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Donnerstag, 28. Mai 2015

Kurs Nord: Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Rastede

Vom 14. bis zum 17. Mai verschlug es mich zum zweiten Mal in dieser Saison aufs MPS. Dieses Mal führte mich der Weg ziemlich weit nach Norden ins niedersächsische Rastede. Mehr als sechs Stunden Anfahrt hätte das für mich bedeutet, hätte ich nicht das Glück gehabt, am Vorabend bei einer Freundin auf halber Strecke schlafen zu können, um dann am Donnerstag gemeinsam weiter Richtung MPS zu fahren.

Angekommen in Rastede hieß es aber erst einmal, sich mental auf eine große Strapaze vorzubereiten: Die Campsite liegt dort nämlich leider mehrere Kilometer vom Bahnhof entfernt. Ich bereitet mich also schon einmal darauf vor, mit Zelt, Schlafsack, Luftmatraze, Gewandung, warmen Nachtklamotten und Verpfelgung für vier Tage den voraussichtlich mehr als einstündigen Marsch anzutreten. Puh. Doch an diesem Tage war mir das Glück hold: Nur wenige Minuten war ich gelaufen, als neben mir das Auto des Drachen daselbst, des MPS-Veranstalters Gisi, hielt. Er hatte Mitleid mit mir und fuhr mich tatsächlich mit seinem Auto bis zu Campsite. Ich war so froh! :D

Auf der Campsite wurde ich dann auch schon von einer früher angereisten Freundin erwartet, die mir einen Platz freigehalten hatte. Schnell das Zelt aufgebaut, in die Marktklamotten geschmissen, und auf ging es zum Gelände und ziemlich sofort auch zum ersten Konzert der großartigen Ye Banished Privateers! Die Band sollte das gesamte Wochenende prägen, denn trotz guter Vorsätze, uns allen Bands mit gleicher Aufmerksamkeit zu widmen, zog es uns immer wieder zu den Schweden. Bei einer Band, die regelmäßig auf der Bühne ihre Mitglieder auspeitscht, aufhängt, absticht oder ersäuft kommt eben nie Langeweile auf! :D
Absolutes Highlight des Wochenendes war auch die Spontanität, mit der die Band reagierte, als bei ihrem Nachtkonzert am Samstag plötzlich der Strom aussetzte. Statt zu warten, bis das wieder repariert wurde, begab sich das ganze Band an den äußersten Bühnenrand nach vorne, um dann Unplugged weiterzuspielen, nur beleuchtet von den Taschenlampen und Handys der Besucher. Die Stimmung war phänomenal und wir waren ganz vorne in der ersten Reihe mit dabei. Einfach klasse!


 Shameless Will von Ye Banished Privateers
Ein wenig zu kurz kamen deswegen unter anderem die ganz wundervollen Musiker von Versengold, das Knasterbart-Konzert Samstag Nacht verpassten wir gar ganz (Frevel!). Omnia, Celtica, Saor Patrol, Rapalje, Cultus Ferox und Mr. Hurley & die Pulveraffen schafften es aber glücklicherweise doch noch irgendwie in den Zeitplan, und der Samstag stand schließlich für mich ganz im Zeichen von The Dolmen, die ich einfach liebe. Besonders gefreut habe ich mich, als gleich zu Beginn mit "Dead Cats Don't Meow" mein Lieblingssong der Band gespielt wurde! An diesem Tag habe ich auch meine Dolmen-CD-Sammlung mit "Ballad of Cape Clear" um ein weiteres Album erweitert. Von der Komplettierung dieser Sammlung bin ich trotzdem noch meilenweit entfernt - schließlich hat die Band bereits um die 20 Alben veröffentlicht!



 Kayleigh Marchant von The Dolmen

Natürlich gab es aber auch an diesem Wochenende nicht nur Musik, sondern beispielsweise auch Sport anzuschauen. Zum Bruchenball waren einige Mannschaften sowie auch zwei Weibschaften angetreten, und alle lieferten sich spannende Spiele. Wenn es irgendwohin zum MPS verschlägt, der sollte wirklich einmal dem Bruchenballturnier beiwohnen, denn es ist jedes Mal ein großer Spaß zuzusehen. Zart besaiteten Menschen sei aber gesagt, dass es sich um einen eher ruppigen Sport handelt und durchaus schonmal jemand dabei verletzt wird.


 Waffenkontrolle beim Bruchenball

Seit langer Zeit zum ersten Mal schafften wir es in Rastede auch endlich einmal wieder, uns das große Ritterturnier von Ars Equitandi anzuschauen. Beliebt besonders bei Familien mit Kindern, lohnt es sich auch als Erwachsener Besucher ab und an einmal vorbeizuschauen. Eingebttet in eine Rahmengeschichte kann man hier Pferde und ihre Reiter in verschiedenen Turnierdisziplinen und auch Schwertkämpfer bewundern. Wenn es dunkel geworden ist, gibt es immer auch noch eine spezielle Show mit Feuer. Zu dieser haben wir es aber in Rastede nicht geschafft.



 Ritterturnier von Ars Equitandi

Wie immer einen Besuch wert waren auch die täglichen Markteröffnungen aka Bruder Rectus Morgenmesse. Neben einer witzigen Show gibt es da auch jedes Mal die Heerlager zu bestaunen, und in Rastede gab es davon eine ganze Menge. Natürlich wurde auch wieder der ein oder andere Grund zum Teeren und Federn von Teilnehmern und in einem Fall sogar einem Zuschauer gefunden und getreut dem diesjährigen Motto "Sei was du willst" mutierte auch schon mal Bruder Rectus zum Chef und der Tod zur Nonne.


Die Heerlager

Kulinarisch wurden wir an diesem Wochenende durch die Anwesenheit der Spätzleküche beglückt. So gab es an einem Tag Spätzle in Kräuterrahmsauce, während an einem anderen unbedingt die Spätzle in Hirschrahmsauce probiert werden musste. Ein köstlicher Schokobaumstriezel von Olis Striezeley sowie Dracheneier von der Süßen Bude ergänzten den Speiseplan ebenso wie eine mit Spinat und Feta gefüllte Grafenrolle von Wallners Steinofenbäckerei.

Einziger Wermutstropfen an diesem langen Wochenende: Das Wetter! Der Regen hielt sich zwar weitestgehend zurück, doch warm wurde es dafür auch nie wirklich. Nach zwei Nächten bei unter 5°C und einer, an der man beim Heimkommen von Eis auf der Zeltplane erwartet wurde, schien man so langsam die Bedeutung des Begriffs "Wärme" vergessen zu haben. Da war ich dann doch froh, als mich am Sonntag nach knapp 6 1/2 Stunden Heimfahrt ein wärmendes (und reinigendes - Haarewaschen unter kaltem Wasser fiel bei den Temperaturen ja weg) Bad, ein heißer Tee und ein kuscheliges Bett erwarteten. Anders als in einem der vergangenen Jahre ging das ganze dieses Mal für mich jedoch wenigstens ohne anschließende Nasennebenhöhlenentzündung ab. ^^

Das war es also, das zweite MPS der Saison. Momentan befinde ich mich in einer ziemlich langen Pause, doch im kommenden Monat geht es dann mit einem Tagesausflug nach Wassenberg weiter. The Dolmen und Omnia locken - das kann ich mir doch unmöglich entgehen lassen! :D

Freitag, 20. Juni 2014

Der Tag des Kolkraben: Das MPS in Rastede, Tag 3

Der Tag, nachdem Faun und/oder Omnia beim MPS waren, ist bei mir manchmal so eine Sache. Das persönliche Highlight ist dann vorüber und das Ganze wird schnell zum Gammeltag. Doch nicht so dieses Jahr in Rastede, denn da versprach auch der folgende Samstag noch einige musikalische Highlights, die ich mir nicht entgehen lassen könnte. 

Wir begannen den Tag ganz entspannt mit der Markteröffnung, die ich mir in diesem Jahr noch nicht angsehen hatte. Durch den Weggang des Marktvogtes hat sich dieser im Verhältnis zu den letzten Jahren zwangsläufig gewandelt. Im Zentrum steht nach wie vor MPS-Kultfigur Bruder Rectus, begleitet wird er dieses Jahr unter anderen vom Hässlichen Hans, dem Tod, dem Pisspagen und zwei entzückenden Nonnen- und zusammen ergibt das ein äußerst amüsantes Programm für die Markteröffnung 2014! Am Samstag in Rastede wurden so nicht nur die Handeltreibenden vorgestellt und Speisen und Getränke verköstigt, nein. Es gab einen Ritterschlag und auch an Teer und Federn wurde nicht gespart.


Musikalisch dürfte der Samstag für viele durch die Auftritte von Feuerschwanz und Saltatio Mortis das Highlight des Wochenendes gewesen sein. Ich stattete beiden Bands nur kurze Stipvisiten ab, gab es doch einfach zu viel anderes zu sehen.


Los ging es mit den Sandsacks. Irish Folk ist auf dem MPS definitiv im Kommen, und das bei großartigen Bands wie eben den Sandsacks auch ganz zurecht. Ich hab die Jungs an diesem Tag zum ersten Mal gesehen und mir hat wirklich gefallen, was ich da gehört habe. Das war alles extrem tanzbar und mit großer Spielfreude vorgetragen, guck ich mir bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit sicher nochmal mit Freuden an!


Nicht neu, aber immer wieder einen Besuch wert auf dem MPS, sind auch die Freibeuter von Vroudenspil. Bei denen ist es zwar nie wirklich überfüllt (warum eigentlich nicht, ihr Banausen?), dafür ist die Stimmung immer hervorragend. Als ich am Samstag da war wurden Songs wie "Ein unwichtiger Bösehold" jedenfalls mal wieder derbe vom Publikum abgefeiert. Das war ein Spaß!


Und dann war da noch was. Etwas, was diesem Blogeintrag seinen Namen gegeben hat. Erstmalig anwesend waren nämlich auch die Könige der Spielleute, Corvus Corax. Und die haben auch verdammt schnell bewiesen, dass sie diesen Ehrentitel nicht zu Unrecht tragen. Das hat musikalisch einfach mal gewaltig geknallt, das war irgendwie martialisch, beeindruckend, gewaltig. Jemand der in meiner Nähe stehenden meinte nach dem ersten Konzert gar, im Vergleich seien Saltatio Mortis ja wohl Kindergarten - und man konnte es bei aller Liebe kaum leugnen. So kam es dann auch, dass wir aller dritter-Festivaltag-Müdigkeiten zum Trotz auch beim Nachtkonzert der Kolkraben mit dabei waren. Und auch das war ein Fest. Ich hoffe, man sieht sich bald wieder mal live, ich will definitiv mehr davon!


Freitägliche Tiefenentspannung - das MPS in Rastede, Tag 2

In einer idealen Welt sollte der erste Satz dieses Beitrags heißen: Den zweiten MPS-Tag begannen wir gut ausgeschlafen gegen Mittag. Nur ist das aber, wie wir alle wissen, keine ideale Welt, und so begann der zweite MPS-Tag auch irgendwie unausgeschlafen mit den langweiligen Gesprächen unserer Zeltnachbarn, die zum Menschenschlag der rücksichtslosen Frühaufsteher gehörten. Ich versuche mir das jetzt einfach mal schönzureden mit den Worten: Naja, wenig später hätte uns die Sonne bestimmt auch so geweckt.

Durch unsere gescheiterten Einkaufspläne am Anreisetag waren wir aber ohnehin gezwungen, das muckelige Zelt zu verlassen und uns auf den langen Marsch zur nächsten Einkaufsmöglichkeit zu machen, wollten wir auch in den kommenden zwei Tagen noch ein Frühstück genießen können. So deckten wir uns also ein mit all diesen festivaltauglichen Köstlichkeiten wie Milchbrötchen, Müsliriegeln oder Minisalamis und hatten im Anschluss sogar das Glück, auf dem Rückweg von einem netten Paar im Auto mitgenommen zu werden. Man mag über die neue MPS-Campingkosten-Regelung ja denken, was man will, aber die hässlichen, neonfarbenen "Ich-habe-meine-Gebühren-bezahlt"-Armbändchen sind echt praktisch, wenn man auf dem Parkplatz des Supermarktes Leute sucht, die den gleichen Rückweg aber im Gegensatz zu einem selbst ein Auto haben.

Anschließend widmeten wir uns dann noch der Körperhygiene: Es war Duschtag! Nun sollte man sich aber keinen Illusionen hingeben. Duschtag beim MPS heißt für uns: Man nehme eine leere 1,5 Literflasche eines beliebigen Getränks, fülle sie bei den Dixiklos mit eiskaltem Leitungswasser und schütte sich dieses auf den Kopf. Dann massiere man das gute dm-Reisegrößen-Shampoo ein, was natürlich mit kaltem Wasser so gut wie gar nicht schäumt und kippe sich zum Ausspülen eine weitere Flasche über den Kopf. Der Rest des Körpers muss sich natürlich mit der täglichen Katzenwäsche zufriedengeben. Trotzdem wage ich, zu behaupten, dass man diesen hier recht verbreiteten Akt der Reinlichkeit nicht auf vielen anderen Festivals finden wird.

Mittags wurde es dann wieder Zeit, sich auf den Weg zum Gelände zu machen. Das Wetter war gut genug, um den Großteil des Tages ohne Jacke und barfuß zu verbringen. Insgesamt machten wir uns einen sehr entspannten Tag, inklusive dem Genuss leckerere Käsespätzle vor der Kulisse eines kleinen Teiches.

Musikalisch stand der Tag im Zeichen des Pagan Folk, der Abend sollte uns so nacheinander von Auftritten der Bands Omnia und Faun versüßt werden. Musikalisch ist dieses Double natürlich ein Traum: meine zwei Lieblingsbands, direkt hintereinander. Trotzdem sahen wir der Sache an diesem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen. Dazu muss man erklären: Wir sind verwöhnt. Ja, verwöhnt. Irgendwie ist es für uns selbstverständlich, dass wir diese Bands aus der ersten Reihe erleben müssen. Jedes Mal. Und wir haben beide Bands schon 20 bis 30 Mal gesehen, ich muss irgendwann mal nachzählen. Nun geht es aber anderen Menschen natürlich genauso, weswegen man mindestens eine Stunde vor Beginn des Konzertes da sein muss, um einen der begehrten Plätze in der ersten Reihe zu ergattern. Das ist natürlich lästig, könnte man die Zeit doch wunderbar damit verbringen, etwas schönes woanders auf dem Gelände zu erleben. Und außerdem findet man nunmal auch nicht jeden, den man da vorne in der ersten Reihe trifft so nett, um es mal diplomatisch auszudrücken. darum haben wir es dieses Mal bei Omnia einfach nicht mitgemacht. Stattdessen sind wir während der Umbaupause vor dem Konzert über das Gelände gelaufen, haben nette Leute getroffen und interessante Gespräche geführt. Als Omnia dann anfingen, haben wir uns Richtung Bühne begeben, und uns ein lauschiges Plätzchen links neben dieser ergattert, vor dem Merchstand der Pulveraffen. Da konnten wir nicht die komplette Bühne sehen, aber uns dafür frei bewegen. Und alles interessante haben wir trotzdem mitbekommen. Ich glaube, das machen wir ab jetzt öfters so.


Der Fairness halber sei gesagt: bei Faun hat es uns dann doch wieder in die erste Reihe verschlagen. Aber es war ja auch das erste Faun-Open-Air-Konzert dieses Jahr. Und es war wie erwartet wunderschön. Diese Band macht mich einfach jedes Mal wieder glücklich! :)


Ausklingen ließen wir unseren Tag dann mit einem Besuch des großen Feuerspektakels, was ein würdiger Abschluss war. Verschiedene Feuerkünstler zeigten dort ihr Können, was im Dunkeln einfach total schön anzuschauen ist.

Selbst der Rückweg zu unseren Zelten hatte dann noch etwas schönes zu bieten: Durch die Kälte war es absolut sternenklar, und die fehlende Beleuchtung machte es möglich, ungeahnt viele Sterne zu sehen. Ich wundere mich noch immer, dass wir vor lauter In-die-Luft-Gucken nicht in den Graben gefallen sind! ;)

Eine letzte Fortsetzung folgt!

Willkommen in Niedersachsen - das MPS in Rastede, die Anreise

So, da ich mich morgen schon auf den Weg nach Weeze zu meinem nächsten MPS-Termin begebe, hielt ich es gerade irgendwie für angebracht, mich endlich mal an den Erlebnisbericht zum MPS in Rastede von vor drei Wochen zu machen... Nun dann, ab dafür:

Das Abenteuer Rastede begann dieses Jahr schon am Mittwoch, also einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung. Alles war gut geplant. Die Anreise war von uns auf den Mittwoch vorverlegt worden, um den zu erwartenden reisenden Männergruppen am nächsten Tag (Männertag!) zu entgehen. Die Reisezeit war so kalkuliert, dass wir in Rastede einen Bus erwischen sollten, der relativ nah an die Campsite heranfahren sollte. Einen Bus, der nur einmal am Tag fährt. Es klang alles so gut - doch wie üblich konnte die Realität da nicht mithalten.

Wir erreichten Rastede zur geplanten Zeit. Das Wetter war so, wie es sich mittlerweile zum Alltag bei Veranstaltungen des MPS entwickelt hatte: Vom tiefgrauen Himmel vielen dicke, nasse Tropfen, und deren viele. Der Bahnhof war innerhalb kürzester Zeit menschenleer. Uns in unser Schicksal fügend, machten wir uns auf die Suche nach unserer Bushaltestelle und fanden sie nach einiger Verwirrung auch. Und dann warteten wir. Und warteten. Und warteten. Ein Bus voll mit Schülern und ohne Nummer fuhr an uns vorbei, etwa zu der Zeit, zu der unser Bus hätte kommen sollen. Aber er machte keine Anstalten anzuhalten. Also warteten wir weiter. Etwa 20 Minuten später kam ein anderer Bus, jedoch nicht unserer. Trotzdem hielten wir ihn an und baten den Fahrer um Rat. Er wusste nichts von unserem Bus, anscheinend nicht einmal von seiner Existenz. Nach weiteren zehn Minuten, in denen nichts passierte, sahen wir die bittere Wahrheit schließlich ein: Wir würden die mehrere Kilometer lange Strecke wohl zu Fuß gehen müssen. Jeder von uns ein Zelt, eine Luftmatraze, einen Schlafsack und Klamotten für vier zu erwartende Tage bei mäßigem Wetter mit sich führend. Immerhin war der Regen schwächer geworden.

Das Regencape wurde also übergeworfen, und los ging es. Zunächst einmal nur eine kleine Etappe zu Feinkost Albrecht. Unser eigentlicher Plan war ja gewesen, nach dem Zeltaufbau einkaufen zu gehen, aber das war nach dieser kleinen Planänderung durch den nicht-existierenden Bus zeitlich nicht mehr drin. Also wurde das Gepäck noch um Essen und Trinken für die kommenden 1 1/2 Tage erweitert, und der Spaß ging weiter. Dass ich mein Zelt in einer Reisetasche mit nicht-gepolsterten Griffen und ohne Rollen verstaut hatte, erwies sich bald als katastrophaler Fehler. Der Mist schnitt höllisch in meine Hände, es lief sich nicht gut mit diesem einseitigen Gewicht und das Regencape regte gekonnt die Transpiration an. Bald war ich total am Ende, was man andererseits vom noch vor uns liegenden Weg nicht sagen konnte. Ungefähr zwei Stunden später als geplant erreichten wir schließlich die Campsite, bauten unsere Zelte auf und erholten uns von den Strapazen. Der Tag war für uns damit weitestgehend auch gelaufen und wir lagen in unseren luftgefüllten Betten bevor noch die Sonne richtig verschwunden war. Morgen sollte schließlich ein langer Tag werden, denn große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus...

Fortsetzung folgt!