Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, mache ich ja seit 2013 mit beim Postcrossing. Wem das nichts sagt, hier als kurze Erläuterung: Bei Postcrossing handelt es sich um ein Projekt, bei dem fremde Menschen auf der ganzen Welt untereinander Postkarten austauschen. Das Ganze ist eine wirklich sehr interessante Sache, auch ganz wunderbar geeignet um seine Sprachkentnisse in diversen Sprachen zu trainieren. Angeschlossen an das Projekt gibt es auch ein Forum, über das man zusätzlich noch privat Postkartenaustausch betreiben kann. Und genau dort bin ich in den vergangenen 1 1/2 Monaten rege geworden und es sind daraufhin sechs Karten aus dem schönen Finnland bei mir eingetrudelt:
Das allein ist ja schon Grund genug zur Freude, nun hatte diese Postkarten-Tauschaktion aber diesmal noch einen zusätzlichen Anlass: Es ging mir um ein paar ganz besondere Briefmarken.
Ich weiß, Briefmarkensammeln hat ein ganz schön angestaubtes Image, und eigentlich sammle ich auch gar keine Marken. Doch diese hier waren ganz eindeutig ein Sonderfall: Am 11. September nämlich veröffentlichte die finnische Post ein Set mit sechs Briefmarken, welche international erfolgreiche finnische Rockbands zeigen. Konkret handelt es sich um The Rasmus, HIM, Apocalyptica, Children of Bodom, Hanoi Rocks und Nightwish. Da konnte ich als großer Liebhaber finnischer Musik einfach nicht widerstehen. :D
Hier sind die guten Stücke, mit jeweils dazugehörigen Prioritätsstickern:
Da kann man schon fast ein wenig neidisch werden, dass es in Deutschland keine Briefmarken mit ähnlich coolen Themen gibt. Allerdings mag ich mir glaube ich kaum ausmalen, welche Bands ein solches deutsches Briefmarkenset wohl abbilden könnte...
PS: Thank you very much Minna and Johanna for swapping with me and making this collection possible! :)
Gestern war er endlich da, der lang erwartete, große Tag. Nightwish zu Gast in Oberhausen, und ich durfte mit dabei sein!
Als unsere kleine Dreimann-Konzertgesellschaft die König Pilsener Arena pünktlich zum Beginn des Einlasses um 17 Uhr erreichte, hatte sich schon eine sagenhaft lange Schlange fast um den ganzen Veranstaltungsort gebildet. Als Reaktion auf die Geschehnisse in Paris vor einer Woche waren verschärfte Einlasskontrollen angekündigt worden, und niemand wollte wohl riskieren, wegen dieser Prozedur den Anfang der Veranstaltung zu versäumen. Trotz Abtasten und Taschendurchsuchungen ging es aber dennoch zügig vorwärts und bald konnten wir uns in der riesigen Arena umsehen.
Pünktlich um 18:30 Uhr ging es dann mit dem ersten Auftritt los. Die Ehre hatten die Finnen von Amorphis, die leider nur etwas mehr als eine halbe Stunde Spielzeit zur Verfügung hatten. Diese Zeit nutzten die Mannen um Sänger Tomi Joutsen vorwiegend, um dem Publikum Songs ihres kürzlich erschienenen neuen Albums "Under The Red Cloud" zu präsentieren, darunter die Titel "Bad Blood" und "Sacrifice". Doch natürlich durften auch ein paar Klassiker der Band wie "Silver Bride", "Sky IsMine" und "House of Sleep" nicht fehlen.
Hörprobe Amorphis:
Nach einer wirklich flotten Umbaupause ging es dann auch schon weiter mit der zweiten Supportband des Abends: Arch Enemy aus Schweden. Diese bliesen in den folgenden 50 Minuten ihr Publikum förmlich an die Wand mit ihrer energiegeladenen Show. Sängerin Alissa beeindruckte durch ihre powervolle Stimme ebenso wie durch ihre großartige Bühnenpräsenz und hatte das Publikum schnell im Griff. Die Band, die ja auch schon auf eine lange Geschichte zurückblicken kann, spielte eine gute Mischung aus neuen und alten Songs. In Erinnerung geblieben sind mir bei vollständiger Unkenntnis der Diskografie der Band - Asche auf mein Haupt! - dabei besonders die Stücke "No Gods No Masters" sowie "Nemesis".
Hörprobe Arch Enemy:
Arch Enemy verließen die Bühne, der Vorhang fiel und es folgte eine etwas längere Umbaupause, bevor dann schließlich mit Nightwish der Hauptact des Abends mit einem Knall die Bühne betrat. Was folgte, waren rund zwei Stunden Show, die einen von einem Begeisterungssturm zum nächsten katapultierte. Nightwish spielten natürlich viele Songs ihres neuen Albums "Endless Forms MostBeauty" wie beispielsweise die Singleauskopplung "Élan", aber auch Fans der älteren Werke der Band kamen auf ihre Kosten. So hatten Nightwish eine Art Reise durch die eigene Diskografie in ihre Setlist eingebaut. Neuere Fans bekamen so einen Einblick in die Bandgeschichte, während die anderen ausgiebig in Erinnerungen schwelgen konnten. Gespielt wurden, um nur einige Titel zu nennen, unter anderem "Nemo", "The Islander", "7 Days To The Wolves", "Stargazers" oder "Sleeping Sun".
Doch Nightwish wären natürlich nicht Nightwish, wenn sie ihre Songs einfach vor einem schlichten Banner dargeboten hätten. Stattdessen untermalten Videosequenzen den Großteil der Show. Diese waren durchweg fesselnd und gut gemacht, man konnte sich richtiggehend in ihnen verlieren. Auch die Licht- und Pyroshow sorgten für einige Begeisterung. So vergingen die zwei Stunden des Auftritts wie im Fluge und man wollte am Ende kaum glauben, dass es wirklich schon vorbei sein sollte. Das Ende kam leider auch ziemlich plötzlich, denn die Band kam nur noch einmal kurz auf die Bühne zurück, um sich zu bedanken, Drumsticks und Plektren ins Publikum zu werfen und sich zu verabschieden. Eine Zugabe gab es leider nicht, was einen etwas verblüfft zurückließ.
Hörprobe Nightwish:
Gegen 23 Uhr ließen wir uns so langsam aus der Halle kehren, noch immer begeistert nach diesem großartigen Abend mit drei wundervollen Konzerten, von denen der Auftritt von Nightwish natürlich den klarer Höhepunkt gebildet hatte. Sollte sich noch einmal die Gelegenheit bieten, die Band live zu sehen - ich bin dabei!