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Mittwoch, 31. Juli 2019

Ein paar Impressionen aus dem GaiaZoo Kerkrade

Der Frühling ist immer eine besonder schöne Zeit für Zoobesuche. Man kann dabei wunderbar die ersten warmen Tage genießen und den Tieren dabei zuschauen, wie sie das gleich tun. Außerdem ist es natürlich die Zeit des Nachwuchses bei den Tieren, was auch immer wieder eine Freude ist.

Mich verschlug es Anfang Mai einmal wieder in den nah gelegenen GaiaZoo im niederländischen Kerkrade. Ausführlicher beschrieben habe ich den Zoo bereits bei einem vorherigen Besuch (s. hier), darum belasse ich es heute auch bei ein paar Frühlingsimpressionen - auch wenn es zugegebenermaßen doch ein eher regnerischer Frühlingstag war ;)  

Frühlingsgefühle bei den Halsbandsittichen
Die Kamele genießen die Sonne
Dem Uhu war es noch zu früh am Tag

Donnerstag, 16. Februar 2017

Rückblick Winter Castlefest 2016

Irgendwie haben mich momentan die Schreibfaulheit und eine hartnäckige Erkältung voll im Griff. Darum hinke ich nun irgendwie richtig massiv hinterher mit den Dingen, über die ich eigentlich noch so hatte schreiben wollen. Zeit, der liegen gebliebenen Arbeit den Kampf anzusagen!

Kurz vor Weihnachten (ich sagte ja, es ist massiv) ergab sich relativ spontan ein Tagesausflug zum Winter Castlefest. Eigentlich ist der Weg ins niederländische Lisse ja ein bisschen weit für einen solchen spontan-Tagestrip, aber das Line Up war so gut, dass wir diesen Umstand gekonnt ignorierten und am Samstag einfach fuhren. Und was für ein Glück, dass wir das getan haben!

 Ein bisschen merkwürdig war es schon, das uns in den mittlerweile recht zahlreichen Jahren, die wir das sommerliche Castlefest schon besuchen so vertraute Gelände plötzlich im tiefsten Winter wiederzusehen. Doch das Glücksgefühl ließ trotz leichten Nebels nicht lange auf sich warten, denn die Castlefest-Stimmung war zweifelsohne da.

Wir erreichten das Festivalgelände ziemlich pünktlich zu Beginn des ersten Konzertes. Dieses wurde von Sowulo im warmen Zelt gegeben. Die Konzerte sollten sich fortan den ganzen Tag ziemlich nahtlos auf jener Bühne im Zelt und einer kleinen Freiluft-Bühne abwechseln. Während dieses ersten Konzerts fiel es mir noch ziemlich schwer, mich auf das Geschehen auf der Bühne zu konzentrieren, sodass ich Sowulo irgendwie eher gehört als gesehen habe. Doch da war eben noch zu viel Neues um mich herum, Eindrücke wollten gesammelt werden und das Zelt in Augenschein genommen werden. Trotzdem habe ich das Konzert von Sowulo als sehr schön in Erinnerung, die Band heizte dem Publikum ordentlich ein und präsentierte dabei auch gleich das eine oder andere neue Stück. Schließlich hatten sie sich das Winter Castlefest zum Release-Termin ihres neuen, zweiten Albums "Sol" auserkoren, welches gleich nach dem Konzert Einlass in meine Musiksammlung fand.

Die kurze Konzertpause nach dem Auftritt von Sowulo nutzten wir, um uns den Rest des Geländes ein erstes Mal näher anzusehen. Ein erster Rundgang war relativ schnell bewerkstelligt, umfasst das Areal doch nur einen Bruchteil der Fläche des großen Castlefests im August.

Im Anschluss konnten wir uns dann wieder im Zelt aufwärmen und dabei die Klänge von Shireen genießen. Auch die spielten einiges bisher unveröffentlichtes Material, welches große Lust auf das in Arbeit befindliche erste Album der Band machte.


Ohne Pause ging es nach dem Auftritt von Shireen draußen mit Virelai weiter, die wir natürlich nicht verpassen wollten. Es war schon eine ganze Weile her, dass man die Band auf einem Castlefest erleben durfte und sie waren von uns schmerzlich vermisst worden. Hier bot sich auch die erste tolle Gelegenheit zu tanzen, wie man eben nur auf einem Festival wie dem Castlefest tanzen kann. Angeführt von Sängerin Mia tanzten wir gefühlt eine Viertelstunde in großen Kreisen und Schleifen über das Gelände. Anstrengend, aber auch superspaßig!
Virelai

Wieder ohne Pause fingen im Zelt Seed mit ihrem Set an, bei denen wir aber leider eine Auszeit nehmen mussten. Irgendwann muss man nunmal auch grundlegende menschliche Bedürfnisse befriedigen, und schon am frühen Nachmittag vor Hunger umfallen wäre doch irgendwie dumm gewesen ;) Während Seed also im Zelt sicher einen tollen Auftritt hinlegten (ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, durfte ich mich von den Live-Qualitäten der Band doch zuletzt wenige Monate zuvor auf dem Sommer Castlefest überzeugen), begaben wir uns zum Frying Dutchman.

Danach ging es dann aber mit voller Energie weiter, als auf der Außenbühne Asynje spielten. Wenn es eine Band gibt, deren Abwesenheit beim Castlefest mich in den vergangenen Jahren richtig, richtig hart getroffen hat, dann war es die von Asynje. Denn diese Band passt einfach zu diesem Festival, als wären sie füreinander geschaffen worden. Insbesondere den Song "Viking Party Polka" verbinde ich so stark mit dem Castlefest und er weckt jedesmal so schöne Erinnerungen, dass ich am liebsten sofort anfangen würde, durch den Raum zu tanzen, wenn ich ihn höre. Notfalls auch durchs Zugabteil, wenn ich ihn eben unterwegs höre. :P
Jedenfalls wurde natürlich auch dieses Asynje-Konzert ein absolutes Highlight des Tages, zumal Sängerin Nanna in einer ganz - nennen wir es mal "speziellen" - Laune war und so abging, dass selbst ihre Bandkollegen aufrichtig erstaunt wirkten.

Asynje

Das anschließende Konzert von The Dolmen sahen wir auch nicht ganz komplett, denn es wurde Zeit, dem Auto einen Besuch abzustatten um die mittlerweile gesammelten Einkäufe zu verstauen. Zu der Sowulo-CD hatten sich nämlich in der Zwischenzeit noch CDs von Trolska Polska, Asynje und The Dolmen sowie ein Castlefest-Geburtstagskalender gesellt. Die Bands hatten sich wahrlich nicht lumpen lassen, was neue Veröffentlichung pünktlich zum Winter Castlefest anging! Das Finale des Konzerts bekamen wir zum Glück aber doch noch mit, und es ließ mich ein wenig bedauern, den Rest verpasst zu haben. Aber so ist das nunmal, wenn es den ganzen Tag quasi keine Pausen im Line-Up gibt, und wir hatten wirklich lange überlegt, welche Auftritte wir "opfern" würden und uns mit Seed und The Dolmen schweren Herzens für die beiden entschieden, die wir schon im August gesehen hatten.


Mittlerweile war es draußen vollständig dunkel geworden. Als letzte Band auf der Außenbühne spielten Trolska Polska ihre einzigartigen Trollklänge. Die Dänen hatten sich dabei gleich ganz kompromisslos entschieden, ihr ebenfalls gerade erschienenes zweites Album "Untold Tales" komplett vorzustellen und gar keine alten Stücke zu spielen. Das Konzept ging auf, Band und Publikum hatten sichtlich Spaß beim imitieren von Trolltänzen- und Geräuschen.

Die gute Stimmung wurde dann gleich weiter ins Zelt getragen, wo Rastaban ihren Auftritt hatten. Die Belgier bewiesen wieder einmal, dass sie eine super Liveband sind, und brachten das Publikum ordentlich zum tanzen. Ich freute mich an diesem Tag bereits darauf, dass ich die Band keine zwei Wochen später bei ihrem ersten Deutschland-Konzert auf dem Mittelalterlichen Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund würde wiedersehen dürfen.

Nach dem Konzert gab es dann tatsächlich mal eine Spielpause, die wir für einen weiteren Besuch beim Frying Dutchman nutzen (ist sehr lecker da, aber das kulinarische Angebot war bedauerlicherweise auch wirklich etwas arg klein, sodass sich die Alternativen in Grenzen hielten). Danach suchten wir uns einen Platz für das Yule-Ritual.

Dieses wurde 2016 von Taloch Jameson, dem Sänger von The Dolmen geleitet, der auch in seiner englischen Heimat in derartigen Zeremonien aktiv ist und das Ritual zu einem ganz besonderen, unvergesslichen Erlebnis machte. Ganz dicht bei uns stand eine Gruppe junger Leute, die ziemlich negativ auffielen, weil sie das Ganze offensichtlich für einen dummen Scherz hielten. Kaum hatte Taloch jedoch mit der Zeremonie begonnen, wurden auch sie ganz still. Jeder lauschte seinen Worten, die - obwohl nicht laut - im ganzen Publikum verstanden werden konnten. Wie beeindruckend es schließlich war, als plötzlich die ganze versammelte Menschenmenge schwieg. Und was für eine Kraft sie dann entwickelte, als alle gemeinsam anhoben zu summen und schließlich zu rufen! Das waren wirklich ein paar magische Minuten für alle Versammelten.

Leider blieb nicht viel Zeit, um ganz in Ruhe den Gedanken und Gefühlen nachzuhängen, die eine solche Zeremonie in einem auslöst, folgte doch sogleich das letzte Konzert des Festivaltages. Dieses wurde von den wunderbaren Euzen gespielt. Wie üblich klebten meine (und sicherlich nicht nur meine) Augen förmlich das ganze Konzert über auf Sängerin Maria, die einfach eine sagenhafte Ausstrahlung und Bühnenpräsenz besitzt. Das großartige Outfit, dass sie trug (entworfen von Annicke, der Sängerin von Shireen) fing ebenfalls die Blicke der Leute ein.
Es wurde ein wundervoller Ausklang für einen durch und durch schönen Festivaltag. Die Musik von Euzen lud zum tanzen und singen und sich einfach nur wohlfühlen ein. Viel zu schnell ging der Auftritt dann auch seinem Ende entgegen und es wurde Zeit, sich zu verabschieden von diesem wundervollen Ort mit all seinen wundervollen Menschen.


Wir sehen uns im August, liebes Castlefest. Und vielleicht sehen wir uns dann ja auch nochmal im Dezember. Und ganz vielleicht dann auch nicht nur für einen Tag. Mal schauen, was die Zeit für Möglichkeiten eröffnet! ♥

Sonntag, 30. Oktober 2016

Herbstbesuch im GaiaZoo Kerkrade

So, da wäre ich wieder - und das nur knapp eine Woche später als angekündigt. Ich verspreche lieber nie wieder, mich am nächsten Tag wieder zu melden, das bringt offenbar Unglück. :P

Aber heute gibt es dafür wirklich mal wieder einen neuen Beitrag, und zwar zu einem schönen Ausflug, den ich bereits Anfang des Monats mit meiner Mutter unternommen habe. Gemeinsam sind wir nämlich in den GaiaZoo nach Kerkrade in die Niederlande gefahren und haben dort einen wundervollen Tag verbracht!

Als Tag für den Ausflug in den Zoo kurz hinter der niederländischen Grenze hatten wir uns den Samstag ausgesucht. Dies war der einzige Tag weit und breit, an dem der Wetterbericht keinen strömenden Regen prophezeite. Tatsächlich zeigte sich der Tag sogar ziemlich mild und mitunter auch sonnig. Nachdem wir uns mit dem Auto auf diesem eigentlich sehr kurzen Weg (Kerkrade ist unsere niederländische Nachbarstadt...) aufgrund der zahlreichen Baustellen und Umleitungen tüchtig verfahren hatten, erreichten wir den Zoo dank der Wegbeschreibung eines freundlichen Niederländers schließlich doch noch und konnten unsere Tour beginnen.

Für mich war es der zweite Besuch im GaiaZoo, für meine Mutter der erste. Doch obwohl mein letzter Besuch noch kein ganzes Jahr her war, hatte sich schon wieder einiges getan in dem noch recht jungen Zoo und einige Baustellen deuteten darauf hin, dass ich auch bei meinem nächsten Besuch wieder das eine oder andere neue Gehege zu sehen bekommen werde.

Richtig toll fanden wir bei unserem Besuch die begehbare Vogelvoliere, in der man unter anderem mit den unglaublich quirligen Zebrafinken auf Tuchfühlung gehen konnte.

Neugieriger Zebrafink

Auch das Gehege der Hausmäuse zählte wie schon beim letzten Mal zu den Highlights. Die kleinen Nager haben im GaiaZoo ein ganz wunderbares Gehege, das aussieht wie eine alte, limburgische Bauernkate. Dort kann man sie auf dem Bratenteller im Ofen, auf dem Küchentisch oder dem Regal umherhuschen sehen. Dies ist wirklich eines der kreativsten und liebevoll gestaltetsten Zoogehege, die ich jemals in einem Zoo gesehen habe!

Im Haus der Hausmäuse

Auch der Wald der Totenkopfäffchen lud wieder zu einem längeren Verweilen ein. Man könnte den kleinen Äffchen stundenlang dabei zusehen, wie sie über die Köpfe der Besucher hinweghuschen - oder aber ebenso lange damit zubringen, ein gutes Foto von den flinken kleinen Gesellen zu erwischen! :P

Obwohl im GaiaZoo auch zahlreiche öffentlichen Fütterungen angeboten werden und man den Plan mit deren Zeiten beim Einlass in die Hand gedrückt bekommt, waren wir an diesem Tag nur einmal zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle, nämlich als die Waschbären und Stinktiere gefüttert wurden. Das machte aber gar nichts, denn die meisten Tiere bekam man auch außerhalb der Fütterung zu Gesicht. Die Gehege der Tiere sind größtenteils von verschiedenen Stellen einsehbar, so dass man mit etwas Geduld meistens einen Blick auf die Tierart seiner Wahl erhaschen kann. Nur bei den Wölfen hatten wir kein Glück, die zogen sich dezent zurück, nachdem sich eine Familie mit einem ziemlichen Schreihals von Sohn zu uns an den Ausguck gesellte. Wir schlossen uns den schlauen Tieren an und traten ebenfalls den Rückzug an. ;)

Irgendwann wurde es dann Zeit für eine Pause. So ein Zoobesuch ist anstrengend und da ist es gut, dass man sich an mehreren Stellen im Zoo stärken kann. Für mich gab es ein Eis - Calippo mit Kaugummigeschmack, leuchtend rosa und geschmacklich eine Kindheitserinnerung an die guten, alten Digimon-Kaugummis für 10 Pfennige. Sollte man in Deutschland eindeutig auch mal einführen, die Sorte. :D

Gut gestärkt konnte es dann weitergehen, zum Beispiel mit den afrikanischen Wildhunden, die irgendwie auch gerade ihr Mittagessen zu erwarten schienen.

Worauf die afrikanischen Wildhunde wohl warten?

Für Begeisterung sorgten auch die Wasserschweine oder Capybaras. Die gab es an diesem Tag in schier allen Größen zu bewundern, und dann stellten sie sich auch noch auf wie fürs Familienporträt. Ich bin ja sowieso ein Fan dieser knuffigen Tiere, deren Verwandtschaft mit den Meerschweinchen man trotz ihrer beachtlichen Größe so deutlich erkennen kann! ♥

Familienfoto der Wasserschweine

Am späten Nachmittag hatten wir dann alle Gehege des Zoos mindestens einmal besucht, manche auch mehrmals. So langsam waren wir auch ziemlich fußlahm und so entschieden wir uns, uns auf den Heimweg zu machen. Vorher stand aber noch ein Besuch im Zooshop an (ja, ich liebe Zooshops). Für meine Mutter gab es dort einen Regenschirm mit Geparden-Print, für mich ein Buch über Wölfe ("Wolven - jagers van het noorden") und eine Medomaille, ebenfalls mit einem Wolf. Wem das nichts sagt: Das sind diese gepressten 5 Cent Münzen, die man an vielen touristischen Stätten machen kann. Recht sinnlos eigentlich, aber irgendwie doch auch schöne und bezahlbare Andenken.

Auch nach meinem zweiten Besuch kann ich wirklich nur sagen, dass sich ein Besuch im GaiaZoo lohnt. Von Aachen aus ist es auch nur ein Katzensprung bis dorthin. Sollte man wirklich mal besucht haben, wenn man in der Nähe ist!

Der Klippschliefer wird seinem Namen gerecht

Dienstag, 23. August 2016

Abschied - Castlefest 2016, Tag 3 (Sonntag)

Ehe wir uns versahen, war es dann auch schon soweit: Sonntag. Der letzte Tag. Abschied vom Castlefest für ein ganzes, langes Jahr.  Und dieser Abschiedstag fing auch noch damit an, dass wir beim Eintreffen auf dem Gelände mal wieder später dran waren, als wir vorgehabt hatten. Und das Cuélebre, die wir uns hatten ansehen wollen, gleichzeitig ein paar Minuten früher fertig waren, als sie es laut Plan hätten sein sollen. Dumm gelaufen, das Ganze. :D

Was uns erwartet hätte, wären wir ausnahmsweise mal pünktlich gewesen... ^^

Zu Shireen schafften wir es dann jedoch pünktlich. Letztes Mal hatten sie zu den Bands gezählt, die zu sehen wir zeitlich nicht geschafft hatten, doch in diesem Jahr schauten wir uns dafür ein ganzes Konzert von ihnen an. Es war ein Konzert, das irgendwie von Lied zu Lied besser zu werden schien und für uns beide mit dem Kauf der EP der Band endete.

Shireen

Im Anschluss blieb noch kurz Zeit, sich eine weitere, uns bisher unbekannte Band anzusehen: PerKelt. Obwohl die Band durchaus zu gefallen wusste, blieb uns leider keine Zeit, den ganzen Auftritt zu verfolgen. Schließlich gab es noch so viel zu tun! Den Sonntag hatten wir uns als Einkaufstag ausgesucht, und so mussten noch einige Besorgungen gemacht werden. Der "Ausbeute" des diesjährigen Castlefests werde ich mich aber auch noch in einem eigenen, kleinen Post widmen. ;)

Außerdem ist der Sonntag natürlich der Tag, an dem die letzten Münzen, die man auf dem Gelände zum Kaufen von Essen & Getränken benötigt, ausgegeben werden müssen. Also verbrachten wir relativ viel Zeit mit der Nahrungssuche und schlossen den Tag kulinarisch mit einem schon mehr oder weniger zur Tradition gewordenen Früchtebecher ab. Dafür suchten wir uns ein lauschiges Plätzchen hinter der Asche des WickerDragon bekamen so auch noch fast das ganze Konzert von Feuerschwanz mit. Eigentlich hatten wir uns zu dieser Zeit schon längst auf dem Rückweg befinden wollen, aber beim Castlefest ändern sich solche Pläne recht schnell schon einmal aus einer entspannten Laune heraus. Im Endeffekt sahen wir sogar noch den alljährlichen Abschluss, bei dem Veranstalter & Helfer in Obstkostümen von der Bühne ins Publikum springen. Ein sehr vergnüglicher Anblick! :D

Dann hieß es aber wirklich Abschied nehmen. Ein letztes Mal gingen wir den liebevoll dekorierten Weg vom Gelände nach draußen entlang, der in diesem Jahr so faszinierend von Alice im Wunderland inspiriert war und machten uns auf den Heimweg. So ging unser fünftes Castlefest zu Ende.


Die Unterkunft fürs nächste Jahr ist bereits gebucht. Wir kommen wieder, um alle zusammen an diesem schönen Ort Lughnasad zu feiern. ♥

Montag, 15. August 2016

Auf gehts! - Castlefest 2016, Tag 1 (Freitag)

Gut ausgeschlafen und nach einem wunderbar niederländischen Frühstück mit vier Sorten Hagelslag, Pindakaas und natürlich Gouda-Käse, konnte der erste Tag des Castlefests für uns beginnen. 

Das klassische Castlefest-Frühstück

Zum Einlass schafften wir es wie üblich nicht, gehört ein ausgiebiges Frühstück doch einfach zum Luxus, den wir uns bei jedem Castlefest gönnen, aber pünktlich zum Auftritt von The Moon and The Nightspirit waren wir dann doch angekommen und genossen so einen musikalisch sehr entspannten Einstand in das Festival. Deren Konzert ließ sich wunderbar von vor der Bühne sitzend aus betrachten und lud zu einem ersten Umschauen im anwesenden Publikum ein. Dabei entdeckten wir schnell zahlreiche bekannte Gesichter, denn wer einmal zum Castlefest kommt, der kommt meist auch gerne jedes Jahr wieder.

The Moon And The Nightspirit

Auch bei unserem nächsten Programmpunkt blieb es musikalisch eher ruhig. Irfan aus Bulgarien bespielten nebst musikalischen Gästen (Monique und Fieke von Cesair) die Folk Stage und bewiesen einmal wieder, wie wunderbar sich ihre Musik live entfalten kann.

Irfan

Nach dem Auftritt von Irfan hatten wir etwas Leerlauf. Zeit, einen ersten ausgiebigeren Spaziergang über das Gelände zu machen. Schnell fiel ins Auge, dass sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren einiges am Aufbau geändert hatte. So hatte der Wickerman beispielsweise umziehen müssen, da an seinem bisherigen Standort gebaut wurde. Der neue Platz sollte sich leider am Samstag als eher weniger geeignet erweisen. Auch war die kleinste und abgelegenste der Bühnen verschwunden. Stattdessen befand sich an ihrer Stelle nun eine gemütliche, kleine Mittelalter-Landschaft, an der am Wochenende Ritterturniere und Kämpfe ausgetragen wurden.

Auch für ein erstes Ständegucken blieb am Freitag Zeit, wobei es weitestgehend beim Gucken bleiben sollte. Zum Shopping-Tag wurde nämlich der Sonntag auserkoren. Bis dahin hatte man sicher alles gesehen und auch reichlich Zeit gehabt, sich zwischen all den tollen Dingen für die paar Lieblingsstücke zu entscheiden, die schließlich mit nach Hause kommen sollten.

Unser Weg führte uns irgendwann zu einer kurzen Stipvisite bei Omnia, die am frühen Abend auf der Village Stage spielten. Da es nicht so voll war wie befürchtet, blieben wir ein paar Lieder lang stehen, bevor es Zeit wurde, sich auf den Weg zur großen Forest Stage zu machen. Dort nämlich gaben die Schweden von Ye Banished Privateers ihre Castlefest (und ich glaube auch NL-) Premiere. Ein Ereignis, das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Zu recht, wie sich schnell zeigte.

Ye Banished Privateers

Wir trafen zu den Tönen des ersten, bisher noch unbetitelten Stücks an der Bühne ein. Es war ein ruhiges Stück und das Publikum noch sichtbar skeptisch, sodass es kein Problem darstellte, sich ein Plätzchen in der ersten Reihe zu schnappen und der großartigen Dinge zu harren, die noch kommen sollten. Und ab dem zweiten Lied wurde deutlich, dass diese Piraten einfach wissen, wie man sich einem neuen Publikum standesgemäß vorstellt. Es wurde ausgepeitscht, erstochen, ersäuft, gehängt und sogar über die Planke ins Publikum geführt. Die Skepsis des Publikums schlug in Minutenschnelle in Begeisterung und Euphorie um, die anwesenden Fotografen überschlugen sich fast vor Eifer. Es wurde für alle ein absolut großartiges Konzert. Das heißt, für alle außer dem Bühnentechniker, den die nackte Angst um seine Technik angesichts von knapp einem dutzend über die Bühne wirbelnden Schweden, die dabei auch noch mit reichlich Wasser herumhantierten, vor Entsetzen die Hände vor das Gesicht schlagen ließ. Es war wahrlich ein Anblick für die Götter. ;)

Nach diesem wunderbaren Konzert stand noch ein weiterer Punkt auf unserem Programm: Faun! Irgendwie gelang es uns auch hier, an gute Plätze in der ersten Reihe zu gelangen (die letzten Jahre waren wir da immer chancenlos gewesen), von dem aus wir das Konzert sehr schön verfolgen konnten. Die Bühnendeko stand schon voll im Zeichen des am kommenden Freitag (19. August) erscheinenden, neuen Albums "Midgard" und auch ein erstes Lied von diesem Werk gab es mit "Nacht des Nordens" zu hören. Es war ein ruhiges, überaus stimmungsvolles Lied, das einfach perfekt in diese Sommernacht zu passen schien.

Faun

Überhaupt war dies ein wie gewohnt rundherum tolles Faun-Konzert mit einer überaus gut gelaunten Band. Ich hätte mir keinen schöneren Ausklang für diesen ersten Festivaltag vorstellen können.

Donnerstag, 11. August 2016

Meer sehn - Die Anreise zum Castlefest 2016

Letzte Woche Donnerstag war ein von mir lange und heiß herbeigesehnter Tag. Da hieß es nämlich endlich wieder: Auf in die Niederlande, auf nach Lisse, auf zum Castlefest - und das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge!

Für mich begann die Reise schon morgens um halb zehn und ging zunächst einmal quer durch NRW, bis ich am frühen Nachmittag aus dem Zug springen durfte und den Rest der Fahrt mit einer Freundin im Auto fortsetzen durfte. Ab da verging die Zeit dann auch gleich deutlich schneller und wir erreichten ohne irgendwelche Schwierigkeiten und zur geplanten Zeit unser Stamm-Bed & Breakfast. Für die erste Nacht nahmen wir auch unser übliches Zimmer in Beschlag, am nächsten Tag mussten wir dann jedoch ins Obergeschoss umziehen, was uns im Nachhinein betrachtet sogar einige Vorteile (getrennte Schlafzimmer & ein modernes Bad) einbrachte.

In diesem Jahr hatte unser Bed & Breakfast sogar nette neue Nachbarn bekommen - eine Herde wolliger Schafe graste auf einer Wiese direkt nebenan! ♥

Neugieriger Nachbar

Als wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns flugs fertig für den von uns für diesen Nachmittag geplanten Ausflug. Da uns das Line Up des diesjährigen Openings Concert an jenem Tag nicht zusagte (Saltatio Mortis, Coppelius und Metusa - das war uns als Deutschen eindeutig zu Deutsch xD), blieb endlich mal wieder Zeit für einen Ausflug ans Meer. Das war uns zeitlich bisher nur einmal gelungen, nämlich in unserem ersten Castlefest-Jahr 2012. Und da hatten wir uns verfahren und waren zwar am Meer, jedoch nicht dort gelandet, wo wir eigentlich hingewollt hatten... Fünf Jahre später hatten wir dann aber tatsächlich mehr Erfolg bei der Suche unseres Ziels.

Dünenlandschaft

Schon der Weg mit dem Auto zum Meer führte uns durch eine wunderschöne Dünenlandschaft. Auch das Wetter war uns sehr hold - von den grauen Wolken und den Regenschauern, die uns die ganze Anfahrt begleitet hatten, war weit und breit nichts mehr zu sehen. Stattdessen: Strahlender Sonnenschein und eine ziemlich steife, frische Brise und entsprechend auch ganz ordentlicher Wellengang.

Raue See

Zum schwimmen war es etwas frisch, aber zumindest die Beine (und irgendwie auch die halbe Jeans...) wurden ausgiebig ins Meer getaucht, als wir den Strand entlang spazierten. Der Ausflug machte mir einmal wieder Bewusst, wie sehr ich das Meer - und besonders die Nordsee - doch liebe. Aber auch, wie lange ich nicht mehr dort gewesen war. Am Ende hatte der Wind uns so viel Gischt auf die Brille gepustet, dass wir kaum noch etwas sahen. Es war wirklich total schön!

Möwen gehören zum Tag am Meer einfach dazu ;)

Mittlerweile war es aber auch schon recht spät geworden und uns fiel auf, dass wir gar nicht daran gedacht hatten, etwas zum Abendessen zu besorgen. Die kleinen Buden direkt am Strand hatten leider schon geschlossen, sodass wir uns auf den Weg zu einem möglicherweise noch geöffneten Supermarkt machten. Bei einem Laden von Albert Heijn hatten wir auch gleich Erfolg und deckten uns mit lokalen Spezialitäten wie Frikandelbroodje und Bosvruchten Hagelslag ein. :P

Wieder zu Hause, aßen wir und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen. Ein paar Minuten verfolgten wir Saltatio Mortis, die das Castlefest Openings Concert abschlossen, im Livestream, was ein etwas merkwürdiges Gefühl war, wo wir doch nur wenige Kilometer vom Geschehen entfernt saßen. :D

Das Gefühl, etwas zu verpassen, hatte aber dennoch keiner von uns beiden. Schließlich standen uns doch noch drei ganze tolle Tage auf dem Castlefest bevor. Doch davon mehr im nächsten Post... :)

Mittwoch, 4. November 2015

Auf Kurzbesuch in den Niederlanden - Der GaiaZoo in Kerkrade

Hoppla, da ist es doch mal wieder ganz schön lange still gewesen auf diesem Blog. Das liegt gar nicht mal daran, dass nichts passiert wäre oder es nichts mehr zu erzählen gäbe, sondern eher daran, dass das Semester wieder angefangen hat und darum auch andere Dinge als die Freizeit vermehrt meiner Aufmerksamkeit bedürfen. Ich werde mir trotzdem Mühe geben, keine so langen Pausen mehr entstehen zu lassen.

Vor zwei Wochen habe ich mal wieder einen schönen Ausflug unternommen. Zusammen mit einer Freundin und deren Freund habe ich den GaiaZoo in Kerkrade in den Niederlanden besucht. Obwohl es den Zoo seit über 10 Jahren gibt und wir quasi um die Ecke wohnen, war ich noch nie dort gewesen. Dabei ist es, wie sich herausstellte, ein total schöner Zoo!

Wir betraten den GaiaZoo bei wunderschönem Herbstwetter an einem Samstag, weswegen ich befürchtet hatte, dass es sehr voll sein würde. Er war auch gut besucht, durch seine Größe jedoch zum Glück nicht überlaufen. 

Zunächst orientierten wir uns und fanden heraus, dass der Zoo in vier verschiedene Gebiete aufgeteilt ist: Limburg - das ist die niederländische Provinz, in der der Zoo sich befindet, Taiga, Savanne und Regenwald. Sinnigerweise findet man in jedem der Gebiete die Tiere, die dort auch in der Natur vorkamen. 

Eigentlich wollten wir dann auch Gebiet für Gebiet erkunden, aber irgendwie gelang es uns dank unseres mäßigen Orientierungssinnes nicht so gut, und wir landeten mal hier, mal dort. :D Ein Abgleich mit der Karte ergab am Ende, dass wir trotzdem die meisten Tiere gesehen hatten.

Ziemlich zu Anfang begegneten uns die Luchse, die das schöne Wetter nach Katzenart nutzten, um in der Sonne zu schlummern.
Im Anschluss landeten wir irgendwie in Limburg, dessen Gestaltung mir persönlich sehr gut gefiel. Es sah dort ein bisschen aus wie in einem von Tieren bewohnten Freilichtmuseum, in dem alte, niederländische Bauerngehöfte standen. Besonders das "Gehege" der Mäuse war herzallerliebst: Die kleinen Nager waren in einem kleinen Häuschen untergebracht, das innen wie eine nostalgische Küche eingerichtet war. Zum Fotografieren war es dort leider etwas dunkel, also müsst ihr es schon selbst besuchen um es zu erleben! ;)

Sehr sehenswert in Limburg waren auch die alten Haustierrassen wie der Flämische Riese (ein Kaninchen, das seiner Bezeichnung alle Ehre macht) oder das Altholländische Mövchen (eine Taube).

Richtig viel zu sehen gab es auch im Regenwald. Dort trafen wir unter anderem die Wasserschweine.


Auch hielten wir uns sehr lange im wirklich großartigen, begehbaren Affengehege auf, wo man quirligen kleinen Äffchen dabei zusehen kann, wie sie direkt über dem eigenen Kopf herumturnen.

In der Taiga trafen wir auf mein persönliches Lieblingstier, den Wolf. Dieser ließ sich durch Scheiben beoabachten und dabei sogar relativ gut fotografieren.


Als die Dämmerung so langsam hereinzubrechen drohte, beendeten wir unseren Zoobesuch. Sicher hätten wir noch länger dortbleiben können, da der Zoo an diesem Tag sogar bis 22 Uhr geöffnet gewesen wäre! Aber wir waren müde genug nach mehreren Stunden umherlaufen und hatten ja auch schon wirklich viel gesehen. 

Neben den Tieren konnte man an vielen Stellen im Zoo auch noch Kunst betrachten und auch hungrig musste man nicht bleiben. Die Auswahl an Essen und Trinken kam mir im Vergleich mit deutschen Zoos riesig vor. Es gab ein Selbstbedienungs-Restaurant, einen Waffelstand, einen Grill und sogar warme Chocomel.

Der GaiaZoo in Kerkrade ist wirklich ein sehr schöner Zoo, in dem man ohne Probleme vom frühen Morgen bis zum späten Abend Beschäftigung findet. Für die, die sich in den Niederlanden nicht so gut orientieren können, sei gesagt, dass der Zoo von Aachen aus sehr schnell zu erreichen ist.

Die Infotafeln im Zoo sind alle auf Niederländisch, Deutsch und Englisch verfügbar und die Tierfütterungen lohnen sich natürlich auch, wenn man die niederländischen Ansagen der Pfleger nicht versteht.

Ich werde den Zoo sehr gerne mal wieder besuchen!


Infos zum GaiaZoo gibt es hier (auf deutsch):

Mittwoch, 12. August 2015

Castlefest Nachbericht Teil 6: Mehr als nur Musik

Da ich mich in den vergangenen Beiträgen hauptsächlich auf das Bühnenprogramm konzentriert habe, ist vielleicht der Eindruck entstanden, dass es sich beim Castlefest um ein reines Musikfestival handelt. Das kann ich nun aber so nicht stehen lassen, denn es wird dem Festival einfach nicht gerecht. Darum habe ich nun zum Abschluss noch einige nicht-musikalische Eindrücke gesammelt.

neben dem Bühnenprogramm gibt es auf dem Castlefest noch zahlreiche andere Sachen zu sehen, zu erleben und zu bestaunen. Es gibt Workshops, Lesungen, einen LARP-Bereich, ein kleines Steampunkdorf, und und und...

In diesem Jahr gab es sogar einen Wunschbaum, an den man seine Wünsche an bunten Bändern anhängen konnte. Die Art der Wünsche war ganz unterschiedlicher Natur. Von Keksen und Bier bishin zum Weltfrieden war eigentlich alles dabei. Auch ich konnte nicht widerstehen und habe eines angebracht. Was da drauf stand, bleibt aber geheim. ;)
 Der Wishing Tree

Außerdem gibt es Walking Acts wie Medusa, die in jedem Jahr Kostüme zu einem neuen Thema präsentieren. Dieses Mal wurde es dabei ziemlich echsenhaft grün:
Medusa

Aber auch die Besucher auf dem Castlefest zeigen gerne, was sie können - und viele können da einiges. Zahlreiche Leute sind mit Pois, Hula Hoops oder Kontaktjonglageausrüstung unterwegs, stellen sich irgendwo hin und legen einfach los:
Kontaktjonglage

Und natürlich wird getanzt, was das Zeug hält. In Deutschland ist man da ja meist etwas reservierter, aber beim Castlefest tanzt praktisch jeder. Das schöne dort ist ja auch: jeder kann tanzen, wie er möchte. Niemand wird sich daran stören oder lachen, wenn jemand nicht im Rhytmus tanzt oder sich sehr expressiv bewegt. Das macht Lust zuzugucken oder sogar mal mitzumachen, auch wenn man weiß, dass man eigentlich nicht besonders gut tanzen "kann". Davon könnte man sich hierzulande wirklich mal eine Scheibe abschneiden.
Überall tanzende Menschen!
Fächertanz

Aber auch für ernste Themen wie Umweltschutz ist auf dem Castlefest Raum: So gibt es beispielsweise die großartigen Greenthingz, eine Gruppe grüner Waldwesen, die dafür sorgen, dass kein Müll in der Gegend herumgeschmissen wird. Außerdem sind Greenpeace jedes Jahr vertreten. Neben einem Informationsstand gibt es immer zahlreiche Spendenboxen auf dem ganzen Gelände.

Großartig finde ich auch die Greenpeace-Aktion "Free Tree Hugs":


Die Möglichkeit, einen Baum zu umarmen, wird wirklich gerne genutzt und ich finde es einfach eine total schöne Idee. :)

Dieses Gesamtpaket aus guter Musik, entspannt miteinander feiernden Menschen und einer schier grenzenlosen "Sei-und-mach-was-du-willst"-Mentalität macht das Castlefest für mich zum schönsten Festival der Welt. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal!

Dienstag, 11. August 2015

Castlefest Nachbericht Teil 5: Der Sonntag musikalisch

Ein bisschen wehmütig wurde ich ja schon, als es am Sonntag morgen ans Packen ging und wir unser Bed & Breakfast verlassen mussten. Das Ende des Castlefests war plötzlich viel zu nah... Doch ein (wenn auch verhältnismäßig kurzer) Festivaltag lag ja zum Glück noch vor uns!

Los ging es mal wieder mit Kelten zonder Grenzen, zu deren Klängen trotz der frühen mittäglichen Stunde schon eifrig getanzt wurde. Leider gab es bei diesem frühen Set im wesentlichen Paartänze, ich musste mich also mit Zugucken begnügen. Bei Ketten - und Reihentänzen mache ich ja gerne mal mit, aber Paartänze sind nicht so meins, da schaue ich lieber nur zu... ^^
Tanzende bei Kelten zonder Grenzen

Im Anschluss statteten wir Theodor Bastard einen Besuch ab. Der Bandname stellte sich als etwas irreführend heraus, wir hatten halt irgendwie mit einem Theodor gerechnet, landeten dann aber bei einer vierköpfigen Band mit einer etwas entrückt wirkenden Sängerin. Überraschung geglückt. :D

Theodor Bastard machten aber in jedem Fall mal ziemlich interessante Musik, die zu beschreiben mir aber reichlich schwer fällt. Ziemlich experimentelle Sachen mit Ethno/World Music Einschlag. In jedem Fall spannend, wenn auch an mancher Stelle ein wenig irritierend. Auf jeden Fall eine Band, die ich persönlich im Auge behalten möchte.
Unerwartet - Theodor Bastard

Danach ließen wir uns wieder ein bisschen treiben, erledigten noch die letzten Einkäufe, schauten uns noch einmal gründlich um und landeten irgendwann bei den leicht verrückten Dänen von Trolska Polska. Da gab es eine Trollparty mit allem was dazu gehört. Es wurde sich über den Boden gerollt und dutzende Festivalgäste, die ihre Instrumente dabei hatten, durften auf der Bühne mitmusizieren.
Trolska Polska

Gegen Mittag besuchten wir noch einmal unseren heißgeliebten Stand von Vegetarisch in Berlin. Für mich gab es da an diesem Tag ein leckeres geröstetes Käse-Spinat Sandwich. Und mit den letzten Münzen wurde dann später noch ein leckerer Fruchtbecher erstanden. Super erfrischend mit selbst zusammengestelltem Obst.

Relativ entspannt von hinten genossen wir dabei Omnia, die sich mit Maria von Euzen eine Gastsängerin eingeladen hatten und später dann auch noch Drehleierunterstützung von Fieke van den Hurk bekamen. Natürlich spielte die Band zum Abschluss auch "Morrigan" und man findet wohl selten ein lauter mitschreiendes Publikum als das auf dem Castlefest. Festival und Songs gehören ja auch einfach zusammen, selbst wenn die Band das Lied mittlerweile auch anderswo regelmäßig spielt.
Omnia mit Unterstützung von Maria

Gleich nach Omnia machten wir uns noch ein letztes Mal auf den langen Weg zur kleinen Meadow Stage, um Triskilian zu sehen. Im schönsten Sonnenschein machten wir es uns auf der Wiese bequem,  lauschten den Folkklängen der Band und beobachteten die tanzenden Paare, die das Parkett vor der Bühne bevölkerten. Im Anschluss tätigte ich den letzten Musikkauf des Wochenendes und bin nun endlich stolzer Besitzer der wirklich großartigen CD "°neo".
Jule von Triskilian

Und plötzlich war es dann soweit: Das letzte Konzert des Castlefests 2015. Die Niederländer von Prima Nocta spielten auf der Hauptbühne klassische mittelalterliche Marktmusik im Stile von Corvus Corax. Eigentlich hatten wir das Konzert auch gar nicht bis zum Ende ansehen wollen, standen uns doch noch etliche Stunden Rückfahrt bevor. Aber dann musste noch dies und jenes erledigt werden und plötzlich war gar nicht mehr so viel Zeit bis zum Ende. Und außerdem hatte man ja von so einem interessanten Ritual während des letzten Konzerts gehört, das man schon ganz gerne mal sehen wollte...

Also blieben wir und sahen erstmalig den "Fruit Cocktail" live. Beim Castlefest hat es sich nämlich so eingebürgert, dass während des letzten Konzerts Mitglieder der Crew als Früchte verkleidet auf die Bühne kommen und stagediven. Und ich bin so froh, dass wir endlich einmal dageblieben sind, denn das Ganze war wirklich ein Heidenspaß! :D

Es gibt auch schon ein schönes Video davon:



Und das war es dann auch schon wieder, das Castlefest 2015. Jetzt heißt es wieder ein Jahr warten. Das Zimmer für nächstes Jahr ist schon reserviert. Wir kommen ganz bestimmt wieder! :)

Eine kleine Fortsetzung folgt noch! ;)

Montag, 10. August 2015

Castlefest Nachbericht Teil 4: Die Verbrennung des Wickerman

Am frühen Samstag Abend war es also soweit: Die Verbrennung des Wickermans sollte stattfinden. Das ist eine jährlich wiederkehrende Tradition auf dem Castlefest und mit Sicherheit der Höhepunkt der ganzen Veranstaltung.

Der Wickerman, der in jedem Jahr anders aussieht und eine bestimmte mythologische Figur oder ein Symbol darstellt, zeigte in diesem Jahr ein sich liebendes Pärchen und stand folglich unter dem Motto Liebe.
Der Wickerman kurz vor der Verbrennung

Die Besucher hatten wie jedes Jahr das ganze Wochenende die Möglichkeit, kleine Opfergaben zum Wickerman zu bringen. Die Opfer waren dabei wie immer sehr vielfältig, von kleinen selbstgemachten Kunstwerken oder Handarbeiten bis hin zu Strähnen der eigenen Haare war wieder alles dabei. Manche Gruppen vor Ort haben sogar ihr eigenes Opferritual. Aber auch wir haben natürlich unser kleines Opfer gebracht.

Die Verbrennung des Wickermans ist wirklich ein Ritual, was vielen Menschen auf dem Castlefest sehr wichtig ist und es ist auch immer ein ganz spezielles Ereignis. Um etwas zu sehen statt nur auf die Leinwand schauen zu müssen, hatten wir uns in diesem Jahr entschieden, uns einen Platz außerhalb des Geländes zu suchen, von dem aus wir die Zeremonie mit einigen anderen Interessierten von hinten anschauen konnten.

Das Feuer wurde wieder traditionell von den Veranstaltern Mark und Natasja entzündet, denen ihre Rührung auch wirklich anzumerken war. Wegen der großen Trockenheit züngelten die Flammen extrem schnell hoch und hinterließen nach sehr kurzer Zeit nur noch glimmende Überreste des wunderschönen Wickermans mit all den dargebrachten Opfern. Die Zeremonie wurde von tausenden Menschen zunächst andächtig schweigend und dann laut jubelnd verfolgt. 

Es fällt schwer in Worte zu fassen, was diese rituelle Verbrennung so besonders macht. Was so eine große Menge an Menschen dazu bringt, schweigend zu staunen. Die Euphorie, wenn die Flammen endgültig auf den Wickerman übergreifen. Und warum man danach irgendwo unschlüssig zwischen Jubeln und Weinen steht. Man muss es einfach erlebt haben. 

Einen kleinen Eindruck bietet dieses Video:


Fortsetzung folgt!

Castlefest Nachbericht Teil 3: Der Samstag musikalisch

Natürlich schafften wir es nicht, am Samstag schon um 10 Uhr auf dem Gelände zu sein. Das hätte aber auch keiner von uns wirklich erwartet. Tatsächlich mussten wir uns am Ende noch ziemlich beeilen, um rechtzeitig um 12 Uhr vor der Village Stage zu sein.

Dort spielten LEAF ihr einziges Konzert an diesem Castlefest-Wochenende. Und so ziemlich nichts auf der Welt hätte mich dazu gebracht, das zu verpassen, denn obwohl ich die Band schon seit einigen Jahren kenne und mag, hat es einfach nie geklappt, sie live zu sehen. Es war manchmal kurz davor, aber irgendwas kam dann doch dazwischen. Egal, das ist ja nun Vergangenheit. ^^

Gleich zu Beginn erwartete die Besucher die Ankündigung, dass sie gleich nicht nur LEAF, sondern auch noch Seed sehen würden. Das war für mich eine nette Überraschung. Aber los ging es jedenfalls mit LEAF, die neben Songs ihrer EP auch einiges von ihrem kommenden Album "Innri" vorstellten, welches leider ganz knapp zu spät fertig wurde, um beim Castlefest vorzuliegen. Das alles klang sehr vielversprechend und hat richtig meine Vorfreude auf das Album geweckt. Sängerin Kaat hat in der näheren Vergangenheit viel mit den Norwegern von Wardruna zusammengearbeitet - ein Einfluss, der bei den neuen Stücken durchaus hörbar war und sehr spannend klang.
Kaat von LEAF

Irgendwann verließ Kaat dann die Bühne und Seed begannen ihr Set. Im Gegensatz zu LEAF hatte ich diese bereits einmal live gesehen. Seitdem hatte sich aber auch bei ihnen einiges getan und sie hatten mit "Portal To Elfland" ein eigenes Album mit im Gepäck. Es wurde meine zweite musikalische Neuanschaffung dieses Wochenendes. Seed konnten mich nämlich auf ganzer Linie überzeugen mit ihrem Pagan Folk, der mal ruhig, mal heiter daherkam und Geschichten zu erzählen wusste, seien sie nun mit oder ohne Text.
Lars von Seed
 
Eine Pause war uns danach nicht vergönnt. Auf dem Weg zur großen Bühne blieben wir für ein paar Minuten an der Folk Stage hängen. Dort wurde ziemlich ausgelassen zu den Klängen von Omdulö getanzt, die sich dazu auch wirklich anboten. Für mich wurde die Band die persönliche musikalische Neuentdeckung des Festivals schlechthin und ich bedauere es sehr, dass es uns nicht gelang, ein ganzes Set anzusehen sondern nur dieses Bruchstück. Immerhin konnte ich am Sonntag beim Miroque-Stand noch eine CD der Band entdecken und mit nach Hause nehmen...
Florian von Omdulö

Irgendwann erreichten wir jedenfalls tatsächlich noch die Forest Stage, wo sich Trobar de Morte die Ehre gaben. Es war ein ziemlich ungewöhnlicher Anblick, Lady Morte einmal in Weiß zu sehen, kennt man die Band sonst doch eher in Tiefschwarz. :D
Daimoniel von Trobar de Morte

Im Anschluss hatten wir endlich einmal ein bisschen Zeit, um über das Gelände zu schlendern und uns all die schönen Dinge, die von den Händlern verkauft wurden anzusehen. Wer genug Geld hat, bekommt auf dem Castlefest wirklich alles, wonach sein Herz verlangen könnte. Mangafans kommen genauso auf ihre Kosten wie Steampunker und die Auswahl an Klamotten für LARP, Mittelalter, Gothic und natürlich Pagan Folk ist wirklich riesig. Da sich die Festivalsaison zu dieser Zeit auch schon langsam ihrem Ende zuneigt, findet man auch an vielen Ständen schon einen Ausverkauf. Mein Favorit diesbezüglich ist Lila Pixie, auch wenn dort in diesem Jahr leider ausnahmsweise mal keiner von uns fündig wurde.

Im Musikprogramm ließen wir uns dann ein bisschen hin und her treiben. Erst gab es nochmal ein bisschen Rastaban, dann statteten wir Stille Volk einen kurzen Besuch ab. Diese wussten uns aber beide nicht so recht zu überzeugen, weswegen wir uns zurück zur Hauptbühne treiben ließen - um doch ganz knapp die große Kissenschlacht von La Horde zu verpassen.

Trotzdem blieben wir da, denn La Horde waren wieder einmal großartig. Es gab eine Wall of Hugs und ich schloss mich einem riesigen Tanzkreis an, was ein Heidenspaß war. :D
Ein richtiges Highlight bei La Horde war auch wieder die Präsentation des Merchandisings. Die Band verkauft nämlich nicht nur schnöde T-Shirts, nein. Sie verkaufen Panties mit La Horde-Aufdruck. Und sie lieben es, diese auf der Bühne zu präsentieren. Oder präsentieren zu lassen. Oder auch einfach nur zu erwähnen, dass es sie gibt.
"We have panties!" - La Horde

Nach La Horde hatten wir wieder kein richtiges Ziel, dafür aber Hunger. Die Nahrungssuche führte uns zur Meadow Stage, wo The Frying Dutchman (Ich liebe diesen Namen. Wirklich! xD) Hamburger verkaufte. Für wen das jetzt öde und ordinär klingt: kein aufgetautes Halbfertigzeugs, sondern gut gewürzte, aus biologischem Fleisch gemachte Hamburger mit selbst gemachter Sauce und richtig gutem Burgerbrötchen. Ich kriege gerade beim Schreiben Hunger, wenn ich daran denke. :D

Wo wir dann schon einmal da waren, blieben wir auch noch eine Weile beim Konzert von Triskilian, bevor es dann höchste Zeit wurde, sich einen Platz zu sichern für den wichtigsten Programmpunkt auf dem Castlefest...

Fortsetzung folgt!

Freitag, 7. August 2015

Castlefest Nachbericht Teil 1: Auf erster Entdeckungstour am Freitag

Die alljährliche Castlefest-bedingte Tiefenentspannung hatte bei der Festivaleröffnung am Freitag eindeutig bereits eingesetzt. Darum schafften wir es auch nicht gleich zu Einlass um 11 Uhr auf das Gelände, da das unser gemütliches Frühstück beeinträchtigt hätte. :D

Trotzdem kamen wir immernoch früh genug an, um einen kleinen Ausflug zu Hats 'n Dreads zu machen, bevor die ersten geplanten musikalischen Punkte auf unserem Programm standen. Dieser Stand ist einfach jedes Jahr ein muss, denn dort kann man wunderbare Wooldreads in allen Farben und Längen bekommen und bei Bedarf auch gleich einsetzen lassen. Ich habe dieses Jahr nur einige neue Dreads mitgenommen, keine einsetzen lassen, aber die Vorteile des Einsetzen Lassens sind wirklich nicht zu verachten. Ich selber bekomme die Dinger nie so nah an meinen Haaransatz und sie halten auch nicht so bombenfest wie wenn es professionell gemacht wird. :D

Musikalisch begann der Tag für mich dann um 12 Uhr Mittags mit Irfan. Die Bulgarier sind oft und gerne gesehene Gäste auf dem Castlefest, und in diesem Jahr hatten sie neben dem lange angekündigten neuen Album "The Eternal Return" auch ihre neue Sängerin Darina Zlatkova mit dabei. Ich habe Irfan auf diesem Castlefest zum dritten Mal gesehen, und jedes Mal hatten sie eine andere Sängerin dabei. Faszinierenderweise waren sie alle auf ihre Art und Weise gut, und das galt auch in diesem Jahr wieder, überzeugte Darina doch mit ihrer vollen Stimme, die wunderbar zum atmosphärischen Sound der Band passt. 

Ivaylo von Irfan

Im Anschluss an Irfan hatten wir uns eigentlich die Dänen von Trolska Polska ansehen wollen, doch daraus sollten an diesem Freitag nichts werden. Die Band hatte irgendwelche technischen Probleme und nachdem eine gefühlte Ewigkeit nichts passiert war, entschieden wir uns um und wechselten zur Folk Stage, auf der die Belgier von Rastaban ihr erstes Konzert des Festivals gaben.

Rastaban gehören zu den Stammbands des Castlefests, bisher waren sie in allen vier Jahren, an denen wir das Festival besuchten, zu Gast und verbreiteten mit ihrem Tribal Folk gute Stimmung. Das mit der guten Stimmung war auch in diesem Jahr nicht anders. Die Leute tanzten und die Bandkollegen von La Horde feuerten aus dem Publikum nochmal zusätzlich an.


Marine von Rastaban

Genau wie Irfan hatten auch Rastaban neue Musik mitgebracht, ihr zweites Album "Arise", welches mein erster Musikeinkauf an diesem Wochenende wurde. Ich werde es irgendwann später vorstellen, wenn ich endlich mal mit der Musik-Bestenliste aus dem vergangenen Jahr durch bin. :P

Ohne Pause ging es im Programm für uns weiter. Auf der Village Stage spielten Cesair ihr erstes Set, und das wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Als erste Band des Tages, die wir uns anschauten, hatten Cesair kein neues Album dabei. Als Kompromiss hätte es da eine überarbeitete Variante des ersten Albums gegeben, aber lassen wir das...

Cesair präsentierten jedenfalls Songs ihres großartigen einzigen Albums, aber auch neue Stücke, die richtig große Lust auf einen Nachfolger machten. Auch live gefällt mir die Band von Jahr zu Jahr besser, da ist mittlerweile richtig viel Energie auf der Bühne (wobei ich aber anmerken möchte, dass die Band auch schon am Anfang keine schlechte Liveband war!).
Fieke von Cesair

Nach dem Auftritt von Cesair gab es endlich eine kleine Programmpause für uns. Wir blieben, wo wir waren, besorgten uns etwas zu Essen (Gefülltes Brot mit Käse, köstlich!) und machten es uns auf dem Gras gemütlich. Und auf dem Gras war es so gemütlich, dass wir irgendwie den Anfang von Folk Noir verpassten. :D

Und jetzt muss es leider raus: Folk Noir, auf die ich mich sehr gefreut hatte, wurden für mich die musikalische Enttäuschung des diesjährigen Castlefests. Die Band, in der auch Oliver und Stephan von Faun spielen, hatte sich nach dem Ausstieg von Kaat Geevers eine neue Sängerin zugelegt. Das fand ich schade, weil ich Kaat mag, aber es kam wenig überraschend. Ihren Platz nahm Livy Pear ein, die auch sehr sympathisch rüberkam und eine wirklich sehr gute Stimme vorzuweisen hat. 

Livy Pear von Folk Noir

Wo dann also das Problem war? Das Problem lag darin, dass diese neuen Folk Noir musikalisch nicht mehr viel mit dem zu tun hatten, was Folk Noir vorher ausgemacht hat. Ruhige, oftmals leicht düster angehauchte Folkklänge nämlich. Was da aus den Boxen kam, war sehr gitarrenlastig und irritierend laut für mich und es hat - schlicht und ergreifend - so gar nicht mehr meinen Geschmack getroffen. Was man mir wohl auch angesehen hat... ^^

Weiter ging es dann mit La Horde - eine Band die man sich, sollte sich die Chance bieten, nicht entgehen lassen sollte. Wo La Horde sind, tobt die Party. Die Folk Party, versteht sich. Manchmal mit einem gewissen Hauch Neunzigerjahre Eurodance. Klingt abgedreht? Ist es auch, aber so verdammt gut. :D 

Eigentlich auf dem Weg zur Hauptbühne blieben wir im Anschluss noch kurz bei Shireen auf der Folkstage hängen. Dort begegneten uns Thomas und Sophie wieder, die wir zuvor schon auf der Bühne mit Cesair bewundern durften. Im Gegensatz zu diesen waren mit Shireen vorher jedoch (außer dem Namen nach) unbekannt. Was es hier zu hören gab und was die Band auf ihrem facebook-Profil als Witchpop bezeichnet, konnte aber durchaus punkten, wenn wir auch leider nur kurz bleiben konnten.
Annicke von Shireen

 Denn mittlerweile war es schon früher Abend geworden und zwei Highlights warteten auf uns, die wir auf keinen Fall verpassen wollten. Doch davon mehr in meinem nächsten Post...