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Freitag, 21. Oktober 2016

Neues Video: Wardruna - Raido

In der letzten Zeit habe ich mich hier wieder etwas rar gemacht, es ist aber auch einfach nicht allzu viel passiert, worüber es sich zu berichten gelohnt hätte.

Heute jedoch sehe ich mal wieder einen Anlass, etwas Kleines zu schreiben, denn heute erscheint endlich das neue Wardruna-Album. Ich möchte darum noch einmal auf meine Rezension verweisen, aber vor allem auch darauf aufmerksam machen, dass Wardruna vor etwa zwei Wochen ein wunderschönes Video zum neuen Song "Raido" veröffentlicht haben.

Ich wünsche viel Spaß mit dem Video und empfehle nochmal wärmstens, dem großartigen neuen Album ein Ohr zu leihen!


Am Wochenende gibt es dann auch endlich mal wieder was Längeres von mir zu lesen - versprochen!

Dienstag, 12. Juli 2016

Neues Video: Waldkauz - Mati Syra Zemlya

Hallo zusammen! Ja, ich lebe noch - oder zumindest so halb. Da wurde es letzte Woche endlich doch mal so richtig sommerlich und ich habe mir natürlich gleich eine hübsche Bronchitis eingefangen und durfte das Wochenende zu Hause verbringen. Ist ja auch nicht so, dass ich was anderes vorgehabt hätte. Das MPS in Bückeburg inklusive Konzert meiner Lieblingsband Faun zum Beispiel :'(

Da Jammern aber bekanntlich auch nichts ändert, widme ich mich jetzt dem Thema dieses Posts. Das ist nämlich viel schöner und erfreulicher. Die ganz entzückenden Jungs und Mädels von Waldkauz haben nämlich gestern ihr allererstes Musikvideo veröffentlicht. Und weil es so wunderschön geworden ist, möchte ich es auch niemandem vorenthalten:


Der Songs selbst - "Mati Syra Zemlya" - ist auch schon eine ganze Weile als Download erhältlich, wird aber bald auch als Single in CD-Form erscheinen - inklusive diesem wundervollen Video. Ich jedenfalls freu mich drauf! ♥

Mittwoch, 15. Juni 2016

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Dortmund - erstes Wochenende

Eigentlich hatte ich ja geplant, beide Wochenenden, an denen das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in diesem Jahr in Dortmund gastierte, auch komplett vor Ort zu verbringen. Doch in der Woche vor dem ersten Termin ging ich zunehmend von diesem Gedanken ab.

So ziemlich jeden Tag gingen in NRW Unwetter nieder - auch Dortmund blieb davon während der Aufbauarbeiten nicht verschont. Die Vorstellung, mit meinem altersschwachen Zelt in einem Unwetter zu landen, gefiel mir nun aber ganz und gar nicht und so entschloss ich mich, es am ersten Wochenende bei einem Tagestrip zu belassen.

Gesagt, getan, machte ich mich also am 04. Juni auf den Weg in den Fredenbaumpark. Sicherheitshalber inklusive Regencape und ohne Kamera - um letztlich festzustellen, dass das schlechte Wetter das MPS an diesem Tag verschonen sollte. :D 

So wurde es jedenfalls ein ziemlich entspannter Tag und mein Bericht wird etwas kürzer als gewohnt ausfallen. Die anwesenden Bands wie Mr. Hurley & die Pulveraffen und Celtica wurden weitestgehend von lauschigen Sitzplätzen aus bewundert, nur für Versengold bequemte ich mich Nachmittags einmal direkt vor die Bühne. 

Natürlich wurde auch über den Markt geschlendert. Aus dem kulinarischen Angebot entschied ich mich an diesem Tag erstmals seit langem wieder für eine leckere Käsebrezel vom Brez'n Bäcker - und frage mich, warum ich die vorher so lange nicht mehr gegessen habe, war sie doch in meinen Marktanfängen sowas wie mein Grundnahrungsmittel, lecker, günstig und sättigend, wie sie ist. Später gab es dann kurz vorm Abschied vom Markt noch ein süßes Stockbrot. Beim MPS könnte man eben, wenn man wollte, den halben Tag mit Essen verbringen. :D

Kurz nach 20 Uhr endete mein Tag auf dem MPS in Dortmund dann leider auch schon und ich machte mich glücklich und zufrieden auf den Heimweg. Am nächsten Wochenende sollte es weitergehen und da würde ich dann auch länger mit dabei sein.

Dienstag, 14. Juni 2016

CD-Vorstellung: Reidar Jensen - Silent Travelling

So, da ich gleich Richtung Uni muss, gibt es auch heute nur einen kurzen Beitrag von mir. Vor kurzem durfte ich zu meiner großen Freude einmal wieder etwas für das Online-Portal jarwinbenadar schreiben. Diesmal handelte es sich um eine CD-Vorstellung zur aktuellen EP des norwegischen Singer-Songwriters Reidar Jensen. Zur Rezension gelang ihr hier:


Viel Spaß damit! :)

Donnerstag, 2. Juni 2016

Wenn ich jetzt nur mal reich wäre - Green Hell Yardsale 2016

Es war eine recht spontane Idee, sich am einzigen noch freien Tag des verlängerten letzten Wochenendes nach Münster zu begeben, um den Green Hell Yardsale zu besuchen. Stundenlang in Plattenkisten wühlen und nebenbei auch noch drei Konzerte geboten bekommen - das war dann einfach unwiderstehlich. :D Eine Freundin hatte sich ebenfalls spontan bereit erklärt, mitzukommen und so machten wir uns gegen halb drei auf die Suche nach dem Lager, in dem das Ganze stattfinden sollte. 

Dieses war auch schnell gefunden, bis zum Beginn der Konzerte blieb noch Zeit und wir stürzten uns erst einmal ins Getümmel an den Ständen. Zugegebenermaßen: das Durchstöbern der Plattenkisten hätte mehr Spaß gemacht, wenn ich nicht eine so notorische pleite durch die Gegend rennende Person wäre, aber sei's drum - irgendwann, wenn ich mal groß bin... :P

Den Anfang bei den Konzerten machten dann schließlich NO°RD aus Münster und Dortmund. Hier gab es deutschsprachigen Punkrock mit (so weit ich sie vor Ort verstehen konnte) sehr hörenswerten Texten. Mir hat es gefallen, meiner Begleitung leider die Erkenntnis gebracht, dass Punk wohl wirklich nicht ihre Musik ist. Folglich blieb ich den Rest des Nachmittags allein zurück. Ich danke dennoch für den mutigen Versuch! xD

Nach kurzer Pause ging es dann weiter mit Meraine. Lange kein so lautes Konzert mehr erlebt, wobei ich mich nicht unbedingt auf die Lautstärke der Musikanlage sondern die durch und durch laute und dichte Art der Musik beziehe, die einen komplett in sich aufzusaugen schien. Ein cooles Gefühl, wie ich es zuletzt vor einigen Jahren bei Envy erleben durfte. Als musikalische Referenz für Meraine wurden von Green Hell unter Anderem die großartigen Fjørt genannt, was es zumindest stellenweise auch ganz gut trifft. Aber am besten einfach selber reinhören, es lohnt sich!

Zur dritten und letzten Band des Abends muss ich wohl nicht viele erklärende Worte verlieren, und vermutlich war ich auch nicht der einzige Anwesende, der ursprünglich vor allem wegen den Kölnern von KMPFSPRT angereist war. Die lieferten dann auch einen großartigen Auftritt ab, obwohl Sänger Richard mit einer richtig fetten Erkältung zeitweise besorgniserregend so wirkte, als könne er jeden Moment einfach umfallen.


Viel zu schnell war das Ganze dann auch schon wieder vorbei und ich schaffte es tatsächlich noch zum Bahnhof, bevor sich der zuvor größtenteils herrschende Sonnenschein plötzlich in einen richtig fiesen Regenguss verwandelte. 

Es war jedenfalls sehr schön beim diesjährigen Green Hell Yardsale. Hoffentlich komme ich nächstes Mal mit mehr Geld wieder. :D

Mittwoch, 1. Juni 2016

Neues Video: Garmarna - Nåden

Es ist wieder soweit: bereits zum dritten Mal kommen die schwedischen Folk-Pioniere von Garmarna nun schon mit einem Video zu ihrem aktuellen Album "6" um die Ecke. Diesmal handelt es sich um das Video zum Song "Nåden". Regie führte Daniel Bäckström. 

Übrigens, falls es jemandem entgangen sein sollte: Das Album "6" ist mittlerweile auch in Deutschland regulär erhältlich!


Freitag, 27. Mai 2016

Rocken gegen den Regen - Zu Besuch auf dem Das Schloss Rockt Festival in Münster

Es gibt viele schlechte Witze über das innige Verhältnis der Stadt Münster zum Regen. An Tagen wie vergangenem Freitag ist man fast schon geneigt, ihnen Glauben zu schenken. So hatte sich der Tag, für den die zweite Edition des Das Schloss Rockt-Festivals angedacht war, schon vom frühen Morgen an bedeckt, jedoch immerhin weitestgehend trocken gezeigt. Dies änderte sich freilich ziemlich genau um 17 Uhr. Dann begann pünktlich das Festival - und der Regen setzte ein.

Doch wie bereits erwähnt, ist man in Münster solche Wetterkapriolen ja gewöhnt, und so hatte sich glücklicherweise trotzdem eine gute Schar hartgesottener Musikfans eingefunden, um vor der schönen Kulisse des Schlosses mit den vier eingeladenen Bands zu feiern. Und das wie bereits im vergangenen Jahr umsonst und draußen.

Den Beginn machten dabei Daughters' Desire aus Siegen. Die fünf Jungs servierten dem Publikum satten Hardrock / Heavy Metal Sound inklusive den dazugehörigen Posen und kamen damit auch sehr gut an. Dass sie Lust auf diesen Auftritt hatten, merkte man ihnen von Anfang an deutlich an, und diese Lust übertrug sich auch schnell auf das Publikum. Sänger Daniele gelang es sogar, das traditionell etwas verhaltene Münsteraner Publikum dazu zu bewegen, sich nach jedem Lied, welches ihnen gefiel, drei Schritte auf die Bühne zu zu bewegen - mit dem Resultat, dass der anfangs noch klaffende Zurückhaltungs-Graben zwischen Band und Publikum innerhalb weniger Minuten geschlossen werden konnte.
Daughters' Desire

Hatte sich der Regen während des Auftritts von Daughters' Desire noch recht gnädig erwiesen, fing es pünktlich zum Konzertbeginn der Münsteraner von Spin My Fate an wie aus Eimern zu schütten. Vor der Bühne störte das jedoch zum Glück kaum jemanden - und es wäre auch wirklich eine Schande gewesen, diesen Auftritt zu verpassen! Spin My Fate, die ihre Musik selbst irgendwo zwischen Rock und Metal verorten, jedoch eindeutig auch den einen oder anderen Tropfen Punk im Blut haben, rockten das Schloss nämlich im wahrsten Sinne des Wortes. Der energiegeladene, abwechslungsreiche Sound der Band wusste auf ganzer Linie zu überzeugen und auch die Spielfreude der vier Jungs kam an.
Spin My Fate

Zwei Bands - nämlich Summery Mind und Infinite Horizon - sollten an diesem Abend bis 22 Uhr noch die Bühne auf dem Schlossplatz beehren. Für mich ging das Festival aber leider schon nach dem Auftritt von Spin My Fate zu Ende, denn mehrere noch bevorstehende Stunden Zugfahrt quer durch NRW ließen mir keine andere Wahl. Trotzdem hat es mir sehr gut gefallen beim Das Schloss Rockt-Festival. Es wäre schön zu hören, wenn das Festival fortgesetzt würde und damit im kommenden Jahr in die dritte Runde gehen würde. Für Münsters eher bescheidene härtere Musikszene wäre ein solches großes, jährliches Umsonst & Draußen - Festival in jedem Fall ein großer Gewinn!

Mittwoch, 6. April 2016

Konzertbericht: Osterkonzert in Osnabrück

Nun, da habe ich aber wirklich etwas rumgetrödelt mit meinem Bericht zum alljährlichen Osterkonzert in der Osnabrücker Lagerhalle. Eineinhalb Wochen ist es nun schon wieder her, dass Reliquiae zu ihrem für uns mittlerweile schon zur Tradition gewordenen Konzert am Ostersamstag eingeladen hatten. Und diesmal gab es sogar doppelt Grund zum Feiern: Mit einem neuen Reliquiae-Album feierte sich das Osterfest doch gleich noch viel schöner!

Wer ein Fest zu feiern hat, der lädt sich natürlich auch Gäste ein. Das hatten auch Reliquiae in diesem Jahr wieder getan. Waldkauz und Trollfaust waren der Einladung gefolgt und spielten an diesem Abend für das Publikum auf.

Eröffnet wurde der Konzertabend durch Waldkauz. Die junge Pagan Folk-Gruppe brachte mit ihren tanzbaren Klängen schnell Bewegung ins Publikum. Sie spielten Songs ihres bisher einzigen Albums, hatten jedoch auch neues Material im Gepäck, darunter "Mati Syra Zemlya", ein slawisches Stück, das dazu aufruft, sein Leben bewusst und mit allen Sinnen zu erleben. Besagtes Stück wird am 15. April sogar als Single veröffentlicht werden - zunächst nur in Downloadform, später aber wohl auch als physischer Tonträger. Weiterhin nicht fehlen im Set der Band durfte "Heiden unserer Zeit", zu dem Waldkauz weite Teile des Publikums zum lautstarken Mitsingen motivieren konnten. 
 Ihr neues Merchandise hatte die Band auch mitgebracht, sodass nun seit Ostersonntag ein schönes Waldkauz-Poster meine Wand ziert. ♥

Hörprobe:


Als die Damen und Herren von Waldkauz schließlich die Bühne verließen, hatte sich die gute Laune bereits im ganzen Publikum ausgebreitet. Gespannt betrachtete man den aufwändigen Bühnenaufbau, der dem Auftritt der zweiten Band des Abends vorausging. Trollfaust lieferten dann vor einem massigen Stahlgestell auf der Bühne ein Konzert ab, das in krassem Kontrast zum Auftritt ihrer Vorgänger Waldkauz stand. Bei den Trollen regierten Dudelsäcke und Trommeln. Und eine Männlichkeit, die manch zartem Wesen in der ersten Reihe ein wenig Angst zu machen schien, wie wir amüsiert beim Blick um uns herum feststellten. Mit Trollfaust ließ es sich ausgezeichnet feiern und gröhlen, und auch die Füße mussten nie still stehen. Und wer hätte sich schon nicht gefreut, von der Band zum Abschluss als mittelmäßiges Publikum gelobt zu werden! ;)

Hörprobe:


Trollfaust verließen die Bühne, wieder wurde umgebaut, und schon war die Zeit für die letzte Band des Abends gekommen. Reliquiae hatten sich schick gemacht für ihren Auftritt. Das Mittelalter war da optisch von der Bühne verschwunden - recht passend, da mit den neuen Stücken auch eindeutig die Rockelemente das Ruder übernommen hatten. Reliquiae präsentierten viele Stücke von ihrem neuen Album "Winter", welches vor Ort sogar schon erstanden werden konnte - offizielles Release ist erst am kommenden Freitag (08.04). Der dichte, rockige Sound mit den mittelalterlichen Akzenten wusste dabei auf ganzer Linie zu überzeugen. Außerdem machte es großen Spaß zu sehen, wie Sänger Bastus in den jeweiligen Stücken aufging und einen ganzen Haufen an fast schon theatralischer Ausdruckskraft in seine Darbietungen legte. Mich persönlich überzeugten an diesem Abend von den neuen Stücken besonders "Schwefelholz" sowie "Flucht".
Natürlich hatten aber auch ein paar ältere Stücke ihren Weg in das Set von Reliquiae gefunden, darunter der allseits beliebte "Sisyphos." Das Publikum wirkte allgemein begeistert vom Auftritt der Band und ließ sie natürlich nicht ohne Zugabe gehen. 

Hörprobe:


Allen Protesten zum Trotz ging der Konzertabend dann aber doch irgendwann einmal zu Ende. Wir machten uns auf den Weg zum Bahnhof, verirrten uns dabei zum x-ten Mal (Osnabrück, ich hasse dich!) und verpassten beinah unsere Zug nach Hause. In der Nacht wurden dann die Uhren umgestellt, weswegen ich mich auf der Fahrt zum elterlichen Osteressen am nächsten Tag auch irgendwie mehr tot als lebendig fühlte. Wert war das dieser tolle Abend aber trotzdem alle Male. Und ich erwarte, dass wir uns nächstes Jahr alle an der selben Stelle wiedersehen - schöne Traditionen soll man schließlich beibehalten!

Mittwoch, 30. März 2016

Konzertbericht: Mr. Hurley & die Pulveraffen und Versengold in Osnabrück

Dass es um Ostern herum in Osnabrück interessant wird für Freunde mittelalterlicher Musik hat ja nun durch das alljährliche Osterkonzert in der Lagerhalle (Bericht folgt) schon seit einigen Jahren Tradition. In diesem Jahr wurde das Osnabrücker Osterwochenende jedoch bereits am Donnerstag von einem anderen Konzert eröffnet. Mr. Hurley & die Pulveraffen hatten im Rosenhof zum Abschlusskonzert ihrer ersten eigenen Tour geladen und sich dabei zur Unterstützung ihre Freunde von Versengold eingeladen. Die Besucher erwartete so ein Abend mit folkiger Doppel-Headlinershow.

Was für einen Status Mr. Hurley & die Pulveraffen in ihrer Heimatstadt mittlerweile genießen, wurde an diesem Abend bereits vor dem Einlass deutlich. Bis um die nächste Straßenecke standen die wartenden Fans vor dem ausverkauften Rosenhof. Viele waren im Piratenoutfit angereist und überall in der Schlange hörte man die typischen "Ach ja? Komma her!"-Rufe, die mittlerweile jedes Konzert der Band begleiten.

Es dauerte eine ganze Weile, bis alle Besucher Einlass in das ehemalige Kino gefunden hatten, dann aber war es brechend voll in der Halle. Die Lokalmatadore von Mr. Hurley & die Pulveraffen eröffneten schließlich das Konzert. In voller Konzertlänge boten sie dem Publikum das Programm ihrer Aggroshanty-Tour dar. Dabei gab es natürlich viele Songs der aktuellen Platte "Voodoo" zu hören, doch auch neues Material hatten sie mitgebracht. Außerdem hatten sie sich Gäste mitgebracht und wurden von diesen an ihren Blasinstrumenten tatkräftig bei "Die Legende von Daisy Jones" und "Nüchtern" unterstützt. 
War die Stimmung im Publikum von Anfang an gut gewesen, so gab es als die ersten Töne des Bandklassikers "Blau wie das Meer" ertönten kein Halten mehr. Es schien niemanden in der Halle zu geben, der dieses Lied nicht mitsingen konnte und es nicht auch aus vollem Hals tat. Doch auch im ruhigsten Moment des Konzerts, bei der Ballade "Abschiedslied", bewies das Publikum Klasse und hörte weitestgehend ruhig zu. Wer die Band öfters live gesehen hat, der weiß, dass dem leider absolut nicht immer so ist.

Hörprobe:

 
Obwohl Mr. Hurley & die Pulveraffen ja ein ganzes, langes Set spielten, ging der Auftritt gefühlt sehr schnell vorbei. In der folgenden Umbaupasue leerte sich der Raum ein wenig, doch viele schienen auch gleich stehen zu bleiben oder sich gute Plätze für das bevorstehende Versengold-Konzert zu suchen.

Auch die mittlerweile sieben Jungs von Versengold spielten an diesem Abend ein volles Set. Für sie war der Auftritt Teil ihrer aktuellen Zeitlos-Tour. Im Gegensatz zu ihren Kollegen von den Pulveraffen hatte für sie die Tour jedoch gerade erst begonnen. Versengold präsentierten sich dem Publikum gewohnt voller Energie und guter Laune, und diese gute Laune war ansteckend. Im Publikum ging es immer wilder zu, es wurde getanzt und gesprungen was das Zeug hält. Neben den Songs ihres aktuellen Studioalbums "Zeitlos" spielten Versengold auch Bandklassiker wie "Paules Beichtgang", "Drey Weyber" oder "Im Namen des Folkes". Mit "Wem? Uns!" und "Halunken betrunken" waren sogar zwei Lieder ihres schon einige Jahre zurückliegenden Räuberalbums "Dreck am Stecken" mit im Programm.
Wieder kam es einem viel zu früh vor, als das Konzert schließlich auf sein Ende zuging. Dass dieses Ende nun tatsächlich gekommen war, wurde einem erst widerwillig bewusst, als Versengold ihr traditionelles Abschiedslied anstimmten. Mit diesem ging ein wundervoller Konzertabend vorbei. 

Hörprobe:

 
 Die Lust auf mehr war geweckt, und da war es gut zu wissen, dass es bereits zwei Abende später mit dem traditionellen Osterkonzert in der Lagerhalle weitergehen würde. Doch das ist eine Geschichte für einen anderen Post. ;)

Mittwoch, 2. März 2016

Konzertbericht: Start A Revolution 10 Years Anniversary Show in Aachen

Schon das zweite Jahr in Folge führte mich mein Weg am 27. Februar in den Musikbunker nach Aachen. Dort feierten Start A Revolution ihr zehnjähriges Bandjubiläum und hatten sich zu diesem Anlass auch einige Gäste eingeladen.

Eröffnet wurde der Abend von Männi, der es sich nicht nehmen ließ, an seinem Geburtstag ein kurzes Set zu spielen. Stand er im vergangenen Jahr noch ganz allein auf der Bühne, so wurde er diesmal am Schlagzeug unterstützt. Die Show war sehr kurz, dafür aber energiegeladen und viele der anwesenden Besucher konnten die Texte der Songs, die bis auf einen Neuen von der EP "Wille aus Beton" stammten mitsingen und taten dies auch gerne lautstark. Der neue Song wusste auch zu gefallen - Männi versteht es wirklich, Texte zu schreiben, mit denen man sich identifizieren kann.

Hörprobe:


Viel zu schnell war es dann auch schon vorbei und die nächste Band machte sich bereit für ihren Auftritt. Kochkraft durch KMA standen auf dem Programm - die einzige Band, die mir vor diesem Abend gänzlich unbekannt war. Der Soundcheck war ziemlich unterhaltsam und machte neugierig auf das, was da kommen sollte. Als dann auch noch die Sängerin durch die Reihen ging und die Zuschauer zur Begrüßung umarmte, war wohl endgültig klar, dass nun etwas ungewöhnliches passieren würde. Vom Sound und den Texten her fühlte ich mich von Kochkraft durch KMA in die frühen Achzigerjahre versetzt, in die experimentierfreudige Anfangsphase der neuen deutschen Welle, wo noch Punk und Inhalt mitschwangen. Spannend, ohne Zweifel und in der richtigen Stimmung live sicher auch wunderbar zu feiern, aber für meine Freundin und mich an diesem Abend auf Dauer zu anstrengend - wir überließen anderen unseren Platz und gingen etwas frische Luft schnappen.

Hörprobe:


Pünktlich zur dritten Band des Abends waren wir wieder zur Stelle, gut versorgt mit Sauerstoff und kalten Getränken. Phoenix'Ashes aus den Niederlanden hatten weniger Probleme, uns vor der Bühne zu halten. Ihre Post-Hardcore-Songs waren eingängig, die Stimme von Sänger Eelko hat mir sehr gut gefallen. Auch Phoenix'Ashes hatten an diesem Abend ein Jubiläum zu feiern: es war ihr hundertster Auftritt, da war feierliche Bühnendeko Pflicht. So zierte das Schlagzeug eine bunte Wimpelgirlande und das Banner wurde mit einer aufblasbaren 100 geschmückt, deren Einzelzahlen später durch das Publikum flogen. Fast jeder Besucher hat während dieses Abends wohl über einen kürzeren oder längeren Zeitraum eine dekorative Null auf seinem Kopf getragen.

Hörprobe:


Im Anschluss war es dann Zeit für die letzte Band des Abends, die Aachener von Start A Revolution. Diese hatten einen ganzen Haufen neuer Lieder dabei, arbeiten sie doch derzeit an einem neuen Album, welches später in diesem Jahr erscheinen soll. Ein Release, auf das ich mich nach diesem Abend so richtig freue. Doch auch ältere Lieder vom bislang einzigen Album der Band, "The Day We've Been Waiting For", kamen nicht zu kurz. Diese Lieder weckten bei mir, und sicher auch bei vielen anderen Besuchern, die die Band noch von "früher" kennen, coole Erinnerungen. Start A Revolution ist eine dieser Bands, die untrennbar mit meiner Teenagerzeit im Aachener Umland verbunden sind - und es ist so gut, dass sie zurück sind, mit so vielversprechenden neuen Songs und einer noch immer so großartigen Live Performance! 

Wie zu erwarten auf einer Geburtstagsshow, wurde auch einiges erzählt über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band, es wurde Dank ausgesprochen und es wurden Gäste auf die Bühne gebeten. Darunter war auch wieder Samuel aka Männi, der bei Start A Revolution früher am Schlagzeug saß und der nun gemeinsam mit Sänger Patrick einen Song sang. Auch Gitarrist Malik übernahm bei einem Song die Hauptvocals und beim letzten Lied des Sets, "Unity Hymn", wurden gleich alle auf die Bühne gebeten, die meinten, den Text zu kennen. Einige folgten dem Aufruf, viele sangen aber auch aus dem Publikum mit. Die Stimmung war super, sodass zunächst gar keiner so richtig gehen wollte, nachdem die letzten Töne verklungen waren. Ein richtig gutes Ende für einen großartigen Konzertabend und wir waren uns einig: so ein Konzert an Samuels Geburtstag sollte man eindeutig als jährliche Tradition etablieren! ;)

Hörprobe:


Freitag, 19. Februar 2016

Neues Video: Reliquiae - Maskenbild

Weiter geht es mit der zweiten Videovorstellung für heute. Diese kommt von der Osnabrücker Mittelalter-Rock-Band Reliquiae. Diese präsentieren mit "Maskenbild" nicht nur ihr erstes Musikvideo überhaupt, sondern gleichzeitig auch den ersten Vorboten auf das lang ersehnte neue Album "Winter".

Man beachte bei dem Video auch die Untertitel-Funktion. So kann man sich "Maskenbild" nämlich sogar mit deutschen, englischen, spanischen, italienischen und französischen Untertiteln sowie in den allgemein anerkannten Weltsprachen Latein und Niederländisch anschauen. :P

Das neue Album "Winter" kann ab sofort vorbestellt werden. Es soll am 08. April erscheinen.


Neues Video: Theodor Bastard - Kukushka

Heute möchte ich auf meinem Blog gleich zwei neuerschienene Musikvideos präsentieren, die meiner Meinung nach Aufmerksamkeit verdient haben. Den Anfang machen dabei die Russen Theodor Bastard mit ihrem neuen Video "Kukushka".

Leider verstehe ich kein Wort des vollständig russischen Songtexts (nächste Challenge: Russisch lernen? :P), dennoch hat mich das Video mit seiner Atmosphäre und Ästhetik gefesselt. Aber seht selbst:


Mittwoch, 3. Februar 2016

Neues Video: L.E.A.F - Vinda

Irgendwie bin ich momentan ein wenig blogfaul, allerdings war im vergangenen Monat auch einfach nicht allzu viel los, was meine Motivation hätte beflügeln können. Wenige Unternehmungen, viel grau, Winter von seiner unerfreulichsten Seite. Alles sieht aber danach aus, dass sich das im Februar endlich wieder ändert - zumindest habe ich große Pläne. :D

Nun aber zum Thema dieses Beitrags. Ich hatte ja in meinem Post zum letzten L.E.A.F-Video "Suurin" bereits angekündigt, dass noch ein weiteres optisches (und natürlich auch akustisches) Meisterwerk des Nordic Folk Projektes zu erwarten sein. Und am Sonntag war es dann auch endlich so weit.

Das zweite L.E.A.F-Video entstand zum norwegischen Song "Vinda". Sängerin Kaat / Kati bekommt hier musikalische Unterstützung von Jaqueline von Helisir.

"Vinda" findet sich auch auf dem Album "Lys" (ich bleib dabei: Rezension folgt bald), dort allerdings mit Unterstützung von Maria Franz (Euzen), von der auch der wunderschöne Text stammt.

Viel Spaß mit dem Video!


Samstag, 30. Januar 2016

Konzertbericht: Vroudenspil in Osnabrück

Letzten Samstag war es endlich an der Zeit, die Konzertsaison 2016 zu eröffnen. Aus diesem Anlass ging es einmal wieder nach Osnabrück. Im Westwerk gastierten Vroudenspil im Rahmen ihrer "Fauler Zauber"-Tour. Unterstützt wurden sie dabei von der Kilkenny Band.

Man kann nicht leugnen, dass sich zum angekündigten Einlass nur ein unerwartet kleines Publikum im Westwerk eingefunden hatte. Man munkelte, Schlagwörter wie "Blitzeis" könnten dafür verantwortlich gewesen sein. Da der Konzertbeginn sich letztlich jedoch etwas nach hinten verschob, trudelten zum Glück doch noch einige Leute ein, bis die Kilkenny Band die Bühne betrat.

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich die Kilkenny Band zuletzt live sehen durfte und ich war doch sehr gespannt auf das neue, vor kurzem erst veränderte Line-Up. Überraschenderweise spielte die Band jedoch nur zu dritt, Geiger Raphael konnte leider nicht anwesend sein. Trotzdem brachte die Band auch in reduzierter Besetzung das Publikum gut in Stimmung mit ihrem Irish Folk. Zu hören gab es natürlich allerhand Traditionals, aber auch noch einiges anderes. So bewies die Kilkenny Band, dass sich ein klassisches Stück wunderbar folkig spielen lässt und präsentierte eine wirklich großartige Version von Julie Fowlis' "Touch The Sky" - vielen sicher in guter Erinnerung aus dem Pixar-Streifen "Merida". Überhaupt überzeugte die angenehme und kräftige Stimme des neuen Sängers Dennis auf ganzer Linie.

Hörprobe:


Die Kilkenny Band hinterließ für Vroudenspil ein Publikum in bester Feierlaune. So lobte auch Sänger Ratz bald die Motivation der kleinen Meute, die tapfer vor der Bühne stand und sang, sprang, tanzte und auch sonst zu allem Blödsinn bereit war.

Vroudenspil spielten an diesem Abend wie erwartet viele Songs ihrer neuen Platte "Fauler Zauber", ließen jedoch auch die Klassiker nicht zu kurz kommen. Natürlich wurde auch der Geburtstag von Bandmitglied Petz gebührend mit einem Liedchen und Luftballons gefeiert. 

Bei Songs wie "Spilmannsweise" konnten natürlich weite Teile des Publikums mitsingen, doch sogar bei den ganz neuen Songs entdeckte ich schon einiges an Textfestigkeit um mich herum. Die neuen Songs kamen live auch sehr gut rüber und wurden sehr gefeiert. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die Leute, die sich an diesem Samstagabend eingefunden hatten ihre verhältnismäßig kleine Anzahl durch ein richtig großes Engagement wieder wettmachten. Auch die Band machte den Eindruck, als hätten sie Spaß und gemeinsam wurde es ein wirklich guter Abend.

Leider ereilte meine Freundin und mich wieder einmal das alte Schicksal der ÖPNV-Nutzer und wir mussten ein paar Minuten vor Ende des Konzerts gehen. Das letzte, was wir sahen, war ein auf Wunsch der Band gemütlich auf dem Boden vor der Bühne sitzendes Publikum. Ein schöner letzter Eindruck an einem ingesamt sehr gelungenen Abend. An alle, die nicht da waren, bleibt nur zu sagen: ihr habt wirklich was verpasst!

Hörprobe:


Sonntag, 24. Januar 2016

Neues Video: L.E.A.F - Suurin

Einen wunderschönen Sonntagabend alle miteinander! Eigentlich bin ich heute nach einem großartigen Konzertabend gestern (mehr dazu später) einfach nur müde und wollte darum gar nichts bloggen, doch dann kam doch tatsächlich mal wieder ein neues Musikvideo um die Ecke, welches viel zu schön ist, um hier nicht sofort geteilt zu werden.

L.E.A.F, das Nordic Folk Projekt von Kaat Geevers, hat heute nämlich sein erstes Musikvideo veröffentlicht. Es handelt sich um ein Video zum finnischen Song "Suurin" vom Ende 2015 erschienenen ersten Album "Lys". Es ist das erste von zwei Videos, die bis zum nächsten Neumond veröffentlicht werden sollen.

Ich wünsche viel Vergnügen mit dem Video und freue mich persönlich schon sehr auf das Zweite:


Montag, 11. Januar 2016

CD-Vorstellung: Ganaim - Ceol ón Mhuileann

Hier ein weiterer Titel meiner Bestenliste Musik 2015. Viel Spaß damit. :)

Interpret: Ganaim
Album: Ceol ón Mhuileann
Erschienen: 5. Juni 2015
Label: Fuego


Tracklist:
01. The Burning of Auchindoun | 02. Hol An Dro | 03. Johnnie Cope | 04. Tre Svenska Valser | 05. The Boys Of Bedlam | 06. Monaghan’s Jig | 07. Johnny’s Wedding / Tam Lin | 08. Viva Galicia | 09. Are You Sleeping, Maggie? | 10. I’ll Tell Me Ma

Das allgemeine Interesse war groß, als Pínto von Frohsinn – vielen bekannt als Mann an der Bodhrán bei Versengold – für 2015 das Erscheinen eines Albums seines Celtic Folk Projekts Ganaim ankündigte. Pünktlich zur Jahresmitte lag „Ceol ón Mhuileann“, was so viel bedeutet wie „Der Klang der Mühle“, dann auch tatsächlich vor.

Geworden ist es ein ziemlich ruhiges, auf Traditionals basierendes Celtic Folk Album. Zahlreiche der Stücke sind Instrumentals, bei denen oft die Geige – gespielt von Saskia Forkert – eine tragende Rolle spielt. Neben eindeutig keltischen Instrumentals wie dem „Hol An Dro“ oder dem „Monaghan’s Jig“ hat sich mit „Tre Svenska Valser“ jedoch auch ein Stück aus einem anderen Kulturraum eingeschlichen, welches sich jedoch wunderbar in das Gesamtgefüge einpasst.

Doch auch Gesangsstücke finden sich auf „Ceol ón Mhuileann“. Im Wesentlichen für den Gesang zuständig zeigt sich hierbei Pínto, der über eine sehr angenehme, ausdrucksstarke Stimme verfügt und ein wundervolles rollendes „R“ beherrscht, das mich jedes Mal wieder in Begeisterung versetzt. Lieder wie „I’ll Tell Me Ma“, „The Boys Of Bedlam“ und „Are You Sleeping, Maggie?“ sind dabei zwar sicher keine Unbekannten, erhalten aber reizvolle, eigene Interpretationen durch die eigenen Arrangements von Ganaim.

Auch optisch macht das Debüt von Ganaim einiges her. Es kommt als Digipack in Sepia-Färbung mit ebenso hübschen wie informativen Booklet, welches neben wirklich gelungenen Porträts der Bandmitglieder Informationen zu den einzelnen Songs sowie Liedtexte enthält. Insgesamt wirkt das Layout genauso ruhig und ausgeglichen wie die Musik.

Mit „Ceol ón Mhuileann“ legen Ganaim zwar kein wirklich innovatives Celtic Folk Album vor, doch das Hören macht vom ersten bis zum letzten Lied Freude. Die Band hat Titel gewählt, die ihnen selbst am Herzen liegen und diese in ihrem eigenen Stil umgesetzt. Herausgekommen ist ein Album mit Folksongs für eher ruhigere Stunden. Es lohnt sich, hier mal ein Ohr zu riskieren.

Meine Wertung:

♥ ♥ ♥ ♥
[4/5]

Hörprobe:



Sonntag, 10. Januar 2016

CD-Vorstellung: Faun - Luna & Live und Acoustic in Berlin

Ganz ambitioniert folgt heute schon ein weiterer Titel meiner Bestenliste Musik 2015:

Interpret: Faun
Album: Luna & Live und Acoustic in Berlin
Erschienen: 27. Februar 2015
Label: Electrola / Universal

Tracklist:
CD 1: 1. Luna Prolog | 2. Walpurgisnacht | 3. Buntes Volk | 4. Menuett | 5. Hekate | 6. Blaue Stunde | 7. Cuncti Simus | 8. Hörst du die Trommeln | 9. Die wilde Jagd | 10. Frau Erde | 11. Hymne der Nacht | 12. Abschied
CD 2: 1. Hymne der Nacht | 2. Halling | 3. Hekate | 4. Era Escuro | 5. Des Wassermanns Weib | 6. Polska Fran Larsson | 7. König von Thule | 8. Hörst du die Trommeln (ESC Version) | 9. Abschied (ESC Version) | 10. Walpurgisnacht (Lava Studio Remix)

Dem aufmerksamen Leser mag es vielleicht aufgefallen sein: „Luna“ von Faun habe ich bereits im vergangenen Jahr hier rezensiert. Damals erschien das Album und ich nahm mir die prachtvolle Deluxe-Edition vor. Da sich meine Meinung zu diesem Album seither nicht geändert hat, verweise ich an dieser Stelle auf die bestehende Rezension und widme mich nun gleich dem eigentlichen Grund, dass Faun auch dieses Jahr wieder auf meiner Bestenliste vertreten sind.

Es scheint eine beliebte Taktik von Electrola zu sein, Alben bei Erfolg nach einiger Zeit noch einmal in erweiterter Neuauflage herauszubringen. So geschah es bereits beim Faun-Vorgänger „Von den Elben“, dessen schnöde, in Plastik gehüllte Erstausgabe ich darauf hin sofort ruhigen Gewissens wieder verkaufte, um mir die ungleich schönere Neuauflage zuzulegen. Und so geschah es im Februar letzten Jahres schließlich auch mit „Luna“. Hier jedoch war bereits die Erstauflage so schön, dass ich das Album nun gleich zweimal in meinem CD-Regal stehen habe.

Unwiderstehlich war die Neuauflage, lockte sie doch mit neuem Design, erweitertem Booklet und allen voran natürlich einer zusätzlichen Live-CD: „Live und Acoustic in Berlin“. Wer könnte da nein sagen? Niemand jedenfalls, der wie ich die Band selbst schon einmal live und akkustisch erleben durfte. Sind Faun doch auch mit ihrem „normalen“ Repertoire schon eine außergewöhnliche Liveband, so entfalten viele der Songs bei einem Acousticset noch einmal einen ganz eigenen, neuen Zauber. Auch unterscheidet sich die Titelauswahl ganz erheblich von gewöhnlichen Faun-Konzerten.

So bekommt man auch auf „Live und Acoustic in Berlin“ Stücke zu hören, denen man sonst kaum begegnen wird. Die Faun-Klassiker „Des Wassermanns Weib“ und „König von Thule“ – beide vom 2002 erschienenen ersten Studioalbum der Band – scheinen wie gemacht für diese Form der Darbietung. Doch auch ganz neue Stücke wie „Hymne der Nacht“ und „Hekate“ passen sich ganz wunderbar diesem Anlass an. Auch gesanglose Stücke wie „Halling“ oder „Polska fran Larsson“ entfalten ihren vollen Klang und offenbaren bei jedem Hinhören neue Details.

Neben den Liveaufnahmen enthält „Live und Acoustic in Berlin“ noch drei Bonuslieder. Das wären zum einen die beiden Stücke, mit denen Faun im vergangenen Jahr am Eurovision Song Contest hatten teilnehmen wollen, zum anderen ein Remix von „Walpurgisnacht“, für den sich eigens Christopher Juul gewinnen ließ.

Man kann über die Form der Veröffentlichung dieses Albums sicher gespaltener Meinung sein, doch eines steht meiner Ansicht nach außer Frage: „Luna & Live und Acoustic in Berlin“ enthält zwei großartige CDs, von denen jede den Kaufpreis des Sets wert wäre. Ich jedenfalls störe mich nicht daran, dass „Luna“ nun in gleich zwei dem Auge gefälligen Versionen auf meinem Regal steht. ;)


Meine Wertung:

♥ ♥ ♥ ♥ ♥
[5/5]

Hörprobe: