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Dienstag, 12. November 2019

Der Weg ist das Ziel: Die Reise nach Oslo

Der Sommer ist schon lange vorbei, draußen ist es nass und kalt geworden. Ein wunderbarer Zeitpunkt also, um in Erinnerungen noch einmal die schönste Zeit des Jahres aufleben zu lassen: den Urlaub! Meiner führte mich in diesem Jahr nach viel zu langer Zeit endlich einmal wieder in den hohen Norden, nach Oslo.

Los ging die Reise am späten Abend des 30. Juni. Das erste Stück der Reise, vom Westen NRWs aus bis Kiel, legten wir mit der Bahn zurück. Von dort ging es dann mit der Fähre weiter direkt nach Oslo.

 Leinen los und Kurs auf Oslo!

Die Zeiten für die Bahnfahrt hatten wir natürlich großzügig eingeplant, eine gewisse Nervosität blieb trotzdem. Baustellen pflasterten die Strecke, eine unserer ursprünglich gebuchten Bahnen fuhr deswegen erst gar nicht. Am Ende klappte aber trotzdem alles, und die nächtliche Fahrt fast alleine in alten Fernverkehrszügen gestaltete sich eigentlich recht angenehm. Damals waren die Sitze noch echt bequem und man kann sich auf ihnen wirklich gut ausstrecken. 

In Kiel angekommen blieb noch genug Zeit für ein Frühstück am Bahnhof. Es wäre sogar noch etwas Zeit gewesen, sich die Stadt anzusehen, aber mit Gepäck und bei Regen fanden wir die Aussicht dann doch nicht so verlockend. So waren wir dann auch überpünktlich am Ableger unserer Fähre und warteten dort mit unzähligen anderen Reisender auf das Beginnende Check-In. Und am Mittag konnte die Fahrt mit der Color Magic dann endlich losgehen. Es handelte sich um die erste derartige Fahrt für mich, auf einem Kreuzfahrtschiff mit Übernachtung.

 Auf Wiedersehen, Kiel! - die Reise beginnt

Und was soll ich sagen: ich war von Anfang an begeistert! Wir bezogen unsere Kabine, die auf der Hinfahrt sogar ein Fenster hatte, welches auf die Mitte des Schiffs zeigte. Man sah von dort also die Einkaufs- und Essmeile des wie eine kleine Stadt aufgebauten Kreuzers. Die Kabine war klein, aber gemütlich. Auf dem Fernseher ließ sich die Fahrt auf einer Live-Karte nachverfolgen und eine Kamera am Heck des Schiffes sendete Aufnahmen von draußen.

Als wir uns eingerichtet hatten, machten wir das Schiff unsicher. Wir besuchten den Duty Free Laden (nicht nur Norwegische, sondern auch Schwedische Süßigkeiten - da kamen Erinnerungen auf! :D), Souvenirlädchen und Boutiquen und aßen schließlich in der schiffseigenen Pizzeria zu Abend. Es gab Pizza mit Lachs, was echt sehr lecker war.

 Das Schiff beherbergte im Inneren eine ganze Stadt

Immer wieder zog es uns aber nach draußen, denn es war sehr schön, das Land hinter sich verschwinden zu sehen und dann irgendwann nur noch von Wasser umgeben zu sein. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, wie kalt und windig es werden würde und waren eigentlich zu dünn angezogen. Die erste Erkenntnis dieser Reise war darum auch: die nächste Kreuzfahrt gen Norden nicht ohne Softshelljacke, und auch keinesfalls das Haargummi vergessen!

Auch die Nacht wurde spannend. Das Einschlafen zum leichten Brummen des Schiffes war wahrlich kein Problem, aber mitten in der Nacht wachten wir Beide quasi zeitgleich auf. Der Wind war wohl stärker geworden und wir hatten deutlich merkbaren Seegang. Keinem von uns wurde übel, aber es fühlte sich einfach seltsam an. Ich, die ich immer auf der Seite schlafe, hatte bei jeder Welle das Gefühl, gleich umzukullern. xD 

 Ein letzter Blick auf die Color Magic, die uns nach Oslo gebracht hatte

Das Frühstück wollten wir dann eigentlich in Oslo an Land einnehmen, aber da unser Schiff durch den nächtlichen Wetterumschwung eine deutliche Verspätung eingefahren hatte, machten wir uns doch wenigstens noch auf die Jagd nach einem Kaffee. Gegen Mittag erreichten wir dann schließlich doch endlich das Ziel unserer Reise. 

 Hell und gemütlich: unsere Unterkunft im Frogner House Apartment

Etwa eine Viertelstunde Fußweg vom Fähranleger und wir hatten unsere Unterkunft erreicht, eines der Frogner House Apartments. Nachdem wir dort eingecheckt und uns in dem geräumigen, skandinavisch-klar möblierten Zimmer eingerichtet hatten, konnte unser Oslo-Urlaub endlich so richtig beginnen!

Montag, 23. April 2018

Nordisches Advents-Shopping in Dortmund

Die durch die für uns kurze Weihnachtsmarkt-Saison gewonnene Freizeit kompensierten wir mit einem Shoppingausflug nach Dortmund. Es wurde ein extrem nordischer Ausflug. Hier seht ihr meine Ausbeute:


Unser Weg führte uns zunächst zu Flying Tiger Copenhagen. Diese tolle, tolle, tolle Kette beginnt zum Glück so langsam, sich auch außerhalb Skandinaviens und Norddeutschlands zu etablieren. Neben der Filiale in Dortmund kann man Geschäfte dieser Kette in NRW mittlerweile auch in Köln und Oberhausen besuchen. Zu bieten hat Flying Tiger eigentlich alles, was man nie brauchte, aber schon immer haben wollte: Witzige Schreibwaren, coole Dekoartikel, dänische Süßigkeiten. Die Läden sind auch bei Fans japanischer Popkultur ziemlich beliebte, weil es oft Dinge gibt, die man eindeutig als kawaii bezeichnen könnte. In meinem Fall stammen die Tasse zum Selbstbemalen mit Julbock (und auf der Rückseite Tomte)-Design sowie der Zuckerstangen-Bleistift von dort.

Nur zwei Straßen weiter statteten wir im Anschluss andrä einen Besuch ab. Diese Second-Hand-Kette für Medien aller Art (CDs, DVDs, Vinyl etc.) ist immer einen Besuch wert. Dort findet man eigentlich immer etwas, die Preise sind angemessen, und zumindest für mich war auch schon das eine oder andere Schätzchen dabei. In NRW gibt es Läden von andrä derzeit neben Dortmund auch in Münster, Köln, Duisburg und Essen. Reingehen lohnt sich wirklich immer! Für mich gab es diesmal nur eine CD, nämlich "Aitara" der finnischen Folkband Värttinä.

Danach mussten wir ein Stück fahren. Abschließend stand nämlich noch ein Besuch bei Ikea auf dem Plan. Dort stärkten wir uns auch mit einem leckeren Essen (der Klassiker: Köttbullar und Preiselbeerlimo!). Ansonsten gönnte ich mir dort das Glas mit Dalapferdchen-Print und leckere schwedische Süßigkeiten, nämlich Polly und die Weihnachtsversion von  Ahlgrens Bilar - beides super-empfehlsenswert!

Müde, satt und zufrieden machten wir uns schließlich auf den Heimweg. Fazit des Tages: in Dortmund lässt es sich hervorragend nordisch shoppen!