Freitag, 3. April 2026

Rückblick: Die Anime Winter Season 2026

Eine - wie ich finde - sehr spannende Anime-Season liegt hinter uns, und da ich dieses Mal wirklich so einige Titel aus dem Programm mitgenommen habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen, um einmal zurückzuschauen. 

Da ich kein besonders entscheidungsfreudiger Mensch bin, wenn es um Rankings geht, habe ich mich dazu entschieden, dabei einfach alphabetisch vorzugehen. 

 

A Gentle Noble's Vacation Recommendation:

Lizel, ein angesehener Mann in einem fantastischen Königreich, wird von einem seiner Gegner in eine andere Welt transportiert. Entspannt und offen für Neues, wie er ist, packt er die Gelegenheit beim Schopfe und startet eine Abenteurergruppe.

"A Gentle Noble's Vacation Recommendation" war für mich der Überraschungstitel der letzten Anime Season. Obwohl offiziell kein BL-Titel, waren die entsprechenden Vibes irgendwie höher als bei manchem Genre-Titel, und die Story hatte eine richtige Wohlfühl-Atmosphäre. Wie es sich für einen Urlaub gehört, nimmt Lizel alle Herausforderungen, die ihm begegnen, tiefenentspannt und mit Humor und macht dabei die besten Bekanntschaften. Ein etwas anderer Isekai-Titel, an dem ich großen Spaß hatte! 

 

Champignon Witch:

In "Champignon Witch" geht es um die schwarze Hexe Luna. Die herzensgute Luna hat es nicht leicht, denn da jede Berührung ihres Körpers giftig ist, fürchten sich die Menschen vor ihr und meiden sie. Als sie eines Tages einen schwer verwundeten Jungen rettet, stellt sie dies vor neue Herausforderungen, denn Lize ist das verwunschene Kind und trägt das Potenzial in sich, zur Schattenentität zu werden, welche der Welt großen Schaden zufügen wird. Um ihn zu retten, nimmt Luna die Aufgabe an, sich um ihn zu kümmern und ihn zu einem kompetenten Magier zu machen.

Auch nach 12 Folgen bin ich mir ehrlich gesagt noch nicht ganz so sicher, was ich von dieser Serie halten soll. Von der Story ein eigentlich charmantes Märchen, dreht sich die Erzählung in dieser ersten Staffel gefühlt immer wieder um sich selbst und kommt nur langsam voran. Die Animation hatte für mich Wiedererkennungswert und Charme und der Soundtrack hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Insgesamt hatte ich aber doch den Eindruck, dass der Anime hinter seinen Möglichkeiten zurück geblieben ist.

 

Frieren - Nach dem Ende der Reise (Staffel 2):

Muss ich zu Frieren noch viele Worte verlieren? Ich denke nicht. Obwohl es in der zweiten Staffel recht viel Action gibt, bleiben die ruhigen Momente meine persönlichen Favoriten. Seien es Tage, die Fern und Stark zusammen verbringen oder Erinnerungen von Frieren an ihre Zeit mit der Heldentruppe. Wenn es jemals einen Anime gegeben hat, den ich als entspannend bezeichnet hätte, dann wäre es wohl Frieren! 

 

The Invisible Man and His Soon-to-Be Wife

Shizuka ist eine blinde, junge Frau, die eine Arbeit in einer Detektei gefunden hat. Dort kommt sie ihrem Chef, dem unsichtbaren Tounome, näher, erlebt aber auch viele Dinge mit anderen Kollegen und Freunden.

Wie süß diese Serie einfach mal war! Die Beziehung zwischen Suzuka und Tounome war für mich purer Zucker, und auch die Anekdoten rund um ihre Freunde haben richtig Spaß gemacht. Ein richtiger Wohlfühl-Titel - und ein Opening, das einfach so catchy ist, dass es mir gar nicht mehr aus dem Kopf gehen mag!

 

Isekai Office Worker:

Seiichirou, seines Zeichens hoffnungslos überarbeiteter Büroangestellter und Workaholic, gerät aus Versehen in die Beschwörung der heiligen Maid und landet so in einem Königreich voller Magie. Leider stellt sich bald heraus, dass er keinerlei Toleranz gegen ebenjene Magie besitzt, und helfen kann ihm nur die Sensibilisierung durch Körperkontakt. Gut, dass der attraktive Anführer des dritten Ritterordens nur allzu gerne bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen und nebenbei dafür zu sorgen, dass er sich auch in seiner neuen Stelle im Schatzamt nicht zu Tode arbeitet.

Klingt wild? Ein wenig vielleicht, war für mich aber der am heißesten ersehnte Titel der letzten Anime Season. Die Animationen mögen nicht an die großer Produktionen heranreichen, doch als Fan der Serie hatte ich trotzdem große Freude daran, erleben zu dürften, wie dieser geliebte Titel zu Leben erwachen durfte. Spannung, Humor, Gefühle - alles dabei. Ich hoffe wirklich, dass uns dieser Titel noch lange erhalten bleibt und auch in Zukunft als Anime umgesetzt wird. Und nur so als Hinweis, da es anscheinend viele Zuschauer kalt erwischt hat: Ja, dies ist ein Boys Love Titel. Ausdrücklich und eindeutig. Also nicht hinterher beschweren. ;) 

 

Journal With Witch:

Makio ist in ihren 30ern und Autorin. Mit anderen Menschen kommt sie nicht immer so gut klar, und Aufgaben, die für andere normal sind, fallen ihr oft schwer. Als ihre Schwester und deren Mann bei einem Unfall ums Leben kommen, nimmt sie ziemlich kurzentschlossen ihre 15-jährige Nichte Asa bei sich Zuhause auf. Das Zusammenleben gestaltet sich jedoch nicht so einfach.

Diese Serie hat mich schwer beeindruckt, obwohl ich auch sagen muss, dass ich dafür wirklich in der richtigen Stimmung sein musste. Denn die Themen hier wiegen schwer: Während Asa lernen muss, ihre Trauer zu entdecken und damit zurechtzukommen, kämpft auch Makio ihre eigenen Kämpfe. Einer davon ist die Tatsache, dass sie ihre Schwester gehasst hat und nicht so einfach ausblenden kann, dass Asa die Tochter jener Frau ist. Asa wiederum hat ihre Probleme mit der Tatsache, dass Makio so ganz anders als ihre Mutter ist und keine Anforderungen an sie stellt, was sie etwas verloren und sehr einsam da stehen lässt. Trotzdem ist es schön zu sehen, wie beide an den neuen Herausforderungen wachsen - auch wenn dies oft mit Schmerz, Trauer oder Wut einher geht.

 

Tamon's B-Side:

Utage Kinoshita lebt für ihr Lieblings-Idol Tamon. Um Geld für Merch zu verdienen, arbeitet sie als Haushälterin - und landet dabei ausgerechnet in Tamons Wohnung! Leider hat ihr Idol eine Seite, dass man der Öffentlichkeit wirklich nicht zeigen sollte...

Nachdem wirklich alle über diesen Titel gesprochen haben, musste ich natürlich auch mal reinschauen. Leider ist der Funke des Hypes auf mich nicht so richtig übergeprungen. Grafik und Musik fand ich super, und gerade am Anfang hat mich die Serie auch immer mal wieder zum Lachen gebracht, aber ansonsten? Tamon und seine Kollegen hatten so einige Seiten an sich, die ich wirklich unangenehm fand, und irgendwann hat sich der Witz mit Depri-Mon für mich auch abgenutzt. Not my cup of tea, würde ich mal sagen. 

 

Wash It All Away:

Kinme Wakana ist eine fröhliche und energiegeladene junge Frau, die in einem schönen Küstenort eine Wäscherei betreibt. Obwohl sie keine Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat, ist sie sehr zufrieden mit ihrem Alltag, der ihr eine Vielzahl von neuen Bekanntschaften beschert.

Eines meiner absoluten Saison-Highlights! Die Sommer-Vibes, die wunderbare Protagonistin und jede Menge wunderschöne Slice-of-Life Momente machen den Titel zu einer absoluten Wohlfühl-Serie. Ich wünsche mir so, dass es eine zweite Staffel geben wird und wir ein bisschen mehr über Wakanas Gedächtnisverlust und ihre Vergangenheit erfahren. 


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