Na, das war ja mal wieder ein Debakel für Deutschland gestern im Finale des Eurovision Song Contest. In diesem Jahr war ich jedoch im Gegensatz zu den letzten Jahren erstmals selbst etwas erschüttert - mit so einer Schlappe für Jamie-Lee hätte ich nicht gerechnet und ich finde sie auch nicht verdient. Eigentlich kein Wunder, dass nun allerorts die Verschwörungstheorien blühen. :P
Dennoch bringe ich das hier jetzt noch zu Ende, indem ich auch noch meine Meinung zu jenen Kandidaten abgebe, die sich nicht zuvor in einem der beiden Halbfinalen bewähren mussten.
Deutschland
Jamie-Lee - Ghost
Ich verstehe es wirklich nicht. Das Mädchen hat eine gute Stimme, einen - wie ich finde - coolen Style, es gab eine richtig schöne Bühnenshow und ein Lied, das so manchem anderen Beitrag mehr als nur das Wasser reichen konnte. Genutzt hat ihr das leider gar nichts.
Frankreich
Amir - J'ai Cherché
Ziemlich durchschnittlich und nichtssagend. Eigentlich fällt mir dazu so überhaupt nichts ein. Außer vielleicht, dass das "U-hu-u" nervt.
Großbritannien
Joe and Jake - You're Not Alone
Auch Großbritannien hat mit einem meiner Ansicht nach durchaus passablen Titel ziemlich schlecht abgeschnitten in diesem Jahr, ganz besonders beim Publikum. Versteh mal jemand die Leute.
Italien
Francesca Michielin - No Degree Of Separation
Italienisch Popmusik und ich passen einfach nicht zusammen. Auch in diesem Jahr konnte ich mit dem italienischen Beitrag mal wieder so absolut gar nichts anfangen.
Schweden
Frans - If I Were Sorry
Schweden schickte in diesem Jahr als einziges skandinavisches Land einen Künstler ins Finale - und der machte seine Sache gut. Konnte ich mehr mit anfangen als mit dem letztjährigen Siegertitel.
Spanien
Barei - Say Yay!
Ok, die Frau kann sich ganz faszinierend bewegen, das gebe ich zu - besser hat das ihren Song aber auch nicht gemacht.
So, dann hätten wir den alljährlichen ESC-Wahnsinn - natürlich inklusive ausgiebigen Fachsimpeleien im Freundeskreis - wieder erfolgreich hinter uns gebracht. Obwohl mich in jedem Jahr mindestens 3/4 der Beiträge nicht die Bohne interssieren, ist es mir immer wieder ein Fest, diese Veranstaltung zu verfolgen, Bestenlisten aufzustellen und - wenn es sich ergibt - mit Freunden zusammen und Punkteliste vor der Nase vor dem Fernseher zu sitzen. Ich freue mich schon auf's nächste Jahr! :)
Gestern war es Zeit für das zweite Halbfinale des diesjährigen Eurovision Song Contest. Auch hier habe ich mich wieder meine Meinung gebildet und möchte diese nun hier ganz ungefragt mit der Welt teilen. ;)
Lettland
Justs - Heartbeat
Bisher habe ich die Tendenz, beim ESC scheinbar sinnlos rumzuschreien anstatt zu singen, eher bei den teilnehmenden Damen beobachten können. Justs bewies: Männer können das auch. Besser wird es davon aber auch nicht wirklich.
Polen
Michał Szpak - Colour Of Your Life
Eine schöne Ballade und ein Sänger mit guter Stimme dazu. Wird im Finale am Samstag zu meinen Favoriten gehören!
Schweiz
Rykka - The Last Of Our Kind
Warum qualmt die Frau? Und warum macht sie Gymnastikübungen auf der Bühne, anstatt sich auf den korrekten Sitz der Töne ihres eher lahmen Stückes zu konzentrieren? Ziemlich viel Unverständnis von meiner Seite. ;)
Israel
Hovi Star - Made Of Stars
Da habe ich wohl endlich meinen diesjährigen Favoriten gefunden. Wunderschönes Lied mit ausdrucksstarkem, stimmsicheren Sänger.
Weißrussland
Ivan - Help You Fly
Ich mag ja Wölfe, entsprechend konnte die Show von Ivan bei mit durchaus punkten, das Lied fand ich jedoch leider eher mittelmäßig.
Serbien
Sanja Vučić - Goodbye (Shelter)
Ein inhaltlich guter und wichtiger Beitrag, der mir persönlich musikalisch aber leider wenig Herausragendes zu bieten hatte.
Irland
Nicky Byrne - Sunlight
Irland mit einem Gute-Laune-Lied, das man sich zwar gut anhören kann, einem aber auch nicht als wirklich spannend im Gedächtnis bleibt. Könnte ich mir demnächst mal zur Unterhaltung beim Abwaschen anhören. ^^
Mazedonien
Kaliopi - Dona
Endlich mal wieder ein Beitrag in der Landessprache, aber musikalisch leider nicht wirklich überwältigend.
Litauen
Donny Montell - I've Been Waiting For This Night
Frischer, eingängiger Song, sympathischer, stimmlich solider Sänger - und noch dazu hübsch. Das scheinen mir doch mal gute Voraussetzungen für eine gute Platzierung von Litauen in diesem Jahr.
Australien
Dami Im - Sound Of Silence
Australien schickt auch in diesem Jahr wieder einen vielversprechenden Act in das Rennen um den Sieg beim Eurovision Song Contest. Wird sich sicher besser schlagen als so mancher europäischer Act. ;)
Slowenien
ManuElla - Blue And Red
ich erwartete beim ersten Anblick der Sängerin zunächst einen weiteren 0815-Auftritt, wurde aber endlich mal wieder positiv überrascht: Angenehme Stimme trifft eingängigen Song. Hätte für mich einen Platz im Finale verdient.
Bulgarien
Poli Genova - If Love Was A Crime
In jedem Fall einer der außergewöhnlicheren Beiträge dieses Abends mit einer ziemlich interessanten Künstlerin - jedoch leider musikalisch eher nicht mein Ding.
Dänemark
Lighthouse X - Soldiers Of Love
So Recht überzeugen konnten mich die Skandinavier in diesem Jahr alle nicht, aber den Dänen von Lighthouse X hätte ich mit ihrem Beitrag doch immerhin einen Platz im Finale gegönnt.
Ukraine
Jamala - 1944
Gewöhnungsbedürftiges Lied, dem jedoch aus inhaltlichen Gründen viele Sympathien sicher sein dürften. Ich und dieser Beitrag werden aber der schicken Bühnenshow zum Trotz wohl eher keine Freunde.
Norwegen
Agnete - Icebreaker
Also wirklich Norwegen, das kannst du doch besser.
Georgien
Nika Kocharov And Young Georgian Lolitaz - Midnight Gold
Georgien mit echter Band - ein seltener, schöner Anblick bei dieser Veranstaltung. Könnten direkt aus einem angesagten Club irgendeiner angesagten britischen Stadt kommen. Cool, aber ziemlich mutig, denn vermutlich viel zu "Indie" für den gemeinen ESC-Freund.
Albanien
Eneda Tarifa - Fairytale
Nein. Hier bin ich wirklich froh, dass ich dieses Stück im Finale nicht noch einmal werde hören müssen. Märchenhaft klingt echt anders.
Belgien
Laura Tesoro - What's The Pressure
Und ich dachte, die Siebziger hätten wir endgültig hinter uns gelassen. Und ich dachte auch, dass das eigentlich ne ziemlich gute Sache sei. :P
Gestern hat der alljährliche ESC-Wahnsinn in Form des ersten Halbfinales wieder begonnen - und ich konnte es nicht gucken, weil ich die Zeit im Zug auf dem Rückweg von meinem Finnischkurs verbracht habe. Trotzdem habe ich es mir natürlich auch dieses Jahr nicht nehmen lassen, mir die Beiträge anzuschauen (man ist beim ESC ja zum Glück recht rege mit Videouploads), sodass ich nun doch noch meinen Senf dazu abgeben kann. :)
Finnland
Sandhja - Sing It Away
Welche Sympathien ich auch für Finnland hegen mag, waren das spannendste an diesem Auftritt doch die Schuhe der Sängerin, die ziemlich eindeutig in die Welt hinausschrien, dass sie von der wunderbaren Designerin Minna Parikka entworfen wurden.
Griechenland
Argo - Utopian Land
Vielversprechender Beginn mit interessanter Instrumentierung, der dann leider viel zu schnell in eine seltsame Mischung aus griechischem Hip Hop, Sirtaki und einer mäßig guten Sängerin mündete, vom platten Text ganz zu schweigen...
Moldau
Lidia Isac - Falling Stars
Blonde Sängerin mit einem Lied, das klingt wie schon gefühlte drölfzig ESC-Beiträge zuvor. Und zwar nicht die Besten...
Ungarn
Freddie - Pioneer
Hier wurde es zum ersten Mal etwas spannender: Gute Stimme, eingängiger Song und im Hintergrund ein ziemlich cooler Taiko-Trommler. Verdient ins Finale eingezogen!
Kroatien
Nina Kraljić - Lighthouse
Und es blieb gleich interessant: Sympathisch wirkende Sängerin, die weder stimmlich noch optisch das langweilige, weibliche ESC-Ideal repräsentierte. Neben dem guten Song wussten Outfit und Bühnenshow zu überzeugen.
Niederlande
Douwe Bob - Slow Down
Die Niederlande halten am Erfolgskonzept der Common Linnets fest und schicken mit Douwe Bob erneut ein entspanntes, retro-mäßiges Lied ins Rennen. Ganz sicher nicht der schlechteste Beitrag, den ich in diesem Halbfinale gehört habe!
Armenien
Iveta Mukuchyan - Love Wave
Sex sells. Und das erwartungsgemäß auch 2016 wieder.
San Marino
Serhat - I Didn't Know
Ein Auftritt und ein Song, die aus einem alten James Bond-Film hätten stammen können. Erwähnte ich übrigens, dass ich James Bond noch nie so recht leiden konnte?
Russland
Sergey Lazarev - You Are The Only One
Der Song war nicht so recht mein Ding, aber die Bühnenshow wusste dafür richtig zu beeindrucken. Und es weiß ja nun jeder, dass ein guter Song alleine beim ESC schon lange nicht mehr ausreicht.
Tschechische Republik
Gabriela Gunčíková - I Stand
Hier war der Titel Programm. Kein schlechter Song, aber auch kein überragend guter und ein sehr - sagen wir mal "statischer" - Auftritt.
Zypern
Minus One - Alter Ego
Minus One aus Zypern zogen optisch alle Rocker-Klischee-Register, die sie finden konnten, klangen jedoch auf weiter Strecke doch eher nach zugegeben recht bombastischem Pop. Trotzdem erfrischender Beitrag, der den Einzug ins Finale wirklich verdient hat.
Österreich
Zoë - Loin d'ici
Wie eine Disney-Prinzessin präsentierte sich die österreichische Teilnehmerin Zoë mit einem französischen Song. Irgendwie süß, dieser Auftritt, auch wenn das Lied nicht zu meinen Highlights zählt.
Estland
Jüri Pootsmann - Play
Oooh, ein Schönling. Ansonsten nichts bemerkenswertes. Auch kein Einzug ins Finale...
Aserbaidschan
Samra Rahimli - Miracle
An sich eine gute Stimme, die Dame. Ansonsten aber leider einer dieser typischen Auftritte, die ich jedes Jahr schon einen Tag nach der Show wieder vollständig vergessen habe.
Montenegro
Highway - The Real Thing
Hui, da wurden doch in Montenegro schon wieder die Rockerklischees hervorgezogen. Leider blieb der Song dabei jedoch hinter jeglichen möglicherweise gehegten Erwartungen zurück.
Island
Greta Salóme - Hear Them Calling
Ja, was denn? Ein kaum mittelmäßig zu bezeichnender Song und eine Show, die stellenweise an eine weniger gelungene Version von Loreens Siegerauftritt von 2012 erinnert? Dabei hatte Greta Salóme doch in eben jenem Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass sie es besser kann!
Bosnien - Herzegowina
Dalal & Deen feat. Ana Rucner and Jala - Ljubav Je
Da wagt sich doch endlich mal wieder jemand an einen Beitrag in der Landessprache, schafft eine lexikonwürdige Ballade - und baut dann einen verdammten Rapteil ein, um alles zu ruinieren. Tja, so kann man es halt auch machen.
Malta
Ira Losco - Walk On Water
Dieser Beitrag war so gewöhnlich, dass mir dazu wirklich nichts einfällt. Nicht gut, nicht schlecht, einfach existent.
Da ist es auch schon wieder so weit und der Eurovision Song Contest 2016 rückt langsam näher. Heute ist der deutsche Vorentscheid, und schon zum zweiten Mal in Folge gibt es einen Teilnehmer, dem ich gerne meine Stimme schenken werde.
Avantasia treten zum Vorentscheid mit ihrem Song "Mystery Of A Blood Red Rose" von brandneuen Album "Ghostlights" an. Grund genug, heute um 20:15 Uhr ARD anzustellen, mich durch eine vermutlich größere Anzahl langweiliger bis gruseliger Beiträge zu quälen und dann mein Stimmlein für Avantasia abzugeben.
Meinen letztjährigen Favoriten Faun war ja nun leider kein Erfolg vergönnt, aber dieses Jahr wird hoffentlich alles besser. Also alle fleißig anrufen für Tobias Sammet und Avantasia! <3
So, aus Spaß an der Freude widme ich mich nun
auch noch den in den beiden Halbfinalen ausgeschiedenen Ländern beim
ESC. Dann hat die liebe Seele auch wieder ein Jahr Ruhe. :D
1. Halbfinale:
Moldawien:
Eduard Romanyuta - I Want Your Love Hier war der Fremdschämfaktor beim Zuschauen schon ziemlich hoch. Wenn
man wie ich weder ein Faible für Milchbubis, noch einen
Polizeiuniform-Fetisch hat, sollte man vielleicht lieber wegschauen.
Weißrussland:
Uzari & Maimuna - Time
Relativ nichtssagendes Liedchen inklusive Geigerin. Wäre spätestens im Finale wohl eh untergegangen.
Dänemark:
Anti Social Media - The Way You Are
Mein erster Gedanke: Hatten die den selben Berater wie England? Man lege
einen schwarz-weiß Filter über den Auftritt und fühle sich mehrere
Dekaden in die Vergangenheit zurückversetzt. Nicht meins. Und dabei
vergebe ich liebend gerne mein Herz an die skandinavischen Teilnehmer.
Niederlande:
Trijntje Oosterhuis - Walk Along
Sängerin mit guter Stimme, zweifelhaftem Outfit und leider so ganz und gar nicht überzeugendem Song. Schade.
Mazedonien:
Daniel Kajmakoski - Autumn Leaves
Es fängt an und man denkt: Oh, warum ist das denn nicht weitergekommen? Dann nimmt es Fahrt auf und man denkt: Achso. Darum.
Finnland:
Pertti Kurikan Nimipäivät - Aina mun pitää
Ich mag Punk. Ich mag Pertti Kurikan Nimipäivät. Hätte gerne für sie
angerufen im Finale, aber daraus wurde ja nun leider nichts. Schade,
dass Gesamteuropa nicht so offen für was Neues im ESC ist wie Finnland.
2. Halbfinale:
Malta:
Amber - Warrior
Da sitzen manche Töne mal so gar nicht, dass es einen gruselt. Schade, da der Song an sich gar nicht so schlecht wirkt.
Irland:
Molly Sterling - Playing With Numbers
Das ist mal wieder ein Song, bei dem ich nicht verstehe, wieso er sich
nicht qualifizieren konnte. Da hat es aber weitaus schlechteres ins
Finale geschafft.
Tschechien:
Marta Jandová & Václav Noid Bárta - Hope Never Dies
Hier gilt das gleiche wie für Irland. Manche Entscheidungen sind irgendwie nicht nachvollziehbar.
Portugal:
Leonor Andrade - Há um mar que nos separa
Trotz Pluspunkten für das Singen in der Landessprache, ist das alles insgesamt doch etwas zu mittelmäßig und unauffällig.
Island:
María Ólafs - Unbroken
Island schickte eine kleine, barfüßige Ballerina. Eigentlich ganz
niedlich das Ganze, auch musikalisch. Hätte ich ganz gerne im Finale
gesehen.
San Marino:
Anita Simoncini & Michele Perniola - Chain Of Lights
Wow! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht bei dem
vollkommen unmelodischen Anfang des Songs? Oder doch lieber gleich bei
der später einsetzenden Sängerin, die wirklich überhaupt nicht singen
kann? Diesen Song nicht ins Finale zu lassen ist ein Akt von
Mitmenschlichkeit, der vielen Menschen einiges an Scham erspart.
Schweiz:
Mélanie René - Time To Shine
Die Dame hätte ich mir eigentlich auch ganz schön im Finale vorstellen können. Schöne Show, gute Stimme. Tja, machste nix.
Gestern war es wieder so weit: ESC! :D
Zeit, sich einen ganzen langen Samstagabend vor den Fernseher zu setzen
und sich mal anzuschauen, womit man in Europa meint, den Song Contest
im kommenden Jahr endlich einmal oder auch mal wieder ins eigene Land
holen zu können.
Unerklärlicherweise ist das eine Veranstaltung, die ich mir jedes
Jahr wieder gerne anschaue. Auch wenn es oft haufenweise Beiträge gibt,
die mir musikalisch überhaupt nicht zusagen, finde ich doch eigentlich
immer etwas spannendes. In den letzten Jahren wurde der ESC in meinem
Freundeskreis sogar in zunehmenden Maße zelebriert. Man traf sich zu den
Halbfinalen, erstellte Bestenlisten, fachsimpelte über mögliche Sieger.
Ein großer Spaß, der dieses Jahr leider viel zu kurz kam. Grund genug,
um zumindest im Nachhinein ein paar Worte zu verlieren über den
gestrigen Abend und später auch noch über jene, die es nicht bis ins
gestrige Finale geschaaft haben. Denn mir passiert es leider oft genug,
dass meine anfänglichen Favoriten das Finale nicht einmal erreichen. :D
Viel Spaß mit meinem vollkommen subjektiven Rückblick!
Hier kommen erst einmal die Finalisten:
Slowenien:
Maraaya - Here For You
Song in Ordnung, aber die Stimme war mir zu näselnd. Und das
"Markenzeichen" (die Kopfhörer) fand ich albern, die haben das ganze
Outfit ruiniert... Ohne mich!
Frankreich:
Lisa Angell - N'oubliez pas
Chansons sind eigentlich nicht so das meine, aber diesen hier fand ich ganz in Ordnung. Allerdings auch nicht mehr.
Israel:
Nadav Guedj - Golden Boy
Das fand ich ziemlich schrecklich. Als der fröhliche Part des Lieds
anfing, habe ich mir sehr schnell den traurigen Anfang wieder
herbeigesehnt...
Estland:
Elina Born & Stig Rästa - Goodbye To Yesterday
Das erste Lied des gestrigen Abends, das wirklich zu gefallen wusste. Eingängig und sympathisch.
Großbritannien:
Electro Velvet - Still In Love With You
Kommentator Peter Urban wünschte schon im Vorfeld viel Spaß mit dem Lied
- was mag da wohl kommen, fragte man sich. Nunja, was genau das
eigentlich war oder sein sollte frage ich mich ehrlich gesagt noch
immer. :D
Armenien:
Genealogy - Face The Shadow
Hier bin ich zwiegespalten. Die Idee, armenischstämmige Musiker von fünf
Kontinenten zu vereinen und musikalisch an die traurige Vergangenheit
des Landes zu erinnern: Lobenswert und gut, die Bühnenshow ebenfalls
sehr schön gemacht. Leider konnte das Lied bei mir aber so gar nicht
zünden, zu fade plätscherte es dahin.
Litauen:
Monika Linkyte & Vaidas Baumila - This Time
Süße, fröhliche Popnummer, die mir gut gefallen hat. Alles so schön bunt
hier, vom Bühnenhintergrund bis zum faszinierenden Kleid der Sängerin.
Hätte für mich mehr Punkte verdient.
Serbien:
Bojana Stamenov - Beauty Never Lies
Viel Frau mit viel Stimme. Wenn sie singt, dass die Schönheit nie lügt,
dann widerspricht sicher keiner. Gelungener Auftritt. Und es ist auch
mal schön, am Ende nicht 20 kleine, blonde Sängerinnen in hübschen
Kleidchen im Rückblick zu sehen, die alle so gleich aussehen und
klingen, dass man sie nicht mehr auseinanderhalten kann.
Norwegen:
Mørland & Debrah Scarlett - A Monster Like Me
Mein absoluter Favorit! Zwei großartige Stimmen, ein melodischer,
melancholischer, starker Song und ein ungewöhnliches Thema - nämlich ein
Mord in Kindertagen. Irgendwie war trotzdem von vorne herein klar, dass
die beiden keine Siegeschancen haben.
Schweden:
Måns Zelmerlöw - Heroes
Der Gewinner. Mit einem Lied, das nicht schlecht, aber auch nicht
überwältigend gut ist. Aber dafür mit einer Show, die absolut
vorbildlich die Möglichkeiten der großartigen Bühne auszunutzen wusste.
Insgesamt nicht mein Favorit, aber ganz sicher auch kein unverdienter
Sieg!
Zypern:
Giannis Karagiannis - One Thing I Should Have Done
Zypern schickt immer wieder gerne Kandidaten in den ESC, die mir
supergut gefallen, aber am Ende dann leider untergehen. So war es auch
in diesem Jahr. Schöne, eingängige Singer-Songwriter Nummer von einem
sympathischen Künstler. Hätte meiner Meinung nach mehr Punkte verdient.
Australien:
Guy Sebastian - Tonight Again
Solide Popnummer, aber damit für mich irgendwie einfach nur durchschnittlich. Fällt mir echt nicht viel zu ein.
Belgien:
Loïc Nottet - Rhythm Inside
Ich erkenne an: Der Kerl hat eine ziemlich gute Stimme. Die Musik, die er macht, gefällt mir aber leider so gar nicht.
Österreich:
The Makemakes - I Am Yours
Die null Punkte für diesen Act sind mir unbegreiflich. Sympathische
Künstler, eingängiger Song, keine schlechte Show. Nicht exotisch oder
nicht hübsch genug? Ich weiß es ehrlich nicht.
Griechenland:
Maria Elena Kiriakou - One Last Breathe
Das war für mich so mittelmäßig, langweilig und austauschbar, dass ich
heute schon vergessen habe, wie es klingt. Musste wirklich googeln, wer
die Frau den nochmal war...
Montenegro:
Knez - Adio
Ein Song, der gestern bei mir eher im Mittelfeld untergegangen ist.
Nicht schlecht und punktet eindeutig dadurch, dass er in der
Landessprache gesungen ist und auch tatsächlich musikalische Eigenheiten
aufweist. gefällt mir bei der heutigen, nochmaligen Betrachtung
seltsamerweise viel besser als gestern.
Deutschland:
Ann Sophie - Black Smoke
Null Punkte die zweite. Neben Österreich auch für "uns" keinerlei
Punkte. Sorry, aber ich finds lustig. Eine durchschnittliche Sängerin
mit einem durchschnittlichen Song, die die Möglichkeiten der Bühne
unterdurchschnittlich nutzt. Dass das nichts wird, kann doch nun
wirklich keinen überrascht haben, oder?
Polen:
Monika Kuszynska - In The Name Of Love
Ein Lied, an dem nichts einzuwenden, aber irgendwie auch nichts
besonders hervorzuheben ist und eine Show, die für meinen Geschmack doch
etwas arg kitschig war mit den wallenden rosa Schleiern und den
ebenfalls rosanen Blüten. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich
nicht streiten...
Lettland:
Aminata Savadogo - Love Injected
Faszinierender Auftritt und interessante Sängerin, doch den Song fand
ich auf Dauer eher nervig als alles andere. Kam aber insgesamt offnebar
besser an, als ich erwartet hätte!
Rumänien:
Voltaj - De la capat
Einer meiner persönlichen Lieblinge. Songs in der Landessprache zu
präsentieren, finde ich ja schon immer eine positive Entscheidung, aber
hier stimmen auch noch die Musik und der Inhalt. Har mir richtig gut
gefallen!
Spanien:
Edurne - Amanecer
Hier hat mich der mäßige Erfolg ziemlich verwundert. Kein schlechter
Song, und in der Regel greift bei Sängerinnen beim ESC ja auch immer ein
gewisser Attraktivitätsbonus...
Ungarn:
Boggie - Wars For Nothing
Ein bisschen Frieden reloaded. Gute Stimme, gutes Thema - aber dem Song
fehlen eindeutig Höhen und Tiefen. Man erwartet immer, dass da noch was
kommen müsse...
Georgien:
Nina Sublatti - Warrior
Als diese Dame die Bühne betrat, meinte meine Mutter: "In Leipzig würde
die jetzt gar nicht auffallen" und spielte damit auf das gerade
stattfindende Wave Gotik Treffen an. Optisch hatte sie da auch wirklich
recht. Musikalisch gab es leider nur das übliche alte
Eurodance-Geschrabbel.
Aserbaidschan:
Elnur Hüseynov - Hour Of The Wolf
Musikalisch lag Aserbaidschan wie auch meistens in den Vorjahren im
vorderen Drittel, und auch der stimmungsvolle Bühnenhintergrund sah
ziemlich toll aus. Allerdings haben mir persönlich die Ausdruckstänzer
doch ein wenig die Show verdorben...
Russland:
Polina Gagarina - A Million Voices
Diesem Lied hatte ich den Sieg prophezeit. Pompös und stimmgewaltiger,
als man es von der zierlichen Dame, die zeitweise wie kurz vorm Umkippen
aussah, erwatet hätte.
Albanien:
Elhaida Dani - I'm Alive
Mittelmäßiger Song und schwache Stimme. Das war für mich nix.
Italien:
Il Volo - Grande Amore
Ach Gottchen. Drei hübsche kleine Tenöre trällern ein italienisches Liebeslied. Der Erfolg ist mir unklar.
So, das war meine Sicht auf die Finalisten. Zu den vorher ausgeschiedenen verliere ich später noch ein paar Worte. :D
In zehn Minuten ist es soweit und der deutsche
Vorentscheid für den Eurovision Song Contest beginnt. Obwohl ich diesen
normalerweise nicht verfolge (sondern nur den Contest selbst), bin ich
in diesem Jahr einmal richtig gespannt. Schleißlich tritt mit Faun eine
meiner absoluten Lieblingsbands an.
Mal schauen, was mich in den zwei Stunden musikalisch sonst noch so
erwartet. Wem meine Stimme gehört, ist jedoch schon längst klar! :)
Ich gebe es zu: Alle Jahre wieder zieht es mich unweigerlich vor den Fernseher, wenn es wieder Zeit wird für den Eurovision Song Contest.
Es übt einfach eine ungemeine Faszination auf mich aus, sich die
Beiträge der verschiendenen Länder anzuhören. Dabei sind es selten die
oft allzu allgegenwärtigen Standard-Pop-Songs, denen man gar nicht
anhört, aus welcher Gegend Europas sie stammen könnten, die mich
interessieren. Besondere Songs, besondere Auftritte, Songs in der
Landessprache oder mit landesspezifischen Instrumenten und Eigenheiten
sind es, die den Contest wirklich spannend machen.
Mein diesjähriger Favorit steht heute im zweiten Halbfinale, welches
ich mir leider nicht werde anschauen können. Trotzdem drücke ich den
Jungs von Softengine beide Daumen, dass sie es ins Finale schaffen. Die Band tritt mit ihrem Pop-Rock Song "Something Better"
für Finnland an. Da ich eine große Schwäche für Finnland im Allgemeinen
und seine Musik im Speziellen habe, ist es wohl kein Wunder, dass der
Song sich für mich zu einem so klaren Favoriten entwickelt hat. Und ja,
ich halte diesen Song für typisch finnisch, wenn auch (leider) nicht in
finnischer Sprache gesungen. Hoffentlich findet er noch viele andere
Anhänger.
Das ist er übrigens, der finnische Beitrag:
Wie sieht es bei euch allen aus? Welche Songs sind eure Favoriten, welche gehen gar nicht?