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Samstag, 28. April 2018

Meine Musik des Jahres 2017

Wie zu jedem Jahreswechsel, möchte ich auch dieses Mal wieder (wenn auch leider verdammt spät) meinen kleinen musikalischen Rückblick in das vergangene Jahr machen. Auch 2017 sind wieder einige beachtenswerte Alben erschienen, die ich an dieser Stelle noch einmal kurz würdigen möchte. Rezensionen folgen wie immer, wenn und falls ich Lust und Muße habe und werden gegebenenfalls dann auch gleich verlinkt.


Meine Alben des Jahres 2017, wie immer alphabetisch und nicht irgendeinem Rang folgend:

Cesair - Omphalos

Cuélebre - Anaman

Faey - Honey & Cinnamon

Faun - Midgard (Tour Edition)

Fiona - Of Rivers And Tides

Kaunan - Forn

La Horde - Bonne Nouvelle*

The Moon And The Nightspirit - Metanoia

Seed -  Through The Veil

Shireen - Matriarch


Waldkauz - Mythos

Ye Banished Privateers - First Night Back In Port


* Ja, ich weiß, dass dieses Album streng genommen schon 2016 erschienen ist. Da sich mir aber erst letztes Jahr die Möglichkeit bot, es zu erwerben und anzuhören, musste ich es also mit in dieses Jahr tragen.

Kein Folk, aber trotzdem keinesfalls zu vergessen:

Fjørt - Couleur

Männi - Alkohol und Melancholie

Montag, 15. August 2016

Auf gehts! - Castlefest 2016, Tag 1 (Freitag)

Gut ausgeschlafen und nach einem wunderbar niederländischen Frühstück mit vier Sorten Hagelslag, Pindakaas und natürlich Gouda-Käse, konnte der erste Tag des Castlefests für uns beginnen. 

Das klassische Castlefest-Frühstück

Zum Einlass schafften wir es wie üblich nicht, gehört ein ausgiebiges Frühstück doch einfach zum Luxus, den wir uns bei jedem Castlefest gönnen, aber pünktlich zum Auftritt von The Moon and The Nightspirit waren wir dann doch angekommen und genossen so einen musikalisch sehr entspannten Einstand in das Festival. Deren Konzert ließ sich wunderbar von vor der Bühne sitzend aus betrachten und lud zu einem ersten Umschauen im anwesenden Publikum ein. Dabei entdeckten wir schnell zahlreiche bekannte Gesichter, denn wer einmal zum Castlefest kommt, der kommt meist auch gerne jedes Jahr wieder.

The Moon And The Nightspirit

Auch bei unserem nächsten Programmpunkt blieb es musikalisch eher ruhig. Irfan aus Bulgarien bespielten nebst musikalischen Gästen (Monique und Fieke von Cesair) die Folk Stage und bewiesen einmal wieder, wie wunderbar sich ihre Musik live entfalten kann.

Irfan

Nach dem Auftritt von Irfan hatten wir etwas Leerlauf. Zeit, einen ersten ausgiebigeren Spaziergang über das Gelände zu machen. Schnell fiel ins Auge, dass sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren einiges am Aufbau geändert hatte. So hatte der Wickerman beispielsweise umziehen müssen, da an seinem bisherigen Standort gebaut wurde. Der neue Platz sollte sich leider am Samstag als eher weniger geeignet erweisen. Auch war die kleinste und abgelegenste der Bühnen verschwunden. Stattdessen befand sich an ihrer Stelle nun eine gemütliche, kleine Mittelalter-Landschaft, an der am Wochenende Ritterturniere und Kämpfe ausgetragen wurden.

Auch für ein erstes Ständegucken blieb am Freitag Zeit, wobei es weitestgehend beim Gucken bleiben sollte. Zum Shopping-Tag wurde nämlich der Sonntag auserkoren. Bis dahin hatte man sicher alles gesehen und auch reichlich Zeit gehabt, sich zwischen all den tollen Dingen für die paar Lieblingsstücke zu entscheiden, die schließlich mit nach Hause kommen sollten.

Unser Weg führte uns irgendwann zu einer kurzen Stipvisite bei Omnia, die am frühen Abend auf der Village Stage spielten. Da es nicht so voll war wie befürchtet, blieben wir ein paar Lieder lang stehen, bevor es Zeit wurde, sich auf den Weg zur großen Forest Stage zu machen. Dort nämlich gaben die Schweden von Ye Banished Privateers ihre Castlefest (und ich glaube auch NL-) Premiere. Ein Ereignis, das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Zu recht, wie sich schnell zeigte.

Ye Banished Privateers

Wir trafen zu den Tönen des ersten, bisher noch unbetitelten Stücks an der Bühne ein. Es war ein ruhiges Stück und das Publikum noch sichtbar skeptisch, sodass es kein Problem darstellte, sich ein Plätzchen in der ersten Reihe zu schnappen und der großartigen Dinge zu harren, die noch kommen sollten. Und ab dem zweiten Lied wurde deutlich, dass diese Piraten einfach wissen, wie man sich einem neuen Publikum standesgemäß vorstellt. Es wurde ausgepeitscht, erstochen, ersäuft, gehängt und sogar über die Planke ins Publikum geführt. Die Skepsis des Publikums schlug in Minutenschnelle in Begeisterung und Euphorie um, die anwesenden Fotografen überschlugen sich fast vor Eifer. Es wurde für alle ein absolut großartiges Konzert. Das heißt, für alle außer dem Bühnentechniker, den die nackte Angst um seine Technik angesichts von knapp einem dutzend über die Bühne wirbelnden Schweden, die dabei auch noch mit reichlich Wasser herumhantierten, vor Entsetzen die Hände vor das Gesicht schlagen ließ. Es war wahrlich ein Anblick für die Götter. ;)

Nach diesem wunderbaren Konzert stand noch ein weiterer Punkt auf unserem Programm: Faun! Irgendwie gelang es uns auch hier, an gute Plätze in der ersten Reihe zu gelangen (die letzten Jahre waren wir da immer chancenlos gewesen), von dem aus wir das Konzert sehr schön verfolgen konnten. Die Bühnendeko stand schon voll im Zeichen des am kommenden Freitag (19. August) erscheinenden, neuen Albums "Midgard" und auch ein erstes Lied von diesem Werk gab es mit "Nacht des Nordens" zu hören. Es war ein ruhiges, überaus stimmungsvolles Lied, das einfach perfekt in diese Sommernacht zu passen schien.

Faun

Überhaupt war dies ein wie gewohnt rundherum tolles Faun-Konzert mit einer überaus gut gelaunten Band. Ich hätte mir keinen schöneren Ausklang für diesen ersten Festivaltag vorstellen können.

Montag, 1. Juni 2015

CD-Vorstellung: The Moon and The Nightspirit - Holdrejtek

Jetzt ist das halbe Jahr rum und die CD-Vorstellungen, die ich zu Beginn angekündigt hatte, sind noch immer nicht alle durch. Peinlich, peinlich. Dabei ist schon wieder einiges Neues erschienen. Egal, ich habe es angefangen, also bringe ich es jetzt auch erst einmal zu Ende. Heute geht es weiter mit einem der letzten Titel.

Interpret: The Moon and The Nightspirit
Album: Holdrejtek
Erscheinungsdatum: 2014
Label: Prophecy

Tracklist:
1. Mohaszentély | 2. Égnyitó | 3. Magban Alvó | 4. Bolyongó | 5. Mikrokozmosz pt. I | 6. Tavaszhozó | 7. Mikrokozmosz pt. 2 | 8. Álomszövő | 9. Holdrejtek

Mit "Holdrejtek", was so viel wie "Mondheiligtum" bedeutet, veröffentlichten die Ungarn Ágnes Tóth und Mihály Szabó im vergangenen Jahr bereits das fünfte Studioalbum ihres Pagan Folk Projekts The Moon and The Nightspirit. Zum ersten Mal veröffentlichte die Band dabei über das Label Prophecy, welches zeitgleich auch Re-Releases der älteren Alben auf den Markt brachte.

Musikalisch machen The Moon and The Nightspirit da weiter, wo sie nach dem Vorgänger "Mohalepte" aufgehört hatten. Die Hörer erwartet Pagan Folk mit sehr deutlichen Ethereal-Elementen und ungarischen Texten. Die Lieder sind alle sehr ruhig gehalten und laden zum Träumen ein. Prägnant sind der Einsatz von Violine und Akkustikgitarre ebenso wie Ágnes helle und klare Stimme, die durch Mihálys leise, eher gesprochene als gesungene Parts ergänzt wird - alles Elemente, die den Liedern von The Moon and The Nightspirit einen ganz eigenen Charakter und einen großen Wiedererkennungswert verleihen. 

Auch textlich sind sich The Moon and The Nightspirit treu geblieben. Englische Übersetzungen der komplett in Ungarisch gehaltenen Texte finden sich zum Glück im liebevoll gestalteten Booklet. Die Band besingt in ihren Liedern die Natur aus mystischer und schamanistischer Sicht, wobei die Texte allesamt sehr poetisch anmuten. 

Wie auch bei den anderen Veröffentlichungen hat sich die Band beim Artwork ihres aktuellen Albums nicht lumpen lassen. Die CD kommt im schicken Digipack daher und zeigt Illustrationen von Sängerin Ágnes. Da gibt es Fabelwesen ebenso zu sehen wie mystisch anmutende, nächtliche Waldlandschaften. Sie machen "Holdrejtek" zu einem Album, das man mit Freude mehr als einmal in die Hand nimmt und betrachtet anstatt es einfach nur unbeachtet ins CD-Regal zu stellen.

Mit "Holdrejtek" ist The Moon and The Nightspirit ein weiteres, sehr schönes Album gelungen, das für mich noch mehr als seine Vorgänger durch den glasklaren Klang der Produktion besticht. Musikalisch nicht unbedingt innovativ, ist es doch ein Album, das allen Fans der Band gefallen dürfte und ihnen auch einige neue Fans bescheren dürfte. Der perfekte Sound für lange, laue Sommernächte, in denen man meint, die Naturgeister um sich herum spüren zu können.

Meine Wertung:

♥♥♥♥

[4/5]

Hörprobe:


Dienstag, 30. Dezember 2014

Meine Musik des Jahres 2014

Auch in diesem Jahr, das nun fast komplett hinter uns liegt, gab es wieder einen ganzen Haufen Musik-Neuerscheinungen, die es wert waren, ihnen ein Ohr zu leihen. Nach langem Hin - und Herüberlegen habe ich noch meine Favoritenliste erstellt. Hier ist sie:


Da ich mich nicht auf eine Rangfolge festlegen möchte, werde ich sie nun einfach alphabetisch aufzählen. Die Rezensionen folgen dann so nach und nach in den nächsten Tagen/Wochen, je nachdem, wieviel Zeit ich habe. Ab nächsten Jahr werde ich dann (so habe ich mir zumindest vorgenommen) auch häufiger Alben vorstellen. Neuerscheinungen wie auch ältere, die mir persönlich am Herzen liegen. 

Aber hier nun wirklich erst einmal die Liste mit der für mich besten neuen Musik des Jahres: 

Alben: 











Live-Album:


Musik-DVD:


Die Liste ist natürlich vollkommen subjektiv und meinen aktuellen Hörgewohnheiten gemäß ziemlich Folk- und Mittelalter-lastig. :)

Die Rezensionen werde ich nach und nach mit ihrem Erscheinen hier verlinken.

Montag, 1. September 2014

Castlefest Nachlese, Teil 5

Uff, schon September und ich sitze noch immer an der Castlefest Nachlese :oops: Naja, was soll man machen. Im August ist immer so viel los und leider hat man eh nicht immer so viel Zeit zum Bloggen, wie man sich wünschen würde.

Nun gut, zur Erinnerung: Wir sind immer noch beim Samstag Nachmittag. Als nächsten auf dem Programm standen die Ungarn von The Moon And The Nightspirit, zu deren ruhigeren Klängen mal weniger getanzt wurde als zuvor bei Zirp. Schön war es trotzdem und die Band präsentierte sowohl alte Songs als auch neue von dem zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschienenen Album "Holdrejtek", die sehr vielversprechend klangen. Mittlerweile kann ich auch bestätigen: Ja, das klang nicht nur vielversprechend - das neue Album IST wieder toll geworden, aber dazu später mal mehr :) Falls sich jemand über den Titel wundert - dieser ist, wie auch die meisten Texte der Band, Ungarisch. Doch die Musik spricht zum Glück für sich, auch wenn man (wie ich) leider kein Wort Ungarisch spricht.


Im Anschluss an The Moon and The Nightspirit hatten wir uns eigentlich die Könige der Spielleute, Corvus Corax, ansehen wollen. Obwohl diese musikalisch ziemlich aus dem Rahmen fallen, werden sie beim Castlefest eigentlich immer heftig abgefeiert. Da sie aber diesmal zeitgleich mit The Dolmen auftraten, die uns am Vortag schon so überzeugt hatten, wurden die Pläne spontan geändert - einen Schritt, den wohl keine von uns bereut hat. The Dolmen gaben wieder alles und es wurde eine großartige Party!


Für die nächste Band, Trolska Polska aus Dänemark, blieben uns leider nur ein paar Minuten, die mich persönlich nicht vollständig zu überzeugen vermochten. Vielleicht muss man sich da auch etwas genauer einhören, aber so spontan war mir das irgendwie musikalisch zu anstrengend.


Nach ein paar Minuten mussten wir aber eh gehen, schließlich war es Zeit für die Verbrennung des Wickermans, das zentrale Ritual auf dem Festival, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. In einer feierlichen Zeremonie wird dabei der Wickerman, der dieses Jahr die Form einer Eule hatte, mit all den vorher dargebrachten Opfern der Besucher und Teilnehmer des Festivals, angezündet. Die Stimmung dabei ist wirklich feierlich und es ist nicht möglich, die Gefühle zu beschreiben, die einen durchlaufen, wenn der Wickerman in Flammen aufgeht und der Jubel losbrandet. Das muss man einfach selbst erleben.


Die Ehre, das erste Konzert nach dem Ritual zu spielen, lag dieses Jahr bei Faun. Die meisten Menschen, die am Ritual teilgenommen hatten, blieben auch gleich dort, weswegen das Konzert auch von einer unglablichen Menschenmasse besucht war. Es war unmöglich, einen auch nur halbwegs guten Platz zu ergattern, wenn man nicht schon vorher gut gestanden hatte. Darum entschlossen wir uns irgendwann, die Chance zu nutzen, dass es überall anders recht leer war und machten uns auf den langen Weg zum Parkplatz, um unsere Jacken zu holen. Dass wir ein Faun-Konzert freiwillig vorzeitig verließen war wohl auch für alle eine Prämiere, aber beim Castlefest sieht man alle Dinge irgendwie etwas entspannter als sonst :)

Ein Konzert stand danach noch an: Wardruna spielten auf der Hauptbühne. Es ist unglaublich, wie gespannt ich auf diesen Auftritt war - und ich wurde nicht enttäuscht!
Die Musik von Wardruna ist schwer zu beschreiben, weswegen ich einfach ein Video anhängen werde, durch das sich jeder selbst ein Bild machen kann. Obwohl größtenteils sehr ruhig, entwickelt diese Musik eine ganz besondere Stimmung und eine unglaubliche Kraft und zieht einen unweigerlich in ihren Bann. Die Dunkelheit der Nacht und die Beleuchtung taten ihren Teil zu der einzigartigen Stimmung. Bei einem Lied erhielt die Band außerdem noch musikalische Unterstützung von Kaat Geevers an der Nyckelharpa. Insgesamt war das einfach ein Auftritt, den wohl keiner der Anwesenden so schnell vergessen wird!


Fortsetzung folgt!