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Samstag, 19. Januar 2019

Klein, aber oho - Das Rodarock Festival in Herzogenrath

Am 11. August fand auf dem Gelände am alten Schwimmbad in Herzogenrath bei Aachen einmal wieder das Rodarock Festival statt. Obwohl quasi ein Heimspiel für mich, war ich seit meiner Schulzeit nicht mehr da gewesen. Irgendetwas war einfach immer dazwischengekommen. Um so erfreulicher fand ich es, dass es 2018 endlich einmal wieder klappen sollte.

Da wir uns jedoch unheimlich kurzfristig entschieden, gab es erst einmal ein paar zeitliche Komplikationen und so verpassten wir mit NV gleich mal die komplette erste Band des Tages. Vom Parkplatz aus konnten wir sie noch hören, aber als wir es auf das Gelände geschafft hatten, verließen sie gerade die Bühne. Wirklich schlechtes Timing unsererseits...

Während wir auf den Beginn der zweiten Band Incomplete warteten, amüsierten wir uns noch ein wenig über unsere Erlebnisse beim Einlass. Dort wurden wir von der netten jungen Dame, welche die Bändchen austeilte nämlich gefragt, ob wir auch schon 18 seien. Mit fast 30, da waren wir uns einig, kann man das langsam schon wieder als schmeichelhaft werten. ;) Und überhaupt: Echte Bändchen. Krass. Sowas hat es früher nicht gegeben! Du liebe Güte, sind wir alt geworden. :P

Als nächstes standen dann We Are Anchors auf dem Programm, die mir persönlich sehr gut gefielen. Will Of Ligeia hingegen, die insgesamt sehr gut ankamen, trafen unseren Musikgeschmack eher weniger. So nutzten wir die Zeit für einen kleinen Rundgang über das Gelände. Dieses war zwar nicht groß, aber trotz der sengenden Hitze gut besucht und wir trafen tatsächlich einige bekannte Gesichter. Wir besorgten uns Verzehrmarken und stellten erfreut fest, dass die Getränkepreise wirklich fair waren. Nur kulinarisch sah es leider etwas mau aus. Ich konnte mich mit den Hamburgern anfreunden, doch für meine Freundin, die kein Fleisch essen wollte, war die Situation etwas schwieriger. Suppe sowie ein sehr sauer eingelegter Gemüsesalat waren da vielleicht nicht die perfekten Alternativen. Auf Anfrage bekam sie zwar ein Hamburgerbrötchen ohne Fleisch, aber sind wir mal ehrlich: dass ist es vielleicht nicht unbedingt, womit man sich über einen langen Festivaltag ernähren möchte...

Aber nun wieder zurück zum Wesentlichen. Im Programm ging es nämlich mit Phoenix' Ashes weiter, die tatsächlich der Grund für unseren Besuch auf dem Festival waren. Die sympathische niederländische Post-Hardcore Band hatte uns einige Monate zuvor als Support der ohnehin großartigen Start A Revolution so überzeugt, dass wir sie unbedingt hatten wiedersehen wollen. Auch auf dem Rodarock überzeugten sie durch einen energiegeladenen Auftritt.


Mit The Pariah stand dann die erste Band des Tages auf dem Programm, die nicht aus der unmittelbaren Umgebung stammte. Die Melodic Hardcore Band aus dem Ruhrgebiet stand da gerade unmittelbar vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums "No Truth", in das man bei ihrem Auftritt auch schon den einen oder anderen vielversprechenden Einblick erhielt.


Die Desasterkids aus Berlin waren mir persönlich vorher vollkommen unbekannt (so ist das eben, wenn man nicht mehr wirklich drin ist in irgendeiner Szene ^^), wurden aber ziemlich schnell zu meiner Neuentdeckung des Tages. Die Musik traf voll meinen Geschmack und die Typen kamen einfach auf der ganzen Linie super sympathisch rüber. Definitiv eine Band, die ich im Auge behalten werden.


Mit Skywalker wurde es dann international auf dem Rodarock. Die Band aus England und Polen brachte einen ziemlich eigenen Stil mit auf das Festival und nennt bei ihren musikalischen Inspirationen nicht umsonst die Deftones.

Mittlerweile war es Abend geworden. Das hatte den unheimlichen Vorteil, dass sich die den ganzen Tag erbarmungslos brennende Sonne so langsam verzog, und mit ihr auch die Wespen, die das Festivalgelände in diesem Jahr wie eine Plage heimgesucht hatten. Mit Our Hollow, Our Home aus Southampton stand nun die drittletzte Band auf der Bühne. Ihr Konzert zählte für mich zu den Besten des Tages und machte mich neugierig, auch nach dem Auftritt näher reinzuhören.


