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Dienstag, 2. Juni 2026

Buchvorstellung YuriJuni2026 Challenge - My First Yuri - The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All

Mit meiner ersten Wahl für die #YuriYuni2026 Challenge habe ich es mir nicht leicht gemacht. Mein persönlicher erster Yuri-Manga war schnell aus dem Rennen: um ihm wirklich gerecht zu werden, braucht es einen Reread meinerseits (es ist lange her!) und das konnte ich neben Arbeit und Dokomi so kurzfristig nicht leisten. Darum habe ich mich entschlossen, ihn für einen anderen Beitrag zu wählen und dieses erste Thema stattdessen ein wenig umzudenken.

Wenn ich jetzt, hier und heute jemandem einen allerersten Yuri-Titel empfehlen müsste, welcher wäre das dann? Nach diversen Überlegungen fiel meine Wahl schließlich auf "The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All" von Sumiko Arai.

Warum? Ganz einfach: der Manga ist wohl der stylishste Yuri Titel, den ich je gelesen habe, er ist jetzt gerade für alle interessierten Leser ohne Einstiegshürden verfügbar und er hat sogar das, was ich in der Vergangenheit im Yuri-Bereich hierzulande eher selten gesehen habe - eine aktive Fanbase mit Fanart, Fanfic und allem, was das Fanherz, welches seine Favoriten gerne feiern möchte, sonst noch wünschen könnte!

Für die unter euch, die den Titel noch nicht kennen: Es geht um Aya, die in ihrer Klasse zu den coolen Mädchen gehört, jedoch ein etwas spezielles Hobby hat, mit dem sie ziemlich allein da steht: sie liebt alternative Musik, und das mit großer Leidenschaft. In ihrem Lieblingsplattenladen jobbt seit einiger Zeit ein mysteriöser Typ, der einfach alles hat, was Ayas Herz höher schlagen lässt: er ist charmant, cool und gleichzeitig zuvorkommend, und er liebt Musik genauso wie Aya. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist, dass besagter "Typ" in Wirklichkeit ihre unscheinbare Klassenkammeraden Mitsuki Koga ist. Doch spielt es am Ende eigentlich überhaupt eine Rolle, ob der Mensch, in den man sich verguckt hat, Junge oder Mädchen ist?

"The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All" erscheint in Deutschland bei Hayabusa und umfasst bisher drei Bände. Mich hat die Reihe einfach sofort in ihren Bann gezogen. Nicht nur ist der Manga mit seinen grünen Details visuell einzigartig, auch die Story ist einfach liebenswert, insbesondere wenn man sich wie die beiden Protagonistinnen für die Welt alternativer Musik begeistern kann. Die Bands und Songs und Playlists, die hier eine Rolle spielen, umfassen echte Titel, sodass der Manga quasi mit seinem eigenen Soundtrack kommt. Auch ist die Leidenschaft der Figuren für die Musik spürbar und ansteckend, ebenso wie ihre manchmal etwas komplizierten Gefühle für einander.

Erfindet der Titel das Rad neu? Wohl kaum, aber das macht auch nichts, bietet er doch trotzdem eine einfach schöne Yuri-Story über zwei junge Mädchen, die mit dem üblichen Chaos der Teenager-Zeit klarkommen und sich selbst, einander und ihren Platz in der Welt zu finden versuchen, und das in einem coolen und modernen Stil, der sich einfach hervorragend liest.

In meinen Augen ist die Reihe perfekt für Interessierte geeignet, die jetzt gerade auf der Suche nach einem Einstieg in die Welt des Yuri-Genres suchen, weswegen ich sie von Herzen für dieses erste Challenge-Thema empfehle! 

The Guy She Was Interested in Wasn't A Guy at All Band | Sumiko Arai |  Hayabusa | Neupreis 15,00 € | Empfohlen ab 14 Jahren | Genre: Girl's Love | Link zum Buch 

Freitag, 6. März 2026

Buchvorstellung: The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All Band 3 von Sumiko Arai

Worum es geht:

Durch einen (unglücklichen?) Zufall geht ein Video von Mitsuki viral, welches sie beim Singen und Gitarre Spielen im Park zeigt, und plötzlich ist es vorbei mit ihrem unauffälligem Schulleben. Auch Aya ist mit der Situation überfordert. Plötzlich steht ihr Crush im Rampenlicht, und nicht einmal ihr heimlicher Wunsch, zusammen zum Prom zu gehen, scheint sich zu erfüllen. Unbemerkt von den beiden Teenagern tragen auch noch Mitsukis Onkel und Kanna ihren ganz eigenen, schon viel zu lange schwelenden Konflikt aus.

Meine Meinung:

Im dritten Band von "The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All" (können wir das Ding bitte einfach Green Yuri nennen?) ist das Teenager-Gefühlschaos zwischen Mitsuki und Aya perfekt, und die Ereignisse überschlagen sich. Euphorie und Trauer liegen hier stets sehr nah beieinander und Stimmungen können zu jeder Zeit kippen. Selten liest sich eine Liebesgeschichte so actionreich und dynamisch wie in diesem Band!

Mitsuki macht in diesem Band eine ziemlich schwere Zeit durch: erst verletzt sie sich, dann bröckelt ihre perfekt unauffällige Schülerinnen-Fassade und auch mit Aya kriselt es immer wieder. Immer wieder zweifelt sie an sich und ihren Fähigkeiten, geht durch die Unterstützung ihres Umfeldes aber letzten Endes gestärkt aus der Situation hervor. Bei Aya fahren hingegen die Gefühle Achterbahn. Im einen Moment erlebt sie ihr erstes großes Festival mit der Person, die ihr so wichtig ist, im nächsten ist sie total verunsichert, weil Mitsuki plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens steht. Irgendwie geraten die beiden sogar über den Typen im Plattenladen aneinander, welcher, wie wir uns erinnern, ja niemand anders als Mitsuki selbst ist, den Aya eben für einen Kerl gehalten hat. Trotzdem halten die beiden aneinander fest, und auch ihre gemeinsame Liebe zur Musik schweißt sie immer wieder zusammen. 

Und darf ich einmal anmerken, dass ich voll nachvollziehen kann, warum sich Aya in Mitsuki verguckt hat? Der Moment, als sie endlich, nach so vielen Jahren Versteckspiel als "sie selbst" den Klassenraum betritt - da konnte man doch nur hin und weg sein! Und auch das Ende des Bands: Mitsuki mag zweifeln, sie mag unsicher sein und zögern, aber am Ende trifft sie eben doch die richtigen Entscheidungen!

Ihr merkt, ich bin auf ganzer Linie begeistert von diesem Manga. Für mich fängt er perfekt die turbulenten Gefühle der Jugendzeit ein und setzt diese ebenso spannend wie charmant in Szene, und man kann gar nicht anders, als mit den beiden Mädels mitzufiebern. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon unheimlich darauf zu erfahren, welchen Weg ihre Beziehung noch nehmen wird.

The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All Band 3 | Sumiko Arai | Hayabusa | Genre: Girls Love | Originalpreis 15,00€ | Link zum Buch

Dienstag, 3. Februar 2026

Buchvorstellung: The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All Band 2 von Sumiko Arai


Worum es geht:

Aya weiß mittlerweile, dass der vermeintlich heiße Kerl aus dem Plattenladen eigentlich ihre unscheinbare Mitschülerin Mitsuki ist, aber das macht die Sache zwischen ihnen irgendwie auch nicht einfacher. Während sie selbst nicht so genau versteht, wie sie ihre Gefühle für Mitsuki einordnen soll, ist sich diese generell unsicher, wie nah sie ihr eigentlich kommen kann. Denn obwohl die beiden durch ein gemeinsames Hobby, die Rockmusik, verbunden sind, trennen sie im normalen Leben doch eigentlich Welten. 

Meine Meinung:

Nach dem Cliffhanger am Ende von Band 1 konnte ich es ja kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen, denn obwohl Mitsuki gute Absichten hatte, als sie das gemeinsame Konzert-Date mit Aya abgesagt hat, hat sie diese damit tief verletzt. Und damit hören die Missverständnisse zwischen den beiden auch noch lange nicht auch. Als Außenseiterin in der Schule tut sich Mitsuki schwer damit, Aya auch außerhalb des Plattenladens nah zu sein und Aya spürt wiederum eine wachsende Distanz zwischen sich und Mitsuki, als sie deren alte Bekannte Kanna kennenlernt und versteht, was sie alles noch nicht über ihre Freundin weiß.

Doch zum Glück haben die beiden ein Umfeld, welches ihnen offen und unterstützend zur Seite steht, allen voran ihr Mitschüler Narita, der sich nach der Abfuhr, welche er im ersten Band erhalten hat, ziemlich schnell in den größten Unterstützer (und Himedanshi) der beiden entwickelt hat. 

Ansonsten steckt dieser zweite Band von "The Guy She Was Interested In Wasn't A Guy At All" wieder erfrischend und süß voll von jugendlichem Gefühlschaos. Mitsuki zeigt immer wieder ein Gentleman-Verhalten gegenüber Aya, welches sie (sind wir mal ehrlich) wohl nie im Leben gehabt hätte, wäre sie wirklich der Kerl gewesen, den diese am Anfang in ihr gesehen hatte, und das so charmant und nebensächlich und aus heiteren Himmel, dass man sein Herz gleich mit Ayas synchron höher schlagen hören kann, und die Liebe zur Musik, die sie beide teilen, wirkt ebenfalls weiterhin so ungetrübt, stark und lebendig, wie man sie wohl nur in diesem Lebensabschnitt empfinden kann.

Somit bleibt auch mein Fazit zu dieser Serie ungeändert bestehen: dies hier ist ein Girls Love Manga, der seinem Hype auf ganzer Linie gerecht wird. Klare Leseempfehlung! 

The Guy She Was Interested in Wasn't A Guy at All Band 2 | Sumiko Arai |  Hayabusa | Neupreis 15,00 € | Empfohlen ab 14 Jahren | Genre: Girl's Love | Link zum Buch

Montag, 1. Dezember 2025

Buchvorstellung: The Guy She Was Interested in Wasn't a Guy at All Band 1 von Sumiko Arai

Worum es geht:

In der Schule gehört Aya zu den beliebten Mädchen, doch keine ihrer Freundinnen teilt ihre Leidenschaft für alternative Musik. In einem kleinen Plattenladen trifft sie jedoch auf einen Typen in schwarzen Klamotten, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Coole Ausstrahlung, makelloser Musikgeschmack und dann auch noch das Verhalten eines echten Prinzen - er hat es alles. Es gibt da nur ein Problem: der scheinbar perfekte Typ ist eigentlich Ayas unscheinbare Klassenkameradin Mitsuki.

Meine Meinung:

Wie lange bin ich dem ersten Band von "The Guy She Was Interested in Wasn't A Guy at All" von Sumiko Arai hinterhergelaufen. Es ist mir noch nie passiert, dass ein Yuri-Titel in meinen einschlägigen Läden so regelmäßig ausverkauft war wie dieser hier, sodass man wohl schon von einem kleinen Hype reden kann.

Und nach der Lektüre des Mangas würde ich sagen: total gerechtfertigt, denn mich hat dieser Band auch auf so vielen Ebenen angesprochen. 

Zunächst und vielleicht am offensichtlichsten ist da natürlich das Design des ursprünglich auf Twitter veröffentlichten Werks, welches mit den durchgehenden grünen Akzenten einfach cool aussieht.

Aber auch die Story steht da für mich bisher nicht dahinter zurück. Sicher erfindet sie das Rad nicht neu, aber das ändert nichts daran, dass sowohl die Charaktere als auch das Setting mich total angesprochen haben. Mitsuki fand ich dabei besonders cool. Optisch sowieso (ich fürchte, meine Jugend zur Hochzeit des Emo-Trends ist für immer in meine DNA eingraviert), aber auch von ihrer Art. Sie ist lässig und individuell, ohne es drauf anzulegen oder an die große Glocke zu hängen, und das macht sie unheimlich sympathisch. Aber auch Aya ist nicht das oberflächliche Girlie, das man im ersten Moment erwarten würde, und die Unterschiede zwischen den beiden ziehen sich wirklich gegenseitig an.

Und dann ist da natürlich noch das Setting: diese grenzenlose Begeisterung für alternative Musik, die beide teilen, springt beim Lesen für mich total über. Vielleicht hilft es da, dass ich mich damit generell stark identifizieren kann - wenn früher in der Schule von der mit dem Nirvana-Shirt die Rede war wusste jeder, dass ich gemeint war - aber für mich wirkte das einfach komplett glaubhaft, zumal viele der Bands und Lieder auch namentlich genannt wurden und man sich so quasi musikalisch in die entsprechenden Szenen versetzen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab diesen Manga geliebt und sehe mich schon sehr bald ausziehen, um auch die bereits erschienenen nächsten zwei Bände zu ergattern. Klare Leseempfehlung!

The Guy She Was Interested in Wasn't A Guy at All Band 1 | Sumiko Arai |  Hayabusa | Neupreis 15,00 € | Empfohlen ab 14 Jahren | Genre: Girl's Love | Link zum Buch