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Montag, 21. Januar 2019

Abschied vom fetten Ö - Ein letztes Mal Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Hamburg

Da hatte uns wohl mal wieder ein bisschen der Wahnsinn geritten, als eine Freundin und ich irgendwann Anfang 2018 aus einer Laune heraus beschlossen, noch einmal das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Hamburg zu besuchen. Nicht so wie früher, zwei Tage mit Camping, denn das hätten wir uns kaum noch leisten können, sondern für einen Tagesausflug. Von Münster aus. Mit der deutschen Bahn.

Am Sonntag, dem 2. September war es schließlich wirklich so weit. Früh Morgens setzten wir uns in einem Vorort von Münster in Bewegung, natürlich in Gewandung, was immer wieder ein großes Vergnügen in öffentlichen Verkehrsmitteln ist. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie genau sich die Redensart "Maulaffen feilhalten" visuell umsetzen lässt, sollte einfach mal so durch das Land reisen und seine Mitmenschen genau beoachten ;) 
Mittags erreichten wir dann planmäßig Hamburg uns stürzten uns gleich ins Getümmel. Das Wetter war natürlich hervorragend - ist ja nicht so, dass irgendwo in diesem Sommer mal ein Tropfen Regen gefallen wäre. Und auch unsere Laune war Bestens. 

Füße kühlen: cool, Blaualgen: weniger cool

Als wir unsere Fahrkarten gebucht hatten, war uns noch nicht klar gewesen, dass dies unser letzter Besuch auf dem MPS in Hamburg Öjendorf werden würde, aber mittlerweile hatte sich abgezeichnet, dass dies tatsächlich die letzte Auflage des größten aller MPS-Termine sein würde. Also umso schöner, dass wir noch einmal dabei sein durften.

 Vor der Bühne ließ sich noch erahnen, dass sich Saltatio Mortis mit ihrer Feuershow am Vortag wieder nicht hatten lumpen lassen

Musikalisch genossen wir besonders die Auftritte von Ye Banished Privateers, ansonsten waren wir vollauf damit beschäftigt, das riesige Gelände mit den Unmengen an Ständen und Lagern zu besichtigen. Wie eine eigene kleine Welt ist dieses MPS-Gelände - man kann ewig laufen, ohne an das Ende dieses Mittelalters in Klein zu stoßen. Ich ließ es mir aber auch nicht nehmen, den sympathischen Spaniern von Cuélebre einen Besuch abzustatten.

Tolle Band, düftiges Foto: Cuélebre

Am frühen Abend endete unser Besuch auf dem MPS dann auch schon, schließlich standen uns noch mehrere Stunden Rückfahrt bevor. Auch diese verlief erstaunlich ereignis- und problemlos. Trotzdem waren wir ziemlich erschlagen, als wir in der Nacht wieder bei meiner Freundin zu Hause ankamen. Es war ein sehr langer, schöner Tag gewesen, außerdem das Ende sowohl unserer MPS-Saison als auch das einer beeindruckenden Veranstaltung. Immerhin können wir nun mit Stolz sagen, dass wir zum Abschied noch einmal dabei gewesen sind. ♥

Donnerstag, 5. Juli 2018

Mittelalterlich in den Mai starten - das MPS in Dortmund

Es ist kaum zu übersehen: dieser Blog hat eine kleine Pause gemacht. Grund dafür war zum einen das Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai, die mich wie wohl auch viele andere Blogger gründlich verunsichert hat. Auch jetzt ist noch so vieles unklar, aber ich möchte dieses Hobby einfach nicht aufgeben, also geht es ab heute weiter. Zum anderen halten mich im Moment aber auch die anhaltende Hitzewelle sowie ein Rückenproblem von längeren Aufenthalten am PC ab, also werde ich das Ganze wohl auch jetzt etwas langsamer angehen.

Nun aber weiter da, wo ich vor etwas über einem Monat stehen geblieben war und damit zu ein paar Worten zum Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Dortmund. Dieses wollte ich eigentlich nur an einem Tag besuchen. Da sich meine Freunde jedoch nicht für einen Tag entscheiden konnten und somit zum Teil am Montag und zum Teil am Dienstag kamen, ich jedoch auf keinen verzichten wollte, wurden spontan doch zwei Tage draus.

Montag gab es ein ziemlich gutes Musikprogramm ganz nach meinem Geschmack. Da wäre zum einen die sympathische Gruppe Faey, die mit ihren fröhlichen Folk-Pop Stücken gute Laune auf dem MPS verbreitete. Neben Eigenkompositionen ihrer zwei Alben "Golden Apples" und "Honey & Cinnamon" hatte sich an diesem Tag auch eine interessante Coverversion von Ed Sheerans "Galway Girl" in das Programm geschlichen, welches vom Publikum ebenfalls gut aufgenommen wurde.

