Freitag, 17. April 2015

Besuch im Zoom in Gelsenkirchen

Eigentlich ist es schon eine Weile her, dass ich mit einer Freundin in der Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen gewesen bin, es war irgendwann vor Ostern an einem der ersten richtig schönen und sonnigen Tage. Irgendwie bin ich aber erst diese Woche dazu gekommen, die Bilder, die ich an diesem Tag gemacht habe, richtig durchzusehen und ohne Fotos wollte ich irgendwie auch nichts dazu schreiben. Darum gibt es eben erst jetzt ein paar Impressionen von diesem Besuch, viel Spaß damit! :)



Gleich zu Beginn unseres Besuches in der Zoom Erlebniswelt kamen wir bei den kleinen Pandas vorbei. Diese leben dort in der Erlebniswelt Asien. Für alle, die den Zoom nicht kennen: Dort gibt es drei nach Kontinenten/Ländern gegliederte Erlebniswelten: Asien, Alaska und Afrika.



Diesen putzigen Gesellen entdeckten wir in Afrika. Es handelt sich um ein euroafrikanisches Stachelschwein.


Ebenfalls in Afrika beheimatet sind diese beiden beeindruckenden Vögel. Oben links ein Gänsegeier, auf dem Boden ein Marabu. Ich glaube mich zu erinnern, dass dieses Foto während einer Bootsfahrt entstanden ist. Man kann im Zoom nämlich eine kleine Rundfahrt mit einem kleinen Boot machen - total schön und entspannend, wenn man vorher schon viel gelaufen ist.


Zu diesem kleinen Kerl brauche ich wohl nicht viele Worte verlieren. Erdmännchen zählen - wie wohl in den meisten Zoos - auch in Gelsenkirchen zu den Publikumslieblingen.

Zu guter Letzt nun auch noch eine Impression aus der letzten noch fehlenden Erlebniswelt, Alaska. Dort kamen wir an, als die Waschbären gerade ein Nickerchen in der Sonne hielten. Es sei ihnen gegönnt. :D

Man kann wirklich sagen, dass wir einen sehr schönen Tag im Zoom hatten. Ein Besuch dort lohnt sich wirklich. Es gibt viele Tiere in modernen, geräumigen und naturnah gestalteten Gehegen. Die meisten Tiere kann man mit etwas Geduld auch erspähen, da man meist von verschiedenen Punkten aus in die Gehege schauen kann. Trotzdem haben die Tiere Rückzugsorte, an denen sie unbeobachtet sein können.

Neben den Tieren gibt es aber auch noch vieles Anderes zu entdecken: Wie bereits erwähnt kann man eine Rundfahrt in einem kleinen Boot machen, es gibt eine Mine, in der es spukt und einen spannenden Simulator, der einen auf die rasante Reise auf einer Eisscholle mitnimmt. Die Wege sind liebevoll gestaltet, überall gibt es Gebäude und Landschaftselemente, die in die jeweilige Erlebniswelt passen. Natürlich kann man im Zoom auch essen und Souvenirs im Zooshop erwerben. Auch an Spielmöglichkeiten für Kinder mangelt es nicht. Ein Besuch im Zoom ist somit sowohl für Erwachsene als auch für Kinder spannend. Auf jeden Fall sollte man für den Besuch einen ganzen Tag einplanen: der Zoo ist mit 6 Hektar wirklich riesig!

Neben den oben veröffentlichten Bildern habe ich übrigens noch eine ganze Reihe von meinen Lieblingstieren, den Wölfen gemacht. Ich habe mir aber überlegt, dass ich diese in einem eigenen Post veröffentlichen möchte. Das soll irgendwann im Laufe der kommenden Woche geschehen.
Dies war mein zweiter Besuch im Zoom, der erste liegt schon einige Jahre zurück. Vor ein paar Jahren habe ich mit einer Freundin so ziemlich alle Zoos in NRW besucht. Momentan fehlt uns beiden dafür leider irgendwie das Geld, fürchte ich. :D Trotzdem habe ich überlegt, mit der Zeit auch ein paar Impressionen, die wir in anderen Zoos gesammelt haben, zu veröffentlichen. Mal schauen, wann ich zeitlich dazu komme.
Anmerkung: Da ich gehört habe, dass die Veröffentlichung von Fotos, die in Zoos aufgenommen wurden, rechtlich problematisch sein kann, habe ich vor diesem Post ein wenig recherchiert und diesen sehr hilfreichen Link gefunden: Zooliste. Dort ist nachzulesen, wie verschiedene Zoos und Tierparks zur Veröffentlichung von Fotos stehen. Der Zoom erlaubt die nicht kommerzielle Verbreitung von Fotos bei Nennung des Entstehungsortes - und dies ist ein privater, nichtkommerzieller Blog. :)

Zoom Erlebniswelt

Ein paar sehr verspätete Worte zum Osterwochenende

Eigentlich hatte ich natürlich gleich nach Ostern etwas zum Osterwochenende schreiben wollen, aber durch den plötzlichen Tod meiner Kaninchendame war mir dazu erstmal gründlich die Lust vergangen...
Dabei wäre das alles ohne dieses unerfreuliche Ereignis eine ziemlich schöne Zeit gewesen. Am Karfreitag habe ich erstmal zusammen mit meiner Mutter einen Kuchen gebacken. Passend zum Osterfest konnte ich nicht widerstehen und musste endlich mal den Spiegeleikuchen, den sicher die meisten von euch aus der TV-Werbung kennen, ausprobieren:
Sieht (wie ich finde) klasse aus und ist auch wirklich super lecker und relativ leicht zu machen, wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein. :D


Gleich im Anschluss gab es dann mal wieder einen Versuch, meine wuselige Kaninchenband zu fotografieren. So sind tatsächlich nur zwei Tage vor ihrem Tod noch ein paar Fotos von der armen, kleinen Polly entstanden, darunter dieses hier:

An sich finde ich das Foto nicht unbedingt herausragend, aber ich freue mich, dass ich da nochmal beide Mümmler zusammen auf einem Bild habe... Das weiße Kaninchen auf der rechten Seite, welches (mehr oder weniger ;) ) auf den Namen Swiffer hört, ist nun momentan ganz alleine und wir sind ziemlich ratlos, was wir machen sollen... Haben uns schon in den Tierheimen in der Region umgesehen und es macht den Anschein, als wäre es nicht ganz so leicht, eine passende, neue Gesellschaft für ihn zu finden. =/

Aber es gab auch eine schöne Neuigkeit an diesem Wochenende, auf unserer Terasse wuseln seitdem nämlich zwei kleine Katzenkinder herum.

 Auf dem Bild sieht man sie kaum, weil sie ihrer Mutter so ähnlich sehen. :D Ein bisschen kompliziert ist die Situation trotzdem. Die Katzenmutter, die bei uns auf den Namen Jule (vollständiger Name: Jammerjule) hört, wohnt nämlich eigentlich ein paar Häuser weiter, wo sie Julia heißt. Aus irgendeinem Grund hat sie aber beschlossen, bei uns ins Exil zu gehen. Ich vermute als Grund ja, dass ihre eigentliche Familie sechs größtenteils noch ziemlich kleine Kinder hat - wenn sie da Angst um ihre Kinder hat, könnte ich das jedenfalls gut verstehen. Trotzdem sehe ich da noch ein Problem auf uns zukommen. Wäre sie unsere Katze, würden wir sie nämlich kastrieren lassen. Blöd nur, dass sie aber nicht unsere Katze ist, ihre Besitzer sie nicht kastrieren lassen wollen, sie aber ihre Jungen nun bei uns kriegt... ich fürchte, da besteht bald Klärungsbedarf. ^^

Um nochmal zurück auf Ostern zu kommen: Am Samstag wurden natürlich noch ganz der Tradition folgend Eier gefärbt und dann ging es zum bereits gestern geschilderten Osterkonzert nach Osnabrück und nach einer Nacht bei einer Freundin am Sonntag zurück nach Hause. Ab da war Ostern dann leider nur noch traurig und ich habe wirklich eine ganze Weile gebraucht, um mich wieder zu fangen - wenn ein Tier stirbt, ist das eben jedes Mal aufs Neue wieder verdammt schwer zu verarbeiten... :(

Donnerstag, 16. April 2015

Konzertbericht: Osterkonzert in Osnabrück

Mittlerweile hat es sich zu einer schönen, jedes Jahr wiederkehrenden Tradition entwickelt, dass in der Osnabrücker Lagerhalle am Ostersamstag ein Osterkonzert veranstaltet wird. Ein Event, dass auch an diesem ersten Wochenende im April zahlreiche Mittelalterfreunde anlockte. Auf dem Programm standen in diesem Jahr Metusa und Reliquiae.

Beim Betreten der Lagerhalle erwartete die auf den Einlass wartenden Fans jedoch erst einmal eine Überraschung, die sich sehr bald als ziemlich unschön herausstellen sollte: Im Restaurantbereich der Lagerhalle, von dem aus eine Tür in den Konzertsaal führt, wurde Public Viewing veranstaltet. Die Begeisterung meiner Begleitung und mir hielt sich von Anfang an in Grenzen. Keine von uns beiden interessiert sich für Fußball, dafür verfügen wir beide über zahlreiche negative Erfahrungen mit den Fans dieser Sportart. An diesem Abend sollte sich zu diesen Erfahrungen eine weitere gesellen.

Wir reihten uns brav in die Schlange für den Einlass ein, und jene, die nach uns kamen, taten natürlich dasselbe. Plötzlich fielen einige Reihen hinter uns böse Worte: Einer der Fußballfans fühlte sich durch die Einlassschlange gestört, er konnte die Leinwand nicht mehr sehen. Das meinte er dem Mädchen, welches ihm im Weg war zeigen zu müssen, indem er ihr erst sagte, sie solle nach draußen verschwinden und sie dann an den Schultern aus dem Weg zu schieben versuchte. Er hielt das mit all seiner Unfreundlichkeit für sein gutes Recht, weil er ja bezahlte habe. Klar, wir alle natürlich nicht, oder wie? ^^ Sie verschwand ein wenig nach hinten und ein Mann nahm ihren Platz ein. Es kam, wie es klischeehaft kommen musste, und der Fußballfan wurde handgreiflich. Beinah kam es zu einer Schlägerei zwischen ihm und dem Konzertbesucher, den er sich packte und anschrie mit den Worten, er habe doch freundlich gefragt. Nun, seine Definition von "freundlich" muss sich gravierend von der in unserer Warteschlange unterscheiden. Auf der anderen Seite des Raumes gab es übrigens noch eine andere Leinwand, er hätte das Problem also auch einfach lösen können, indem er sich umgedreht und auf diese geschaut hätte... Aber offenbar legen gewisse Fußballfans großen Wert darauf, alle negativen Attribute, mit denen man sie gerne versieht, auch immer wieder aufs Neue zu bestätigen.

Irgendwann war es dann zum Glück endlich so weit und die Tür zur Konzertlocation öffnete sich. Ab da ging es endlich bergauf mit dem Abend. Als erste der beiden Bands betraten die Osnabrücker Reliquiae die Bühne. Für die war es an diesem Abend ein Auftritt mit einem ganz besonderen Anlss: Es war die Abschiedsshow ihres Schlagzeugers Zsolt, der die Band von Anfang an begleitet hatte. Um diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen, spielte die Band an diesem Abend nicht nur Songs ihres aktuellen Albums "Pandora", sondern auch eine recht große Anzahl des Vorgängers "Audi Vide Tace". Außerdem gaben sie erste vielversprechende musikalische Einblicke in ihr bald erscheinendes, neues Album "Winter".

Zsolts Abschied während des Konzertes war dann auch wirklich bewegend für alle Anwesenden. Sogar seine Familie war anwesend, um ihm nach seinem letzten Songs Blumen und herzförmige Luftballons zu überreichen. Für ihn übernahm dann sein Nachfolger Lasko die Drumsticks. Am Ende des Auftritts jedoch tauchte Zsolt noch einmal kurz auf, um sich und Reliquiae mit ein paar sicher bald legendären Worten von der Bühne zu verabschieden: Die Kuh machte muh, das Schaf macht mäh, ihr saht gerade Reliquiae ;)

Hörprobe:


Nicht lange, nachdem Reliquiae die Bühne verlassen hatten, betrat McRogan dieselbe, um das Publikum für einige Minuten mit seinem Stepptanz zu unterhalten und irisches Flair in die Halle zu bringen. Die Leute unterstützten ihn dabei fleißig mit ihrem Klatschen.

Nach der Umbaupause ging es dann weiter mit der zweiten Band des Abends: Metusa. Auch die gaben alles und unterhielten das Publikum mit ihren größten Hits. Etwas ältere Stücke wie "Tanz", "Piratenseele" und "Fünf Nächte" fehlten da ebenso wenig wie Stücke vom aktuellen Album. Bei "Hüter der Meere" ließ die Band im Publikum sogar einen aufblasbaren Wal kreisen, den in Bewegung zu halten allen Anwesenden sichtlich Spaß bereitete.

Richtig großartig wurde es, als Sänger Dominik Reliqiaue als die beste Band Osnabrücks lobte und kurz darauf Schlagzeuger Henne nach vorne trat um einzuwenden, dass er ja Mr. Hurley & die Pulveraffen viel toller fände, nur um daraufhin von Dominik von der Bühne gejagt zu werden. Zum Scherz rief Dominik dann nach einem Schlagzeger von Reliquiae als Ersatz, woraufhin tatsächlich Zsolt auf die Bühne gestolpert kam und prompt engagiert wurde, das nächste Lied mit ihnen zu spielen. Kurzzeitig verfügte Metusa dann sogar über eine Drei-Mann-Rhytmussektion, als er sowohl von Henne als auch von Dominik unterstützt wurde.

Ich muss ja gestehen, dass ich bei Metusa lange mit dem Weggang von Sängerin Anja gehadert habe. Dadurch war eine Lücke entstanden, die zunächst nicht füllbar zu sein schien. Wer die großartige Interaktion, die auf der Bühne zwischen ihr und Frontmann Dominik herrschte, miterlebt hat, weiß sicher, wovon ich spreche. An diesem Abend konnten mich Metusa jedoch endlich wieder ähnlich begeistern wie früher, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Hörprobe:


Leider konnten wir den Auftritt von Metusa jedoch nur bis zum letzten Lied vor der Zugabe verfolgen, danach mussten wir uns auf den Weg zum Bahnhof begeben. Da beide Bands an diesem Abend ein volles Set spielten (es handelte sich also quasi um eine Doppelheadlinershow), war es spät geworden und den letzten Zug wollten wir auf keinen Fall verpassen - schließlich fuhr der nächste erst am kommenden Morgen und es galt, in der Lage zu sein, den Ostersonntag für alle zufriedenstellend mit der Familie zu verbringen.

Trotz des unglücklichen Starts war es ein sehr schöner Abend und ich hoffe, dass uns die Tradition der Osnabrücker Osterkonzerte noch lange erhalten bleiben wird.

Dienstag, 7. April 2015

CD-Vorstellung: Asynje - Færd

Irgendwie brauche ich dringend Ablenkung und was zu tun, darum setze ich nun endlich die Reihe der CD-Vorstellungen meiner Favoriten aus dem vergangenen Jahr fort, die noch immer nicht fertig ist, obwohl dieses Jahr schon wieder einiges an neuem Material dazugekommen ist...

Interpret: Asynje
Titel: Færd
Erschienen: 2014
Label: Eigenproduktion

Tracklist:
01. Hr. Oluf | 02. Skáll | 03. Valkyriesletten | 04. Baldur Dansur | 05. Natten Ryster (Demo)

Eigentlich hatten die Dänen von Asynje angekündigt, dass passend zum Castlefest ein neues Album vorliegen sollte. Irgendwie wurde daraus dann aber doch nichts und um ihren dortigen Fans einen Gefallen zu tun, brachten sie stattdessen eine EP mit. 

Auf sechs Liedern präsentieren Asynje auf "Færd" einmal wieder genau die Musik, für die man sie lieben gelernt hat: Nordischen Folk mit traditionellen Instrumenten wie Drehleier, Nyckelharpa oder Flöten, der durch die Samples von Søren Hammerlund und durch die einzigartige Stimme von Sängerin Nanna Barslev einen ganz speziellen, mystischen Touch bekommt. Dabei schlägt die Band mal ruhige Töne an wie bei dem von der Lieder-Edda inspirierten "Valkyriesletten", welches mich vom Sound her ein wenig an die ebenfalls großartigen Valravn erinnert, mal wird es aber auch folkig lebhaft und tanzbar wie bei "Baldur Dansur". Fans von Nordic Folk, die auch ein wenig offen für Klangexperimente sind, kommen auf jeden Fall in allen der sechs Lieder auf ihre Kosten.

"Færd" kommt als schickes Digipack mit einem neuen Bandfoto auf dem Cover daher. Einziges Manko: Es gibt kein Booklet, ergo auch keine Lyrics und erst recht keine Übersetzungen - was bei den in der Regel dänischen Texten der Band für viele Hörer zu Verständnisproblemen führen dürfte. Dabei sind die Lyrics der Band, die oft traditionelle Texte als Grundlage haben, wirklich wert, näher betrachtet zu werden. Aber möglicherweise wird dieser Misstand ja später auf dem Album auch behoben. Vielleicht ja auf dem diesjährigen Castlefest? ;)

Meine Bewertung:

♥♥♥♥
[4/5]

Hörprobe:


Montag, 6. April 2015

Abschied...

Dieses Osterfest, was eigentlich ganz schön anfing, hat sich gestern Nachmittag langsam, aber stetig zum traurigsten aller Zeiten gewandelt.

Als ich gestern Mittag zu Hause ankam, fand ich im Kaninchenstall zwei putzmuntere Mümmelmänner. Nur wenige Stunden später war plötzlich alles anders, unsere Kaninchendame Polly (ja, genau die aus meinem "Frohe Ostern" Post vom Vortag) saß plötzlich apathisch da, den Kopf auf den Wassernapf gestützt. Sie hatte großen Durst, konnte aber nur vom Löffel, den wir ihr hinhielten trinken. Bei näherer Untersuchung stellten wir fest, dass sie Gleichgewichtsstörungen hatte und die Hinterläufe nicht mehr kontrollieren konnte. Wir recherchierten im Internet und fürchteten bald das schlimmste, die Anzeichen sahen wahlweise nach einer unheilbaren Krankheit namens Schiefhals oder einem Schlaganfall aus.

Obwohl es mittlerweile Abends war und eben Ostersonntag erklärte sich einer der örtlichen Tierärzte bereit, das Tier anzusehen. Dankbar fuhren wir hin und er stellte fest, dass Polly fast 4 Grad Untertemperatur hatte und der Kreislauf schwach war. Er vermuetete eine Vergiftung, möglicherweise durch Flugschimmel an irgendetwas, das sie gefressen hatte und gab ihr mehrere Spritzen um den Kreislauf wieder in Schwung und den Flüssigkeitshaushalt in Ordnung zu bringen. Er war ziemlich zuversichtlich, dass es ihr am nächsten Tag wieder besser gehen würde. Wir nahmen sie daraufhin wieder mit nach Hause und versuchten sie aufzuwärmen. Nach einer Weile versuchten wir sie mit Möhrenbrei und Wasser zu päppeln, aber sie hatte keinen Schluckreflex mehr. Kurz nach 23 Uhr wurde ihr dann das Atmen schwer. Zum Glück musste sie sich nicht lange so quälen, wenige Minuten später war sie für immer eingeschlafen.

Polly ist keine vier Jahre alt geworden und es ist mir unbegreiflich, was genau eigentlich gestern passiert ist und wie es so schnell gehen konnte. Heute morgen haben wir sie im Garten begraben und Hyazinthen und Osterglocken auf ihr kleines Grab gesetzt. Sie wird mir und ihrem Kaninchenpartner unheimlich fehlen.


Ruhe in Frieden, kleine Polly! :(

Samstag, 4. April 2015

Frohe Ostern!

Hallo alle zusammen!
Bevor ich mich jetzt gleich zum traditionellen jährlichen Osterkonzert in der Lagerhalle nach Osnabrück verabschiede, wollte ich euch gerne allen noch ein frohes Osterfest wünschen! :)
 

Das Häschen auf dem Foto hört übrigens auf den Namen Polly, das Foto ist letztes Jahr Ostern im Hasenstall in unserem Garten entstanden. Derzeit warten unsere beiden Mümmelmänner noch sehnsüchtig darauf, dass die Temperaturen sich so stabilisieren, dass sie auch für dieses Jahr wieder nach draußen können. :)

Freitag, 3. April 2015

Konzertbericht: Feuerschwanz in Osnabrück

Wie in letzter Zeit fast jedes Wochenende hat es mich auch am vergangenen Samstag wieder nach Osnabrück verschlagen. Dort machten an jenem Tag Feuerschwanz im Rahmen ihrer "Auf's Leben!" Tour in der Lagerhalle halt. Nachdem das gleichnamige neue Album durchaus gelungen ist und die Band dieses Jahr bedauerlicherweise nicht das MPS bespielen wird ein guter Grund, einmal vorbeizuschauen.

Los ging es jedoch erst einmal mit dem Support, den uns ebenfalls nicht unbekannten Freibeutern von Vroudenspil. Zu Beginn ihres Auftritts hatte man den Eindruck, dass viele der anwesenden Menschen die Band noch nicht kannten. Dennoch gelang es den Damen und Herren recht schnell, das Publikum auf ihre Seite zu bekommen und die Stimmung stieg von Lied zu Lied. Die Band - nicht wie gewohnt mit Kraken, sondern mit Flosse am Schlagzeug - bot einen schönen Querschnitt durch ihr bisheriges, immerhin schon drei Alben umfassendes Werk, wobei Songs wie "In der Halle des Dattelschnapskönigs" und "Reise nach Tortuga" nicht fehlen durften. Vroudenspil lieferten eine solide Liveshow und entließen das Publikum am Ende stimmungstechnisch perfekt für den weiteren Abend vorbereitet.

Nach der üblichen Umbaupause ging es dann weiter mit dem Hauptact des Abends, Feuerschwanz. Gespielt wurden an diesem Abend neben Liedern der neuen Platte wie "Blöde Frage, Saufgelage" und "Zuckerbrot und Peitsche" auch einige Klassiker wie "Hurra Hurra die Pest ist da" oder "Wir lieben Dudelsack". Und Feuerschwanz ließen sich auch wahrlich nicht lumpen, was ihre Show anging. Da wurde eine dracheneifömige Metmaschine aufgefahren, der Hauptmann hüllte sich in ein überlebensgroßes Ohr und Prinz Hodenherz stürmte als Druide verkleidet die Bühne. Auch eine tanzende Mieze durfte natürlich nicht fehlen. Auch das Publikum wurde stets eingebunden: So wurde eine Besucherin zur Jungfer, deren Aufgabe es war, dem Werben Hodis nicht nachzugeben und ein sehr glücklich wirkender junger Mann wurde seines Oberteils beraubt und stattdessen mit Matrosenmütze und Surfbrett ins Publikum zum Crowdsurfen zurückgeschickt. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass Feuerschwanz ein Spektakel boten, das seinesgleichen noch sucht. 

Positiv aufgefallen an diesem Abend ist aber auch, dass die Band es schafft, auch ernste Momente in ihre Show zu integrieren - keine leichte Sache für eine Band mit dem Ruf, eine der Mittelalter-Party-Bands schlechthin zu sein. Mit "Auf Wiederseh'n" bewies die Band dies eindrücklich, als er das ruhige und melancholische Stück seiner verstorbenen Mutter widmete und das Publikum während des ganzen Stückes andächtig ohne Zwischenrufe lauschte - etwas, was heute ja durchaus keine Selbstverständlichkeit (mehr?) zu sein scheint.

Irgendwann neigte sich dann natürlich auch dieses schöne Konzert seinem Ende entgegen, wobei keiner leugnen kann, dass Feuerschwanz selbst den Abschied pompös zelebrierten. Die Band konnte mich an diesem Abend mal wieder restlos von ihren Qualitäten als Liveband überzeugen. Wer eine gute Show und eine gute Party sucht, ist hier definitiv an der richtigen Stelle. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Hörprobe: