Dienstag, 28. April 2015

Konzertbericht: Vogelfrey in Essen

Nachdem sich meine Hoffnungen auf einen Besuch der Elf Fantasy Fair am vergangenen Samstag auch in diesem Jahr wieder zerschlagen hatten (irgendwann schaff ich es wieder da hin *seufz*), hatte ich eigentlich mit einem langweiligen Wochenende gerechnet. Zum Glück kommt es aber manchmal auf positive Weise anders als man gedacht hat und so ging es dann am Freitag relativ spontan nach Essen. Dort hatten sich in der Zeche Carl gleich drei Bands angekündigt.

Los ging es mit Harpyie. Leider musste ich nach einigen Liedern einmal wieder feststellen, dass ich mit dieser Band einfach nicht warm werde. Harpyie machen mitterlalterliche Musik mit deutlichen Folk-Metal-Elementen und müssten damit eigentlich total in meinen Musikgeschmack passen. Tun sie aber nicht. Da es meiner Freundin ähnlich ging, verließen wir nach "Blutsbrüder" den Saal und überließen den Fans der Band den Platz. Man kann und muss ja zum Glück nicht alles mögen.

Als Harpyie nach knapp einer Stunde die Bühne verließen, nahmen wir unsere Plätze vor der Bühne dann auch gerne wieder ein, denn als nächstes spielten Metusa. Die präsentierten sich auch an diesem Abend wieder in Hochform, sodass sich für "Gemeinsam" eine ganz ordentliche Rudermannschaft fand und sich auch weite Teile des Publikums zu den Klängen von "In der Taverne" zu einem Tänzchen überreden ließen. Es macht ganz den Anschein, dass Metusa nach dem letzten, ziemlich gravierenden Line-Up Wechsel endgültig zu alter Stärke zurückgefunden haben.

Gegen 23 Uhr betrat dann schließlich der Hauptact des Abends die Bühne. Vogelfrey aus Hamburg enterten die Bretter stilvoll im Assassinen-Outfit, um dann bis weit nach Mitternacht Folk Metal vom feinsten zu spielen. Zu hören hab es dabei sowohl Songs der schon veröffentlichten zwei Platten als auch Material des bald erscheinenden dritten Albums "Sturm und Klang". Und es sei gesagt: Man bekam verdammt große Lust, das fertige Album bald in Händen halten zu dürfen!
Auch war es ehrlich gesagt ziemlich großartig, tatsächlich mal eine Band zu sehen, die sich einen Ventilator auf die Bühne stellt um sich dann von diesem die Metal-Haarpracht kunstvoll hochwehen zu lassen. So ein bisschen Gepose ist doch manchmal echt ne feine Sache. Und wir haben Sänger Jannik echt um die Fluffigkeit seiner Haare beneidet! :D

Leider ereilte uns an diesem Abend wieder einmal das Schicksal, die Location vor Ende der Veranstaltung verlassen zu müssen, sodass wir die letzten Songs und die Zugabe nicht mehr mitbekamen. Ob es wohl noch Feenfleisch gab? :D

Hörprobe:


Die Rückfahrt gestaltete sich dann leider eher unangenehm, da wir den Zug mit einer Horde Kerle teilen mussten, die gerade in bester Bierlaune vom Frei.Wild-Konzert in Oberhausen kamen und dann den halben Zug mit ihrer Handymucke beschallten... 

Sonntag, 26. April 2015

Konzertbericht: Faun in Wuppertal

Letzten Sonntag war es so weit: Faun gastierten im Zuge des zweiten Teiles ihrer Luna-Tour wieder in erreichbarer Nähe, dieses Mal in Wuppertal. Selbstverständlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen!

Schon auf dem Bahnhof in Wuppertal traf ich auf andere Besucher, denen ich mich ganz spontan auf dem Weg zur historischen Stadthalle anschloss. Bei Faun-Konzerten lernt man einfach immer nette Menschen kennen! Irgendwann fand ich dann auch meine Leute und wir traten gemeinsam den Weg in die Halle an. Kurz vor Beginn des Konzertes mussten wir uns dann aber auch schon wieder trennen, da ich zu meinem Sitzplatz musste, während die anderen sich Plätze zum Fotografieren suchten. Bei Konzerten mit nummerierten Plätzen ist es ein klarer Nachteil, im Gegenteil zu seiner Begleitung kein Fotograf zu sein. Zum Glück ging es aber recht bald los.

Mein Sitzplatz war dieses Mal ein totaler Kontrast zu dem, den ich letztes Mal in Bielefeld hatte. Saß ich dort ganz vorne, hatte es dieses Mal nur für ein Ticket für Reihe 30 (von 32) gereicht. Das kommt davon, wenn man sich zu spät um sein günstiges Ticket kümmert, obwohl man weiß, dass einem die Tickets für die vorderen Reihen zu teuer sind :D [Anmerkung: Um Missverständnisse zu vermeiden - der Preis für die vorderen Reihen ist, wenn man bedenkt, was einem geboten wird, nicht unangemessen. Ich habe nur ganz einfach nicht so viel Geld! xD]
Dennoch konnte ich dem Sitzplatz einiges positives abgewinnen. Zunächst einmal hatte man von dort aus nicht nur die Bühne im Blick, sondern zusätzlich noch die ganze historische Stadthalle. Hierzu muss man nun wissen, dass es sich dabei um ein wunderschönes Gebäude im Stil der Neorenaissance handelt. Die Halle ist wirklich wie geschaffen für eine Band wie Faun, einen schöneren Rahmen für ein Konzert der Luna-Tour kann man sich kaum vorstellen. Außerdem kam von weiter hinten auch die ohnehin großartige Lichtshow der Band so richtig zum Wirken.

Um 19 Uhr ging es dann auch wirklich schon los. In zwei durch eine Pause unterbrochenen Teilen präsentierten Faun alte und neue Lieder. Es war wirklich ein Fest für alle Sinne: Gleich zu Beginn fiel auf, dass die Akustik in der historischen Stadthalle wirklich hervorragend ist, dazu kam die aufwändige Lichtshow und natürlich die faszinierende Show. Cellistin Maya Fridman war als Gast ebenso wieder mit dabei wie Multiinstrumentalist Efrén López. Für Tanz, Jonglage und Feuer sorgten wieder die bezaubernden Masha Shushera und Ayuna.

Das Publikum wurde auch schnell von Begeisterung ergriffen, schon nach den ersten Songs hatten zahlreiche Menschen ihre Sitzplätze verlassen, um an den Seiten und im Mittelgang zu tanzen. Zum Ende des Auftritts hin standen dann auch durchgängig alle Besucher in den Sitzreihen vor ihren Plätzen.

Da es sich um einen Auftritt zur Luna-Tour handelte, standen natürlich die Songs des so betitelten, aktuellen Albums im Vordergrund. Doch auch Fans der älteren Alben kamen auf ihre Kosten. "Rhiannon" wurde ebenso gepsielt wie "Zeitgeist" oder "Hymn To Pan". Auch das live immer wieder besonders großartige "Iyansa" und natürlich die spanische Ballade "Tinta" durften nicht fehlen. Kurz gesagt: Faun ließen keine Wünsche offen!

Viel zu früh war es dann auch schon wieder vorbei und in der Eingangshalle formierte sich eine Schlange mit Leuten, die noch auf Autogramme und Fotos von den Faunen hofften. Sie wurden natürlich nicht enttäuscht. Nach einer kurzen Wartezeit widmete sich die Band ganz ihren Fans. 

Ich trat dann irgendwann mit meinen beiden zu Beginn des Konzertes neu gewonnenen Bekanntschaften den Rückweg zum Bahnhof an. Auf dem ganzen Rückweg konnte ich dann in Erinnerungen an ein schönes Konzert schwelgen.