Andi von Faey

Auch Waldkauz beehrten an diesem Tag das MPS mit einem großartigen Konzert am frühen Abend. Die Pagan Folk Musik der noch recht jungen Band hat auf dem MPS mittlerweile eine große Fangemeinde, sodass sich auch dieses Mal schnell eine große, tanzfreudige Meute vor der Bühne einfand.

Niklas von Waldkauz und der Hut von Niel - war dies eine Entführung? :P

Für mich dieses Mal wie auch sonst immer ein Highlight war dann der abendliche Auftritt von Faun. Was kann es schöneres geben, als mit seiner langjährigen Lieblingsband an einem lauen Frühlingsabend in den Mai zu tanzen? Die Band wirkte ebenfalls gut gelaunt und spielfreudig und Stephans Ansage zum wohl thematisch passendsten Lied des Abends ("Walpurgisnacht") trieb einem vor Lachen fast schon Tränen in die Augen.


Nach diesem wunderschönen Konzert ging für mich dann auch schon der erste Tag auf dem MPS zu Ende. Da die Jahreskarte und damit auch das Campen auf dem Gelände für mich mittlerweile finanziell untragbar geworden sind, hieß es nach Hause zu fahren.

An Ausschlafen war dann aber auch nicht zu denken, schließlich ging es am nächsten Tag schon wieder zurück vom heimatlichen Aachen nach Dortmund. Mit einer anderen Freundin gab es an diesem Tag Ye Banished Privateers und Cuélebre zu erleben. Besonders auf Letztere hatte ich mich schon lange gefreut, da ich sie bisher aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder verpasst und so letztlich trotz vieler potenzieller Chancen erst einmal zuvor gesehen hatte.

Cuélebre

Alles in allem hatte ich mal wieder zwei schöne Tage auf dem MPS, die es mich schon ein wenig bedauern ließen, dass ich die Veranstaltung in diesem Jahr kaum noch besuchen werde. Manchmal vermisse ich da schon die guten alten Zeiten, in denen wir fast jedes Wochenende mit dabei sein konnten.

Samstag, 28. April 2018

Meine Musik des Jahres 2017

Wie zu jedem Jahreswechsel, möchte ich auch dieses Mal wieder (wenn auch leider verdammt spät) meinen kleinen musikalischen Rückblick in das vergangene Jahr machen. Auch 2017 sind wieder einige beachtenswerte Alben erschienen, die ich an dieser Stelle noch einmal kurz würdigen möchte. Rezensionen folgen wie immer, wenn und falls ich Lust und Muße habe und werden gegebenenfalls dann auch gleich verlinkt.


Meine Alben des Jahres 2017, wie immer alphabetisch und nicht irgendeinem Rang folgend:

Cesair - Omphalos

Cuélebre - Anaman

Faey - Honey & Cinnamon

Faun - Midgard (Tour Edition)

Fiona - Of Rivers And Tides

Kaunan - Forn

La Horde - Bonne Nouvelle*

The Moon And The Nightspirit - Metanoia

Seed -  Through The Veil

Shireen - Matriarch


Waldkauz - Mythos

Ye Banished Privateers - First Night Back In Port


* Ja, ich weiß, dass dieses Album streng genommen schon 2016 erschienen ist. Da sich mir aber erst letztes Jahr die Möglichkeit bot, es zu erwerben und anzuhören, musste ich es also mit in dieses Jahr tragen.

Kein Folk, aber trotzdem keinesfalls zu vergessen:

Fjørt - Couleur

Männi - Alkohol und Melancholie

Freitag, 12. Januar 2018

Castlefest-Nachlese 2017: Tag 1, Freitag

Am nächsten Morgen sah die Welt gleich wieder rosiger aus: Wir waren erholt, frisch geduscht und hatten ein wunderbares niederländisches Frühstück mit viel Gouda und Hagelslag vor uns. Und das Beste: das 3-Tages-Parkticket war schon gelöst, also konnten wir ab nun guten Gewissens mit dem Auto zum Gelände fahren! :P

Der Tag gestaltete sich dann auch insgesamt ziemlich entspannt. Los ging es für uns um 12:30 Uhr mit Árstíðir. Die Isländer boten mit ihren verträumt-ruhigen Klängen einen wunderbaren Einstieg in das Festival. Einfach perfekt, um sie gemütlich auf der Wiese liegend zu genießen.

 Árstíðir

Das Programm ließ uns an diesem Tag ziemlich viel Freiraum, und diesen Nutzen wir für weitere Erkundungen des Geländes. Wir besuchten die extrem gemützliche Camping Area, brachten unsere Opfer am Wickerman dar und bummelten ausgiebig durch die Händlermeilen, wo wir in diesem Jahr allerdings beide nicht so wirklich fündig wurden. Klar gab es schöne Sachen, aber die waren irgendwie allzu selten in unserem finanziellen Rahmen. Dafür ließen wir wohl beide genug Geld für neue Musik da. Schließlich ist das Castlefest in jedem Jahr für zahlreiche Bands der perfekte Zeitpunkt, neues Material mitzubringen - und für viele Fans die einzige Möglichkeit, sich mit dieser neuen Musik einzudecken.

Die nächste Band, die wir uns am Freitag richtig bewusst anschauten, waren Emian aus Italien. Diese dürften wohl für viele zu den Neuentdeckungen des Festivals gehört haben: herrlich tanzbarer Pagan Folk mit charmantem weiblichem Gesang und einem faszinierenden Allround-Musiker, der scheinbar jedes Instrument weit und breit zu beherrschen schien. Emian sollten die einzige Band des Festivals werden, die wir uns an allen drei Tagen auf allen drei ihrer Sets ansahen.

Emian

An diesem Tag klappte es dann auch endlich mit Cuélebre, die wir ja im Vorjahr so schändlich verpasst hatten. Ich wusste, dass dies ein dummer Fehler war - die Band erwies sich als super Liveband und brachte die Leute auf dem Platz schnell zum Tanzen.

Cuélebre

Den Rest des Tages ließen wir uns mehr oder weniger treiben. Ein paar Minuten schauten wir beim Konzert von Kelten Zonder Grenzen zu, wo man immer die größten Balfolk-Tänze beobachten kann. Dann zog es uns zu BerlinskiBeat, wo sich zahleiche Poispieler versammelt hatten, was ein wirklich schöner Anblick war. Irgendwann entschlossen wir uns dann, dass es Zeit für den Heimweg war. Der nächste Tag würde schließlich der längste des Festivals werden, den wir möglichst ausgeruht angehen wollten.

Dienstag, 23. August 2016

Abschied - Castlefest 2016, Tag 3 (Sonntag)

Ehe wir uns versahen, war es dann auch schon soweit: Sonntag. Der letzte Tag. Abschied vom Castlefest für ein ganzes, langes Jahr.  Und dieser Abschiedstag fing auch noch damit an, dass wir beim Eintreffen auf dem Gelände mal wieder später dran waren, als wir vorgehabt hatten. Und das Cuélebre, die wir uns hatten ansehen wollen, gleichzeitig ein paar Minuten früher fertig waren, als sie es laut Plan hätten sein sollen. Dumm gelaufen, das Ganze. :D

Was uns erwartet hätte, wären wir ausnahmsweise mal pünktlich gewesen... ^^

Zu Shireen schafften wir es dann jedoch pünktlich. Letztes Mal hatten sie zu den Bands gezählt, die zu sehen wir zeitlich nicht geschafft hatten, doch in diesem Jahr schauten wir uns dafür ein ganzes Konzert von ihnen an. Es war ein Konzert, das irgendwie von Lied zu Lied besser zu werden schien und für uns beide mit dem Kauf der EP der Band endete.

Shireen

Im Anschluss blieb noch kurz Zeit, sich eine weitere, uns bisher unbekannte Band anzusehen: PerKelt. Obwohl die Band durchaus zu gefallen wusste, blieb uns leider keine Zeit, den ganzen Auftritt zu verfolgen. Schließlich gab es noch so viel zu tun! Den Sonntag hatten wir uns als Einkaufstag ausgesucht, und so mussten noch einige Besorgungen gemacht werden. Der "Ausbeute" des diesjährigen Castlefests werde ich mich aber auch noch in einem eigenen, kleinen Post widmen. ;)

Außerdem ist der Sonntag natürlich der Tag, an dem die letzten Münzen, die man auf dem Gelände zum Kaufen von Essen & Getränken benötigt, ausgegeben werden müssen. Also verbrachten wir relativ viel Zeit mit der Nahrungssuche und schlossen den Tag kulinarisch mit einem schon mehr oder weniger zur Tradition gewordenen Früchtebecher ab. Dafür suchten wir uns ein lauschiges Plätzchen hinter der Asche des WickerDragon bekamen so auch noch fast das ganze Konzert von Feuerschwanz mit. Eigentlich hatten wir uns zu dieser Zeit schon längst auf dem Rückweg befinden wollen, aber beim Castlefest ändern sich solche Pläne recht schnell schon einmal aus einer entspannten Laune heraus. Im Endeffekt sahen wir sogar noch den alljährlichen Abschluss, bei dem Veranstalter & Helfer in Obstkostümen von der Bühne ins Publikum springen. Ein sehr vergnüglicher Anblick! :D

Dann hieß es aber wirklich Abschied nehmen. Ein letztes Mal gingen wir den liebevoll dekorierten Weg vom Gelände nach draußen entlang, der in diesem Jahr so faszinierend von Alice im Wunderland inspiriert war und machten uns auf den Heimweg. So ging unser fünftes Castlefest zu Ende.


Die Unterkunft fürs nächste Jahr ist bereits gebucht. Wir kommen wieder, um alle zusammen an diesem schönen Ort Lughnasad zu feiern. ♥