Co-Headliner waren 2018 Napoleon, ebenfalls aus England. Musikalisch nicht ganz unser Fall, vertraten wir uns noch einmal die Füße, besorgten uns das gefühlt 25. Getränk des Tages und warteten auf den allgemein mit Spannung erwarteten Headliner.

Da hatte man sich beim Rodarock nicht lumpen lassen und die Kanadier von Counterparts eingeladen, die das Festival dann auch zu einem beeindruckenden und umjubelten Abschluss brachten.


So ging ein wirklich schöner Tag zu Ende. Nach einem ganzen Tag voll Musik, Hitze und der Flucht vor garstigen Wespen war ich dann aber auch echt froh, dass mir keine lange Heimreise, sondern nur der Rückweg in die Nachbarstadt bevorstand. Und hoffentlich vergehen bis zu meinem nächsten Besuch auf dem Rodarock nicht wieder so viele Jahre, das wäre nämlich wirklich schade drum. ;)

Freitag, 25. November 2016

Konzertbericht: Start A Revolution in Aachen

So, bevor an diesem Wochenende nun die ziemlich veranstaltungsreiche Vorweihnachtszeit beginnt, gibt es heute noch den letzten ausstehenden Konzertbericht von mir.

Am 12. November machte ich mich mit einer Freundin auf ins nahgelegene Aachen. Start A Revolution hatten dort im Hotel Europa zu einer Veranstaltung mit dem wohlklingenden Namen "Richtig schick was auf die Fresse" geladen. Klang nach einem Konzert, das wir uns nicht entgehen lassen wollten!

Schon relativ kurz nach Einlass ging es dann auch mit der ersten Band des Abends los. Sunchair aus Krefeld legten gleich zur Begrüßung odentlich los. Ihre Musik ließ sich für mich schwer in Genre-Begriffe fassen, die Selbstbeschreibung auf Facebook spricht von Neo-Thrash, Groove & Modern Metal. Auf jeden Fall war es laut, abwechslungsreich und ein guter Einstand in den Abend.

Hörprobe Sunchair:


Nach einer Umbaupause ging es gleich weiter mit Phoenix'Ashes. Die Niederländer traten dem Publikum mit ihrem mitreißenden Post-Hardcore trotz anfänglicher technischer Probleme ordentlich in den Hintern. Das Venue hatte sich mittlerweile auch ziemlich gefüllt und das Publikum wurde von der Band von Anfang an gnadenlos mit eingespannt. Da fand man sich schonmal mitten in der Menge Auge und Auge mit dem Sänger wieder, der einem seine Verse ins Gesicht sang oder mitunter natürlich auch schrie. 

Hörprobe Phoenix'Ashes:


Nach so einem großartigen Auftritt war die Stimmung natürlich gespannt und aufgeheizt, als Start A Revolution als letzter Act des Abends die Bühne betraten. Natürlich wussten die Aachener Jungs die Erwartungen an ein Konzert mit dem Motto "Richtig schick was auf die Fresse" aber problemlos zu erfüllen. Bis auf die mehr oder weniger gezwungene Kürze (im Anschluss stand im Hotel Europa noch eine Party auf dem Programm, deren Anfang sich wohl trotz aller Publikumswünsche nicht endlos hinauszögern ließ) war es ein großartiger Auftritt. Das gespielte neue Material machte großen Bock auf das wohl nicht mehr allzu lange auf sich warten lassende zweite Album der Band, aber auch der ein oder andere Klassiker durfte natürlich nicht im Set fehlen. Auch wurde das Publikum eingespannt, ein kleines Video zur derzeit viralen Mannequin-Challenge aufzunehmen. Das Resultat füge ich natürlich diesem Bericht bei. ;)

Als zum Abschluss des Konzerts schließlich noch Songs wie "Unity Hymn" und "Don't Waste Your Time" gespielt wurden, verschwammen die Grenzen zwischen Band und Publikum. Wer wollte, kam auf die Bühne, und sowieso sang gefühlt das halbe Hotel Europa mit. Fazit des Abends: Der Titel der Veranstaltung hatte keineswegs zu viel versprochen. Das müssen wir möglichst bald mal wiederholen!

Mannequin Challenge:


Mittwoch, 2. März 2016

Konzertbericht: Start A Revolution 10 Years Anniversary Show in Aachen

Schon das zweite Jahr in Folge führte mich mein Weg am 27. Februar in den Musikbunker nach Aachen. Dort feierten Start A Revolution ihr zehnjähriges Bandjubiläum und hatten sich zu diesem Anlass auch einige Gäste eingeladen.

Eröffnet wurde der Abend von Männi, der es sich nicht nehmen ließ, an seinem Geburtstag ein kurzes Set zu spielen. Stand er im vergangenen Jahr noch ganz allein auf der Bühne, so wurde er diesmal am Schlagzeug unterstützt. Die Show war sehr kurz, dafür aber energiegeladen und viele der anwesenden Besucher konnten die Texte der Songs, die bis auf einen Neuen von der EP "Wille aus Beton" stammten mitsingen und taten dies auch gerne lautstark. Der neue Song wusste auch zu gefallen - Männi versteht es wirklich, Texte zu schreiben, mit denen man sich identifizieren kann.

Hörprobe:


Viel zu schnell war es dann auch schon vorbei und die nächste Band machte sich bereit für ihren Auftritt. Kochkraft durch KMA standen auf dem Programm - die einzige Band, die mir vor diesem Abend gänzlich unbekannt war. Der Soundcheck war ziemlich unterhaltsam und machte neugierig auf das, was da kommen sollte. Als dann auch noch die Sängerin durch die Reihen ging und die Zuschauer zur Begrüßung umarmte, war wohl endgültig klar, dass nun etwas ungewöhnliches passieren würde. Vom Sound und den Texten her fühlte ich mich von Kochkraft durch KMA in die frühen Achzigerjahre versetzt, in die experimentierfreudige Anfangsphase der neuen deutschen Welle, wo noch Punk und Inhalt mitschwangen. Spannend, ohne Zweifel und in der richtigen Stimmung live sicher auch wunderbar zu feiern, aber für meine Freundin und mich an diesem Abend auf Dauer zu anstrengend - wir überließen anderen unseren Platz und gingen etwas frische Luft schnappen.

Hörprobe:


Pünktlich zur dritten Band des Abends waren wir wieder zur Stelle, gut versorgt mit Sauerstoff und kalten Getränken. Phoenix'Ashes aus den Niederlanden hatten weniger Probleme, uns vor der Bühne zu halten. Ihre Post-Hardcore-Songs waren eingängig, die Stimme von Sänger Eelko hat mir sehr gut gefallen. Auch Phoenix'Ashes hatten an diesem Abend ein Jubiläum zu feiern: es war ihr hundertster Auftritt, da war feierliche Bühnendeko Pflicht. So zierte das Schlagzeug eine bunte Wimpelgirlande und das Banner wurde mit einer aufblasbaren 100 geschmückt, deren Einzelzahlen später durch das Publikum flogen. Fast jeder Besucher hat während dieses Abends wohl über einen kürzeren oder längeren Zeitraum eine dekorative Null auf seinem Kopf getragen.

Hörprobe:


Im Anschluss war es dann Zeit für die letzte Band des Abends, die Aachener von Start A Revolution. Diese hatten einen ganzen Haufen neuer Lieder dabei, arbeiten sie doch derzeit an einem neuen Album, welches später in diesem Jahr erscheinen soll. Ein Release, auf das ich mich nach diesem Abend so richtig freue. Doch auch ältere Lieder vom bislang einzigen Album der Band, "The Day We've Been Waiting For", kamen nicht zu kurz. Diese Lieder weckten bei mir, und sicher auch bei vielen anderen Besuchern, die die Band noch von "früher" kennen, coole Erinnerungen. Start A Revolution ist eine dieser Bands, die untrennbar mit meiner Teenagerzeit im Aachener Umland verbunden sind - und es ist so gut, dass sie zurück sind, mit so vielversprechenden neuen Songs und einer noch immer so großartigen Live Performance! 

Wie zu erwarten auf einer Geburtstagsshow, wurde auch einiges erzählt über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band, es wurde Dank ausgesprochen und es wurden Gäste auf die Bühne gebeten. Darunter war auch wieder Samuel aka Männi, der bei Start A Revolution früher am Schlagzeug saß und der nun gemeinsam mit Sänger Patrick einen Song sang. Auch Gitarrist Malik übernahm bei einem Song die Hauptvocals und beim letzten Lied des Sets, "Unity Hymn", wurden gleich alle auf die Bühne gebeten, die meinten, den Text zu kennen. Einige folgten dem Aufruf, viele sangen aber auch aus dem Publikum mit. Die Stimmung war super, sodass zunächst gar keiner so richtig gehen wollte, nachdem die letzten Töne verklungen waren. Ein richtig gutes Ende für einen großartigen Konzertabend und wir waren uns einig: so ein Konzert an Samuels Geburtstag sollte man eindeutig als jährliche Tradition etablieren! ;)

Hörprobe: