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Donnerstag, 11. August 2016

Meer sehn - Die Anreise zum Castlefest 2016

Letzte Woche Donnerstag war ein von mir lange und heiß herbeigesehnter Tag. Da hieß es nämlich endlich wieder: Auf in die Niederlande, auf nach Lisse, auf zum Castlefest - und das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge!

Für mich begann die Reise schon morgens um halb zehn und ging zunächst einmal quer durch NRW, bis ich am frühen Nachmittag aus dem Zug springen durfte und den Rest der Fahrt mit einer Freundin im Auto fortsetzen durfte. Ab da verging die Zeit dann auch gleich deutlich schneller und wir erreichten ohne irgendwelche Schwierigkeiten und zur geplanten Zeit unser Stamm-Bed & Breakfast. Für die erste Nacht nahmen wir auch unser übliches Zimmer in Beschlag, am nächsten Tag mussten wir dann jedoch ins Obergeschoss umziehen, was uns im Nachhinein betrachtet sogar einige Vorteile (getrennte Schlafzimmer & ein modernes Bad) einbrachte.

In diesem Jahr hatte unser Bed & Breakfast sogar nette neue Nachbarn bekommen - eine Herde wolliger Schafe graste auf einer Wiese direkt nebenan! ♥

Neugieriger Nachbar

Als wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns flugs fertig für den von uns für diesen Nachmittag geplanten Ausflug. Da uns das Line Up des diesjährigen Openings Concert an jenem Tag nicht zusagte (Saltatio Mortis, Coppelius und Metusa - das war uns als Deutschen eindeutig zu Deutsch xD), blieb endlich mal wieder Zeit für einen Ausflug ans Meer. Das war uns zeitlich bisher nur einmal gelungen, nämlich in unserem ersten Castlefest-Jahr 2012. Und da hatten wir uns verfahren und waren zwar am Meer, jedoch nicht dort gelandet, wo wir eigentlich hingewollt hatten... Fünf Jahre später hatten wir dann aber tatsächlich mehr Erfolg bei der Suche unseres Ziels.

Dünenlandschaft

Schon der Weg mit dem Auto zum Meer führte uns durch eine wunderschöne Dünenlandschaft. Auch das Wetter war uns sehr hold - von den grauen Wolken und den Regenschauern, die uns die ganze Anfahrt begleitet hatten, war weit und breit nichts mehr zu sehen. Stattdessen: Strahlender Sonnenschein und eine ziemlich steife, frische Brise und entsprechend auch ganz ordentlicher Wellengang.

Raue See

Zum schwimmen war es etwas frisch, aber zumindest die Beine (und irgendwie auch die halbe Jeans...) wurden ausgiebig ins Meer getaucht, als wir den Strand entlang spazierten. Der Ausflug machte mir einmal wieder Bewusst, wie sehr ich das Meer - und besonders die Nordsee - doch liebe. Aber auch, wie lange ich nicht mehr dort gewesen war. Am Ende hatte der Wind uns so viel Gischt auf die Brille gepustet, dass wir kaum noch etwas sahen. Es war wirklich total schön!

Möwen gehören zum Tag am Meer einfach dazu ;)

Mittlerweile war es aber auch schon recht spät geworden und uns fiel auf, dass wir gar nicht daran gedacht hatten, etwas zum Abendessen zu besorgen. Die kleinen Buden direkt am Strand hatten leider schon geschlossen, sodass wir uns auf den Weg zu einem möglicherweise noch geöffneten Supermarkt machten. Bei einem Laden von Albert Heijn hatten wir auch gleich Erfolg und deckten uns mit lokalen Spezialitäten wie Frikandelbroodje und Bosvruchten Hagelslag ein. :P

Wieder zu Hause, aßen wir und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen. Ein paar Minuten verfolgten wir Saltatio Mortis, die das Castlefest Openings Concert abschlossen, im Livestream, was ein etwas merkwürdiges Gefühl war, wo wir doch nur wenige Kilometer vom Geschehen entfernt saßen. :D

Das Gefühl, etwas zu verpassen, hatte aber dennoch keiner von uns beiden. Schließlich standen uns doch noch drei ganze tolle Tage auf dem Castlefest bevor. Doch davon mehr im nächsten Post... :)

Montag, 2. Juni 2014

Ausflugstipp: Die Straße der Megalithkultur

Vor etwas mehr als einer Woche führte eine spontan nötig gewordene Änderung der Wochenendpläne dazu, dass ich mit einer Freundin einen Tag lang auf der Straße der Megalithkultur unterwegs sein durfte. Wir hatten diesen Plan schon lange im Hinterkopf, konnten jedoch nie einen passenden Termin finden.

Die Straße der Megalithkultur:

Für alle, die noch nie von der Straße der Megalithkultur gehört haben: Es handelt sich um eine 330 km lange Erlebnisstraße in Niedersachsen. Sie beginnt im Süden im Osnabrücker Land und schlängelt sich dann bis hinauf nach Oldenburg. Entlang der Route gibt es 33 Stationen, auf denen über 70 Großsteingräber aus der Jungsteinzeit besichtigt werden können. Auch einige Grabhügel aus der Bronze- und Eisenzeit sind als Etappen verzeichnet. Die einzelnen Gräber sind ausgeschildert, meistens mit auf den ersten Blick eher unauffällig wirkenden kleinen, braunen Schildern. Weiß man aber erst einmal, wonach man suchen muss, findet man die Schilder und die meisten Megalithanlagen eigentlich problemlos, ansonsten kann man sich auf der Homepage der Straße der Megalithkultur auch die GPS-Daten zu den einzelnen Zielen herunterladen oder den Reiseführer zur Route bestellen. Auch eine Radroute ist entlang des Weges ausgeschildert. An den von uns besichtigten Anlagen fanden sich zudem durchgehend Infotafeln, die einen über die Geschichte der Gräber aufklärten.

Unser Ausflug beschränkte sich auf das Osnabrücker Umland. Dort haben wir an diesem Tag 5 Megalithanlagen besucht, von denen jedoch nicht alle zur Straße der Megalithkultur gehören. Informationen zu diesen Anlagen haben wir auf der wunderbaren Seite stonepages.de gefunden. Auf der Seite sind eine Unmenge von Megalithanlagen in ganz Europa zu finden, oft auch mir Informationen und Anfahrtsbeschreibungen. Interessierte sollten der Seite unbedingt mal einen Besuch abstatten. Den Link findet ihr am Ende dieses Berichts.

Nun möchte ich jedenfalls einmal die von uns besuchten Anlagen vorstellen:

Großsteingrab Schölerberg:

Der erste Halt auf unserer Tour befand sich mitten in Osnabrück, in unmittelbarer Nähe zum Zoo. Vom Großsteingrab Schölerberg/Nahne ist heute leider nicht mehr viel übrig, nur noch ein paar Steine ragen ein wenig aus dem Boden uns zeigen an, wo sich das Grab einst befunden hat. Stattdessen "ziert" den Platz nun ein Kriegerdenkmal, welches aus den Deckteinen der Anlage gebaut wurde. Der Bau wurde im 19. Jahrhundert zesrtört. Aufzeichnungen zufolge war das Grab um 1840 noch vorhanden, galt 30 Jahre später dann aber als verschwunden.



Greteschersteine:

Die Greteschersteine liegen im gleichnamigen Teil Osnabrücks und gehören zur ersten Station auf der Straße der Megalithkultur. In älteren Aufzeichnungen kennt man sie auch unter den Namen Hermannssteine oder Dicke Steine. Die Anlage liegt auf einer Anhöhe am Belmer Bach. Wie viele Megalithanlagen waren auch sie schon häufiger von Vandalismus in Form von Graffitis oder Einritzungen betroffen. Trotzdem sind ist die imposante Anlage mit ihrer schönen Lage einen Besuch wert und lädt zu einer längeren Pause ein.


Teufelssteine:
 Ebenfalls zur ersten Etappe der Straße der Megalithkultur gehören die Teufelssteine. Sie liegen mitten im Industriegebiet Teufelsheide und sind von den Gretescher Steinen bequem zu Fuß aus zu erreichen. Wenn man durch die Teufelsheide marschiert, kann man sich kaum vorstellen, wo zwischen all dem Beton eine Megalithanlage stehen soll. Folgt man jedoch der Ausschilderung, landet man urplötzlich auf einer schönen, kleinen mit Bäumen umstandenen Lichtung mitten im Industriegbiet. Dort stehen die Teufelssteine, auch Lehzensteine genannt. Bei unserem Besuch hatte leider ein respektloser Mitbrüger den größten Deckstein mit einem wirklich auffälligen und extrem hässlichen Liebesbeweis in Form eines Graffitis beschmiert...


Sundermannsteine:

Unser nächster Halt gehörte wieder nicht zur Straße der Megalithkultur, aber in so unmittelbarer Nähe unserer Route, dass sich ein Besuch anbot. Die Sundermannsteine liegen sehr einfach zu finden direkt an der Straße zwischen Gretesch und Belm. Erhalten ist ein Teil der Kammer. Bei einer Ausgrabung im 19. Jahrhundert wurden auf dem Gebiet der Steine zahlreiche Grabbeigaben gefunden, darunter Feuersteinklingen, Perlen aus Bernstein, ein durchbohrter Tierzahn und zahlreiche Tongefäße.


Großsteingrab Jeggen:
Das Großsteingrab Jeggen bildet die zweite Station der Straße der Megalithkultur. Es liegt südlich von Jeggen und ist in gutej, gepfelgten Zustand. Für mich war es an diesem Tag das vielleicht faszinierendste Grab, das wir besichtigt haben. Mitten in der Anlage wächst eine alte Eiche. Diese hat ihr Leben lang gelernt, mit den Steinen um sie herum auszukommen und heute sind beide fest miteinander verschmolzen, was einen wirklich faszinierenden Anblick bietet. Auch bei dieser Anlage wurden im Rahmen von Ausgrabungen verschiedene Gegenstände aus der Jungsteinzeit gefunden.


An dieser Stelle endet unser Tagestrip auf den Spuren der Megalithanlagen. Zwar haben wir uns noch eine ganze Weile in der Gegend aufgehalten, da wir die Anlagen Dübberort I und II sowie die Slopsteine besichtigen wollten, mussten jedoch irgendwann aufgeben, da diese für uns nicht auffindbar waren und die Nacht langsam näherrückte.

Ich bin aber sicher, dass dies nicht unser letzter Ausflug zu den Spuren der Jungsteinzeit bleiben wird.

Straße der Megalithkultur

stonepages.de

Mittwoch, 7. Mai 2014

Ausflugstipp: Die Schlossgärten in Arcen

Mal wieder Lust auf einen schönen Ausflug? Dann lohnt ein kurzer Sprung über die niederländische Grenze in das kleine Städtchen Arcen in der Nähe von Venlo. Dort warten die weitläufigen Schlossgärten (niederländisch: Kasteeltuinen) auf ihre Besucher.


Kurz nach seinem Eintritt in die Gärten erhascht man einen Blick auf den perfekt symmetrischen Teil. Obwohl das nicht unbedingt meiner Definition von einem schönen Garten entspricht, ist es doch auf jeden Fall beeindruckend zu sehen. Hier ist der Ausgangspunkt für eine Gartenreise durch verschiedene Landschaften.

So findet man in den Schlossgärten in Arcen zum Beispiel ein Rosarium, einen Wasser- und einen Berggarten, ein Tropenhaus sowie einen "De Vallei" genannten Teil, in dem Gartenvorstellungen verschiedener Kulturen präsentiert werden.

Besonders beeindruckt hat mich hierbei der östliche Garten. Als Freund asiatischer Kultur fand ich es einfach wunderschön, durch Bambushaine zu spazieren und die verschiedenen in die Gartenlandschaft integrierten Kunstelemente wie Götterstatuen oder Pagoden zu entdecken.




Auch einige Tiere kann man in den Schlossgärten besuchen, darunter Totenkopfäffchen, verschieden Vögel wie Storche, Flamingos, Pfaue oder Fasane und - mein besonderes Highlight - Koikarpfen, die man füttern und streicheln darf.

Wer dafür noch Zeit findet oder Kinder dabei hat, für die ein ganzer Tag voll Gartenkultur vielleicht zu unspektakulär ist, für den gibt es auf dem Gelände auch noch eine Minigolfanlage. Diese ist in den Berggarten integriert und weist einige ganz schön knifflige Bahnen auf.

Wo es Schlossgärten gibt, da muss es natürlich auch irgendwo ein Schloss geben. Das ist auch in Arcen der Fall.


Man erreicht das barocke Schloss, welches jedoch in seinen Grundzügen auf das 17. Jahrhundert zurückgeht, wenn man die Brücke über den Wassergraben nimmt. Hier befindet sich auch gleichzeitig der Eingang zu den Schlossgärten.
Generell kann das Schloss besichtigt werden, jedoch war am Tag meines Besuches die Kapelle geschlossen, da dort gerade eine Hochzeit stattfand.
Im Schloss erhielten wir eine kleine Führung durch einen freundlichen Mitarbeiter. Er erzählte uns unter anderem, warum das Schloss nicht die typische barocke Symmetrie aufweist oder wie es dazu kam, dass die einst nur in einem Teich lebenden Koikarpfen heute über sämtliche Gewässer der Anlage verstreut leben.
Wer eine Antwort auf diese Fragen sucht, der sollte schon einmal seine Reise nach Arcen planen, denn ich werde sie an dieser Stelle nicht beantworten. Schließlich soll man ja nie zu viel verraten und es ist ohnehin viel schöner, solche Rätsel selbst zu lösen.

Die Schlossgärten in Arcen sind dieses Jahr bis zum 2. November geöffnet. Informationen über Preise und Sonderveranstaltungen gibt es auf der (deutschen) Homepage der Gärten:

Kasteeltuinen Arcen