Im Spätsommer und Herbst wird die Luna-Tour wegen des großen Erfolgs noch einmal fortgesetzt. Erste Termine sind schon bekannt, einer davon ist schon fest eingeplant, ein weitere in Überlegung. Ich freue mich schon! :D

Hörprobe:


Freitag, 24. April 2015

Heidenspaß unter Kirchenglocken - Das Warburger Mittelalterspektakel

Es war bereits das 15. Mal, dass das Warburger Mittelalterspektakel am vergangenen Wochenende seine Pforten für die Besucher öffnete. Auch ich habe dafür am Samstag wieder den wirklich langen Weg bis an den östlichen Rand Nordrhein-Westfalens auf mich genommen, hatte ich hier doch bereits vor einigen Jahren einmal einen sehr gelungenen Markt miterleben dürfen.
Auch in diesem Jahr wurde ich nicht enttäuscht. Schon zu Beginn zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und die Sonne lockte zahlreiche Gäste in die schöne historische Innenstadt Warburgs. Zentrum der Marktes war wieder der Platz rund um die Neustädter Kirche. Dort stand auch die kleine Bühne, auf (und vor) der verschiedene Musiker und Artisten ihr Können zeigten. Entlang der umgebenden Straßen fanden sich zahlreiche Stände, an denen die Besucher allerhand schönes erstehen konnten. Von mittelalterlicher Kleidung über Seife oder Holzschwertern für die Kleinsten war da für Jedermann etwas dabei.



Doch wer mich kennt, der ahnt schon: Nicht allein der schöne Markt hatte mich nach Warburg gelockt, sondern auch das angekündigte Musikprogramm, und da besonders ein Name: Waldkauz! Wem der Name noch nicht vertraut ist oder wer nun an einen Eulenvogel denkt, dem sei gesagt, dass es sich bei Waldkauz um eine junge Pagan Folk Band aus dem Bereich Hildesheim handelt, die erst jüngst mit "Komm' mit" ihr erstes, großartiges Album veröffentlicht haben. Die Band spielte am Samstag über den Tag verteilt vier Konzerte, von denen meine Begleitung und ich uns die ersten drei anschauen konnten, bevor wir den Weg nach Hause antreten mussten. Schon allein für diese drei tollen Auftritte hatte sich die lange Anfahrt für mich gelohnt. Waldkauz präsentierten natürlich Stücke ihres Albums, darunter zum Beispiel das durch und durch tanzbare und gute Laune hervorrufende "Der 111. Geburtstag", das verträumte "Emerald Isle" und natürlich auch "Heiden unserer Zeit", durch das ich im vergangenen Jahr überhaupt auf die Band aufmerksam geworden bin. Ich hoffe inständig, dass die nächste Gelegenheit, die Band live zu sehen, nicht allzu lange auf sich warten lassen wird!


Die Bühne teilten sich Waldkauz an diesem Wochenende mit einer der Band, von der ich niemals gedacht hätte, sie jemals wieder spielen zu sehen: Heidenlaerm. Von der Besetzung, mit der sich die Band vor knapp fünf Jahren von den Bühnen der Mittelalterszene verabschiedet hatte, ist heute nur noch Abraxas übrig, aber musikalisch hat sich eigentlich nichts verändert - Heidenlaerm machen auch im Jahre 2015 noch klassische Marktmusik mit viel Dudelsack, wobei ihnen während eines ihrer Auftritte die Glocken der örtlichen Kirche ganz schön die Spielzeit beschnitten - dabei bin ich überzeugt, sie hätten das locker übertönt! ;) [Anmerkung: Das Ganze hat bei mir wirklich schöne Erinnerungen an einen sehr kalten, aber auch spannenden Winter in Telgte geweckt. Willkommen zurück, Heidenlaerm!]
Bei einem ihrer Auftritte wurden Heidenlaerm außerdem von Luna (oder um es mit Abraxas' Worten zu sagen: Die Trulla mit dem Hula ;) ) unterstützt, die dem einen oder anderen auch aus Abraxas' Feuer-und Fakirshows bekannt sein dürfte. Eine solche Feuershow gab es wohl auch an diesem Abend, aber da waren wir schon lange auf dem Rückweg.



Als letzte Band trieben sich noch Unvermeydbar auf dem Gelände rum. Die Damen und Herren hatte ich vorher noch nie live gesehen. Als einzige Band spielten sie nicht auf der Bühne, sondern an wechselnden Orten auf dem Markt. Dort gelang es ihnen mit ihrer sympathischen Art jedes Mal schnell, eine große Traube Menschen um sich zu scharren. Und selbst, wenn man vorher nicht wusste, wo sie auftreten würden: dank der Vielzahl an Dudelsäcken waren sie in der Regel schnell gefunden ;)



Gegen 20 Uhr war der Markt zwar noch lange nicht zu Ende, doch für uns wurde es Zeit, uns auf den Rückweg zu machen. Das mag früh klingen, doch es sei gesagt: Zu Hause war ich erst gegen 2 Uhr morgens. So lästige solch lange Fahrten auch sein mögen, für einen so schönen Markt nehme ich sie jederzeit gerne wieder in Kauf!

Freitag, 17. April 2015

CD-Vorstellung: Metusa - Zahn der Zeit

Nie wieder sammle ich ein Jahr und nehme mir dann vor, alle Rezensionen kurz hintereinander zu Beginn eines neuen Jahres zu schreiben. Vier Monate später und meine Musik des Jahres 2014 ist noch immer nicht abgeschlossen. :D Egal, da muss ich jetzt durch, weiter gehts!

Interpret: Metusa
Titel: Zahn der Zeit
Erschienen: 2014
Label: Eigenproduktion

Tracklist:
01. Kreiger der Spielleute | 02. Gemeinsam | 03. Das Biest | 04. Auf Wolken | 05. Flucht | 06. Gelebt | 07. Gwendoline | 08. Stundenglas | 09. Hüter der Meere | 10. Hinterm Horizont | 11. Könige von Morgen

Das vierte Album von Metusa erschien für mich letztes Jahr wie aus heiterem Himmel. Bis heute weiß ich nicht, ob die Werbung dafür einfach komplett an mir vorbei gegangen ist oder es einfach keine gab. So oder so, als Metusa ihre MPS-Kollegen von Saltatio Mortis auf deren Tour begeliteten, lag "Zahn der Zeit" vor uns wurde von mir auch gleich in freudiger Erwartung mitgenommen. 

Vor Entstehen des Albums hatte sich das Besetzungskarussel bei Metusa tüchtig gedreht. Sängerin und Dudelsack- und Flötenspielerin Anja hatte die Band verlassen, für sie kamen Verena als neue Sängerin und Alanna am Dudelsack. Trotzdem bleiben Metusa auf "Zahn der Zeit" ihrem bisherigen Kurs treu. Textlich und auch musikalisch fühlt sich das neue Album weiterhin der (mitunter räuberischen) Seefahrt verbunden, wie man zum Beispiel am extrem eingängigen "Gemeinsam" hören kann. Passend dazu wird auch die Zusammenarbeit mit Sea Shepherd weiter gefördert. So prangt auf der letzten Seite des Booklets die Flagge jener Organisation und mit "Hüter der Meere" gibt es einen Song, der sich kritisch mit der Ausbeutung der Meere durch den Menschen auseinandersetzt und zum Kampf gegen ebenjene aufruft.

Insgesamt befinden sich auf dem Album viele Songs mit intelligenten, nachdenklichen und kritischen Texten. Da wäre beispielsweise "Gwendoline", das mit Männern abrechnet, die meinen, ihre Frauen/Freundinnen bevormunden und unterdrücken zu können oder auch "Gelebt", dass den Sinn eines angepassten, gesellschaftlich konformen Lebens in Frage stellt. 

Das Talent der neuen Sängerin Verena kommt meiner Meinung nach besonders gut beim letzten Stück des Albums, "Könige von Morgen", zur Geltung. Selten hat ein Lied für mich so schön das Vagantendasein fahrender Musiker vor meinen Augen entstehen lassen. 

"Zahn der Zeit" kommt im optisch sehr ansprechenden Digipack daher, die Texte können allesamt im Booklet nachgelesen werden. Wieder einmal ist Metusa ein überaus gutes Album gelungen, das zu hören immer wieder Spaß macht!

Meine Wertung:

♥♥♥♥
[4/5]

Hörprobe:


Besuch im Zoom in Gelsenkirchen

Eigentlich ist es schon eine Weile her, dass ich mit einer Freundin in der Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen gewesen bin, es war irgendwann vor Ostern an einem der ersten richtig schönen und sonnigen Tage. Irgendwie bin ich aber erst diese Woche dazu gekommen, die Bilder, die ich an diesem Tag gemacht habe, richtig durchzusehen und ohne Fotos wollte ich irgendwie auch nichts dazu schreiben. Darum gibt es eben erst jetzt ein paar Impressionen von diesem Besuch, viel Spaß damit! :)



Gleich zu Beginn unseres Besuches in der Zoom Erlebniswelt kamen wir bei den kleinen Pandas vorbei. Diese leben dort in der Erlebniswelt Asien. Für alle, die den Zoom nicht kennen: Dort gibt es drei nach Kontinenten/Ländern gegliederte Erlebniswelten: Asien, Alaska und Afrika.



Diesen putzigen Gesellen entdeckten wir in Afrika. Es handelt sich um ein euroafrikanisches Stachelschwein.


Ebenfalls in Afrika beheimatet sind diese beiden beeindruckenden Vögel. Oben links ein Gänsegeier, auf dem Boden ein Marabu. Ich glaube mich zu erinnern, dass dieses Foto während einer Bootsfahrt entstanden ist. Man kann im Zoom nämlich eine kleine Rundfahrt mit einem kleinen Boot machen - total schön und entspannend, wenn man vorher schon viel gelaufen ist.


Zu diesem kleinen Kerl brauche ich wohl nicht viele Worte verlieren. Erdmännchen zählen - wie wohl in den meisten Zoos - auch in Gelsenkirchen zu den Publikumslieblingen.

Zu guter Letzt nun auch noch eine Impression aus der letzten noch fehlenden Erlebniswelt, Alaska. Dort kamen wir an, als die Waschbären gerade ein Nickerchen in der Sonne hielten. Es sei ihnen gegönnt. :D

Man kann wirklich sagen, dass wir einen sehr schönen Tag im Zoom hatten. Ein Besuch dort lohnt sich wirklich. Es gibt viele Tiere in modernen, geräumigen und naturnah gestalteten Gehegen. Die meisten Tiere kann man mit etwas Geduld auch erspähen, da man meist von verschiedenen Punkten aus in die Gehege schauen kann. Trotzdem haben die Tiere Rückzugsorte, an denen sie unbeobachtet sein können.

Neben den Tieren gibt es aber auch noch vieles Anderes zu entdecken: Wie bereits erwähnt kann man eine Rundfahrt in einem kleinen Boot machen, es gibt eine Mine, in der es spukt und einen spannenden Simulator, der einen auf die rasante Reise auf einer Eisscholle mitnimmt. Die Wege sind liebevoll gestaltet, überall gibt es Gebäude und Landschaftselemente, die in die jeweilige Erlebniswelt passen. Natürlich kann man im Zoom auch essen und Souvenirs im Zooshop erwerben. Auch an Spielmöglichkeiten für Kinder mangelt es nicht. Ein Besuch im Zoom ist somit sowohl für Erwachsene als auch für Kinder spannend. Auf jeden Fall sollte man für den Besuch einen ganzen Tag einplanen: der Zoo ist mit 6 Hektar wirklich riesig!

Neben den oben veröffentlichten Bildern habe ich übrigens noch eine ganze Reihe von meinen Lieblingstieren, den Wölfen gemacht. Ich habe mir aber überlegt, dass ich diese in einem eigenen Post veröffentlichen möchte. Das soll irgendwann im Laufe der kommenden Woche geschehen.
Dies war mein zweiter Besuch im Zoom, der erste liegt schon einige Jahre zurück. Vor ein paar Jahren habe ich mit einer Freundin so ziemlich alle Zoos in NRW besucht. Momentan fehlt uns beiden dafür leider irgendwie das Geld, fürchte ich. :D Trotzdem habe ich überlegt, mit der Zeit auch ein paar Impressionen, die wir in anderen Zoos gesammelt haben, zu veröffentlichen. Mal schauen, wann ich zeitlich dazu komme.
Anmerkung: Da ich gehört habe, dass die Veröffentlichung von Fotos, die in Zoos aufgenommen wurden, rechtlich problematisch sein kann, habe ich vor diesem Post ein wenig recherchiert und diesen sehr hilfreichen Link gefunden: Zooliste. Dort ist nachzulesen, wie verschiedene Zoos und Tierparks zur Veröffentlichung von Fotos stehen. Der Zoom erlaubt die nicht kommerzielle Verbreitung von Fotos bei Nennung des Entstehungsortes - und dies ist ein privater, nichtkommerzieller Blog. :)

Zoom Erlebniswelt

Ein paar sehr verspätete Worte zum Osterwochenende

Eigentlich hatte ich natürlich gleich nach Ostern etwas zum Osterwochenende schreiben wollen, aber durch den plötzlichen Tod meiner Kaninchendame war mir dazu erstmal gründlich die Lust vergangen...
Dabei wäre das alles ohne dieses unerfreuliche Ereignis eine ziemlich schöne Zeit gewesen. Am Karfreitag habe ich erstmal zusammen mit meiner Mutter einen Kuchen gebacken. Passend zum Osterfest konnte ich nicht widerstehen und musste endlich mal den Spiegeleikuchen, den sicher die meisten von euch aus der TV-Werbung kennen, ausprobieren:
Sieht (wie ich finde) klasse aus und ist auch wirklich super lecker und relativ leicht zu machen, wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein. :D


Gleich im Anschluss gab es dann mal wieder einen Versuch, meine wuselige Kaninchenband zu fotografieren. So sind tatsächlich nur zwei Tage vor ihrem Tod noch ein paar Fotos von der armen, kleinen Polly entstanden, darunter dieses hier:

An sich finde ich das Foto nicht unbedingt herausragend, aber ich freue mich, dass ich da nochmal beide Mümmler zusammen auf einem Bild habe... Das weiße Kaninchen auf der rechten Seite, welches (mehr oder weniger ;) ) auf den Namen Swiffer hört, ist nun momentan ganz alleine und wir sind ziemlich ratlos, was wir machen sollen... Haben uns schon in den Tierheimen in der Region umgesehen und es macht den Anschein, als wäre es nicht ganz so leicht, eine passende, neue Gesellschaft für ihn zu finden. =/

Aber es gab auch eine schöne Neuigkeit an diesem Wochenende, auf unserer Terasse wuseln seitdem nämlich zwei kleine Katzenkinder herum.

 Auf dem Bild sieht man sie kaum, weil sie ihrer Mutter so ähnlich sehen. :D Ein bisschen kompliziert ist die Situation trotzdem. Die Katzenmutter, die bei uns auf den Namen Jule (vollständiger Name: Jammerjule) hört, wohnt nämlich eigentlich ein paar Häuser weiter, wo sie Julia heißt. Aus irgendeinem Grund hat sie aber beschlossen, bei uns ins Exil zu gehen. Ich vermute als Grund ja, dass ihre eigentliche Familie sechs größtenteils noch ziemlich kleine Kinder hat - wenn sie da Angst um ihre Kinder hat, könnte ich das jedenfalls gut verstehen. Trotzdem sehe ich da noch ein Problem auf uns zukommen. Wäre sie unsere Katze, würden wir sie nämlich kastrieren lassen. Blöd nur, dass sie aber nicht unsere Katze ist, ihre Besitzer sie nicht kastrieren lassen wollen, sie aber ihre Jungen nun bei uns kriegt... ich fürchte, da besteht bald Klärungsbedarf. ^^

Um nochmal zurück auf Ostern zu kommen: Am Samstag wurden natürlich noch ganz der Tradition folgend Eier gefärbt und dann ging es zum bereits gestern geschilderten Osterkonzert nach Osnabrück und nach einer Nacht bei einer Freundin am Sonntag zurück nach Hause. Ab da war Ostern dann leider nur noch traurig und ich habe wirklich eine ganze Weile gebraucht, um mich wieder zu fangen - wenn ein Tier stirbt, ist das eben jedes Mal aufs Neue wieder verdammt schwer zu verarbeiten... :(

Donnerstag, 16. April 2015

Konzertbericht: Osterkonzert in Osnabrück

Mittlerweile hat es sich zu einer schönen, jedes Jahr wiederkehrenden Tradition entwickelt, dass in der Osnabrücker Lagerhalle am Ostersamstag ein Osterkonzert veranstaltet wird. Ein Event, dass auch an diesem ersten Wochenende im April zahlreiche Mittelalterfreunde anlockte. Auf dem Programm standen in diesem Jahr Metusa und Reliquiae.

Beim Betreten der Lagerhalle erwartete die auf den Einlass wartenden Fans jedoch erst einmal eine Überraschung, die sich sehr bald als ziemlich unschön herausstellen sollte: Im Restaurantbereich der Lagerhalle, von dem aus eine Tür in den Konzertsaal führt, wurde Public Viewing veranstaltet. Die Begeisterung meiner Begleitung und mir hielt sich von Anfang an in Grenzen. Keine von uns beiden interessiert sich für Fußball, dafür verfügen wir beide über zahlreiche negative Erfahrungen mit den Fans dieser Sportart. An diesem Abend sollte sich zu diesen Erfahrungen eine weitere gesellen.

Wir reihten uns brav in die Schlange für den Einlass ein, und jene, die nach uns kamen, taten natürlich dasselbe. Plötzlich fielen einige Reihen hinter uns böse Worte: Einer der Fußballfans fühlte sich durch die Einlassschlange gestört, er konnte die Leinwand nicht mehr sehen. Das meinte er dem Mädchen, welches ihm im Weg war zeigen zu müssen, indem er ihr erst sagte, sie solle nach draußen verschwinden und sie dann an den Schultern aus dem Weg zu schieben versuchte. Er hielt das mit all seiner Unfreundlichkeit für sein gutes Recht, weil er ja bezahlte habe. Klar, wir alle natürlich nicht, oder wie? ^^ Sie verschwand ein wenig nach hinten und ein Mann nahm ihren Platz ein. Es kam, wie es klischeehaft kommen musste, und der Fußballfan wurde handgreiflich. Beinah kam es zu einer Schlägerei zwischen ihm und dem Konzertbesucher, den er sich packte und anschrie mit den Worten, er habe doch freundlich gefragt. Nun, seine Definition von "freundlich" muss sich gravierend von der in unserer Warteschlange unterscheiden. Auf der anderen Seite des Raumes gab es übrigens noch eine andere Leinwand, er hätte das Problem also auch einfach lösen können, indem er sich umgedreht und auf diese geschaut hätte... Aber offenbar legen gewisse Fußballfans großen Wert darauf, alle negativen Attribute, mit denen man sie gerne versieht, auch immer wieder aufs Neue zu bestätigen.

