Bestens ausgeschlafen machten wir uns am Freitag gegen Mittag wieder auf den Weg zum Veranstaltungsgelände. Der erste volle Castlefest-Tag stand an, und es standen so einige tolle Programmpunkte an!
Pyjama Party mit La Horde
Los ging es für uns um kurz nach 12 mit der mittlerweile schon fast traditionellen Pyjama Party von La Horde, die auch dieses Mal wieder ein großer Spaß wurde - Kissenschlacht und ausufernde Macarena-Tänze inklusive. In diesem Jahr hatten sich die Musiker von La Horde sogar eigene "Good Morning, Castlefest!"-T-Shirts drucken lassen, und wie immer verbreiteten sie mit ihrer manchmal augenzwinkernden Musik und den unterhaltsamen Ansagen gute Stimmung und sorgten für einen gelungenen musikalischen Auftakt des Tages.
Der Wickerman
Im Anschluss wurde es dann erstmal Zeit für einen kompletten Rundgang über das Gelände sowie natürlich für einen Besuch beim Wickerman, um unsere Opfer darzubringen. Der Wicker kam 2019 als majestätischer Wolf daher, der einerseits für individuelle Stärke, andererseits aber auch für die Bedeutung der Gruppe stand. Ganz davon abgesehen, dass Wölfe zu meinen Lieblingstieren gehören, war auch mein Opfer in diesem Jahr ein für mich persönlich sehr bedeutsames, weswegen mir dieser Wickerman wohl noch lange in besonderer Erinnerung bleiben wird...
Monique von Cesair
Den Nachmittag über ließen wir uns dann mal hierhin, mal dorthin treiben. Wir statteten dem PaganFolk Panel mit unter anderem Waldkauz einen kurzen Besuch ab, wechselten dann aber zur ForestStage, um noch ein wenig das Konzert von Cesair zu genießen.
Christopher & Maria von u.a. Euzen im Q&A-Panel
Danach ging es zurück zur CastlefestAcademy mit dem unterhaltsamen Q&A mit Maria und Christopher von Songleikr, Euzen und Heilung, bei dem sich ulkigerweise auch Gitarrist Harald bei den Fragenden einreihte, um nach dem Verbleib der Autoschlüssel zu fragen. Im Anschluss blieb noch Zeit zum Essen sowie für einen Besuch bei The Sidh, welche die Forest Stage einmal wieder von vorne bis hinten zum Tanzen brachten.
Hein von Shireen
Als es langsam dunkel wurde, stand dann das erste von zwei tollen und von mir heiß erwarteten Konzerten an. Auf der gemütlich gelegenen Meadow Stage gaben sich Shireen die Ehre und lieferten einen wirklich beeindruckenden Auftritt ab. Die ohnehin schon beeindruckenden Songs von "Matriarch", dem ersten und bisher einzigen Album des Band, entfalten live tatsächlich noch einmal eine ganz andere Dynamik und Intensität - ein Bühnenerlebnis, welches man sich nicht entgehenlassen sollte! Umso bedauerlicher, dass wir nicht ganz bis zum Ende bleiben konnten, weil wir in dem Dilemma steckten, auch beim letzten Konzert des Abends gerne noch einen guten Platz zu ergattern.
Euzen rocken die Forest Stage
So machten wir uns zu den letzten Tönen von Shireen auf den doch recht langen Weg zur ForestStage, wo wir pünktlich für den Beginn des letzten Konzerts des Tages eintrafen. Auf der Bühne standen Euzen, deren Auftritt ebenso wie die Lichtshow mal wieder eine totale Wucht war! Sängerin Maria, diesmal im militärisch angehauchten Outfit, schafft es einfach wie keine Zweite, die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln - ihre Stimmgewalt und Bühnenpräsenz waren auch bei disem Konzert wieder beeindruckend.
So ging dann auch dieser erste Festivaltag gefühlt viel zu schnell zu Neige und mit dem Samstag stand schon der wohl wichtigste und am besten besuchte Tag des Castlefests vor der Tür. Doch davon natürlich mehr im nächsten Post...
Wie zu jedem Jahreswechsel, möchte ich auch dieses Mal wieder (wenn auch leider verdammt spät) meinen kleinen musikalischen Rückblick in das vergangene Jahr machen. Auch 2017 sind wieder einige beachtenswerte Alben erschienen, die ich an dieser Stelle noch einmal kurz würdigen möchte. Rezensionen folgen wie immer, wenn und falls ich Lust und Muße habe und werden gegebenenfalls dann auch gleich verlinkt.
Meine Alben des Jahres 2017, wie immer alphabetisch und nicht irgendeinem Rang folgend:
* Ja, ich weiß, dass dieses Album streng genommen schon 2016 erschienen ist. Da sich mir aber erst letztes Jahr die Möglichkeit bot, es zu erwerben und anzuhören, musste ich es also mit in dieses Jahr tragen.
Kein Folk, aber trotzdem keinesfalls zu vergessen:
Nur eine Woche nach dem Highlight jedes Festivaljahren, dem Castlefest, stand Mitte August schon der nächste Termin in meinem Kalender. Auch dieser ein Klassiker, den ich mir nach Möglichkeit nicht entgehen lasse: das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Telgte!
Dieses Mal besuchte ich das Festival am Samstag, da dieser mit einem ausgezeichneten Programm lockte. Das Wetter war wie in weiten Teilen dieses Sommers eher mäßig, Schlamm und Regen gab es genug. Doch wen hält sowas schon auf? Nur die Kamera musste leider witterungsbedingt zu Hause bleiben.
Mich nicht, und darum ließ ich mich auch nicht davon abhalten die Möglichkeit zu ergreifen, mir mit Mythemia eine Band anzusehen, die ich vorher noch nie live sehen durfte. Nachdem die anfängliche Verwirrung überwunden war (wir so: hatten die nicht mal eine Sängerin und keinen Sänger, und kennen wir den Herren nicht von irgendwo anders - beides konnte im Übrigen bejaht werden), wusste das Gehörte durchaus zu überzeugen und hielt uns ein ganzes Set lang vor der Bühne.
Mythemia
Gegen Abend wuchs dann die Vorfreude auf das, was mein persönliches Highlight dieses Tages werden sollte: Cesair gaben sich die Ehre! Die Damen und Herren haben sich im Laufe dieser MPS-Saison ganz zu recht ein treues Publikum erspielt, und so war auch bei diesem Konzert die Stimmung vor wie auch auf der Bühne großartig. Natürlich stellten sie auch den einen oder anderen Song von ihrem neuen Album "Omphalos" vor, welches eine Woche zuvor beim Castlefest erstmalig erworben werden konnte. Hoffentlich lädt Gisi diese tolle Band auch in der nächsten Saison wieder ein, sie sind eine wirkliche Bereicherung für das MPS!
Cesair
Abgeschlossen wurde der Tag auf dem MPS in Telgte für uns mit einem gewaltigen Konzert von Fiddler's Green, welches ich dank des vollen Körpereinsatzes meiner Freundin aus der ersten Reihe erleben durften. Sie hielt mir tatsächlich erfolgreich einen Platz dort vorne frei, obwohl ich bis ca. 5 Minuten vor Konzertbeginn in der Schlange am Baumstriezel-Stand festhing und sehnsüchtig auf mein Abendessen wartete xD Danke nochmal dafür!
Trotz nerviger Nachbarn (Teenager, die frustriert waren, dass sie keinen Platz weiter in der Mitte bekommen hatten und erfolglos versuchten, mich mit konstantem anpogen zu vertreiben - haha, ihr müsst noch so viel lernen, ihr Würmer!), wurde es ein super Konzert. Die Band stellte dort größtenteils ihr neues Album "Devil's Dozen" vor, in welches ich mich vom Fleck weg verliebte, besonders in das wunderbare "Mr. Tickle".
Nach diesem tollen Konzert wurde es für uns so langsam Zeit, uns auf den Heimweg zu machen. Dieser war zum Glück nicht allzu weit, da ich für die Nacht bei meiner Freundin im nahgelegenen Münster aufgenommen wurde.
Mit dem MPS in Telgte endete für mich 2017 auch die reguläre MPS-Saison, nur noch der Weihnachtsmarkt stand bevor, bei dem es leider auch nur zu einem Besuch kam. Doch dazu später mehr, denn bevor ich so weit komme, stehen noch einige andere Berichte aus!
Gemäß der Tradition schafften wir es auch am zweiten Tag des Festivals, dem bereits im Vorfeld ausverkauften Samstags, nicht pünktlich zur Eröffnung zum Gelände. Dennoch lagen wir gar nicht so schlecht in der Zeit und bekamen so noch ein paar Minuten vom Balfolk-Workshop mit. Wie schön es war, nach dem insgesamt eher ruhigen Freitag wieder so viele fröhlich tanzende Menschen zu sehen!
Balfolk-Workshop
Bei einem anschließenden kurzen Spaziergang über das Gelände sahen wir den Walking Act "Die Parade von Narziss". Das war ein faszinierender Anblick mit dem selbstverliebtem Narziss auf seinem Wagen, stelzenlaufenden Narzissen und einer fahrenden Bienenwabe!
Die Parade von Narziss
Im Anschluss an den Workshop trug es uns zur Folk Stage, auf der Pyrolysis spielten. Auch hier wurde heftig getanzt, lud die Musik der niederländischen Folkband doch wahrlich dazu ein. Die musikalischen Einflüsse schienen von Irish Folk bis zum Shanty, von Rapalje bis zu Flogging Molly zu reichen und ergaben so eine Mixtur, die wirklich großen Spaß machte. Außerdem hatten Pyrolysis mit Abstand das tollste Bandlogo des Festivals, ein Piraten-Kaninchen, das nun auch mein neustes Bandshirt ziert. :D Mal schauen, ob ich dieses Shirt am kommenden Wochenende nicht mal auf dem Pirates!-Festival in Jülich Spazieren führe. Da würden sich Pyrolysis nämlich sicher auch ganz ausgezeichnet in einer künftigen Auflage machen. ;)
Party vor der Bühne bei Pyrolysis
Als der Auftritt von Pyrolysis zu Ende war, ging es weiter zur Hauptbühne, um noch ein paar Minuten vom Konzert von Scotch mitzbekommen. Im letzten Jahr hatten wir diese ebenfalls niederländische Band irgendwie ziemlich sträflich ignoriert. Obwohl der Party Folk der Jungs wirklich Laune machte, wurde es auch in diesem Jahr wieder nur eine kurze Freude für uns. Meiner Freundin fiel auf, dass sie ihr Opfer für das später am Tag stattfindende WickerDragon-Ritual im Bed & Breakfast hatte liegen lassen. Das war natürlich unvertretbar, also musste flott ein Plan entworfen werden. Ein Glück, dass ein Freund, den wir im Steampunk-Garten beim gemütlichen Teetrinken wiederfanden, auf dem Festivalcampingplatz sein Klapprad dabei hatte. So konnte das Problem doch noch recht schnell gelöst werden.
Pünktlich zum Konzert von Seed trafen wir uns dann alle an der Village Stage wieder. Die Pagan Folk Band mit einem der wohl niedlichsten Maskottchen weit und breit gefällt mir live von Mal zu Mal besser. An diesem Samstag lieferten sie ein energiegeladenes, gutgelauntes Konzert, dessen positive Stimmung sich auch schnell auf das Publikum übertrug.
Seed
Auch nach Seed blieb uns nicht viel freie Zeit, bis der nächste Programmpunkt folgt, den wir nicht verpassen wollten. Der Samstag ist eindeutig der Haupttag des Castlefests, da bleibt zumindest tagsüber meist wenig Zeit für Enstpannung. Aber so ein bisschen Stress ist schon in Ordnung, wenn man dafür ein so wunderbares Konzert wie das von Kaunan erleben darf! Wem der Name noch nichts sagt, dem dürfte doch zumindest eines der Mitglieder gut bekannt sein. Kaunan besteht aus Oliver SaTyr von Faun an der Bouzouki, Boris an der Kontrabasharpa und Göran an Drehleier und Dudelsack. Die deutsch-österreichisch-schwedische Band spielt schwedische Polskor, eine Art schwedischer, traditioneller Tanzmusik. Das klingt für unsere Ohren mitunter etwas ungewohnt, aber lädt auch sofort dazu ein, selbst das Tanzbein schwingen zu wollen. Für mich bildete dieses Konzert einen der ganz großen Höhepunkte des diesjährigen Castlefests. Vielleicht schaffen die drei Herren es ja doch eines Tages mal, das eine oder andere von ihnen gespielte Lied aufzunehmen. Bei den Besuchern des Castlefest-Auftritts würde eine solche Veröffentlichung jedenfalls sicher auf großes Interesse stoßen.
Kaunan
Nach Kaunan wurde es dann ernst: Die Verbrennung des WickerDragon war nicht mehr fern, und wir hatten aus oben erwähnten Gründen unsere Opfer noch nicht dargebracht. Es war mittlerweile beinah18:30 Uhr, wir hatten seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und vor dem WickerDragon wartete eine nicht unbeträchtliche Menschenmenge darauf, ebenfalls zum WickerDragon vorgelassen zu werden. Die Heidense Bende brachte gerade ihr Opfer in einer großen Zermonie dar. Die Stimmung bei den Wartenden vor der Absperrung konnte man leider nur als mäßig gut bezeichnen. Eine fremde Frau ranzte uns an, weil wir und ihrer Meinung nach vordrängeln wollten, statt in der Schlange zu stehen. Dabei war da gar keine Schlange auszumachen in diesem großen Knäuel von Menschen, wir standen einfach da, wo wir irgendwie noch hingekommen waren... Irgendwie machte sie den Eindruck, als würde sie bei Widerspruch auch problemlos handgreiflich werden, also ignorierten wir sie lieber einmal geflissentlich. Als sie sich kurz darauf über die schlechten Schwingungen für die Opferung beschwerte, musste ich mich jedoch sehr zusammenreißen, um mir einen möglicherweise fatalen Kommentar zu verkneifen.
Der WickerDragon
Irgendwann wurden wir dann doch vorgelassen und konnten unsere Opfer darbringen, aber ich war von dem Vorfall mit der unsympathischen Frau noch so aufgewühlt, dass ich meine Gedanken nicht richtig ordnen konnte. Beim nächsten Mal, das schworen wir uns, opfern wir gleich am Freitag, wo wir unsere Ruhe haben. Die Situation am Samstag Nachmittag war der Bedeutung dieses Rituals einfach nicht angemessen.
Bei der Suche nach einem geeigneten Platz, von dem aus wir die bald bevorstehende Zermonie gut verfolgen konnten, hatten wir mehr Glück. Irgendwie schafften wir es, und zum Stand von Miroque vorzuarbeiten, der direkt an der seitlichen Absperrung stand. So konnten wir die Verbrennung des WickerDragon quasi aus erster Reihe verfolgen und bekamen vorher sogar noch einiges vom Auftritt von Cesair mit.
Die Zeremonie rund um die Verbrennung des Wickerman, der in diesem Jahr die Form eines Drachens mit einem Ei hatte, war auch wieder unheimlich bewegend. Dies ist wohl für die meisten die wichtigste Angelegenheit auf dem Castlefest und die Stimmung ist immer ganz außergewöhnlich. Der Jubel, der aufbrandet, wenn der Wickerman in hellen Flammen steht und mit all den in den vorherigen Tagen gemachten Opfern verbrennt. Die folgende andächtige Stille, während die so stets so aufwendig modelierte Weidenfigur endgültig zu Asche verbrennt. Man möchte sich am liebsten gar nicht abwenden, so vieles geht einem durch den Kopf.
WickerDragon-Zeremonie
In diesem Jahr war es dann leider der Omnia-Soundcheck, der uns gefühlt viel zu früh wieder in die Wirklichkeit zurückholte. Ich würde mir wirklich eine längere Stille um das Wickerman-Ritual herum wünschen.
Trotz der Störung hatte ich das Gefühl, noch eine Weile wie im Traum über das Gelände zu wandern. Das am Samstag stets so volle Gelände wurde langsam leerer, unser Zeitplan zeigte eine große, freie Lücke. Wir taten, worum wir uns schon den ganzen Tag gedrückt hatten, und kauften ein Parkticket, die es an diesem Tag nur an der Info auf dem Gelände gab und für die man entsprechend eine ganze Weile anstehen musste...
Anschließend landeten wir an der Village Stage, wo wir uns durch die zahlreichen exotischen Gerüche am Stand des Kräuterkutschers schnüffelten. Der Geruch von arabischem Teegewürz löste eine unheimliche Lust auf Chai-Tee aus, der wir wenige Stände weiter auch nachgeben konnten.
Mit unserem leckeren, heißen Tee setzten wir uns schließlich für das letzte Konzert ins Gras vor die Bühne. Dort spielten die Amerikaner von Woodland ihre ruhigen, verträumten Lieder, die uns zeigten, wie sehr sich die amerikanische Pagan Folk Szene klanglich doch von der europäischen unterscheidet. In diesem Moment passte diese Musik jedoch einfach perfekt. Es war unheimlich schön dort vor der Bühne mit den ruhigen Klängen und der wunderbaren Lichtshow, während uns die Kühle der Sommernacht umfing und der klare Sternenhimmel über uns stand. Es war der perfekte Ausklang für diesen erlebnisreichen zweiten Tag auf dem Castlefest.
Gut ausgeschlafen und nach einem wunderbar niederländischen Frühstück mit vier Sorten Hagelslag, Pindakaas und natürlich Gouda-Käse, konnte der erste Tag des Castlefests für uns beginnen.
Das klassische Castlefest-Frühstück
Zum Einlass schafften wir es wie üblich nicht, gehört ein ausgiebiges Frühstück doch einfach zum Luxus, den wir uns bei jedem Castlefest gönnen, aber pünktlich zum Auftritt von The Moon and The Nightspirit waren wir dann doch angekommen und genossen so einen musikalisch sehr entspannten Einstand in das Festival. Deren Konzert ließ sich wunderbar von vor der Bühne sitzend aus betrachten und lud zu einem ersten Umschauen im anwesenden Publikum ein. Dabei entdeckten wir schnell zahlreiche bekannte Gesichter, denn wer einmal zum Castlefest kommt, der kommt meist auch gerne jedes Jahr wieder.
The Moon And The Nightspirit
Auch bei unserem nächsten Programmpunkt blieb es musikalisch eher ruhig. Irfan aus Bulgarien bespielten nebst musikalischen Gästen (Monique und Fieke von Cesair) die Folk Stage und bewiesen einmal wieder, wie wunderbar sich ihre Musik live entfalten kann.
Irfan
Nach dem Auftritt von Irfan hatten wir etwas Leerlauf. Zeit, einen ersten ausgiebigeren Spaziergang über das Gelände zu machen. Schnell fiel ins Auge, dass sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren einiges am Aufbau geändert hatte. So hatte der Wickerman beispielsweise umziehen müssen, da an seinem bisherigen Standort gebaut wurde. Der neue Platz sollte sich leider am Samstag als eher weniger geeignet erweisen. Auch war die kleinste und abgelegenste der Bühnen verschwunden. Stattdessen befand sich an ihrer Stelle nun eine gemütliche, kleine Mittelalter-Landschaft, an der am Wochenende Ritterturniere und Kämpfe ausgetragen wurden.
Auch für ein erstes Ständegucken blieb am Freitag Zeit, wobei es weitestgehend beim Gucken bleiben sollte. Zum Shopping-Tag wurde nämlich der Sonntag auserkoren. Bis dahin hatte man sicher alles gesehen und auch reichlich Zeit gehabt, sich zwischen all den tollen Dingen für die paar Lieblingsstücke zu entscheiden, die schließlich mit nach Hause kommen sollten.
Unser Weg führte uns irgendwann zu einer kurzen Stipvisite bei Omnia, die am frühen Abend auf der Village Stage spielten. Da es nicht so voll war wie befürchtet, blieben wir ein paar Lieder lang stehen, bevor es Zeit wurde, sich auf den Weg zur großen Forest Stage zu machen. Dort nämlich gaben die Schweden von Ye Banished Privateers ihre Castlefest (und ich glaube auch NL-) Premiere. Ein Ereignis, das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Zu recht, wie sich schnell zeigte.
Ye Banished Privateers
Wir trafen zu den Tönen des ersten, bisher noch unbetitelten Stücks an der Bühne ein. Es war ein ruhiges Stück und das Publikum noch sichtbar skeptisch, sodass es kein Problem darstellte, sich ein Plätzchen in der ersten Reihe zu schnappen und der großartigen Dinge zu harren, die noch kommen sollten. Und ab dem zweiten Lied wurde deutlich, dass diese Piraten einfach wissen, wie man sich einem neuen Publikum standesgemäß vorstellt. Es wurde ausgepeitscht, erstochen, ersäuft, gehängt und sogar über die Planke ins Publikum geführt. Die Skepsis des Publikums schlug in Minutenschnelle in Begeisterung und Euphorie um, die anwesenden Fotografen überschlugen sich fast vor Eifer. Es wurde für alle ein absolut großartiges Konzert. Das heißt, für alle außer dem Bühnentechniker, den die nackte Angst um seine Technik angesichts von knapp einem dutzend über die Bühne wirbelnden Schweden, die dabei auch noch mit reichlich Wasser herumhantierten, vor Entsetzen die Hände vor das Gesicht schlagen ließ. Es war wahrlich ein Anblick für die Götter. ;)
Nach diesem wunderbaren Konzert stand noch ein weiterer Punkt auf unserem Programm: Faun! Irgendwie gelang es uns auch hier, an gute Plätze in der ersten Reihe zu gelangen (die letzten Jahre waren wir da immer chancenlos gewesen), von dem aus wir das Konzert sehr schön verfolgen konnten. Die Bühnendeko stand schon voll im Zeichen des am kommenden Freitag (19. August) erscheinenden, neuen Albums "Midgard" und auch ein erstes Lied von diesem Werk gab es mit "Nacht des Nordens" zu hören. Es war ein ruhiges, überaus stimmungsvolles Lied, das einfach perfekt in diese Sommernacht zu passen schien.
Faun
Überhaupt war dies ein wie gewohnt rundherum tolles Faun-Konzert mit einer überaus gut gelaunten Band. Ich hätte mir keinen schöneren Ausklang für diesen ersten Festivaltag vorstellen können.
Mit erheblicher Verspätung *verlegen räusper* folgt hier nun doch noch mein Post zum wirklich großartigen zweiten Wochenende, das ich am 10. & 11. Juni (ja, kein Tippfehler ^^) besucht habe. Zu Bückeburg wird es dieses Jahr übrigens leider keine Berichte von mir geben, da ich beide Wochenenden krankheitsbedingt ausfallen lassen musste...
Nun aber zu Dortmund. Zu diesem Wochenende machte ich mich Freitags erstmals in diesem Jahr wieder mit Zeltausrüstung auf den Weg. Drei Tage MPS standen bevor, von denen ich jedoch nur zwei besuchen wollte.
Nach dem Zeltaufbau blieb noch etwas Zeit zur Erholung, bis ich mich mit meiner Freundin und Mitcamperin auf den Weg auf das Gelände machte. Musikalisch gab es schon an diesem Freitag einiges zu sehen. So machten wir uns zunächst auf zu Corvus Corax.
Corvus Corax
Die Herren tragen ihren Ruf als Könige der Spielleute nicht zu unrecht und bieten live immer wieder ein tolles Erlebnis. So auch an diesen Tag, wo es Sänger Castus sogar schon zum Eröffnungskonzert gelang, bei seinem Besuch im Publikum eine stattliche Masse an Tänzern um sich herum zu versammeln, die mit ihm als Lindwurm durch die Gegend zogen.
Einen weiteren Grund zur Freude boten die schwedischen Piraten von Ye Banished Privateers, die wir uns an diesem Wochenende gleich mehrere Male anschauen sollten.
Ye Banished Privateers
Wie fast schon üblich hatten sie auch an diesem Wochenende wieder neue Gesichter mitgebracht - ob es und wohl jemals gelingen wird, die gesamte Crew zu kennen? :D
Bald wurde es dann schon Zeit für das Abendprogramm. Und das hätte mit Omnia und Cesair so schön werden können, eigentlich sogar schön werden müssen. Wäre dem Veranstalter nicht ein ziemlicher Lapsus unterlaufen: beide Bands überschnitten sich, mit fatalen Folgen für die hierzulande noch weitaus unbekannteren Cesair. Es ist nun wirklich kein Geheimnis, dass beide Bands einen sehr ähnlichen Fankreis bedienen und mir darum absolut unbegreiflich, wie man sie nebeneinander spielen lassen kann.
Da es nun aber nicht zu ändern war, beschloss ich, mich bei Omnia ausnahmsweise ganz nach hinten zu stellen, um jederzeit gehen zu können. So schaute ich mir die erste Hälfte des Omnia-Konzertes an und wäre liebend gerne auch bis zum Ende geblieben, war es doch meine erste Chance, Omnia wieder mit Drehleier zu bewundern. Außerdem spielten sie an diesem Abend einige Songs ihres mittlerweile erschienenen neuen Albums "Prayer", darunter das ungewöhnliche, aber wirklich faszinierende "Alan Lee Tango". Trotzdem raffte ich mich einige Minuten vor Beginn des Cesair-Konzerts auf und wechselte zu deren Bühne. Eine Entscheidung, die ich keine Sekunde lang bereut habe.
Omnia
Fünf Minuten vor Konzertbeginn erwartete mich bei Cesair gähnende Leere und auch nach Beginn des Konzertes blieb es relativ leer, bis Omnia ihr Set beendet hatten und plötzlich scharenweise Menschen einfielen. Trotzdem war es von Anfang an ein bemerkenswertes Konzert. Cesair sind eine tolle Liveband, die meinem Gefühl nach jedes Mal besser wird. Sie hatten diesmal auch einige spannende musikalische Gäste dabei, nämlich Jyoti Verhoeff als zusätzliche Stimme und Fanny von Brisinga an der Harfe. Am Ende enterte - selbst für die Band unerwartete - noch Joris von Leaves' Eyes die Bühne. Durch das zu Beginn fehlende Publikum entstand nicht jene für Deutschland so typische Situation, dass alle wie die Ölsardinen stehen, um möglichst vorne zu stehen, sondern den Leuten blieb richtig viel Platz zum Tanzen, den sie auch gerne nutzten. So kann man wohl sagen, dass sowohl Band als auch Publikum das Beste (und zwar was richtig Gutes!) aus einer an sich eher mäßigen Situation gemacht haben.
Cesair
Ausklingen ließen wir den wunderschön lauene Sommerabend im Anschluss noch beim Nachtkonzert von Ye Banished Privateers. Glücklich und heiser gesungen ging es dann zurück ins Zelt.
Auch am Samstag stand uns wieder ein volles Programm bevor. Wir eröffneten den Tag mit Vroudenspil, die in Toppform waren und gleich zu Beginn gute Stimmung verbreiteten.
Vroudenspil
Musikalisch hervorheben möchte ich aber ganz besonders zwei Bands: Waldkauz und Faun, die zu meiner großen Freude auch noch direkt hintereinander auf der selben Bühne auftraten. So begaben wir uns zum Waldkauz-Nachmittagskonzert an den angenehm schattigen Ort des Geschehens und blieben einfach gleich bis zum späten Abend dort stehen. :D
Ich glaube, ich habe schon das eine oder andere Mal erwähnt, wie sehr ich Waldkauz mag. Auch in Dortmund konnten sie mich mit ihren Qualitäten als Liveband wieder vollstens überzeugen. Mittlerweile wurden die Songs ihres ersten Albums schon durch einige neue Lieder ergänzt, die große Lust auf neues Studiomaterial machen. Die Stimmung bei diesem nachmittäglichen Konzert war insgesamt sehr gut. Nach der viel zu langen Zeit des Regen hatte endlich der Sommer Einzug gehalten und die Leute tanzten ausgelassen, oftmals barfuß, unter den Bäumen, die die Bühne umgaben.
Waldkauz
Viel zu schnell war das Konzert vorbei und man fand sich wartend wieder, stand doch vor dem Auftritt von Faun (für uns der erste in diesem Jahr!) noch der Bühnenumbau. Also: eine Stunde warten. Denn wo man einmal so schön vorne stand, wollte man diesen Platz natürlich gerne behalten...
Irgendwann war die Pause dann auch endlich vorbei und Faun betraten die Bühne, um an diesem wunderschönen Sommerabend ihr Konzert zu spielen. Und obwohl ich Faun mittlerweile so oft gesehen habe, war es wieder überwältigend gut. Neue Lieder gab es an diesem Abend leider noch keine zu hören, aber dafür einen schönen Querschnitt durch die langjährige Geschichte der Band. Auch die Faune selbst wirkten äußerst gut gelaunt und hatten sichtlich Spaß an diesem Auftritt. Irgendwer aus dem Publikum schenkte ihnen ein Stück Melone, das zu essen während des Konzertes nicht so gut gelang, dafür aber sofort nach Abschluss des Auftritts wieder in Angriff genommen wurde. Nach einem solchen Konzert weiß ich immer wieder ganz genau, warum ich Faun schon seit so vielen Jahren meine Lieblingsband nenne. ♥
Faun
Nach dem Auftritt stand noch ein kurzer Besuch am Faun-Merchzelt an. Sänger Oliver hatte gerade sein drittes Buch "Wanderlust" veröffentlicht, welches es an diesem Wochenende zum ersten Mal zu kaufen gab. Obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, an diesem Wochenende nichts auszugeben, konnte ich diesen Vorsatz nach einer solchen Ankündigung natürlich nicht mehr einhalten. :D Vielleicht stelle ich das Buch ja demnächst mal hier vor. Gelesen habe ich es natürlich längst. ^^
Den Samstag ließen wir dann ausnahmsweise mal nicht bei einem Konzert ausklingen, sondern beim großen Feuerspektakel. Wieder begaben wir uns früh zum Ort des Geschehens und konnten uns so Plätze in der ersten Reihe sichern. So mussten wir zwar eine ganze Weile rumsitzen, hatten dann jedoch einen tollen Blick auf die beeindruckende Show. Besonders Danse Infernale ließen mich regelrecht mit offenem Mund dastehen, so schön anzusehen war das Ganze!
Obwohl das MPS am Sonntag noch weiterging, fuhr ich, nachdem ich ausgeschlafen hatte, nach Hause. Keiner meiner Freunde war an diesem Tag noch vor Ort, und alleine hatte ich dann auch keine Lust mehr. Ich verließ das Gelände mit großer Vorfreude auf das kurz bevorstehende MPS in Bückeburg, das ich dann ja leider wegen einer doofer Bronchitis nicht besuchen konnte. :( Diesen Sonntag ist dafür eine Fahrt zum MPS nach Köln geplant. Ich hoffe so sehr, dass das klappt und uns nicht die zahlreichen, für diesen Tag angekündigten Großdemos in der Stadt noch einen tüchtigen Strich durch die Rechnung zu machen versuchen... Drückt mir die Daumen!
Vom bunten Treiben auf der Mystica Hamelon ging es Abends dann direkt weiter zum Weserbergland-Zentrum, wo die erste von zwei Mystic Folk Nights stattfand. Auf dem Programm standen TheDolmen und Cesair. Am kommenden Abend, wo wir leider nicht mehr anwesend waren, spielten noch Omnia und Waldkauz.
Das Weserbergland-Zentrum war zwar nicht ausverkauft an diesem Freitagabend, doch es hatte sich dennoch eine beachtliche Anzahl an Fans eingefunden, als die Briten von The Dolmen die Bühne betraten. Die Band lieferte eine tolle, energiegeladene Show und das Publikum ließ sich nicht lange bitten, zu den Klängen von Songs wie "Rebel Fairy Fling" oder "The Devil's Table" das Tanzbein zu schwingen. Da kam es sogar ganz recht, dass der Platz vor der Bühne zwar gut gefüllt, aber keineswegs überfüllt war und sich so jeder nach Herzenslust zur Musik bewegen konnte. Ebenfalls nicht fehlen durfte natürlich das von Kayleigh gesungene "Dead Cats Don't Meow", dass sich mittlerweile zu einer Art Kulthit der Band entwickelt hat und von so ziemlich allen Anwesenden fleißig mitgesungen wurde.
Obwohl The Dolmen ein volles, langes Set spielten, war viel zu schnell der Moment des Abschieds gekommen. Das Publikum zerstreute sich, wer einen Platz auf den roten Sofas ergattern konnte, ruhte sich dort aus und wartete auf den Beginn des nächsten Konzerts.
Hörprobe The Dolmen:
Irgendwann ging die Umbaupause vorbei und Cesair betraten die Bühne. Auch den Niederländern merkte man ihre Spielfreude von Anfang an ganz klar an. Sängerin Monique strahlte in ihrem glitzernden Bühnenkleid, als sie das Publikum mit ein paar freundlichen Worten auf Deutsch begrüßte, und die Leute strahlten zurück. Unbegreiflich, wenn beim folgenden Konzert irgendjemand seine Füße still halten konnte! Cesair spielten sowohl neue Stücke als auch solche ihres ersten Studioalbums "Dies, Nox et Omnia", darunter den Titelsong, "Canso" und "Ishtar", welches durch die Klänge von Fieke am Dulcimer für mich immer eine ganz besondere Atmosphäre erhält. Da die meisten Stücke in Sprachen gesungen werden, die wohl nur die wenigsten unter den Besuchern verstehen konnte, ging Monique in ihren Ansagen auch immer wieder auf die Bedeutung der Texte ein.
So verging die Zeit wieder einmal im Fluge. Gegen Mitternacht verließ die Band die Bühne, doch das begeisterte Publikum brachte sie alsbald für eine großzügige Zugabe zurück auf die Bühne, nach der dieser schöne Abend dann aber endgültig zu Ende ging. Eine solch gelungene erste Mystic Folk Night schreit eindeutig nach einer Wiederholung im kommenden Jahr!
Obwohl Weihnachten mittlerweile hinter uns liegt, ist der Phantastische Mittelalterliche LichterWeihnachtsmarkt in Dortmund noch lange nicht vorbei. Am vergangenen, fünften Marktwochenende war ich am Samstag wieder mit dabei. Nach einem ersten Rundgang über das Gelände, wo ich im Ausverkauf am MPS-Merchzelt ein neues T-Shirt mit Odin-Print vom Künstler Voenix für mich fand, begab ich mich zum Bühnenbereich, um dort auf den ersten Auftritt des Tages und auf meine Freundin zu warten.
Nachdem es am Wochenende davor so schön mit ihnen gewesen war, habe ich mich natürlich sehr gefreut, auch an diesem Tag wieder Faey sehen zu dürfen. Diese spielten am Samstag "nur" zwei Auftritte, die ich mir beide ansah und präsentierten dem Publikum wieder eine bunte Mischung aus Songs ihres Albums und neuen Stücken, die man wohl im kommenden Jahr auf einer neuen CD wird finden können.
Sandra von Faey
Als sich die Dunkelheit bereits über das Gelände gesenkt hatte und der Vollmond über allem auftauchte, folgte an diesem Tag noch ein weiteres, ganz besonderes musikalisches Highlight. Die Niederländer von Cesair beehrten den Markt mit einem Auftritt. Ihre Musik, die sie selbst als Epic & Mythic Folk bezeichnen, boten sie dabei in etwas anderer Form dar als sonst. Eines ihrer Mitglieder - Fieke, die normalerweise an Akkordeon, Drehleiher und Dulcimer zu finden ist - konnte an diesem Tag leider nicht anwesend sein. Dafür gab es einen guten Grund, befindet sie sich doch derzeit in Korea, um dort den Klarinettisten Romain Guyot mitsamt Kammerorchester aufzunehmen. Trotzdem hinterließ sie natürlich eine musikalische Lücke, die gefüllt werden wollte. So kam es dann, dass Cesair an diesem Abend gleich drei hochkarätige musikalische Gäste zu sich auf die Bühne einluden. Zum einen wäre des Daphyd The Crow von Omnia am Slideridoo gewesen, zum anderen Klaartje und Faber von den niederländischen Pagan Folkern Sowulo, die dem Sound der Band eine weitere Geige und ein Piano hinzufügten.
Es wurde ein großartiger Auftritt, die Band und ihre Gäste hatten offensichtlich Spaß, was sich auch auf das Publikum übertrug. Außerdem stellten auch Cesair einiges neues Material vor und weckten somit die Hoffnung, dass man im kommenden Jahr vielleicht endlich mit einem richtigen, vollständigen, neuen Album rechnen darf. Schön wäre das in jedem Fall. Sogar Geschenke fürs Publikum hatte die Band mitgebracht, hübsch eingepackt warfen sie sie gegen Ende des Auftritts in die Menge. Wenn das mal keine schöne Geste war! :)
Monique von Cesair
Nach dem Auftritt von Cesair fanden meine Freundin und ich Zeit für einen Besuch bei Gisi's Kuhmilch und Kakao Kaschemme, wo ich eine leckere karibische Milch mit Bananen und Kokossirup trank. Gegessen hatten wir schon vorher bei unserer allgemein heißgeliebten Spätzleküche. Ich hatte mir an diesem Tag dort sogar die Deluxe-Spätzleversion mit Hirschrahmsauce und Preiselbeeren gegönnt. So. Unglaublich. Lecker!
Ein letzter Auftritt stand noch an an diesem Samstag Abend. Eigentlich hatte ich schon längst auf dem Heimweg seien wollen, aber die Neugier überwog dann doch. Außerdem hofften wir, dass sich das letzte Konzert zum Poispielen eignen würde (was es im Endeffekt leider nur bedingt tat, aber egal). An diesem Tag sollten nämlich Elfenthal auftreten. Wem das noch nichts sagt: Elfenthal ist das Projekt von John Kelly (ex Kelly Family) und seiner Frau Maite Itoiz, einer spanischen Sopranistin. Zusammen haben die beiden eine Band geschaffen, die einen Bogen zwischen alter Musik und einer Rockoper zu schlagen sucht. Obwohl wir an diesem Abend eindeutig mehr aus dem Rockoper-Bereich zu sehen bekamen, schimmerte die ruhige Seite dieses Projektes immer wieder durch. Zwischenzeitlich wurden von Maite immer wieder kleine Texte und Gedichte vorgelesen. Außerdem gab es sogar immer mal wieder choreografische Einlagen von John und seiner Frau, so wurden auch schonmal die Schwerter geschwungen. Man merkte der ganzen Show den liebevoll durchdachten Ablauf wirklich an.
Musikalisch hat mich das Ganze etwas an Blackmore's Night erinnert und traf zugegebenermaßen nicht so hundertprozentig meinen Musikgeschmack, aber den Auftritt an sich werde ich so schnell nicht vergessen.
Hier gibt es mal einen kleinen Eindruck in das, was Elfenthal so machen:
Bis zum Ende bleiben konnte ich aber leider nicht, sonst hätte ich meinen letzten Zug verpasst. Dachte ich zumindest. Im Endeffekt hätte das gar nichts gemacht, aber das konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen. Beim Eintreffen am Bahnhof erreichte mich die freudige Botschaft, dass mein Zug laut Anzeigetafel nicht bis nach Aachen, sondern nur bis Düsseldarf fahren sollte. Der Aushang stimmte dem zu, die App nicht. Mir wurde es in jedem Fall zu heikel und ich schwenkte auf den RE1 nach Aachen um. Der leider nicht in meiner Heimatstadt hält. Es entpuppte sich trotzdem als die richtige Entscheidung, denn als ich um 02:53 Uhr Aachen wieder verließ, war mein eigentlich angepeilter Zug dort noch immer nicht eingetroffen. Ungefähre Verspätung von 120 Minuten hieß es zuletzt. Ob er wohl je ankam? Ich jedenfalls fiel gegen halb vier glücklich ins Bett. Es war trotz aller Bahnwidrigkeiten ein schöner Tag!
Die alljährliche Castlefest-bedingte Tiefenentspannung hatte bei der Festivaleröffnung am Freitag eindeutig bereits eingesetzt. Darum schafften wir es auch nicht gleich zu Einlass um 11 Uhr auf das Gelände, da das unser gemütliches Frühstück beeinträchtigt hätte. :D
Trotzdem kamen wir immernoch früh genug an, um einen kleinen Ausflug zu Hats 'n Dreads zu machen, bevor die ersten geplanten musikalischen Punkte auf unserem Programm standen. Dieser Stand ist einfach jedes Jahr ein muss, denn dort kann man wunderbare Wooldreads in allen Farben und Längen bekommen und bei Bedarf auch gleich einsetzen lassen. Ich habe dieses Jahr nur einige neue Dreads mitgenommen, keine einsetzen lassen, aber die Vorteile des Einsetzen Lassens sind wirklich nicht zu verachten. Ich selber bekomme die Dinger nie so nah an meinen Haaransatz und sie halten auch nicht so bombenfest wie wenn es professionell gemacht wird. :D
Musikalisch begann der Tag für mich dann um 12 Uhr Mittags mit Irfan. Die Bulgarier sind oft und gerne gesehene Gäste auf dem Castlefest, und in diesem Jahr hatten sie neben dem lange angekündigten neuen Album "The Eternal Return" auch ihre neue Sängerin Darina Zlatkova mit dabei. Ich habe Irfan auf diesem Castlefest zum dritten Mal gesehen, und jedes Mal hatten sie eine andere Sängerin dabei. Faszinierenderweise waren sie alle auf ihre Art und Weise gut, und das galt auch in diesem Jahr wieder, überzeugte Darina doch mit ihrer vollen Stimme, die wunderbar zum atmosphärischen Sound der Band passt.
Ivaylo von Irfan
Im Anschluss an Irfan hatten wir uns eigentlich die Dänen von Trolska Polska ansehen wollen, doch daraus sollten an diesem Freitag nichts werden. Die Band hatte irgendwelche technischen Probleme und nachdem eine gefühlte Ewigkeit nichts passiert war, entschieden wir uns um und wechselten zur Folk Stage, auf der die Belgier von Rastaban ihr erstes Konzert des Festivals gaben.
Rastaban gehören zu den Stammbands des Castlefests, bisher waren sie in allen vier Jahren, an denen wir das Festival besuchten, zu Gast und verbreiteten mit ihrem Tribal Folk gute Stimmung. Das mit der guten Stimmung war auch in diesem Jahr nicht anders. Die Leute tanzten und die Bandkollegen von La Horde feuerten aus dem Publikum nochmal zusätzlich an.
Marine von Rastaban
Genau wie Irfan hatten auch Rastaban neue Musik mitgebracht, ihr zweites Album "Arise", welches mein erster Musikeinkauf an diesem Wochenende wurde. Ich werde es irgendwann später vorstellen, wenn ich endlich mal mit der Musik-Bestenliste aus dem vergangenen Jahr durch bin. :P
Ohne Pause ging es im Programm für uns weiter. Auf der Village Stage spielten Cesair ihr erstes Set, und das wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Als erste Band des Tages, die wir uns anschauten, hatten Cesair kein neues Album dabei. Als Kompromiss hätte es da eine überarbeitete Variante des ersten Albums gegeben, aber lassen wir das...
Cesair präsentierten jedenfalls Songs ihres großartigen einzigen Albums, aber auch neue Stücke, die richtig große Lust auf einen Nachfolger machten. Auch live gefällt mir die Band von Jahr zu Jahr besser, da ist mittlerweile richtig viel Energie auf der Bühne (wobei ich aber anmerken möchte, dass die Band auch schon am Anfang keine schlechte Liveband war!).
Fieke von Cesair
Nach dem Auftritt von Cesair gab es endlich eine kleine Programmpause für uns. Wir blieben, wo wir waren, besorgten uns etwas zu Essen (Gefülltes Brot mit Käse, köstlich!) und machten es uns auf dem Gras gemütlich. Und auf dem Gras war es so gemütlich, dass wir irgendwie den Anfang von Folk Noir verpassten. :D
Und jetzt muss es leider raus: Folk Noir, auf die ich mich sehr gefreut hatte, wurden für mich die musikalische Enttäuschung des diesjährigen Castlefests. Die Band, in der auch Oliver und Stephan von Faun spielen, hatte sich nach dem Ausstieg von Kaat Geevers eine neue Sängerin zugelegt. Das fand ich schade, weil ich Kaat mag, aber es kam wenig überraschend. Ihren Platz nahm Livy Pear ein, die auch sehr sympathisch rüberkam und eine wirklich sehr gute Stimme vorzuweisen hat.
Livy Pear von Folk Noir
Wo dann also das Problem war? Das Problem lag darin, dass diese neuen Folk Noir musikalisch nicht mehr viel mit dem zu tun hatten, was Folk Noir vorher ausgemacht hat. Ruhige, oftmals leicht düster angehauchte Folkklänge nämlich. Was da aus den Boxen kam, war sehr gitarrenlastig und irritierend laut für mich und es hat - schlicht und ergreifend - so gar nicht mehr meinen Geschmack getroffen. Was man mir wohl auch angesehen hat... ^^
Weiter ging es dann mit La Horde - eine Band die man sich, sollte sich die Chance bieten, nicht entgehen lassen sollte. Wo La Horde sind, tobt die Party. Die Folk Party, versteht sich. Manchmal mit einem gewissen Hauch Neunzigerjahre Eurodance. Klingt abgedreht? Ist es auch, aber so verdammt gut. :D
Eigentlich auf dem Weg zur Hauptbühne blieben wir im Anschluss noch kurz bei Shireen auf der Folkstage hängen. Dort begegneten uns Thomas und Sophie wieder, die wir zuvor schon auf der Bühne mit Cesair bewundern durften. Im Gegensatz zu diesen waren mit Shireen vorher jedoch (außer dem Namen nach) unbekannt. Was es hier zu hören gab und was die Band auf ihrem facebook-Profil als Witchpop bezeichnet, konnte aber durchaus punkten, wenn wir auch leider nur kurz bleiben konnten.
Annicke von Shireen
Denn mittlerweile war es schon früher Abend geworden und zwei Highlights warteten auf uns, die wir auf keinen Fall verpassen wollten. Doch davon mehr in meinem nächsten Post...
Er hat wieder ein wenig auf sich warten lassen, mein Bericht zum zweiten Wochenende auf dem Mittelalterlich Phantasie Specatculum in Bückeburg. Bereits am vergangenen Freitag machte ich mich die zweite Woche in Folge auf den langen Weg nach Niedersachsen.
Die Anreise stand dabei zunächst unter keinem allzu guten Stern. Das fing schon auf dem örtlichen Bahnhof an, wo der Zug laut Ansage zunächst pünktlich und dann mit fünf Minuten Verspätung eintreffen sollte, um dann letztendlich mehr als 20 Minuten zu spät zu kommen und zwei Stationen weiter kaputtzugehen. Damit verlängerte sich die ohnehin schon mehr als vierstündige Anfahrt um eine weitere Stunde und der vorgesehene Bus zur Campite wurde auch nicht erreicht. That's life, und danach ging es dann zum Glück stetig bergauf mit dem Wochenende.
Nachdem wir den Rest des Freitags schwitzend in der Sonne vor unseren Zelten verbracht hatten, wurde es Samstag Vormittag Zeit, das Gelände zu stürmen. Erste Anlaufstelle: Bruder Rectus Morgenmesse! Die Markteröffnung ist diese Saison definitiv ein Highlight, welches ich jedem Besucher nahlegen möchte. Durch das wunderbar flexible Motto "Sei was du willst" lohnt sich auch ein häufigerer Besuch, da immer wieder etwas neues passiert.
Markteröffnung: Die Bayern werden geteert und gefedert.
Nach der Markteröffnung unternahmen wir einen kleinen Geländerundgang. Gleich als erstes entdeckten wir dabei ein Heerlager mit einem kleinen Barfußparcours, den wir gerne ausprobierten und im Anschluss unser Barfußabzeichen in Empang nehmen konnten.
Im Anschluss besichtigten wir das Mausolueum:
Heerlagerbereich vor dem Mausoleum
Das Bückeburger Mausoleum befindet sich nämlich auf dem Festivalgelände, und zur Feier des zwanzigsten MPS-Jahres in Bückeburg hatte Veranstalter Gisbert "Gisi" Hiller allen Besuchern kostenlosen Eintritt ermöglicht. Ein tolles Geschenk, denn das Mausoleum ist von innen noch beeindruckender als von außen mit seiner prachtvollen goldenen Kuppel, den strahlenden Fensterrosen und den schmuckvollen Ornamenten an den Wänden.
Natürlich widmeten wir uns auch dem musikalischen Programm in Bückeburg, denn auch da gab es einige Highlights. Wie schon in der Vorwoche spielten die wunderbaren, jungen Pagan Folker von Waldkauz, die ich sowohl live als auch auf CD jedem ans Herz legen mag, der sich für dieses Genre begeistern kann.
Ihre MPS-Premiere feierten an diesem Wochenende PurPur. Die zwei Damen, die Zwillinge sind und ihre Musik Zwillingsfolk nennen, präsentierten vor der lauschigen, kleinen Bühne direkt am Fuße des Mausoleums eher ruhige Folktöne, wobei mich ihre wirklich wunderschönen Stimmen ebenso zu überzeugen wussten wie die mal poetischen, mal witzigen Texte. Sie teilten sich die Bühne mit den Spielleuten von Duivelspack, mit denen sie sich offenbar auch blendend verstanden, was zu überaus unterhaltsamen Interaktionen führte.
Eine kurze Pause vom musikalischen Geschehen nahmen wir uns für das Bruchenballturnier. Eine ungewöhnlich große Zahl an Mannschaften (sowie zwei Weibschaften) hatte sich an diesem Tag für das Turnier gemeldet, und die Spiele konnten sich allesamt sehen lassen. Optisches Highlight war ein Team, welches unter dem Namen "Men in Tights" antrat und damit für allgemeine Erheiterung sorgten.
"Men in Tights" beim Bruchenballturnier
Am frühen Abend gab es eine weitere musikalische Premiere auf dem MPS, über die ich mich sehr gefreut habe. Die Niederländer von Cesair spielten ein absolut großartiges Konzert, und es zerriss einem schier das Herz, dass man gezwungen war, vor dem Ende zu gehen, um beim sich nahtlos auf einer der anderen Bühnen anschließenden Faun-Konzert einen Platz zu ergattern, von dem aus man die Band auch ohne Fernglas erkennen konnte.
Trotzdem bleiben Cesair einer der ganz großen Höhepunkte dieses Festivalstages und ich kann es schon kaum noch erwarten, die Band kommende Woche auf dem Castlefest wiederzusehen.
Ihr Auftritt kam auch bei den anderen Besuchern sichtlich gut an, weswegen zu hoffen ist, dass die Band vielleicht auch für künftige MPS-Termine gebucht werden könnte. Mich würde das jedenfalls unheimlich freuen - und sogar noch mehr, wenn die Band dann so in den Zeitplan integriert wird, dass es keine unschönen Überschneidungen mit musikalisch artverwandten Bands gibt...
Cesair rocken erstmals das MPS
Wie bereits angedeutet, ging es sofort im Anschluss an den Auftritt von Cesair mit Faun weiter. Die Band spielte in Bückeburg ihren ersten Open Air Termin des Sommers und es war wie immer unheimlich schön, sie live zu sehen. Sie spielten eine schöne Mischung aus neuen und alten Songs, die kaum Wünsche offen ließ. Leider verloren sie dabei ein wenig die Zeit aus den Augen (wie schön, dass das bei Faun-Konzerten nicht nur den Fans vor der Bühne passiert!), weswegen die Zugabe nur sehr kurz ausfiel. So habe ich persönlich "Hymn To Pan" sehr vermisst, ein Lied, das wunderbar zu dieser schönen, lauen Sommernacht gepasst hätte und (so vermute ich jetzt einfach mal aus Erfahrung) Teil der Zugabe hätte sein sollen.
Nun ist es auch so, dass nach einem derart schönen Faun-Konzert musikalisch nicht mehr viel passieren kann, was einen vom Hocker reißt. So ließen wir dann auch langsam unseren Abend ausklingen, liefen noch einmal über das schöne Gelände, was von den Feuerschalen und Scheiterhaufen erhellt wurde, lauschten ein paar Minuten den Klängen von Saltatio Mortis und beendeten dann unseren Festivaltag.
Am nächsten Tag ging es dann auch nur noch einmal kurz auf das Gelände. Das Wetter war in der Nacht gekippt und hatte Campsite und Festivalareal in eine Seenlandschaft verwandelt - etwas, das eigentlich jedes Jahr früher oder später passiert. So recht ließ sich von der Nässe dann auch niemand stören, das Publikum bei den Sandsacks hatte vielmehr großen Spaß am Spielen in den Pfützen vor der Bühne. Die Band wiederum hatte großen Spaß, wenn jemand ausrutschte und in eine jener Pfützen fiel. Die Stimmung war großartig, die Musik der Sandsacks im übrigen auch.
Trotzdem hieß es dann Abschied nehmen. Wir sehen uns in einem Jahr wieder, liebes Bückeburg!
Um 20 Uhr ging es weiter im Programm mit den Damen und Herren von Cesair.
Auch diese Band gehört irgendwie untrennbar zum Castlefest und ich
freue mich jedes Jahr darauf, sie zu sehen. Sie spielten die mal
ruhigen, mal tanzbaren Songs ihres ersten Albums "Dies, Nox Et Omnia" und brachten damit schnell Stimmung ins Publikum.
Nach einer Umbaupause ging es auf der gleichen Bühne weiter mit den immer wieder großartigen The Dolmen. Es war wirklich unglaublich, aber nach nicht mal einem halben Song (Rebel Fairy Fling vom Storm-Album
übrigens) hatten sie das ganze Publikum zum Tanzen gebracht. Die Band
präsentierte viele Lieder ihrer zwei neuen Alben (The Dolmen sind eine
wirklich produktive Band), aber auch beliebte "Klassiker" wie das auch
von mir heißgeliebte "Dead Cats Don't Meow". Schon nach wenigen Liedern war klar, dass wir uns auch den nächsten Auftritt der Band am folgenden Tag anschauen würden!
Wir verließen das Dolmen-Konzert ein paar Minuten vor seinem Ende.
Eine Entscheidung, die wir im Nachhinein alle bitter bereuten. Grund für
das vorzeitige Verschwinden waren die Headliner des Tages, Rosa†Crvx.
Wir kannten die Band überhaupt nicht, aber das Castlefest hatte im
Vorfeld derart interessante Ankündigungen gemacht, dass unsere Neugier
geweckt wurde. Das Bühnenbild, welches aufgebaut worden war, verstärkte
diese Neugier noch. Markenzeichen der Band ist anscheinend, dass sie
Glocken auf der Bühne verwenden. Das Gerüst, was dafür aufgebaut wurde,
war auch echt beeindruckend. Ebenso das Lichtermeer von Kerzen sowie ein
richtiges Piano auf der Bühne.
Dann war es endlich so weit und
Rosa†Crvx betraten die Bühne - und waren so gar nicht mein Ding. Und das
Ding meiner Begleiter ebenfalls nicht. Die Musik schien eher auf ein
Gothic-Festival zu gehören. Von den Glocken hörte man überhaupt nichts,
was aber vermutlich an einer schlechten Abmischung gelegen hat. Hätte
nicht eine von uns einen Ausflug in den Fotograben gemacht, hätten wir
nie herausgefunden, dass das Wesen im Kutschermantel, welches Glocken
und Piano bediente, eine Frau ist, da sie dem Publikum das ganze Konzert
lang den Rücken zuwandte... Das heißt, ehrlich gesagt kann ich nicht
beweisen, dass sie es das ganze Konzert tat - nach ein paar Songs
beschlossen wir nämlich, dass es gar nicht so schlecht wäre, ein
bisschen früher ins Bett zu kommen und machten uns auf den Heimweg. Auch
musikalische Enttäuschungen gehören nun mal zu einem mehrtägigen
Musikfestival wie dem Castlefest!