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Sonntag, 29. Oktober 2017

Tagesausflug zum Mittelalterlich Phantasie Spectaculum nach Bückeburg

Der zweite von den sehr wenigen Terminen des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums, die ich in diesem Jahr besucht habe, war das MPS in Bückeburg. Da ohne Jahreskarte für mich finanziell an ein ganzes Wochenende mit Camping überhaupt nicht zu denken war, wurde es ein Tagesausflug am Samstag des ersten Wochenendes. Dieser Tag bot musikalisch aber ohnehin schon so viel, dass ich mich am späten Abend ohne große Wehmut, dafür mit vielen schönen Eindrücken vom schönen Bückeburger Schlosspark verabschieden konnte.

Gleich nach dem Betreten des Geländes zogen mich die Klänge von Waldkauz hin zur ersten Bühne, die den schönen Tag nutzten, vor Ort große Teile ihres mittlerweile erschienenen, neuen Musikvideos zu "Baba Jaga" zu drehen. Waldkauz live sind immer wieder eine große Freude, weswegen ich es sehr schade fand, dass ich sie aufgrund des großen Angebots an Programmpunkten, die ich auch noch sehen wollte, nicht so oft anschauen konnte, wie ich gerne gewollt hätte.

Nina von Waldkauz

Nach dem Waldkauz-Auftritt hätte ich mich eigentlich auf den Weg machen wollen, meine Freundin zu suchen, die separat angereist war. Aber nun standen auf der selben Bühne Faey auf dem Programm, und so blieb ich irgendwie hängen. Ich mag Faey mit ihrer so unglaublich positiven Musik einfach unglaublich gerne und bei ihren Konzerten zaubern mir zudem die sympathischen Bühnenansagen der Musiker immer wieder ein bleibendes Lächeln ins Gesicht. 

Jürgen von Faey

Im Anschluss an diesen Auftritt machte ich mich dann aber tatsächlich endlich auf die Suche nach meiner Freundin und fand sie glücklicherweise auch recht bald. Zu zweit macht so eine Veranstaltung auf Dauer eben doch deutlich mehr Freude als allein. Wir inspizierten das Gelände, blieben mal vor dieser, mal vor jener Bühne hängen. Schön war es zum Beispiel, beim Auftritt von Ganaim vor der großen Bühne im Gras zu liegen und den schönen Irish Folk Klängen zu lauschen.

Und irgendwann war es dann Zeit für das große Abendkonzert meiner Lieblingsband Faun. Dieses war für mich natürlich wie immer ein absolutes Highlight. Ich ergatterte einen ziemlich guten Platz und nutze den langen, hellen Sommerabend, der es auch mir mit meiner ganz gewöhnlichen, aber heißgeliebten Kamera ermöglichte, ein paar schöne Fotos zu schießen.

Fiona von Faun

Zum gelungenen Abschluss des Tages gab es dann später noch ein beeindruckendes, großes Feuerspektakel, bevor es - diesmal gemeinsam - auf den Heimweg ging, den Kopf voller Eindrücke von einem schönen Tag im (phantastischen) Mittelalter.

Und weil es so schön ist, gibt es hier als Rausschmeißer noch oben erwähntes Waldkauz-Video:


Montag, 11. Januar 2016

CD-Vorstellung: Ganaim - Ceol ón Mhuileann

Hier ein weiterer Titel meiner Bestenliste Musik 2015. Viel Spaß damit. :)

Interpret: Ganaim
Album: Ceol ón Mhuileann
Erschienen: 5. Juni 2015
Label: Fuego


Tracklist:
01. The Burning of Auchindoun | 02. Hol An Dro | 03. Johnnie Cope | 04. Tre Svenska Valser | 05. The Boys Of Bedlam | 06. Monaghan’s Jig | 07. Johnny’s Wedding / Tam Lin | 08. Viva Galicia | 09. Are You Sleeping, Maggie? | 10. I’ll Tell Me Ma

Das allgemeine Interesse war groß, als Pínto von Frohsinn – vielen bekannt als Mann an der Bodhrán bei Versengold – für 2015 das Erscheinen eines Albums seines Celtic Folk Projekts Ganaim ankündigte. Pünktlich zur Jahresmitte lag „Ceol ón Mhuileann“, was so viel bedeutet wie „Der Klang der Mühle“, dann auch tatsächlich vor.

Geworden ist es ein ziemlich ruhiges, auf Traditionals basierendes Celtic Folk Album. Zahlreiche der Stücke sind Instrumentals, bei denen oft die Geige – gespielt von Saskia Forkert – eine tragende Rolle spielt. Neben eindeutig keltischen Instrumentals wie dem „Hol An Dro“ oder dem „Monaghan’s Jig“ hat sich mit „Tre Svenska Valser“ jedoch auch ein Stück aus einem anderen Kulturraum eingeschlichen, welches sich jedoch wunderbar in das Gesamtgefüge einpasst.

Doch auch Gesangsstücke finden sich auf „Ceol ón Mhuileann“. Im Wesentlichen für den Gesang zuständig zeigt sich hierbei Pínto, der über eine sehr angenehme, ausdrucksstarke Stimme verfügt und ein wundervolles rollendes „R“ beherrscht, das mich jedes Mal wieder in Begeisterung versetzt. Lieder wie „I’ll Tell Me Ma“, „The Boys Of Bedlam“ und „Are You Sleeping, Maggie?“ sind dabei zwar sicher keine Unbekannten, erhalten aber reizvolle, eigene Interpretationen durch die eigenen Arrangements von Ganaim.

Auch optisch macht das Debüt von Ganaim einiges her. Es kommt als Digipack in Sepia-Färbung mit ebenso hübschen wie informativen Booklet, welches neben wirklich gelungenen Porträts der Bandmitglieder Informationen zu den einzelnen Songs sowie Liedtexte enthält. Insgesamt wirkt das Layout genauso ruhig und ausgeglichen wie die Musik.

Mit „Ceol ón Mhuileann“ legen Ganaim zwar kein wirklich innovatives Celtic Folk Album vor, doch das Hören macht vom ersten bis zum letzten Lied Freude. Die Band hat Titel gewählt, die ihnen selbst am Herzen liegen und diese in ihrem eigenen Stil umgesetzt. Herausgekommen ist ein Album mit Folksongs für eher ruhigere Stunden. Es lohnt sich, hier mal ein Ohr zu riskieren.

Meine Wertung:

♥ ♥ ♥ ♥
[4/5]

Hörprobe:



Dienstag, 5. Januar 2016

Meine Musik des Jahres 2015

Guten Tag allerseits! Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich in diesem neuen Jahr die Zeit gefunden habe, mich hier einmal wieder zu Wort zu melden. Trotzdem möchte ich euch allen noch ein frohes neues Jahr wünschen und hoffe, dass ihr gut reingerutscht seid.

Bei mir war Silvester selbst eher unspektakulär, ich war zu Hause und habe versucht, meine kleine Katze zu trösten. Für Tiere ist dieses Fest einfach die Hölle.

Nun ist es also Zeit für meinen jährlichen musikalischen Rückblick. Ich habe lange überlegt, ob ich sowas für 2015 wirklich wieder machen soll, habe ich doch im letzten Durchgang fast das ganze Jahr benötigt, um alle angedachten Rezensionen zu veröffentlichen. Doch da pure Vernunft bekanntlich niemals siegen darf und 2015 musikalisch ein wirklich sehr produktives Jahr für viele Künstler meiner Szene war: hier ist sie, meine Liste mit der besten Musik 2015. :D


Die Favoriten:




Heilung - Oefnir


Omnia - Naked Harp

Rastaban - Arise

Seed - Portal To Elfland

Versengold - Zeitlos



Weiterhin erwähnenswert:

Die Irrlichter - Rauhnächte

Korpiklaani - Noita

Leaves' Eyes - King of Kings

Mr. Hurley & die Pulveraffen - Voodoo

Nachtgeschrei - Staub und Schatten

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist ohne Strom und Stecker

Versengold - Live

Vogelfrey - Sturm und Klang

Vroudenspil - Fauler Zauber

V/A - Herbstmond


Für die Alben von meiner Favoritenliste werde ich in jedem Fall Rezensionen schreiben und diese hier verlinken, bei denen von der zweiten Liste werde ich es ganz nach Lust und Laune halten. Es sollte mich fast schon wundern, wenn ich es bei allen schaffe. :D

Bevor ich mich aber den Alben widme, steht noch ein letzter Konzertbericht vom Phantastischen Mittelalter Lichter Weihnachtsmarkt aus. Mit etwas Glück kommt dieser noch heute.

Samstag, 28. Februar 2015

Konzertbericht: Mr. Hurley & die Pulveraffen in Osnabrück

Vor genau einer Woche verschlug es mich wieder ins Westwerk nach Osnabrück. Dort spielten an diesem Abend Mr. Hurley & die Pulveraffen ihr zweites Pre-Release-Konzert zum neu erscheinenden, dritten Album "Voodoo". Das erste Konzert hatte einen Tag vorher an gleicher Stelle stattgefunden. Dieser Tag war bei mir aber schon für Rapalje ausgebucht gewesen.

