanischen (Nu-)Metalbands beeinflusst, mit denen meine Generation aufgewachsen ist. Trotzdem war der Sound auf ganzer Linie eigenständig. Für mich jedenfalls waren Soulbound die musikalische Neuentdeckung dieses Abends.

Soulbound

Als vierte und letzte Band betraten schließlich Aeverium die Bühne, die der eigentliche Grund für meine Anwesenheit an jenem Abend waren. Schließlich wollte ich mich schon lange mit eigenen Augen und Ohren davon überzeugen, was der "Chubby", der früher mit seiner damaligen Band Cyrcus in meiner musikalischen Sozialisierung im Kreis Heinsberg eine so große Rolle gespielt hat, heute so macht. Und was soll ich sagen: Ich war begeistert! Aeverium gingen so ab auf der Bühne, der Sound war so druckvoll, das gesangliche Zusammenspiel und die Interaktion auf der Bühne zwischen Sängerin Aeva und Sänger Marcel (wie Chubby eigentlich heißt) - es hätte, wenn es nach mir gegangen wäre, einfach nicht zu Ende gehen dürfen an diesem Abend. :D

Aeverium

Zu den letzten Tönen von Aeverium machte ich mich schließlich im leichten Regen, an den sich mittlerweile eh alle gewöhnt hatten auf den Weg zum Bahnhof. Es war ein sehr schönes Das Schloss Rockt Festival, dem hoffentlich noch viele weitere Auflagen folgen werden.

Samstag, 1. Juli 2017

Alles ist erleuchtet - Chinesische Lichter im Allwetterzoo Münster

Vom 17. März bis zum 30. April hatte man im Allwetterzoo in Münster die Möglichkeit, ein ganz besonderes Event zu erleben. In diesem Zeitraum gastierten dort nämlich die Chinesischen Lichter. Der Zoo konnte während dieser Veranstaltung bis in die späten Abendstunden hinein besucht werden. Die meisten Tiere hatten sich zu dieser Zeit schon in ihren wohl verdienten Feierabend in ihre Ställe zurückgezogen, dafür gab es für die Besucher etwas anderes zu sehen. Vierzig Lichtinstallationen mit unzähligen Einzelfiguren im chinesischen Stil machten den späten Zoorundgang zu einem ganz speziellen Erlebnis.

Unsere erste Runde drehten wir bei unserem Besuch, als es noch hell war. Schon da waren die gezeigten Installationen beeindruckend zu betrachten. Nashörner, Vögel, Blumen und noch vieles mehr aus buntem Stoff und Draht gab es da zu entdecken.  Manche der Instalationen sahen ganz natürlich aus, andere waren mehr im niedlichen Comicstil gehalten. Zu gefallen wussten sie jedenfalls alle. Ich persönlich war ja ganz begeistert von den chinesischen Tigern, dem Spielplatz der Pandabären sowie der chinesischen Tierkreiszeichen.

Im hellen betrachtet: Die Ratte als chinesisches Tierkreiszeichen

Richtig wunderschön wurde es dann mit Einbruch der Dunkelheit. Da wurde der zweite Rundgang richtig atmosphärisch und die Installationen entfalteten einen richtigen Zauber. Besonders beeindruckend war da natürlich der 6 Meter hohe und 40 Meter lange chinesische Drache, der auch ein klares Besucherhighlight ausmachte.

Der gewaltige chinesische Drache

Zu den Chinesischen Lichtern gab es auch ein passendes Rahmenprogramm. Bei einer Bühnenshow zeigten chinesische Akrobaten zu traditionellen asiatischen Klängen ihr Können. Außerdem gab es ein kleines Angebot an chinesischer Handwerkskunst, darunter Zuckermalerei. Hier wurden aus erhitztem, flüssig gemachten Zucker kleine, filigrane Kunstwerke geschaffen.



Der Besuch der Chinesischen Lichter im Allwetterzoo Münster war für mich jedenfalls ein auf ganzer Linie gelungenes Erlebnis. Der Eintritt war - zumindest in Münster - nicht ganz ohne und hat Kommentaren im Internet nach auch den einen oder anderen von einem Besuch abgehalten (die Kosten lagen bei 16 Euro pro Erwachsenen nur für die Installationen oder als Kombiticket mit dem regulären Zoobesuch für 29 Euro). Meiner Meinung nach war die Veranstaltung dieses Eintrittsgeld aber auch vollkommen wert.


Ich meine gelesen zu haben, dass auch schon andere deutsche Zoos Interesse daran angemeldet haben, die Installationen bei sich zu zeigen. Sollten euch also Infos dazu begegnen, so rate ich euch: nichts wie hin!