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Donnerstag, 30. Juli 2026

Konzertbericht: Cara auf Burg Wilhelmstein

Wie gut das Sommerprogramm auf Burg Wilhelmstein in diesem Jahr ist, zeigt sich für mich sehr eindrücklich daran, dass ich nur drei Tage nach dem wunderbaren Faun-Konzert am Sonntag erneut den Weg dorthin gefunden habe. An diesem Tag hatte sich nämlich die Folkband Cara angekündigt.

Das Wetter konnte an diesem Abend als durchaus Irisch bezeichnet werden. Immer mal wieder gab es kurze Schauer, und der Wind pustete uns gut durch. Ein Glück, dass weite Teile der Bühne überdacht sind, sodass dies wohl niemanden weiter störte.

Als das Konzert dann begann, gab es eh besseres zu tun, als sich um Kleinigkeiten wie das Wetter zu kümmern.

Die Musikerinnen und Musiker von Cara, die mit ihrem Celtic Folk schon seit vielen Jahren die Welt bereisen, hatten an diesem Abend ihr neues Album "Our Ship Is Ready" dabei, welches dann auch im Zentrum des Sets stand. Thematisch ging es also um die unterschiedlichsten Dinge, die man gemeinhin so mit Schiffen verbinden kann: Reisen, Aufbrüche, aber auch Abschiede. Es gab fröhliche Tunes und nachdenkliche, eine Ballade über einen weit gereisten Mann und eine Frau, die sich ein Schiff schnappt und die halbe Welt umsegelt, um mit ihm das Glück zu finden ("Lord Bateman") oder aber auch eine Hommage an das Lieblingshotel der Band ("Tucholsky Reels").

Im zweiten Teil des Sets gab es für uns außerdem noch eine große Überraschung. Am Merchstand der Band konnte man an einem Gewinnspiel teilnehmen, bei dem man gegen Abgabe seiner E-Mailadresse einen Beutel der Band gewinnen konnte. Der Blick meiner Mutter, die mich an diesem Abend begleitete, war wirklich Gold wert, als ihr Name dann tatsächlich als Gewinnerin aufgerufen wurde! Ein richtig schöner Zufall, über den wir uns sehr gefreut haben. 

Insgesamt empfand ich die Stimmung während des Konzerts durchgehend als sehr gut. Man merkte der Band an, dass sie die Location mögen, und auch das gut durchmischte Publikum schien großen Spaß zu haben und klatschte gerne mit, sodass es wohl gar kein Wunder war, dass Cara am Ende nicht ohne Standing Ovations und Rufen nach mehreren Zugaben verabschiedet wurden.

Diesen Wünschen kamen die Musiker auch gerne nach, und mit "I Will Not Say Goodbye" fand das Konzert schließlich einen wirklich schönen und inhaltlich sehr passenden Ausklang. 

Für mich war es an diesem Abend das zweite Livekonzert, welches ich von Cara erleben durfte, und ich würde mich sehr freuen, wenn es nicht das letzte bleiben würde. 

Samstag, 10. Mai 2014

Das Konzertjahr 2014, Teil 1

An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Rückblick geben auf die Konzerte, die ich dieses Jahres schon so besucht habe.
Eigentlichhatte ich das in einem Beitrag machen wollen, das war aber leider aufgrund der Menge der schon besuchten Veranstaltungen nicht möglich, ohne einen ellenlangen Text zu produzieren... Deswegen habe ich mich entschieden, das Ganze aufzuteilen. Hier nun erstmal Teil 1 :D

25. Januar: Cara, Lagerhalle Osnabrück

Eröffnen durfte den jährlichen Konzertreigen dieses Mal eine Band, die ich vorher noch nicht kannte. Cara kommen aus Deutschland, Irland und Schottland und spielen Irish Folk - und zwar richtig guten, wie ich an diesem Abend erfahren durfte. Das Konzert fand in der Lagerhalle in Osnabrück statt, in der zu diesem Zweck Stühle aufgestellt worden waren. Diese Stühle füllten sich auch sehr bald, wobei meine Begleitung und ich belustigt feststellten, dass wir den Altersdurchschnitt an diesem Abend wohl recht erheblich senkten. Als die Bandmitglieder vor dem Auftritt Flyer verteilten, wollten sie gar erst nicht glauben, dass wir wirklich zum Konzert wollten und uns keine geben ;)

Mit dem Konzert entführten Cara die Zuhörer dann in eine ganz eigene, keltische Welt. Tanzbare Stücke, bei denen man sich kaum ruhig auf den Stühlen halten konnte wechselten sich ab mit wunderschönen Balladen. Richtig lohnenswert war es auch, etwas genauer auf die Texte zu achten. Wer das beispielsweise bei "The Widow's Promise" beherzigte, der konnte sich bald kaum noch halten vor Lachen. Ein besonders schönes Detail fand ich ja auch, dass die Bandmitglieder sich zur Feier das Tages - der 25. Januar ist der Geburtstag des schottischen Dichters Robert Burns - Haggis-Broschen an die Kleidung gesteckt hatten. Sachen gibt's! :D

Nur so nebenbei: Als wir die Location schließlich glücklich und zufrieden verließen, gab es noch eine ganz besondere Seltenheit zu bestaunen: Schnee! An diesem Abend sah ich den einzigen Schnee in Deutschland im gesamten 'Winter' - aber nun zurück zum eigentlichen Thema ;)

Sollten Cara sich jedenfalls noch einmal in die Nähe verirren (was ich bei der Begeisterung des Publikums doch wohl schwer hoffen will), bin ich sicher wieder mit dabei. Und dieses Mal habe ich dann hoffentlich auch genug Geld dabei, um mir eine CD der wundervollen Truppe zuzulegen!

Kleine Soundprobe:


21. Februar: Rapalje, Lagerhalle Osnabrück

Und weiter geht es mit Celtic Folk, wieder in der Lagerhalle, dieses Mal jedoch nicht bestuhlt und aus den Niederlanden: Rapalje! Obwohl ich die Band als fleißiger MPS-Gänger natürlich schon seit Jahren kannte, hatte ich es bisher noch nie zu einem Clubkonzert der vier Schottenrockträger geschafft.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Wiederfinden der Lagerhalle (verdammt, ist Osnabrück eine verwinkelte Stadt!) suchten meine Begleitung und ich uns ein lauschiges Plätzchen in der Menge und dann ging es auch schon los. Dass die Stimmung in der Halle sofort super war, brauche ich eigentlich gar nicht zu erwähnen. Schließlich ist es sowas wie ein Naturgesetz, dass bei Rapalje-Auftritten die Laune sämtlicher Anwesenden sich unmittelbar zum Besten wendet. Da war auch dieser Abend keine Ausnahme. Auch die Setliste dürfte mit Hits wie "Caledonia", "Wat zullen we drinken" oder "Heart of Steele" wohl alle Fans glücklich gemacht haben. Im Anschluss an das reguläre Konzert gab es dann sogar noch eine Zugabe auf den Tischen im Vorraum der Lagerhalle. So sieht ein gelungener Konzertabend aus!

[Den folgenden Absatz können alle ignorieren, die nicht die drei nervtötenden Teenager sind, welche in der ersten Hälfte des Konzertes hinter uns standen: Es geschieht euch sowas von Recht, wenn meine Begleitung euch mit ihrer Anmerkung für den Abend die Laune verdorben hat. Sich mitten ins Publikum zu stellen, um dann während des kompletten Auftritts lauter als die Musik über die besten Haarfrisuren im Freundeskreis zu quatschen, geht einfach mal gar nicht. Solche Leute wie euch mag keiner. Punkt.

Und auch hier nochmal was zum Reinhören: