Manch einem mag es aufgefallen sein: Ich habe eine eigene Kategorie für Buchrezensionen erstellt.
Lange habe ich vorher nämlich überlegt, wie ich das mit den Rezensionen zumindest halbwegs zu meiner Zufriedenheit lösen könnte. Als Blogpost ohne Bilder waren sie mir optisch zu langweilig, mit Bildern blieben die lästigen Urheberrechtsfragen. Da ich schon seit Jahren einen Account bei lovelybook besitze, habe ich mich nun dazu entschieden, meine Bücher im Wesentlichen nur noch dort zu rezensieren und die Kritiken dann hier zu verlinken. Nicht ideal, aber das Beste, was mir eingefallen ist. Für alternative Vorschläge bin ich jederzeit offen, über neue lovelybooks-Freunde freue ich mich! :)
Nun habe ich mir vorgenommen, jeden Monat mindestens drei Rezensionen zu schreiben. Ob alte oder neue Bücher, gerade beendete oder schon vor einiger Zeit gelesene, lasse ich dabei offen. Ich lese insbesondere im Sommer nicht jeden Monat so viel und bin auch kein Trendleser, der immer das Aktuellste von Aktuellen lesen muss. Im vergangenen Monat ist mir meine Vorgabe jedenfalls schonmal gelungen.
Autor: Marko Leino Titel: Wunder einer Winternacht [Finnisches Original: Joulutarina] Erschienen: 2007 [In Deutschland 2008]
Eigentlich bin ich ein bisschen spät dran mit dieser
Buchvorstellung, aber da mir das Buch am Herzen liegt, möchte ich sie
dennoch jetzt und hier veröffentlichen. Es ist nämlich so, dass es sich
bei diesem wunderschönen finnischen Buch um einen Adventskalender
handelt. Aber natürlich kann man es auch einfach so in der
Weihnachtszeit lesen. :)
In "Wunder einer Winternacht" geht es um den kleinen
Nikolas. Dieser lebt lange vor unserer Zeit glücklich und zufrieden mit
seiner armen Fischerfamilie im hohen Norden Finnlands. Sein Schicksal
ändert sich jedoch vom einen auf den anderen Tag, als seine Familie
durch ein tragisches Unglück zu Tode kommt.
Der kleine Junge findet sich plötzlich als Waise wieder und in seinem
ärmlichen Dorf gibt es keine Familie, die sich dauerhaft um den Jungen
kümmern kann. Darum machen die Dorfbewohner einen ganz besonderen Plan:
Jede Familie nimmt den Jungen fortan für ein Jahr zu sich. Jedes Jahr an
Weihnachten muss Nikolas dann weiterziehen. Für die ihm
entgegengebrachte Freundlichkeit bedankt sich der Junge stets mit einem
kleinen Geschenk bei "seiner" Familie. Doch eines Tages nimmt der
Tischlermeister Lisakki, vor dem alle Kinder im Dorf Angst haben, den
Jungen mit zu sich in sein einsames Heim - das Ende für Nikolas'
bescheidenes Glück?
"Wunder einer Winternacht" ist eine wunderschöne
Weihnachtsgeschichte in 24 kurzen Kapiteln. Man kommt gar nicht umhin,
den herzensguten Nikolas, der sich trotz aller Widrigkeiten seine
Freundlichkeit bewahrt, ins Herz zu schließen. Man fühlt stets mit ihm,
und einige Szenen in diesem Buch bringen mich bis heute jedes Jahr
wieder zum schluchzen.
Für mich handelt es sich bei diesem Roman auch wirklich einmal um ein
Buch für die ganze Familie: Sprache und Geschichte sind kindgerecht,
aber auch für Erwachsene wunderbar lesbar. Man wähnt sich in einem
modernen Märchen zur Entstehung des Weihnachtsfestes.
Allen, die Weihnachten mögen und Freude an einem literarischen
Adventskalender haben, möchte ich dieses wunderbare Buch deswegen
wärmstens ans Herz legen. Ein Roman, der auch nach mehrmaligem Lesen
immer wieder zu gefallen weiß!
Meine Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ [5/5]
P.S.:
Wer im allgemeinen Weihnachtsstress keine Zeit zum Lesen findet: "Wunder einer Winternacht"
gibt es auch als Film, und das sogar auf deutsch. Das Buch um den
kleinen Nikolas wurde in Finnland nämlich sehr erfolgreich und überaus
sehenswert verfilmt. Hier einmal der deutsche Trailer: