Neues Jahr, neue Musikübersicht über das Vergangene. 2016 hatte wahrlich einiges an tollen Neuerscheinungen zu bieten. Und hoffentlich komme ich irgendwann auch mal dazu, die erwähnten Sachen alle zu rezensieren. Wenn ja, gilt wie immer: ich verlink es. Und ebenfalls wie immer: die Liste ist alphabetisch, weil ich mich sowieso nicht für eine Reihenfolge entscheiden könnte. ;)
So, nach nur fast zwei Monaten liefere ich heute dann endlich mal den letzten noch ausstehenden Bericht aus dem vergangenen Jahr nach... *dumdidum*
Am 29. Dezember verschlug es mich noch ein letztes Mal nach Dortmund auf den Phantastischen Mittelalter Lichter Weihnachtsmarkt. Dort war für diesen Tag nämlich ein ganz besonderes Konzert angesetzt. Die Belgier von Rastaban hatten nämlich nicht nur ihren ersten MPS-Auftritt, sondern gleich ihr erstes Deutschland-Konzert überhaupt. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen wollte!
Das Konzert fand im von mir eigentlich nicht so hochgeschätzten Zelt statt, aber davon ließ ich mich nicht abschrecken. Beim Warten auf den Konzertbeginn blieb noch etwas Zeit für einen kurzen Rundblick auf das versammelte Publikum. Da gab es einige neue Gesichter zu sehen, die vermutlich ebenfalls nur für Rastaban angereist waren. Auch hörte man an diesem Tag im Zelt deutlich mehr Französisch als sonst. Doch auch gut bekannte Gesichter hatten sich versammelt, um die neue Band auf dem MPS Willkommen zu heißen.
Rastaban begannen schließlich ganz pünktlich, und brachen mit ihrem mitreißenden Tribal Folk schnell das Eis und zeigten, dass sie auch ein Publikum in Deutschland dazu bringen können, das Tanzbein zu schwingen. Aber mal unteruns: Wer könnte auch allen Ernstes bei Songs wie "Zora" oder "La Gavotte" wie ein Stein vor der Bühne stehen bleiben? ;)
Rastaban in Dortmund
Der Platz vor der Bühne füllte sich während des Konzerts zusehends und die Leute lauschten den Klängen der Band mit großer Freude, ebenso wie den sympathischen Ansagen, für die Slideridoo-Spieler Luka sogar sein beim Fernsehen gesammeltes Deutsch hervorkramte. Am Ende verabschiedeten sich Rastaban unter begeisterten Applaus und ich bin mir sehr sicher, dass sie an diesem Tag doch den einen oder anderen neuen Fan gewinnen konnten.
Für Leute, die sich gerne selbst ein Bild verschaffen wollen oder da waren und in Erinnerungen schwelgen möchten: (Fast?) das ganze Konzert diesen Tages ist auf youtube zu finden.
Es war ein wirklich durch und durch gelungener Einstand, den Rastaban da auf dem Phantastischen Mittelalter Lichter Weihnachtsmarkt mit den Besuchern feierten. Hoffentlich gibt es für uns Fans in absehbarer Zeit mehr davon auf deutschen Bühnen!
Irgendwie haben mich momentan die Schreibfaulheit und eine hartnäckige Erkältung voll im Griff. Darum hinke ich nun irgendwie richtig massiv hinterher mit den Dingen, über die ich eigentlich noch so hatte schreiben wollen. Zeit, der liegen gebliebenen Arbeit den Kampf anzusagen!
Kurz vor Weihnachten (ich sagte ja, es ist massiv) ergab sich relativ spontan ein Tagesausflug zum Winter Castlefest. Eigentlich ist der Weg ins niederländische Lisse ja ein bisschen weit für einen solchen spontan-Tagestrip, aber das Line Up war so gut, dass wir diesen Umstand gekonnt ignorierten und am Samstag einfach fuhren. Und was für ein Glück, dass wir das getan haben!
Ein bisschen merkwürdig war es schon, das uns in den mittlerweile recht zahlreichen Jahren, die wir das sommerliche Castlefest schon besuchen so vertraute Gelände plötzlich im tiefsten Winter wiederzusehen. Doch das Glücksgefühl ließ trotz leichten Nebels nicht lange auf sich warten, denn die Castlefest-Stimmung war zweifelsohne da.
Wir erreichten das Festivalgelände ziemlich pünktlich zu Beginn des ersten Konzertes. Dieses wurde von Sowulo im warmen Zelt gegeben. Die Konzerte sollten sich fortan den ganzen Tag ziemlich nahtlos auf jener Bühne im Zelt und einer kleinen Freiluft-Bühne abwechseln. Während dieses ersten Konzerts fiel es mir noch ziemlich schwer, mich auf das Geschehen auf der Bühne zu konzentrieren, sodass ich Sowulo irgendwie eher gehört als gesehen habe. Doch da war eben noch zu viel Neues um mich herum, Eindrücke wollten gesammelt werden und das Zelt in Augenschein genommen werden. Trotzdem habe ich das Konzert von Sowulo als sehr schön in Erinnerung, die Band heizte dem Publikum ordentlich ein und präsentierte dabei auch gleich das eine oder andere neue Stück. Schließlich hatten sie sich das Winter Castlefest zum Release-Termin ihres neuen, zweiten Albums "Sol" auserkoren, welches gleich nach dem Konzert Einlass in meine Musiksammlung fand.
Die kurze Konzertpause nach dem Auftritt von Sowulo nutzten wir, um uns den Rest des Geländes ein erstes Mal näher anzusehen. Ein erster Rundgang war relativ schnell bewerkstelligt, umfasst das Areal doch nur einen Bruchteil der Fläche des großen Castlefests im August.
Im Anschluss konnten wir uns dann wieder im Zelt aufwärmen und dabei die Klänge von Shireen genießen. Auch die spielten einiges bisher unveröffentlichtes Material, welches große Lust auf das in Arbeit befindliche erste Album der Band machte.
Ohne Pause ging es nach dem Auftritt von Shireen draußen mit Virelai weiter, die wir natürlich nicht verpassen wollten. Es war schon eine ganze Weile her, dass man die Band auf einem Castlefest erleben durfte und sie waren von uns schmerzlich vermisst worden. Hier bot sich auch die erste tolle Gelegenheit zu tanzen, wie man eben nur auf einem Festival wie dem Castlefest tanzen kann. Angeführt von Sängerin Mia tanzten wir gefühlt eine Viertelstunde in großen Kreisen und Schleifen über das Gelände. Anstrengend, aber auch superspaßig!
Virelai
Wieder ohne Pause fingen im Zelt Seed mit ihrem Set an, bei denen wir aber leider eine Auszeit nehmen mussten. Irgendwann muss man nunmal auch grundlegende menschliche Bedürfnisse befriedigen, und schon am frühen Nachmittag vor Hunger umfallen wäre doch irgendwie dumm gewesen ;) Während Seed also im Zelt sicher einen tollen Auftritt hinlegten (ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, durfte ich mich von den Live-Qualitäten der Band doch zuletzt wenige Monate zuvor auf dem Sommer Castlefest überzeugen), begaben wir uns zum Frying Dutchman.
Danach ging es dann aber mit voller Energie weiter, als auf der Außenbühne Asynje spielten. Wenn es eine Band gibt, deren Abwesenheit beim Castlefest mich in den vergangenen Jahren richtig, richtig hart getroffen hat, dann war es die von Asynje. Denn diese Band passt einfach zu diesem Festival, als wären sie füreinander geschaffen worden. Insbesondere den Song "Viking Party Polka" verbinde ich so stark mit dem Castlefest und er weckt jedesmal so schöne Erinnerungen, dass ich am liebsten sofort anfangen würde, durch den Raum zu tanzen, wenn ich ihn höre. Notfalls auch durchs Zugabteil, wenn ich ihn eben unterwegs höre. :P
Jedenfalls wurde natürlich auch dieses Asynje-Konzert ein absolutes Highlight des Tages, zumal Sängerin Nanna in einer ganz - nennen wir es mal "speziellen" - Laune war und so abging, dass selbst ihre Bandkollegen aufrichtig erstaunt wirkten.
Asynje
Das anschließende Konzert von The Dolmen sahen wir auch nicht ganz komplett, denn es wurde Zeit, dem Auto einen Besuch abzustatten um die mittlerweile gesammelten Einkäufe zu verstauen. Zu der Sowulo-CD hatten sich nämlich in der Zwischenzeit noch CDs von Trolska Polska, Asynje und The Dolmen sowie ein Castlefest-Geburtstagskalender gesellt. Die Bands hatten sich wahrlich nicht lumpen lassen, was neue Veröffentlichung pünktlich zum Winter Castlefest anging! Das Finale des Konzerts bekamen wir zum Glück aber doch noch mit, und es ließ mich ein wenig bedauern, den Rest verpasst zu haben. Aber so ist das nunmal, wenn es den ganzen Tag quasi keine Pausen im Line-Up gibt, und wir hatten wirklich lange überlegt, welche Auftritte wir "opfern" würden und uns mit Seed und The Dolmen schweren Herzens für die beiden entschieden, die wir schon im August gesehen hatten.
Mittlerweile war es draußen vollständig dunkel geworden. Als letzte Band auf der Außenbühne spielten Trolska Polska ihre einzigartigen Trollklänge. Die Dänen hatten sich dabei gleich ganz kompromisslos entschieden, ihr ebenfalls gerade erschienenes zweites Album "Untold Tales" komplett vorzustellen und gar keine alten Stücke zu spielen. Das Konzept ging auf, Band und Publikum hatten sichtlich Spaß beim imitieren von Trolltänzen- und Geräuschen.
Die gute Stimmung wurde dann gleich weiter ins Zelt getragen, wo Rastaban ihren Auftritt hatten. Die Belgier bewiesen wieder einmal, dass sie eine super Liveband sind, und brachten das Publikum ordentlich zum tanzen. Ich freute mich an diesem Tag bereits darauf, dass ich die Band keine zwei Wochen später bei ihrem ersten Deutschland-Konzert auf dem Mittelalterlichen Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund würde wiedersehen dürfen.
Nach dem Konzert gab es dann tatsächlich mal eine Spielpause, die wir für einen weiteren Besuch beim Frying Dutchman nutzen (ist sehr lecker da, aber das kulinarische Angebot war bedauerlicherweise auch wirklich etwas arg klein, sodass sich die Alternativen in Grenzen hielten). Danach suchten wir uns einen Platz für das Yule-Ritual.
Dieses wurde 2016 von Taloch Jameson, dem Sänger von The Dolmen geleitet, der auch in seiner englischen Heimat in derartigen Zeremonien aktiv ist und das Ritual zu einem ganz besonderen, unvergesslichen Erlebnis machte. Ganz dicht bei uns stand eine Gruppe junger Leute, die ziemlich negativ auffielen, weil sie das Ganze offensichtlich für einen dummen Scherz hielten. Kaum hatte Taloch jedoch mit der Zeremonie begonnen, wurden auch sie ganz still. Jeder lauschte seinen Worten, die - obwohl nicht laut - im ganzen Publikum verstanden werden konnten. Wie beeindruckend es schließlich war, als plötzlich die ganze versammelte Menschenmenge schwieg. Und was für eine Kraft sie dann entwickelte, als alle gemeinsam anhoben zu summen und schließlich zu rufen! Das waren wirklich ein paar magische Minuten für alle Versammelten.
Leider blieb nicht viel Zeit, um ganz in Ruhe den Gedanken und Gefühlen nachzuhängen, die eine solche Zeremonie in einem auslöst, folgte doch sogleich das letzte Konzert des Festivaltages. Dieses wurde von den wunderbaren Euzen gespielt. Wie üblich klebten meine (und sicherlich nicht nur meine) Augen förmlich das ganze Konzert über auf Sängerin Maria, die einfach eine sagenhafte Ausstrahlung und Bühnenpräsenz besitzt. Das großartige Outfit, dass sie trug (entworfen von Annicke, der Sängerin von Shireen) fing ebenfalls die Blicke der Leute ein.
Es wurde ein wundervoller Ausklang für einen durch und durch schönen Festivaltag. Die Musik von Euzen lud zum tanzen und singen und sich einfach nur wohlfühlen ein. Viel zu schnell ging der Auftritt dann auch seinem Ende entgegen und es wurde Zeit, sich zu verabschieden von diesem wundervollen Ort mit all seinen wundervollen Menschen.
Wir sehen uns im August, liebes Castlefest. Und vielleicht sehen wir uns dann ja auch nochmal im Dezember. Und ganz vielleicht dann auch nicht nur für einen Tag. Mal schauen, was die Zeit für Möglichkeiten eröffnet! ♥
Guten Morgen allerseits! Ich habe endlich wieder einigermaßen stabiles Internet, also kann es ja heute endlich mal weitergehen mit den Rückständen aus dem letzten Jahr.
Den letzten Freitag vor Weihnachten habe ich für einen Besuch im Freilichtmuseum Mühlenhof in Münster genutzt. Obwohl ich einige Jahre in der Stadt gelebt habe, hatte ich es dorthin irgendwie nie geschafft. Es wurde also höchste Zeit, das nachzuholen!
An dem Tag gab es im Mühlenhof nicht nur das Freilichtmuseum zu besichtigen, es fand außerdem noch ein Westfälischer Weihnachtsmarkt statt. Dieser war ziemlich schnuckelig, die meisten Stände hätten auch sehr schön auf einen Kunsthandwerkermarkt gepasst. Im Backhaus des Museums hatte sich aber beispielsweise auch ein Bäcker niedergelassen, der leckere Backwaren aus dem alten Ofen anbot. So konnte man sich bestens versorgt an den Rundgang machen.
Eingang Schuhmacherhaus
Obwohl der Mühlenhof ein recht kleines Freilichtmuseum ist, gab es bei unserem Rundgang viel zu entdecken. Ziel des Museums ist es, das Leben im Münsterland zu zeigen, wie es in der Vergangenheit ausgesehen hat. Dafür wurden rund 30 alte Gebäude zusammengetragen, von denen die meisten tatsächlich aus dem 16. bis 19. Jahrhundert stammen und eigens auf das Museumsgelände umgesetzt wurden. Neben dem bereits erwähnten Backhaus findet man beispielsweise eine Kapelle, einen Glockenturm, eine kleine Schule, ein Dorflädchen oder auch die Werkstätten verschiedener Handwerker. Im Zentrum des Museum findet sich außerdem die namengebende Mühle, eine Bockwindmühle aus dem 18. Jahrhundert.
Bockwindmühle im Zentrum des Mühlenhofs
Der Rundgang durch den Mühlenhof war ein sehr interessantes Erlebnis, und zum Ende hin hatten wir das Glück, dass die untergehende Sonne das Gelände und die Gebäude in ein zauberhaftes Licht tauchte, was wirklich sehr schön anzusehen war.
Alter Dorfladen
Zum Abschluss haben wir uns dann fest vorgenommen, das Museum noch einmal an einem regulären Tag zu besuchen, an dem es keine Sonderveranstaltung gibt und wir folglich auch mehr Zeit haben, uns den Gebäuden, ihrer Funktion und den in ihnen ausgestellten Gerätschaften zu widmen. Am besten im Sommer, wenn auch der Bauerngarten des großen Gräftenhofs nicht so brach liegt wie er das Ende Dezember ganz natürlich tut.
Das Freilichtmuseum Mühlenhof verfügt übrigens auch über eine sehr informative Homepage, die eindeutig einen Blick wert ist: https://www.muehlenhof-muenster.org/
Es ist ein wenig ärgerlich, aber dieser Blog musste in den letzten Tagen eine Zwangspause einlegen, weil die Internetverbindung momentan immer wieder streikt. Ich wage auch noch gar nicht zu hoffen, dass das Problem sich von selbst bereinigt hat, aber möchte nun zumindest das aktuelle (wenn auch langsame) Vorhandensein des Internets nutzen, um diese kleine Videovorstellung hier vorzunehmen.
Erst drei Wochen ist es her, dass die Niederländer von Sowulo mit "Sol" ihr zweites Album veröffentlicht haben (Rezension folgt), da legen sie gleich noch ein Video nach. "Ginnungagap" heißt das gute Stück und beschäftigt sich mit einem bedeutenden Begriff der nordischen Mythologie. Dort bezeichnet Ginnungagap, die gähnende Kluft, den leeren Raum vor dem Beginn der Welt, in dem diese dann ihren Anfang nimmt. Wer sich näher für dieses faszinierende Thema interessiert, dem sei ein Blick in die Lieder-Edda herzlich empfohlen, in der sich die Völuspá, das Lied der Seherin, näher mit der Entstehung der Welt beschäftigt.
Das war heute Morgen beim Aufwachen eine schöne Überraschung. War ich am Abend zuvor noch bei Regen eingeschlafen, hatte sich dieser über Nacht doch heimlich, still und leise in den ersten Schnee des Winters verwandelt. Klar, dass ich da gleich einen schönen Winterspaziergang machen musste, schließlich ist die weiße Pracht bei uns eine ziemlich seltene und flüchtige Angelegenheit. Ob in den kommenden Tagen noch ein bisschen Schnee nachkommen wird? Mich würde es unheimlich freuen. ♥
Zunächst einmal möchte ich natürlich allen Besucherns dieses Blogs ein frohes neues Jahr wünschen. Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht und helft nun euren Haustieren, die Traumata der letzten Nacht zu überwinden... Da ich Silvester nie besonders ausufernd feiere, bin ich nun fit und bereit, die noch ausstehenden Berichte des letzten Monats fortzusetzen. Heute auf dem Programm stehen alte Bekannte auf diesem Blog: Omnia!
Die niederländische Pagan Folk Gruppe machte am 15. Dezember im Rahmen ihrer "Prayer"-Tour Halt in Bochum. Die Chance, die Band noch ein letztes Mal für unbestimmte Zeit live zu sehen, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Für alle, die es nicht mitbekommen haben sollten: Omnia haben vor einiger Zeit angekündigt, dass sie sich nach der "Prayer"-Tour in ein halbjähriges Sabbatical zurückziehen würden und in dieser Zeit keine Konzerte geben würden. Hinzu kommt nun noch der traurige Umstand, dass es mit dem Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Specataculums zu einem Zerwürfnis kam und die Band dort in Zukunft nicht mehr zu sehen sein wird. Gleiches gilt im Übrigen für das Castlefest...
Grund genug also, dieses Konzert in der Bochumer Matrix ausgiebig zu genießen. So füllte sich die Konzerthalle an diesem Donnerstag auch sehr gut und Omnia enttäuschten ihr Publikum nicht. Sie präsentierten sich gut gelaunt und voller Energie. Sänger Steve setzte sich mit seinen Ansagen einmal wieder sehr deutlich gegen die Zerstörung der Natur und den schädlichen Einfluss multinationaler Konzerne und politischer Machthaber ein und machte so deutlich, dass Omnia nicht nur verdammt gute Musik spielen, sondern auch eine Botschaft haben, mit der sie die Leute zu erreichen versuchen.
Natürlich spielten sie zahlreiche Songs ihres aktuellen Albums "Prayer". Einige der Songs konnten Fans schon bei den Festivalterminen der Band im Sommer hören, doch es gab auch Neuzugänge. Darunter fand sich auch das für europäische Ohren exotisch anmutende Stück "Mongol", welches sowohl Band als auch Publikum sichtlich Spaß bereitete. Aber auch Bandklassiker wie "Etrezomp-Ni Kelted" und "Fee Ra Huri" durften natürlich nicht im Set fehlen.
Auch mit Zugaben ließ sich die Band nicht lumpen und verabschiedete sich erst nach über zwei Stunden mit dem fulminanten "Morrigan", welches für mich auch nach so vielen Jahren noch den perfekten Abschluss für jedes Omnia-Konzert bildet.
Mittlerweile hat sich die Band, die in den letzten Jahren besonders die deutschen Bühnen fast schon exzessiv bespielt hat, in ihre wohlverdiente Pause zurückgezogen. Ich wünsche ihnen, dass sie gestärkt und kreativer denn je aus dieser Pause zurückkehren und dann recht bald wieder die Veranstaltungsorte des Landes unsicher machen werden. Ich jedenfalls freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen!