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Montag, 11. Mai 2020

Auf zu neuen Ufern - das erste Piratenabenteuer in Zülpich

Ende August stand ein sehnsüchtig erwarteter Termin im Kalender, nämlich das erste Piratenabenteuer in Zülpich. Es handelte sich dabei quasi um die Nachfolgeveranstaltung des legendären Pirates Festivals im Jülicher Brückenkopfpark. Da jener sich leider als zu groß und zu teuer erwiesen hatte für eine Special Interest Veranstaltung dieser Art, musste das Festival einige Jahre pausieren. Umso größer war die Vorfreude auf das Comeback am neuen Austragungsort.


Aus diversen Gründen hatten wir für diese Erstauflage nur ein Ticket für den Samstag, angereist wurde aber dennoch schon am Freitag. Denn, das sei gesagt: die Anreise nach Zülpich ohne eigenes Auto ist schonmal ein Abenteuer für sich. Für mich ging es erst einmal mit dem Zug nach Düren, wo ich dann mit Sack und Pack einen Sprint sondergleichen hinlegen musste, um den nicht gerade großzügig fahrenden Bus nach Zülpich noch zu ergattern. Dem rücksichtsvollen Busfahrer sei Dank gelang es. Im Anschluss begann eine lange Rundfahrt durch die Gegend, leider ohne Durchsagen, weswegen ich echt froh war, an der richtigen Bushaltestelle auszusteigen. xD

Endlich angekommen, blieb Zeit durchzuatmen, denn meine Freundin kam erst ein wenig später mit dem Bus aus der anderen Richtung an. Gemeinsam ging es dann Richtung Zeltplatz, den wir dank der Hilfe eines zufällig vorbeikommenden Piraten auch sehr schnell fanden. Und schon beim Eingang zeigte sich: dies würde der angenehmste Festival-Campingplatz werden, den ich bisher erleben durfte. Alle, sowohl Helfer als auch Besucher waren super freundlich, die Stimmung war friedlich und entspannt. Kein asoziales übergroßes-Areal-Abstecken wie bei gewissen anderen Veranstaltungen, und Nachts konnte man sogar schlafen! Man hatte nicht einmal Bedenken, seine Wertsachen allein zu lassen, weil der Eingang immer besetzt war.

Da wir ja nun nur ein Ticket für den Samstag hatten, blieb uns nun einige freie Zeit. Das machte aber nichts, denn diese verging wie im Flug. Sogar für die Versorgung war durch einen nahgelegenen Supermarkt gesorgt. 

Blick auf das Gelände

Am Samstag wurde es dann endlich Zeit, das Gelände zu erobern. Dieses erwies sich im Vergleich zu seinem Vorgänger in Jülich zwar als ziemlich klein, erweckte dafür aber umso mehr den Eindruck eines gemütlichen Piratennests. Wir machten im Laufe des Tages so einige Spaziergänge über das Gelände, und immer gab es etwas Neues zu entdecken. Man kam ganz wunderbar ins Gespräch mit Händlern, Besuchern und Musikern, und irgendwann hatten wir plötzlich sogar ein ganz entzückendes Frettchen auf dem Arm! ♥ 

Auch die Besucher trugen ihren Teil bei zur großartigen Atmosphäre dieses Festivals. Die Menge an Gewandeten war extrem hoch, und die Leute kamen aus den verschiedensten Ländern. Man hörte die unterschiedlichsten Sprachen, es war fast wie in einer echten, quirligen Hafenstadt. 

Pyrolysis auf der Festungsbühne

Und musikalisch war der Tag natürlich ein Traum. An der gemütlichen Festungsbühne erlebten wir wunderbare, energiegeladene Auftritte von MacCabe & Kanaka sowie Pyrolysis und freuten uns den ganzen Tag wie Bolle auf den Abend mit der Swedish Pirate Armada. Man hatte sich nämlich ganz und gar nicht lumpen lassen und es möglich gemacht, zum ersten Mal auf deutschem Boden die drei großartigen schwedischen Piratenbands Stormfrun, Pat Razket und Ye Banished Privateers gemeinsam zu erleben. Was für eine Party, das schreit nach Wiederholung!

 Wie viele Piraten passen auf eine Bühne?

Nach so einem erlebnisreichen Tag schliefen wir natürlich hervorragend, und eh wir es uns versahen, war es schon Zeit für Abbau und Abreise. Diese erwies sich für mich als ziemliche Katastrophe - etwa fünf Stunden für 60 Kilometer sind selbst für erprobte ÖPNV-Nutzer heftig... ^^ Aber reden wir nicht weiter drüber.

Das Piratenabenteuer in Zülpich erwies sich für mich als eines der schönsten Festivals des vergangenen Jahres. Es war liebevoll gestaltet, stimmungsvoll und verfügte über ein absolut großartiges Programm. Man merkte deutlich, dass der Veranstalter sein Herzblut in diese Veranstaltung gesteckt hatte und dass es auch für das Publikum ein besonderer Termin im vollen August-Eventkalender war. 

Stockbrot, arrr!

In diesem Jahr (ja, ich rede von 2020) soll das Festival erneut stattfinden. Angesetzt ist es für das Wochenende vom 7.-9. August. Mit vergrößertem Gelände und verringerter Besucherzahl hofft man derzeit noch, nicht unter die aktuell geltenden Beschränkungen für Großveranstaltungen zu fallen. Ich hoffe sehr, dass das nicht nur ein schöner Traum bleibt (und endlich mal jemand den Arsch in der Hose hat, den Begriff 'Großveranstaltung' zu konkretisieren, damit die ohnehin schon gebeutelten Veranstalter wenigstens etwas Planungssicherheit erhalten!). Mein Ticket ist jedenfalls geordert, und das dieses Mal gleich für das ganze Wochenende.

Montag, 6. Januar 2020

Meine Musik des Jahres 2019

Da ist doch tatsächlich schon wieder ein neues Jahr angebrochen und die Blog-Berichterstattung hängt noch irgendwo im letzten Sommer fest *hüstel*. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, allen Lesern ein frohes neues Jahr zu wünschen. Hoffentlich seid ihr alle gut reingerutscht und könnt auf ein gutes Jahr 2019 zurückblicken.

Für mich war 2019 definitiv ein gutes Jahr. Klar, nicht alles lief perfekt und es schmerzt mich immer noch, dass ich in diesem Jahr mein armes, kleines Kaninchen für immer gehen lassen musste, aber insgesamt verbinde ich mit dem nun vergangenen Jahr hauptsächlich positive Erinnerungen.

Auch musikalisch war 2019 ein wirklich spannendes Jahr. Die Liste der spannenden Neuerscheinungen im Mittelalter- und Folkbereich wollte förmlich kein Ende nehmen. Und hier ist sie nun für euch, meine Musik des Jahres 2019. Wie immer alphabetisch sortiert. Existierende Rezensionen werden verlinkt, die Fehlenden bei Lust und Laune nachgeliefert. Oder eben auch nicht. Oder erst in ein paar Jahren, wer weiß das schon. :P



Die spannendsten Mittelalter- und Folkalben 2019:


Eluveitie - Ategnatos

Emian - Egeria

Faun - Märchen & Mythen

Heilung - Futha

Knasterbart - Perlen vor die Säue

La Horde - X

MacCabe & Kanaka - Around The Capstan

Mr. Hurley & die Pulveraffen - Leviathan



Pyrolysis - Daylight Is Fading

Reliquiae - Babylon

Sowulo - Mann

Stormfrun - Down (EP)

Subway To Sally - Hey!

Versengold - Nordlicht

Vogelfrey - Nachtwache

Vroudenspil - Panoptikum


Was ich dieses Jahr sonst noch gerne gehört habe:

Avantasia - Moonglow

Männi - Mir tut alles weh

Refused - War Music

Ville Valo & Agents - s/t

Montag, 7. September 2015

Bandvorstellung: Stormfrun

Beim gerade vergangenen Pirates-Festival haben die Schweden von Ye Banished Privateers ein wenig die Werbetrommel gerührt für eine weitere Piratenband aus ihrem Heimatland: Stormfrun.

Mein Interesse war geweckt, die Recherche ergab Folgendes: Stormfrun kommen aus Eskilstuna und machen laut ihrer Homepage seit 10 Jahren gemeinsam Musik. Es ist ihr Ziel, die Geschichte des 17. & 18. Jahrhunderts aus der Sicht einer Piratenmannschaft zum Leben zu erwecken. Dafür beschäftigen sie sich auch selbst eingehend mit dieser Geschichte und nähen ihre eigene Kleidung. Auf der (leider nur schwedischen) Homepage der Band gibt es auch einige informative weiterführende Links zur Zeit der Piraten.

Stormfrun spielen Folk, und zwar sowohl traditionelle Lieder als auch eigene Stücke. Die Texte sind in Englisch und Schwedisch gehalten. Die Band hat auch schon eine CD veröffentlicht. Als Hörprobe möchte ich euch ihr Video zum Song "Djävlar från Havet" (für weiteres Textverständnis die Untertitel aktivieren :P) nicht vorenthalten:


Also ich kann mich jedenfalls der Meinung der Privateers nur anschließen, dass auch Stormfrun unbedingt einmal für den einen oder anderen Auftritt nach Deutschland eingeladen werden sollten! ;)