Posts mit dem Label Irland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Irland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. Oktober 2018

Die Schotten kommen! - Die Celtic Euregio Days in Herzogenrath-Merkstein

Diesen Sommer war die Region rund um Aachen aus meiner Sicht wirklich gut bedient mit spannenden Veranstaltungen. Eine davon, die Celtic Euregio Days, fand am 16. und 17. Juni auf dem Gelände der Grube Adolf in Herzogenrath-Merkstein statt und konnte sich wirklich sehen lassen!

Der noch relativ junge deutsch-schottische Freundschaftsbund für Kultur und Soziales e.V. veranstaltete dieses schottisch-irische Musikfest in diesem Jahr zum ersten Mal, und glücklicherweise folgten Viele den einladenden Klängen von Pipes und Drums und statteten dem neuen Fest einen Besuch ab. Die Grenznähe bewirkte dabei, dass auch viele Interessierte aus den Niederlanden ihren Weg nach Merkstein fanden.

Moderne Sicherheitsanforderungen kreativ umgesetzt

Auch ich verbrachte mit einer Freundin und meiner Mutter einen ganzen Nachmittag dort, denn es gab viel zu entdecken. Zunächst einmal wäre da das historische Zeltlager, welches wirklich liebevoll und detailtreu war und so eine große Freude zum Betrachten darstellte. Auch die Lagernden waren alle sehr freundlich und interessiert am Austausch mit den Besuchern und gingen gerne auf Fragen ein. 

Glamping à la Charles Stuart

Außerdem gab es auch einige Verkaufsstände, an denen beispielsweise schottische Wollkleidung oder andere landestypische Dinge angeboten wurden. Und dass auch nach Betrachten aller Lager und Stände keine Langeweile aufkam, dafür sorgte ein vielseitiges und interessantes Programm, welches auch schon im Vorfeld online im umfangreichen Programmheft einzusehen war.

Der Verein Scottish Sounds aus Grevenbroich führte die Zuhörer mit Dudelsäcken und Trommeln in die Welt der traditionellen schottischen Musik ein, während die lokale Band Spielmannsfeuer mittelalterliche Klänge präsentierte. Gegen Ende der Veranstaltung gab es auf der Bühne mit Shindig dann auch noch einmal Irish Folk zu hören.

Irish Folk von Shindig

Doch auch andere, nicht musikalische Programmpunkte wurden geboten. So gab es eine Falknershow, Kampfvorführungen sowie eine Modenschau mit traditioneller schottischer Kleidung. Auch lokale Künstler und Vereine, die Nichts mit Schottland zu tun hatten, wie der Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf, der auch Mitveranstalter war sowie der Folklorekreis Eurode erhielten bei den Celtic Euregio Days ein Forum, sich einem breiteren Publikum vorzustellen. Zu guter Letzt gab es auch noch eine Tombola für den guten Zweck, mit deren Erlös der gemeinnützige Aachener Verein Centro de los Angeles e.V. unterstützt wurde.

Kampfvorführung

Mit den Celtic Euregio Days ist in diesem Jahr eine spannende neue Veranstaltung im Aachener Raum entstanden, deren Erstauflage auf ganzer Linie überzeugte. Umso erfreulicher ist es da doch zu hören, dass das Fest nächstes Jahr in die zweite Runde gehen soll. Angesetzt ist es für das Wochenende vom 29. zum 30. Juni 2019, Veranstaltungsort soll wieder die Grube Adolf in Herzogenrath-Merkstein sein.

Samstag, 10. Mai 2014

Das Konzertjahr 2014, Teil 1

An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Rückblick geben auf die Konzerte, die ich dieses Jahres schon so besucht habe.
Eigentlichhatte ich das in einem Beitrag machen wollen, das war aber leider aufgrund der Menge der schon besuchten Veranstaltungen nicht möglich, ohne einen ellenlangen Text zu produzieren... Deswegen habe ich mich entschieden, das Ganze aufzuteilen. Hier nun erstmal Teil 1 :D

25. Januar: Cara, Lagerhalle Osnabrück

Eröffnen durfte den jährlichen Konzertreigen dieses Mal eine Band, die ich vorher noch nicht kannte. Cara kommen aus Deutschland, Irland und Schottland und spielen Irish Folk - und zwar richtig guten, wie ich an diesem Abend erfahren durfte. Das Konzert fand in der Lagerhalle in Osnabrück statt, in der zu diesem Zweck Stühle aufgestellt worden waren. Diese Stühle füllten sich auch sehr bald, wobei meine Begleitung und ich belustigt feststellten, dass wir den Altersdurchschnitt an diesem Abend wohl recht erheblich senkten. Als die Bandmitglieder vor dem Auftritt Flyer verteilten, wollten sie gar erst nicht glauben, dass wir wirklich zum Konzert wollten und uns keine geben ;)

Mit dem Konzert entführten Cara die Zuhörer dann in eine ganz eigene, keltische Welt. Tanzbare Stücke, bei denen man sich kaum ruhig auf den Stühlen halten konnte wechselten sich ab mit wunderschönen Balladen. Richtig lohnenswert war es auch, etwas genauer auf die Texte zu achten. Wer das beispielsweise bei "The Widow's Promise" beherzigte, der konnte sich bald kaum noch halten vor Lachen. Ein besonders schönes Detail fand ich ja auch, dass die Bandmitglieder sich zur Feier das Tages - der 25. Januar ist der Geburtstag des schottischen Dichters Robert Burns - Haggis-Broschen an die Kleidung gesteckt hatten. Sachen gibt's! :D

Nur so nebenbei: Als wir die Location schließlich glücklich und zufrieden verließen, gab es noch eine ganz besondere Seltenheit zu bestaunen: Schnee! An diesem Abend sah ich den einzigen Schnee in Deutschland im gesamten 'Winter' - aber nun zurück zum eigentlichen Thema ;)

Sollten Cara sich jedenfalls noch einmal in die Nähe verirren (was ich bei der Begeisterung des Publikums doch wohl schwer hoffen will), bin ich sicher wieder mit dabei. Und dieses Mal habe ich dann hoffentlich auch genug Geld dabei, um mir eine CD der wundervollen Truppe zuzulegen!

Kleine Soundprobe:


21. Februar: Rapalje, Lagerhalle Osnabrück

Und weiter geht es mit Celtic Folk, wieder in der Lagerhalle, dieses Mal jedoch nicht bestuhlt und aus den Niederlanden: Rapalje! Obwohl ich die Band als fleißiger MPS-Gänger natürlich schon seit Jahren kannte, hatte ich es bisher noch nie zu einem Clubkonzert der vier Schottenrockträger geschafft.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Wiederfinden der Lagerhalle (verdammt, ist Osnabrück eine verwinkelte Stadt!) suchten meine Begleitung und ich uns ein lauschiges Plätzchen in der Menge und dann ging es auch schon los. Dass die Stimmung in der Halle sofort super war, brauche ich eigentlich gar nicht zu erwähnen. Schließlich ist es sowas wie ein Naturgesetz, dass bei Rapalje-Auftritten die Laune sämtlicher Anwesenden sich unmittelbar zum Besten wendet. Da war auch dieser Abend keine Ausnahme. Auch die Setliste dürfte mit Hits wie "Caledonia", "Wat zullen we drinken" oder "Heart of Steele" wohl alle Fans glücklich gemacht haben. Im Anschluss an das reguläre Konzert gab es dann sogar noch eine Zugabe auf den Tischen im Vorraum der Lagerhalle. So sieht ein gelungener Konzertabend aus!

[Den folgenden Absatz können alle ignorieren, die nicht die drei nervtötenden Teenager sind, welche in der ersten Hälfte des Konzertes hinter uns standen: Es geschieht euch sowas von Recht, wenn meine Begleitung euch mit ihrer Anmerkung für den Abend die Laune verdorben hat. Sich mitten ins Publikum zu stellen, um dann während des kompletten Auftritts lauter als die Musik über die besten Haarfrisuren im Freundeskreis zu quatschen, geht einfach mal gar nicht. Solche Leute wie euch mag keiner. Punkt.

Und auch hier nochmal was zum Reinhören: