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Montag, 24. Juni 2019

Konzertbericht: Fjørt in Aachen

Das Konzertjahr begann 2019 spät für mich. Den ganzen Januar war nichts los, dafür stand am 03. Februar ein heißersehnter Termin an. Fjørt gaben sich an diesem Tag in ihrer Heimatstadt Aachen die Ehre und schlossen ihre Südwärts-Tournee ab.

Der Musikbunker war bereits im Voraus ausverkauft gewesen und so war es auch schon gut voll, als die Vorband die Bühne betrat. We Never Learned To Live aus Brighton heizten dem Publikum gut ein. Auf die Ohren gab es hier soliden Post-Hardcore, der ziemlich gut ankam. Definitiv ein guter Opener für diesen Konzertabend!


In der Umbaupause stieg dann die Spannung. Auch noch die letzten Lücken im ausverkauft immer ordentlich vollen Musikbunker füllten sich. Dennoch gelang es uns (wir = zwei Frauen, ergo: im Rahmen eines Konzertes dieses Genres unterdurchschnittlich klein xD) dieses Mal, einen Platz zu ergattern, bei dem wir wenigstens ein bisschen was von der Bühne sahen. Das war schonmal sehr erfreulich, denn beim Letzten Auftritt der Band in der Kaiserstadt 2016 hatten wir diesbezüglich ziemliches Pech gehabt.

Als es dann endlich los ging, dauerte nicht lange, bis der Laden kochte. Fjørt bewiesen einmal wieder, was für eine großartige Liveband sie sind und das Publikum zeigte seine Liebe durch extreme, lautstark bewiesene Textsicherheit und den Willen, einfach vom ersten Ton des Konzerts an bis zum Ende einfach nur zu eskalieren. 

Das Set von Fjørt bestand natürlich schwerpunktmäßig aus Songs der aktuellen Platte Couleur, von denen einige, wie beispielsweise "Eden" frenetisch bejubelt wurden. Doch auch die älteren Songs der Band wurden zum Glück nicht vergessen. Neben einigen Stücken vom Vorgänger "Kontakt" schafften es mit "Valhalla" und "D'accord" auch zwei Stücke vom ersten Langspieler der Band ins Programm. Gut angenommen wurden sie alle, was ja auch kein Wunder ist, da man sich in Fankreisen wohl weitestgehend einig ist, dass es bei Fjørt eigentlich keine Stücke gibt, die qualitativ nach unten ausbrechen würden. So wurde dieses Konzert dann auch mehr al eineinhalb Stunden sowohl von den Musikern auf der Bühne als auch von ihren Fans uneingeschränkt zelebriert.

Doch bei allem Willen zu feiern kam auch der Inhalt nicht zu kurz. Mit Songs wie "Raison" und "Paroli" positionierte sich die Band, unterstützt durch entsprechende Ansagen, wieder klar und deutlich gegen rechts - was man ja gerade in der heutigen Zeit leider wieder nicht laut und oft genug tun kann. Bassist und Sänger David Frings äußerte sich zudem noch überaus kritisch zu einer Angelegenheit, die alle Liebhaber von Party-, Musik- und Untergrundkultur in Aachen dieser Tage bewegt. Kurz vor dem Konzert hatte es für diese Szene nämlich einmal wieder einen herben Rückschlag gegeben, als einer Ruhestörungs-Klage aus der Nachbarschaft des Musikbunkers stattgegeben wurde, was zu massiven Einschränkungen im weiteren Betrieb des Venues geführt hat. Damit ist nun wieder einmal eine der wichtigsten Institutionen für alternative Musik in Aachen akut bedroht.


Nach über eineinhalb Stunden, in denen Band und Publikum Vollgas gegeben hatten, ging das Konzert von Fjørt nach mehreren Zugaben dann zu Ende. Aufgeheizt und verschwitzt zerstreute sich die Menge langsam. Auch wir machten uns bald auf den Heimweg, noch lange mit diesem euphorischen Gefühl in uns, wie man es nur nach einem wirklich großartigen Konzert hat. Mit so einem gewaltigen Knall kann in Zukunft gerne jedes Konzertjahr beginnen!

Samstag, 28. April 2018

Meine Musik des Jahres 2017

Wie zu jedem Jahreswechsel, möchte ich auch dieses Mal wieder (wenn auch leider verdammt spät) meinen kleinen musikalischen Rückblick in das vergangene Jahr machen. Auch 2017 sind wieder einige beachtenswerte Alben erschienen, die ich an dieser Stelle noch einmal kurz würdigen möchte. Rezensionen folgen wie immer, wenn und falls ich Lust und Muße habe und werden gegebenenfalls dann auch gleich verlinkt.


Meine Alben des Jahres 2017, wie immer alphabetisch und nicht irgendeinem Rang folgend:

Cesair - Omphalos

Cuélebre - Anaman

Faey - Honey & Cinnamon

Faun - Midgard (Tour Edition)

Fiona - Of Rivers And Tides

Kaunan - Forn

La Horde - Bonne Nouvelle*

The Moon And The Nightspirit - Metanoia

Seed -  Through The Veil

Shireen - Matriarch


Waldkauz - Mythos

Ye Banished Privateers - First Night Back In Port


* Ja, ich weiß, dass dieses Album streng genommen schon 2016 erschienen ist. Da sich mir aber erst letztes Jahr die Möglichkeit bot, es zu erwerben und anzuhören, musste ich es also mit in dieses Jahr tragen.

Kein Folk, aber trotzdem keinesfalls zu vergessen:

Fjørt - Couleur

Männi - Alkohol und Melancholie

Donnerstag, 23. Februar 2017

Meine Musik des Jahres 2016

Neues Jahr, neue Musikübersicht über das Vergangene. 2016 hatte wahrlich einiges an tollen Neuerscheinungen zu bieten. Und hoffentlich komme ich irgendwann auch mal dazu, die erwähnten Sachen alle zu rezensieren. Wenn ja, gilt wie immer: ich verlink es. Und ebenfalls wie immer: die Liste ist alphabetisch, weil ich mich sowieso nicht für eine Reihenfolge entscheiden könnte. ;)


Meine Musik des Jahres 2016:


Asynje - Galdr

The Dolmen - Nuada

The Dolmen - Live At Castlefest

Faun - Midgard

Garmarna - 6

Omnia - Prayer

Songleikr - Godtfolk

Sowulo - Sol

Trolska Polska - Untold Tails



Kein Folk, trotzdem abgöttisch geliebt und darum erwähnt:

Fjørt - Kontakt

Sonntag, 20. November 2016

Konzertbericht: Fjørt in Aachen

Der 22. Oktober war ein Tag, den ich mir schon lange rot im Kalender markiert hatte. An diesem Tag nämlich gaben Fjørt, eine der derzeit wohl unumstritten besten Bands aus Aachen, endlich einmal wieder ein Heimspiel in der alten Kaiserstadt. So war es auch nicht verwunderlich, dass der Musikbunker an diesem Abend aus allen Nähten zu platzen drohte.

Eröffnet wurde der Abend aber zunächst von Ashes Of Pompeii. Obwohl schon seit vielen Jahren eine Institution in der deutschen Post-Hardcore-Szene, bekam ich sie an diesem Abend zum ersten Mal live zu sehen. Der Sound der vier Herren wusste zu überzeugen, sodass ihnen die Aufmerksamkeit des Publikums schnell sicher war. Sehr zum Glück meiner Freundin und mir im übrigen, denn so wurde das ständige Hin - und Hergerenne zwischen Bühne und Theke kurzzeitig etwas eingedämmt. Anscheinend ist es ein Naturgesetzt, dass sich der Gang grundsätzlich immer um die Menschen herum bildet, die ohnehin schon so klein sind, dass sie fast nichts sehen, auch wenn sich gerade keine 1,90-Kerle mit über dem Kopf balancierenden Biergläsern an ihnen vorbeischlängeln. ;)

Hörprobe Ashes Of Pompeii:


Nach einer Umbaupause ging es dann mit Fjørt weiter. Und was soll ich sagen: obwohl wir von unserem Platz aus fast nichts sahen, war das Konzert gewaltig! So viel Energie auf der Bühne, die sich natürlich auch auf das Publikum übetrug, habe ich schon eine ganze Weile nicht erleben dürfen. Fjørt spielten eine schöne Mischung aus neuen Songs vom zweiten Album "Kontakt", aber auch ältere Stücke, sogar von der Debut-EP "Demontage". Bei vielen Songs wie z.B. dem beeindruckenden "Paroli" sang dann auch der halbe Musikbunker lautstark mit, was ziemlich beeindruckend klang.

Irgendwie viel zu schnell war der Auftritt der Band dann aber auch schon wieder vorbei. Mit viel Mühe kämpften wir uns zum Merchstand durch, um uns endlich das neue Album zuzulegen. Dieses erwies sich übrigens als so großartig, dass es zumindest bei mir seitdem quasi in Endlosschleife läuft. 

Hörprobe Fjørt:


Obwohl wir eigentlich vorgehabt hatten, noch ein wenig zu bleiben, machten wir uns doch recht bald auf den Heimweg. Auch nach dem Ende des Konzertes wollte sich der Musikbunker so gar nicht leeren, und auf Dauer wurde das ziemlich anstrengend, sodass wir den Rückzug antraten. 

Anstrengende Menschenmassen hin und her, war es trotzdem ein toller Abend. Und beim nächsten Mal (das hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt) wissen wir dann auch, dass der gemeine Fjørt-Fan mindestens 1,80m groß ist und sichern uns rechtzeitig einen Platz ganz vorne. Damit wir auch mal was sehen und nicht ständig umgerannt und in Bier gebadet werden. :P