Da ist doch tatsächlich schon wieder ein neues Jahr angebrochen und die Blog-Berichterstattung hängt noch irgendwo im letzten Sommer fest *hüstel*. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, allen Lesern ein frohes neues Jahr zu wünschen. Hoffentlich seid ihr alle gut reingerutscht und könnt auf ein gutes Jahr 2019 zurückblicken.
Für mich war 2019 definitiv ein gutes Jahr. Klar, nicht alles lief perfekt und es schmerzt mich immer noch, dass ich in diesem Jahr mein armes, kleines Kaninchen für immer gehen lassen musste, aber insgesamt verbinde ich mit dem nun vergangenen Jahr hauptsächlich positive Erinnerungen.
Auch musikalisch war 2019 ein wirklich spannendes Jahr. Die Liste der spannenden Neuerscheinungen im Mittelalter- und Folkbereich wollte förmlich kein Ende nehmen. Und hier ist sie nun für euch, meine Musik des Jahres 2019. Wie immer alphabetisch sortiert. Existierende Rezensionen werden verlinkt, die Fehlenden bei Lust und Laune nachgeliefert. Oder eben auch nicht. Oder erst in ein paar Jahren, wer weiß das schon. :P
In den kommenden drei Tagen des Festivals erwartete uns wieder eine ganze Menge an großartiger Musik. Vertraute Namen waren ebenso vertreten wie uns noch unbekannte Bands und Künstler. Hier möchte ich nun einmal auf die (in meinen Augen) musikalischen Highlights eingehen. Da es viele gab, wird das wohl ein etwas längerer Beitrag, aber die Musik ist schließlich keine Nebensache bei einem Festival wie dem Castlefest, auch wenn insbesondere diese Veranstaltung natürlich noch so viel mehr bietet! ♥
Leider habe ich in diesem Jahr nicht so furchtbar viele eigene Fotos gemacht, die Hitze und der Staub haben mir da dann doch etwas die Lust genommen. Aber da ich mit diesem Beitrag nun eh so spät dran bin, sind mittlerweile schon einige der offiziellen Live-Videos vom Festival online. Und um sich ein Bild zu machen, sind diese doch wohl auch ganz schön, will ich meinen.
Nun aber zu meinen Castlefest-Höhepunkten 2018:
Fiona:
Das erste persönliche Highlight dieses Castlefests erwartete uns bereits am frühen Freitag Abend. Fiona, vielen als Mitglied der Pagan Folk Band Faun bekannt, gab ihr allererstes Solokonzert. Bereits im vergangenen Jahr war ihr Album "Of Rivers And Tides" erschienen, auf dem sie sich ganz ihrer Leidenschaft für das Pianospiel widmet. Dieses brachte sie nun auf der gemütlichen Meadow Stage auf die Bühne, und es wurde ein wunderschönes Debüt. Während des ganzen Konzerts sah man ihr die Freude am Spiel an und die mal verträumten, mal verspielten Stücke übertrugen ihre Stimmung auch auf das neugierige und offene Publikum. Musikalisch gab es auch noch tatkräftige Unterstützung illustrer Gäste wie beispielsweise Maya Fridman am Cello sowie Nina von Waldkauz an der Flöte.
Eivør:
Auch die Headlinerin am Freitag erwies sich als ein absoluter Höhepunkt des Festivals. Eivør Pálsdóttir von den Färöer Inseln verzauberte das Publikum mit einer Mischung aus experimenteller nordischer Folk- und Popmusik sowie ihrer einzigartigen, fast schon archaisch anmutenden Gesangstechnik ins Stücken wie "Trøllabundin". Ein fesselndes Konzerterlebnis von einer durch und durch sympathisch wirkenden Sängerin.
Waldkauz:
Seit wir auf die immer noch recht junge, deutsche Pagan Folk Band Waldkauz aufmerksam geworden sind - und das müsste etwas vor vier Jahren gewesen sein - haben meine Freundin und ich uns gewünscht, sie einmal auf dem Castlefest erleben zu dürfen. Diese Band passt dort einfach perfekt hin, dachten wir, und eine persönliche Verbindung zu dem Festival haben sie auch noch. Und in diesem Jahr wurden unsere Wünsche nun endlich erhört. Waldkauz durften das Castlefest am Sonntag auf der Meadow Stage musikalisch abschließen. Leider gab es im Vorfeld ein paar Unklarheiten, ob auch nicht-Camper das Konzert besuchen dürfen. Anscheinend durften sie, wir jedenfalls waren ohne Campingticket dabei, aber der Zulauf wäre ohne diese Unklarheiten vermutlich doch noch etwas größer gewesen. Trotzdem wurde es ein sehr gelungener Festival-Einstand für die Band, mit super Stimmung vor und auf der Bühne. Einer Wiederholung dürfte da doch eigentlich nichts mehr im Weg stehen, oder?
Faun:
Ich denke, hier muss ich nicht viel schreiben. Meine Lieblingsband auf meinem Lieblingsfestival, diekt nach dem Wicker-Ritual. Ach ja: und wir fast schon zufällig immerhin in der zweiten Reihe vor der Bühne. Ein sehr, sehr schöner Abschluss für den Festivalsamstag!
The Sidh:
Meine Überraschung des diesjährigen Castlefests. Dudelsäcke und fast schon technoartige elektronische Beats, kann das? Und wie das kann! Die Band rockte unheimlich, das Publikum tanzte ekstatisch. Gerüchten zufolge war das Merch so schnell ausverkauft, dass bereits kurz nach Beginn des Festivals einer nach Italien zurückfliegen und Nachschub holen musste. Ein wirklich passender Act für den traditionellen Fruit Salad am Sonntag Nachmittag!
Kaunan:
Nordic Folk wie man ihn sich schöner nicht wünschen kann. Macht mir jedes Mal wieder gute Laune und lädt durchaus zum Tanzen ein.
Emian:
Mit Emian und dem Castlefest haben sich zwei Dinge gefunden, die einfach perfekt zusammenpassen. Wer die Stimmung sucht, die mich dieses Festival so lieben lassen, der muss nur einmal ein Konzert dieser italienischen Pagan Folker besuchen und die ausgelassene Stimmung vor und auf der Bühne betrachten.
Brisinga:
Eine weitere neue Band für mich auf diesem Castlefest. Da haben wir uns am Sonntag sogar mal bei unserem sonst zeitlich etwas ausschweifenden Frühstück zusammengerissen, um den Anfang nicht zu verpassen. Die jungen Frauen wussten dann mit ihrer sehr eigenständigen Folkmusik bei Songs wie "Sinä ja minä" auch durchaus das Interesse der Zuhörer zu wecken. Man darf sicher gespannt sein, was von ihnen in der Zukunft noch so zu hören sein wird.
Irfan:
Die bulgarische Band ist für mich seit meinem ersten Castlefest-Besuch untrennbar mit diesem Festival verbunden, und die meditativen Klänge passen dort auch einfach ganz wunderbar hin. Musik zum Träumen und Entspannen auf dem wohl ohnehin schon entspanntesten Festival der Welt.
Árstíðir:
Die Band mit dem für den Großteil der Menschheit unaussprechlichen Namen spielt genau die Art von Pop, wie man ihn irgendwie nur in Island hinbekommt. Durch und durch ruhig und entspannt kann man sich in diesen Klängen ganz leicht verlieren.
PerKelt:
PerKelt beschreiben ihre Musik selbst als Pagan Speed Folk und gehen live wirklich ab wie Schmitz Katze, hatten aber auch ihre ebenfalls sehr ansprechenden ruhigen Momente. Gute Stimmung war bei dieser Musik jedenfalls vorprogrammiert!
Sowulo:
Nordisch inspirierter Pagan Folk ohne Gesang. Ein Konzert, welchem wir wegen der zeitweise fast schon erbarmungslosen Hitze dieses Jahr von einem Schattenplatz ohne Blick auf die Bühne gelauscht haben und welches trotzdem ein Genuss war.
Sunfire:
Die neue Band von Ex-Omnia Gitarristen Satria Karsono und der musikalischen Tausendsasserin Sophie Zaaijer zählte für mich zu den wohl ungewöhnlichsten Beiträgen des diesjährigen Castlefests. Musikalisch und optisch wurde man hier quasi in einen Saloon im wilden Westen versetzt. So etwas hat die Szene meines Wissens nach wirklich auch noch nicht erlebt!
Leider war es uns auch in diesem Jahr unmöglich, alle Bands zu sehen, sodass ebenfalls großartige Bands wie The Dolmen, Seed und The Moon and The Nightspirit diesmal weitestgehend auf der Strecke blieben. Das Line-Up war eben wieder einmal so gut, dass man sich am liebsten jede Band einmal angesehen hätte, was jedoch rein zeitlich nicht machbar war. Ein Luxusproblem, welches ich so auch von keinem anderen Festival kenne.
Da das Castlefest jedoch noch sehr viel mehr zu bieten hat als das Musikprogramm, möchte ich mich im letzten noch folgenden Teil meines Rückblicks noch mit dem Drumherum, dem Ambiente und dem nicht-musikalischen Programm beschäftigen. Doch dazu dann später mehr.
Neues Jahr, neue Musikübersicht über das Vergangene. 2016 hatte wahrlich einiges an tollen Neuerscheinungen zu bieten. Und hoffentlich komme ich irgendwann auch mal dazu, die erwähnten Sachen alle zu rezensieren. Wenn ja, gilt wie immer: ich verlink es. Und ebenfalls wie immer: die Liste ist alphabetisch, weil ich mich sowieso nicht für eine Reihenfolge entscheiden könnte. ;)
Irgendwie haben mich momentan die Schreibfaulheit und eine hartnäckige Erkältung voll im Griff. Darum hinke ich nun irgendwie richtig massiv hinterher mit den Dingen, über die ich eigentlich noch so hatte schreiben wollen. Zeit, der liegen gebliebenen Arbeit den Kampf anzusagen!
Kurz vor Weihnachten (ich sagte ja, es ist massiv) ergab sich relativ spontan ein Tagesausflug zum Winter Castlefest. Eigentlich ist der Weg ins niederländische Lisse ja ein bisschen weit für einen solchen spontan-Tagestrip, aber das Line Up war so gut, dass wir diesen Umstand gekonnt ignorierten und am Samstag einfach fuhren. Und was für ein Glück, dass wir das getan haben!
Ein bisschen merkwürdig war es schon, das uns in den mittlerweile recht zahlreichen Jahren, die wir das sommerliche Castlefest schon besuchen so vertraute Gelände plötzlich im tiefsten Winter wiederzusehen. Doch das Glücksgefühl ließ trotz leichten Nebels nicht lange auf sich warten, denn die Castlefest-Stimmung war zweifelsohne da.
Wir erreichten das Festivalgelände ziemlich pünktlich zu Beginn des ersten Konzertes. Dieses wurde von Sowulo im warmen Zelt gegeben. Die Konzerte sollten sich fortan den ganzen Tag ziemlich nahtlos auf jener Bühne im Zelt und einer kleinen Freiluft-Bühne abwechseln. Während dieses ersten Konzerts fiel es mir noch ziemlich schwer, mich auf das Geschehen auf der Bühne zu konzentrieren, sodass ich Sowulo irgendwie eher gehört als gesehen habe. Doch da war eben noch zu viel Neues um mich herum, Eindrücke wollten gesammelt werden und das Zelt in Augenschein genommen werden. Trotzdem habe ich das Konzert von Sowulo als sehr schön in Erinnerung, die Band heizte dem Publikum ordentlich ein und präsentierte dabei auch gleich das eine oder andere neue Stück. Schließlich hatten sie sich das Winter Castlefest zum Release-Termin ihres neuen, zweiten Albums "Sol" auserkoren, welches gleich nach dem Konzert Einlass in meine Musiksammlung fand.
Die kurze Konzertpause nach dem Auftritt von Sowulo nutzten wir, um uns den Rest des Geländes ein erstes Mal näher anzusehen. Ein erster Rundgang war relativ schnell bewerkstelligt, umfasst das Areal doch nur einen Bruchteil der Fläche des großen Castlefests im August.
Im Anschluss konnten wir uns dann wieder im Zelt aufwärmen und dabei die Klänge von Shireen genießen. Auch die spielten einiges bisher unveröffentlichtes Material, welches große Lust auf das in Arbeit befindliche erste Album der Band machte.
Ohne Pause ging es nach dem Auftritt von Shireen draußen mit Virelai weiter, die wir natürlich nicht verpassen wollten. Es war schon eine ganze Weile her, dass man die Band auf einem Castlefest erleben durfte und sie waren von uns schmerzlich vermisst worden. Hier bot sich auch die erste tolle Gelegenheit zu tanzen, wie man eben nur auf einem Festival wie dem Castlefest tanzen kann. Angeführt von Sängerin Mia tanzten wir gefühlt eine Viertelstunde in großen Kreisen und Schleifen über das Gelände. Anstrengend, aber auch superspaßig!
Virelai
Wieder ohne Pause fingen im Zelt Seed mit ihrem Set an, bei denen wir aber leider eine Auszeit nehmen mussten. Irgendwann muss man nunmal auch grundlegende menschliche Bedürfnisse befriedigen, und schon am frühen Nachmittag vor Hunger umfallen wäre doch irgendwie dumm gewesen ;) Während Seed also im Zelt sicher einen tollen Auftritt hinlegten (ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, durfte ich mich von den Live-Qualitäten der Band doch zuletzt wenige Monate zuvor auf dem Sommer Castlefest überzeugen), begaben wir uns zum Frying Dutchman.
Danach ging es dann aber mit voller Energie weiter, als auf der Außenbühne Asynje spielten. Wenn es eine Band gibt, deren Abwesenheit beim Castlefest mich in den vergangenen Jahren richtig, richtig hart getroffen hat, dann war es die von Asynje. Denn diese Band passt einfach zu diesem Festival, als wären sie füreinander geschaffen worden. Insbesondere den Song "Viking Party Polka" verbinde ich so stark mit dem Castlefest und er weckt jedesmal so schöne Erinnerungen, dass ich am liebsten sofort anfangen würde, durch den Raum zu tanzen, wenn ich ihn höre. Notfalls auch durchs Zugabteil, wenn ich ihn eben unterwegs höre. :P
Jedenfalls wurde natürlich auch dieses Asynje-Konzert ein absolutes Highlight des Tages, zumal Sängerin Nanna in einer ganz - nennen wir es mal "speziellen" - Laune war und so abging, dass selbst ihre Bandkollegen aufrichtig erstaunt wirkten.
Asynje
Das anschließende Konzert von The Dolmen sahen wir auch nicht ganz komplett, denn es wurde Zeit, dem Auto einen Besuch abzustatten um die mittlerweile gesammelten Einkäufe zu verstauen. Zu der Sowulo-CD hatten sich nämlich in der Zwischenzeit noch CDs von Trolska Polska, Asynje und The Dolmen sowie ein Castlefest-Geburtstagskalender gesellt. Die Bands hatten sich wahrlich nicht lumpen lassen, was neue Veröffentlichung pünktlich zum Winter Castlefest anging! Das Finale des Konzerts bekamen wir zum Glück aber doch noch mit, und es ließ mich ein wenig bedauern, den Rest verpasst zu haben. Aber so ist das nunmal, wenn es den ganzen Tag quasi keine Pausen im Line-Up gibt, und wir hatten wirklich lange überlegt, welche Auftritte wir "opfern" würden und uns mit Seed und The Dolmen schweren Herzens für die beiden entschieden, die wir schon im August gesehen hatten.
Mittlerweile war es draußen vollständig dunkel geworden. Als letzte Band auf der Außenbühne spielten Trolska Polska ihre einzigartigen Trollklänge. Die Dänen hatten sich dabei gleich ganz kompromisslos entschieden, ihr ebenfalls gerade erschienenes zweites Album "Untold Tales" komplett vorzustellen und gar keine alten Stücke zu spielen. Das Konzept ging auf, Band und Publikum hatten sichtlich Spaß beim imitieren von Trolltänzen- und Geräuschen.
Die gute Stimmung wurde dann gleich weiter ins Zelt getragen, wo Rastaban ihren Auftritt hatten. Die Belgier bewiesen wieder einmal, dass sie eine super Liveband sind, und brachten das Publikum ordentlich zum tanzen. Ich freute mich an diesem Tag bereits darauf, dass ich die Band keine zwei Wochen später bei ihrem ersten Deutschland-Konzert auf dem Mittelalterlichen Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund würde wiedersehen dürfen.
Nach dem Konzert gab es dann tatsächlich mal eine Spielpause, die wir für einen weiteren Besuch beim Frying Dutchman nutzen (ist sehr lecker da, aber das kulinarische Angebot war bedauerlicherweise auch wirklich etwas arg klein, sodass sich die Alternativen in Grenzen hielten). Danach suchten wir uns einen Platz für das Yule-Ritual.
Dieses wurde 2016 von Taloch Jameson, dem Sänger von The Dolmen geleitet, der auch in seiner englischen Heimat in derartigen Zeremonien aktiv ist und das Ritual zu einem ganz besonderen, unvergesslichen Erlebnis machte. Ganz dicht bei uns stand eine Gruppe junger Leute, die ziemlich negativ auffielen, weil sie das Ganze offensichtlich für einen dummen Scherz hielten. Kaum hatte Taloch jedoch mit der Zeremonie begonnen, wurden auch sie ganz still. Jeder lauschte seinen Worten, die - obwohl nicht laut - im ganzen Publikum verstanden werden konnten. Wie beeindruckend es schließlich war, als plötzlich die ganze versammelte Menschenmenge schwieg. Und was für eine Kraft sie dann entwickelte, als alle gemeinsam anhoben zu summen und schließlich zu rufen! Das waren wirklich ein paar magische Minuten für alle Versammelten.
Leider blieb nicht viel Zeit, um ganz in Ruhe den Gedanken und Gefühlen nachzuhängen, die eine solche Zeremonie in einem auslöst, folgte doch sogleich das letzte Konzert des Festivaltages. Dieses wurde von den wunderbaren Euzen gespielt. Wie üblich klebten meine (und sicherlich nicht nur meine) Augen förmlich das ganze Konzert über auf Sängerin Maria, die einfach eine sagenhafte Ausstrahlung und Bühnenpräsenz besitzt. Das großartige Outfit, dass sie trug (entworfen von Annicke, der Sängerin von Shireen) fing ebenfalls die Blicke der Leute ein.
Es wurde ein wundervoller Ausklang für einen durch und durch schönen Festivaltag. Die Musik von Euzen lud zum tanzen und singen und sich einfach nur wohlfühlen ein. Viel zu schnell ging der Auftritt dann auch seinem Ende entgegen und es wurde Zeit, sich zu verabschieden von diesem wundervollen Ort mit all seinen wundervollen Menschen.
Wir sehen uns im August, liebes Castlefest. Und vielleicht sehen wir uns dann ja auch nochmal im Dezember. Und ganz vielleicht dann auch nicht nur für einen Tag. Mal schauen, was die Zeit für Möglichkeiten eröffnet! ♥
Es ist ein wenig ärgerlich, aber dieser Blog musste in den letzten Tagen eine Zwangspause einlegen, weil die Internetverbindung momentan immer wieder streikt. Ich wage auch noch gar nicht zu hoffen, dass das Problem sich von selbst bereinigt hat, aber möchte nun zumindest das aktuelle (wenn auch langsame) Vorhandensein des Internets nutzen, um diese kleine Videovorstellung hier vorzunehmen.
Erst drei Wochen ist es her, dass die Niederländer von Sowulo mit "Sol" ihr zweites Album veröffentlicht haben (Rezension folgt), da legen sie gleich noch ein Video nach. "Ginnungagap" heißt das gute Stück und beschäftigt sich mit einem bedeutenden Begriff der nordischen Mythologie. Dort bezeichnet Ginnungagap, die gähnende Kluft, den leeren Raum vor dem Beginn der Welt, in dem diese dann ihren Anfang nimmt. Wer sich näher für dieses faszinierende Thema interessiert, dem sei ein Blick in die Lieder-Edda herzlich empfohlen, in der sich die Völuspá, das Lied der Seherin, näher mit der Entstehung der Welt beschäftigt.
Nun dann, es wird Zeit, die Castlefest-Berichterstattung endlich zu einem Ende zu bringen. Da dies das einzige Festival ist, bei dem Shopping traditionell dazugehört, weil es einfach so viele schöne Dinge gibt, die man sonst nirgendwo findet, möchte ich hier einfach kurz die "Ausbeute" präsentieren. Die fiel in diesem Jahr recht schmuck-lastig aus:
Das Armband auf der linken Seite stammt von Gnoom Artful Things, die wunderschönen, naturnahen Schmuck handfertigen und bei denen ich mich Jahr für Jahr mit tollen, neuen Sachen eindecken könnte.
Die Kette in der Mitte stammt von The Gift Of Magic, einem Stand, der mir in diesem Jahr zum ersten Mal aufgefallen ist.
Die beiden Anhänger auf der rechten Seite - Mond und keltischer Lebensbaum - stammen von einem Stand, der eigentlich auf Dreadlock - und Bartperlen spezialisiert war, etwas versteckt jedoch auch ganz tollen Schmuck dabei hatte.
Doch auch ein paar andere Sachen kamen noch mit nach Hause:
Das Pyrolsysis-Shirt (unten rechts) habe ich ja bereits erwähnt. Ich finde das Logo der Band einfach großartig! :D
Mit dem Bild (links) habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Schon seit Jahren habe ich mir ein Bild von Yperman Fantasy Paints gewünscht, und dieses Jahr habe ich mich endlich für eines entschieden. Es hat zwar nur Postkartengröße, aber wer die Wände meines Zimmers kennt, weiß: für viel mehr wäre hier eh kein Platz mehr gewesen! :P
Musik gab es für uns dieses Jahr relativ wenig, nur die EP von Shireen sowie eine One Track-Single von Sowulo, die leider gar nicht auf dem Festival gespielt haben. Zu der Sowulo-Single gibt es übrigens auch ein sehr sehenswertes Video, das ich hier einfach mal einfügen möchte:
Das war es dann für dieses Jahr wirklich in Sachen Castlefest. Ich freue mich dennoch jetzt schon wieder aufs nächste Mal! ♥
Obwohl Weihnachten mittlerweile hinter uns liegt, ist der Phantastische Mittelalterliche LichterWeihnachtsmarkt in Dortmund noch lange nicht vorbei. Am vergangenen, fünften Marktwochenende war ich am Samstag wieder mit dabei. Nach einem ersten Rundgang über das Gelände, wo ich im Ausverkauf am MPS-Merchzelt ein neues T-Shirt mit Odin-Print vom Künstler Voenix für mich fand, begab ich mich zum Bühnenbereich, um dort auf den ersten Auftritt des Tages und auf meine Freundin zu warten.
Nachdem es am Wochenende davor so schön mit ihnen gewesen war, habe ich mich natürlich sehr gefreut, auch an diesem Tag wieder Faey sehen zu dürfen. Diese spielten am Samstag "nur" zwei Auftritte, die ich mir beide ansah und präsentierten dem Publikum wieder eine bunte Mischung aus Songs ihres Albums und neuen Stücken, die man wohl im kommenden Jahr auf einer neuen CD wird finden können.
Sandra von Faey
Als sich die Dunkelheit bereits über das Gelände gesenkt hatte und der Vollmond über allem auftauchte, folgte an diesem Tag noch ein weiteres, ganz besonderes musikalisches Highlight. Die Niederländer von Cesair beehrten den Markt mit einem Auftritt. Ihre Musik, die sie selbst als Epic & Mythic Folk bezeichnen, boten sie dabei in etwas anderer Form dar als sonst. Eines ihrer Mitglieder - Fieke, die normalerweise an Akkordeon, Drehleiher und Dulcimer zu finden ist - konnte an diesem Tag leider nicht anwesend sein. Dafür gab es einen guten Grund, befindet sie sich doch derzeit in Korea, um dort den Klarinettisten Romain Guyot mitsamt Kammerorchester aufzunehmen. Trotzdem hinterließ sie natürlich eine musikalische Lücke, die gefüllt werden wollte. So kam es dann, dass Cesair an diesem Abend gleich drei hochkarätige musikalische Gäste zu sich auf die Bühne einluden. Zum einen wäre des Daphyd The Crow von Omnia am Slideridoo gewesen, zum anderen Klaartje und Faber von den niederländischen Pagan Folkern Sowulo, die dem Sound der Band eine weitere Geige und ein Piano hinzufügten.
Es wurde ein großartiger Auftritt, die Band und ihre Gäste hatten offensichtlich Spaß, was sich auch auf das Publikum übertrug. Außerdem stellten auch Cesair einiges neues Material vor und weckten somit die Hoffnung, dass man im kommenden Jahr vielleicht endlich mit einem richtigen, vollständigen, neuen Album rechnen darf. Schön wäre das in jedem Fall. Sogar Geschenke fürs Publikum hatte die Band mitgebracht, hübsch eingepackt warfen sie sie gegen Ende des Auftritts in die Menge. Wenn das mal keine schöne Geste war! :)
Monique von Cesair
Nach dem Auftritt von Cesair fanden meine Freundin und ich Zeit für einen Besuch bei Gisi's Kuhmilch und Kakao Kaschemme, wo ich eine leckere karibische Milch mit Bananen und Kokossirup trank. Gegessen hatten wir schon vorher bei unserer allgemein heißgeliebten Spätzleküche. Ich hatte mir an diesem Tag dort sogar die Deluxe-Spätzleversion mit Hirschrahmsauce und Preiselbeeren gegönnt. So. Unglaublich. Lecker!
Ein letzter Auftritt stand noch an an diesem Samstag Abend. Eigentlich hatte ich schon längst auf dem Heimweg seien wollen, aber die Neugier überwog dann doch. Außerdem hofften wir, dass sich das letzte Konzert zum Poispielen eignen würde (was es im Endeffekt leider nur bedingt tat, aber egal). An diesem Tag sollten nämlich Elfenthal auftreten. Wem das noch nichts sagt: Elfenthal ist das Projekt von John Kelly (ex Kelly Family) und seiner Frau Maite Itoiz, einer spanischen Sopranistin. Zusammen haben die beiden eine Band geschaffen, die einen Bogen zwischen alter Musik und einer Rockoper zu schlagen sucht. Obwohl wir an diesem Abend eindeutig mehr aus dem Rockoper-Bereich zu sehen bekamen, schimmerte die ruhige Seite dieses Projektes immer wieder durch. Zwischenzeitlich wurden von Maite immer wieder kleine Texte und Gedichte vorgelesen. Außerdem gab es sogar immer mal wieder choreografische Einlagen von John und seiner Frau, so wurden auch schonmal die Schwerter geschwungen. Man merkte der ganzen Show den liebevoll durchdachten Ablauf wirklich an.
Musikalisch hat mich das Ganze etwas an Blackmore's Night erinnert und traf zugegebenermaßen nicht so hundertprozentig meinen Musikgeschmack, aber den Auftritt an sich werde ich so schnell nicht vergessen.
Hier gibt es mal einen kleinen Eindruck in das, was Elfenthal so machen:
Bis zum Ende bleiben konnte ich aber leider nicht, sonst hätte ich meinen letzten Zug verpasst. Dachte ich zumindest. Im Endeffekt hätte das gar nichts gemacht, aber das konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen. Beim Eintreffen am Bahnhof erreichte mich die freudige Botschaft, dass mein Zug laut Anzeigetafel nicht bis nach Aachen, sondern nur bis Düsseldarf fahren sollte. Der Aushang stimmte dem zu, die App nicht. Mir wurde es in jedem Fall zu heikel und ich schwenkte auf den RE1 nach Aachen um. Der leider nicht in meiner Heimatstadt hält. Es entpuppte sich trotzdem als die richtige Entscheidung, denn als ich um 02:53 Uhr Aachen wieder verließ, war mein eigentlich angepeilter Zug dort noch immer nicht eingetroffen. Ungefähre Verspätung von 120 Minuten hieß es zuletzt. Ob er wohl je ankam? Ich jedenfalls fiel gegen halb vier glücklich ins Bett. Es war trotz aller Bahnwidrigkeiten ein schöner Tag!
Am letzten Samstag war ich wieder einmal unterwegs, dieses Mal bereits zum zweiten Mal auf dem Keltisch Midzomer Festival
im niederländischen Bad Nieweschans. Wem der Ort nichts sagt: es
handelt sich dabei um ein kleines Städtchen gleich hinter der
deutsch-niederländischen Grenze. Die nächste größere Stadt auf deutscher
Seite ist Leer.
Obwohl der Wetterbericht etwas anderes befürchten hatte lassen,
begann der Festivalausflug bei bestem Wetter. Sofort nach Einlass ging
das musikalische Programm auf einer der drei Bühnen mit Jami's Fancy
los. Das etwas ungleiche niederländische Duo - zwischen den beiden
Mitgliedern liegen 33 Jahre altersunterschied - präsentierte Irish Folk
mit Uilleann Pipe, irischen Flöten, Gitarre und Irish Bouzouki. Eine
schöne Einstimmung auf das Festival.
Im Anschluss daran war es schon Zeit für eines der Highlights des Festivals, die Handfasting Zeremonie.
Bei dieser Zeremonie erhalten jedes Jahr jeweils vier Paare die
Möglichkeit, an einer neukeltischen Hochzeitszeremonie teilzunehmen.
Geleitet wird diese von einem Druiden. Die Teilnehmer der Zeremonie
werden durch verschiedenfarbige Bänder an den Händen verbunden, wobei
die verschiedenen Farben für unterschiedliche Eigenschaften stehen.
Nachdem die Zuschauer den Verbindungen ihren Segen gegeben haben, werden
die Bänder wieder gelöst. Begleitet von fröhlicher Musik verlassen die
Paare dann den Ring, in dem die Zeremonie stattgefunden hat, indem sie
gemeinsam über einen Besen springen, wobei es sich um ein
Fruchtbarkeitssymbol handelt. Die Paare sind nun für ein Jahr und einen
Tag verbunden, dann können sie entscheiden, ob sie die Verbindung lösen
wollen oder sie um ein weiteres Jahr oder gar für ein ganzes Leben
erneueren wollen.
In diesem Jahr wurden am Samstag bei der Zeremonie
sowohl deutsche als auch niederländische Paare zusammengegeben, die
musikalische Untermalung stammte von Serpentyne. Es war wieder eine wunderschöne Zeremonie, die einen wirklich zu Tränen rühren konnte!
Eine kurze Programmpause erlaubte uns dann, das Gelände einmal näher
zu inspizieren. Da das Festival eher klein ist, dauerte das nicht
lange, doch wir blieben noch für einige Zeit beim Balfolk-Workshop
hängen. Wem der Ausdruck nichts sagt: Beim Balfolk handelt es sich um
Tanzveranstaltungen, bei denen Kreis-und Reihentänze getanzt werden -
beispielsweise solche, wie man sie in Historienserien wie den Tudors
bewundern darf, gerne jedoch auch welche, die etwas weniger komplex sind
und deshalb von mehr Leuten schneller mitgetanzt werden können. ;)
Im Anschluss ging es schließlich wieder musikalisch weiter: Serpentyne,
die eben noch die Zeremonie unterstützt hatten, traten auf der größten
Bühne auf. Für mich war die Band an diesem Tag noch neu, aber sie
wussten mich schnell zu überzeugen. Musikalisch wurde eine Mischung aus
alten, traditionellen Songs in eigenem Gewand, so zum Beispiel "Pastime with good Company", und auch eigene Songs wie das extrem ohrwurmtaugliche "Boudica"
geboten. Der anfänglichen Tanzfaulheit des Publikums wurde auch schnell
abgeholfen, als eine der beiden Sängerinnen ins Publikum stieg und die
Leute persönlich zum Tanzen aufforderte und mit ihnen gemeinsam dann
einige Tanzschritte auf dem Platz vor der Bühne machte. Dieser Einladung
konnte auch ich mich nicht entziehen - umso besser, dass es in den
Niederlanden niemanden interessiert, wie gut oder schlecht man tanzt,
solange es nur ordentlich Spaß macht ;)
Als nächstes waren die Niederländer von Seed (bitte
kein 'E' zu viel benutzen) an der Reihe. Die junge Band spielt Pagan
Folk und hat bisher noch keine Musik veröffentlicht. Umso gespannter war
ich, was genau mich hier erwartet. Die akustischen Stücke wussten auch
sofort zu überzeugen, bei den Liedern mit Gesang hätte man meiner
Meinung nach den Gesang etwas deutlicher in den Vordergrund rücken
können, sodass man den Texten besser hätte folgen können. Leider fielen
weite Teile des Konzerts buchstäblich ins Wasser, als plötzlich ein
fieser Platzregen niederging, während dem wir uns an der
Kartoffelbräterei unterstellen durften. Einige Zuschauer ließen sich
aber auch gar nicht stören und tanzten einfach im Regen weiter.
Ich
bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit dieser Band in Zukunft noch
weitergehen wird und freue mich auf kommende Veröffentlichungen.
Gleich im Anschluss ging es weiter mit Serpentyne's Landsmannen-und Frauen von The Dolmen.
Dass die Band live abgeht wie nix, sollte mitlerweile eigentlich jeder
in der Szene mitbekommen haben - und so war es auch an diesem Tag
wieder! Das neue, Geige spielende Mitglied fügte sich musikalisch super
in die Truppe ein und die Band tat dem Publikum außerdem den Gefallen,
das absolut großartige Piratenstück "Dead Cats Don't Meow" zu
spielen - es ist echt eine Schande, dass die Band dieses Jahr nur so
selten auf deutschen Veranstaltungen wie dem MPS unterwegs ist!
Als nächstes folgte für mich ein weiteres musikalisches Highlight, der Auftritt der Pagan Folk Band Sowulo.
Die vier Niederländer spielen quasi ausschließlich Instrumentalstücke
und hatten einen eigenen Priester dabei, der die nordischen Götter
angerufen hat. Außerdem wurde während des ganzen Sets Weihrauch
verbrannt - wirklich ein ganz besonderes Konzert. Die Band spielte Songs
von ihrem bisher einzigen Album "Alvenrad", in dem die
einzelnen Stücke besondere Jahreshöhepunkte des germanisch-heidnischen
Kalenders thematisieren. Außerdem stellten sie ein neues Stück vor, was
einen deutlichen Einfluss durch die Norweger von Wardruna nicht verbergen konnte und wirklich Lust auf neues Material machte.
Für mich endete der Festivaltag dann auch schon nach dem Auftritt der nächsten Band, den Co-Headlinern Heidevolk.
Bei einem sonst sehr folkigen Festival vielen die mit ihrem Folk Metal
natürlich schon ziemlich auf, konnten aber durchaus für Stimmung sorgen
und das Publikum schaltete einfach von Tanzen auf Moshen und Headbangen
um ;) Der Platz vor der Bühne hatte sich nach einem weiteren, heftigen
Regen in eine Schlammfläche verwandelt, was das Ganze ein wenig an ein
metallastiges Woodstock erinnern ließ. Heidevolk präsentierten einen
Querschnitt durch ihre vier Alben und ließen dabei keine Hits aus: "Het Bier Zal Weer Vloeien", "Nehalennia", "Saksenland" und natürlich auch "Vulgaris Magistralis" - sie alle durften nicht fehlen und machten das Konzert für mich zu einem würdigen Festivalabschluss.
Im Anscchluss daran enterten noch einmal The Dolmen
die Bühne, aber davon kann ich nichts erzählen. Nach einer leckeren
Portion Slingerchips zum Abschluss ging es für mich heimwärts - aber
wenn es nach mir geht, komme ich nächstes Jahr wieder - hoch lebe das
Keltisch Midzomer Festival!
Heute möchte ich, quasi als Eröffnung der neuen Rubrik
"Albumvorstellung", ein ganz besonderes musikalisches Projekt
vorstellen. Das Album trägt den Namen "Folk For The People" und
kann einzig als digitales Album über Bandcamp erworben werden. Obwohl
ich normalerweise ein großer Freund physischer Tonträger bin, ob nun auf
CD oder ganz klassisch auf Vinyl, soll dieses Projekt hier nicht
unerwähnt bleiben, und das aus gutem Grund.
Bei "Folk For The People" handelt es sich um eine
Compilation, zu der 35 internationale Folkbands beigetragen haben.
Einige Bands, insbesondere von denen aus Deutschland, den Niederlanden
und Belgien, waren mir vor Erwerb der Compilation schon bekannt, die
meisten jedoch überhaupt nicht. Es sei aber so viel gesagt: Auf dem
Album verbergen sich einige Perlen, die darauf warten, entdeckt zu
werden!
Mit Faun und The Dolmen haben zwei
Bands einen Beitrag geleistet, die beispielsweise den Besuchern des
Mittelalterlich Phanatsie Spectaculums nicht fremd sein dürften.
Freunden niederländischer Folkmusik dürften unter anderem Bands wie LEAF, Sowulo oder Kelten Zonder Grenzen ein freudiges "Oh!" entlocken und wer je die Gelegenheit hatte, die Belgier von Rastaban live zu sehen, der dürfte auch mit diesem Namen gute Erinnerungen verbinden.
Neben diesen vielleicht dem Einen oder Anderem bekannten Namen
finden sich auf der Compilation zahlreiche osteuropäische Bands,
vorrangig aus der Ukraine. Und das ist auch kein Wunder, betrachtet man
die Geschichte des Albums: Bei "Folk For The People" handelt es
sich nämlich um eine Benefiz-Compilation für die Opfer der Repression in
der Ukraine. Sämtliche Erlöse aus dem Verkauf der Compilation fließen
an die Organisation EuromaidanSOS. Bisher sind so schon um die 2500 Euro zusammengekommen.
Ins Leben gefrufen wurde die Aktion von Mich Rozek, dem Drummer der belgischen Gruppe Rastaban,
die ebenfalls auf dem Album vertreten ist. Er hat selber ukrainische
Vorfahren und die Aktion vor dem Hintergrund der Unruhen in Kiew
innerhalb kürzester Zeit aufgebaut, um den Opfern der Gewalt dort zu
helfen.
Wer sich entscheidet, die Compilation zu kaufen und herunterzuladen,
bekommt für nur 10 Euro (oder natürlich mehr, wenn er oder sie eine
größere Spende machen möchte) eine ausgezeichnete Folk-Compilation mit
mehr als 3 Stunden Musik. Dabei gibt es allerhand zu entdecken, auf das
man zufällig vermutlich nie gestoßen wäre - und man leistet einen
kleinen Beitrag zur Hilfe. Wenn das mal kein guter Deal ist!