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Montag, 23. April 2018

Ein bunter Tag mit Wintereinruch - die German Comic Con in Dortmund

Die Weihnachtszeit hielt auch noch einen weiteren Besuch in Dortmund bereit. In der Westfalenhalle fand nämlich am 09. und 10. Dezember zum dritten Mal die German Comic Con statt. Ich war für einen Tagesausflug das zweite Mal mit dabei.

Am ersten Veranstaltungstag hatte es wohl die üblichen Schwierigkeiten mit dem Einlass gegeben, aber davon merkten wir am Sonntag nichts, wobei wir auch wie üblich nicht direkt zur Eröffnung aufschlugen. So konnten wir uns also auch recht bald ins Getümmel stürzen.

Die meiste Zeit verbrachten wir mit dem Betrachten der verschiedensten Verkaufsstände. Obwohl es da viel zu sehen gab, wurde ich doch kaum fündig dieses Mal. Das einzige, was ich mir neben ein paar extrem günstigen, alten Serien-Staffeln auf DVD gönnte war ein niedlicher Kalender von Midori Haradas Fluffy Polar Bear. ♥


Ansonsten gab es natürlich das eine oder andere tolle Cosplay zu bewundern, außerdem konnte man an alten Flipper-Automaten spielen. Das einzige, was uns doch etwas negativ auffiel: auf dieser Comic Con fand man kaum Comics! Im Vorjahr hatten wir an zahlreichen Ständen in Kisten der verschiedensten Comics blättern können. Dieses Jahr gab es diese Möglichkeit kaum noch. Meine Freundin suchte einen Comic - nix exklusives, ganz normal im Handel erhältlich - und wurde nirgends fündig. Das schien mir für eine Veranstaltung mit diesem Namen dann doch ziemlich schwach.

Diesmal schauten wir uns sogar eine Weile die anwesenden Stars auf der Bühne an. Es handelte sich um Darsteller aus Buffy, was ich damals leider nie geguckt habe - anscheinend im Gegensatz zu allen anderen Menschen meines Alters. Dank Tele 5 kann ich dies mittlerweile nachholen. Man ist ja willig, seine Bildungslücken zu schließen. :D

In den großen Hallen so einer Convention bekommt man ja nie etwas von der Welt da draußen mit, und um so überraschter waren wir dann auch, als wir bei einem Blick nach draußen feststellten, dass es richtig heftig geschneit hatte. Der erste Schnee des Winters!

Die Bahn hatte dieser Wintereinbruch auch überraschend getroffen, sodass wir auf dem Rückweg am Bahnhof das totale Chaos vorfanden. Nach Hause zu kommen war gar nicht so einfach, und der Weg nach Münster (regulär etwa eine Stunde) und der Weg nach Aachen (regulär etwa drei Stunden) konnten sich in der Länge plötzlich einander angleichen...

Mein Tag auf der Dortmunder Comic Con 2017 war jedenfalls sehr nett. Und die nächste Comic Con schon längst im Terminkalender vorgemerkt.

Montag, 30. Mai 2016

Zwischen Tradition und Popkultur - Der Japantag 2016 in Düsseldorf

Seit über zehn Jahren ist der Japantag für mich ein Datum, das ich mir ganz dick im Kalender anstreiche. So war ich auch in diesem Jahr glücklich, wieder einmal hinfahren zu können. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, als ich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn aus dem Zug in Düsseldorf sprang und ich reihte mich in die riesige, bunte Völkerwanderung mit ein, die sich zu Fuß auf den Weg zur Rheinuferpromenade machte. Bei diesen Menschenmassen dauerte der nicht einmal zwei Kilometer lange Weg freilich etwas länger, aber dennoch erreichte ich das Veranstaltungsgelände kurz nach Beginn und stürzte mich sogleich ins Getümmel. 

Zunächst einmal galt es, an den Ständen entlangzubummeln. Jedem, der den Japantag besucht, würde ich übrigens ebenfalls empfehlen, das Ständeschauen nicht auf den Nachmittag zu verschieben. Es wird nicht leerer bei dieser Veranstaltung und am Anfang hat man noch halbwegs Chancen, das Ganze in einem annährend entspannten Zustand zu bewältigen. ;)

Da der Japantag ein beliebter Anlaufpunkt für Mangafans ist, gab es natürlich viel in dieser Richtung zu sehen. Mein Favorit waren da natürlich wieder die Stände mit all den superniedlichen Plüschtieren. Beim Anblick der riesigen Amuse-Hamster dachte ich wieder mal bei mir: Eines Tages... :D


Auch Künstler und Mangaka waren auf der Veranstaltung anzutreffen, darunter Midori Harada, die am Stand der Kinderhilfsorganisation Friedensdorf International ihr zuckersüßes Bilderbuch "A Fluffy Polar Bear" präsentierte. Zu diesem gibt es einen Film bei Youtube, den ich euch nicht vorenthalten will:


Doch natürlich wurde nicht nur Mangamerchandising angeboten, sondern es gab auch ganz viel Traditionelles zu bestaunen - Kimonos mit allem Zubehör zum Beispiel, japanische Windspiele, die beliebten Daruma-Glücksbringer und noch vieles mehr. 


Wer lieber selber tätig werden wollte anstatt nur zu Schauen, für den fand sich auch wieder ein reichhaltiges Angebot. Japanisch-Schnupperkurse wurden angeboten, man konnte das japanische Go-Spiel ausprobieren oder sich im Origami-Falten üben. 


Auf dem Burgplatz stand wie in jedem Jahr die große Bühne, auf der es einiges an Programm gab. Ich schaute mir die ersten beiden Programmpunkte nach der Eröffnung an, nämlich den Auftritt der dienstältesten deutschen Taiko-Trommelgruppe Tentekko sowie die extrem süße Tanzvorführung der Kinder aus dem japanischen Kindergarten in Düsseldorf.
Zweisprachige Moderation auf der großen Bühne 
Leider habe ich nach dem diesjährigen Japantag viel Schlechtes über die Veranstaltung gehört. Viele "Normalos" haben sich beschwert, die Veranstaltung sei zu voll gewesen und ihren Frust dann auf wirklich inakzeptable Weise in Form eines Shitstorms an der Manga - und insbesondere auch der Cosplaycommunity ausgelassen. Dieser ging stellenweise weit unter die Gürtellinie und kehrte dabei einmal wieder das hässlichste aller deutschen Gesichter nach außen. So etwas ist traurig, schließlich ist der Japantag doch ein fröhliches Fest, bei dem alle Spaß haben wollen - und das bisher auch immer konnten. Auch bei Japantagen, die genauso gut besucht waren wie der Diesjährige. Woher also kommt plötzlich dieser Hass?
Nur meine persönliche Meinung, aber bedauerlicherweise scheint mir die Auseinandersetzung symptomatisch für die aktuelle Stimmung in der Gesellschaft, in der die Toleranzgrenze für alles irgendwie Andere oder Fremde/Fremdartige rapide gesunken ist während der Aggressionspegel steil nach oben gewandert ist. Eine bedenkliche Entwicklung, die sich so hoffentlich nicht weiter fortsetzen wird.

Ich jedenfalls komme gerne im kommenden Jahr wieder und freue mich auf einen friedlichen und bunten Tag auf dem Japantag in Düsseldorf!