Sonntag, 8. November 2020

Hollywood-Stars hautnah: Die German Comic Con 2019


Die German Comic Con 2020 in der Dortmunder Westfalenhalle wurde vor wenigen Tagen aufgrund der wechselhaften Corona-Politik und der damit einhergehenden unklaren Planungslage für Kulturveranstaltungen jeglicher Art endgültig abgesagt. Ich denke, das kam für die wenigsten überraschend in diesem Drecksscheiß absolut, uneingeschränkt entzückenden Jahr, aber ein Highlight war es nun auch wieder nicht, auch noch die letzte geplante Veranstaltung in diesem Jahr vor die Hunde gehen zu sehen. 

Nutze ich die Zeit eben, endlich einmal den lange überfälligen Rückblick auf die letztjährige Ausgabe der Convention zu verfassen.

Wie üblich besuchten meine Freundin und ich die Convention am zweiten Veranstaltungstag, dem Sonntag, eine Stunde nach Einlass. Das sparte uns auch in diesem Jahr wieder einiges an Wartezeit am Einlass und an Nerven in der Halle, weil der Sonntag einfach nie so überfüllt ist wie der Samstag und sich die Einlasslage eine Stunde nach Beginn in der Regel soweit entspannt hat, dass man einfach durchgehen kann. :D


Drinnen erwartete einen auch 2019 wieder alles, was das Nerd-Herz so höherschlagen lässt. Amerikanische Comic-Superhelden, Manga & Anime, Videospiele, Kultfilme, Fantasy, Science Fiction - alles dabei. Alles davon nicht sehr Geldbeutel-schnonend, aber das dürfte den meisten wohl von Anfang an klar sein. ;)

Nicht zu vergessen war natürlich auch dieses Mal wieder das Aufgebot an Stargästen. Dabei hatte man sich zu dieser 5. Jubiläumsauflage der Con nicht lumpen lassen. Obwohl wir die kostspieligen und zeitraubenden Foto-und Autogrammsessions ja grundsätzlich links liegen lassen, besuchten wir dieses Mal immerhin gleich zwei der öffentlichen Panels, was ganz unterhaltsam war. Das war zunächst einmal das Charmed-Panel mit Holly Marie Combs (Piper), Brian Krause (Leo) und Drew Fuller (Chris), bei dem sich der Mensch hinter dem in Serie stets so besonnenen Charakter Leo im Real Life als totale Rampensau herausstellte. :D Außerdem besuchten wir noch das Akte X Panel mit Mitch Pileggi (Walter Skinner), Annabeth Gish (Monica Reyes) sowie Nicholas Lea (Alex Krycek), was auch ziemlich interessant war.


Beim Akte X Panel

Gekauft haben wir sicher auch irgendwas cooles, allerdings kann ich mich nach fast einem Jahr wirklich nicht mehr erinnern, was genau es gewesen sein mag, also muss ich auf die klassische Präsentation meines Loots dieses Mal wohl verzichten. :D

Insgesamt war es jedenfalls eine sehr schöne und vielseitige Convention und die Zeit dort ging sehr schnell um. Gerne wären wir auch dieses Jahr wieder hingegangen, aber weder die Spring Edition noch die reguläre Auflage hatten ja nun im Endeffekt eine Chance, stattzufinden. Hoffen wir, dass im kommenden Jahr vieles wieder anders und vor allem besser wird!

Samstag, 24. Oktober 2020

Konzertbericht: Wardruna in Wuppertal

 Wardruna zählen seit jeher zu jenen Bands, die sich auf den Bühnen dieser Welt eher rar machen, seltsamerweise auch im sonst für Touren gerne besuchten, weil dicht besiedelten, NRW. Was für eine große Neuigkeit es da war, als es im vergangenen Jahr plötzlich hieß, dass die Norweger Wuppertal einen Besuch abstatten würden - und dann auch noch in der historischen Stadthalle, die sich im Laufe der Jahre zu einer meiner liebsten Konzertlocations gemausert hat! Sofort wurden Karten gesichert, und das war auch gut so, denn das Konzert, einer von nur zwei Deutschland-Terminen, war natürlich auch in Windeseile ausverkauft.

Wir waren mit unserem Ticketkauf sogar so schnell, dass wir mal wieder unsere Lieblingsplätze ergatterten und das Konzert von oben beobachten konnten. Und was für ein überwältigendes Konzert es wurde! Die minimalistische, aber genau so perfekte Bühnendeko hatten die Musiker von der letzten Tour übernommen, und die stimmige Mischung aus Musik, Licht und Schatten zog die Besucher sofort in den Bann. 

Der Auftritt am 28. November begann dabei mit einem regelrechten Knall, nämlich dem beeindruckenden Stück "Tyr", welches auch schon als Opener des dritten Albums der Runaljod-Trilogie der Band diente und die Zuhörer ohne große Umschweife in den klanglichen Kosmos der Band warf. Es folgte eine eineinhalbstündige Reise in die faszinierende Welt der nordischen Runen, voll mit hypnotischen Melodien, faszinierenden, traditionellen Instrumenten sowie den betörenden Stimmen von Einar Selvik und Lindy Fay Hella. Unterbrochen wurde das ganze bis kurz vor Schluss nicht ein einziges Mal für eine Ansage oder die sonst fast schon obligatorische Pause zum Beine vertreten, wie sie bei bestuhlten Konzerten so weit verbreitet ist - ein Glück, wäre dies doch nur eine unnötige Unterbrechung gewesen, welche den Bann, in den einen so ein Wardruna-Konzert unweigerlich schlägt, gebrochen hätte.

Erst kurz vor Ende wandte sich Wardruna-Mastermind Einar Selvik dann an das Publikum, um im Anschluss mit "Helvegen" einen der wohl bewegensten Songs der Band anzustimmen. Nach diesem fulminanten Finale gab es für die Menschen in der Halle dann auch kein Halten mehr, und der Applaus wollte gar nicht mehr abbrechen. Umso schöner, dass man sich nicht lange bitten ließ, eine Zugabe zu geben. Dabei handelte es sich um das Stück "Voluspá", welches Einar Selvik alleine zum besten gab. Bei diesem Lied wurde noch einmal sehr deutlich, wie stark der Sänger das Publikum im Griff hatte, denn die ganze Halle lauschte andächtig und mucksmäuschenstill dem langen und ruhigen Stück, bevor man sich dann mit einem erneuten frenetischen Jubel von der gesamten Band verabschiedete.

So ging ein Konzert zu Ende, welches für mich zu den beeindruckendsten Live-Erlebnissen zählte, die ich im vergangenen Jahr erleben durfte. Wie ich mich in diesen schlimmen Zeiten danach sehne, endlich wieder etwas vergleichbares erleben zu dürfen!



Samstag, 10. Oktober 2020

Klein, aber fein: Die Comic und Mangaconvention in Münster Hiltrup


 Eigentlich wäre ich jetzt gerade mit einer Freundin im schönen Aachen shoppen - wer weiß schließlich, wie lange das überhaupt noch möglich ist, eh uns wieder die wildesten Restriktionen ereilen. Da diese Freundin nun aber krank geworden ist (nein, aller Voraussicht nach nix mit Corona), mussten wir es verschieben. Und nun sitze ich hier, habe schon einen Bananenkuchen gebacken und denke mir: du könntest ja auch mal was an deinem Blog machen, damit der Backlog nicht tatsächlich noch auf ein ganzes frustrierendes Jahr anwächst. Also geht es nun weiter mit meinem kleinen Bericht von der Comic-und Manga Convention in Münster-Hiltrup aus dem vergangenen November *hüstel*.

Am 23. November war es wieder so weit und ich machte mich mit einer Freundin auf den Weg zur Stadthalle in Hiltrup, einem Stadtteil, den ich während der mehreren Jahre, die ich in Münster gelebt habe, tatsächlich nie bewusst betreten habe. :D 

Und erwartete dort eine weitere Auflage der Comic-und Mangaconvention. Größentechnisch hat diese Con natürlich ganz andere Dimensionen als die riesigen Verwandten DoKomi oder German Comic Con. Doch links liegen lassen sollte man sie deswegen auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil, beide Münsteraner Auflagen der städteübergreifenden Con-Reihe haben mir ziemlich gut gefallen. Neben superfreundlichen Mitarbeitern gab es auch dieses Mal wieder ein soldies Angebot an professionellen Ständen sowie an Zeichnern. Das schöne an der Artist Alley ist dabei auch dieses Mal wieder gewesen, dass man dort auch mal ganz andere Gesichter sah und entsprechend viel Neues entdecken konnte. Während man bei den größeren Conventions zwangsläufig immer wieder die gleichen, schon etwas namhafteren Künstler antrifft, haben auf der kleinen Comic-und Manga Convention auch noch unbekanntere Aussteller mit einem vielleicht noch nicht so großen Angebot eine Chance, sich zu präsentieren. Eine sehr feine Sache, wie ich finde! Und wie der Name schon verrät, findet man dort auch nicht nur Künstler aus dem Mangabereich, sondern auch solche, die sich anderen Comicstilen verschrieben haben.

 Auch ein Programm fehlte bei der Convention nicht, während unseres Besuchs fand beispielsweise gerade der Cosplay-Wettbewerb stand. Leider war ich mal wieder zu faul, Fotos zu machen, aber es waren auf jeden Fall ein paar sehenswerte Kostüme dabei.

Mir ist aufgefallen, dass seitdem so viel Zeit ins Land gezogen ist, dass ich gar nicht mehr immer genau zuordnen kann, was ich eigentlich so von welcher Con mitgenommen habe - schließlich geht man ja eher selten mit leeren Händen von so einer Veranstaltung nach Hause. So musste ich auch ganz schön lange überlegen, bis ich zu dem Schluss gekommen bin, dass meine Ausbeute bei der Hiltruper Comic-und Mangaconvention wohl aus zwei Sachen bestand:

 

Mein kleiner Makoto aus Free!

Es handelt sich hierbei zunächst einmal um eine kleine Figur von Makoto aus Free! im Chibi Style, die ich einfach zu goldig fand. ♥ Dann ging noch eine Plüschgeldbörse in Form eines Shiba Inus in meinen Besitz über, die leider gerade nicht für ein Foto zur Verfügung steht. Wenn ich daran denke, hole ich das bei Gelegenheit noch nach. ;)

Lange Rede kurzer Sinn: die Comic-und Mangaconvention in Münster-Hiltrup ist für mich jederzeit einen Besuch wert. Gerade, wer mal ein paar neue Künstler entdecken möchte oder wem die großen Conventions einfach immer viel zu wuselig und überlaufen sind, sollte hier gerne mal einen Blick riskieren.


CD-Vorstellung: Die letzten Ostgoten - Höhlenmalerei


 Es war mal wieder so weit und ich durfte für jarwinbenadar ein weiteres, spannendes neues Album begutachten. Diesmal war es mit den letzten Ostgoten eine Band, die mir persönlich vorher noch gänzlich unbekannt gewesen war. Ihr erstes Album "Höhlenmalerei" kann sich aber definitiv hören lassen! Hier geht es zur Rezension:


Die letzten Ostgoten - Höhlenmalerei


Wer sich gerne gleich einen audiovisuellen Eindruck verschaffen möchte, dem sei das offizielle Video zu "Blutrausch" empfohlen:




Donnerstag, 1. Oktober 2020

Das erste Corona-Halloween

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu, und ich habe leider nicht viel auf diesem Blog gemacht. Langsam komme ich mir mit meinem 3-Jahre-Backlog wirklich albern vor, aber ich ziehe das jetzt durch. Und manchmal kann es ja auch ganz interessant sein, mit etwas Abstand auf die Dinge zu blicken. So wie heute auf das erste Halloween-Fest unter Corona-Bedingungen im Jahr 2020.

Ich denke, wir haben alle noch lebhaft in Erinnerung, wie deprimierend die Lage mit den ganzen Kontaktverboten war. Nun wollte aber wohl niemand seine Kinder mehr als notwendig enttäuschen, und darum hat man sich - zumindest bei uns in der Ecke - ein wenig was einfallen lassen, nämlich Süßes oder Saures, und das ganz kontaktlos. Da waren wir natürlich dabei und haben für die kleinen Besucher, die mit ihren Eltern durch die Straßen zogen, kleine Halloween-Sets mit Lolli-Gespenstern vorbereitet. 


 Für alle, die (wie ich, meistens) nicht grundsätzlich an das Gute im Menschen glauben: das Ganze wurde wunderbar angenommen, und niemand kam auf die Idee, alles mitzunehmen, was kaputt zu machen oder ähnlichen Blödsinn. Eine ganz schöne Erinnerung, wie ich finde!


 Für uns selbst gab es aber natürlich auch eine Kleinigkeit, nämlich Halloween-Ausstech-Plätzchen. Wie man sieht, bin ich nicht gerade ein Genie im Verzieren von Kleingebäck, aber Spaß gemacht hat es allemale - und lecker war es auch!


***Dieser Beitrag wurde am 13.12.2023 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***

Montag, 21. September 2020

Dinos auf dem Weihnachtsmarkt - der PLWM in Dortmund

Erst kam ich mir ein wenig dumm vor, jetzt, bei einer Außentemperatur von knapp 30°C meine Erlebnisse aus der letzten Weihnachtssaison zu teilen, aber da hängt meiner Berichterstattung nun einmal. Und da mir der freundliche Discounter um die Ecke nun schon Weihnachts-Schoki als Wintertraum-Süßwaren unterjubeln will, fühl ich mich plötzlich nur noch halb so verpflichtet, irgendwem irgendwas zu erklären. ;)

Nun gut, auch im vergangenen Jahr lud MPS-Veranstalter Gisbert Hiller wieder zum Phantastischen Lichter Weihnachtsmarkt in den Dortmunder Fredenbaumpark - und allem "Telgte-war-aber-immer-viel-schöner"-Gemurre zum Trotz sind wir auch in diesem Jahr seinem Ruf wieder gefolgt. Und das sogar zweimal. :D

Da es nun aber schon so lange her ist und ich einmal auch gar keine Kamera dabei hatte, fasse ich meine Erlebnisse einfach mal zu einem Post zusammen. Der Markt an sich war so, wie man ihn aus den vergangenen Jahre kennengelernt hatte und wir nutzten unsere Rundgänge wie üblich hauptsächlich, um das leckere, kulinarische Angebot auszukosten (und in meinem Fall auch, um sich beim MPS-Stand noch mit der einen oder anderen Restbestands der Miroque-CDs einzudecken - wie ich deren Stand noch heute vermisse... u_u). 

Auch das musikalische Programm ließen wir natürlich nicht links liegen. Besonders hervorzuheben sind dabei wie in jedem Jahr Ye Banished Privateers, die auf dem PLWM neben ihren normalen Songs auch stets einige piratige Weihnachtssongs im Gepäck haben - und jedes Jahr kommt ein neuer hinzu, was für eine schöne Tradition! Außerdem durften wir noch den Klängen der Niederländer von Harmony Glen sowie Rapalje lauschen und hatten großen Spaß beim Auftritt von MacCabe & Kanaka, die an diesem Tag irgendwie Mr. Kanaka verloren hatten, aber trotzdem ein sehr stimmungsvolles Konzert ablieferten.

 

Der PLWM in der Abenddämmerung

So richtig schön wird der PLWM ja - da ist man sich weit und breit ziemlich einig - eh erst nach Sonnenuntergang. Da wurden auch im vergangenen Jahr wieder die Bäume illuminiert und der parkeigene See in ein Kerzenmeer verwandelt, was immer wieder ein wunderschöner Anblick ist.

Bei der letzten Auflage kam aber noch eine neue Attraktion hinzu: der Dinopark! Bereits auf dem Sommer-MPS in Bückeburg war Veranstalter Gisi ja auf den Dino gekommen, und dieses Thema setzte sich nun auf dem PLWM mit einem ganzen Dinobereich fort. Auch hier lohnte es sich, bis nach Sonnenuntergang zu warten, und bei einem unserer Besuche hing sogar noch Nebel in der Luft, was dem ganzen einen leicht unheimlichen Touch verlieh. 

Im Dunkeln sehen die Dinos mal so richtig lebensecht aus!

Obwohl das Wetter ja die gesamte Weihnachtsmarkt-Saison hindurch eher unwinterlich war, hatte ich zwei ziemlich schöne Tage auf dem PLWM. Dieses Jahr wäre ich garantiert wieder hingegangen, doch ob ein Markt in diesem Jahr durchführbar sein wird und in welcher Form steht natürlich aktuell noch in den Sternen. Dabei sehnt man sich doch gerade in einem solchen Schietjahr nach ein paar kleinen Lichtblicken.  

Samstag, 19. September 2020

Party im Strandkorb - Metfest in Mönchengladbach

Viel ging nicht in Sachen Konzerten während der Corona-Zeit, aber was ging hab ich immer gerne mitgenommen. Ein besonders schönes Beispiel für die Kreativität von Künstlern und Veranstaltern in dieser schweren Zeit war sicherlich das Strandkorb Open Air in Mönchengladbach. Als dort dann nur einen Tag nach meinem Geburtstag zum Metfest geladen wurde, habe ich natürlich nicht lange gezögert.

Das Konzept der Veranstaltung war wie ich finde ziemlich genial. Ich habe zwar schon einmal darüber berichtet, aber da es schon eine ganze Weile her ist, hier nochmal in aller Kürze: Im Zuschauerraum wurden Strandkörbe aufgestellt, jeweils für zwei Personen. Diese konnten auch nur im Doppelpack gebucht werden. Während des Konzerts verbachte man die Zeit dann in oder maximal stehend vor seinem Strandkorb. Getränke wurden online bestellt und in eine Kühlbox am Korb gestellt oder während der Veranstaltung gebracht. Auf dem Weg zu den sanitären Anlagen herrschte natürlich Maskenpflicht und der Einlass wurde durch strikte Verteilung auf mehrere Eingänge maximal entzerrt. Es war ein super Konzept ffür diese schwierige Zeit (jedoch vermutlich nur durch großzügige Sponsoren wirklich tragbar). Und ein Zeichen, dass nicht jeder den Kultursektor damals einfach vergessen hat.

 

Schattenmann
 

Jedenfalls standen an diesem Abend für das Metfest drei Bands auf dem Programm. Eröffnen durften Schattenmann, die dem Publikum mit den wohl härtesten Klängen des Abends ordentlich einheizten.

Weiter ging es dann folkig, aber auch ein bisschen punkig mit The O’Reillys and the Paddyhats, die ebenfalls einen sehr guten Job machten und dafür sorgten, dass viele sich von ihren zugegebenermaßen gemütlichen Strandkorb-Sitzen erhoben, um sich ordentlich zur Musik bewegen zu können.

 

The O’Reillys and the Paddyhats
 

Doch ein Metfest wäre natürlich kein Metfest ohne Feuerschwanz, und die bewiesen an diesem Abend einmal wieder, was für eine großartige Liveband sie sind. So ein Feuerschwanz-Konzert ist ja in der Regel ein ziemlich kontaktfreudiges Erlebnis, und die Nähe macht manchmal auch einiges an Stimmung aus. Doch der Band gelang es an diesem Abend absolut mühelos, das weiträumig über die Strandkörbe verteilte Publikum mitzureißen. Die Atmosphäre war schon nach kürzester Zeit wirklich hervorragend, und was die Leute durch die verhältnismäßig kleine Zahl nicht in der Masse erreichen konnten, machten sie durch ihr Stimmvolumen wieder wett. Es wurde lautstark mitgesungen, geklatscht und man war allgemein für jede Idee von der Bühne zu haben.

Wie es sich nunmal mit guten Konzerten verhält, ging auch dieses gefühlt viel zu schnell vorüber, bleibt jedoch noch lange Zeit später eine der schönsten Erinnerungen an eine insgesamt weniger schöne Zeit.



***Dieser Beitrag wurde am 25.05.2023 verfasst, jedoch der Übersichtlichkeit und dem Tagebuch-Charakter dieses Blogs halber in die Zeit des Erlebnisses zurückdatiert.***