Montag, 28. September 2015

Blutmond

Letzte Nacht hat mein Wecker einmal ungewöhnlich früh geklingelt, nämlich um 4 Uhr. Der Grund dafür war natürlich die totale Mondfinsternis mit ihrem Blutmond. 

Und was soll ich sagen? Das frühe Aufstehen hat sich wirklich gelohnt! Das Wetter hätte besser nicht sein können - ziemlich kalt und entsprechend schön klar. Einzig die Straßenlaternen in meiner Wohngegend haben das Vergnügen des Betrachtens ein wenig getrübt. 

Fürs Fotografieren habe ich eigentlich nicht die geeignete Ausrüstung, aber probiert habe ich es natürlich trotzdem. Herausgekommen ist dabei unter anderem dieses Bild:

Blutmond über Übach-Palenberg, NRW

Ist zwar nicht perfekt geworden (leider etwas unscharf), aber ich bin doch durchaus zufrieden. Ein schönes Andenken an dieses wunderschöne Spektakel!

Sonntag, 27. September 2015

Am Wochenende...

...war ich mal wieder ziemlich viel unterwegs und habe einiges erlebt, was hier in der kommenden Woche noch zu berichten sein wird.

Zeit werde ich dafür jedoch nicht vor Dienstag finden, denn morgen begebe ich mich schon wieder auf die Reise. Eine Freundin feiert ihren Geburtstag und hat sich dafür etwas besonderes einfallen lassen: eine Flöten-Session! :D

Ich übe darum schon seit einigen Wochen (mal mehr, mal weniger) fleißig diverse Mittelalter-Klassiker und einfache Irish Folk Traditionals auf meinen Flöten, damit ich angemessen vorbereitet bin.
Dafür habe ich sogar meine gute alte Moeck Sopran-Blockflöte aus der Zeit der musikalischen Früherziehung (welch schöner Begriff, gell?) wieder aus dem Schrank geholt. Und natürlich meine erheblich jüngere Clarke Celtic Tin Whistle in D Stimmung. Und möglicherweise wird die kleine 6-Loch-Ocarina vom Mittelaltermarkt auch noch eingepackt, man kann ja nie wissen... Entwickle ich da etwa einen Flöten-Tick? :D

Jedenfalls sollten sich die Nachbarn der feiernden Freundin auf einiges gefasst machen, denn Meisterinnen des Faches sind wir wohl alle (noch) nicht. Lustig wird es aber sicher in jedem Falle. :)

Dienstag, 22. September 2015

Saisonabschluss West - das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Borken

Wie bereits im letzten Post angedeutet, war ich vergangenes Wochenende noch einmal auf einem Open Air unterwegs. Es handelte sich dabei mal wieder um eine Veranstaltung des MPS, und zwar um den letzten NRW Termin der Saison in Borken.

Lange war ich mir unschlüssig, ob ich überhaupt fahren soll. Freitag anreisen ging nicht und überhaupt finde ich Zelten gegen Ende September immer so ein bisschen heikel. Schlechte Erfahrungen und so. :D

Nach Überlegungen mit einer ebenfalls unschlüssigen Freundin ließ sich dann aber ein guter Kompromiss finden: ein verkürzter Tagesausflug am Samstag.

Also machte ich mich am Samstag Morgen auf den Weg, um pünktlich zur Eröffnung anzukommen, wurde von meiner Freundin am Bahnhof in Borken aufgesammelt und wir stürzten uns ins Getümmel. Schlau geworden aus dem nasse-Füße-Desaster in Telgte hatte ich mir mittlerweile Gummistiefel angeschafft und diese auch eingepackt, nachdem sowohl vom Veranstalter als auch von Versengold über facebook der Nutzen solcher auf dem Gelände angemahnt wurde. Und sinnvoll waren sie wirklich, denn insbesondere die Wege wurden im Laufe des Tages zusehends matschiger.

Das MPS in Borken zählt insgesamt zu den kleineren Terminen der Veranstaltung und das Wetter war an diesem Tag auch nicht überwältigend, sodass die Veranstaltung zwar ordentlich besucht, aber nicht überlaufen war.

An das Musikprogramm an diesem Samstag hatte ich keine hohen Ansprüche, lediglich die großartigen The Dolmen wollte ich unbedingt sehen. Das ließ sich auch problemlos 1 1/2 Mal einrichten (beim zweiten Anlauf verpassten wir leider das halbe Set, weil wir bei Toilette & Nahrungsbeschaffung anzustehen hatten). :D The Dolmen hatten wieder Anja (ehemals Metusa) an den Flöten dabei und auch am Schlagzeug gab es externe Unterstützung in Form von Chris (ebenfalls ex Metusa). Außerdem hatte Josh ein neues Spielzeug dabei (eine Posaune), was Kayleigh fast zur Verzweiflung brachte und zu einer überaus interessanten Version meines Dolmen-Lieblingssongs "Dead Cats Don't Meow" führte. :D
Ansonsten ließen wir uns eigentlich den ganzen Tag mal hier hin und mal dort hin treiben, sahen das wirklich gute Nachmittagsset von Saltatio Mortis, ein wenig von Mr. Hurley & die Pulveraffen und recht viel Saor Patrol, deren neuer Mann an den Trommeln zu überzeugen wusste.

Da ich diesmal gar keine Fotos gemacht habe und es hier sonst so karg aussieht, binde ich an dieser Stelle einfach mal ein schönes Saor Patrol Video ein. Duncarron, wo dieses Video entstanden ist, ist überhaupt der Grund für die Existenz dieser Band. Mit ihren Auftritten, Aufnahmen und Merchandise-Artikeln sammelt die Band nämlich Geld für den Ausbau dieses historischen Dorfes in Schottland. Eine feine Sache, wie ich finde, weswegen man die Info ja auch ruhig mal ein wenig teilen kann.


Ansonsten nutzten wir noch ein letztes Mal das kulinarische Angebot möglichst gut aus. Zum Mittagessen gab es für mich Schupfnudeln mit Vanillesauce und Mohn (köstlich!), und für den Heimweg dann noch den Baumstriezel des Jahres mit Schokolade & Kokos (ebenso köstlich!). 

Nach dem Abendkonzert von The Dolmen war es dann auch schon Zeit, sich auf den Rückweg zu machen. Die ersten Töne von Omnia vernahmen wir noch im Vorbeigehen, aber sehen konnten wir die Band dieses Mal leider nicht. 

Dennoch war es ein gelungener Tagesausflug und der Gedanke, dass nun eine so lange Pause folgt, macht mich schon ein wenig wehmütig. Es ist doch unglaublich, wie schnell der Sommer dieses Jahr wieder vergangen ist...

September

Da war ich mal wieder ein klitzekleines Bisschen blogfaul in der letzten Zeit, stelle ich gerade fest. Deswegen hier mal ein Update. :D

Veranstaltungstechnisch ist bei mir im September dieses Jahr einfach sehr wenig los, aber eine letzte Open Air Sache gab es noch am vergangenen Samstag und der Bericht folgt dann auch irgendwann die Tage.

Dafür ist dieser Monat sehr reich an Geburtstagen. Am 11. September war ich zum Geburtstag bei einer Freundin eingeladen und hatte dort einen sehr schönen Abend mit ihr, ihrem Freund und ihrer Familie mit leckerem Essen und vielen lustigen Gesprächen.

Nur sechs Tage später stand dann mein eigener Geburtstag an. Eigentlich war der Plan, an diesem Tag etwas mit besagter Freundin zu unternehmen, aber das Wetter war uns nicht hold, so dass das Ganze spontan einen Tag nach hinten verschoben wurde. Meinen Geburtstag verbrachte ich ganz schlicht mit meiner Familie. Viele Freunde gratulierten mir und ich wurde reichlich beschenkt. So übergaben meine Eltern mir mit den Worten "Willkommen in der Neuzeit" mein erstes Smartphone. Vorher hatte ich ein sicher zehn Jahre altes Handy benutzt, welches meinen bescheidenen Ansprüchen sicher auch noch ewig weiter genügt hätte, wenn nicht der Akku langsam aber allmählich immer schwächer geworden wäre. Als Wecker benutze ich es derzeit aber noch immer. :P

Am nächsten Tag war es dann aber soweit und meine Freundin und ich setzten unseren Plan in die Tat um und gingen Minigolf spielen. Dafür, dass wir beide das schon seit Jahren nicht gemacht hatten, schlugen wir uns gar nicht so schlecht, finde ich. Immerhin einmal gelang es uns sogar, den Ball mit nur einem Schlag einzulochen. :D
Da danach noch Zeit war, beschlossen wir auch noch ein wenig Kubb (aka Wikingerschach) zu spielen. Auch das hat großen Spaß gemacht und wir nahmen uns vor, das bald mal zu Wiederholen.

Ein weiterer Geburtstag steht diesen Monat noch aus, den wir am Tag selbst mit einer Flötensession feiern wollen, weswegen ich die Nachbarn momentan ständig mit zahlreichen Übungen auf meinen verschiedenen Flöten quäle. :D

Ansonsten wuselt bei uns zu Hause noch immer eine sechsköpfige Katzenkinderbande herum, die gestern ihren ersten Ausflug zum Tierarzt hinter sich bringen musste. Einem der Kätzchen ging es gestern plötzlich gar nicht mehr gut, es fraß nicht und zitterte. Die Tierärztin stellte als Ursache sehr schnell Wurmbefall fest, sodass die kleinen alle eine Wurmkur verpasst bekamen. Heute geht es der Kleinen zum Glück schon wieder etwas besser. Die Geschlechter ließen wir bei der Gelegenheit auch gleich bestimmen, waren wir uns nach der eigenene Bestimmung doch teilweise nicht ganz sicher: 4 Katerchen und 2 Katzendamen ergab die Untersuchung.
Und die Zeit der Trennung liegt leider auch nicht mehr fern, schließlich können wir sie nicht alle behalten. Eines oder zwei der Kleinen werden aber diesmal wohl bei uns bleiben und eines oder zwei wird/werden hoffentlich an eine Freundin vermittelt, sodass sie auch nicht ganz aus der Welt sind.

Die Mutter der Kleinen gehörte ja eigentlich gar nicht uns (sonst wäre sie auch schon längst kastriert gewesen ^^), sondern Nachbarn ein paar Häuser weiter. Diese sind nun gestern weggezogen, und zwar ohne ihre Katze. Wie wir heute erfahren haben, hätte ihnen sonst heute die Zwangsräumung bevorgestanden... Ich frage mich dennoch, wie man so einfach sein Tier zurücklassen kann und wie es nun mit ihr weitergehen soll.

Mittwoch, 9. September 2015

Manga Rezension: Namida Usagi von Ai Minase

Vor einiger Zeit ging in Deutschland die Shojo-Manga Reihe "Namida Usagi - Tränenhase" zu Ende. Diese möchte ich an dieser Stelle einmal vorstellen.

Autor: Ai Minase
Titel: Namida Usagi - Tränenhase [Japanischer Originaltitel: Namida Usagi - Seifuku No Kataomoi]
Erschienen: Ab 2009 in Japan, ab 2013 in Deutschland
Verlag: EMA
Bände: 10 (abgeschlossen)

Die Handlung von "Namida Usagi" beginnt am ersten Tag eines japanischen Mittelschool-Trimesters. Alle sind aufgeregt und fragen sich, wer wohl ihr neuer Sitznachbar werden wird. So auch die schüchterne Momoka Usami, Hauptperson des Mangas. Zunächst scheint es, als hätte sie ziemliches Pech bei der Sitzplatzverteilung: Als Nachbar wird ihr der verschrobene Takahiro Narumi zugewiesen, der ihr erstmal glatt die kalte Schulter zeigt. 

Doch "Namida Usagi" wäre kein richtiger Shojo-Manga, wenn es dabei bliebe. Bald schon entdeckt Momoka, dass Narumi eigentlich gar nicht so unausstehlich ist, wie sie am Anfang befürchtet hatte und es kommt, wie es kommen musste: Sie verliebt sich in ihn.

Doch wie man anhand der Länge des Mangas (immerhin 10 Bände) schon ahnen kann, steht einer glücklichen Beziehung einiges im Weg. "Namida Usagi" verfolgt nun Momokas Kampf um Narumis Herz, die Schwierigkeiten in ihrer Beziehung zueinander und natürlich auch das ganz normale Leben um sie herum.

Mir persönlich hat "Namida Usagi" vom Anfang bis zum Ende sehr gut gefallen. Aufgefallen war mir der Manga wegen den für mich äußerst ansprechenden, pastellfarbenen Coverartworks und den schönen, aber nicht zu übertrieben niedlich wirkenden Zeichnungen. 

Auch die Story konnte mich überzeugen, da ich genau solche ruhigen und unaufgeregten Shojo / Slice of Life-Titel mag. Hauptperson Momoka ist ein Mädchen, das man schnell lieb gewinnt: Sie ist niedlich, sympathisch und einfach normal, wodurch man sich gut mit ihr identifizieren kann. Auch ihre und Narumis Mitschüler werden ab und an einmal in den Fokus gestellt und bleiben so zum Glück nicht nur charakterloses Beiwerk. 

Für mich war "Namida Usagi" definitiv einer der schönsten Shojo-Titel, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Wer auch an Titeln wie "Kare Kano", "Nah bei dir - Kimi Ni Todoke" oder "Bokura ga Ita" Gefallen findet, sollte definitiv mal einen Blick riskieren!

Meine Wertung:

♥ ♥ ♥ ♥ ♥
[5/5]

Schwedische Küche: Janssons Versuchung

Vorletztes Wochenende ist es passiert: Mich überkam die Lust, etwas in der Küche auszuprobieren. Da mich zudem auch noch ziemlich das Fernweh gepackt hatte (und auch bisher nicht wieder losgelassen hat), sollte es etwas Schwedisches werden.

Also wurden die Kochbücher gewälzt und die Entscheidung fiel schließlich auf einen Klassiker der schwedischen Küche: Janssons Frestelse oder zu Deutsch Janssons Versuchung.

Bei dem Gericht handelt es sich um einen Kartoffel-Anchovis Auflauf, der in Schweden traditionell zum Weihnachtsessen gehört, jedoch auch rund um das Jahr gegessen wird. 
Und ich gestehe: gegessen hatte ich Janssons Frestelse bisher nur als Fertigprodukt während vergangener Schwedenaufenthalte. Höchste Zeit also, sich einen vernünftigen Überblick zu verschaffen, wie das ganze als echte Hausmannskost schmeckt!
Janssons Frestelse - von oben betrachtet :D


Zutaten:

6-8 Kartoffeln (je nach Größe)
2 Zwiebeln
125g Anchovisfilet (in Ölmarinade)
200 ml Sahne
Semmelbrösel und Butter zum Gratinieren


Zubereitung:

Zunächst werden die Kartoffel geschält, in Stifte geschnitten und für eine Weile in ein Wasserbad gelegt. Während die Kartoffeln ziehen, kann man sich schonmal an die Zwiebeln wagen. Auch diese werden geschält und geschnitten und dann in der Pfanne kurz angebraten.

Die Anchovisfilets werden aus ihrer Marinade geholt, die Marinade dabei aber aufgehoben - die brauchen wir später noch. 

Als nächstes benötigt man eine nicht zu niedrige Auflaufform. Deren Boden wird mit der Hälfte der Kartoffelstifte bedeckt, darauf kommen dann die Zwiebeln und schließlich die Anchovisfilets. Mir persönlich waren diese so, wie sie aus dem Glas kamen, zu groß, weswegen ich sie vorher etwas zerpflückt habe. Das Ganze wird dann noch mit den restlichen Kartoffeln bedeckt und mit der Hälfte der Sahne und der Anchovis-Marinade bedeckt und je nach Geschmack mit etwas Pfeffer gewürzt. Salzen ist nicht nötig, die Anchovisfilets bringen genug Salz mit!

Der Auflauf kommt nun in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Die Backzeit beträgt ca. 50-60 Minuten. Nach etwa der Hälfte der Zeit werden noch der Rest der Sahne und der Anchovismarinade hinzugefügt, außerdem erhält der Auflauf noch eine Schicht aus Semmelbröseln und Butterflöckchen. Fertig ist Janssons Versuchung!

***

Mir persönlich hat der Auflauf total gut geschmeckt, allerdings würde ich beim nächsten Mal vermutlich nicht mehr die ganze Anchovis-Marinade verwenden, da diese (zumindest die von mir verwendete) wirklich sehr salzig und auch ziemlich ölig war. Trotzdem bin ich mir sehr sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich diesen leckeren Auflauf gemacht habe!

Von Janssons Frestelse existieren übrigens auch verschiedene Alternativen wie Karlssons Frestelse, für das anstelle von Anchovisfilets Bücklinge verwendet werden. Und auch wer partout keinen Fisch mag, muss nicht auf eine Variation dieses Gerichts verzichten - dafür sorgt die fisch-freie Variante Svenssons Frestelse. :)

Montag, 7. September 2015

Bandvorstellung: Stormfrun

Beim gerade vergangenen Pirates-Festival haben die Schweden von Ye Banished Privateers ein wenig die Werbetrommel gerührt für eine weitere Piratenband aus ihrem Heimatland: Stormfrun.

Mein Interesse war geweckt, die Recherche ergab Folgendes: Stormfrun kommen aus Eskilstuna und machen laut ihrer Homepage seit 10 Jahren gemeinsam Musik. Es ist ihr Ziel, die Geschichte des 17. & 18. Jahrhunderts aus der Sicht einer Piratenmannschaft zum Leben zu erwecken. Dafür beschäftigen sie sich auch selbst eingehend mit dieser Geschichte und nähen ihre eigene Kleidung. Auf der (leider nur schwedischen) Homepage der Band gibt es auch einige informative weiterführende Links zur Zeit der Piraten.

Stormfrun spielen Folk, und zwar sowohl traditionelle Lieder als auch eigene Stücke. Die Texte sind in Englisch und Schwedisch gehalten. Die Band hat auch schon eine CD veröffentlicht. Als Hörprobe möchte ich euch ihr Video zum Song "Djävlar från Havet" (für weiteres Textverständnis die Untertitel aktivieren :P) nicht vorenthalten:


Also ich kann mich jedenfalls der Meinung der Privateers nur anschließen, dass auch Stormfrun unbedingt einmal für den einen oder anderen Auftritt nach Deutschland eingeladen werden sollten! ;)