Posts mit dem Label Cultus Ferox werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Cultus Ferox werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 30. Juli 2019

Saisoneröffnung West: Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum Dortmund

Ende April wurde es endlich wieder Zeit, die Gewandung aus dem Schrank zu befreien und die Mittelaltersaison zu eröffnen. Wie schon in so vielen Jahren zuvor, geschah das bei mir auch in diesem Jahr wieder auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum im Dortmunder Fredenbaumpark. Diesmal waren sogar mal wieder zwei Tagesbesuche drin, einer am Samstag, einer am Mittwoch - also sowohl am ersten, als auch am letzten Tag der Veranstaltung.

Vom Samstag, dem 27. April, habe ich tatsächlich so gar keine Bilder mitgebracht. Das einzige Konzert, welches ich mir an diesem Tag ganz angesehen habe, war das erste Konzert von Versengold. Es war schön, die Band nach ziemlich langer Zeit einmal wieder live sehen zu dürfen und sie stellten sogar schon ein wenig Material vom mittlerweile veröffentlichten, neuen Album "Nordlicht" vor. Da ich nunmal keine Bilder habe, es aber so viel neues Versengold-Videomaterial gibt, welches ich hier auf meinem kleinen Blog noch gar nicht geteilt habe, nutze ich die Chance mal:


Ansonsten nutzten wir viel unserer Zeit dafür, über das Gelände zu spazieren, Stände zu schauen und mal hier und da einen Blick zu riskieren. Ein bisschen Cultus Ferox hier, ein wenig Mr. Hurley & die Pulveraffen dort. Und nach mehreren Jahren Abstinenz gaben wir auch Saltatio Mortis nochmal eine Chance. Wie nostalgisch sich das anfühlte, zumal wir gerade mitten in das Set klassischer Marktlieder der Band hereinplatzten! Hier hätte ich auch wirklich gerne mal wieder Fotos gemacht, denn die neuen Bühnenoutfits machen im Einsatz wirklich was her. Leider standen wir aber so hoffnungslos weit hinten, dass ich es nicht mal probiert habe. Kein Wunder, dass wir uns manchmal wehmütig an die Zeit erinnern, wo man noch problemlos so weit nach vorne kam, dass man sich vor dem Trommelstock von Lasterbalk dem Lästerlichen in Acht nehmen musste! :D



Meinen zweiten Besuch am 1. Mai machte ich mit einer anderen Begleitung, und für unseren Besuch gab es im Wesentlichen einen Grund: Ye Banished Privateers! Diese zeigten sich an jenem Tag mal wieder ein Höchstform, sodass wir natürlich mit Freuden alle Sets der Band besuchten.


Praktischerweise hatten wir an diesem Tag sogar freien Eintritt, da wir zu Jahresbeginn Gisis Aufruf gefolgt waren und in Münster alte Plakate vom Weihnachtsmarkt abmontiert hatten, in einer sehr regnerischen Nacht-und-Nebelaktion, die wir wohl noch unseren immaginären Enkeln erzählen werden. :P Diese Plakate waren jedenfalls an diesem Tag unser Eintritt, weswegen wir das gesparte Geld gleich in etwas leckeres zu Essen investieren konnten.

Ansonsten machten wir noch einen kleinen Abstecher zu Heavysaurus. Dieses Phänomen wollten wir uns einfach mal mit eigenen Augen ansehen, hat man doch im Moment auf dem MPS das Gefühl, sie seien im Moment das ganz große Ding. So waren auch an diesem Mittwochnachmittag zahlreiche Familien mit ihren Kindern, aber auch ganz normale MPS-Besucher der Einladung der Dinos (und des Drachen) gefolgt. Die Stimmung unter den Kindern schien auch super zu sein, aber wir stellten doch recht bald fest, dass wir mal so gar nicht die Zielgruppe sind, fühlten uns folglich fehl am Platz und traten den Rückzug an. Nach dem Konzert, das bekamen wir zufällig mit, standen die Musiker in ihren sicher nicht besonders bequemen Kostümen, noch stundenlang an ihrem Merchzelt und ermöglichten so wirklich jedem Kind (und natürlich den kindgebliebenen Erwachsenen) ein Foto mit ihnen zu machen. Hut ab für so viel Fanfreundlichkeit!

Alles in allem waren es mal wieder zwei sehr nette Tage auf dem MPS in Dortmund.

Samstag, 9. September 2017

Adieu MPS - mein Besuch auf dem wohl letzten Wassenberger Mittelalterspektakel

Obwohl das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Wassenberg für mich rein geografisch betrachtet der nächste Termin der ganzen Veranstaltungsreihe ist, hat es mich in der Vergangenheit auffällig selten dorthin verschlagen. Grund dafür war stets die schlechte Anbindung an de öffentlichen Nahverkehr: Wassenberg hat keinen Bahnhof, und die Busverbindungen sind - insbesondere ab dem frühen Abend äußerst überschaubar bis nicht mehr existent. Doch dieses Jahr gab es gute Gründe, noch einmal hinzufahren, steht das MPS Wassenberg doch auf der Liste der Termine, die in Zukunft nicht mehr durchgeführt werden. Und dann hatte sich mit Faun in diesem Jahr auch noch meine Lieblingsband angekündigt.

Ich besuchte die Veranstaltung mit meiner Mutter, die schon seit Jahren kein MPS mehr gesehen hatte, weswegen wir den Tag mit einem Geländerundgang begannen. Es ist als regelmäßiger MPS-Besucher wirklich schön, eine dieser Veranstaltungen mal mit jemand szenefremdem zu besuchen, da man so selbst alles noch einmal mit neuen Augen sehen kann. So kam es dann sogar dazu, dass ich erstmalig in meiner mittlerweile auch schon fast zehnjährigen Mittelaltermarkt-Liebe beim Mäuseroulette teilnahm - und prompt gewann!

Von den an diesem Tag aufspielenden Bands schauten wir uns tatsächlich alle kürzer oder länger an - Cultus Ferox sogar mehrmals, da die es meiner Mutter an jenem Tag angetan hatten. Auch Versengold vermochten zu begeistern, sebst wenn wir die leider nur einmal im Zeitplan unterbringen konnten.

Cultus Ferox

Auf der kleinen Bühne schauten wir uns die Cobblestones an. Bei Saor Patrol blieb es eher bei einer Stippvisite - irgendwann muss man schließlich auch was essen. Mit leckeren Schmachtlappen vom Bäcker bewaffnet ließen wir uns auf einer Bank in einer ruhigen Ecke des schönen Geländes rund um die Burg Wassenberg nieder und beobachteten eine Zeitlang einfach die vorbeiziehenden Leute. Das Wetter war toll, das Gelände gut besucht, jedoch zum Glück nicht überlaufen. Später, quasi als Nachtisch, gönnten wir uns dann noch einen köstlichen Baumstriezel mit Zucker und Zimt. Einfach zu wunderbar, die Teile!

Ein bekanntes, aber ungewohntes Gesicht als Vertretung für Pínto bei Versengold

Irgendwie war es mir tatsächlich gelungen, meine Mutter zu überreden, den üblichen Zirkus mitzumachen, den es eben mitzumachen gilt, wenn man Faun aus der ersten Reihe erleben möchte. Ich denke, sie hat es nicht bereut. Es wurde wieder ein wunderschönes Faun-Konzert, mit zahlreichen Stücken vom aktuellen Album "Midgard" - darunter auch "Odin", welches auch ohne die musikalische Unterstützung von Einar Selvik einfach magisch ist - aber auch guten, alten Bekannten wie "Iyansa", welches seine Faszination auf mich wohl niemals verlieren wird.

Faun

So ein Faun-Konzert ist immer der perfekte Abschluss für einen MPS-Tag, und so machten wir uns im Anschluss auch ganz gemächlich auf den Heimweg, selbst wenn das Programm noch eine Weile weiterging. Auf dem Weg zum Ausgang verweilten wir kurz beim Feuerspektakel, welches aber leider winzig klein war und nicht das Highlight, was es auf größeren Terminen der Veranstaltung zu sein pflegt und welches ich meiner Mutter sehr gerne gezeigt hätte.

Vom Parkplatz aus warf ich einen letzten Blick zurück. Der Mond hing schön und hell über der idyllischen nächtlichen Silhouette von Wassenberg. Da wurde ich doch etwas wehmütig, dass dies vermutlich mein letzter Ausflug ins Wassenberger Mittelalter gewesen sein wird.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Kurs Nord: Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Rastede

Vom 14. bis zum 17. Mai verschlug es mich zum zweiten Mal in dieser Saison aufs MPS. Dieses Mal führte mich der Weg ziemlich weit nach Norden ins niedersächsische Rastede. Mehr als sechs Stunden Anfahrt hätte das für mich bedeutet, hätte ich nicht das Glück gehabt, am Vorabend bei einer Freundin auf halber Strecke schlafen zu können, um dann am Donnerstag gemeinsam weiter Richtung MPS zu fahren.

Angekommen in Rastede hieß es aber erst einmal, sich mental auf eine große Strapaze vorzubereiten: Die Campsite liegt dort nämlich leider mehrere Kilometer vom Bahnhof entfernt. Ich bereitet mich also schon einmal darauf vor, mit Zelt, Schlafsack, Luftmatraze, Gewandung, warmen Nachtklamotten und Verpfelgung für vier Tage den voraussichtlich mehr als einstündigen Marsch anzutreten. Puh. Doch an diesem Tage war mir das Glück hold: Nur wenige Minuten war ich gelaufen, als neben mir das Auto des Drachen daselbst, des MPS-Veranstalters Gisi, hielt. Er hatte Mitleid mit mir und fuhr mich tatsächlich mit seinem Auto bis zu Campsite. Ich war so froh! :D

Auf der Campsite wurde ich dann auch schon von einer früher angereisten Freundin erwartet, die mir einen Platz freigehalten hatte. Schnell das Zelt aufgebaut, in die Marktklamotten geschmissen, und auf ging es zum Gelände und ziemlich sofort auch zum ersten Konzert der großartigen Ye Banished Privateers! Die Band sollte das gesamte Wochenende prägen, denn trotz guter Vorsätze, uns allen Bands mit gleicher Aufmerksamkeit zu widmen, zog es uns immer wieder zu den Schweden. Bei einer Band, die regelmäßig auf der Bühne ihre Mitglieder auspeitscht, aufhängt, absticht oder ersäuft kommt eben nie Langeweile auf! :D
Absolutes Highlight des Wochenendes war auch die Spontanität, mit der die Band reagierte, als bei ihrem Nachtkonzert am Samstag plötzlich der Strom aussetzte. Statt zu warten, bis das wieder repariert wurde, begab sich das ganze Band an den äußersten Bühnenrand nach vorne, um dann Unplugged weiterzuspielen, nur beleuchtet von den Taschenlampen und Handys der Besucher. Die Stimmung war phänomenal und wir waren ganz vorne in der ersten Reihe mit dabei. Einfach klasse!


 Shameless Will von Ye Banished Privateers
Ein wenig zu kurz kamen deswegen unter anderem die ganz wundervollen Musiker von Versengold, das Knasterbart-Konzert Samstag Nacht verpassten wir gar ganz (Frevel!). Omnia, Celtica, Saor Patrol, Rapalje, Cultus Ferox und Mr. Hurley & die Pulveraffen schafften es aber glücklicherweise doch noch irgendwie in den Zeitplan, und der Samstag stand schließlich für mich ganz im Zeichen von The Dolmen, die ich einfach liebe. Besonders gefreut habe ich mich, als gleich zu Beginn mit "Dead Cats Don't Meow" mein Lieblingssong der Band gespielt wurde! An diesem Tag habe ich auch meine Dolmen-CD-Sammlung mit "Ballad of Cape Clear" um ein weiteres Album erweitert. Von der Komplettierung dieser Sammlung bin ich trotzdem noch meilenweit entfernt - schließlich hat die Band bereits um die 20 Alben veröffentlicht!



 Kayleigh Marchant von The Dolmen

Natürlich gab es aber auch an diesem Wochenende nicht nur Musik, sondern beispielsweise auch Sport anzuschauen. Zum Bruchenball waren einige Mannschaften sowie auch zwei Weibschaften angetreten, und alle lieferten sich spannende Spiele. Wenn es irgendwohin zum MPS verschlägt, der sollte wirklich einmal dem Bruchenballturnier beiwohnen, denn es ist jedes Mal ein großer Spaß zuzusehen. Zart besaiteten Menschen sei aber gesagt, dass es sich um einen eher ruppigen Sport handelt und durchaus schonmal jemand dabei verletzt wird.


 Waffenkontrolle beim Bruchenball

Seit langer Zeit zum ersten Mal schafften wir es in Rastede auch endlich einmal wieder, uns das große Ritterturnier von Ars Equitandi anzuschauen. Beliebt besonders bei Familien mit Kindern, lohnt es sich auch als Erwachsener Besucher ab und an einmal vorbeizuschauen. Eingebttet in eine Rahmengeschichte kann man hier Pferde und ihre Reiter in verschiedenen Turnierdisziplinen und auch Schwertkämpfer bewundern. Wenn es dunkel geworden ist, gibt es immer auch noch eine spezielle Show mit Feuer. Zu dieser haben wir es aber in Rastede nicht geschafft.



 Ritterturnier von Ars Equitandi

Wie immer einen Besuch wert waren auch die täglichen Markteröffnungen aka Bruder Rectus Morgenmesse. Neben einer witzigen Show gibt es da auch jedes Mal die Heerlager zu bestaunen, und in Rastede gab es davon eine ganze Menge. Natürlich wurde auch wieder der ein oder andere Grund zum Teeren und Federn von Teilnehmern und in einem Fall sogar einem Zuschauer gefunden und getreut dem diesjährigen Motto "Sei was du willst" mutierte auch schon mal Bruder Rectus zum Chef und der Tod zur Nonne.


Die Heerlager

Kulinarisch wurden wir an diesem Wochenende durch die Anwesenheit der Spätzleküche beglückt. So gab es an einem Tag Spätzle in Kräuterrahmsauce, während an einem anderen unbedingt die Spätzle in Hirschrahmsauce probiert werden musste. Ein köstlicher Schokobaumstriezel von Olis Striezeley sowie Dracheneier von der Süßen Bude ergänzten den Speiseplan ebenso wie eine mit Spinat und Feta gefüllte Grafenrolle von Wallners Steinofenbäckerei.

Einziger Wermutstropfen an diesem langen Wochenende: Das Wetter! Der Regen hielt sich zwar weitestgehend zurück, doch warm wurde es dafür auch nie wirklich. Nach zwei Nächten bei unter 5°C und einer, an der man beim Heimkommen von Eis auf der Zeltplane erwartet wurde, schien man so langsam die Bedeutung des Begriffs "Wärme" vergessen zu haben. Da war ich dann doch froh, als mich am Sonntag nach knapp 6 1/2 Stunden Heimfahrt ein wärmendes (und reinigendes - Haarewaschen unter kaltem Wasser fiel bei den Temperaturen ja weg) Bad, ein heißer Tee und ein kuscheliges Bett erwarteten. Anders als in einem der vergangenen Jahre ging das ganze dieses Mal für mich jedoch wenigstens ohne anschließende Nasennebenhöhlenentzündung ab. ^^

Das war es also, das zweite MPS der Saison. Momentan befinde ich mich in einer ziemlich langen Pause, doch im kommenden Monat geht es dann mit einem Tagesausflug nach Wassenberg weiter. The Dolmen und Omnia locken - das kann ich mir doch unmöglich entgehen lassen! :D

Montag, 18. Mai 2015

Sei watte wills - das Mittelalterlich Phantasie Specatculum in Dortmund

So, da bin ich nun tatsächlich schon vom zweiten MPS des Jahres zurück und habe es noch nicht einmal geschafft, meinen Bericht zum ersten zu schreiben. Das möchte ich jetzt endlich nachholen. Viel Spaß also mit meinem arg verspäteten Bericht zum Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Dortmund vom 30. April bis zum 3. Mai.

Los ging es etwas stressig tatsächlich erst am Donnerstag. Die um diese Zeit des Jahres natürlich noch etwas unerfreulichen Temperaturen hatten mich von einer Anreise einen Tag früher abgehalten. Ich zelte eindeutig lieber bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. :D

Also machte ich mich in aller Frühe mit Sack und Pack auf den Weg zum Fredenbaumpark Dortmund. Zum Glück klappte auch alles ohne bahnbedingte Zwischenfälle und ich konnte gegen Mittag mein Zelt aufstellen. Luxuriöserweise hatte mir eine Freundin, die bereits am Vortag angereist war, einen Platz freigehalten. Die Campsite war ansonsten für den ersten Veranstaltungstag schon ziemlich gut gefüllt. Noch schnell umgezogen, war ich bereit, mich für die nächsten vier Tage ins nicht ganz so authentische Mittelalter zu stürzen.

Zur Feier der neuen Saison schauten wir uns auch gleich mal die neue Markteröffnung (Bruder Rectus Morgenmesse) an - und waren so begeistert, dass wir auch an den folgenden Tagen meistens teilnahmen. Dabei gab es auch tatsächlich jeden Tag etwas neues zu sehen, denn zum Motto der diesjährigen MPS-Tour - "Sei was du willst", oder auf die Location in Dortmund angepasst auch "Sei watte wills" genannt - hatten sich die beteiligten wie Bruder Rectus, die Nonnen Kama und Sutra, der Tod mit seiner Sense Gisela, der hässliche Hans, Gawan und der Pisspage einiges einfallen lassen. Uns kamen manchmal fast die Tränen vor Lachen. Auch ohne Teeren und Federn ging das Wochenende natürlich (und zum Glück! ;) ) nicht ab.


Musikalisch wurde an den vier Tagen natürlich auch wieder einiges geboten. Ziemliches, oft begeistert angeschautes Highlight waren dabei die Schweden von Ye Banished Privateers. Wie eigentlich jedes Mal hatte die 29-köpfige Band, die immer "nur" mit ca. 10 Leuten anreist, wieder neue, uns noch unbekannte Gesichter dabei. Ich bin echt gespannt, ob wir irgendwann einmal alle Mitglieder gesehen haben werden. :D
Toll waren auch die Konzerte von Omnia und Knasterbart, die beide wie üblich nur jeweils ein Set spielten.
Alle anderen Bands (außer den Cobblestones, die wir aber nur ein paar Minuten spielen sahen), spielten mehrmals oder auch an mehreren Tagen und es gelang uns tatsächlich, sie uns alle mindestens einmal anzuschauen. An einem entspannten Nachmittag gab es Duivelspack und Saor Patrol. Ebenso entspannt ging es bei Rapalje zu, bei Cultus Ferox wurde es dafür merklich lauter. Von Celtica genossen wir ein wunderschönes Abendkonzert aus der ersten Reihe und Mr. Hurley & die Pulveraffen und Versengold kamen gleich mehrfach (wenn auch gefühlt nicht oft genug) zum Zug. Sogar einen Auftritt von Saltatio Mortis nahmen wir dieses Mal mit - etwas, das mir sonst wegen der Massen, die vor ihrer Bühne kampieren, meist zu stressig ist. :D

Ansonsten hielten wir uns an diesem Wochenende auffällig oft auf dem Kampfplatz auf. Eigentlich wollte ich gerne Fotos von Fictum, der tschechischen Fechtkampfgruppe machen. Daraus wurde leider nichts, dafür landeten wir an drei von vier Tagen beim Bruchenballturnier und hatten dabei riesigen Spaß. Auch hier griff das Motto "Sei was du willst", so dass die Hey Zwerge tatsächlich einmal als Gummibärenband antraten.

 
  Natürlich muss man an so einem langen Wochenende auch mal an das leibliche Wohl denken, und so war unser Entsetzen anfangs groß, als wir feststellen mussten: Unser erhoffter Lieblings-Essens-Stand, die Spätzleküche, war leider nicht anwesend. Verdammt. Doch im Nachhinein hatte das durchaus etwas Positives an sich, denn wir probierten dadurch endlich mal ein paar Sachen, die wir noch nie zuvor gegessen hatten. Wie den köstlichen überbackenen Camembert, das Chili sin Carne, den Zyklopenspieß oder den Schokobaumstriezel. Njamnjam. Verhungern wird beim MPS definitiv niemand. :D

Als es am Sonntag ans Abbauen ging, waren wir schon etwas traurig. Das erste MPS war wieder viel zu schnell vorbeigegangen. Sogar das Wetter war für diesen frühen Zeitpunkt im Jahr relativ gnädig gewesen und hatte uns nur mit wenig Regen und auch nicht mit übermäßig niedrigen Temperaturen gepiesackt. Doch zum Glück sollte es nur etwa drei Wochen später schon mit dem nächsten Termin weitergehen. Doch davon später mehr...

Samstag, 14. März 2015

Konzertbericht: Pirates Folk Night in Hameln

Hier ist sie also, die Fortsetzung unseres langen Tages in Hameln: Nach der schönen Zeit auf der Mystica Hamelon machten wir uns zu 21 Uhr auf den Weg zur Rattenfängerhalle. Nachdem noch schnell ein halber Liter Energydrink hinuntergespült wurde, ging es dann auch schon in die Halle und auf einen lauschigen Platz in die erste Reihe - ein Platz, den wir für die nächsten Stunden auch nicht aufgeben sollten.

Um 22 Uhr ging es dann los. Cultus Ferox eröffneten die Pirates Folk Night mit einem Konzert, das dermaßen knallte, dass die Assoziation "Folk" wohl die letzte war, die einem kam. War das Publikum zu Beginn noch recht übersichtlich, änderte sich das im Verlauf des Auftritts zum Glück noch. Cultus Ferox heizten den Leuten mit viel Dudelsack richtig ein und konnten das Publikum so auch sehr bald auf ihre Seite bringen, so dass alle fleißig mitgröhlten.
Für einiges an Aufsehen sorgte zum Ende hin dann noch ein kurzer Outfitwechsel von Feuerteufel, der bekleidet mit einer Schürze auf die Bühne kam und dem Publikum dann den Rücken zuwandte - um dabei zu offenbaren, dass er NUR mit dieser Schürze bekleidet war ^^

Nach Cultus Ferox ging es weiter mit den Bremern von Versengold. Diese präsentierten in Hameln zum ersten Mal ihr neues, erweitertes Konzert-Line-Up. In den vergangenen Jahren bestand die Band aus fünf Mitgliedern, nun standen jedoch sieben Männer auf der Bühne. Die Band konnte nun mit einem Drummer und einem Bassisten aufwarten - Rollen, die zuvor von Gitarrist Paule in Personalunion gemeistert wurden.
Obwohl man auch schon vorher nie das Gefühl gehabt hatte, dem Sound von Versengold würde live irgendetwas fehlen, konnte der neue Klang voll und ganz überzeugen. Alles klang nochmal eine Spur wuchtiger als zuvor.
Die Stimmung in der Halle war von Anfang an großartig und Versengold präsentierten eine Vielzahl ihrer gefeiertsten Songs, darunter "Wem? Uns!", "Drey Weyber" und natürlich "Ich und ein Fass voller Wein". Auch auf eine Ballade musste man mit "Vom Zauber des Wildfräuleins" zum Glück nicht verzichten, wobei das Publikum bewies, dass es auch in solchen ruhigen Momenten zuhören kann.

Es war sicher schon weit nach Mitternacht, als schließlich mit Ye Banished Privateers die dritte Band des Abends die Bühne enterte. Es war das erste Mal, dass ich die besetzungsstarke Gruppe auf einer Bühne erleben durfte, die tatsächlich nicht zu klein für sie war.
Was folgte, war ein wunderbares Konzert einer der großartigsten Live-Bands, die ich kenne. Wer hier die Beine stillhalten konnte und nicht das Bedürfnis verspürte, mitzusingen, der musste wohl tot sein.
Obwohl es an diesem Abend auf der Bühne leider kein Auspeitschen oder Zerschlagen von Flaschen über dem Kopf eines der Mitglieder gab, war die Show trotzdem unheimlich unterhaltsam. Bei so vielen Menschen auf der Bühne gibt es einfach immer etwas zu sehen, zumal irgendjemand von dieser Bande immer eine Idee hat (wie sich von der Bühne zu schleichen, um das Publikum von hinten zu erschrecken). Zum brüllen komisch war auch die Version von "Schwarzer Kater", von der es praktischerweise ein schönes Video gibt:


Als schließlich mit Knasterbart die letzte Band die Bühne betrat, hatte sich die Halle bedauerlicherweise schon wieder etwas geleert. Andererseits ist das vielleicht auch kein Wunder, muss es doch schon gegen halb drei Uhr morgens gewesen sein. Wer noch da war, feierte dafür umso heftiger mit, als die Herren Knasterbart ihren Gossenfolk präsentierte. So ein Knasterbart-Konzert macht eben zu jeder Tages-und Nachtzeit Spaß.
Auch hier wurden natürlich alle Hits wie das "Gossenabitur" oder die "Leckere Lotta" geboten und vom Publikum fleißig mitgesungen.
Als sich die Band schließlich am Ende ihres Sets verabschieden wollte, kam es noch zu einer lustigen Situation. Sänger Hotze wollte sich gerade von der Bühne verabschieden und vertröstete jene, die noch immer nicht genug hatten, mit den Worten, die Band werde gleich noch zur Taverne kommen und Freigetränke von den Fans einfordern. Als Reaktion darauf fühlte sich ein allen in der Szene wohlbekannter Mensch namens Gisi, der in der ersten Reihe stand, bemüßigt, prompt ein erstes Freigetränk zu schicken und warf seinen halbvollen Becher auf die Bühne. Die Band war zunächst verwirrt, woher das kam und die Security überfragt, was sie tun sollte. Als die Band Gisi entdeckte, war die Sache aber natürlich schnell geklärt. :D

So ging dann also die Pirates Folk Night zu Ende und wir machten uns auf den Weg zum Hamelner Banhof, wo um kurz nach fünf unser Zug kommen sollte. Gegen ein Uhr Mittags war ich dann schließlich zu Hause. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt seit mehr als 24 Stunden wach war, ging es mir ziemlich gut. Und für so einen großartigen Tag würde ich jederzeit wieder Nächte auf x-beliebigen Bahnhöfen durchmachen!

Mittwoch, 3. September 2014

Heimspiel mit Hindernissen - Das MPS in Telgte

Mitte August war es wieder Zeit für das MPS in Telgte. Obwohl dieses MPS eigentlich das absolute Heimspiel für mich ist, hatte ich es davor zwei Jahre lang nicht dorthin geschafft. Und auch dieses Jahr stand die Veranstaltung für mich persönlich unter keinem besonders guten Stern, aber das tut hier zum Glück nichts zur Sache und ich werde es entsprechend totschweigen :)

Aber kommen wir zur Veranstaltung selbst. An dieser gab es nämlich - wie auch nicht anders zu erwarten gewesen war - absolut nichts auszusetzen. Für Mitte August war es nicht besonders warm, aber immerhin hielt sich der Regen an diesem Tag zurück.

Musikalisch sehr positiv aufgefallen sind mir in diesem Fall Cultus Ferox. Erstmals bekam ich etwas von ihrem Abendkonzert mit, das stets rockiger ausfällt als die Konzerte am Tage. Diese etwas lautere Gangart konnte bei mir richtig punkten. Extrem Spaß hatte ich auch, als die Band die Worte "Wir wollen immer artig sein, denn nur so hat man uns gern" anstimmte. :D Irgendwie herrlich aus ihren Kehlen, und ein Ohrwurm für sämtliche folgende Tage.


Abends gab es dann mein MPS-Lieblingsdoppel: Omnia und Faun. Zum ersten Mal seit langem schlichen wir uns eine Stunde vor Beginn des Omnia-Konzertes Richtung Bühne, um uns einen Platz in der ersten Reihe zu erkämpfen und diesen bis nach dem Auftritt von Faun zu behalten. Eine lohnenswerte Sache. Auch wenn man weiter hinten viel mehr Bewegungsfreiheit hat und nicht zwei jeweils einstündige Umbaupausen mit stupidem Warten verschwenden muss, ist die Stimmung in der ersten Reihe eben einfach ganz anders. Es ist jetzt schon beschlossene Sache, dass wir das auf unserem diesjährigen MPS-Saisonabschluss in Borken wieder so machen werden.

Nachdem Faun die Bühne verlassen hatten, war ich bester Laune. Wegen der anfangs schon erwähnten persönlichen Umstände war es leider nicht lange und problemlos möglich, diese Laune zu halten. Oder mit anderen Worten: Der Tag war gelaufen. Und am nächsten Tag sollte es noch schlimmer werden.

Relativ unmotiviert schleppte ich mich am Sonntag, deutlich nach Veranstaltungsbeginn, zurück nach Telgte. Es wurde ein kurzer Ausflug. Das Wetter war ziemlich grässlich, meine Verfassung (körperlicher wie seelischer Natur) auch. Die einzige Band, die ich mir an diesem Tag wirklich angeschaut habe, war Saor Patrol. Bei denen gab es auch gleich eine Überraschung: Mit Marcus war ein Mitglied verschwunden, aus gesundheitlichen Gründen, wie es hieß. Seinen Platz übernahm - offenbar ziemlich spontan - ein anderer, der meiner Erinnerung nach Paul hieß, und der während des Auftritts quasi angelehrt wurde. Es wurde trotz allem ein gutes Konzert. Wenig später gab die Band bekannt, dass Marcus die Band dauerhaft würde verlassen müssen. Offenbar war es nicht nur für mich ein nur mäßig glorreiches MPS...

Mittwoch, 6. August 2014

Samstäglicher Ausflug nach Bückebeach - das MPS in Bückeburg, zweites Wochenende

Guten Morgen allerseits! Hiermit melde ich mich nach 2 1/2 Wochen voll mit Urlaub und Musik zurück. Entsprechend gibt es jetzt natürlich viel zu erzählen und obwohl mir besonders die Ereignisse des letzten Wochenendes naheliegen, habe ich mich entschlossen, chronologisch vorzugehen und erst einmal noch meinen Bericht zumzweiten MPS-Wochenende in Bückeburg abzugeben.


Aus Stressminimierungsgründen habe ich das MPS am zweiten Wochenende in Bückeburg nur am Samstag als Tagesausflug besucht. Meine Kamera war zwar auch dabei, allerdings hatte ich irgendwie keine Lust Bilder zu machen, weswegen ich dieses Mal auch nur ein neutrales Bild aus Bückeburg einfügen kann. Passiert. Aber unser Fußweg zum Veranstaltungsgelände lässt sich doch auch sehen:


Musikalisch konnte sich das Festival an jenem zweiten Wochenende für meinen Geschmack zwar nicht mit dem ersten messen, doch mit Corvus Corax war zumindest doch ein Highlight dabei. Die Könige der Spielleute liefern eben immer Killershows ab, und da waren auch die Auftritte an diesem Tag keine Ausnahme. Erstmals habe ich mich auch dem Kettentanz angeschlossen, den die Band häufig mit Castus an der Spitze veranstaltet und bin so letztendlich mit einer langen, langen Kette anderer Menschen auf der dafür eigentlich viel zu kleinen Bühne gelandet. :D

Eine neue Band gab es für mich an diesem Tag auch zu entdecken, nämlich Cultus Ferox. Obwohl diese mir dem Namen nach natürlich geläufig waren, hatte es sich bisher einfach noch nie ergeben, dass ich sie irgendwo hätte spielen sehen können. Gesehen habe ich von den Jungs jedoch wenig, da wir den Auftritt von den im Schatten unter einem Sonnensegel platzierten Strohballen verfolgten. Dafür kann man uns jetzt als Weicheier beschimpfen, aber an diesem Tag war es einfach heiß. Wirklich, wirklich heiß.

Der Veranstalter hatte zum Glück auf die bereits im Vorfeld angekündigte Hitze reagiert und auf dem ganzen Gelände Gartenduschen und Rasensprenger verteilt. So bin ich quasi den ganzen Tag klitschnass und barfuß durch die Gegend gesprungen, was einfach super war.

Ansonsten waren Saor Patrol natürlich auch mal wieder super, zum ernsthaft Poispielen, zu dem deren Musik wirklich einlädt, war es mir aber leider zu warm. Außerdem hatte ich einen langen Rock an, und das ist immer so eine Sache mit den Pois :D

Nach dem letzten Corvus Corax Konzert, dass wir im Wesentlichen mit dem Blasen von Seifenblasen zubrachten (was für eine Kombi :P ), ging es dann auch schon nach Hause. Schon am nächsten Tag sollte es schließlich in den Urlaub gehen. Obwohl das Ganze mit dem Tagesausflug direkt vor dem Urlaub natürlich ein wenig stressig war, bin ich froh, das MPS in Bückeburg auch am zweiten Wochenende nicht ganz verpasst zu haben.