Irgendwann war es dann zum Glück endlich so weit und die Tür zur Konzertlocation öffnete sich. Ab da ging es endlich bergauf mit dem Abend. Als erste der beiden Bands betraten die Osnabrücker Reliquiae die Bühne. Für die war es an diesem Abend ein Auftritt mit einem ganz besonderen Anlss: Es war die Abschiedsshow ihres Schlagzeugers Zsolt, der die Band von Anfang an begleitet hatte. Um diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen, spielte die Band an diesem Abend nicht nur Songs ihres aktuellen Albums "Pandora", sondern auch eine recht große Anzahl des Vorgängers "Audi Vide Tace". Außerdem gaben sie erste vielversprechende musikalische Einblicke in ihr bald erscheinendes, neues Album "Winter".

Zsolts Abschied während des Konzertes war dann auch wirklich bewegend für alle Anwesenden. Sogar seine Familie war anwesend, um ihm nach seinem letzten Songs Blumen und herzförmige Luftballons zu überreichen. Für ihn übernahm dann sein Nachfolger Lasko die Drumsticks. Am Ende des Auftritts jedoch tauchte Zsolt noch einmal kurz auf, um sich und Reliquiae mit ein paar sicher bald legendären Worten von der Bühne zu verabschieden: Die Kuh machte muh, das Schaf macht mäh, ihr saht gerade Reliquiae ;)

Hörprobe:


Nicht lange, nachdem Reliquiae die Bühne verlassen hatten, betrat McRogan dieselbe, um das Publikum für einige Minuten mit seinem Stepptanz zu unterhalten und irisches Flair in die Halle zu bringen. Die Leute unterstützten ihn dabei fleißig mit ihrem Klatschen.

Nach der Umbaupause ging es dann weiter mit der zweiten Band des Abends: Metusa. Auch die gaben alles und unterhielten das Publikum mit ihren größten Hits. Etwas ältere Stücke wie "Tanz", "Piratenseele" und "Fünf Nächte" fehlten da ebenso wenig wie Stücke vom aktuellen Album. Bei "Hüter der Meere" ließ die Band im Publikum sogar einen aufblasbaren Wal kreisen, den in Bewegung zu halten allen Anwesenden sichtlich Spaß bereitete.

Richtig großartig wurde es, als Sänger Dominik Reliqiaue als die beste Band Osnabrücks lobte und kurz darauf Schlagzeuger Henne nach vorne trat um einzuwenden, dass er ja Mr. Hurley & die Pulveraffen viel toller fände, nur um daraufhin von Dominik von der Bühne gejagt zu werden. Zum Scherz rief Dominik dann nach einem Schlagzeger von Reliquiae als Ersatz, woraufhin tatsächlich Zsolt auf die Bühne gestolpert kam und prompt engagiert wurde, das nächste Lied mit ihnen zu spielen. Kurzzeitig verfügte Metusa dann sogar über eine Drei-Mann-Rhytmussektion, als er sowohl von Henne als auch von Dominik unterstützt wurde.

Ich muss ja gestehen, dass ich bei Metusa lange mit dem Weggang von Sängerin Anja gehadert habe. Dadurch war eine Lücke entstanden, die zunächst nicht füllbar zu sein schien. Wer die großartige Interaktion, die auf der Bühne zwischen ihr und Frontmann Dominik herrschte, miterlebt hat, weiß sicher, wovon ich spreche. An diesem Abend konnten mich Metusa jedoch endlich wieder ähnlich begeistern wie früher, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Hörprobe:


Leider konnten wir den Auftritt von Metusa jedoch nur bis zum letzten Lied vor der Zugabe verfolgen, danach mussten wir uns auf den Weg zum Bahnhof begeben. Da beide Bands an diesem Abend ein volles Set spielten (es handelte sich also quasi um eine Doppelheadlinershow), war es spät geworden und den letzten Zug wollten wir auf keinen Fall verpassen - schließlich fuhr der nächste erst am kommenden Morgen und es galt, in der Lage zu sein, den Ostersonntag für alle zufriedenstellend mit der Familie zu verbringen.

Trotz des unglücklichen Starts war es ein sehr schöner Abend und ich hoffe, dass uns die Tradition der Osnabrücker Osterkonzerte noch lange erhalten bleiben wird.