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Freitag, 25. Dezember 2015

Faey auf dem Phantastischen Mittelalterlichen Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund

Der 4. Advent stand für mich bei meinem Besuch auf dem Phantastischen Mittelalterlichen Lichter Weihnachtsmarkt in Dortmund ganz im Zeichen der Band Faey. Die Folkband aus dem Süden Deutschlands ist noch recht neu auf dem MPS, kann aber im nächsten Jahr auf gleich mehreren Terminen der Veranstaltung gehört werden.

Am Sonntag auf dem Weihnachtsmarkt spielten Faey drei Auftritte, die ich mir auch alle angesehen habe. Der sympathischen Gruppe rund um Sängerin Sandra Elflein gelang es zum Glück schnell, das Publikum für sich zu gewinnen, sodass schon beim ersten Set viele der vorbeischlendernden Besucher vor der Bühne halt machten und sich das Konzert anschauten. Zu den späteren beiden Auftritten wurde es dann auch immer voller. Überhaupt war es an diesem Sonntag unheimlich voll - eigentlich auch kein Wunder, lagen die Temperaturen doch mit über 10°C weit höher als bei so manchem Sommer-MPS. Und im Sommer haben wir noch darüber gelacht, dass man auf dem Weihnachtsmarkt zelten kann...

Faey präsentierten an diesem Tag natürlich bekannte Stücke ihres ersten und bisher noch einzigen Albums "Golden Apples", darunter das energiegeladene Instrumental "Gipsy" oder das melancholische "Sehnsucht", hatten jedoch auch eine große Ladung an neuen Stücken dabei. Da wäre zum Beispiel "Wonderland", der wohl fröhlichste und beschwingteste Song, der jemals über eine Nacht mit üblem Filmriss geschrieben wurde. Oder "Flutterby", ein grundpositives Lied über die Dinge, die Sängerin Sandra gerne mag und das sie laut Ansage geschrieben hat, um sich selbst aufzumuntern, als es ihr nicht gut ging. Desweiteren gab es auch noch ein Trinklied, welches irgendwie doch kein Trinklied werden wollte und noch einiges mehr. Im kommenden Jahr darf man also wohl auf ein neues Album von Faey hoffen und nach dem, was man am Sonntag zu hören bekam, darf man durchaus gespannt-vorfreudig hoffen.

Sandra Elflein von Faey

Um sich den Markt entspannt anzuschauen, war der vergangene Sonntag wahrlich nicht der ideale Tag. Das gute Wetter hatte anscheinend die größte Zuschauermenge angelockt, die sich je an einem Tag auf ein MPS verirrt hat. Bewegung über das Gelände machte dies schwierig, weswegen meine Begleitung und ich den größten Teil des Tages in Bühnennähe ausharrten. Schon die Nahrungssuche gestaltete sich schwierig und ich war froh, dass mein gewünschter Nahrungslieferant an diesem Tag - die Süße Bude mit ihren leckeren Dracheneiern - sich in unmittelbarer Bühnennähe befand. Für den Heimweg gab es dann noch eine Tüte ebenfalls sehr leckerer Weihnachtsengel-Mandeln.

Wer Lust bekommen hat, den PLWM in Dortmund auch einmal zu besuchen, hat noch zwei Wochenenden Zeit dazu. Morgen geht es wieder los. Auch wer Lust hat, sich Faey einmal selbst anzuschauen, hat morgen noch einmal die Chance dazu. Ich werde mir das jedenfalls nicht entgehen lassen!

