Posts mit dem Label Bernhard Hennen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bernhard Hennen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 9. August 2018

Ein Kessel Buntes: Die Role Play Convention 2018 in Köln

Ich muss es zugeben: als ich mich in diesem Jahr am Sonntag auf den Weg zur Role Play Convention nach Köln machte, war ich ein kleines bisschen quengelig, denn eigentlich hatte ich ja am Samstag fahren wollen, hatte Jan Hegenberg sehen wollen, hatte Tommy Krappweis bei seiner Lesung und dem Vortrag mit Rudi Simek besuchen wollen. Doof nur, dass ich Samstag dann zu einem Geburtstag eingeladen wurde. [Nur fürs Protokoll: es war eine schöne Feier, aber wenn etwas meinen Veranstaltungskalender durcheinanderbringt werd ich leicht etwas...weinerlich ^^]. Nun musste ich also mit dem Sonntag auskommen, an dem es für mich deutlich weniger interessante Programmpunkte gab, und dann regnete es auch noch. So weit, so doof.

Das Bühnenprogramm draußen ließ ich also wetterbedingt größtenteils links liegen, was sehr schade war. Nur für den Auftritt von Tommy Krappweis stellte ich mich dann doch tapfer in den Regen, was ich auch nicht bereut habe, schon alleine für das großartige "Ein echter wahrer Held" (auch wenn ich mich nicht zum Publikumschor auf die Bühne getraut habe...) und die sympathischen Ansagen. Und na gut, ich gebe es zu, auch bei "Tanzt das Brot" kommt immer wieder Freude auf. ;)

Tommy Krappweis live, wetterbedingt dieses Jahr leider nur als schlechtes Handybild... ^^

Aber auch drinnen ließ es sich problemlos aushalten, schließlich gab es allerhand zu sehen. So landete ich in einer Lesung von Bernhard Hennen aus seinem Buch "Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte". Dieses hatte ich da zwar schon längst gelesen, aber spannend war es trotzdem, gab Herr Hennen doch die eine oder andere interessante Story aus seinem Leben sowie Ausblicke auf die Fortsetzung seiner Arbeit zum Besten.

Ebenfalls einen Besuch wert war die Ausstellung mit Star Wars Modellen. Die Modelle waren wirklich unheimlich detailgetreu und schön! So war meine Laune an diesem Tag dann zum Glück auch recht bald gerettet und mein RPC-Besuch wurde auch in diesem Jahr ein voller Erfolg, der Ich-wollte-doch-aber-Samstag-kommen-Quengelei zum Trotz.

Star Wars Modell-Ausstellung

So eine Convention wäre aber natürlich unvollständig, würde man sie am Ende nicht ärmer verlassen als man hingekommen ist. Meine finanziellen Möglichkeiten waren mal wieder stark eingeschränkt, aber ein paar Kleinigkeiten hab ich doch mitgebracht:

Kleine aber feine Ausbeute des Besuchs

Das "Cat Lady" Spiel ist eine Neuheit von Pegasus Spiele, das kleine Häschen erweitert mal wieder meine Amuse-Plüschtier-Sammlung. Die Postkarten stammen von Maginarium aus Polen und kamen meiner aktuellen Yuri!!! On Ice-Obsession sehr entgegen. Zu meinem Entsetzen hat dann gleich die erste Person, der ich meine Einkäufe zeigte (meine Mutter) den Witz der dritten Postkarte (OMG It's R2D2!) nicht verstanden... :D 

Abschließend kann ich sagen: Auch dieses Jahr hat es mir auf der RPC wieder unheimlich gut gefallen. Die Convention hebt sich positiv von anderen Veranstaltungen ab, weil sie Wert darauf legt,  eine so große Bandbreite verschiedener Themen - und Interessenbereiche abzudecken. Das kommt mir, die sich sowohl für die Mittelalterszene, Mangas und Animes als auch Fantasy interessiert, beispielsweise sehr entgegen. Außerdem gibt es immer ein spannendes Programm mit Konzerten, Lesungen, Vorträgen usw., was mich eigentlich jedes Mal anspricht. Auch im nächsten Jahr komme ich gerne wieder!

Dienstag, 18. Juli 2017

Zwischen Wikingern und Piraten - Die Role Play Convention 2017 in Köln

Dieses Jahr habe ich zum zweiten Mal der Role Play Convention in Köln einen Besuch abgestattet. Nachdem ich bereits im Vorfeld eingehend das Programm studiert habe, fiel die Entscheidung, die Convention in diesem Jahr am Samstag zu besuchen.

Um die bei Conventions gerne üblichen Einlasschlangen zu umgehen, fuhr ich nicht gleich zur Eröffnung hin. Eine Strategie, die sich auch dieses Mal wieder bewährte. So dauerte es höchstens zwei Minuten, bis ich die recht ausführliche Taschenkontrolle hinter mich gebracht hatte und mit der Erkundung der Messehalle beginnen konnte.

Zunächst drehte ich eine ausführliche Runde durch die Haupthalle mit all ihren Händlern und Künstlern, später stattete ich dann auch der stets etwas leereren unteren Halle, die aber schon wegen einiger interessanter Künstler, die dort ihre Stände hatten, einen Abstecher wert war.

Viel Zeit verbrachte ich aber an diesem Tag wirklich damit, mir verschiedene, spannende Programmpunkte anzusehen. Los ging es dabei für mich um 13 Uhr im Lesecafé von Feder & Schwert, wo Tommy Krappweis aus seinem Buch "Ghostsitter 4 - Schreck im Spiegelkabinett" las und zwischendurch auch die eine oder andere unterhaltsame Anekdote zur Entstehung des Buches und der Bedeutung guter Lektoren und verständnisvoller Verlage zum Besten gab.

Gut gefüllte Lesung von Tommy Krappweis

Gleich im Anschluss spurtete ich zum ersten Mal an diesem Tag nach draußen, wo es neben einem kleinen Mittelaltermarkt die große Outdoor-Bühne gibt. Auf der spielten nämlich noch ein paar Minuten Punch'n'Judy. Den Großteil des Sets hatte ich natürlich verpasst, aber ich kam gerade richtig, um noch "Koboldkönig" zu hören, einen meiner Lieblingssongs der Band.

Punch'n'Judy

Danach blieb ein wenig Zeit zur Erkundung des Mittelaltermarkts, wo ich eine Zeit lang beim Auftritt von Brigada Pirata hängen blieb, einer italienischen Piratenband, die sehr sympathisch rüberkamen und gut Stimmung machte. Um 15 Uhr ging es dann aber auch schon wieder zurück ins Lesecafé, was bei der draußen herrschenden Hitze aber eigentlich auch ganz angenehm war. Dort lasen Bernhard Hennen und Robert Corvus aus der Phileasson-Saga und gaben sich dabei sehr amüsante Wortgefechte. Robert Corvus brachte die anwesenden Zuhörer dann auch noch dazu, mit ihm gemeinsam einen spontanen Chor zu bilden, der gemeinsam das Lied "König der Meere" trällerte - quasi ein Drunken Sailor in der speziellen Phileasson-Version.

Brigada Pirata

Schon um 17 Uhr ging es dann weiter im Programm, diesmal mit einem Vortrag von Tommy Krappweis und Rudolf Simek, einem der wohl bekanntesten Skandinavisten des deutschsprachigen Raumes. Bekanntlich hatte sich zwischen dem Autoren und dem Wissenschaftler eine enge Zusammenarbeit entwickelt, als Tommy Krappweis an seinen "Mara und der Feuerbringer"-Romanen gearbeitet hatte (die übrigens - jubel! - fortgesetzt werden). Und eben über diese Zusammenarbeit berichteten die beiden nun in diesem Vortrag, der unter dem schönen Titel "Götter, Gags und Fantasy - Wissenschaft und Fantasy in 'Mara und der Feuerbringer'" stand. Das konnte ich mir als Skandinavist und Fantasy-Fan doch unmöglich entgehen lassen - eine Einschätzung, die wohl viele teilten, passten doch die Interessierten gar nicht alle in den kleinen Workshop-Raum. Die Menschen saßen auf allen Stühlen, hockten davor und standen in mehreren Reihen dahinter, und trotzdem blieben noch ein paar vor der Tür.

Der Workshopraum war eindeutig zu klein für die vielen Interessenten beim Vortrag von Tommy Krappweis und Rudolf Simek

Der Vortrag wurde dann aber auch wirklich großartig, verstehen es doch sowohl Tommy Krappweis als auch Rudolf Simek hervorragend, interessant und kurzweilig zu erzählen. Man erfuhr viel darüber, wie die Zusammenarbeit der beiden recht unterschiedlichen Männer zustande kam und sich entwickelte und die kleinen, nicht gemeinen Seitenhiebe, die sich die beiden über die ganze Zeit gegenseitig zuwarfen, brachten das Publikum häufig richtig heftig zum lachen.

Nach dem Vortrag rückte das Ende dieses schönen Tages auf der RPC so langsam und allmählich in Sichtweite. Es wurde Zeit, ein paar letzte kleine Einkäufe zu machen und sich mit einem leckeren Milchshake bewaffnet wieder in die knallende Sonne vor der Bühne zu wagen. Um 18:45 Uhr begann da nämlich das Konzert von Jan Hegenberg, welches für mich den perfekten Abschluss dieses schönen Convention-Tages bildete. Im Gegensatz zum Vorjahr konnte ich dieses Jahr - Spotify sei dank - auch endlich mitsingen. Wie toll es einfach klingt, wenn das ganze Publikum bei Songs wie "Die Horde rennt" mitsingt - und wie dumm du dir vorkommst, wenn du selber davon vorher noch nie gehört hast :P Gut, diese Bildungslücke wurde jedenfalls im Laufe des letzten Jahres behoben, und an diesem Samstag konnte dann auch endlich der schreckliche Makel beseitigt werden, keine Jan Hegenberg CD zu besitzen.

Jan Hegenberg

Mit diesem Konzert ging also mein Tag auf der Role Play Convention 2017 zu Ende. Meine Ausgaben hielten sich dabei sogar mal im Rahmen, die wahre Eskalation erfolgte dann erst eine Woche später bei der Dokomi, haha. Doch davon berichte ich natürlich später in einem eigenen Post mehr. ;)