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Samstag, 19. Oktober 2019

Keltische Kultur im tiefen Westen: Die Celtic Euregio Days in Herzogenrath-Merkstein

An einem sengend heißen, letzten Juniwochenende fanden in Herzogenrath-Merkstein erneut die Celtic Euregio Days statt. Viel Zeit hatte ich in diesem Jahr leider nicht, aber wenigstens einen kurzen Besuch bei der Veranstaltung des deutsch-schottischen Freundschaftsbundes ließ ich mir nicht nehmen.

Wie bereits im vergangenen Jahr (s. hier), fanden die Celtic Euregio Days auch 2019 wieder auf dem Gelände der Zeche Grube Adolf statt. Auch der Eintritt war erneut frei. Mittlerweile schien sich die Durchführung der Veranstaltung auch herumgesprochen zu haben, denn sie war von Anfang an sehr gut besucht.

Gute Laune schon bei der Eröffnung

Das war aber auch kein Wunder, gab es doch wieder ein vielseitiges und reichhaltiges Bühnenprogramm. Allein während meines eher kurzen Besuchs konnte ich die mittelalterlichen Spielleute von Spielmannsfeuer, den fullminanten Einzug von White Hackels Pipes & Drums sowie die offizielle Eröffnung mit ansehen. Später standen noch weitere Celtic Folk Acts sowie Tanz und Vorführungen zur historischen Lebensart der Hochlandschotten auf dem Programm.

White Hackels Pipes & Drums halten Einmarsch

Neben dem vielseitigen Bühnenprogramm lohnte sich auch ein Gang durch das historische Zeltlager, denn dieses war auch in diesem Jahr wieder mit viel Liebe zum Detail errichtet worden. Außerdem waren auch alle Teilnehmer wieder sehr engagiert, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und das Lager auch ordentlich zu beleben. Es wurde ebenso gekocht wie gekämpft und besonders die Kinder freuten sich, wenn sie unter Aufsicht selbst einmal das Gewicht eines Schwertes spüren oder einem spannenden Übungskampf zuschauen durften.

Blick auf das gemütliche, historische Zeltlager

Obwohl ich wie gesagt leider nur einen kurzen Besuch einrichten konnte, hatte ich da doch schon den Eindruck, dass auch die zweite Auflage der Celtic Euregio Days wieder ein voller Erfolg zu werden schienen. Ich wünsche mir das jedenfalls, denn es wäre sehr schön, wenn diese interessante Veranstaltung in der Aachener Region noch lange weiter fortbestehen würde.

Samstag, 19. Januar 2019

Klein, aber oho - Das Rodarock Festival in Herzogenrath

Am 11. August fand auf dem Gelände am alten Schwimmbad in Herzogenrath bei Aachen einmal wieder das Rodarock Festival statt. Obwohl quasi ein Heimspiel für mich, war ich seit meiner Schulzeit nicht mehr da gewesen. Irgendetwas war einfach immer dazwischengekommen. Um so erfreulicher fand ich es, dass es 2018 endlich einmal wieder klappen sollte.

Da wir uns jedoch unheimlich kurzfristig entschieden, gab es erst einmal ein paar zeitliche Komplikationen und so verpassten wir mit NV gleich mal die komplette erste Band des Tages. Vom Parkplatz aus konnten wir sie noch hören, aber als wir es auf das Gelände geschafft hatten, verließen sie gerade die Bühne. Wirklich schlechtes Timing unsererseits...

Während wir auf den Beginn der zweiten Band Incomplete warteten, amüsierten wir uns noch ein wenig über unsere Erlebnisse beim Einlass. Dort wurden wir von der netten jungen Dame, welche die Bändchen austeilte nämlich gefragt, ob wir auch schon 18 seien. Mit fast 30, da waren wir uns einig, kann man das langsam schon wieder als schmeichelhaft werten. ;) Und überhaupt: Echte Bändchen. Krass. Sowas hat es früher nicht gegeben! Du liebe Güte, sind wir alt geworden. :P

Als nächstes standen dann We Are Anchors auf dem Programm, die mir persönlich sehr gut gefielen. Will Of Ligeia hingegen, die insgesamt sehr gut ankamen, trafen unseren Musikgeschmack eher weniger. So nutzten wir die Zeit für einen kleinen Rundgang über das Gelände. Dieses war zwar nicht groß, aber trotz der sengenden Hitze gut besucht und wir trafen tatsächlich einige bekannte Gesichter. Wir besorgten uns Verzehrmarken und stellten erfreut fest, dass die Getränkepreise wirklich fair waren. Nur kulinarisch sah es leider etwas mau aus. Ich konnte mich mit den Hamburgern anfreunden, doch für meine Freundin, die kein Fleisch essen wollte, war die Situation etwas schwieriger. Suppe sowie ein sehr sauer eingelegter Gemüsesalat waren da vielleicht nicht die perfekten Alternativen. Auf Anfrage bekam sie zwar ein Hamburgerbrötchen ohne Fleisch, aber sind wir mal ehrlich: dass ist es vielleicht nicht unbedingt, womit man sich über einen langen Festivaltag ernähren möchte...

Aber nun wieder zurück zum Wesentlichen. Im Programm ging es nämlich mit Phoenix' Ashes weiter, die tatsächlich der Grund für unseren Besuch auf dem Festival waren. Die sympathische niederländische Post-Hardcore Band hatte uns einige Monate zuvor als Support der ohnehin großartigen Start A Revolution so überzeugt, dass wir sie unbedingt hatten wiedersehen wollen. Auch auf dem Rodarock überzeugten sie durch einen energiegeladenen Auftritt.


Mit The Pariah stand dann die erste Band des Tages auf dem Programm, die nicht aus der unmittelbaren Umgebung stammte. Die Melodic Hardcore Band aus dem Ruhrgebiet stand da gerade unmittelbar vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums "No Truth", in das man bei ihrem Auftritt auch schon den einen oder anderen vielversprechenden Einblick erhielt.


Die Desasterkids aus Berlin waren mir persönlich vorher vollkommen unbekannt (so ist das eben, wenn man nicht mehr wirklich drin ist in irgendeiner Szene ^^), wurden aber ziemlich schnell zu meiner Neuentdeckung des Tages. Die Musik traf voll meinen Geschmack und die Typen kamen einfach auf der ganzen Linie super sympathisch rüber. Definitiv eine Band, die ich im Auge behalten werden.


Mit Skywalker wurde es dann international auf dem Rodarock. Die Band aus England und Polen brachte einen ziemlich eigenen Stil mit auf das Festival und nennt bei ihren musikalischen Inspirationen nicht umsonst die Deftones.

Mittlerweile war es Abend geworden. Das hatte den unheimlichen Vorteil, dass sich die den ganzen Tag erbarmungslos brennende Sonne so langsam verzog, und mit ihr auch die Wespen, die das Festivalgelände in diesem Jahr wie eine Plage heimgesucht hatten. Mit Our Hollow, Our Home aus Southampton stand nun die drittletzte Band auf der Bühne. Ihr Konzert zählte für mich zu den Besten des Tages und machte mich neugierig, auch nach dem Auftritt näher reinzuhören.


Co-Headliner waren 2018 Napoleon, ebenfalls aus England. Musikalisch nicht ganz unser Fall, vertraten wir uns noch einmal die Füße, besorgten uns das gefühlt 25. Getränk des Tages und warteten auf den allgemein mit Spannung erwarteten Headliner.

Da hatte man sich beim Rodarock nicht lumpen lassen und die Kanadier von Counterparts eingeladen, die das Festival dann auch zu einem beeindruckenden und umjubelten Abschluss brachten.


So ging ein wirklich schöner Tag zu Ende. Nach einem ganzen Tag voll Musik, Hitze und der Flucht vor garstigen Wespen war ich dann aber auch echt froh, dass mir keine lange Heimreise, sondern nur der Rückweg in die Nachbarstadt bevorstand. Und hoffentlich vergehen bis zu meinem nächsten Besuch auf dem Rodarock nicht wieder so viele Jahre, das wäre nämlich wirklich schade drum. ;)

Dienstag, 16. Oktober 2018

Die Schotten kommen! - Die Celtic Euregio Days in Herzogenrath-Merkstein

Diesen Sommer war die Region rund um Aachen aus meiner Sicht wirklich gut bedient mit spannenden Veranstaltungen. Eine davon, die Celtic Euregio Days, fand am 16. und 17. Juni auf dem Gelände der Grube Adolf in Herzogenrath-Merkstein statt und konnte sich wirklich sehen lassen!

Der noch relativ junge deutsch-schottische Freundschaftsbund für Kultur und Soziales e.V. veranstaltete dieses schottisch-irische Musikfest in diesem Jahr zum ersten Mal, und glücklicherweise folgten Viele den einladenden Klängen von Pipes und Drums und statteten dem neuen Fest einen Besuch ab. Die Grenznähe bewirkte dabei, dass auch viele Interessierte aus den Niederlanden ihren Weg nach Merkstein fanden.

Moderne Sicherheitsanforderungen kreativ umgesetzt

Auch ich verbrachte mit einer Freundin und meiner Mutter einen ganzen Nachmittag dort, denn es gab viel zu entdecken. Zunächst einmal wäre da das historische Zeltlager, welches wirklich liebevoll und detailtreu war und so eine große Freude zum Betrachten darstellte. Auch die Lagernden waren alle sehr freundlich und interessiert am Austausch mit den Besuchern und gingen gerne auf Fragen ein. 

Glamping à la Charles Stuart

Außerdem gab es auch einige Verkaufsstände, an denen beispielsweise schottische Wollkleidung oder andere landestypische Dinge angeboten wurden. Und dass auch nach Betrachten aller Lager und Stände keine Langeweile aufkam, dafür sorgte ein vielseitiges und interessantes Programm, welches auch schon im Vorfeld online im umfangreichen Programmheft einzusehen war.

Der Verein Scottish Sounds aus Grevenbroich führte die Zuhörer mit Dudelsäcken und Trommeln in die Welt der traditionellen schottischen Musik ein, während die lokale Band Spielmannsfeuer mittelalterliche Klänge präsentierte. Gegen Ende der Veranstaltung gab es auf der Bühne mit Shindig dann auch noch einmal Irish Folk zu hören.

Irish Folk von Shindig

Doch auch andere, nicht musikalische Programmpunkte wurden geboten. So gab es eine Falknershow, Kampfvorführungen sowie eine Modenschau mit traditioneller schottischer Kleidung. Auch lokale Künstler und Vereine, die Nichts mit Schottland zu tun hatten, wie der Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf, der auch Mitveranstalter war sowie der Folklorekreis Eurode erhielten bei den Celtic Euregio Days ein Forum, sich einem breiteren Publikum vorzustellen. Zu guter Letzt gab es auch noch eine Tombola für den guten Zweck, mit deren Erlös der gemeinnützige Aachener Verein Centro de los Angeles e.V. unterstützt wurde.

Kampfvorführung

Mit den Celtic Euregio Days ist in diesem Jahr eine spannende neue Veranstaltung im Aachener Raum entstanden, deren Erstauflage auf ganzer Linie überzeugte. Umso erfreulicher ist es da doch zu hören, dass das Fest nächstes Jahr in die zweite Runde gehen soll. Angesetzt ist es für das Wochenende vom 29. zum 30. Juni 2019, Veranstaltungsort soll wieder die Grube Adolf in Herzogenrath-Merkstein sein.