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Montag, 9. Februar 2015

Unterwegs auf der Via Belgica: Das Römerbad in Übach-Palenberg

Dieser Blog hat in den letzten Tagen und Wochen eindeutig zu viele Rezensionen und zu wenig anderen Inhalt gesehen. Das möchte ich heute ändern und endlich mal wieder ein kleines Ausflugsziel vorstellen, nämlich das Römerbad in Übach-Palenberg.

Das Römerbad:


Das Römerbad liegt mitten im Naherholungsgebiet der kleinen Stadt Übach-Palenberg in der Nähe von Aachen. Es handelt sich um die Rekonstruktion eines römischen Badegebäudes, welches erst 1988 wiederentdeckt wurde. Einst war das Geäude Teil eines römischen Gutshofes, einer so genannten villa rustica. Funden zu Folge wurde das Badehaus im 2. und vermutlich auch noch im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung benutzt. Die Rekonstruktion erfolgte bewusst so, dass man die antiken Teile des Gemäuers durch eine vertiefte Fuge von den neu aufgearbeiteten unterscheiden kann.

Dieses Bodendenkmal ist 13 Meter lang und 6 Meter breit. Man kann bei der Besichtigung die verschiedenen Räume erkennen und eine Hinweistafel gibt Auskunft über die Nutzung jener Räume. Zu sehen gibt es einen Umkleideraum, ein Kaltwasserbecken, einen beheizbaren Baderaum sowie einen Schwitzraum.

Das Badehaus stand vermutlich einst direkt an der Wurm, dem örtlichen Fluss. Dieser verläuft heute in einigen Metern Entfernung. Bei dem Gewässer, welches man im Hintergrund sieht, handelt es sich um einen künstliche angelegten Teich.

Das römische Badehaus ist heute Teil der Erlebnisroute Via Belgica. Dabei handelt es sich um eine touristsiche Route, die grob dem Verlauf einer alten römischen Heerstraße von Köln bis nach Herzogenrath nahe Aachen folgt.

Beaduerlicherweise wird das Gemäuer durch seine stets zugängliche Lage in einem Park immer mal wieder durch Graffitis verschandelt, was leider ein häufigeres Problem bei solchen Anlagen zu sein scheint.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Fahndung nach Augustus - Besuch in der aktuellen Wanderausstellung in Aachen

Am Sonntag habe ich mich zusammen mit meiner Mutter schon zum zweiten Mal in diesem Jahr ins neueröffnete Centre Charlemagne nach Aachen begeben. Anlass dieses Mal war eine derzeit gastierende Ausstellung mit dem klangvollen Namen "Fahndung nach Augustus - Suche nach den Wurzeln der Euregio".

Erarbeitet wurde die Ausstellung von einer deutsch-niederländischen Wissenschaftsgruppe, die auf den Namen "Euregionale Vicusgruppe" hört und aus Archäologen, Historikern und Museumsleuten besteht. Gegründet wurde die Gruppe mit der Absicht, die Geschichte der vier heutigen Städte Aachen, Maastricht, Heerlen und Jülich zu untersuchen, die alle aus einstigen römischen Siedlungen hervorgegangen sind.

Die bisherigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen kann man nun eben in der momentan in Aachen befindlichen Ausstellung bestaunen.
Doch warum Augustus? Zunächst einmal, weil sich dessen Tod dieses Jahr zum 2000. Mal jährt und man als überaus bedeutende historische Persönlichkeit aus diesem Anlass sicher eine Ausstellung verdient hat.
Doch es gibt noch einen anderen Grund: Die Wissenschaftler sind in ihren Untersuchungen nämlich zu dem Schluss gekommen, dass alle vier vorgestellten Städte mit großer Wahrscheinlichkeit auf Siedlungen aus augusteischer Zeit zurückgehen.

Wie sie zu diesem Schluss gekommen sind und wer Kaiser Augustus eigentlich war, darüber gibt die Ausstellung Auskunft.
So werden verschiedenste Funde aus allen Zeiten präsentiert, die den großen Imperator darstellen. Da gibt es Keramik, Fibeln, Münzen und noch vieles mehr zu bestaunen. Ein Film informiert zudem über die Kleidung und Ausrüstung eines römischen Soldaten zu Augustus' Zeit.
Außerdem erhalten Besucher einen Einblick in die Arbeit von Archäologen. So wird beispielsweise das Verfahren der Dendrochronologie erklärt, mit dessen Hilfe sich Funde aus Holz sehr genau datieren lassen.

Wem das bloße Schlendern durch die sehr interessante Ausstellung zu wenig ist, für den hat man sich im Centre Charlemagne noch etwas ganz besonders einfallen lassen:
Bei Betreten der Wechselausstellung finden Besucher einen Stapel mit kleinen Broschüren vor, die den Titel "Wer wird Imperator?" tragen. Beim Aufklappen erwartet sie dann ein 18 Fragen umfassendes Quiz. Die Fragen sind knifflig, aber alle mit Hilfe der Ausstellungsstücke und deren Begleittexten zu beantworten. Eine wirklich schöne Idee für ungeduldige Kinder, aber auch für Erwachsene, da man so auf einige Besonderheiten der ausgestellten Stücke gestoßen wird, die man sonst vielleicht übersehen hätte.

Wer das mindestens zur Hälfte gelöste Quiz am Ende des Museumsbesuches abgibt, der hat die Möglichkeit an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Wir haben unseres vollständig ausgefüllt aber als Erinnerungsstück mit nach Hause genommen:


Die überaus lohnenswerte Ausstellung gibt es noch bis zum 11. Januar 2015 im Centre Charlemagne in Aachen zu sehen. Danach zieht sie weiter in andere Museen nach Heerlen, Jülich und Maastricht.
Die Tickets in Aachen kosten 5, ermäßigt 3 Euro. Im Centre Charlemagne befindet sich neben der Augustus-Ausstellung auch noch eine sehenswerte Dauerausstellung zur Aachener Stadtgeschichte.

Donnerstag, 18. September 2014

Ein cooles Geburtstagsgeschenk

Gestern habe ich meinen 26. Geburtstag gefeiert. Es war ein wunderschöner Tag mit einem tollen Ausflug, über den ich an anderer Stelle noch berichten werde. Es haben aber auch viele Leute an mich gedacht, mir gratuliert und mir tolle Sachen geschenkt, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Ein sehr originelles Geschenk, über das ich mich riesig gefreut habe, kam dabei von meiner Mutter, die einmal wieder bewiesen hat, wie gut sie mich kennt :D

Das ist besagtes Geschenk:


Ein Fingerhut - aber ein ganz besonderer! Mal davon abgesehen, dass ich gerne kleine Sachen per Hand nähe und sowas also durchaus nützlich für mich ist, hat mich dieses Modell eines Fingerhutes echt fasziniert. Er hat nämlich ein historisches Vorbild.

Dieser Fingerhut, der in der Thimble Collection von Westair erschienen ist, zeigt nämlich einen Helm aus dem 8. Jahrhundert, der 1982 in York gefunden wurde. Bekannt ist der Helm unter dem Namen Coppergate - oder York-Helm. Es handelt sich um einen angelsächsischen Helm.

Ich freue mich jetzt schon darauf, ihn möglichst bald einmal im Praxistest ausprobieren zu dürfen! :)