PS: Mit den Fotos hinke ich leider gnadenlos hinterher, aber sie kommen. Versprochen! :D

Montag, 23. Februar 2015

CD-Vorstellung: Faey - Golden Apples

Und hier kommt ein weiterer Titel aus meiner Musik 2014 Topliste:

Interpret:
Faey
Album: Golden Apples
Erschienen: 2014
Label: Screaming Banshee

Tracklist:

1. Golden Apples | 2. The Moon | 3. Neue Wege | 4. Sehnsucht | 5. Armies In The Sky | 6. Stürme | 7. Gipsy | 8. Faey | 9. Northerne Wind | 10. Armahan Kulku | 11. Die Blätter fallen | 12. Another Child

Bereits im vergangenen März erschien das mit Spannung erwartete Debütalbum der deutschen Folk-Pop-Band Faey. Ins Leben gerufen wurde die Band von Sandra Elflein, die dem einen oder anderen noch als Sängerin von Faun zur Zeit vom "Buch der Balladen" in Erinnerung geblieben sein dürfte. 

Obwohl mittlerweile zur richtigen Band angewachsen, wurde der erste Tonträger noch von Sandra Elflein und Dominik Schödel mit der Hilfe von Gastmusikern aufgenommen, unter ihnen Simon Michael Schmitt (Subway To Sally), der sich auch für die Produktion verantwortlich zeigte.
Optisch kommt der Silberling schon einmal äußert vielversprechend im Digipack mit ausführlichem, liebevoll gestalteten Booklet daher. Doch auch inhaltlich hat "Golden Apples" einiges zu bieten: Faey sagen von sich selbst, Musik machen zu wollen, welche die Hörer durch geheime Türen in ferne Zeiten und fremde Welten zu entführen vermag. Diesem Anspruch werden sie schon auf dem Erstlingswerk mehr als gerecht.

Auf der CD finden sich Songs Englisch und Deutsch, ein Text kommt sogar in finnischer Sprache daher. Einige der Lyrics hat Sängerin Sandra Elflein selbst geschrieben, doch der Großteil sind vertonte Gedichte. Gleich mehrfach begegnet einem der Name Robert Louis Stevenson, der wohl jedem als Autor der Schatzinsel bekannt sein sollte. Dass er auch Dichter war, war mir persönlich vorher unbekannt - was eine Schande ist, denn zumindest die von Faey ausgewählten Texte "The Moon", "Armies In The Fire", "Faey" und "Another Child" sind wunderschön! Mit William Butler Yeats ("Golden Apples"), Joseph von Eichendorff ("Stürme") und Friedrich Schiller ("Sehnsucht") findet man aber auch noch andere Poeten auf dem Album.

Meinem Empfinden nach ist es Faey wunderbar gelungen, jedem der vertonten Gedichte einen passenden musikalischen Rahmen zu geben. Die Musik unterstreicht stets die Stimmung der Gedichte, sodass man sich wahrhaftig in den Inhalt hineinträumen kann. Gerade beim Abschlusslied "Another Child" entsteht bei jedem Hören die Geschichte des Gedichts so klar vor meinen Augen, als würde ich dazu einen Film schauen.

Damit keine Missverständnisse aufkommen, weil ich die Fremdtexte so über den Klee gelobt habe: Auch die Songs mit Sandra Elfleins Texten gefallen mir alle wirklich richtig gut, besonders "Die Blätter fallen" hat es mir angetan und sich schnell zu meinem Lieblinssong des Albums gemausert. Auch das ganz ohne Gesang auskommende, energiegeladene "Gypsy" ist ein richtiges Highlight.
Musikalisch bewegen sich Faey wie bereits eingangs erwähnt im Bereich irgendwo zwischen Folk und Pop. Musikalisch geht es manchmal sehr poppig zu, die Folk-Instrumentierung verhindert aber zum Glück jedeJedes Abrutschen in Richtung Schlager, was bei deutschen Texten ja leider sehr schnell passiert. Für mich dürfte es dennoch gerne noch mehr Richtung Folk gehen, aber das ist natürlich rein subjektiv. Ein großartiges Album bleibt "Golden Apples" so oder so. Bleibt nur noch zu sagen: Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen auf nordrhein-westfälischen Bühnen! :)

Meine Bewertung:

♥♥♥♥
[4/5]

Hörprobe: