Im allgemeinen Vorweihnachtsstress habe ich es nicht mehr geschafft, meinen Bericht zum Besuch auf dem Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund am vergangenen Sonntag zu verfassen. Heute ist es schon so spät und morgen werde ich dazu auch keine Muße haben. Das Ganze muss also mindestens mal bis Freitag warten.
Ganz ohne Weihnachtsgrüße wollte ich dann aber doch nicht untertauchen und da traf es sich ganz gut, dass die wunderbaren Herren von Versengold pünktlich zum Weihnachtsfest ein neues Musikvideo veröffentlicht haben, welches ich hier wie üblich gerne vorstellen möchte.
"Die Namen von Millionen" stammt vom aktuellen Studioalbum "Zeitlos" und ist ein sehr nachdenkliches Stück für mehr Vielfalt, Frieden und Toleranz auf dieser Welt. Eine Botschaft, die gerade in diesen Tagen kaum aktueller sein könnte und leider doch viel zu oft überhört wird.
Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest. Genießt die Zeit, lasst euch nicht stressen oder von der Familie in den Wahnsinn treiben, auch wenn es manchmal schwerfällt. ;)
Hoppla - da habe ich doch glatt vergessen, das für Sonntag versprochene Rezept für Lussekatter (Luciakatzen) tatsächlich auch zu veröffentlichen. Darum wird es nun heute etwas verspätet nachgereicht.
Zutaten:
400 g Mehl
Hefe (Angaben auf der Packung für die Menge beachten)
120 g Zucker
75 g Butter
ca. 200 ml Milch (lauwarm)
Safran (ein paar Fäden oder bis zu einem Päckchen Pulver)
1 Prise Salz
1 Eigelb zum Bestreichen
Je 2 Rosinen pro Katze
***
Zubereitung:
Zuerst erwärmt man ein wenig Milch mit einer Prise Zucker und löst dann den Safran in dieser auf. Möchte man Safranfäden statt Pulver benutzen, zerstößt man den Safran im Mörser. Die Menge an verwendeten Safran passt man am Besten dem eigenen Geschmack an. Unsere Lussekatter sind nicht so gelb, weil wir relativ wenig Safran verwenden, da meine Mutter von größeren Mengen Kopfschmerzen bekommt. Am besten testet man ein wenig herum.
Als nächstes geht es an den Hefeteig. Verwendet man wie wir Frischhefe, muss man diese natürlich erst einmal in etwas lauwarmer (keinesfalls zu warmer!) Milch mit einer Prise Zucker ansetzen. Das fertige Gemisch gibt man dann zum Mehl und gibt im Anschluss Zucker, Butter und Salz dazu. Zuletzt wird nach und nach die lauwarme Milch eingerührt.
Der fertige Teig muss nun erstmal ruhen. Am besten stellt man ihn mit einem Küchenhandtuch zugedeckt an einen schön warmen Ort. Im Winter bietet sich dafür die Nähe der Heizung an.
Ist der Teig sichtlich aufgegangen, kann man sich ans Formen der Luciakatzen machen. Dafür knetet man den Teig nochmal kurz durch. Für jede Katze nimmt man nun etwa eine Handvoll Teig, formt sie zu einer Rolle (etwa 20 cm lang) und legt aus dieser ein enges "S" auf ein mit Backpapier bedecktes Backblech.
Anschließend legt man noch zwei Rosinen auf jedes der Gebäckstücke - eine oben und eine unten in die Biegung der "S"-förmigen Katzen. Zu guter Letzt streicht man die Teigstücke noch mit dem verquirlten Eigelb ein.
Die so fertig vorbereiteten Katzen müssen nun noch einmal zugedeckt ruhen, bevor sie bei circa 225°C für 7-10 Minuten in den Backofen wandern. Am besten serviert man sie noch warm zum Nachmittagskaffee, denn so sind sie am leckersten!
Heute möchte ich mich in meinem Blog mit einem schwedischen Fest beschäftigen. Immer am 13. Dezember wird nämlich dort und teilweise auch in den anderen nordischen Ländern das Luciafest begangen.
Wie der Name schon zeigt, steht das Fest im Zeichen der heiligen Lucia. Diese soll Ende des 3. Jahrhunderts in Syrakus in Italien gelebt haben und im Jahr 304 dort den Märtyrertod erlitten haben. Ihr Name bedeutete "Die Leuchtende", was sehr gut zum heutigen Brauchtum der Luciafeierlichkeiten in Schweden passt, welches hierzulande auch gerne als schwedisches Lichterfest bezeichnet wird.
Das Datum, an welchem Lucia gefeiert wird, stammt noch aus der Zeit vor der gregorianischen Kalenderreform. Damals war der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres, also die Wintersonnenwende. Auch wenn das Fest heute als Heiligenfeiertag begangen wird, kann man also von älteren Wurzeln ausgehen, die im Zusammenhang mit Mittwinterfeierlichkeiten standen.
Ursprünglich wohl nur ein lokaler Brauch, ist Lucia heute in Schweden ein allerorts sehr wichtiger und populärer Feiertag, zu dem ein ganzer Haufen eigene Traditionen gehört. So gibt es quasi überall Feste mit Lucia-Umzügen. Kindergärten, Schulen, Altenheime, Städte, Dörfer - sie alle wählen ihre eigene Lucia, welche den Festumzug mit weißen Gewand, rotem Band um die Taille und Lichterkranz auf dem Kopf anführt. Ihr folgt eine Prozession aus weiteren Mädchen mit Kerzen, sterntragenden Jungen,Wichteln und anderen Gestalten wie Pfefferkuchenmännern. Auf ihrem Weg singen sie traditionelle Lucia-Lieder, allen voran natürlich den hierzulande eher als italienisches Volkslied bekannten Klassiker Santa Lucia.
Auch gebacken wird an Lucia etwas ganz besonderes, nämlich die so genannten Lussekatter (Luciakatzen), ein sehr leckeres, durch Safran gelbes Hefegebäck, welches von der Form grob einem "S" ähnelt und traditionell mit zwei Rosinen dekoriert wird. Auch ich werde dieses Gebäck heute wie in jedem Jahr mit meiner Mutter zusammen backen, ein Rezept folgt dann im Laufe des Tages.
Bei Erwachsenen gehört oft auch Glögg, ein skandinavischer Gewürz-Glühwein, zum Luciafest. Ein besonders deutlicher Unterschied zum deutschen Glühwein besteht darin, dass Glögg klassisch mit Mandeln und Rosinen versetzt wird. Zum Geschmack kann ich leider nichts sagen, da ich keinen Alkohol trinke und entsprechend nie welchen probiert habe. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr aber einmal, eine alkoholfreie Version auszuprobieren. Dann werde ich berichten. :)
Zum Abschluss habe ich noch ein kleines Video herausgesucht, welches sich dem schwedischen Luciafest auf humorvolle Weise annähert. Viel Vergnügen damit!
Und schon ist es wieder vorbei, das
Weihnachtsfest. Wie jedes Jahr kommt es mir am Jahresende so vor, als
renne die Zeit jetzt ganz besonders schnell. Schon sind wir Mitten in
den Rauhnächten und Silvester steht vor der Tür. Ich hoffe, ihr hattet
alle frohe Weihnachten und genießt die Zeit zwischen den Jahren!
Heiligabend verlief bei mir eigentlich wie jedes Jahr: Feier im
kleinen Familienkreis, also Eltern, Katzen, Kaninchen und ich. Die
näheren Verwandten wohnen alle am anderen Ende Deutschlands,
größtenteils in der Gegend um Wittenberg, wo auch ich geboren bin - und
wer will im Winter an Weihnachten schon so weite Strecken zurücklegen?
Am Tage wurde der Baum geschmückt (dieses jahr ausnahmsweise von mir
allein, weil mein Vater ausgerechnet an diesem Tag noch einen Termin im
Krankenhaus hatte), Nachmittags gab es dann das traditionelle
Weihnachtsessen: Würstchen & Kartoffelsalat! :D
Gegen Abend war es dann natürlich auch Zeit für die Bescherung. Ich
habe einige superschöne Bücher bekommen, von denen mein persönlicher
Favorit auf den Titel "VogelWild" hört - ein wundervoller
Bildband von vier renommierten finnischen Vogelfotografen. Ich
fotografiere ja selber liebend gerne Vögel, so gut das eben mit meiner
Kamera geht (und ich finde, dafür dass ich keine Spiegelreflexkamera
besitze, geht es mit meiner geliebten Nikon Coolpix L820 doch ziemlich
zufriedenstellend ;) ).
Ausklingen lassen haben wir den Heiligabend dann mit dem alle Jahre
wiederkehrenden Ritual einer bestimmten Weihnachts-CD, nämlich "Warten aufs Christkind" von den Roten Rosen. :D Die gehört bei uns seit ihrem Erscheinen einfach zum Weihnachtsfest dazu, wie bei anderen Familien der Kirchgang.
Ich denke, fast jeder erinnert sich wohl an dieses Lied aus besagtem Album:
Zu den beiden Weihnachtsfeiertagen weiß ich nicht viel zu erzählen.
Das Wetter war hier eher mäßig, weswegen ich die meiste Zeit zu Hause
verbracht habe und es genossen habe, endlich einfach mal Zeit zum Lesen
und zum Keyboardspielen zu haben und sämtliche lästige Pflichten zu
ignorieren. Und natürlich gab es viel leckeres Essen, das gehört ja nun
auch irgendwie dazu.
So sah also mein Weihnachtsfest aus. Ich hoffe, ihr wart mit eurem ähnlich glücklich wie ich mit meinem. :)
Ich möchte euch allen eine fröhliche Weihnacht wünschen. Genießt die Zeit und lasst euch nicht unnötig stressen! ;)
Ich hoffe, ihr verbringt das Fest mit den Leuten, die euch etwas
bedeuten. Ich werde wie üblich im kleinen Rahmen nur mit meinen Eltern
und meinen Haustieren feiern. Der Baum ist schon aufgestellt und wartet
nur noch darauf, morgen geschmückt zu werden. An die letzten Geschenke
muss ich allerdings gleich noch einmal Hand anlegen, da bin ich einer
dieser unverbesserlichen Auf-Den-Letzten-Drücker-Menschen! :D
Dann verabschiede ich mich jetzt mal mit einem kleinen, japanischen Weihnachtslied in die Feierlichkeiten:
Noch ausstehende Berichte über diverse Weihnachtsmarkterlebnisse der
letzten Wochen folgen dann in den nächsten Tagen. Außerdem plane ich
noch, meine Lieblingsplatten des Jahres 2014 vorzustellen. Gut, dass in
der Zeit zwischen den Jahren in der Regel viel Zeit für solche
Angelegenheiten ist. Ich hoffe, man liest sich! :)
Autor: Marko Leino Titel: Wunder einer Winternacht [Finnisches Original: Joulutarina] Erschienen: 2007 [In Deutschland 2008]
Eigentlich bin ich ein bisschen spät dran mit dieser
Buchvorstellung, aber da mir das Buch am Herzen liegt, möchte ich sie
dennoch jetzt und hier veröffentlichen. Es ist nämlich so, dass es sich
bei diesem wunderschönen finnischen Buch um einen Adventskalender
handelt. Aber natürlich kann man es auch einfach so in der
Weihnachtszeit lesen. :)
In "Wunder einer Winternacht" geht es um den kleinen
Nikolas. Dieser lebt lange vor unserer Zeit glücklich und zufrieden mit
seiner armen Fischerfamilie im hohen Norden Finnlands. Sein Schicksal
ändert sich jedoch vom einen auf den anderen Tag, als seine Familie
durch ein tragisches Unglück zu Tode kommt.
Der kleine Junge findet sich plötzlich als Waise wieder und in seinem
ärmlichen Dorf gibt es keine Familie, die sich dauerhaft um den Jungen
kümmern kann. Darum machen die Dorfbewohner einen ganz besonderen Plan:
Jede Familie nimmt den Jungen fortan für ein Jahr zu sich. Jedes Jahr an
Weihnachten muss Nikolas dann weiterziehen. Für die ihm
entgegengebrachte Freundlichkeit bedankt sich der Junge stets mit einem
kleinen Geschenk bei "seiner" Familie. Doch eines Tages nimmt der
Tischlermeister Lisakki, vor dem alle Kinder im Dorf Angst haben, den
Jungen mit zu sich in sein einsames Heim - das Ende für Nikolas'
bescheidenes Glück?
"Wunder einer Winternacht" ist eine wunderschöne
Weihnachtsgeschichte in 24 kurzen Kapiteln. Man kommt gar nicht umhin,
den herzensguten Nikolas, der sich trotz aller Widrigkeiten seine
Freundlichkeit bewahrt, ins Herz zu schließen. Man fühlt stets mit ihm,
und einige Szenen in diesem Buch bringen mich bis heute jedes Jahr
wieder zum schluchzen.
Für mich handelt es sich bei diesem Roman auch wirklich einmal um ein
Buch für die ganze Familie: Sprache und Geschichte sind kindgerecht,
aber auch für Erwachsene wunderbar lesbar. Man wähnt sich in einem
modernen Märchen zur Entstehung des Weihnachtsfestes.
Allen, die Weihnachten mögen und Freude an einem literarischen
Adventskalender haben, möchte ich dieses wunderbare Buch deswegen
wärmstens ans Herz legen. Ein Roman, der auch nach mehrmaligem Lesen
immer wieder zu gefallen weiß!
Meine Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ [5/5]
P.S.:
Wer im allgemeinen Weihnachtsstress keine Zeit zum Lesen findet: "Wunder einer Winternacht"
gibt es auch als Film, und das sogar auf deutsch. Das Buch um den
kleinen Nikolas wurde in Finnland nämlich sehr erfolgreich und überaus
sehenswert verfilmt. Hier einmal der deutsche Trailer: