Obwohl ich leider schon lange nicht mehr so viele Konzerte wie früher besuche, tauchen sie doch hin und wieder noch auf, diese kleinen Highlights am Horizont, auf die man sich dafür gleich umso mehr freut. Das Konzert, welches die norwegische Folk-Band Songleikr am 18. April in Herford gegeben hat, war so ein Highlight.
Für mich war es das erste Mal im Kulturwerk (und tatsächlich meiner Erinnerung nach auch das erste Mal in Herford). Gefunden war der Club dank der charmant-altmodischen Werbetafel mit Bandankündigung aber schnell. Drinnen war dann auch schon gut was los - ein Glück, ist das ja heute bei Konzerten leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Bis ein lauschiges Plätzchen mit einigermaßen guter Sicht gefunden war, dauerte es darum aber auch ein wenig. Am Ende fanden wir eins, was uns zufrieden stellte - Fotos waren von dort jedoch leider keine möglich. Da ich aber ohnehin nur mein Handy dabei hatte, fand ich das gar nicht so schlimm. Manchmal ist mehr zuhören und weniger durch den Bildschirm schauen ja eh die beste Wahl ;)
Da die Anfangszeiten etwas unsicher kommuniziert worden waren, mussten wir eine Weile auf den Beginn warten - wurden dafür dann aber vom ersten Song an mit einem Auftritt belohnt, auf den sowohl Band als auch Publikum richtig Bock hatten.
Songleikr spielten eine schöne Mischung aus ihrem ersten Album "Godtfolk" und der neuen Platte "Fuglefolk", die kurz vor dem Release steht. Neben den Stücken, die in ihrer Qualität ohnehin für sich stehen, gab es auch noch eine Vielzahl an Ansagen mit interessanten Details und Anekdoten. Es wurde viel gelacht und getanzt, und ich denke, man kann ganz selbstbewusst behaupten, dass wohl jeder, den es an diesem Abend in das Kulturwerk verschlagen hatte, eine richtig gute Zeit hatte.
Wie das so ist mit guten Zeiten, ging sie aber natürlich irgendwann auch vorbei, und das gefühlt viel zu früh. Unsere Hoffnung, im Anschluss an das Konzert einen physischen Tonträger der Band erwerben zu können, erfüllte sich zwar leider nicht, dafür gab es schickes Merch zum neuen Album zu erwerben, und wer wollte, konnte sich am Merchstand auch noch mit den Musikern selbst unterhalten - eine Möglichkeit, von der meinem Eindruck nach rege Gebrauch gemacht wurde.
Für uns mit der Bahn angereisten ging es dann jedoch leider schon so langsam gen Heimat. Mit dem tollen Gefühl, endlich mal wieder einen richtig guten Konzertabend erlebt haben zu dürfen!

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