Samstag, 14. Februar 2026

Buchvorstellung: Irgendwo auf dieser Welt, jenseits aller Karten Band 1 von Nikke Taino

Worum es geht:

Eigentlich ist Shin nur auf der Suche nach einem Abenteuer und Wissen über einen scheinbar weißen Fleck auf der Landkarte, als er das Reich Oraie betritt. Vor Ort wird er dann jedoch mit einer gefährlichen Realität konfrontiert: in dem abgeschotteten Land, dem noch ein ferner Nachhall ehemaligen Glanzes anhaftet, wütet eine gefährliche Lungenseuche, und wer es einmal betreten hat, darf es nie wieder verlassen. Der junge Regent Mustia sieht Shins Potenzial, welches in seiner Neugier und seinem fremden Wissen liegt, und nimmt ihn in seine Familie auf. Dort lernt er auch None kennen, dessen Liebe zu Mustia keine Grenzen zu kennen scheint und der bereitwillig sein Leben für diesen geben würde - eine Entscheidung, die er nicht akzeptieren möchte.

Meine Meinung: 

"Irgendwo auf dieser Welt, jenseits aller Karten" entführt seine Leser in eine orientalisch anmutende Fantasiewelt, welche mich ebenso wie den Protagonisten Shin schnell in ihren Bann zu schlagen vermochte. 

Obwohl Shin von Mustias "Familie" herzlich empfangen wird, braucht es nicht lange um zu verstehen, dass in Oraie vieles nicht in Ordnung ist. Vom einstigen Wohlstand des Reiches ist aufgrund der Lungenseuche nicht mehr viel übrig, und die rückschrittliche Wissenschaft und Medizin des Landes haben dieser Herausforderung nichts entgegenzusetzen. Auch der zwar noch sehr junge, aber dennoch clevere Mustia scheint sich bei Shins Ankunft diesem Schicksal beinah ergeben zu haben, wagt es dann jedoch letzten Endes doch, seine Hoffnung in den Fremden zu setzen.

Verübeln kann man ihm das nicht, ist Shin doch ein wahrlich interessanter Charakter. Er ist nicht nur mutig und intelligent sondern bringt mit seiner offenen und manchmal etwas unorthodoxen Denkweise frischen Wind in das fast im Stillstand befindliche Reich. Dies betrifft auch die Gedanken der dort lebenden Menschen, allen voran wohl Mustias Diener None. Dieser ist seinem Herren mehr als nur ein wenig zugetan, kann sein daraus resultierendes Verlangen jedoch lange Zeit nicht stillen, ist Mustia doch ein Kind und noch dazu körperlich geschwächt. So ist es schließlich Shin, der einschreitet, und None seine Körperlichkeit vor Augen führt.

Intime Szenen stehen in dem ab 16 Jahren empfohlenen Band zwar nicht im Vordergrund, aber sie existieren und haben mir persönlich gerade dadurch, dass vieles nur angedeutet wurde, sehr gut gefallen. Bei dem sauberen, ästhetischen Zeichenstil, der nicht nur die Schönheit der Körper sondern auch die der fremdländischen Kleidung und des Schmucks würdigt, hat es einfach besonders großen Spaß gemacht zu betrachten, wie Shin sich None voll und ganz widmet und ihn die empfindlichen Zonen seines Körpers spüren lässt.

Das einzige, womit ich bei dem Band dann nicht so richtig glücklich geworden bin, ist das Erzähltempo zum Ende der Story gewesen. Hier ging plötzlich alles sehr schnell, und obwohl es an sich schlüssig war, hätte ein wenig mehr Raum der Geschichte hier sicher gut getan.

Dennoch bin ich sehr gespannt, wie es mit der Geschichte um Shin in Zukunft noch weitergehen wird. Der Handlungsbogen in Oraie scheint abgeschlossen zu sein, doch man hat das Gefühl, dass dieser unkonventionelle Held noch die eine oder andere Überraschung in petto hat. Und sicherlich wartet auf ihn noch das eine oder andere romantische Abenteuer - irgendwo auf dieser Welt, jenseits aller Karten.

Irgendwo auf dieser Welt, jenseits aller Karten Band 1 | Nikke Taino | B-Love Manga | Originalpreis 12,00€ | Genre: Boys Love | Empfohlen ab 16 Jahren | Link zum Buch 

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