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Donnerstag, 12. November 2020

Wie es funkelt - der Haldenzauber in Hückelhoven

Der Rest des Jahres 2019 stand bei mir irgendwie ganz im Zeichen der Lichter. Neben einem weiteren Besuch des Phantastischen Lichter-Weihnachtsmarkts in Dortmund, den ich hier nicht mehr gesondert erwähne sondern als Gesamterlebnis in diesem Post zusammengefasst habe, besuchte ich am 21. Dezember auch erneut den Haldenzauber in Hückelhoven.

Hier verwandelte sich die Millicher Halde erneut in einen märchenhaften Lichterpark. Einige der Figuren waren gute Bekannte aus dem Vorjahr, doch es gab auch allerhand Neues zu entdecken. Eigentlich mag ich gar nicht so viel zu der Veranstaltung erzählen, habe ich doch bereits im letzten Jahr darüber berichtet, wie gut sie mir gefallen hat und daran hat sich auch 2019 nichts geändert. Also lasse ich nun einfach die Bilder sprechen:






Auch für dieses verflixte Jahr war wieder eine Ausgabe des Haldenzaubers geplant, der Vorverkauf hatte sogar bereits gestartet. Durch das komplette Veranstaltungsverbot im November und der völligen Unklarheit, was für neue, spannende Auflagen uns alle im Dezember erwarten, pasuiert der Aufbau aber nun und eine mögliche Durchführung ist mal wieder völlig unsicher. Ich könnte jetzt eine Grundsatzdiskussion dazu eröffnen, warum man Veranstaltungen wie diese, die in der Besucherzahl perfekt beschränkbar und kontrollierbar sind, verbieten muss. Oder auch eine noch grundsätzlichere Diskussion, warum es einerseits heißt, die Ansteckungen mit Covid geschähen im Wesentlichen im privaten Bereich, dann aber sämtliche öffentlichen Veranstaltungen mit ausgeklügelten Hygienekonzepten und maximaler Nachverfolgbarkeit verboten werden, aber den Atem kann ich mir wohl auch gleich sparen. :)

Donnerstag, 20. Juni 2019

Ausflug ins Zauberland: Zu Besuch beim Haldenzauber in Hückelhoven

Veranstaltungen, die mit Lichtern und Illuminationen jeglicher Art spielen sind im Moment schwer in Mode und schießen gefühlt wie Pilze aus dem Boden. Eine weitere solche Veranstaltung feierte im vergangenen Winter ihre Premiere im tiefsten Westen Deutschlands. Dort lockte der Haldenzauber die Massen nach Hückelhoven auf die Millicher Halde. Die Abraumhalde aus der Zeit des Kohleabbaus in der Region verwandelte sich für mehrere Wochen nach Einbruch der Dunkleheit in ein wahrhaft zauberhaftes Märchenland.


Am Tag meines Besuchs war trotz mäßigen Wetters der Andrang gewaltig. Die Veranstaltung war in der ganzen Umgebung bereits lange im Voraus großzügig beworben worden, und die zu diesem Zeitpunkt bereits eingegangenen ersten Erfahrungsberichte machten neugierig, den Haldenzauber live zu erleben. So reihten wir uns ein in die lange Schlange Wartender aller Altersklassen.

Am Einlass musste man sich dann entscheiden: der reguläre Weg nach oben führte über eine lange (wirklich lange) Treppe. Wer nicht gut zu Fuß oder einfach faul war, konnte aber auch den Pendelbus nehmen. Wir entschieden uns für die Treppe. Manch einen ließen wir auf dem steilen Weg nach oben keuchend hinter uns. Oben angekommen machten wir uns gleich auf den Weg.


Anders als beispielsweise bei den Herbstlichtern im nahgelegenen Jülich, bewegte man sich beim Haldenzauber nicht frei durch die Gegend, sondern folgte einem Rundweg. Dieser führte einen vorbei an den unterschiedlichsten Illuminationen. Viele der Figuren waren dabei aus der Natur gegriffen: Leuchtende Eulen schwebten über unseren Köpfen, Fuchs und Eichhörnchen versteckten sich zwischen den Bäumen, ein majestätischer Hirsch überragte uns alle. Es war wirklich ein wenig, als wäre man in einem Zauberwald direkt in einem alten Märchen gelandet. Auf einer Lichtung gab es außerdem noch eine kleine Lichtshow.

Durch den großen Besucherandrang musste man manchmal etwas warten, bis man eine der Figuren in Gänze betrachten konnte, doch insgesamt hielt sich das echt im Rahmen. Der Rundgang war eigentlich auch nicht besonders lang, doch trotzdem hatte man am Ende das Gefühl, eine ganze Menge toller Eindrücke gesammelt zu haben.

Ich war von dieser ersten Auflage des Haldenzaubers jedenfalls wirklich angetan. Die illuminierten Figuren waren alle wunderschön und passten super in das Setting der mit Bäumen bewachsenen Halde. Umso mehr freut es mich, dass die Veranstaltung in 2019 in die zweite Runde gehen soll. Vom 29. November bis zum 05. Januar des nächsten Jahres soll es wieder so weit sein.


Ein kleines Manko gibt es jedoch: Hückelhoven ist nicht der Nabel der Welt, die Millicher Halde liegt selbst von der Stadt aus betrachtet abgelegen und der ÖPNV in der Gegend ist dürftig, insbesondere in den Abendstunden. Mit anderen Worten: wer wie ich kein Auto besitzt, ist ziemlich ausfgeschmissen. Hätte mich nicht eine Freundin mit Auto mitgenommen, wäre es mir quasi unmöglich gewesen, die Veranstaltung zu besuchen, obwohl sie nicht weit von meinem Zuhause entfernt stattfand. Einen Shuttleservice - natürlich auch bezahlt - beispielsweise zum Bahnhof Hückelhoven-Baal, fände ich darum eine großartige Sache.