Eigentlich gab es an diesem Samstag sogar ein Doppelrelease zu feiern, denn auch die Vorband Ganaim hatte gerade ihr Debütalbum "Ceol ón Mhuileann" veröffentlicht. 

Das Westwerk war schon ziemlich gut gefüllt, als Ganaim die Bühne betraten. Da die Band noch neu ist, werde ich sie kurz vorstellen. Ganaim sind im Kern zwei Leute, nämlich Pínto (Gesang, Gitarre & Bodhrán) und Saskia (Geige & Gesang). Der Name Pínto könnte dem einen oder anderen auf diesem Blog schon einmal begegnet sein, da er mit seiner Band Versengold hier schon mehrfach Erwähnung gefunden hat. Für das Livekonzert in Osnabrück holte sich die Band außerdem noch Unterstützung von Irish Folk Musiker Cornelius Bode.

Ganaim boten als Einstimmung auf den Rest des Abends ihre Interpretationen traditioneller Folksongs aus diversen keltisch geprägten Ländern. Mit dabei waren Klassiker mit Gesang wie "Are You Sleeping Maggie" und "I'll Tell Me Ma", aber auch Tänze wie ein Andro und ein Jig. Mir persönlich haben die Interpretationen dieser Stücke durch die Bank alle sehr gut gefallen und ich hatte von Beginn an den Gedanken, dass es schön wäre, die Band eines Tages mal bei einer Balfolk-Veranstaltung zu sehen - oder einfach bei einem der zahlreichen keltisch angehauchten Festivals in den Niederlanden, bei denen die allgemeinen Balfolk-Skills weit ausgeprägter sind als im schnöden Deutschland. Dann würde sich auch sehr schnell der von der Band bedauerte Zustand, noch nie ein getanztes Andro erlebt zu haben, erledigen.
Der Auftritt der Band war jedenfalls durch und durch sympathisch, gerne mehr davon für mich. Vielleicht sieht man sich ja bald einmal wieder!

Hörprobe:


Nach einer Pause ging es dann weiter mit dem Hauptact des Abends, den lokalen Größen von Mr. Hurley & die Pulveraffen. Die begannen ihr Konzert an jenem Abend mit einer Panne: nach dem Intro ging es zwar wie geplant nahtlos mit dem ersten Song, "Leinen los!" vom neuen Album, weiter - doch leider war die Gitarre nicht zu hören. Da es ja ihr eigenes Konzert war und kein Zeitdruck herschte, taten wir alle so, als wäre nichts gewesen, und fingen noch einmal von vorne an.
Im kommenden Set gab es dann viel neues zu hören, da der Schwerpunkt auf den Songs des neuen Tonträgers "Voodoo" lag. Buckteeth Bannock erzählte die Geschichte von seinem "Taljenblock", Mr. Hurley informierte in "Haken an der Sache" über die Tücken der bei Piraten so beliebten Hakenhand und der einäugige Morgan bewies in dem wirklich großarrrrtigen "Nüchtern", dass wahre Freibeuter nicht immer betrunken sein müssen - ein Lied ganz nach meinem Geschmack! Gemeinsam wurden dann noch die Vorzüge von "Booty Island" erörtert und auch schon live erprobte Stücke wie "Urlaub" und "Schrumpfkopf im Rumtopf" fanden ihren Platz im Set.

Wie das nunmal leider so ist, neigt sich auch die schönste Piratenparty einmal ihrem Ende zu. So war es auch an diesem Abend, doch natürlich nicht ohne eine ordentliche Zugabe. Bei "Geißel der See" und "Blau wie das Meer" tanzte und gröhlte wohl geschlossen das komplette Publikum mit (außer den nervigen Typen mittleren Alters hinter uns, die das ganze wohl beim Kauf der Tickets mit ner Ballermannfete verwechselt hatten. Dieser Seitenhieb musste jetzt einfach mal sein).

Zum Abschluss holte uns die Band dann mit dem ruhigen "Abschiedslied" wieder auf den nicht immer nur schönen Boden der Tatsachen zurück, als sie das Lied ihrem im vergangenen Jahr bei einem Autounfall verstorbenen Tontechniker Jojo widmeten. Es war der mehr als würdige Ausklang eines insgesamt wunderschönen Abends.

Hörprobe: