Montag, 10. August 2026

Konzertbericht: Eivør Pálsdóttir in Münster

Obwohl ich (mittlerweile wieder) in der Nähe von Münster wohne, ist die Stadt leider eher selten Ziel für Konzertbesuche. Manchmal tun sie sich dann aber doch auf, die kleinen Highlights. Der Besuch der färöischen Sängerin Eivør Pálsdóttir im Skaters Palace am 08. August war genau so ein Fall.

Im Gepäck hatte die stimmgewaltige Musikerin ihr mittlerweile ein Vierteljahrhundert umspannendes Schaffen – inklusive eines kleinen Einblicks in das im Oktober erscheinende neue Album Tungl.

Der Skaters Palace war gut gefüllt an jenem schönen Samstagabend, und das Publikum so divers, wie man es sich nur vorstellen und wünschen konnte. Von sehr alternativ aussehenden jungen Leuten bis hin zu Ehepaaren gehobeneren Alters hatten viele den Weg gefunden, um sich in die faszinierenden Klangwelten von Eivør entführen zu lassen.

Sie und ihre Liveband ließen sich dann auch nicht lange bitten. Pünktlich um 20 Uhr und ganz ohne Support ging es los, und es dauerte nicht lange, eh der faszinierende Stilmix mit den teils englischen und teils färöischen Lyrics die Besucher in seinen Bann gezogen hatte. Auch nicht ganz unschuldig daran war an diesem Abend aber auch die Belichtung – es passiert wirklich nicht alle Tage, dass man so schöne Farben auf der Bühne sieht, welche die Show zusätzlich perfekt in Szene setzten!

Eivør präsentierte an diesem Abend einen schönen Querschnitt durch ihr Schaffen, wobei natürlich auch das ikonische „Trøllabundin“ nicht fehlen durfte, welches vom Publikum besonders begeistert aufgenommen wurde. Doch auch sonst war die Setlist überaus spannend und vielseitig. Sei es „Salt“ – einer meiner persönlichen Favoriten – oder gar ein Experiment in Form eines 17 Jahre alten Liedes, für welches das Publikum damals noch nicht reif gewesen war und das deshalb seitdem nicht mehr gespielt worden war, kamen alle auf ihre Kosten. Auch einer der Beiträge, den die Musikerin für die Serie „The Last Kingdom“, einer historischen Serie basierend auf der Uthred-Saga von Bernard Cornwell, geschrieben hatte, fand im Set Platz. Außerdem gab es, gut zwei Monate vor dem Release, auch schon die ersten Einblicke in das kommende Album zu erleben – ein erster Eindruck, der richtig Lust auf die Veröffentlichung machte!

Nicht ohne ausgiebige Zugaben verließ Eivør dann gegen 21:45 Uhr die Bühne. Interessierte hatten im Anschluss dann noch die Möglichkeit, sie bei einer kurzen Autogrammstunde zu treffen. Das passende Merch dazu gab es dort natürlich auch gleich – überraschenderweise hauptsächlich in Vinyl-Form. Der Trend geht wohl wirklich weg von der CD und zurück zu Vinyl (und hin und wieder sogar Kassette).

So endete dann ein ausgezeichneter Konzertabend in Münster. Nachdem der Auftritt insgesamt so gut anzukommen schien, wird es hoffentlich nicht der letzte Besuch Eivørs in Münster bleiben!

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