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Donnerstag, 19. November 2020

Konzertbericht: Faun in Wuppertal

Als ich mich vor dem Faun-Konzert am 7. März im Foyer der Historischen Stadthalle in Wuppertal mit meiner Freundin unterhielt, ahnten wir beide noch nicht so richtig, was da gerade auf uns zurollte. Karneval lag zwei Wochen zurück, der Kreis Heinsberg, wo ich lebe, war plötzlich in aller Munde. Wir wunderten uns beide, woher diese plötzliche Hysterie kam und wie lange sie wohl andauern würde. Niemals hätte ich geglaubt, dass ich an diesem Abend für einen nicht einschätzbar langen Zeitraum das letzte normal durchgeführte Konzert besuchen würde. Nur wenige Tage später begann man in meinem Landkreis als erstem das Landes damit, Schulen und Geschäfte zu schließen und sämtliche Veranstaltungen wurden abgesagt. Was danach passierte, ist uns allen wohl hinreichend geläufig. 

Relativ spontan bot sich an diesem Abend jedenfalls die Gelegenheit, mal wieder für jarwinbenadar berichten zu dürfen, also folgt einfach dem Link und genießt eine letzte Erinnerung an eine derzeit unendlich weit entfernte Realität, in der Kultur noch keine Belanglosigkeit war, die man weitestgehend ohne Kompensation verbieten konnte:

Faun in der Historischen Stadthalle Wuppertal

Und wo wir gerade so schön von Faun reden, möchte ich doch die Gelegenheit gleich nutzen, noch auf das wirklich sehenswerte neue, inoffizielle Video zum mittlerweile schon fast zum Bandklassiker gewordenen "Hymn To Pan" hinzuweisen - seht zu uns genießt. :)


 


Samstag, 24. Oktober 2020

Konzertbericht: Wardruna in Wuppertal

 Wardruna zählen seit jeher zu jenen Bands, die sich auf den Bühnen dieser Welt eher rar machen, seltsamerweise auch im sonst für Touren gerne besuchten, weil dicht besiedelten, NRW. Was für eine große Neuigkeit es da war, als es im vergangenen Jahr plötzlich hieß, dass die Norweger Wuppertal einen Besuch abstatten würden - und dann auch noch in der historischen Stadthalle, die sich im Laufe der Jahre zu einer meiner liebsten Konzertlocations gemausert hat! Sofort wurden Karten gesichert, und das war auch gut so, denn das Konzert, einer von nur zwei Deutschland-Terminen, war natürlich auch in Windeseile ausverkauft.

Wir waren mit unserem Ticketkauf sogar so schnell, dass wir mal wieder unsere Lieblingsplätze ergatterten und das Konzert von oben beobachten konnten. Und was für ein überwältigendes Konzert es wurde! Die minimalistische, aber genau so perfekte Bühnendeko hatten die Musiker von der letzten Tour übernommen, und die stimmige Mischung aus Musik, Licht und Schatten zog die Besucher sofort in den Bann. 

Der Auftritt am 28. November begann dabei mit einem regelrechten Knall, nämlich dem beeindruckenden Stück "Tyr", welches auch schon als Opener des dritten Albums der Runaljod-Trilogie der Band diente und die Zuhörer ohne große Umschweife in den klanglichen Kosmos der Band warf. Es folgte eine eineinhalbstündige Reise in die faszinierende Welt der nordischen Runen, voll mit hypnotischen Melodien, faszinierenden, traditionellen Instrumenten sowie den betörenden Stimmen von Einar Selvik und Lindy Fay Hella. Unterbrochen wurde das ganze bis kurz vor Schluss nicht ein einziges Mal für eine Ansage oder die sonst fast schon obligatorische Pause zum Beine vertreten, wie sie bei bestuhlten Konzerten so weit verbreitet ist - ein Glück, wäre dies doch nur eine unnötige Unterbrechung gewesen, welche den Bann, in den einen so ein Wardruna-Konzert unweigerlich schlägt, gebrochen hätte.

Erst kurz vor Ende wandte sich Wardruna-Mastermind Einar Selvik dann an das Publikum, um im Anschluss mit "Helvegen" einen der wohl bewegensten Songs der Band anzustimmen. Nach diesem fulminanten Finale gab es für die Menschen in der Halle dann auch kein Halten mehr, und der Applaus wollte gar nicht mehr abbrechen. Umso schöner, dass man sich nicht lange bitten ließ, eine Zugabe zu geben. Dabei handelte es sich um das Stück "Voluspá", welches Einar Selvik alleine zum besten gab. Bei diesem Lied wurde noch einmal sehr deutlich, wie stark der Sänger das Publikum im Griff hatte, denn die ganze Halle lauschte andächtig und mucksmäuschenstill dem langen und ruhigen Stück, bevor man sich dann mit einem erneuten frenetischen Jubel von der gesamten Band verabschiedete.

So ging ein Konzert zu Ende, welches für mich zu den beeindruckendsten Live-Erlebnissen zählte, die ich im vergangenen Jahr erleben durfte. Wie ich mich in diesen schlimmen Zeiten danach sehne, endlich wieder etwas vergleichbares erleben zu dürfen!



Montag, 29. Juli 2019

Konzertbericht: Accept & The Orchestra Of Death in Wuppertal

Ein Konzert der etwas anderen Art durfte ich am 20. April in der Historischen Stadthalle in Wuppertal erleben. In dem wunderschönen Gebäude, welches sich im Laufe vieler Jahre so langsam zu einer meiner absoluten Lieblings-Konzertlocations gemausert hat, gaben sich an jenem Samstagabend Accept & The Orchestra Of Death die Ehre.

Ich muss zugeben, dass ich mich an diesem Abend auf ganzer Linie überraschen ließ. Natürlich hatte ich schon einmal von Accept gehört - wer würde im deutschen Metal schon um diesen Namen herumkommen? - aber einen speziellen Klang verband ich mit der Band im Vorfeld nicht. Meine Mutter hatte das Konzert gewählt, und ich bin musikalisch ja erstmal für alles offen. Meine einzige Einmischung bestand in der Platzwahl, sodass wir auch an diesem Abend meine bevorzugten Plätze auf der Empore einnahmen. Ich sollte das vielleicht nicht verraten, da ich ja selber dort sitzen will, aber: die Aussicht über die herrliche Halle ist von dort fantastisch, probiert es doch mal aus ;)

Irgendwann ging dann die Show los, und mein erster Eidruck war schonmal sehr positiv. Das Orchestra Of Death machte seinem Namen optisch alle Ehre, traten sie doch in eleganten Anzügen mit Skelett-Umriss auf. Das sah zugegebenermaßen ziemlich cool aus. Musikalisch gab es eine ungewöhliche Mischung aus Accept-Songs und klassischen Stücken zu hören. Hier muss ich mich nun als totaler Stümper outen, der weder Ahnung von Accept, noch von Klassik hat. Folglich kann ich auch keine Titel nennen, obwohl mir einige der klassischen Stücke immerhin vom Hören bekannt waren. Aber auch ohne Ahnung kann ich sagen, dass beides zusammen zwar eine recht spezielle, aber durchaus spannende und gut zu hörende Mischung ergab. Auch die Stimmung im Publikum, das im Wesentlichen älter war als ich, war sehr gut. Theoretisch also alles Bestens.

Nur leider, und nun wird es sehr subjektiv, wurde der Abend für mich trotzdem keiner, an den ich mich vor allem augrund der tollen Musik immer wieder gerne erinnere. Wer sich nur für die Rezension interessiert, kann jetzt gerne aufhören zu lesen, denn jetzt folgt nur noch mein äußerst persönliches Dilemma das Abends. Es ist nämlich so: wenn ich erstmal ein Konzertticket hab, dann geh ich da auch hin. Auch wenn ich aus dem letzten Loch pfeife, wie an diesem Abend. Ich hatte nämlich einen fürchterlichen Husten, und möglicherweise auch ein klitzekleines bisschen Fieber. Und wie jeder weiß, ist klassische Musik ja eine eher leise Angelegenheit, Husten hingegen eine ziemlich laute. Das führte dann dazu, dass ich den Großteil des Abends nur damit beschäftigt war, die Hustenanfälle möglichst bis zum nächsten Applaus oder zur nächsten lauten Passage zu unterdrücken. Eine schwierige Kunst, die einen den Spaß an einem Konzert doch ein wenig verleiden kann, wie ich feststellen musste. ^^

Trotz der für mich widrigen Umstände werde ich dann Abend mit Accept & The Orchestra Of Death sicher wohlwollend im Gedächtnis behalten. Mittlerweile liegt auch eine CD hier, die mir endlich eine nähere Auseinandersetzung mit der Band ermöglichen soll. Auf dass ich beim nächsten Mal wenigstens ein paar Songbeispiele nennen kann und somit auch eine würdigere Rezension verfassen kann.

Hörprobe:


Mittwoch, 6. Februar 2019

Konzertbericht: Faun in Wuppertal

Am 2. November machten Faun im Zuge ihrer großen Jubiläumstour Halt in Wuppertal. Natürlich war ich wieder mit von der Partie und hatte dieses Mal sogar wieder die große Ehre, ganz offiziell berichten zu dürfen. Meinen Bericht findet ihr hier:


Es war mir wie immer eine große Freude, dabei sein zu dürfen und ich emfpinde es noch immer als riesiges Privileg, so über meine Lieblingsband berichten zu können. ♥

Leider gab es diesmal keinen Tourtrailer, dafür hier aber noch einmal das aktuellste Video der Band:


Samstag, 25. März 2017

Konzertbericht: Faun in Wuppertal

Am 3. März hatte das Warten endlich ein Ende: Faun waren wieder auf Tour und machten dabei Halt in Wuppertal. Klar, dass ich mir das nicht entgehen ließ!

Schauplatz des Spektakels war einmal wieder die Historische Stadthalle - eine Location, die einen wahrhaft perfekten Rahmen für ein Faun-Konzert bildet. Die Halle im Neorenaissance-Stil ist  schon rein optisch ein wahrer Hingucker, und auch die Akustik lässt hier keine Wünsche offen. Perfekte Voraussetzungen also für einen wunderschönen Abend mit Faun.

Nachdem ich beim letzten bestuhlten Konzert in Wuppertal in der vorletzten Reihe gesessen hatte und damit nicht unbedingt glücklich geworden war (ein Opernglasverleih wäre an diesem Abend sehr schön gewesen, oder zumindest eine Brille in meiner aktuellen Sehstärke *hüstel*), war ich dieses Mal klüger gewesen und hatte mir einen Platz im Mittelfeld gegönnt. Mit dem Wissen, dass ich so auch ein wenig von den Personen auf der Bühne sehen würde, konnte das Konzert schon mit einem guten Gefühl beginnen.

Und was soll ich sagen, es wurde ein fabelhaftes Konzert, dieses mein nunmehr schon 37. Faun-Konzert. Die neue Bühnendeko passte hervorragend zur nordisch inspirierten "Midgard"-Tour, und natürlich gab es auch viele Stücke dieses Albums zu hören. "Sonnenreigen (Lughnasad)" und "Federkleid" durften ebenso wenig fehlen wie das zauberhafte "Macbeth" oder "Brandan", bei dem Stephan die Leadvocals singt. Und sogar einige lange nicht mehr live gehörte Stücke fanden ihren Weg ins Set, darunter beispielsweise "König von Thule" vom allerersten Album der Band aus dem Jahr 2002. Auch die Lichtshow war an diesem Abend mal wieder ein Traum und unterstützte die Klänge der Musiker einfach perfekt.

Auch eine ziemlich große Neuerung gab es für viele an diesem Abend zu erleben, war dies doch eines der ersten Konzerte mit neuer Sängerin. Nur wenige Wochen vor Beginn der Tour hatte Katja Moslehner ihren Ausstieg bekannt gegeben und damit einmal wieder Platz für eine neue Stimme gemacht. Eingenommen wurde ihr Platz von Laura Fella, die in der Vergangenheit schon als Gastsängerin bei Eluveitie von sich Reden gemacht hatte. Meinem Gefühl nach fügte sich Laura an diesem Abend jedenfalls schon ganz wunderbar in das Gesamtgefüge von Faun ein und ich bin gespannt, welche neuen Impulse sie in Zukunft einbringen wird.

Und dann gab es da natürlich noch die musikalischen Gäste. Für die "Midgard"-Tour hatten sich Faun gleich zweifach Unterstützung aus dem Norden Europas eingeladen. Zum einen war das Einar Selvik, den Meisten bekannt als der Mann hinter Wardruna. Zum anderen war da noch Martin Seeberg, der mit unzähligen Bands und Projekten wie Valravn, Trolska Polska oder Asynje schon seit Jahren die Nordic Folk Szene bereichert. Während Letzterer das Konzert ganz fantastisch instrumental an der Geige unterstützte, wurde Einar Selvik als Gastsänger tätig. So hatte man als Zuschauer das große Glück, "Odin" vom aktuellen Album live zu hören zu bekommen, was ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis war. Außerdem spielten Faun mit seiner Unterstützung zwei Wardruna-Songs, nämlich "Helvegen" und "Solringen" und zeigten, was für eine wunderschöne Symbiose die Musik der beiden Bands miteinander eingehen kann.

Obwohl das Konzert mit Pause und mehreren Zugaben wirklich nicht kurz ausfiel, war es am Ende gefühlt viel zu schnell vorbei. Ich bin jedes Mal wieder begeistert, wie sehr ein Faun-Konzert mich in seinen Bann schlagen kann. Egal, wie oft ich diese Band sehe, es ist jedes Mal wieder ein Fest und lässt mich glücklich und beschwingt durch die nächsten Tage gehen. Darum freue ich mich, dass der nächste Termin schon gar nicht mehr in so weiter Ferne liegt. Wir sehen uns auf dem MPS in Wassenberg, liebe Faune! ♥

Sonntag, 26. April 2015

Konzertbericht: Faun in Wuppertal

Letzten Sonntag war es so weit: Faun gastierten im Zuge des zweiten Teiles ihrer Luna-Tour wieder in erreichbarer Nähe, dieses Mal in Wuppertal. Selbstverständlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen!

Schon auf dem Bahnhof in Wuppertal traf ich auf andere Besucher, denen ich mich ganz spontan auf dem Weg zur historischen Stadthalle anschloss. Bei Faun-Konzerten lernt man einfach immer nette Menschen kennen! Irgendwann fand ich dann auch meine Leute und wir traten gemeinsam den Weg in die Halle an. Kurz vor Beginn des Konzertes mussten wir uns dann aber auch schon wieder trennen, da ich zu meinem Sitzplatz musste, während die anderen sich Plätze zum Fotografieren suchten. Bei Konzerten mit nummerierten Plätzen ist es ein klarer Nachteil, im Gegenteil zu seiner Begleitung kein Fotograf zu sein. Zum Glück ging es aber recht bald los.

Mein Sitzplatz war dieses Mal ein totaler Kontrast zu dem, den ich letztes Mal in Bielefeld hatte. Saß ich dort ganz vorne, hatte es dieses Mal nur für ein Ticket für Reihe 30 (von 32) gereicht. Das kommt davon, wenn man sich zu spät um sein günstiges Ticket kümmert, obwohl man weiß, dass einem die Tickets für die vorderen Reihen zu teuer sind :D [Anmerkung: Um Missverständnisse zu vermeiden - der Preis für die vorderen Reihen ist, wenn man bedenkt, was einem geboten wird, nicht unangemessen. Ich habe nur ganz einfach nicht so viel Geld! xD]
Dennoch konnte ich dem Sitzplatz einiges positives abgewinnen. Zunächst einmal hatte man von dort aus nicht nur die Bühne im Blick, sondern zusätzlich noch die ganze historische Stadthalle. Hierzu muss man nun wissen, dass es sich dabei um ein wunderschönes Gebäude im Stil der Neorenaissance handelt. Die Halle ist wirklich wie geschaffen für eine Band wie Faun, einen schöneren Rahmen für ein Konzert der Luna-Tour kann man sich kaum vorstellen. Außerdem kam von weiter hinten auch die ohnehin großartige Lichtshow der Band so richtig zum Wirken.

Um 19 Uhr ging es dann auch wirklich schon los. In zwei durch eine Pause unterbrochenen Teilen präsentierten Faun alte und neue Lieder. Es war wirklich ein Fest für alle Sinne: Gleich zu Beginn fiel auf, dass die Akustik in der historischen Stadthalle wirklich hervorragend ist, dazu kam die aufwändige Lichtshow und natürlich die faszinierende Show. Cellistin Maya Fridman war als Gast ebenso wieder mit dabei wie Multiinstrumentalist Efrén López. Für Tanz, Jonglage und Feuer sorgten wieder die bezaubernden Masha Shushera und Ayuna.

Das Publikum wurde auch schnell von Begeisterung ergriffen, schon nach den ersten Songs hatten zahlreiche Menschen ihre Sitzplätze verlassen, um an den Seiten und im Mittelgang zu tanzen. Zum Ende des Auftritts hin standen dann auch durchgängig alle Besucher in den Sitzreihen vor ihren Plätzen.

Da es sich um einen Auftritt zur Luna-Tour handelte, standen natürlich die Songs des so betitelten, aktuellen Albums im Vordergrund. Doch auch Fans der älteren Alben kamen auf ihre Kosten. "Rhiannon" wurde ebenso gepsielt wie "Zeitgeist" oder "Hymn To Pan". Auch das live immer wieder besonders großartige "Iyansa" und natürlich die spanische Ballade "Tinta" durften nicht fehlen. Kurz gesagt: Faun ließen keine Wünsche offen!

Viel zu früh war es dann auch schon wieder vorbei und in der Eingangshalle formierte sich eine Schlange mit Leuten, die noch auf Autogramme und Fotos von den Faunen hofften. Sie wurden natürlich nicht enttäuscht. Nach einer kurzen Wartezeit widmete sich die Band ganz ihren Fans. 

Ich trat dann irgendwann mit meinen beiden zu Beginn des Konzertes neu gewonnenen Bekanntschaften den Rückweg zum Bahnhof an. Auf dem ganzen Rückweg konnte ich dann in Erinnerungen an ein schönes Konzert schwelgen.

Im Spätsommer und Herbst wird die Luna-Tour wegen des großen Erfolgs noch einmal fortgesetzt. Erste Termine sind schon bekannt, einer davon ist schon fest eingeplant, ein weitere in Überlegung. Ich freue mich schon! :D

Hörprobe: