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Montag, 16. November 2020

Stürmische Zeiten - die EpicCon in Münster

Ich war schon ein wenig skeptisch, als die EpicCon 2018 erstmals ihre Pforten in Münster eröffnete: hätte so eine groß angelegte Convention eine Chance in dieser doch recht biederen Studentenstadt? Schließlich hatte ich in meiner Zeit dort so viele coole Veranstaltungen scheitern sehen, die anderswo auf jeden Fall funktioniert hätten. Doch ob es nun an der Popularität des Themas japanische Popkultur liegt oder daran, dass Convention-Besucher auch längere Anfahrtswege nicht scheuen: die EpicCon scheint es geschafft zu haben und fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt.

Bei der ersten Auflage 2018 war ich dabei und habe meinen durchweg positiven Eindruck hier festgehalten. Im Vergangenen Jahr musste ich einmal aussetzen, doch in diesem Februar ließ ich mir die Chance nicht nehmen, noch einmal zu schauen, wie sich die Convention in der Halle Münsterland so entwickelt hat.

Das Wetter an jenem Sonntag, dem 9. Februar, hätte wahrlich besser sein können. Da es bereits am Tag zuvor massive Sturmwarnungen gegeben hatte, hatte ich spontan umgeplant und war bereits am Samstag nach Münster gereist - vielen Dank an dieser Stelle an meine Freundin für die superspontane Gastfreundschaft! So konnten wie uns an diesem Tag schon früh auf den Weg zur Halle machen. Drinnen nach der ausführlichen, aber doch flotten und vor allem sehr freundlichen Taschenkontrolle, bekamen wir dann natürlich erstmal nichts mehr vom Wetter mit. 

Oh, wie gerne hätte ich... ♥

Die Convention war in den vergangenen Jahren eindeutig gewachsen, und es gab jede Menge zu entdecken. Vom Programm bekamen wir mal wieder wenig mit, so lange waren wir damit beschäftigt, uns einfach alles anzuschauen. Es gab jede Menge Künstler zu entdecken, von denen uns einige noch nicht von anderen Conventions bekannt waren. Auch die kommerziellen Händler boten ein gutes Angebot. Außerdem gab es eine ganz ordentliche Anzahl der immer populärer werdenden Autos und Motorräder in Animeoptik zu bewundern.


Obwohl die EpicCon in erster Linie als Convention für japanische Popkultur beworben wird, kamen bei dieser Auflage auch Freunde anderer Fandoms auf ihre Kosten. So war beispielsweise Star Wars ziemlich gut vertreten.


Im allgemeinen ist Fanmerch ja immer echt teuer, aber gerade auf Conventions kann man schon einmal das eine oder andere Schnäppchen ergattern. So erwies sich für uns an diesem Tag der Stand von yvolve als Eldorado, denn dort gab es einen Sale. Nur so viel sei gesagt: ich besitze seitdem ganze fünf richtig coole, neue T-Shirts. :D 


Irgendwann am Nachmittag merkten wir dann doch so langsam den Hunger und machten uns auf Nahrungssuche. Wir hatten uns fest vorgenommen, etwas Japaniches zu essen, aber das Angebot auf der EpicCon erwies sich leider als noch ausbaufähig. Vor dem Ramen-Stand gab es eine riesige Schlange und nach japanischen Crêpes als Hauptmahlzeit war uns irgendwie nicht. Also erledigten wir unsere letzten Besorgungen und verabschiedeten uns von der Convention.

Wieder draußen mussten wir feststellen, dass die angekündigte Sturmwarnung keine der zu diesem Zeitpunkt fast wöchentlich vorkommenden Übertreibungen gewesen war. Zum Glück kam schnell ein Bus, der uns zum Hauptbahnhof brachte, wo wir dann beim Asia-Schnellimbiss einkehrten (man muss halt nehmen, was man kriegen kann - und es war echt lecker!).

Als wir fertig waren, erwartete mich eine Überraschung: der Bahnhof war voller ratloser Menschen, viele davon eindeutig auch Besucher der EpicCon. In der Eingangshalle konnten wir live verfolgen, wie der Bahnverkehr in NRW nach und nach eingestelllt wurde. Ich überlegte eine Weile, ob ich versuchen sollte, doch noch nach Hause durchzukommen. Bei 3 1/2 Stunden Fahrt schien mir das aber eher ein mäßig gute Idee, sodass ich letzten Endes die Freundin fragte, bei der ich schon in der Nacht zuvor geschlafen hatte, ob sie mich eine weitere Nacht beherbergen würde. Das tat sie zum Glück und ich schnappte mir den nächsten Bus zu ihr. Auch das war, wie sich im Nachhinein herausstellte, eine echt knappe Kiste, denn auch der Busverkehr wurde bald darauf eingestellt. Am nächsten Tag sah ich einige der Besucher der EpicCon im Lokalfernsehen des WDR wieder. Sie wurden interviewt, weil sie in von der Bahn bereitsgestellten Zügen auf dem Bahnhof hatten übernachten dürfen. Irgendwas sagt mir, dass diese EpicCon für viele ein Erlebnis sein wird, von dem sie noch lange erzählen werden. :D

Im Endeffekt lief es darauf hinaus, dass ich bis Dienstag Nachmittag bei meiner Freundin bleiben sollte, denn bis dahin fuhr in NRW quasi kein Zug. Am Montag war das Chaos sogar so perfekt, dass ich erst zum Bahnhof fahren musste und eine Weile auf die Gleise starren musste, um überhaupt herauszufinden, ob wieder Züge fuhren. Was sie nicht taten. Die Informationspolitik der deutschen Bahn ist ja eh nicht gerade für ihre hohe Qualität bekannt, aber in dieser Lage war sie komplett zusammengebrochen. Auch Dienstag Nachmittag war die Rückfahrt noch irgendwo zwischen Geduldsprobe und Glücksspiel, aber da ich Mittwoch arbeiten musste, hatte ich keine andere Wahl, als es zu probieren, und am Ende kam ich doch irgendwie an.

Mein Fazit zur EpicCon 2020: es war wieder eine tolle Convention, die sich in den vergangenen Jahren in die richtige Richtung weiterentwickelt hat. Die abenteuerlichen Umstände haben mich viele Nerven gekostet, werden mir aber wohl immer in Erinnerung bleiben.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die EpicCon auch 2021 hätte stattfinden sollen, aber aus gegebenem Anlass würde ich aktuell keinen Finger darauf verwetten, dass diese Pläne noch stehen. Wir werden es sehen. Sollte es dazu kommen, mit welchen wunderlichen Einschränkungen und Maßnahmen auch immer, wäre ich in jedem Fall dabei!

Montag, 26. August 2019

Man, ist das groß hier - Die Dokomi in Düsseldorf

Nachdem ich mich in diesem Jahr für das Annotopia und damit gleichzeitig gegen den Japantag entschieden hatte, freute es mich nur umso mehr, dass am 09. Juni noch ein anderes Event mit Japanbezug in Düsseldorf auf dem Plan stand: Es war wieder Zeit für die Dokomi!

Mittlerweile bin ich schon ein paar Jahre regelmäßig als Besucher dort unterwegs und finde es immer wieder beeindrucken, wie viel diese Convention jedes Jahr wächst. Die Bahnen Richtung Messegelände können die Massen an Besuchern mittlerweile kaum noch bewältigen und selbst, wenn man den Weg eigentlich nicht kennt, muss man sich nur noch in die Masse der Cosplayer einreihen und dem langsamen Zug Richtung Einlass folgen.

Meine Freundin und ich sind auch in diesem Jahr wieder unserer üblichen Planung treu geblieben und nicht direkt zum Einlass hingefahren. So konnten wir dann auch wieder einfach gemütlich ohne Wartezeit nach drinnen durchgehen und uns gleich ins Getümmel stürzen. Die Halle mit den Ständen der professionellen Händler, Verlage, Publisher etc. hebten wir uns dabei für den Schluss auf, denn zunächst einmal stand der für uns wichtigste Teil der Veranstaltung auf dem Plan: der ausgiebige Gang durch die Künstler-Allee! Dies war in diesem Jahr erneut so gewaltig, dass wir Stunden dort verbrachten in dem verzweifelten Versuch, irgendwie alles zu sehen. Aus den Problemen der letzten Jahren hatten wir auch gelernt und dieses Mal Stift und Papier mitgenommen, um uns die Stände zu markieren, an denen wir später möglicherweise noch etwas kaufen wollten. Ohne diese Technik hatte es sich in den vergangenen Jahren nämlich als verdammt schwierig erwiesen, die betreffenden Stände am Ende noch wiederzufinden. :D

Irgendwann rannte uns dann leider doch die Zeit davon. Einen Besuch in der Halle mit den Händlern bekamen wir noch hin, inklusive kleinem Fotoshooting vor der tollen Regenbogenwand, aber das Essen mussten wir tatsächlich ausfallen lassen. Auch für den tollen Bereich mit den Retro-Videospielen blieb nach den finalen Einkäufen lange nicht so viel Zeit übrig, wie wir gehofft hatten, obwohl wir immerhin so lange dort blieben, bis man uns förmlich rauskehrte. xD

Ich zumindest war am Ende des Tages wieder ziemlich erschlagen von all den bunten Eindrücken des Tages, aber gerade diese konstante Reizüberflutung gehört doch zu einer guten Convention dazu. Und nächstes Jahr, das haben wir uns vorgenommen, da kommen wir vielleicht zum ersten Mal an beiden Tagen zur Dokomi. Genug zu sehen gibt es ja auf jeden Fall!

Zum Abschluss hier natürlich noch meine Ausbeute des Tages:


Die lange Plüschkatze war wohl insgesamt einer der Verkaufsschlager der Convention, was aber auch kein Wunder ist, so süß und anschmiegsam, wie sie ist! ♥ Das ebenfalls unendlich niedliche Onigiri-Kissen stammt von moodrush, das Lesezeichen mit der kleinen Hintergrundkatze sowie der Hamster-Handyanhänger von Chosenvowels und das Violet Evergarden-Poster von Elwenz. Von wem nochmal gleich die Onigiri-Holzschachtel und die Häschen-Aktenmappe waren, finde ich hoffentlich auch ohne Visitenkarten so bald wie möglich heraus und trage es dann sofort hier nach (Hilfe erwünscht >.<).

Abschließend wollte ich mir übrigens noch einen Manga als Reiselektüre am Bahnhof kaufen und musste feststellen, dass die Fans den dortigen Buchladen mit seinem wirklich riesigen Manga-Angebot fast komplett leer gekauft hatten. Das war schon ein beeindruckender Anblick, auch wenn ich so natürlich am Ende doch nichts zu Lesen hatte. Im Gegensatz zum Japantag, an dem schon immer extra Mangatische aufgebaut werden, war der Laden auf den riesigen Ansturm während der Dokomi wohl nicht ganz vorbereitet gewesen. Irgendwas sagt mir, dass das nächstes Jahr vermutlich anders aussehen wird. :D

Montag, 3. September 2018

Kultur, Popkultur und jede Menge Menschen - der Japantag in Düsseldorf

Der Mai blieb weiterhin kunterbunt und gönnte mir keine Pause. Am Samstag, dem 26. Mai war es einmal wieder Zeit für den Japantag in Düsseldorf. Ich besuche diese Veranstaltung seit fast fünfzehn Jahren regelmäßig und habe sie wachsen sehen. Mittlerweile ist sie so groß und zieht vor Allem solche Zuschauermassen an, dass ich es nur noch die ersten 2-3 Stunden nach Eröffnung dort aushalte, danach wird mir das Gedränge einfach zu groß.

Aber so ein kurzer Besuch zum Stände und Cosplay bewundern, das muss einfach sein. Das Wetter war in diesem Jahr ganz wunderbar und bescherte mir einen der ersten Sonnenbrände des Sommers. Die Stände beim Japantag sind meist ähnlich. Verschiedene Regionen Japans stellen sich mit Infomaterial vor, NHK mit dem populären Masskottchen Domo ist vor Ort und man kann einen Einblick in verschiedene japanische Traditionen gewinnen. So konnte man sich auch in diesem Jahr wieder im Go-Spielen versuchen, es gab Ikebana und Origami und die Möglichkeit, einen Kimono anzuprobieren oder seinen Namen auf Japanisch geschrieben zu bekommen. Auf der großen Bühne gab es beispielsweise Darbietungen von Taiko-Trommlern und etwas abseits konnte man verschiedene japanische Kampfsportarten kennenlernen.


Natürlich konnte man auch ordentlich Geld dalassen. Es gab Stände mit traditionellen Dekorationsartikeln, aber natürlich auch vieles aus dem Manga-und-Anime Bereich. Seit meinem letzten Besuch vorletztes Jahr (letztes Jahr ließ mich die deutsche Bahn nicht einmal meinen Wohnort verlassen...) hatte sich sogar etwas am Aufbau verändert. Die japanische Popkultur hatte nun ihren eigenen, gebündelten Standort, wo sich auch ein paar Künstler und Verlage vorstellten.

Für mich blieb es aber ein recht günstiger Besuch, nach zwei Conventions innerhalb eines Monats sah es aber finanziell eh etwas mau aus. :D So nahm ich lediglich zwei klitzekleine Glücksbringer mit - tatsächlich sind sie kleiner als ein Centstück. 


Außerdem gönnte ich mir ein Onigiri und einen gekühlten, ungesüßten Tee, die ich am Rheinufer zu mir nahm, von wo aus ich wunderbar bequem die vorbeiziehenden Kostüme betrachten konnte.


Am frühen Nachmittag machte ich mich dann wieder auf den Heimweg. Das Feuerwerk würde ich mir zwar liebend gerne einmal nicht nur im Fernsehen anschauen, aber irgendwie ist mir das einfach zu stressig. Ich bin mir auch nicht einmal sicher, ob ich es als Bahnfahrer danach tatsächlich noch nach Hause schaffen würde, also muss ich mich wohl auch in Zukunft mit dem Service des WDR begnügen, der das schöne Feuerwerk schon seit vielen Jahren immer live im TV überträgt und dem meistens auch noch ein paar Minuten (chronisch leider eher schlecht recherchierte *hüstel*) Berichterstattung vom Tag hinzufügt. Man kann halt nicht immer alles haben, und schön ist es auch so.

Dienstag, 15. Mai 2018

Japan zu Gast in Münster - Rundgang über die erste EpicCon

Im Februar gab es mal wieder eine neue Convention zu entdecken. Das für mich bisher immer eher veranstaltungsarme Münster wartet in 2018 nämlich gleich mit zwei neuen Conventions in der Halle Münsterland auf. Die erste davon, die EpicCon, fand am 03. und 04. Februar statt.

Tickets wurden wie gewohnt bereits im Vorfeld gesichert und waren dank eines Rabattflyers, der uns im Dezember bei der German Comic Con in Dortmund zugesteckt wurde, sogar noch günstiger als ohnehin schon. Da kommt natürlich Freude auf, denn so bleibt mehr Geld zum Vor-Ort-Ausgeben! ;)

Beim Einlass hatte es am Samstag wohl die eine oder andere Komplikation gegeben, am Sonntag schien man aber nachgebessert zu haben. Als wir (jedoch nicht gleich zur Eröffnung, man hat ja Erfahrung...) an der Halle eintrafen, mussten wir nicht lange warten, obwohl jeder Besucher eine Taschenkontrolle über sich ergehen lassen musste.

Drinnen bot sich uns das typische bunte Convention-Bild. Dass die EpicCon einen Schwerpunkt auf Japan und seiner Popkultur hat, wurde aus den Ständen der Händler und Zeichner und anderen Künstler deutlich. Es gab alles, was das Manga-Fanherz begehrt, aber auch einige Stände mit eher traditionellen japanischen Artikeln wie Geschirr. Auf einer Bühne in der Halle mit den Händlern gab es auch Darbietungen mit japanischer Musik und Tanz.

Doch auch Besucher, die sich nicht so für Japan erwärmen können, kamen auf ihre Kosten. Auch Zeichner aus anderen Genres hatten ihre Stände auf der Con aufgeschlagen und einige Stände bedienten diverse populäre Fandom-Bereiche. Und obwohl es insgesamt wirklich nicht wenige Stände gab, wäre bei einer Folgeveranstaltung tatsächlich noch Luft nach oben: Im Vergleich zu anderen Conventions hatte man zwischen den Reihen mit Ständen doch noch einiges an Platz!

Wir verbrachten an diesem Tag neben dem Einkaufsbummel bei den Ständen einige Zeit mit Spielen: Es gab Brett - und Geschicklichkeitsspiele auszuprobieren, ein riesengroßes Schaumgummi-Vier-Gewinnt sowie - riesige Begeisterung unsererseits - alte Videospiele. So zog bestimmt wieder eine Stunde ins Land, während wir uns bei Mario Kart Double Dash hitzige Duelle lieferten. Nur echt am Röhrenbildschirm, versteht sich. Gut waren wir zwar zu unserem Entsetzen nicht, aber wir hatten richtig Spaß!

Zufällig gerieten wir dann in einen lustigen Auftritt des lokalen Comic Planets. Die schmissen einfach mal großzügig Geschenke in die Menge. Hunderte Tütchen mit Yu Gi Oh!-Stickern, Sammelkarten-Booster, Gummibärchen, aber auch DVDs. Das war wie Karneval, nur deutlich cooler. :D

Am Ende des Tages waren wir dann mal wieder ziemlich platt. Zum Abschluss noch flott meine Ausbeute von diesem Tag:



Die Katzen-Handytasche stammt von Reflektierend, klein daneben ist ein Glöckchen-Anhänger in Hasenform. An meiner Tür neu hinzugekommen ist das coole Poster mit der Gasmasken-Ente von Kibori Art. Und sehr spontan und heftig verliebt habe ich mich in das Katzen-Toastbrot von Yppy.

Montag, 8. Januar 2018

Shopping und Kultur in Düsseldorf

Sooo, die erste Hürde ist überwunden: nach ewiger und wirklich nervtötender Arbeit sind nun sämtliche Fotos zurück auf dem Blog. Photobucket kann nun gerne einen langsamen, qualvollen Tod sterben, sie haben es nicht anders verdient. Ich jedoch kann mich endlich den noch ausstehenden Berichten widmen. Also, auf gehts!

Gleich nach meinem Besuch im Kölner Zoo stand ein Besuch bei der "Konkurrenz" an: es ging nach Düsseldorf! Und ja, ich mache keinen Hehl daraus, im persönlichen Städtevergleich siegt diese für mich ganz klar. Auch der imposanteste Dom kommt für mich eben nicht an gegen das größte japanische Viertel des Landes ;)

Und genau dahin führte mich mein Weg an diesem Tag zuerst auch. Shopping in der Immermannstraße stand auf dem Programm und ich war im Paradies. Die Straße bietet eigentlich alles, was das Herz von Japanliebhabern verlangt: asiatische Lebensmittelmärkte, Schreibwaren, Essen - von traditionell bis Popkultur wird jeder fündig. Ich habe hier mal einen winzigen Teil der Ausbeute dieses Besuchs zusammengetragen:


Das obere Bild zeigt ein Eis. Der Taiyaki-Form wegen konnte ich einfach nicht widerstehen. Und was soll ich sagen, es war superlecker! Die Füllung bestand aus Vanilleeis und roter Bohnenpaste. Würde ich jederzeit wieder gerne essen. :)

Unten dann noch zwei Getränke, die ich ausprobiert habe. Pocari Sweat, der  isotonische Drink mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Namen, ist euch bestimmt auch schonmal im einen oder anderen Manga oder japanischen Film untergekommen. Bei so großer Bekanntheit musste ich es natürlich auch mal testen. Wird aber nicht mein Favorit, ist mir einfach zu süß.

Das zweite Getränk, welches ich getestet habe, war dann Lotte Milkis aus Korea. Meine Mutter fand es grässlich, mir hat es aber gut geschmeckt. Das war übrigens das erste Mal in meinem Leben, dass ich ein Milchgetränk mit Kohlensäure getrunken habe. Ich fand es auf angenehme Art und Weise süß und trotzdem erfrischend.


Etwas fürs Auge gab es natürlich auch. Meine Wahl fiel dabei auf eine Solar-Maneki-neko, Stäbchenbänke in Kranichform und ein kleines Pack mit einer Überraschungs-Pokémon-Figur. In meinem Fall gab es ein niedliches Nekkoala! ♥

Mit vollen Taschen ging es dann gegen Mittag weiter zu einem ganz anderen Programmpunkt. Im Museum Kunstpalast fand bis Ende August eine Ausstellung zum Maler Lucas Cranach statt. Ich habe das Gefühl, dass der Name heute vielen Menschen in meinem Alter gar kein Begriff mehr ist, aber als gebürtige Wittenbergerin sind mir die Werke des Zeitgenossen und Freundes von Martin Luther natürlich von jeher vertraut. Ganz klar, dass ich mir die Gelegenheit, eine solch umfassende Werkschau in Nordrhein-Westfalen zu sehen, nicht entgehen lassen wollte!

Die Ausstellung erwies sich dann auch als sehr umfangreich und interessant. Neben den Informationen, die es während des Gangs durch die Ausstellung zu lesen gab, lohnte es sich auch sehr, den Audioguide zur Unterstützung zu nutzen, der einen auf zahlreiche weitere Aspekte in den gezeigten Kunstwerken aufmerksam machte, die man sonst möglicherweise übersehen hätte. Um alles zu sehen, verbrachten meine Mutter, die mich begleitet hatte und ich den ganzen Nachmittag im Museum. Danach waren unsere Köpfe aber auch regelrecht überfüllt mit Eindrücken und Informationen, sodass es gar nicht so furchtbar schlimm erschien, dass uns für die Dauerausstellung des Museums keine Zeit mehr blieb. Nach der hervorragenden Gallen-Kallela Ausstellung vor einigen Jahren war dies nun die zweite auf der ganzen Linie überzeugende Ausstellung, die ich im Museum Kunstpalast besuchen durfte.

Ziemlich erschöpft, aber auch sehr zufrieden ging es dann gegen Abend wieder nach Hause. Solche schönen Ausflüge könnte es für mich ruhig öfter geben. ;)

Mittwoch, 30. August 2017

Winzig kleiner Dokomi-Nachbericht + Tagesausbeute

Dieses Jahr zog es mich an Pfingsten wieder für einen Tag nach Düsseldorf auf die Dokomi. Den geplanten Besuch beim Japantag hatte ich abblasen müssen, da die liebe deutsche Bahn meinte, es sei ein guter Tag, den Bahnverkehr zwischen meiner Stadt und Düsseldorf einzustellen. Stundenlang, wegen einer ominösen Störung, deren genaue Natur ich bis heute nicht ergründen konnte. Danke nochmal dafür... Aber zurück zur Dokomi: zwar hatte ich im Vorfeld gelesen, dass das Gelände in diesem Jahr vergrößert werden sollte - mit den Ausmaßen, die mich dann vor Ort erwarteten, hätte ich jedoch niemals gerechnet! Besonders die Zeichnermeile, mein Lieblingsteil der Dokomi, war zu gigantischer Größe herangewachsen. Hunderte Künstler präsentierten ihre Werke, und ich verbrachte wirklich fast den ganzen Tag nur in dieser einen Halle, um mir jeden Stand einmal ansehen zu können. Die Taktik "Erst schauen, später Kaufen" funktionierte da dann allerdings nicht mehr so gut - das eine oder andere, was mir beim Rundgang aufgefallen war, fand ich danach leider niemals wieder T_T 

Trotzdem brachte ich von meinem Besuch natürlich das eine oder andere gute Stück mit, und diese Ausbeute möchte ich euch nun an dieser Stelle noch kurz präsentieren:


Legen wir am besten mit der Ausbeute von der Zeichnermeile los. 
  • Die zwei Star Wars Postkarten stammen von Ars Fantasio. Beide geniale Motive hätte es auch als Poster gegeben, aber mir geht leider so langsam der Platz an den Wänden aus, zumal an diesem Tag (siehe nächstes Bild) schon neue Poster dazugekommen waren. :D
  • Die kleine Katzen-Wundertüte stammt von Nowakis und enthielt jede Menge supersüßen Cat Content ♥
  • Die KaKAO-Karte mit der Katze im Mond habe ich bei einem Spiel am Stand von Trahho gewonnen
  • Die Postkarte mit Reh und Hase im Schnee stammt von Erdbeerfröschchen
  • Der Entenfamilien-Block wurde entworfen von Melanie Stoll 

 

Weiter geht es mit den erstandenen Postern:
  • Das Katzen-Eiscreme-Poster stammt aus der Feder von Zwiebelprinz
  • Der Fuchs mit einem Zitat aus dem Kleinen Prinzen kommt von Jennaris
  • Die Rotkehlchen unter dem Pilz stammen wieder von Erdbeerfröschchen, deren Bilder es mir an diesem Tag wirklich angetan hatten ♥
 Natürlich konnte ich meine Fingerchen aber auch nicht ganz von einigen Sachen abseits der Zeichnermeile lassen:

Pokémon-Ramune!

Kleine Schüsselchen im Katzen und Kaninchen-Design, auch von innen absolut entzückend designed ♥

Totoro-Federmäppchen und Mappe sowie Notizbüchlein von Molang

Häschen-Anhänger. Weil einfach niedlich und so 

Für mich war es in jedem Fall ein sehr gelungener Tag auf der Dokomi. Es war eine ziemliche Reizüberflutung und am Ende war ich auch echt platt, aber dafür habe ich unheimlich tolle neue Künstler entdecken dürfen und meinen Hausstand um einige schöne neue Dinge erweitern können. Hoffentlich kann ich nächstes Jahr auch wieder mit dabei sein!



Montag, 30. Mai 2016

Zwischen Tradition und Popkultur - Der Japantag 2016 in Düsseldorf

Seit über zehn Jahren ist der Japantag für mich ein Datum, das ich mir ganz dick im Kalender anstreiche. So war ich auch in diesem Jahr glücklich, wieder einmal hinfahren zu können. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, als ich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn aus dem Zug in Düsseldorf sprang und ich reihte mich in die riesige, bunte Völkerwanderung mit ein, die sich zu Fuß auf den Weg zur Rheinuferpromenade machte. Bei diesen Menschenmassen dauerte der nicht einmal zwei Kilometer lange Weg freilich etwas länger, aber dennoch erreichte ich das Veranstaltungsgelände kurz nach Beginn und stürzte mich sogleich ins Getümmel. 

Zunächst einmal galt es, an den Ständen entlangzubummeln. Jedem, der den Japantag besucht, würde ich übrigens ebenfalls empfehlen, das Ständeschauen nicht auf den Nachmittag zu verschieben. Es wird nicht leerer bei dieser Veranstaltung und am Anfang hat man noch halbwegs Chancen, das Ganze in einem annährend entspannten Zustand zu bewältigen. ;)

Da der Japantag ein beliebter Anlaufpunkt für Mangafans ist, gab es natürlich viel in dieser Richtung zu sehen. Mein Favorit waren da natürlich wieder die Stände mit all den superniedlichen Plüschtieren. Beim Anblick der riesigen Amuse-Hamster dachte ich wieder mal bei mir: Eines Tages... :D


Auch Künstler und Mangaka waren auf der Veranstaltung anzutreffen, darunter Midori Harada, die am Stand der Kinderhilfsorganisation Friedensdorf International ihr zuckersüßes Bilderbuch "A Fluffy Polar Bear" präsentierte. Zu diesem gibt es einen Film bei Youtube, den ich euch nicht vorenthalten will:


Doch natürlich wurde nicht nur Mangamerchandising angeboten, sondern es gab auch ganz viel Traditionelles zu bestaunen - Kimonos mit allem Zubehör zum Beispiel, japanische Windspiele, die beliebten Daruma-Glücksbringer und noch vieles mehr. 


Wer lieber selber tätig werden wollte anstatt nur zu Schauen, für den fand sich auch wieder ein reichhaltiges Angebot. Japanisch-Schnupperkurse wurden angeboten, man konnte das japanische Go-Spiel ausprobieren oder sich im Origami-Falten üben. 


Auf dem Burgplatz stand wie in jedem Jahr die große Bühne, auf der es einiges an Programm gab. Ich schaute mir die ersten beiden Programmpunkte nach der Eröffnung an, nämlich den Auftritt der dienstältesten deutschen Taiko-Trommelgruppe Tentekko sowie die extrem süße Tanzvorführung der Kinder aus dem japanischen Kindergarten in Düsseldorf.
Zweisprachige Moderation auf der großen Bühne 
Leider habe ich nach dem diesjährigen Japantag viel Schlechtes über die Veranstaltung gehört. Viele "Normalos" haben sich beschwert, die Veranstaltung sei zu voll gewesen und ihren Frust dann auf wirklich inakzeptable Weise in Form eines Shitstorms an der Manga - und insbesondere auch der Cosplaycommunity ausgelassen. Dieser ging stellenweise weit unter die Gürtellinie und kehrte dabei einmal wieder das hässlichste aller deutschen Gesichter nach außen. So etwas ist traurig, schließlich ist der Japantag doch ein fröhliches Fest, bei dem alle Spaß haben wollen - und das bisher auch immer konnten. Auch bei Japantagen, die genauso gut besucht waren wie der Diesjährige. Woher also kommt plötzlich dieser Hass?
Nur meine persönliche Meinung, aber bedauerlicherweise scheint mir die Auseinandersetzung symptomatisch für die aktuelle Stimmung in der Gesellschaft, in der die Toleranzgrenze für alles irgendwie Andere oder Fremde/Fremdartige rapide gesunken ist während der Aggressionspegel steil nach oben gewandert ist. Eine bedenkliche Entwicklung, die sich so hoffentlich nicht weiter fortsetzen wird.

Ich jedenfalls komme gerne im kommenden Jahr wieder und freue mich auf einen friedlichen und bunten Tag auf dem Japantag in Düsseldorf!

Sonntag, 22. Mai 2016

Japantag-Ausbeute

Junge Junge, was für ein (vorgezogenes und verlängertes) Wochenende liegt da gerade hinter mir. Von Donnerstag an bis Samstag Abend war ich nur unterwegs - über fehlende Unterhaltung kann ich mich nun also wahrlich nicht mehr beschweren. Viel zu Bloggen gäbe es auch. Das Problem ist nur: heute fühle ich mich aus unerfindlichen Gründen wie zerschlagen. :D

Deswegen gibt es heute auch nur einen kleinen Einblick in das vergangene Wochenende in Form meiner Japantag-Einkäufe. In diesem Jahr hat es mich zum Stand von Miyakodori gezogen, der es mir mit seinen Produkten, die so wundervoll das traditionelle Japan und die Kawaii-Kultur verbinden, schon im letzten Jahr angetan hatte. Und im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich dieses Mal genug Geld, mir auch tatsächlich etwas zu kaufen anstatt nur begeistert staunend zu schauen. Und das ist es geworden:
Häschen-Fächer 

 Glückshasenfamilie ♥

Es gab noch so viele schöne andere Dinge, an diesem wie auch an anderen Ständen, sodass die Entscheidung gar nicht so leicht fiel. Ein Furin - also ein japanisches Windspiel - hätte ich zum Beispiel auch gerne gehabt. Oder so einen unglaublich niedlichen Amuse-Plüsch-Hamster. Natürlich konnten meine Finanzen aber einmal wieder bei weitem nicht mit meinen Wünschen mithalten, warten in den kommenden Wochen doch noch einige andere Aktivitäten auf mich, die auch bezahlt werden wollen...

Ein richtiger Bericht zum Japantag folgt natürlich auch noch in der näheren Zukunft, ebenso wie Berichte von der Maiwoche in Osnabrück sowie dem Das Schloss rockt Festival in Münster. Wenn ich die Fotos durchgesehen habe und nicht mehr ganz so müde bin. Jetzt werde ich mir erst einmal mein Buch und einen Energydrink schnappen und mich in irgendeine Ecke fläzen. Und das wird vermutlich auch so ziemlich das Einzige sein, zu dem ich heute noch im Stande sein werde. :P

Donnerstag, 3. März 2016

Hina-Matsuri

Heute wird in Japan das traditionelle Fest Hina-Matsuri begangen. Das Fest wird auch gerne als Mädchen - oder Puppenfest bezeichnet. Zur Feier dieses Tages stellen Familien mit Stoff überzogene Podeste auf, auf denen dann Puppen platziert werden. Die Puppen sind sehr aufwändig gestaltet und in traditionelle Kimonos gehüllt. Sie stellen den Kaiser und die Kaiserin sowie ihren Hofstaat dar.

Doch Japan wäre nicht Japan, wenn es das Ganze nicht auch in niedlicher Ausführung gäbe. So ziert mein Anime-Regal schon seit vergangenem Monat - die Puppen werden - traditionell etwas im Voraus aufgestellt - dieses kleine Puppenpodest:

Die japanische Marke san-x hatte die Vorlage anlässlich eines Jubiläums vor einiger Zeit zum kostenlosen Download angeboten. Ein bisschen Schnippeln, ein bisschen Falten - fertig war das eigene Hinamatsuri-Podest! Ich fand die Idee jedenfalls ziemlich niedlich, auch wenn das ganze zugegebenermaßen etwas untergeht auf meinem chaotischen Regal:


Samstag, 20. Juni 2015

Manga-Einkäufe im Juni

Eigentlich wollte ich jetzt gerade gar nicht zu Hause sitzen, sondern gemütlich über den Annamarkt in Düren schlendern, aber das Leben meint es im Moment irgendwie nicht gut mit mir und meiner Familie. Mein armes Kaninchen hat wieder eine schwere Blasenentzündung und frisst kaum. Wie könnte ich da guten Gewissens den halben Tag unterwegs sein? Also bin ich nun hier, hoffe, dass die Situation morgen vielleicht schon etwas besser aussieht und überlege, womit ich mich heute so beschäftigen soll.

Bei der Gelegenheit ist mir eingefallen, dass ich diesen Monat ein paar schöne Manga - und Japan-bezogene Einkäufe gemacht habe, die ich eigentlich schon längst hier hatte präsentieren wollen. Machen wir das also einfach mal heute. :D

Zur Dokomi nach Düsseldorf habe ich es in diesem Jahr leider nicht geschafft, aber dafür zumindest die Möglichkeit genutzt, bei zwei tollen Künstlerinnen den sich anschließenden Online-Verkauf zu nutzen.
Da wäre zunächst einmal Livanya / Lisa Rau:




Neben einer Postkarte und einem niedlichen Button, der mittlerweile eine meiner Taschen ziert, habe ich ihren Comic "Waldgeflüster" erworben. In diesem geht es um das Mädchen Anouk, welches mit ihrem Totemtier Tam - einem Fuchs - im Wald lebt. Der Frieden der beiden wird gestört, als sie Nachts von Dämonen überfallen werden. Gemeinsam versuchen sie daraufhin, das Rätsel hinter diesen Überfällen zu lösen.
Mir hat der Comic jedenfalls ausgesprochen gut gefallen, besonders die Farbgestaltung mit unterschiedlichen Grüntönen fand ich sehr interessant gemacht und schön anzusehen.
Meinen zweiten Einkauf habe ich bei Re-belle gemacht:
 

Hier gab es für mich drei Postkarten und zwei Kettenanhänger. Wie man unschwer erkennen kann, hat es mir besonders ihr kleines, rosanes Häschen, welches auf den Namen Bunneh hört, angetan. Es ist einfach zu niedlich!
Dann habe ich mir tatsächlich noch den auf dem Japantag aufgekommenen Wunsch erfüllt und mir ein kleines Baby Piraten Alpacasso gegönnt.


Da ich in Deutschland nirgends fündig geworden bin, musste ich es aus London bestellen. So viel Aufwand für ein Plüschtier, das darf man eigentlich echt keinem erzählen als (zumindest körperlich) erwachsener Mensch! :D

Als letztes gab es dann noch zwei Manganeuerscheinungen aus dem Tokyopop-Verlag:
 

"Hiyokoi" Band 1 und 2 erhalten in der Erstauflage nämlich ein paar sehr schöne Extras, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Band 1 kommt mit ShoCo Karte und einem süßen Stickerbogen, Band 2 mit einem Küken-Schlüsselanhänger. Ich bin gespannt, ob die Mangas so süß sind wie die Extras. :)

Sonntag, 31. Mai 2015

Bunte Menschenmassen im Regen - Der Japantag 2015

Gestern war er endlich da, der lang herbeigesehnte Japantag in Düsseldorf. Nachdem ich es in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen nicht hingeschafft hatte, war die Freude umso größer als sich ankündigte, dass es dieses Jahr endlich einmal wieder klappen sollte.

Gegen 10 Uhr machte ich mich mit meiner Familie (ja, Japantag ist bei mir in aller Regel ein schöner Familienausflug) auf den Weg. Beginn war zwar erst um 12, aber als erfahrener Besucher fährt man - besonders mit dem Auto - ausreichend zeitig. Gegen 11 Uhr erreichten wir Düsseldorf, bekamen problemlos einen Parkplatz in unserem Wunschparkhaus und konnten uns gleich ins Getümmel stürzen.

Und wahrlich, ein Getümmel gab es schon um diese Zeit. Die Stände waren zwar noch geschlossen, doch es waren schon genug Cosplayer zum bewundern da. Im Nachhinein bereue ich, dass ich nicht zu diesem Zeitpunkt ein paar Fotos von ihnen machte, denn später sollte ich leider nicht mehr dazu kommen.

Die Zeit bis zum Beginn musste nun natürlich irgendwie rumgebracht werden, also ging es erst einmal zum Anime Castle. In dem kunterbunten Laden hatte die deutsche Mangaka Daniela Winkler (aka FuXx, aka Horrorkissen) ihren Stand aufgeschlagen - die perfekte Chance, endlich Band 3 ihres "Grablicht" Mangas zu erstehen! <3
In dem Laden sah ich auch das Alpacasso meiner Träume - und ließ es stehen mit dem Gedanken, später noch einmal wiederzukommen und es dann, wenn das Geld am Ende noch reichen sollte, zu kaufen. Bööööser Fehler. Im Endeffekt habe ich gestern Abend zu Hause über eine Stunde am PC damit zugebracht, das Ding irgendwo online wieder aufzutreiben und bin schließlich in Großbritannien fündig geworden. Warum auch einfach, wenn es doch umständlich und kompliziert geht? xD

Im Anschluss war noch Zeit für einen Rundgang in der schönen Düsseldorfer Altstadt. Den ersten Regenguss des Tages verbrachten wir in einem der zahllosen Straßencafés bei einer Cola (und im Falle meines Vaters einem Altbier), den zweiten auf der Terasse eines Eiscafés. Dann standen noch der obligatorische Besuch auf dem Markt, im Senfladen und beim Bärentreff an, bevor es gegen 12:30 Uhr zurück zur Rheinpromenade und dem Japantag ging.

Mittlerweile war es so voll geworden, dass man auf die beliebtesten Ständen nur noch mit Geduld und Drängelei überhaupt einen Blick werfen konnte. Ein paar Mal kämpfte ich mich nach vorne durch, aber die Lust, mich irgendwo anzustellen um etwas von den teilweise wunderschönen Dingen, die es zu sehen gab, zu kaufen, hatte ich nicht. Hier einfach mal ein paar Impressionen, was es so zu sehen gab:


 Japanische Windspiele

Soooo viele Glückskatzen!

Traditionell und kawaii schließt sich nicht immer aus.

Leider hatte sich das Wetter an diesem Tag mal wieder gegen die Besucher verschworen. Der Regen wurde stärker und alle, die noch einen Platz fanden, stellten sich an den Verkaufs - und Infoständen unter. Noch irgendetwas zu sehen, war ein Ding der Unmöglichkeit. In kürzester Zeit waren wir durch bis auf die Haut und kalt geworden war es auch. Als der Regen noch einmal kurz aufhörte, kämpften wir uns bis zur Fressmeile durch, denn auch zu Essen und zu Trinken gibt es auf dem Japantag immer einiges Tolles:


 Köstliche Onigiris!

Zum Essen besorgte ich mir zwei Onigiris, also Reisbällchen. Eines war mit Lachs gefüllt, das andere mit Hähnchen-Teriyaki. Beide waren absolut köstlich!

Beim Trinken kam ich an dieser niedlich-bunten Flasche nicht vorbei:



 Heidelbeer-Ramune

Ramune mit Heidelbeer-Aroma. Schmeckte für mich zwar eher nach Mäusespeck als nach Frucht, aber lecker war es trotzdem. Faszinierend war auch die Flasche, deren Prinzip zu verstehen mich eine ganze Weile kostete. Im Flaschenhals befindet sich nämlich eine kleine gläserne Murmel, die erst einmal mit dem mitgelieferten Stopfen in die Flasche gedrückt werden muss. Durch die Form der Flasche bleibt die Murmel dann im oberen Bereich der Flasche und klimpert dort beim Trinken fröhlich vor sich hin. :D

Früher als erhofft traten wir dann den Rückzug nach Hause an. Das Wetter wollte einfach nicht besser werden und durch die sich an den Ständen unterstellenden hatte man leider eh keine Chance mehr, sich noch irgendwas richtig anzuschauen. Vom Programm haben wir so dieses Jahr eigentlich gar nichts mitbekommen, obwohl ich so gerne eine der Taiko-Vorführungen gesehen hätte.

Gegen Abend, als wir schon längst wieder zu Hause waren, wurde das Wetter zum Glück wohl wieder etwas gnädiger. Alles andere wäre auch ein Jammer gewesen für den alljährlichen Abschluss der Veranstaltung, das große japanische Feuerwerk. Das diesjährige Motto war "Die Kunst der Mode" und konnte für alle Daheimgebliebenen und Früher-gegangenen wie schon seit Jahren im WDR live bewundert werden. Selbst vor dem Fernseher versetzte es einen in Begeisterung zu sehen, wie Blumen, Smileys, Herzen und der abschließende große Goldregen das Rheinufer erhellten!

Und damit war er dann auch schon wieder vorbei, der Japantag. Insgesamt war es für mich ein schöner Ausflug, auch wenn ich mich wieder einmal zehn Jahre zurückgesehnt habe, als der Japantag noch nicht ganz so bekannt und überlaufen war. Wer heute dorthin fährt, sollte nämlich definitiv Engelsgeduld, Drängelskills erster Klasse und Furchtlosigkeit im Angesicht von wirklich großen Menschenmassen mitbringen. Ich komm trotzdem wieder. Hoffentlich schon nächstes Jahr. :D

Sonntag, 12. Oktober 2014

Eine kleine Bastelei: Filz-Onigiri

Von Zeit zu Zeit überkommt mich immer mal wieder die Lust zum Basteln. In letzter Zeit hat es mir besonders Bastelfilz als Material angetan, woraus vor einer Weile ein selbstgenähtes, kleines Plüschtier geworden ist. Dieses möchte ich euch gerne einmal vorstellen:

 Voilà, mein eigenes Kuschel-Onigiri :D Dieses kleine Reisbällchen entstand in Folge meines diesjährigen Dokomi-Besuches. Es ist nicht perfekt geworden (z.B. ist das Nori-Blatt nicht ganz in der Mitte gelandet ^^), aber ich mag es trotzdem sehr gerne. 
Es ist handgenäht und alles, was ich dafür benötigt habe war Bastelfilz in verschiedenen Farben, Garn und Watte für die Füllung.

Das Onigiri lebt nun mit meinen zahlreichen *hüstel* anderen Plüschtieren auf meinem Bett und wurde auch schon von meinem Kater begeistert angeschmust :)

Dienstag, 7. Oktober 2014

Buchrezension: Banana Yoshimoto - Federkleid

Autor: Banana Yoshimoto
Titel: Federkleid [Japanisches Original: Hagoromo]
Erschienen: 2003 [Deutschland: 2008]

In Banana Yoshimotos "Federkleid" geht es um Hotaru, deren Beziehung gerade zerbrochen ist und die zunächst sehr darunter leidet. Sie bemerkt erst nach dem Ende der Beziehung, wie sehr sie sich von ihrem Partner abhängig gemacht hatte und muss ihr Leben quasi wieder bei null beginnen. Man folgt nun in dem Roman Hotarus Gedanken und Gefühlen und sieht, wie sie ganz langsam wieder ins Leben zurückfindet.

"Federkleid" ist ein leises Buch von großer Schönheit, wie es meiner Meinung nach nur aus Japan kommen kann.

Dazu, wie man es im Gesamtwerk von Banana Yoshimoto einordnen kann, kann ich leider nichts sagen, da es mein erstes Buch dieser Autorin ist. Meine Erwartungen und Hoffnungen wurden jedenfalls vollauf erfüllt und es wird mit Sicherheit nicht das einzige Buch von Frau Yoshimoto bleiben, das den Weg in mein Bücherregal finden wird.

Meine Wertung:

♥ ♥ ♥ ♥
[4/5]

Mittwoch, 4. Juni 2014

Buchrezension: Federica De Cesco - Die goldene Kriegerin

Autor: Federica De Cesco
Titel: Die goldene Kriegerin

In Federica De Cescos (Jugend)buch "Die goldene Kriegerin" begibt sich der Leser ins Japan des ausgehenden 12. Jahrhunderts. Hauptperson ist die Kriegerin Tomoe Gozen, die von ihrem Leben erzählt. Sie wächst zusammen mit ihren drei Geschwistern und dem Ziehbruder Komao-Maru in einer höher gestellten japanischen Familie auf. Die Geschwister werden alle zu guten Kämpfern ausgebildet und Tomoe, die Tochter des Drachen, besitzt zudem die Fähigkeiten, zu den Tieren zu sprechen. Noch vor ihrem Eintritt ins Erwachsenenalter schwören die vier Geschwister Komao-Maru ewige Treue. Als Komao-Maru dann bei seinem Eintritt in die Welt der Erwachsenen von seiner wahren Herkunft erfährt, beschließt er, Rache an Verrätern aus seiner eigenen Familie zu nehmen und steigt durch seine kriegerischen Erfolge rasch hoch auf in der japanischen Gesellschaft. Natürlich macht er sich damit nicht nur Freunde, doch die vier Geschwister, die ihren Eid nicht vergessen haben, bleiben immer an seiner Seite und unterstützen ihn auf seinem Weg... 

Die von Federica De Cesco erzählte Geschichte ist teilweise historisch, jedoch ist unsicher, ob Tomoe Gozen wirklich gelebt hat. Behauptet der Klappentext des Buches, dass es hier hauptsächlich um die unerwiderte Liebe von Tomoe zu ihrem Ziehbruder geht, liegt das eigentliche Hauptaugenmerk eher auf den Taten eben jenes Ziehbruders und den Intrigen des Altkaisers. Die wenigen Liebesszenen wirkten auf mich beim Lesen eher störend, da sie mir zwischen all den Schlachtschilderungen zu kitschig und deplaziert vorkamen. Der Schreibstil des Buches hat mir hingegen gut gefallen und auch die Einblicke, die man in die japanische Gesellschaft jener Zeit erhält, waren sehr interessant. 

Insgesamt also ein gutes Buch, wenn man sich nicht vom Klappentext irreführen lässt, denn eine Liebesgeschichte findet man hier meiner Meinung nach wirklich nur am Rande. Vielmehr geht es um Ehre und Loyalität und die Kampfszenen und Schilderungen der politischen Lage sind sehr ausführlich. Das alles finde ich äußerst positiv, jedoch hätte das Buch meiner Meinung nach anders beworben werden müssen, denn so kann es für den einen oder anderen leicht zu einem Fehlkauf kommen, weil das Versprochene nicht mit dem Inhalt im Einklang ist.

Meine Wertung:

♥ ♥ ♥
[3/5]