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Freitag, 25. November 2016

Konzertbericht: Start A Revolution in Aachen

So, bevor an diesem Wochenende nun die ziemlich veranstaltungsreiche Vorweihnachtszeit beginnt, gibt es heute noch den letzten ausstehenden Konzertbericht von mir.

Am 12. November machte ich mich mit einer Freundin auf ins nahgelegene Aachen. Start A Revolution hatten dort im Hotel Europa zu einer Veranstaltung mit dem wohlklingenden Namen "Richtig schick was auf die Fresse" geladen. Klang nach einem Konzert, das wir uns nicht entgehen lassen wollten!

Schon relativ kurz nach Einlass ging es dann auch mit der ersten Band des Abends los. Sunchair aus Krefeld legten gleich zur Begrüßung odentlich los. Ihre Musik ließ sich für mich schwer in Genre-Begriffe fassen, die Selbstbeschreibung auf Facebook spricht von Neo-Thrash, Groove & Modern Metal. Auf jeden Fall war es laut, abwechslungsreich und ein guter Einstand in den Abend.

Hörprobe Sunchair:


Nach einer Umbaupause ging es gleich weiter mit Phoenix'Ashes. Die Niederländer traten dem Publikum mit ihrem mitreißenden Post-Hardcore trotz anfänglicher technischer Probleme ordentlich in den Hintern. Das Venue hatte sich mittlerweile auch ziemlich gefüllt und das Publikum wurde von der Band von Anfang an gnadenlos mit eingespannt. Da fand man sich schonmal mitten in der Menge Auge und Auge mit dem Sänger wieder, der einem seine Verse ins Gesicht sang oder mitunter natürlich auch schrie. 

Hörprobe Phoenix'Ashes:


Nach so einem großartigen Auftritt war die Stimmung natürlich gespannt und aufgeheizt, als Start A Revolution als letzter Act des Abends die Bühne betraten. Natürlich wussten die Aachener Jungs die Erwartungen an ein Konzert mit dem Motto "Richtig schick was auf die Fresse" aber problemlos zu erfüllen. Bis auf die mehr oder weniger gezwungene Kürze (im Anschluss stand im Hotel Europa noch eine Party auf dem Programm, deren Anfang sich wohl trotz aller Publikumswünsche nicht endlos hinauszögern ließ) war es ein großartiger Auftritt. Das gespielte neue Material machte großen Bock auf das wohl nicht mehr allzu lange auf sich warten lassende zweite Album der Band, aber auch der ein oder andere Klassiker durfte natürlich nicht im Set fehlen. Auch wurde das Publikum eingespannt, ein kleines Video zur derzeit viralen Mannequin-Challenge aufzunehmen. Das Resultat füge ich natürlich diesem Bericht bei. ;)

Als zum Abschluss des Konzerts schließlich noch Songs wie "Unity Hymn" und "Don't Waste Your Time" gespielt wurden, verschwammen die Grenzen zwischen Band und Publikum. Wer wollte, kam auf die Bühne, und sowieso sang gefühlt das halbe Hotel Europa mit. Fazit des Abends: Der Titel der Veranstaltung hatte keineswegs zu viel versprochen. Das müssen wir möglichst bald mal wiederholen!

Mannequin Challenge:


Mittwoch, 2. März 2016

Konzertbericht: Start A Revolution 10 Years Anniversary Show in Aachen

Schon das zweite Jahr in Folge führte mich mein Weg am 27. Februar in den Musikbunker nach Aachen. Dort feierten Start A Revolution ihr zehnjähriges Bandjubiläum und hatten sich zu diesem Anlass auch einige Gäste eingeladen.

Eröffnet wurde der Abend von Männi, der es sich nicht nehmen ließ, an seinem Geburtstag ein kurzes Set zu spielen. Stand er im vergangenen Jahr noch ganz allein auf der Bühne, so wurde er diesmal am Schlagzeug unterstützt. Die Show war sehr kurz, dafür aber energiegeladen und viele der anwesenden Besucher konnten die Texte der Songs, die bis auf einen Neuen von der EP "Wille aus Beton" stammten mitsingen und taten dies auch gerne lautstark. Der neue Song wusste auch zu gefallen - Männi versteht es wirklich, Texte zu schreiben, mit denen man sich identifizieren kann.

Hörprobe:


Viel zu schnell war es dann auch schon vorbei und die nächste Band machte sich bereit für ihren Auftritt. Kochkraft durch KMA standen auf dem Programm - die einzige Band, die mir vor diesem Abend gänzlich unbekannt war. Der Soundcheck war ziemlich unterhaltsam und machte neugierig auf das, was da kommen sollte. Als dann auch noch die Sängerin durch die Reihen ging und die Zuschauer zur Begrüßung umarmte, war wohl endgültig klar, dass nun etwas ungewöhnliches passieren würde. Vom Sound und den Texten her fühlte ich mich von Kochkraft durch KMA in die frühen Achzigerjahre versetzt, in die experimentierfreudige Anfangsphase der neuen deutschen Welle, wo noch Punk und Inhalt mitschwangen. Spannend, ohne Zweifel und in der richtigen Stimmung live sicher auch wunderbar zu feiern, aber für meine Freundin und mich an diesem Abend auf Dauer zu anstrengend - wir überließen anderen unseren Platz und gingen etwas frische Luft schnappen.

Hörprobe:


Pünktlich zur dritten Band des Abends waren wir wieder zur Stelle, gut versorgt mit Sauerstoff und kalten Getränken. Phoenix'Ashes aus den Niederlanden hatten weniger Probleme, uns vor der Bühne zu halten. Ihre Post-Hardcore-Songs waren eingängig, die Stimme von Sänger Eelko hat mir sehr gut gefallen. Auch Phoenix'Ashes hatten an diesem Abend ein Jubiläum zu feiern: es war ihr hundertster Auftritt, da war feierliche Bühnendeko Pflicht. So zierte das Schlagzeug eine bunte Wimpelgirlande und das Banner wurde mit einer aufblasbaren 100 geschmückt, deren Einzelzahlen später durch das Publikum flogen. Fast jeder Besucher hat während dieses Abends wohl über einen kürzeren oder längeren Zeitraum eine dekorative Null auf seinem Kopf getragen.

Hörprobe:


Im Anschluss war es dann Zeit für die letzte Band des Abends, die Aachener von Start A Revolution. Diese hatten einen ganzen Haufen neuer Lieder dabei, arbeiten sie doch derzeit an einem neuen Album, welches später in diesem Jahr erscheinen soll. Ein Release, auf das ich mich nach diesem Abend so richtig freue. Doch auch ältere Lieder vom bislang einzigen Album der Band, "The Day We've Been Waiting For", kamen nicht zu kurz. Diese Lieder weckten bei mir, und sicher auch bei vielen anderen Besuchern, die die Band noch von "früher" kennen, coole Erinnerungen. Start A Revolution ist eine dieser Bands, die untrennbar mit meiner Teenagerzeit im Aachener Umland verbunden sind - und es ist so gut, dass sie zurück sind, mit so vielversprechenden neuen Songs und einer noch immer so großartigen Live Performance! 

Wie zu erwarten auf einer Geburtstagsshow, wurde auch einiges erzählt über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band, es wurde Dank ausgesprochen und es wurden Gäste auf die Bühne gebeten. Darunter war auch wieder Samuel aka Männi, der bei Start A Revolution früher am Schlagzeug saß und der nun gemeinsam mit Sänger Patrick einen Song sang. Auch Gitarrist Malik übernahm bei einem Song die Hauptvocals und beim letzten Lied des Sets, "Unity Hymn", wurden gleich alle auf die Bühne gebeten, die meinten, den Text zu kennen. Einige folgten dem Aufruf, viele sangen aber auch aus dem Publikum mit. Die Stimmung war super, sodass zunächst gar keiner so richtig gehen wollte, nachdem die letzten Töne verklungen waren. Ein richtig gutes Ende für einen großartigen Konzertabend und wir waren uns einig: so ein Konzert an Samuels Geburtstag sollte man eindeutig als jährliche Tradition etablieren! ;)

Hörprobe: