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Donnerstag, 11. Juli 2019

Endlich wieder Meer sehen - Tagestrip nach Norddeich

Es gibt Zeiten, da hat man einfach das Gefühl, man müsse dringend mal raus. Woanders hin, an die frische Luft, etwas Neues sehen. Bei mir und auch bei so einigen Leuten in meinem näheren Umfeld manifestiert sich dieses Gefühl gerne in der Aussage, dass man doch wirklich mal wieder ans Meer müsse. Anfang April haben eine Freundin und ich diesem Impuls dann einfach mal spontan nachgegeben und uns mit dem Zug für einen Tagesausflug auf den Weg nach Norddeich gemacht.


Anfang April klingt jetzt nicht nach der optimalen Zeit für eine solche Aktion, aber wir hatten wirklich hervorragendes Wettes und konnten dazu noch davon profitieren, dass es aufgrund der Jahreszeit nicht überlaufen war.


Es wurde ein wirklich herrlicher Tag. Wir schauten ausgiebig aufs Wasser, das in der Sonne funkelte, ließen uns den Wind um die Nasen wehen, sammelten Muscheln und erkundeten die Souvenirlädchen. Einzig das mit dem Mittagessen gestaltete sich nicht ganz so wie erhofft - irgendwie machen sämtliche Restaurants in der Stadt - zumindest in der Nebensaison - erst gegen Abend auf. So landeten wir schließlich in einem Asia-Imbiss. Obwohl das nicht ganz das war, was wir uns erhofft hatten, war es keine unglückliche Wahl. Das Personal war sehr freundlich, die Preise günstig, das Essen lecker. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, an diesem Tag die asiatische Speisekarte links liegen zu lassen und stattdessen Backfisch zu bestellen. Irgendwas mit Fisch gehört für mich bei einem Tag am Meer schon irgendwie dazu. Meine Freundin, die keinen Fisch verträgt, war aber auch mit den Asianudeln äußerst zufrieden.


Als kleines Highlight fügten wir unserem Besuch in Norddeich noch einen Abstecher zur örtlichen Seehundstation hinzu. Dort gab es auch um diese Jahreszeit schon einige Fundtiere, die betreut wurden. Vom inneren der Station konnte man einen Blick auf sie werfen, auch die Arbeit der Pfleger wie beispielsweise die Zubereitung der Mahlzeiten konnte durch eine Glasscheibe beobachtet werden. Ansonsten beherbergt die Seehundstation ein sehr informatives, kleines Museum. Dort konnte man unter anderem lernen, was die Robben und Seehunde in ihrer Existenz bedroht (die Antwort lautet natürlich mal wieder: der Mensch in allen seinen Erscheinungsformen), was für weite Strecken die Tiere zurücklegen, und noch vieles mehr. Spaßig war auch eine Leinwand, an der man Infos zum Lebensraum der Tiere durch Handbewegungen erscheinen lassen konnte. Ich kann jedem, den es mal nach Norddeich verschlägt, einen Besuch sehr ans Herzen legen. [Off topic: Kurz nach meinem Besuch begegnete mir die Station übrigens ulkigerweise in Buchform wieder, bei der Lektüre des Mangas "Whispering Blue" des deutschen Künstlerduos Chasm. Ich habe die Station in den Zeichnungen sofort wiedererkannt und mich unheimlich gefreut. Überhaupt kann ich den Manga sehr empfehlen, wenn ihr euch für Boys Love mit Substanz erwärmen könnt.]


Zeit, um noch den Sonnenuntergang über dem Meer zu erleben, blieb uns bei unserem Ausflug am Ende leider keine mehr. Dafür wir die Heimfahrt dann doch zu lang, und wir waren eigentlich irgendwann auch zu müde. Doch schon beim langsamen Ausrollen aus dem Bahnhof Norddeich-Mole waren wir uns einig: das müssen wir bald mal wiederholen!


Dienstag, 11. Dezember 2018

Es geht los: Castlefest 2018, Anreise & Openingsconcert

Wenn mich jemand fragt, was ich am 1. Augustwochenende mache, dann kann ich seit nunmehr sieben Jahren immer die gleiche Antwort geben. Dieses Wochenende ist nämlich stets reserviert für das beste Festival der Welt, das Castlefest im niederländischen Lisse. Und so machten meine Freundin und ich uns natürlich auch in diesem Jahr am Donnerstag voller Vorfreude auf den Weg. Dieses Mal reisten wir jedoch mit einem leicht bangen Gefühl an, denn bei der Buchung unseres Stamm-B&Bs hatte es ein Problem gegeben. Was genau das bedeuten würde, das sollten wir dann vor Ort erfahren...

Die Anreise verlief problemlos, das Wetter war wie in diesem ganzen verrückten Sommer hervorragend, und auch das Buchungsproblem wurde geklärt - wenn auch etwas unkonventionell. Da unser Zimmer wegen eines Missverständnisses schon belegt war, wurden wir kurzerhand bei der Herbergsbesitzerin Zuhause im Gästezimmer einquartiert. Statt getrennter Zimmer und eigener Betten hatten wir nun ein Doppelbett und die Gesellschaft der freundlichen Hausherrin sowie ihrer Freundin, die sich gerade besuchte. Alles etwas ungewohnt, aber im Großen und Ganzen kein wirkliches Problem.

So machten wir uns dann irgendwann in aller Ruhe auf den Weg zum Festivalgelände, besorgten uns unsere Einlassbändchen und Essensmünzen und inspizierten schon ein wenig das Gelände. Da uns das musikalische Programm des Openingsconcerts in diesem Jahr jedoch nicht so sehr interessierte, entschieden wir uns nach dem Essen noch für einen Abstecher ans Meer.

Und was für eine Idee das war! Wir erlebten einen traumhaften Sonnenuntergang am Meer und einige wirklich magische Momente, als der Boden unter unseren nassen Füßen plötzlich zu leuchten anfing. Wir waren, wie uns ein freundlicher Spaziergänger erklärte, wohl auf eine Art fluoreszierende Algen gestoßen. Es war einfach wunderschön!

Premiere: ein Foto von mir auf meinem Blog. Weil ich es so 
schön finde, und weil man mich eh nicht erkennt :P

Als wir uns vom Meer lösen konnten, war es schon längst dunkel geworden und wir gingen bald zu Bett. Schließlich standen uns drei aufregende uns anstrengende Festivaltage bevor!