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Dienstag, 2. Juni 2026

Unterwegs auf der Dokomi 2026

Es war wohl das bis dahin für mich am heißesten ersehnte Event des Jahres, was da am vergangenen Wochenende vor der Tür stand: die Dokomi in Düsseldorf. Drei volle Tage hieß es wieder, Manga, Anime und Games, wohin das Auge sieht - ein großartiges Erlebnis von der ersten bis zur letzten Sekunde, mit ein paar Kritikpunkten auf sehr hohem Niveau.

Bei der Menge an Besuchern bin ich immer wieder überrascht, wie reibungslos der Einlass bei der Dokomi gerade auch im Vergleich zu anderen Events läuft. So dauerte es auch in diesem Jahr nicht lange, bis meine Freundin und ich unseren ersten Halt ansteuern konnten: den Stand von Honkai Star Rail sowie den direkt daneben liegenden Merch-Stand von Guuuds.

Was man über den Einlass der Dokomi sagen kann, lässt sich leider niemals auf die Messeauftritte von Mihoyo übertragen. Hier war es jetzt schon voll und ging durch den unheimlich engen Aufbau auch nur sehr langsam voran. Und als wir uns dann endlich zum Verkaufsteil vorgearbeitet hatten, war der Großteil an attraktivem Merch auch einfach schon weg. The same procedure as every year, mus man da wohl leider sagen, aber dennoch ärgerlich, da es so unmöglich war an die Con-Freebies zu kommen, die einen Einkauf in bestimmter Höhe erfordert hätten.

Dafür erfüllten aber andere Stände, allen vorran Guuuds sowie Mahou Nippon all unsere Wünsche mit einem großartigen und sehr aktuellen Angebot an Mihoyo-Merch! Leider wurde Mahou Nippon aber aus unerfindlichen Gründen nicht in die Händlerhalle sondern zu den Streamern gestellt, was sicher zu massiven Umsatzeinbußen geführt haben dürfte - vollkommen unnötig und unverständlich!

Zu unserer großen Freude hatte sich in diesem Jahr mit Cygames noch ein weiterer großer Games-Publisher eingefunden. Der Stand fiel auch wirklich beeindruckend ins Auge, auch wenn wir uns aufgrund unserer persönlichen Vorlieben schon gewünscht hätten, dass das Merch-Angebot nicht so einseitig auf Umamusume ausgelegt gewesen wäre. Nichts gegen die Pferdemädchen, aber zumindest mein Herz gehört dann eben doch eher Granblue Fantasy!

Auch sonst gab es jede Menge zu entdecken, wie ich hier mal anhand von ein paar weiteren Impressionen festhalten möchte.

 


Der Ort, an dem wir auf der Dokomi immer den Großteil unserer Zeit verbringen, ist traditionell die Artist Alley, und ich glaube, Außenstehende können sich gar nicht vorstellen, wie sehr wir das zelebrieren. Schon Wochen vor der Con beginnen wird damit, mit Hilfe der App sämtliche Künstler durchzugehen, unsere Favoriten zu markieren und neue Namen zu entdecken. In diesem Jahr waren dann auch wieder ein paar richtig tolle Leute dabei, viele auch aus Europa oder Asien. Mein absolutes Highlight war die Ankündigung von Perdizzion, die meine absolute Lieblings-Mihoyo-Doujinshi-Künstlerin ist und zu dieser Dokomi neben ihrem ersten Varflins Doujinshi auch ihren ebenfalls ersten OC Comic dabei hatte. Obwohl ich ja leider sehr schüchtern bin, konnte ich mich in diesem Fall zum Glück überwinden, ihr auch persönlich zu sagen, wie sehr ich ihre Werke liebe und mich über ihre Anwesenheit gefreut habe!

Was sich neben der Artist Alley als wahre Schatztruhe entpuppt hat, war in diesem Jahr das Bring & Buy - wie viele günstige Highlights wir da einfach gefunden haben, von Blindboxen über Kuji-Gewinne. Ein echter Traum! Am Ende des zweiten Tages haben wir dann wie jedes Jahr unsere bisherigen Funde für ein Loot-Foto zusammengelegt - da ist schon ganz schön was zusammengekommen, würde ich behaupten!

Auch die stetig wachsende 18er-Halle entpuppt sich immer mehr zum Anziehungspunkt, gibt es hier doch noch einmal ganz andere Sachen zu entdecken. Und ja, ich darf stolz behaupten, dass zumindest eines der Herzchen bei dem Sylus-Spiel mir gehört. ;) 

Ich denke, mein Fazit ist zu diesem Zeitpunkt schon recht deutlich: wenn ihr asiatische Popkultur liebt und auf der Suche nach einer richtig guten Con seit (und keine Angst vor Menschenmassen habt - dieser Punkt ist wirklich wichtig, denn die Con ist größer, als sich die meisten vorstellen können), dann sollte die Dokomi euer Ziel sein! Eine gut organisierte Veranstaltung, bei der für wirklich jeden Geschmack etwas geboten wird.

Sonntag, 24. Mai 2026

Ein Hauch von Japan am Rhein - der Japantag in Düsseldorf

Der Mai entpuppt sich in diesem Jahr als ganz schön vielversprechender Monat für Japanfans in NRW. Nicht nur steht die Dokomi vor der Tür, eine Woche vorher war es auch mal wieder Zeit für den traditionellen Japantag.

Und ja, trotz sengender Hitze und chronischer Überfüllung war ich auch in diesem Jahr wieder dabei. Und ebenfalls ja, ich hatte auch dieses Mal wieder Spaß.

Wie üblich waren wir gleich morgens in Düsseldorf, um uns in der Immermannstraße mit leckerem Essen einzudecken und uns dann ganz gemütlich auf den Weg zum Rheinufer zu machen, jedoch mit einem Zwichenstopp auf der Königsallee, wo ein Gundam für den neuen nah gelegenen Gundam Pop-Up Store warb. 

Am Rheinufer war es zu dieser Zeit dann eigentlich noch recht angenehm. Man konnte ganz gut an den Ständen gucken und wir nutzten die Zeit für ein paar Einkäufe. In meinem Fall durften eine Heaven Official's Blessing Blind Box sowie ein Genshin Impact TCG Bosster mit. Außerdem standen noch ein paar Mangas auf meiner Einkaufsliste, von denen ich auch die meisten bekam.

Ansonsten war eigentlich alles wie immer. Wir aßen leckeres asiatisches Essen, betrachteten Stände und Menschen und schlenderten eine Weile lang die Rheinpromenade auf und ab. Durch Zufall bekamen wir auch noch den Aufbau von Nissin mit, wo sie Demae Ramen verschenkten - da sagt man doch ebenfalls nicht nein.

Als es dann Nachmittags doch noch sehr voll und mindestens ebenso heiß wurde, traten wir den Rückzug an. Das Feuerwerk am Abend habe ich mir wie in jedem Jahr wieder im Fernsehen angeschaut. Insgesamt war es ein sehr schöner Japantag, der genauso verlief, wie ich mir das vorstelle. 

Samstag, 2. Mai 2026

Ein Hauch von Planarcadia - zu Besuch beim Honkai: Star Rail Event in Düsseldorf

Honkai: Star Rail ist am 26. April drei Jahre alt geworden und feiert dies mit einer offline-Tour durch verschiedene Orte der Welt. Mit dabei ist auch Düsseldorf, wo Fans vom 25. April bis einschließlich 3. Mai ein Event mit Pop-Up Store erwartet.

Da ich zur Eröffnung des Events "leider" noch im Urlaub war, konnte ich einen Besuch leider erst am Mittwoch, also so ziemlich zur Mitte des Events einrichten. Dies hatte den Vorteil, dass mich - anders, als es am Eröffnungstag der Fall gewesen wäre - keine lange Schlange vor dem Einlass erwartete. Es hatte jedoch auch einen entscheidenen Nachteil: vieles im Store war schon längst vergriffen, darunter auch sämtliche Merchandise-Artikel meiner Lieblingsfigur Aventurine. Auch Fans von Phainon blickten komplett in die Röhre, und meine Freundin, die gerne eine Figur von Kafka mit nach Hause genommen hätte, ging ebenfalls leer aus.

So bedauerlich das war, so wenig unerwartet war es auch. Ob Event oder Convention, Mihoyo unterschätzt unserer mehrjährigen Erfahrung nach eigentlich immer die Nachfrage an Merchandise. Doch zum Glück war es nicht so, als hätte es gar nichts mehr gegeben. Im Endeffekt konnte ich einiges an Dr. Ratio Merch ergattern, zwei Chrysos Heirs Acryl Standees (Mydei und Anaxa) sowie einen Acrylblock von Dan Heng. 

Außerdem gab es auch ein paar schöne Gratis-Goodies einzusammeln. Neben einer großen Tragetasche im Planarcadia-Design für den Einkauf konnte man Poster, verschiedene transparente Karten, ein Laserticket sowie eine Postkarte erhalten. Außerhalb des Stores nahmen zudem mehrere Läden an dem Event teil, wo man ebenfalls Stempel sammeln und durch bestimmte Käufe weitere Freebies sammeln konnte.

Der Store selber war ebenfalls sehr schön gestaltet. Die Mitarbeiter waren super freundlich und es gab verschiedene Mitmach-Aktionen. So konnte man sich künstlerisch auf einer Leinwand verewigen und an verschiedenen Fotospots Bilder machen. Einige liebevoll dekorierte Aufsteller boten auch einen Überblick über das ursprünglich verfügbare Sortiment. Auch wenn man vieles so nur noch sehnsüchtig anschmachten konnte, war das ein echter Blickfang, den man gerne mehrfach umrundete.

Auf der Immermannstraße konnte man zudem noch einige Details aus Planarcadia entdecken. Die teilnehmenden Läden hatten teilweise ihre Schaufenster entsprechend dem Event dekoriert, und an den Laternen fanden sich Flaggen, wie man sie auch in Planarcadia finden würde.

Trotz unserer Ernüchterung hinsichtlich der vielen vergriffenen Artikel im Store bereue ich es nicht, an diesem Tag an dem Event teilgenommen zu haben. Wir hatten Spaß im Laden und auf der Immermannstraße, haben nette, gleichgesinnte Leute getroffen und hatten einfach eine gute Zeit in Düsseldorf.

Ich würde mir sehr wünschen, dass Mihoyo die Nachfrage erkennt und in Zukunft vielleicht häufiger solche Events in Düsseldorf veranstaltet oder vielleicht sogar über ein permanentes Angebot wie das Café in Berlin nachdenkt. 

Für alle, die einen Besuch des Events am morgigen, letzten Tag eingeplant hatten, gibt es übrigens leider schlechte Nachrichten: seit heute (Samstag) Nachmittag meldet der Store, dass er komplett ausverkauft ist. Es wird also nur noch eine Teilnahme an den anderen Aktivitäten möglich sein.


Dienstag, 28. Oktober 2025

Ein magischer Abend - Faun in der Tonhalle in Düsseldorf

Gar nicht so einfach war es am 23. Oktober, die Tonhalle in Düsseldorf zu erreichen, wo sich an diesem Abend Faun im Zuge ihrer Hex-Tour die Ehre gaben. Die Bahn betreibt auf der Strecke, die wir dorthin hätten nehmen müssen, schon seit Wochen etwas, was Arbeitsverweigerung nahekommt, und auf den Autobahnen sah es dank des ersten Herbststurmes, der an diesem Tag über das Land fegte, auch kaum besser aus. 

So erreichten wir unser Ziel leider auch erst verspätet - aber glücklicherweise nicht zu spät, um wenigstens noch einen Teil des Auftritts von Pettersson & Fredriksson sehen zu dürfen. Die beiden Schweden eröffneten den Abend mit traditionellen nordischen Klängen und Instrumenten, was einen schönen Einstieg bedeutete.

 

Deutlich weniger ruhig ging es dann im Anschluss mit Ye Banished Privateers weiter. Obwohl die schwedischen Piraten alte Bekannte sind, bot die Tonhalle ein wirklich ungewöhnliches Setting für ihren Auftritt. Ein wenig merkwürdig war es, den Songs der Band sitzend in dieser wirklich schönen Location zu lauschen, doch musikalisch konnten sie auf ganzer Linie überzeugen. Besonders schön zu sehen war aber, dass viele Besucher an diesem Abend ihre erste Begegnung mit der Band zu haben schienen und man am Applaus und Lachen live mitverfolgen konnte, wie sie diese Menschen für sich gewinnen konnten.

Nach einer Umbaupause, die wie im Flug zu vergehen schien, war es dann auch schon Zeit für Faun. Und was soll ich sagen? Auch nach mehr als 15 Jahren (ja, so lange ist mein erstes Faun-Konzert mittlerweile schon her) vermag es diese Band noch jedes Mal, mich zu verzaubern. Die Songs des neuen und meiner Meinung nach sehr starken Albums "Hex" standen natürlich im Zentrum und konnten mich auch live überzeugen. Da wäre zum Beispiel "Lament", bei dem das Publikum aufgefordert war, im Refrain ihre Stimmen zu leihen, was dem ohnehin schon sehr würdevollen Stück noch einmal mehr Stimmung verlieh. Oder aber die Ballade "Lady Isobel", in der ich mich jedes Mal wieder verlieren könnte.

 

Doch auch ältere Stücke, viele von ihnen langjährige Publikumslieblinge, durften nicht fehlen. Titel wie "Wind und Geige", "Alba" oder auch "Rhiannon" haben dabei in all den Jahren nichts von ihrer Magie verloren.

Auch der Aufbau der Bühne hat mir sehr gut gefallen. Faun hat für diese Tour nicht auf eine große Show gesetzt, aber die stilvolle Bühnendeko bot zusammen mit der wie immer makellosen Lichtshow der Band (und dem Nebel, den ich nicht missen möchte, auch wenn wir bis heute beschwören, dass er nicht mehr so gut wie früher riecht) das perfekte Setting für diesen wunderschönen Konzertabend.

Wie immer wenn es schön ist, ging natürlich auch dieser herrliche Auftritt gefühlt viel zu schnell vorüber. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal! 

Dienstag, 25. März 2025

Unterwegs: Japan-Shopping-Trip durch NRW

 Dieses Wochenende war es mal wieder höchste Zeit für einen etwas nerdigen Shoppingtrip durch NRW. Los ging es im schönen Düsseldorf auf der Immermannstraße. Auf der Straße, die wohl jedem Fan asiatischer Popkultur heute ein Begriff sein dürfte, hat nämlich vor kurzem ein spannender neuer Laden eröffnet - ein Gashapon Bandai Official Store! Für alle, die mit dem Begriff "Gashapon" noch nichts anfangen können: es handelt sich dabei um sowas wie die Deluxe-Variante der Kaugummiautomaten, welche die Älteren von uns noch aus ihrer Kindheit kennen dürften. Nur, dass sich in dieser japanischen Spielart allerhand unterschiedliche Dinge finden. Von niedlichen Tieren über Anime-Figuren bis hin zu Miniatur-Haushaltsartikeln kann hier eigentlich alles dabei sein. Entsprechend kommt man aber natürlich auch nicht mit einem Münzeinwurf von einem oder zwei Euro davon. Die Gashapon-Automaten in Düsseldorf erfordern einen Einwurf von jeweils 5 oder 6 Tokens, von denen jeder einen Euro wert ist. Nicht ganz günstig, aber uns war es den Spaß definitiv wert! Meine Ausbeute bei diesem Besuch waren eine Tele-Schnecke aus One Piece sowie eine niedliche Cinnamoroll-Figur - und ich liebe sie beide! 

Im Anschluss ging es dann weiter in die Düsseldorfer Innenstadt, auf der Jagd nach einem kleinen, niederländischen Kaninchen. Miffy - oder Nijntje, wie es in seiner Heimat heißt, erfreut sich in den letzten Jahren auch hierzulande immer größerer Beliebtheit, und die erste Anlaufstelle für Fans ist wohl die niederländische Ladenkette Hema. Dort gibt es wirklich alles: ob Kleidung, Geschirr oder sogar sehr spezielle Dinge wie eine Poffertjes-Pfanne in Miffy-Optik - Hema hat es. Da ich in der Vergangenheit dort schon ziemlich gut zugeschlagen habe, fiel mein Einkauf dieses Mal bescheiden aus. Das Stoff-Geschenkband möchte ich gerne für meine nächsten Bastelprojekte nutzen. 

Seit vergangenem Donnerstag gibt es jedoch noch einen weiteren Ort, den Fans des Häschens auf ihre Liste setzen sollten, denn an diesem Tag hat die japanische Modekette Uniqlo ihre T-Shirt Linie zum 70-jährigen Jubiläum des auch in Asien beliebten Mümmlers in die Filialen gebracht. Hier scheint jedoch Tempo gefragt zu sein, denn bei unserem Besuch am Samstag waren bereits nur noch zwei schmale Regale übrig. Umso mehr habe ich mich gefreut, mein Wunschmotiv noch zu finden! 

Durch Zufall entdeckten wir bei unserem Besuch in der Innenstadt noch einen weiteren spannenden Laden. Wir betraten Toys & Helden auf der Suche nach einem Manga (den wir im Gegensatz zu sämtlichen anderen Läden zuvor auch entdeckten), doch fanden uns plötzlich in einem Paradies von Kindheitserinnerungen. Spielzeuge, mit denen wir in den 90er Jahren aufgewachsen sind, Merchandise zu allen denkbaren Serien aus den verschiedensten Zeiten, Comics, alte Spielkonsolen, Plüschies - hier schien es nichts zu geben, was es nicht gab. Ein Traum-Ort für alle Sammler und jene, welche die Schätze ihrer Kindheit noch nicht vergessen haben, mit Super-freundlichen und engagierten Mitarbeitern. Hier werden wir sicher nicht zum letzten Mal vorbeigeschaut haben! 

Nach einer Mittagspause mit Onigiri und Yakitori auf der Rheinuferpromenade wurde es dann Zeit, die Stadt zu wechseln, denn unser nächstes Ziel befand sich in Essen. Hier hat vor einiger Zeit einer der ersten Miniso-Läden in Deutschland eröffnet - und der Laden ist ein wahrer Traum für alle, die wie ich alles lieben, was "kawaii" - also japanisch und niedlich ist. Die Entscheidungsfindung war hier wirklich nicht einfach, weil es einfach so unfassbar viele süße Dinge gab, aber am Ende fiel die Wahl auf eine Disney-Blindbox, die einen entzückenden Winnie Puuh-Anhänger hervorbrachte sowie auf ein Cinnamoroll-Nachtlicht. In diesem Laden kann ich in der Zukunft sicher noch ein kleines Vermögen verlieren...

Im gleichen Einkaufszentrum entdeckten wir dann zufällig auch noch einen Flying Tiger Store. Die dänische Kette zählte früher zu meinen absoluten Lieblingsläden, und ich war sehr traurig, als sie eine Zeit lang aus fast allen deutschen Städten verschwand. Umso schöner, dass sie jetzt vermehrt wieder da ist. Hier gab es für mich bei diesem Besuch einen neuen Einkaufsbeutel.

Nach einem abschließenden Abendessen war es dann aber auch wirklich Zeit, diesen Einkaufstag zu beenden. Es war ein ziemlicher Spaß, und man kann wirklich nur sagen, dass es gerade eine großartige Zeit ist, Japan-Fan in NRW zu sein, denn noch nie zuvor gab es wohl ein so großes Angebot ein spannenden Läden!

Donnerstag, 8. August 2024

Kleine Rituale - Die Frauensteine im Aaper Wald


Ich erzählte es ja bereits: in diesem Jahr gab es für mich, neben so einiger anderer Einschränkungen, kein Castlefest. Da mir dieses Wochenende mit all seiner Bedeutung und seinen Ritualen aber wichtig ist, habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative begeben. Ein kleiner Ausflug sollte es werden, der dem Anlass - dem Lughnasadh-Fest - würdig ist. Gefunden habe ich mein Ziel im Aaper Wald in Düsseldorf

  

 
Eher Mittags als Morgens - kurzfristiger Personalausfall bei der Bahn sei Dank - machte ich mich am Sonntag also auf den Weg zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, und von dort aus ging es weiter mit der S-Bahn nach Rath-Mitte. Zwar hätte es auch Haltestellen näher am Wald gegeben, doch wegen Bauarbeiten war das alles etwas umständlich, sodass ich mich lieber für einen kleinen zusätzlichen Spaziergang durch die Stadt entschieden habe. 

 

Nach etwa einer Viertelsstunde erreichte ich dann den Aaper Wald. Zunächst schien es, als wäre es mir dort ein wenig zu lebhaft - der Wald begrüßte mich mit einem gut besuchten Spielplatz, doch schon nach wenigen Minuten laufen war ich so gut wie allein und eine angenehme Stille kehrte ein. 

Der Weg zu den Frauensteinen war auch schnell gefunden. Zunächst war ich dort nicht allein. Zwei Mütter machten mit ihren Kindern ein Picknick und zwei Fahrradtouristen genossen ihre Pause. Nach etwa einer Stunde waren dann jedoch alle fort, und ich konnte den Ort ganz für mich allein entdecken. 

 

Sehr schnell wurde mir klar: die Frauensteine waren der perfekte Ort für mich an diesem Wochenende. Auf dem Stamm eines alten Baumes hatten Besucher eine kleine Opferstelle errichtet. Blumen, Nüsse, Walderdbeeren - verschiedenste Kleinigkeiten wurden dargebracht, und auch ich habe mich gefreut, meinen kleinen Teil beizutragen.

 

Den Ort in der Stille des menschenleeren Waldes erkunden zu dürfen hat mich wirklich glücklich gemacht. Wer die Steine näher betrachtet, kann überall kleine eingeritze Botschaften entdecken. Namen, Runen, Bilder. Und auch der allgemeine Ausblick von der Lichtung aus war sehr ansprechend. 

Neben der Lichtung fand sich auch eine kleine Info-Tafel, auf der man sich ein wenig über die Geschichte der Steine informieren konnte. Interessanter als die Auskunft über das Material (Zementquarzit, für die Geologen unter uns) waren für mich die Geschichten, die sich um den Ort ranken. Ein Opferplatz soll es gewesen sein, in germanischer oder noch früherer Zeit, oder alternativ soll es sich bei den Steinen auch um Frauen handeln, die als Strafe in Stein verwandelt wurden. Natürlich handelt es sich bei allen Geschichten um Sagen und Mythen, archäölogische Funde über eine konkrete Nutzung des Platzes in der Vergangenheit gibt es nicht. Da ich persönlich aber gegen die konsequente Entzauberung der Welt bin, gefällt mir der Gedanke, dass ein solch besonderer Platz früher sicher auch besonders betrachtet und genutzt wurde, jedoch sehr gut. ;)

 

Als es schließlich um die Steine herum wieder lebhafter wurde, entschied ich mich für den Rückweg. Auch hier hatte die Bahn wieder entschieden, dass heute ein guter Tag für Leben in vollen Zügen sei, und dass so eine einstündige Fahrt doch viel schöner ist, wenn sie gleich zweieinhalb Stunden dauert. Grund? Man ahnt es: kurzfristiger Personalausfall, plus massive Verspätung des einzigen Ausweichzuges, die keineswegs, niemals nicht, daher rührte, dass in dem vollkommen überfüllten Zug nur eine von drei Türen funktionierte, wodurch bei jedem neuen Halt weitere fünf Minuten hinzukamen, was den Anschluss unerreichbar machte.

Sei es drum, als Mensch ohne Auto kenne ich es ja gar nicht anders (wobei mich trotzdem das seltsame Gefühl beschleicht, dass es in jüngster Zeit immer schlimmer wird. Oder ich werde im Alter einfach ungeduldiger, wer weiß). Am Ende war ich sehr froh, endlich zu Hause zu sein und den Abend ohne viel zu viele Menschen um mich herum mit einem leckeren Milchtee ausklingen lassen zu können. 

Doch obwohl die deutsche Bahn den Ausflug für mich weitaus anstrengender gemacht hat, als er hätte sein sollen, bereue ich es nicht, ihn gemacht zu haben. Der Gedanke, das ganze Wochenende traurig allein zu Hause zu verbringen und darüber nachzugrübeln, was hätte sein können (und sollen!), war unerträglich, und die Frauensteine haben sich für mich als wirklich tröstlicher Ort herausgestellt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht mein einziger Besuch dprt gewesen sein wird.

Dienstag, 17. November 2020

So viel mehr als ein Schrei - die Munch-Ausstellung im K20 in Düsseldorf

Ausstellungstechnisch war zu Beginn des Jahres so einiges los in NRW, sodass mich mein Weg kurz nach dem Besuch der Turner-Ausstellung in Münster schon gleich wieder in das nächste Museum führte.

Diesmal war das Ziel Düsseldorf, wo im K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Ausstellung "Edvard Munch - gesehen von Karl Ove Knausgård" gastierte.

Über die Zusammenarbeit von Knausgård, dem wohl wichtigsten, zeitgenössischen, norwegischen Autors mit dem Munch-Museum in Oslo hatte ich bereits im Vorfeld gehört, doch bei meinem Besuch in der norwegischen Hauptstadt im vergangenen Jahr blieb am Ende leider gar keine Zeit mehr für einen Besuch des berühmten Museums. Umso erfreuter war ich zu hören, als die Ausstellung Ende 2019 nach Deutschland kam.

 
Werbung für die Ausstellung am K20

Wer den Namen Edvard Munch hört, der denkt fast automatisch an sein bekanntestes Werk, den "Schrei". Dieses gab es in der Düsseldorfer Ausstellung nicht zu sehen, und das war eine bewusste Entscheidung. Man wollte dort weniger bekannte Werke von Munch zeigen und es den Besuchern so ermöglichen, den Künstler aus anderen Perspektiven kennenzulernen. Das dürfte schon allein gelungen sein, weil die meisten der rund 140 gezeigten Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen bisher noch nie oder nur äußerst selten in Deutschland zu sehen gewesen waren.

Eine Besonderheit war aber auch die Präsentation der Werke. Sowohl die Auswahl als auch die Anordnung übernahm dabei alleine Knausgård, der die Ausstellung in vier Themenbereiche gliederte: "Licht und Landschaft", "Der Wald", "Chaos und Kraft" sowie "Die Anderen". 

Wenn mich im Vorfeld der Ausstellung jemand nach Edvard Munch gefragt hätte, so wären mir eigentlich nur düstere, teils verstörende Bilder in den Kopf gekommen. Bei dem Besuch in Düsseldorf lernte ich den Künstler dann aber von einer ganz anderen Seite kennen. Insbesondere in den ersten beiden Themenbereichen "Licht und Landschaft" sowie "Der Wald" fanden sich teils farbenprächtige Landschaftdarstellungen, und auch als Porträtist seines Umfeldes, so gezeigt im Themenbereich "Die Anderen" hatte Munch ohne Zweifel ein Händchen. Die Werke im Bereich "Chaos und Kraft" kamen noch am ehesten dem Bild des Künstlers nah, welches ich zuvor von ihm gehabt hatte.

Auch die verschiedenen Stile, mit denen Munch offensichtlich gearbeitet hatte, waren in ihrer Vielfalt beeindruckend. Als Wegbereiter des Expressionismus gab es natürlich Bilder, die mehr Wert auf die Wirkung des Dargestellten als auf die realistische Darstellung selbst legten, doch es gab genauso gut solche Werke, die im Gegenteil vollkommen realistisch wirkten. Offenbar war Munch ein Tausendsassa, der nicht davor zurückschreckte, alles auszuprobieren und umzusetzen, wonach ihm in einer Lebensphase gerade war. 

Mich jedenfalls hat die Ausstellung "Edvard Munch - gesehen von Karl Ove Knausgård" tief beeindruckt. Ich hätte vorher nicht erwartet, so viele neue, mir unbekannte Facetten an dem norwegischen Künstler zu entdecken und sehe diesen seitdem mit ganz anderen Augen.

Die Ausstellung ist mittlerweile beendet, doch wer gerne tiefer in die Materie einsteigen will, dem sei an dieser Stelle das Buch "So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche: Edvard Munch und seine Bilder" von Karl Ove Knasugård ans Herz gelegt. In dem Werk nähert sich der norwegische Erfolgsautor den Bildern Munchs in literarischer Weise und versucht ihre Bedeutung bis in die heutige Kultur nachzuvollziehen.

Montag, 26. August 2019

Man, ist das groß hier - Die Dokomi in Düsseldorf

Nachdem ich mich in diesem Jahr für das Annotopia und damit gleichzeitig gegen den Japantag entschieden hatte, freute es mich nur umso mehr, dass am 09. Juni noch ein anderes Event mit Japanbezug in Düsseldorf auf dem Plan stand: Es war wieder Zeit für die Dokomi!

Mittlerweile bin ich schon ein paar Jahre regelmäßig als Besucher dort unterwegs und finde es immer wieder beeindrucken, wie viel diese Convention jedes Jahr wächst. Die Bahnen Richtung Messegelände können die Massen an Besuchern mittlerweile kaum noch bewältigen und selbst, wenn man den Weg eigentlich nicht kennt, muss man sich nur noch in die Masse der Cosplayer einreihen und dem langsamen Zug Richtung Einlass folgen.

Meine Freundin und ich sind auch in diesem Jahr wieder unserer üblichen Planung treu geblieben und nicht direkt zum Einlass hingefahren. So konnten wir dann auch wieder einfach gemütlich ohne Wartezeit nach drinnen durchgehen und uns gleich ins Getümmel stürzen. Die Halle mit den Ständen der professionellen Händler, Verlage, Publisher etc. hebten wir uns dabei für den Schluss auf, denn zunächst einmal stand der für uns wichtigste Teil der Veranstaltung auf dem Plan: der ausgiebige Gang durch die Künstler-Allee! Dies war in diesem Jahr erneut so gewaltig, dass wir Stunden dort verbrachten in dem verzweifelten Versuch, irgendwie alles zu sehen. Aus den Problemen der letzten Jahren hatten wir auch gelernt und dieses Mal Stift und Papier mitgenommen, um uns die Stände zu markieren, an denen wir später möglicherweise noch etwas kaufen wollten. Ohne diese Technik hatte es sich in den vergangenen Jahren nämlich als verdammt schwierig erwiesen, die betreffenden Stände am Ende noch wiederzufinden. :D

Irgendwann rannte uns dann leider doch die Zeit davon. Einen Besuch in der Halle mit den Händlern bekamen wir noch hin, inklusive kleinem Fotoshooting vor der tollen Regenbogenwand, aber das Essen mussten wir tatsächlich ausfallen lassen. Auch für den tollen Bereich mit den Retro-Videospielen blieb nach den finalen Einkäufen lange nicht so viel Zeit übrig, wie wir gehofft hatten, obwohl wir immerhin so lange dort blieben, bis man uns förmlich rauskehrte. xD

Ich zumindest war am Ende des Tages wieder ziemlich erschlagen von all den bunten Eindrücken des Tages, aber gerade diese konstante Reizüberflutung gehört doch zu einer guten Convention dazu. Und nächstes Jahr, das haben wir uns vorgenommen, da kommen wir vielleicht zum ersten Mal an beiden Tagen zur Dokomi. Genug zu sehen gibt es ja auf jeden Fall!

Zum Abschluss hier natürlich noch meine Ausbeute des Tages:


Die lange Plüschkatze war wohl insgesamt einer der Verkaufsschlager der Convention, was aber auch kein Wunder ist, so süß und anschmiegsam, wie sie ist! ♥ Das ebenfalls unendlich niedliche Onigiri-Kissen stammt von moodrush, das Lesezeichen mit der kleinen Hintergrundkatze sowie der Hamster-Handyanhänger von Chosenvowels und das Violet Evergarden-Poster von Elwenz. Von wem nochmal gleich die Onigiri-Holzschachtel und die Häschen-Aktenmappe waren, finde ich hoffentlich auch ohne Visitenkarten so bald wie möglich heraus und trage es dann sofort hier nach (Hilfe erwünscht >.<).

Abschließend wollte ich mir übrigens noch einen Manga als Reiselektüre am Bahnhof kaufen und musste feststellen, dass die Fans den dortigen Buchladen mit seinem wirklich riesigen Manga-Angebot fast komplett leer gekauft hatten. Das war schon ein beeindruckender Anblick, auch wenn ich so natürlich am Ende doch nichts zu Lesen hatte. Im Gegensatz zum Japantag, an dem schon immer extra Mangatische aufgebaut werden, war der Laden auf den riesigen Ansturm während der Dokomi wohl nicht ganz vorbereitet gewesen. Irgendwas sagt mir, dass das nächstes Jahr vermutlich anders aussehen wird. :D

Montag, 10. Juni 2019

Konzertbericht: Michael Patrick Kelly in Düsseldorf

Am 30. November wurde ich mit einem zweiten Besuch bei Michael Patrick Kelly zum Wiederholungstäter. Meine Freundin hatte sich die Tickets für das Konzert zum Geburtstag gewünscht und ich hatte die Ehre, sie zu dem bereits lange im Voraus ausverkauften Auftritt begleiten zu dürfen. Diesmal führte uns die Reise nach Düsseldorf, in die Mitsubishi Electric Halle.

Anders als im Sommer am Kölner Tanzbrunnen handelte es sich diesmal um ein bestuhltes Konzert und unsere Plätze fanden wir im soliden Mittelfeld. Statt eines Banners zierte ein Bildschirm den Bühnenhintergrund. Während wir auf den Beginn des Konzerts warteten, zierte diesen der schlichte, aber irgendwie stylishe weiße Fingerabdruck auf schwarzem Grund, wie man ihn auch auf dem Merch zum "iD"-Album findet. 

Als es losging freute ich mich, dass ich dieses Mal besser vorbereitet war und auch das eine oder andere Lied mitsingen konnte. Musikalisch gab es einen schönen Querschnitt durch das bisherige Schaffen Michael Patrick Kellys als Solokünstler, wobei natürlich seine bekannten Hits wie "Shake Away" oder "Bigger Life" nicht fehlen durften. Aber auch treue, langjährige Kelly Family Fans kamen auf ihre Kosten, als der Musiker den Bandklassiker "An Angel" anstimmte. 

Neben der enthusiastischen Bühnenshow Michael Patrick Kellys und seiner Liveband, wurde auch der Bildschirm im Bühnenhintergrund immer wieder mit in den Auftritt einbezogen und ergänzte diese um einige wirklich schöne Anblicke. So zogen beispielsweise zu den Klängen von "Requiem" Bilder früh vestorbener Musiker vorbei, was die andächtige Stimmung des Songs sehr gut unterstrich. Einzig die Tatsache, dass das Konzert bestuhlt war, sorgte hin und wieder für ein wenig Irritation und einige Spannungen im Publikum. Manch einen hielt es bei den lebhafteren Stücken einfach nicht auf dem Stuhl, oftmals zum Verdruss der Reihen dahinter. Insgesamt war und blieb die Stimmung im Publikum aber fröhlich und ausgelassen, viele Fans konnten alles mitsingen und taten das auch gerne und lautstark. Auch Michael Patrick Kelly schien wieder bester Laune zu sein und bewies einmal mehr seine Qualitäten als Livemusiker. 

Besonders beeindruckend fand ich persönlich den Einsatz einer Friedensglocke zum Mark Forster Cover "Flüsterton" sowie die dazugehörige Schweigeminute. Die Idee dahinter: so wie im Krieg Kirchenglocken eingeschmolzen und zu Waffen verarbeitet wurden, wurde hier dieser Prozess umgedreht, um aus eingeschmolzenen Waffen eine riesige "Peace Bell" zu formen. Und der Klang ebenjener Glocke läutete nun am Ende des Lieds eine Schweigeminute ein. Eine wahrhaft symbolträchtige Aktion, die wohl von allen Anwesenden intensiv erlebt wurde - denn wenn so viele Menschen gemeinsam eine Minute schweigen, ist das ein wahrer Gänsehaut-Moment, der lange im Gedächtnis bleibt.

Wie das so ist mit schönen Erlebnissen, gehen sie dann doch irgendwann einmal zu Ende. So auch dieses Konzert von Michael Patrick Kelly. Der Alltag hatte uns dann auch viel zu schnell wieder, als man uns als zwei der Letzten aus dem Foyer kehrte und wir uns in den kilometerlangen Stau von der Halle weg einreihten. Was blieb war die Erinnerung an einen wunderbaren Konzertabend, welche uns noch die ganze Heimfahrt angenehm begleitete.


Sonntag, 3. Februar 2019

Drachentanz am Rhein - Das Chinafest in Düsseldorf

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Düsseldorf mit seiner großen japanischen Community das Mekka für Japanfans in Deutschland ist. Auch der Japantag zieht jährlich hunderttausende Menschen an. Viel weniger bekannt ist hingegen, dass es in der Stadt am Rhein auch schon seit Jahren ein Chinafest gibt. 2018 fand dieses unter dem Motto "Der Drache tanzt am Rhein" am 15. September auf dem Marktplatz, mitten in der Altstadt statt.

Buntes Treiben

Der Platz rund um das Jan-Wellem-Denkmal hatte sich für das Fest komplett verwandelt. Chinesische Pavillons und Lampions über den Köpfen der Leute ließen den Eindruck entstehen, wirklich in ein kleines chinesisches Straßenfest einzutauchen. Die Veranstaltung war gut besucht, es ging also auch sehr wuselig zu. Die Pavillons boten Infos zu den unterschiedlichsten Themen. So konnte man beispielsweise wunderschöne, filigrane chinesische Fächermalerei bewundern oder bei einem Schnupperkurs die chinesische Sprache kennenlernen. Es gab Dekogegenstände und Glücksbringer zu erwerben und die Stände mit Essen aus den verschiedenen Regionen des Landes erfreuten sich größter Beliebtheit. Ich selber probierte scharf mariniertes Hühnerfleisch - superlecker!

Traditionelle chinesische Musik

Auf der eigens aufgestellten Bühne fand außerdem noch ein vielseitiges Programm statt. Von Tai Chi zum Mitmachen über eine Vorstellung des Spieleklassikers Mah-Jongg bis hin zu traditioneller Musik und Tanz war für jeden Geschmack etwas dabei. Ich schaute mir unter anderem eine Darbietung auf dem Guzheng an, einer chinesischen Art der Zither mit langer Tradition. Außerdem sah ich noch eine Tanzvorführung sowie einen sehr amüsanten Chinesisch-Schnupperkurs, bei dem mehrere Teilnehmer in einem kleinen Wettbewerb gegeneinander antraten. Es galt, chinesische Schriftzeichen ihren gesprochenen Worten zuzuorten. Der Sieg ging dabei unbestreitbar an ein entückendes kleines Mädchen, die - man muss es der Fairness halber sagen - wohl einen kleinen Heimvorteil gegenüber ihren Konkurrenten hatte und der Sprache bereits vorher mächtig gewesen war. Trotzdem gönnte ihr wohl jeder den Triumph, war sie doch mit Feuereifer bei der Sache. ;)

Natürlich habe auch ich an diesem Tag die eine oder andere Kleinigkeit erworben. Meine "Ausbeute" sieht dabei wie folgt aus:


Mir hat es auf dem Chinafest in Düsseldorf ausgeprochen gut gefallen. Es gab viel Neues zu entdecken über ein Land mit langer Geschichte, über das zumindest ich bisher eher wenig wusste. Wer nun Interesse bekommen hat: das Chinafest soll auch in diesem Jahr wieder stattfinden, diesmal jedoch in Köln. Nähere Informationen dazu habe ich aber leider noch keine entdecken können.

Montag, 3. September 2018

Kultur, Popkultur und jede Menge Menschen - der Japantag in Düsseldorf

Der Mai blieb weiterhin kunterbunt und gönnte mir keine Pause. Am Samstag, dem 26. Mai war es einmal wieder Zeit für den Japantag in Düsseldorf. Ich besuche diese Veranstaltung seit fast fünfzehn Jahren regelmäßig und habe sie wachsen sehen. Mittlerweile ist sie so groß und zieht vor Allem solche Zuschauermassen an, dass ich es nur noch die ersten 2-3 Stunden nach Eröffnung dort aushalte, danach wird mir das Gedränge einfach zu groß.

Aber so ein kurzer Besuch zum Stände und Cosplay bewundern, das muss einfach sein. Das Wetter war in diesem Jahr ganz wunderbar und bescherte mir einen der ersten Sonnenbrände des Sommers. Die Stände beim Japantag sind meist ähnlich. Verschiedene Regionen Japans stellen sich mit Infomaterial vor, NHK mit dem populären Masskottchen Domo ist vor Ort und man kann einen Einblick in verschiedene japanische Traditionen gewinnen. So konnte man sich auch in diesem Jahr wieder im Go-Spielen versuchen, es gab Ikebana und Origami und die Möglichkeit, einen Kimono anzuprobieren oder seinen Namen auf Japanisch geschrieben zu bekommen. Auf der großen Bühne gab es beispielsweise Darbietungen von Taiko-Trommlern und etwas abseits konnte man verschiedene japanische Kampfsportarten kennenlernen.


Natürlich konnte man auch ordentlich Geld dalassen. Es gab Stände mit traditionellen Dekorationsartikeln, aber natürlich auch vieles aus dem Manga-und-Anime Bereich. Seit meinem letzten Besuch vorletztes Jahr (letztes Jahr ließ mich die deutsche Bahn nicht einmal meinen Wohnort verlassen...) hatte sich sogar etwas am Aufbau verändert. Die japanische Popkultur hatte nun ihren eigenen, gebündelten Standort, wo sich auch ein paar Künstler und Verlage vorstellten.

Für mich blieb es aber ein recht günstiger Besuch, nach zwei Conventions innerhalb eines Monats sah es aber finanziell eh etwas mau aus. :D So nahm ich lediglich zwei klitzekleine Glücksbringer mit - tatsächlich sind sie kleiner als ein Centstück. 


Außerdem gönnte ich mir ein Onigiri und einen gekühlten, ungesüßten Tee, die ich am Rheinufer zu mir nahm, von wo aus ich wunderbar bequem die vorbeiziehenden Kostüme betrachten konnte.


Am frühen Nachmittag machte ich mich dann wieder auf den Heimweg. Das Feuerwerk würde ich mir zwar liebend gerne einmal nicht nur im Fernsehen anschauen, aber irgendwie ist mir das einfach zu stressig. Ich bin mir auch nicht einmal sicher, ob ich es als Bahnfahrer danach tatsächlich noch nach Hause schaffen würde, also muss ich mich wohl auch in Zukunft mit dem Service des WDR begnügen, der das schöne Feuerwerk schon seit vielen Jahren immer live im TV überträgt und dem meistens auch noch ein paar Minuten (chronisch leider eher schlecht recherchierte *hüstel*) Berichterstattung vom Tag hinzufügt. Man kann halt nicht immer alles haben, und schön ist es auch so.

Freitag, 10. August 2018

Shopping auf der Dokomi - die Ausbeute

In diesem Jahr hieß es für mich: nach der Convention ist vor der Convention, denn nur eine Woche nach der Role Play Convention in Köln stand im ungleich schöneren (sorry, der musste sein!) Düsseldorf die Dokomi an.

Viele Besucher (und wir auch) schafften es an diesem Tag aber erstmal gar nicht aufs Messegelände, da es zunächst in den Gärten und Parks im Umkreis zur Jagd auf ein Shiny Glumanda ging, es war nämlich Pokémon Community Day. Erst nachdem dieses Ziel erfolgreich erreicht wurde, machten wir uns dann tatsächlich auf den Weg zur Dokomi.

Vor uns lag ein kunterbunter Shoppingtag, denn das ist es, was meine Freundin und ich in der Regel bei der Dokomi tun: stundenlang durch die mittlerweile riesengroße Zeichnermeile spazieren und die angebotenen Kunstwerke bestaunen. Natürlich statteten wir auch den größeren Händlern, Verlagen etc. einen Besuch ab, aber das Highlight dieser Convention ist und bleibt der Bereich der Zeichner. Darum darf an dieser Stelle natürlich auch eine kurze, stolze Präsentation der Ausbeute nicht fehlen:


Da hätten wir beispielsweise den absolut großartigen Rude Birds Kalender von The Art Of Hellebarde sowie ein niedliches Poster von Nao, außerdem noch zwei entzückende Minicomics mit den "Klitzekleinen Geschichten der Hintergrund-Katze" aus The Grown Up Game von Chosenvowels. Der Totoro-Sticker stammt von Ancher Art und der Tokyo Ghoul Button war ein Geschenk, das man sich beim Kauf des neuen Dokidoki-Magazins mitnehmen durfte. Beim Mousepad und dem Häschen-Button war ich mal wieder dumm und habe mir nicht gleich notiert, wo ich sie gekauft habe. Ich recherchiere gerade, um das noch herauszufinden und nachzutragen... Ich bin unverbesserlich und Hilfe ist natürlich sehr erwünscht. u_u

Der Katzen-Kuli sowie der Glasrandsitzer mit Viktor und Makkachin aus Yuri!!! On Ice stammen als Einziges aus der Halle mit den größeren Händlern.

Das war es dann auch schon. Für mich war der Besuch der Dokomi auch in diesem Jahr wieder sehr lohnenswert. Wer sich für die japanische Popkultur interssiert und Spaß daran hat, sich die verschiedensten Kunstwerke heimischer und auch von weiter angereister Künstler anzusehen, der ist auf dieser Convention bestens aufgehoben. Man findet hier wirklich die unterschiedlichsten Stile, sodass eigentlich jeder etwas für seinen Geschmack entdecken müsste. Viel schwieriger ist es da, am Ende zu entscheiden, welche der vielen tollen Dinge, die man während seines Besuchs gesehen hat, man mit nach Hause nehmen möchte. Ein Luxusproblem, mit dem man dann aber doch gerne lebt. ;)

Montag, 8. Januar 2018

Shopping und Kultur in Düsseldorf

Sooo, die erste Hürde ist überwunden: nach ewiger und wirklich nervtötender Arbeit sind nun sämtliche Fotos zurück auf dem Blog. Photobucket kann nun gerne einen langsamen, qualvollen Tod sterben, sie haben es nicht anders verdient. Ich jedoch kann mich endlich den noch ausstehenden Berichten widmen. Also, auf gehts!

Gleich nach meinem Besuch im Kölner Zoo stand ein Besuch bei der "Konkurrenz" an: es ging nach Düsseldorf! Und ja, ich mache keinen Hehl daraus, im persönlichen Städtevergleich siegt diese für mich ganz klar. Auch der imposanteste Dom kommt für mich eben nicht an gegen das größte japanische Viertel des Landes ;)

Und genau dahin führte mich mein Weg an diesem Tag zuerst auch. Shopping in der Immermannstraße stand auf dem Programm und ich war im Paradies. Die Straße bietet eigentlich alles, was das Herz von Japanliebhabern verlangt: asiatische Lebensmittelmärkte, Schreibwaren, Essen - von traditionell bis Popkultur wird jeder fündig. Ich habe hier mal einen winzigen Teil der Ausbeute dieses Besuchs zusammengetragen:


Das obere Bild zeigt ein Eis. Der Taiyaki-Form wegen konnte ich einfach nicht widerstehen. Und was soll ich sagen, es war superlecker! Die Füllung bestand aus Vanilleeis und roter Bohnenpaste. Würde ich jederzeit wieder gerne essen. :)

Unten dann noch zwei Getränke, die ich ausprobiert habe. Pocari Sweat, der  isotonische Drink mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Namen, ist euch bestimmt auch schonmal im einen oder anderen Manga oder japanischen Film untergekommen. Bei so großer Bekanntheit musste ich es natürlich auch mal testen. Wird aber nicht mein Favorit, ist mir einfach zu süß.

Das zweite Getränk, welches ich getestet habe, war dann Lotte Milkis aus Korea. Meine Mutter fand es grässlich, mir hat es aber gut geschmeckt. Das war übrigens das erste Mal in meinem Leben, dass ich ein Milchgetränk mit Kohlensäure getrunken habe. Ich fand es auf angenehme Art und Weise süß und trotzdem erfrischend.


Etwas fürs Auge gab es natürlich auch. Meine Wahl fiel dabei auf eine Solar-Maneki-neko, Stäbchenbänke in Kranichform und ein kleines Pack mit einer Überraschungs-Pokémon-Figur. In meinem Fall gab es ein niedliches Nekkoala! ♥

Mit vollen Taschen ging es dann gegen Mittag weiter zu einem ganz anderen Programmpunkt. Im Museum Kunstpalast fand bis Ende August eine Ausstellung zum Maler Lucas Cranach statt. Ich habe das Gefühl, dass der Name heute vielen Menschen in meinem Alter gar kein Begriff mehr ist, aber als gebürtige Wittenbergerin sind mir die Werke des Zeitgenossen und Freundes von Martin Luther natürlich von jeher vertraut. Ganz klar, dass ich mir die Gelegenheit, eine solch umfassende Werkschau in Nordrhein-Westfalen zu sehen, nicht entgehen lassen wollte!

Die Ausstellung erwies sich dann auch als sehr umfangreich und interessant. Neben den Informationen, die es während des Gangs durch die Ausstellung zu lesen gab, lohnte es sich auch sehr, den Audioguide zur Unterstützung zu nutzen, der einen auf zahlreiche weitere Aspekte in den gezeigten Kunstwerken aufmerksam machte, die man sonst möglicherweise übersehen hätte. Um alles zu sehen, verbrachten meine Mutter, die mich begleitet hatte und ich den ganzen Nachmittag im Museum. Danach waren unsere Köpfe aber auch regelrecht überfüllt mit Eindrücken und Informationen, sodass es gar nicht so furchtbar schlimm erschien, dass uns für die Dauerausstellung des Museums keine Zeit mehr blieb. Nach der hervorragenden Gallen-Kallela Ausstellung vor einigen Jahren war dies nun die zweite auf der ganzen Linie überzeugende Ausstellung, die ich im Museum Kunstpalast besuchen durfte.

Ziemlich erschöpft, aber auch sehr zufrieden ging es dann gegen Abend wieder nach Hause. Solche schönen Ausflüge könnte es für mich ruhig öfter geben. ;)

Mittwoch, 30. August 2017

Winzig kleiner Dokomi-Nachbericht + Tagesausbeute

Dieses Jahr zog es mich an Pfingsten wieder für einen Tag nach Düsseldorf auf die Dokomi. Den geplanten Besuch beim Japantag hatte ich abblasen müssen, da die liebe deutsche Bahn meinte, es sei ein guter Tag, den Bahnverkehr zwischen meiner Stadt und Düsseldorf einzustellen. Stundenlang, wegen einer ominösen Störung, deren genaue Natur ich bis heute nicht ergründen konnte. Danke nochmal dafür... Aber zurück zur Dokomi: zwar hatte ich im Vorfeld gelesen, dass das Gelände in diesem Jahr vergrößert werden sollte - mit den Ausmaßen, die mich dann vor Ort erwarteten, hätte ich jedoch niemals gerechnet! Besonders die Zeichnermeile, mein Lieblingsteil der Dokomi, war zu gigantischer Größe herangewachsen. Hunderte Künstler präsentierten ihre Werke, und ich verbrachte wirklich fast den ganzen Tag nur in dieser einen Halle, um mir jeden Stand einmal ansehen zu können. Die Taktik "Erst schauen, später Kaufen" funktionierte da dann allerdings nicht mehr so gut - das eine oder andere, was mir beim Rundgang aufgefallen war, fand ich danach leider niemals wieder T_T 

Trotzdem brachte ich von meinem Besuch natürlich das eine oder andere gute Stück mit, und diese Ausbeute möchte ich euch nun an dieser Stelle noch kurz präsentieren:


Legen wir am besten mit der Ausbeute von der Zeichnermeile los. 
  • Die zwei Star Wars Postkarten stammen von Ars Fantasio. Beide geniale Motive hätte es auch als Poster gegeben, aber mir geht leider so langsam der Platz an den Wänden aus, zumal an diesem Tag (siehe nächstes Bild) schon neue Poster dazugekommen waren. :D
  • Die kleine Katzen-Wundertüte stammt von Nowakis und enthielt jede Menge supersüßen Cat Content ♥
  • Die KaKAO-Karte mit der Katze im Mond habe ich bei einem Spiel am Stand von Trahho gewonnen
  • Die Postkarte mit Reh und Hase im Schnee stammt von Erdbeerfröschchen
  • Der Entenfamilien-Block wurde entworfen von Melanie Stoll 

 

Weiter geht es mit den erstandenen Postern:
  • Das Katzen-Eiscreme-Poster stammt aus der Feder von Zwiebelprinz
  • Der Fuchs mit einem Zitat aus dem Kleinen Prinzen kommt von Jennaris
  • Die Rotkehlchen unter dem Pilz stammen wieder von Erdbeerfröschchen, deren Bilder es mir an diesem Tag wirklich angetan hatten ♥
 Natürlich konnte ich meine Fingerchen aber auch nicht ganz von einigen Sachen abseits der Zeichnermeile lassen:

Pokémon-Ramune!

Kleine Schüsselchen im Katzen und Kaninchen-Design, auch von innen absolut entzückend designed ♥

Totoro-Federmäppchen und Mappe sowie Notizbüchlein von Molang

Häschen-Anhänger. Weil einfach niedlich und so 

Für mich war es in jedem Fall ein sehr gelungener Tag auf der Dokomi. Es war eine ziemliche Reizüberflutung und am Ende war ich auch echt platt, aber dafür habe ich unheimlich tolle neue Künstler entdecken dürfen und meinen Hausstand um einige schöne neue Dinge erweitern können. Hoffentlich kann ich nächstes Jahr auch wieder mit dabei sein!